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Full text of "Österreichische Kunsttopographie"

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HAMMOUNO 
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UMVERSITY OF 

TORONTO PRESS 



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ÖSTERREICHISCHE KUNST- 
TOPOGRAPHIE 



HERAUSGEGEBEN VOM KUNSTHISTORISCHEN INSTITUTE 
DES DEUTSCHÖSTERREICHISCHEN STAATSDENKMALAMTES 

REDIGIERT VON PROF. Dr. MAX DVORAK 



BAND XVI 



DIE KUNSTSAMMLUNGEN DER STADT SALZBURG 



WIEN 1919 

KUNSTVERLAG ANTON SCHROLL & Co. 

GESELLSCHAIT M. B. H. 



rf . 



DIE KUNSTSAMMLUNGEN 
DER STADT SALZBURG 



BEARBEITET VON Dr. HANS TIETZE 



28 TAFELN, 421 ABBILDUNGEN IM TEXTE 



WIEN 1919 
KUNSTVERLAG ANTON SCHROLL & Co. 

OESELLSCHAJ-T M. B. H. 



Mf/f-^h^i 



N . 
öl 




1131925 



DRUCK VON RUDOLF M ROHRER IN BRUNN. 



INHALTSVERZEICHNIS 



Mit 

Vorwort VII 

Privatsammlungen 1 

Aigner . . I 

AinmülltT 2 

Angerniayer 6 

Bees 7 

Bernhardt 7 

Blome 7 

Duffek 9 

Erggilet 11 

Frey 12 

Gielow 19 

Greiii 20 

Hasslinger 31 

Heller 35 

Henikstein > . 37 

Hiller-Schönaich < 38 

Hinterstoisser 38 

Holtor -40 

HupfaHf-Spängler 40 

Kasseroller 44 

Kemer 44 

Koblitz 47 

Kuenburg Gandolph 48 

Kucnburg Leopold 48 



Legay . . 
Mark . . . 
Martin . . 
Mayburger 
Mittormayer 
Orthofer . 
Ott ... 
Pachmann . 
Pausinger . 



52 
65 
66 
68 
68 
70 
73 
73 
73 



Seite 

Pillsack 74 

Pillwein 76 

Plason 77 

Plaz 102 

Piithon 103 

Rehl. 104 

Roll . 104 

Slama 104 

Sperl 104 

Strasser ... 1(15 

Strek- . . U>.i 

Thun .105 

Tomaselli . . . 1()7 

Warsberg ... KW 

Wimpffen .... 109 

Wodickh 112 

Zeller 112 

Eberle 113 

Stockart . . 114 

Sttidienbibliothek 115 

Mozartmuseuin . . 127 

Stadtisches Museum : 130 

Gemälde 131 

Glasmalereien ... 174 

Miniaturhandschriften 181 

Handzeichntingen . . 184 

Skulpturen .... .213 

Öfen und Kacheln 260 

Qoldschmiedearbeiten . 264 

Verschiedene kirchliche Einrichtungsstücke . 274 

Möbel 2TT 

Textilien . 288 

Varia und Gesamteinrichtungen 292 

Waffen .>99 



.> 



VORWORT 



Die Aufnahme der in diesem Bande beschriebenen Kunstsammlungen erfolgte im wesentlichen in den 
Jahren 1910 und 1911 durch den Sekretär des kunsthistorischen Institutes Dr. Hans Tietze und Frau 
Dr. Erica Tietze; Ergänzungen erfolgten in den nächsten Jahren. Die Bearbeitung durch den Genannten 
war 1914 so weit gediehen, daß mit der Drucklegung begonnen werden konnte. Diese zog sich infolge 
dauernder militärischer Dienstleistung des Bearbeiters und dann wegen der Schwierigkeit der Ver- 
bindung mit der in Brunn befindlichen Druckerei bis jetzt hin. Durch diese jahrelange Verzögerung 
haben die Angaben des Bandes an Richtigkeit, die ganze Bearbeitung an Frische eingebüßt; eine teil- 
weise Korrektur muß dem Bande vorbehalten bleiben, der dem nunmehr abgeschlossenen Inventar de'' 
Salzburger Kunstdenkmale eine zusammenhängende kunsthistorische Einleitung zufügen wird. 

Einen wesentlichen Anteil an der Fertigstellung des Bandes nahmen Kustos Alphons Hauppolter des 
Salzburger Museums und Dr. Franz Martin des dortigen Landesregierungsarchivs; die Bearbeitung der 
Waffensammlung erfolgte durch Dr. August Grosz in Wien, dessen Aufnahmen durch Oberst Seefelner 
in Salzburg an Ort und Stelle nochmals geprüft wurden. Die photographischen Aufnahmen rühren von 
dem Photographen Hans Makart und Franz Grillparzer sowie vom Bearbeiter her. Dieser fühlt sich 
besonders verpflichtet, der Leitung und Verwaltung des Salzburger Museums für die seiner Arbeit in 
diesem erteilten Förderung auch an dieser Stelle wärmstens zu danken. 

Wien, Juni 1919. 

Max Dvoräk 



I 



Sammlung der Frau Dr. Gottfried Aigner 

Eriist-Tliiin-StratW Nr. S. 
< i c III aide: 

1. Ai|iiarcll auf Papier; 23x32cw; Porträt der nachmaligen Frau von Bfäin als vierjähriges Kind, auf 
einem Polster sitzend; hinten rote Draperie. Be- 
zeichnet: A. ilc Verla. 1832 }j*-''"alt (Fijj. I). Von 
Xchilie Dcvcria (l«(X) bis 1857). 

Aquarell auf Papier; 25 x 295 cm; Kniestiick; 
i.rtriit des Fürsten Felix Schwarzenberg in 





OcmMite. 



Flg. 1. 



Fig. 1 Kindirbildnis von Achillc Deviria, 
Sammlung Aigner (S. 1) 



Fig. 2 Miniaturportrat des t-Urstvn t-eli.\ Scliwarzcnl)crg 
von KrichutKT, Sammlung Aigner (S. I) 



schwarzem Rock, mit einem Bucli in der Hand, in einem Lchnstuhl sitzend. Links unten bezeichnet: 

Kriehiiber S3j. In guillochierter Goldbronzeniontierung (Fig. 2). 

3. Aquarell auf Papier; II x U cm; Halbfigur einer jungen Dame mit braunen Locken, in wiiLlem Kleid. 
Riciitung des Johann Ender. Um 1840. 

Ferner eine kleine Anzahl von Meißner und Wiener Porzellan sowie von Kameen von der Wende des 
XVIII. zum XIX. Jh. 

XVI 1 



Flg. 2. 



Sammlung Aininüllcr 



Gemälde. 



Tafel I. 



Sammlung der Frau Marie Ainmüller 

Imbergstraße Nr. 29. 

All der Außenseite des Hauses sind verschiedene Wappensteiiie eingemauert, darunter einer des Erzbischof! 
Max Gandolpli. Im Innern des Hauses zahlreiche alte Bilder, Skulpturen und Möbel, die durch Imitationei 
iihniicher Stücke zu historisierend malerischen Interieurs ergänzt sind. 

G e ni ä 1 d e : 

1. Tempera auf Holz; 40 X 51 cm; zwei Pendants, Gebet air 
ölberg und Schaustellung Christi; salzburgisch. Zweites Vierte 
des XVI. Jhs. 

2. Tempera auf Holz; 39x58t7;/; Halbfigur der Madoniii 
mit dem Kinde, das bekleidet auf ihren Knien sitzt. Ober- 
italienisch. Um 1500. (Vielleicht Cremona.) 

3. Tempera auf Holz; 69 X 98a;/; Kreuzigung Christi, links 
Maria und Johannes, rechts melirere Krieger im Gespräch (Taf. I) 





Fig. 3 Darstellung im Tempel, 
Sammlung Ainmüller (S. 2) ;" 



Fig. 4 Darstellung im Tempel, Sammlung Ainmüller 
(S.3) 



Fig. 3. 



Der Richtung Hans Baidung Grien nahestehend. Vgl. die Beweinung Christi im Kaiscr-Fricdricli-Museum 
(Heidrich, altdeutsche Malerei, Abb. 125) und das Bild gleichen Gegenstandes im Ferdinandeum (Terey 
Gemälde 27). Zum Christustyp vgl. auch Terey, Handzeichnungen H. B. Griens lü(). 

4. Tempera auf Holz; 68 x 94 c/«; Auferstehung Christi, mit reichem landschaftlichem Hintergrund. Um 
1520. Salzburgisch. Richtung des Aspacher Altars. 

5. Tempera auf Holz; 53 x 145cm; Darstellung im Tempel; Maria mit Josef und einer Magd, die eine 
Kerze hält, vor dem runden Altartisch, auf dem die Tauben stehen und über dem der Hohepriester das 
nackte Kind hält; hinten mehrere Männer. Der Tempel als Rundhalle gestaltet. Oberdeutsch. Viertes Viertel 
des XV. Jhs. (Fig. 3). 

6. Tempera auf Holz; zirka 70 X 100 cm; zwei gemeinsam gerahmte Altarflügel, oben spitz ausgeschnitten. 
Links Schaustellung Christi, rechts Christus unter dem Kreuz gefallen. (Letzteres nach Dürer, B. 37.) Um 
1515. Richtung des Hochaltars von Nonnberg. 




TAFEL I KREUZIGUNG CHRISTI 
Sammlung v. Ainmfiller (S. 2) 



Sammlung Ainnilllkr 



7. Tempera auf Holz; vier zusammciiRehörige Bilder; 89 x 112 cm; Verkfliuligung, Anbetung des Kindes, 
AnlH'tuii},' der Könige. Darstellung im Tempel. Salzburgiscli (?). Letztes Viertel des XV. Jhs. (f-ig. 4). 

8. Tempera auf Holz; zirka 40 y 150 fw; durch eine Lilngslciste getrennte, nicht genau zusammenpassende 
l'ragmente einer nicht deutbaren Komposition (Marter der hl. Katharina?); rechts schläft ein Mann, auf 

den Unterarm gestützt, auf einem Stein, daneben 
ein Bein. Links liegt ein weiterer Mann und Ober 
ihm schwebt ein Engel in rot-orangem Gewände. 
Ober Wakllandschaft ein Reigen von Engeln, die 



Flg. 4. 





Fig. 5 Hl. Dorothea, Holzrelicf, 
' Sninmiung Ainmüller (S. 4) 



Fig. 6 Hl. Hieronymus, HoUrolief, 
Sammlung AinmUllcr (S. 4) 



Werkzeuge der Passion halten und Steine und Pfeile herabschleudern. Sehr krJlftig im Kolorit. Um 1520. 
Sehr beschädigt und überarbeitet. 

9. öl auf Leinwand; Brustbild des Erzbischofs Sigismund von Schrattenbach. Mitte des XVIll. Jhs. 

10. öl auf Leinwand; 66v85aH; junges Mildchen in Salzburger Bürgertracht. Kniestflck. Um 1760. 
In rcidigeschnitztem vergoldetem F^alimen mit Tressenwerk und bekrönciuicm Wappen des Erzbischofs 
Sigismuiul von Schrattenbach. Um 1760. 

11. öl auf Leinwand; 26x22aH; Ruth begleitet ihre Schwiegermut tu. u.iliiind Nmini uciiuiul davon- 
geht. Bezeichnet: J. S. 1S44. (Julius Schnorr.) 

Glas ni a 1 e r e i e n : 

1. Rechteckige Wappenscheibe, Engel mit Doppelwappen und Umschrift: Herr Conradiis Hirschaiier. Brobsl 

:ii fificharting IUI'). 



Qlas- 

n»l«re<m. 



Sammlung AlnmUller 



Skulpturen. 



Fig. 5. 
Fig. 6. 




Fig. 7 Hl. Georg, Holzrelief, Sammlung Aimiüllcr (8.4) 



2. Recliteckige Scheibe mit Wappen in der Mitte. Oben 
Anbetung des Kindes, links Jakobus der Ältere, rechts 
hl. Anna selbdritt. Unten Inschrift: Fr. Jacobus Faber 
confessarius monalium in Altenliochenaw 10 /.'i. 

3. Rundscheibe, Durchmesser 12 cm, Daniel in der 
Löwengrube und Pendant dazu, Marter eines Greises, der 
mit Pfeilen erschossen wird. Anfang des XVI. jhs. 

4. Rundscheibe; Durchmesser 17 cm; Marter des hl. 
Sebastian und Kreuzigung Christi. Anfang des XVI. jhs. 

Skulpturen: 

1. Zwei Reliefs; Holz polychromiert; .Anbetung des 
Kindes durch Maria und Josef, hinten zwei Bauern, 
sowie Ochs und Esel. Anbetung der drei Könige. Salz- 
burgisch. Ende des XV. Jhs. 

2. Zwei Reliefs; Holz polychromiert; 35 x 75 cm; 
hl. Helena und hl. Dorothea auf leicht ornamentiertem 
Goldgrund (f-ig. 5). Anfang des XVI. Jhs. Augsburgisch? 

3. Zwei Reliefs, als Appliken gearbeitet; Holz entpoly- 
cliromiert; 1 m hoch; hl. Hieronymus (|-ig. b) und 
lil. Antonius mit dem Schwein. Salzburgisch, unter 
Tiroler Einfluß. Viertes Viertel des XV. Jhs. 

4. Relief, Holz, entpolychromiert, f>7x 78 cm; Heim- 
suchung, als Hintergrund Häuser. Salzburgisch. Um 1490. 

5. Relief, Holz, entpolychromiert, 20 x 22 cm; hl. Georg 
im Kampf mit dem Drachen, hinten die Jungfrau, weiter 



zurück auf Felsen c'ne Burg, aus 
deren Fenster König und Königin 
herausschauen. Süddeutsch. Um 
Fig. 7. 1520 (Fig. 7). 

6. Zwei Reliefs, Holz, entpoly- 
chromiert; 36 X 61 c/7/;zwei Szenen 
aus der Legende des li!. Kreuzes; 
Königin Helena mit Gefolge im Ge- 
spräch mit drei M»lnnern. — Kaiser 
Heraclius mit dem Kreuz in das Tor 
von Jerusalem eintretend. Salz- 
burgi.sch. Um 1520. 

7. Relief, Holz, entpolychromiert; 
14 Nothelfer, Kniestücke in zwei 
Reihen hintereinaiuler. Anfang des 

XV. Jhs. 

8. Statuette; Holz, entpolychro 
miert; 29 cm hoch; Madonna mit 
dem Kind, auf einer kleinen Kon- 
sole stellend. Anfang des XVI. Jhs. 

9. Relief, Holz, entpolychromiert; 
35 ,-; 34 cm; der Leichnam Christi 
von Maria und Johannes beweint. 

Flg. 8 Salzburgiscli. Um 1520 (Fig. 8). 

10. Figur: Ho'z, polychromiert, hl. 
Anna mit dem Je.^ukind auf dem 
Arm, neben iiir stellt die hl. 
Jii;i,L;frau. Salzburgisch. Anfang des 

XVI. Jhs. 




Fig. 8 Beweinung Christi, Holzrellef, Sammlung AinmUller (S. 4) 



I 



Sammlung AinmOller 5 

Rßiir; Holz, polychromiorf ; 9^ cm \u>cU: |iih.iniu'< Fvani;fli<t mit «Ii-m Kelch in der Hand. Satzburgi«ch. 
ide des XV. Jhs. 

I. Figur; Holz, polycliruniicrt; 99 cm hoch; Kriizifixus in stark verzerrter Haltung. Mitte des XVI. Jhs. 




\ig. '.) Schrank aus Eichenholz, Sammlung AinmQtIcr (S. 5) 



Schrank; Eiclionholz, geschnitzt, oben und unten mit durchbrochener Leiste mit Rnnkenwerk. zu obcrst Mflbd. 

erneuter Zinnenkranz. Drei geschnitzte Leisten. Gravierte Eisenbeschlüge in Pornt einer in Eicheln aus- 
gehenden Ranke. Zweite Hälfte des XV. Jhs. Teilweise erneut (Fig. 9). Flg. 9. 

Bett aus dunkelbraunem Holz, nn't gescimitztetn Aufsatz mit zwei gemalten Schildern am Kopfende, am 
FiiHende Aufschrift: Wolf Hanser üambs Maria Gainbsin I7(h'>. 



Sammlung AinmUlIer — v. Angermayer 



ü.mald-. 




hig. 10 Tanzendes Paar, Aquarell, Sammlung Frelli. v. Bees 
(S. 7) 



Lavabo; aus Adneter Marmor, halbrunde Schale 
und Wandtcil mit Löwenmaul. Aufschrift: Ki nitt 
vill orangen -Vi. In der Lünette I(i2'2 und Wappen- 
schild mit Hauszeichen und Initialen B. E. 
Buntglasierter Tonofen; auf weißem Grund 
stehende Putten und Köpfchen in Blau und Grün. 
Den Abschluß des übereckgestellten Obergeschosses 
bildet ein von einer Iniperatorenbüste gesprengter 
FJachgiebel. Zweite Hälfte des XVII. Jlis. 
Kachel; bunt glasiert, mit Darstellung eines 
Kriegers in römischer Rüstung, mit Unterschrift: 
Caesar CaroUis. Zweites Viertel des XVI. Jhs. 
Kachel; bunt glasiert, architektonische Umrah- 
mung mit seitlichen Hermen und f^itten in den 
Zwickeln des Rundbogens. Darinnen nackte Frau 
mit Unterschrift: Die Hojlming. Drittes Viertel des 
XVI. Jhs. 



Sammlung Ritter von Angermayer 

Schwarzstraße Nr. 14. 
Gemälde: 

I.Öl auf Leinwand; 40x57 cm; Brustbild des 
Wiener Staat>rates Grohmann in weinrotem, goldge- 
sticktem Rock nn't weißem Jabot. Rechts unten be- 
zeichnet Kindennann. Letztes Viertel des XVlIl.Jhs. 
Über Dominik Kindennann s. Nagleu, Künstler- 
lexikon VII, 456. 

2. Pendant dazu; Brustbild seiner Gattin in rotem 
Kleid mit gelbem Schal. 




Fig. 11 Bakchantin, Rötel- und Kohlczciclinung, Sammlung Freüi. v. Bees (S. 7) 




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Sammlung v. An^t-rmayci - Ffclli. v. Hoc» Bernhardt Orifin Blonic 



;. Miniaturportrilt, Aciiiarcll auf Papier; oval 45x55//mj; BrustbikI des oben genannten Herrn, an der 

Uückseite das seiner Genialiliii. Um 18(X). Goldbronzeinontieruni;. 
4. öl auf Leinwand; 40 < 33cm; hl. Gudiila mit einer Beijleiterin aiil il«.cii 
Kircliijani; von drei Teufeln angefallen, von einem Engel verteidigt. Be- 
zeichnet Jos. Fültricli pinxit a. iL is:iii. (Taf. II). 



Sammlung Freiherr von Bees 

lYanz-Jüsef-StraÜe Nr. Ü. 

Wohnungseinrichtung aus Objekten verschiedener Provenienz, fast aus- 
schlieUlich dem XVIII. Jh. angehörend. Möbel, Stiche (grüLUenteils englisch), 
MeiLk'uer Porzellan vor der .Marke und sonst ans der F'nilizeit; besonders zu 
nennen: 

< i e ni ä I d e : 

I. öl auf Leinwand; iialbfiguriges Porträt der Kaiserin Maria Theresia, in 
reichem Gewand, mit Krone und Zepter. Dem Van Loo zugeschrieben. 

J. Aquarell auf Seide; 20 X 24 cw; zwei Pendants, ein tanzendes [*aar und 
linc junge Dame, in vornehmem Kleid, stehend; herum eingelegte Möbel, 
ilie aus Stroh geflochten sind. Französisch. Mitte des XVIII. Jhs. (F'ig. K ) 

i. Handzeicimung, Rötel und Koiile; 80 x 52 cw; eine nackte Bakchantin, 
M.MIafend, an die sich ein F^utto lehnt, weiter hinten ein zweiter Putto mit 
einem Bock spielend. Französisch; später Schüler des Boucher (l'ig. 11). 

Hohe Standuhr, aus braunem Holz, mit geschnitzter, vergoldeter Ro- 
caille und hängenden Blüten Das gestrichene Zifferblatt bezeichnet Franz 
\iitoiii Rill Uhrmacher in Passau. Um 1770 (Fig. 12). 

S t n h I, aus braunen) Holz, mit geschnitzter Rocaille und Bespannmig aus 
(ieiuieser Samt, mit rotgoldenem üranatapfelnuister. Um 1740. 

S a m t s t o f f e, grün und blau, auf hellem Grund, mit Resten von Metall: 
grobes Sternmuster mit Bordüre aus Rosetten oder Palmetten; Skutarisamt. 
Um 1600. Jetzt als Bespannung eines Ofenschirms verwendet. 



Sammlung Otto Bernhardt 

Nomiberggasse Nr. 20. 



I 

l^clirank aus politiertem Eichenholz; vorspringender Sockel, das Haupt- 
geschol.^ durch drei Pilastcr mit figurierten Kapitalen gegliedert und mit 
einem reich profilierten Gebälk abgeschlossen, in dessen Segmentgiebel eine 
Laute spielende Frau vor einer Blattpalmette sitzt. In den drei Pilastern 
allegorische Frauengestalten, die christlichen und Kardinaltugenden dar- 
stellend; um die gestuften reich verkröpften Türfüllungen in den Zwickeln 
Figuren der Jahreszeiten. Norddeutsche Arbeit um 1690; aus der Hedwigs- 
kirche in Berlin stammend. Nach Angabe des Besitzers fand sich in dem 
.Möbel eine Datierung von 1687. Teilweise restauriert. 

Rahmen aus Eichenholz, entpolycliroiniert; überaus reich geschnitzte 
Rocaille, die besonders im Aufsatz üppige Formen anninunt. Um 1750 ()0, 
vielleicht westdeutsch. In GroL^gmain cnvorben. 




Takt II 



OenUldc 



Hg. 10. 



i'K 11. 



fig 12. 



ri^. \2 Standuhr, 
Sammlung Freih. v. Bcvs (S. 7) 



Sammlung Gräfin Blome 

Brunnhausgasse Nr. 13. 
( i e m ä 1 d e : 

lempera auf Holz; 35x50 cm; in rechteckigem Mittelfeld Kreuzigung Christi, zwischen den stehenden 
Heiligen Maria und Markus einerseits und Johannes und Paulus anderseits. Davor knien ein Engel und 



Oem.nldo 



8 



Sammlung Oräfin Blome 



vier hl. Männer, einer mit einer roten Mütze. Um die Einfassiingsieistc dieses Mittelbiides zwanzig in 
Leisten gefaßte Rundmedaillons mit je einem Brustbild eines Heiligen, dessen Name beigescliriebeii ist. In 
Flg. 13. Venedig erworben. Venezianisch. Drittes Viertel des XIV. Jhs. (Fig. 13). Die stark byzantinischen Züge zu- 
sammen mit den grotesken Anklängen sprechen für einen Maler aus der Nachfolge des Maestro Paolo; am 
ähnlichsten mit diesem Bilde sind die in der Hauptfigur ganz übereinstimmende Kreuzigung im Museo 
Correr (M. d. XIV. Jhs.), die große Tafel des M. Paolo von 1345 im Schatz von S. Marco und die dem- 




Fig. 13 Kreuzigung aus der Richtung des Maestro Paolo, Besitz der Gräfin Blome (S. 8) 

selben Meister wohl mit Unrecht zugeschriebene Tafel M. 14 in der Akademie in Venedig. (Vgl. L. Testi, 

Storia della Pittura Veneziana, Ven. 1909, S. 120, 123. 157 und 189.) 

Ferner eine große Anzahl von Familienbildnissen namentlich der gräflichen Familie Buol und mehrere 

Miniaturbildnisse, darunter 

auf Elfenbein, kreisrund, Baronin Herding geb. Gräfin Saint Martin. Französisch. Um 1770. 

Graf Saint Martin. Bezeichnet Nortwijck F. 17H7. 

Gräfin Buol geb. Prinzessin Isenburg. Bezeichnet Schalck. 

Brustbild einer Baronin Herding nachmals Fürstin Isenburg. Bezeichnet F. Schaler 1808. 

ölminiatur auf Holz; Brustbild eines Grafen Buol, Art des Lawrence. Um 1830. 



Sammlung Dr. Duffek 



9 



Sammlung Dr. Otto Duffek 

Makartplatz Nr. 2. 

Grotte Saminlimg von kunstgewerblichen Gegenständen, namentlich Bauernfayence (Fig. 14), Biedermeier- 
„'lilsern, Ffcifenköpfen, Porzellan, Zinn, Steinzeug, Möbeln, Silhouetten. 

Besonders hervorzuheben : 

OoniiildL': I. Ol auf Kupfer; 11*5 x 145 fw; Halbfiiiur der Madonna mit dem Kinde und dem kleinen 
Jdiianncs. Dcutscii, erste llilifte des XVII. Jlis.; aus Zwett! stanuncnd. 

2. Zwei Miniaturen; II x 13 cm; auf Papier,* oval. Halbfigurige Portrats eines Herrn (Fig. 15) beziehungs- 
weise einer Dame. Beide bezeichnet: F. Spitzer pinxit IS.il. 

:i Miniatur auf Elfenbein; Brustbild eines Herrn en face. Bezeichnet: Spitzer lS'i2. 

4. Ol auf Blech, rundes Medaillon, Durchmesser 5-2 cm; Ansicht des Schlosses Mirabell, vom zwei Männer 
als Staffaije. Um 1825. 



¥\g. H. 

Gcmlldo. 
Flg 15. 




Fig. 14 FayencekrUge, Sammlung Dr. Duffek (S. 9) 



Skulpturen: I. Holz, polyclironiiert ; 37 fw hocli; Madonna mit dem Kinde stehend, das sie auf dem Skulpturen. 
linken Anne tr<i}i;t. wäiirend s-ie mit der Reciiteii den Mantelzipfel iiiilt. (Das Gesicht der Madonna beschädigt. 
las rechte Bein des Kindes felilt.) Salzburtjer Arbeit um 1510; in Hallein erworben. 

-. Holz, vergoldet; Statuetten eines bärtigen Heiligen und einer heiligen Frau (Benedikt und Scholastika?). 
1-rste Hälfte des XVIII. Jlis. 

vi Hol/, polychromiert; II cm hoch; Christus am Olberg, auf einem Rasenhflgel kniend, darunter schlafen die 
drei kleiner gebildeten jünger. XVII. Jh. 

4. Biiclisholz, 14(7« hoch; l'igürchen eines im Gebet knienden hurtigen Heiligen. XVII. Jh. 

5. Wachs; 15 runde Medaillons mit Brustbildern von Personen der griechischen und römischen Geschichte. 
(leren Namen beigeschrieben sind. Goldschmiedemodelle aus dem Besitze des Goldschmiedes Reitsamer 
stannnend. 

Handschrift: Terenz, Komödien, lateinisch, Papier, 15 x 19-5 cm; Initialen. Gepreßter Schweinsleder- iiandschrilt 
band. Ende des XV. Jhs. 

Bestecke: 1. Komplett, Hörn mit leicht gravierten Silberbeschlagen. In der Messerklinge Schlagmarke Bestecke. 
JP. Zweite Hälfte des XVIII. Jhs. Lederfutteral mit geschnittener Gemse und Jahreszahl 1845. 

2. Komplett, die Silbergriffe abschraubbar und als Behälter für Salz, Pfeffer usw. verwendet. Beschauzeichen 
Augsburg, Würxenzeichen; Meistermarke unkenntlich. Lederfutteral mit Goldprägung. XVlIl. Jh. 

3. Komplett, aus Messing; die drei Stiele gedreht, oben in einen je aus einer männlichen und einer weiblichen 
Herme bestehenden Griff endend. Um UKK). 

XVI 2 



10 



Sammlung Dr. Duffek 



Ver- 
schiedenes. 

Fig. 10. 



B 1 u t s c li ii s .s e 1, Messing, runde, tiefe Form; am Rand ein Rosettenfries, im Fond — gleichfalls von einem 
Kranz eingefaßt — getriebene Darstellung des Sündenfalles; Schriftbänder. Um 1500. Aus dem Lamberg- 
schen Nachlaß stammend (Fig. 16) 

R e 1 i q n i c n ni n s t r a n z, Kupfer, versilbert und vergoldet; breitovaler Fuß mit getriebenem Ranken- 





Fig. 15 Miiiiaturporlrät von F. Spitzer, 
Sammlung Dr. Duffel< (S. 9) 



Fig. 1() Blutscliiissci, 
Sammlung Dr. Duffek (S. 10) 




werk. Ähnliches frei gefüiirtes Ornament um den Reliquien- 
behälter. Anfang des XVIIi. Jhs. 

Sechseckige T o n f I a s c h e mit Zinnschraubenverschluß, 
2f) an iiocii, gelblich glasiert; in jeder Fläche eine stehende 




Rg. 17. 



Fig. 17 Tonfiasclie von J. Moser, 
Sammlung Dr. Duffek (S. 10) 



Fig. 18 Hafnerkrug, 
Sammlung Dr. Duffek (S. 11) 

Figur: Jäger,. Fischer, Vogelfänger, Salzburger Hanswurst, 
Musikant, ein Kroat mit einem Wickelkinde im Arm. Oben 
Bordüre von Hirschen und stilisierten Blumen. Signiert: 
./. Af. 5. 177ß. Arbeit des Josef Moser in Salzburg (Fig. 17) 



Sammlung Dr. Dulftrk — Rarnnln F.rKK>^l*!t 



11 



Ton teil er. ruiul; Durchmesser 26 m». In schwarzem f-ond Brunnen, aus dem ein gnilJer V<>gcl trinkt; davor 
eine Mayd mit einem Zuber und eine geputzte Tran. Unterschrift: Anno IStJ. Aus Hailein-DOrnbcr^ stammend. 

K r ü g e I, rund; der Mantel mit >;rünem Quarzsand bestreut; Zinndeckel und segabelter Drücker (F-'ig. It*). 
Stücke alniliciier Technik bei Walcher, Bunte Hafnerkeramik, T. IX, und im Aukticnskntalog der Sammlung 
Hdffmann (Wien, Dorotheuni, CCII) Nr. 67 als salzburgisch bezeichnet. 

.\ciit Kacheln, cjuatlratiscli. Blau auf Weil^: Genreszenen. Will. |h. ,\us Schloß Anif stammend. 



PHj. IR. 




t-'ig. 19 Uamcnporträt, dem P. Lt-Iy zugeschriet>cn, Sammlung Baronin Erggetct (S. 1 1) 



H|jchtes ergibt sich völliije Schwarzweili-Bildwirkung. Bezeichnet: Weiss. Wiener Blindmarke. 

ricJitzte ( j I a s p I a 1 1 e. Cliristus mit den Jüngern auf dem Wege nach Emaus in reicher Landschaft mit 

viel Arcliitektiir. Deutsch, XVIII. jh. 



Samniliing Baronin Marianne Erggelet 

ArenbergstraBc Nr. 2. 

'iemälde: Größtenteils Famiiienporträts und Miniaturen: 

1. öl auf Leinwand; 61 x 74 cm; Brustbild einer jungen Dame in rotbraunem, ausgeschnittenem Kleid, mit 
hiumeiulcn kastanienbraunen Locken. Dem Leiy zugeschrieben (Fig. 19). 

tÖl auf Leinwand; oval; Halbfigur. Baron Chaudoir. in dunklem Rock mit Jabot. Landschaftliche Um- 
bung, von joh. B. Lampi junior. Um 1830. 



Gvmlldv 
Flg. 19 



12 



Sammlung Baronin Erggelet — v. Frey 



3. Pendant dazu; Baronin Chaudoir geb. Erggelet, in ausgeschnittenem, blauem Kleid mit rotem Schal. 
Von demselben. 

4. Aquarell auf Papier; Gräfin Czebrian geb. Erggelet, in ganzer Figur, stehend, in weißem Kleid. Bezeichnet 

Jo. Eybl 847. 




hig. 20 Schacher, von ü. Stibtr, Sammlung v. 1 rty (S. 13) 



Sammlung Prof. Dr. von Frey 

Mönclisberg Nr. 15.. 

Die Sammlung stammt von Herrn Karl v. Frey, dem Vater des gegenwärtigen Besitzers, der sie im dritten 
und vierten Viertel des XIX. Jhs. größtenteils in Salzburg erwarb. 





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Sammlung v. Prcy 



13 



u in i( 1 d c: 

1. Zwei Tafeln, Tempera auf Holz; 5() x 90 cw; beiderseits bemalt. Die hl. Erntriid und der hl. Amandus in 
ganzer l\'ur, stehend. Goldj^rund (Taf. III). An den Rückseiten die beiden Schacher, derbe, stark verzerrte 
Gestalten in Profilstellini),' gesehen; landschaftlicher Hintergrund mit schematischen l'elsen und Bäumen 
(Fig. 20). 

Zusammen mit den beiden in der Sammlung Frey in Wflrzburg befindlichen Tafeln der Hl. Rupert und 
Benedikt FIflgel des Altars der Margaretcnkapelle in St. Peter, der 1495 bei Georg Staber von Rosen- 
heim bestellt und I5(X) mit 312 fl. statt der ursprflnglich 
verlangten 4()() fl. bezahlt wurde. (Vergl. Otto F'ischer, Die 
altdeutsche Malerei in Salzburg 131 und 223.) 

2. Tempera auf Holz; zwei Tafeln; 24 x 36cm; Halbfigur je 
einer tiirichten Jungfrau mit reicher Haube auf dem offenen 
Haar und gestürzter Lampe. Alter Rahmen mit Goldstab. 
Oben Üatum l'>'*l, unten Wappen des Matthaus Lang. 

3. Tempera auf Holz; 18*5 x 30'5cm; Fragment; Halbfigur 





OtniMe. 

Tüiel tu. 
hl|{. 20. 



Fig. 21 Hl. Stcphnntis, Sammlung v. Frey 
(S. 14) 



Fig. 22 Geburt Maria, Sammlung v. Frey 

(S. n) 



der hl. Barbara, in rotem Mantel, mit Krone auf dem offenen Haar, einen spitzen Turm in der Hand 
haltend. An der Rückseite stark zerstörtes Bild eines Bischofs mit Kirchenmodell (Vircil?). Salzburgisch, 
/weite Hälfte des XV. Jhs. 

4. Tempera auf Holz; 53 X 73 cm; Beweinung des Leichnams Christi unter dem Kreuz durch die drei .Marien 
und Johannes. Im Hintergrund eine Stadt. Frankisch, wahrscheinlich nürnbergisch. Um 1461), sehr beschädigt. 
K Tempera auf Holz; 41 x 105 cm; hl. Ursula in ganzer Figur, stehend. Derbe .Arbeit aus der zweiten Hfllfte 
des XV. Jhs. 



14 



Sammlung v. Frey 



6. Kleiner l-'lüselaltar mit Mittelsclireiii iiiui zwei iu'iderseits bemalten Temperafliij,'eln. Mittelsclirein; 
67 X 82 cm; mit den in ganzer Figur stehenden Hl. Nikolaus, Ulrich, Jüngling mit einer Dornenrute in der 
Hand (Achaz?). Goldgrund. In den F-lügeln innen, gleichfalls in ganzer Figur, stehend die hl. Anna selbdritt 
und die h . Apoilonia. Auf den AuBenfiügeln auf blauem Grund, stark ergänzt, die Hl. Georg und Florian. 
Salzburgisch. Ende des XV. Jhs. 




Fig. 23 Kreuzigung Cliristi, Sammlung v. Frey (S. 15) 



7. Gemalte Füllung; Tempera auf Holz; 73 x 20 cm; mit den Halbfiguren von zehn der vierzehn Nothelfer. 

Salzburgisch. Um 1520. 
Fig. 21 ^- Tempera auf Holz; 39 x 100 cm; zwei Pendants hl. Stephanus (Fig. 21) und ein hl. Bischof mit Kirchen- 

niüdell (Virgil?). Beide in ganzer Figur stehend, auf schwarzem Grunde. Salzburgisch, unter Tiroler Einflute. 

Vgl. auch die Richtung des G. Stäber. Um 1500. 

9. Tempera auf Holz; 60 x 92 cm; Geburt Maria, die von einer .Magd im Vordergrund gebadet wird. 

Hinten das Bett, auf dem die hl. Anna sitzt und mit einem Messer ein Ei aufschlägt; neben ihr eine Magd, 

die ihr ein Huhn bringt. Links Durchblick in eine Küche mit zwei am Herd beschäftigten Frauen. Tirolisch, 

Ende des XV. )hs. Engst verwandt mit dem Elisabeth- und Ottilienzvklus im Dechanthof in Laufen. 
Fig. 22. Vgl. Kunstdenkmaler Bayerns, I, Taf. 277 (Fig. 22). 



Sammlung v. Frey 



15 



10. Tempera auf Holz; 44x72 cm; beiderseits bemalt. Jederseits zwei Heilige in ganzer Figur stehend. 
Einerseits die Hl. Andreas inul Apostel Simon, anderseits die Hl. Elisabeth und Margareta (?). Gepreßter 
Goldgrund, stark übermalt. Salzburgisch. Anfang des XVI. jhs. 

11. Tempera auf Holz; 61 x84cm; der auferstandene Christus vor dem Sarkophjig stehend, vor dem 
Miclirere Krieger schlafen. Landschaftlicher Hintergrund. Zweite Hälfte des XV. Jhs. 



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Fig. 24 Mittclsclircin und l'rcilcllii eines l'IUgel.iltars, 
Snmniliing v. Frey (S. 16) 



12. Tempera auf Holz: 67x88 cm; Christus als Gärtner der Magdalena in Landschaft begegnend. Ge- 
musterter Goldgrund. Ende des XV. jhs. 

13. Tempera auf Holz; Flügelaltar,' .Mittelschrein und zwei einseitig bemalte Flöge!. Mittelschrein; 
6()y 78fm; lil. |uiit,'frau mit dem Kinde zwischen den Hl. Ulrich und Laurentius. In den Seitenflügeln 
hl. Anna selhdritt mul tin Heiliger mit einem Drachen auf einem Buche. Lokale .Arbeit. Um 149<). 

14. Tempera auf Holz; 75 X 125(7//; Kreuzigung Christi mit kurz wehendem Schamtuch, unten dicht- 
gedriiiigte Gruppe, links Maria von Johannes gestützt, rechts die Krieger, ganz vorn der Hauptmann mit 
Schriftbaiul: Vere filiiis dei erat iste. Aus dem Haufen ragen Spieße und Fahnchen hervor, eines mit 
Datum I IUI. Salzburgisch unter dem EinfluL' des Pfennig (Fig. 23). 



Flg. 23. 



16 



Sammlung v. Frey 



15. Tempera auf Holz; zirka 150 x35 cm; Christus zwisclien den Aposteln, Brustbilder; sehr übermalte 
derbe Arbeit aus der zweiten Hälfte des XV. Jhs. 

16. öl auf Leinwand. Abschied der Rebekka, Richtung des Solimena. 

17. öl auf Leinwand. Zwei Pendants; 71 X 100 cm; Frau von Frey geb. Heffter mit einem Kind und Herr 
von Frey. Eines bezeichnet: Barbara Krafft nata Steiner. Um 1820. 





I-"ig. 25 ü;. i;i,-:.>.i, llolzrdief, 
Sammlung v. Frey (S. 17) 



Fig. 26 Hl. Katharina, Sammlung v. Frey 
(S. 17) 



Skulpturen. 



Flg. 24. 



Skulpturen: 

1. Fliigclaltar mit geschnitztem Mittelschrein und zwei gemalten Flügeln (zusammengesetzt). Mittcl- 
schrein; 85 x 100 c/n; polychromierte Holzfiguren, hl. Jungfrau mit dem Kinde zwischen den Hl. Katharina 
und Klara. Alpenliindisch, Anfang des XVI. |hs. In der Staffel. 65 X 28 cm, Relief, Christus zwischen 
Aposteln; Brustbilder. Um 1500 (Fig. 24). In den Innenseiten der Flügel auf gemustertem Goldgrunde 
die HI. Barbara und Margareta in ganzer Figur, stehend. Außen Verkündigung in einer Rundbogen- 
architektur. Zirka 1510. 



Sammlung v. Frey 



17 



L^ 

3. Holz, vcrgoklet, 95cm hoch; Standkreuz mit astförmigen Balken, Criicifixus zwischen Maria und 
Johannes, die auf einem gebogenen Aste stehen. Erste Hälfte des XV. )hs. 

4. Holz, modern vergoldet und polychrom ort, 46 cm; stehender Mönch mit einem aufgeschlagenen Buche 
in der Hand. Ende des XV. Jhs. 

5. Holz, entpolychromiert, als Applique gearbeitet, zirka 1 m hoch; Bischof in Ornat mit Stab und Buch 
in ganzer Figur stellend. Salzburgisch. Anfang des XVI. Jhs. (Fig. 25). 

i>. Relief, Holz, polychromiert; 48 X 45 cm; Krönung Maria durch den sitzenden gekrönten Christus. Links 
lin Gewandcngel. Alpenländisch. Um 1490. 

7. Holz, polychromiert, 42cm hoch; die Hl. Magdalena und Katharina in ganzer Figur stehend. Salz- 
hurgisch. Um 15(X). 



Fig. 25. 




hig. 27 Brustbilder der Hl. Petrus und Paulus, Sammlung v. Itcj iS. 17) 

Holz, polychromiert, 51 cm hocli; hl. Bischof im Ornat mit Pastorale und Kirchenmodell. Stark erneut. 
Uifang des XVI. Jhs. 

9. Holz, polychromiert, 49 cm hoch; stehender Jüngling mit Barett auf dem offenen Haar. Stark erneut. 
Um 1510. 

10. Holz, entpolychromiert, 53cm hoch; Bischof in reich bewegtem Ornate. Kopf und Hände modern. 
Anfang des XVI. Jhs. 

11. Holz, polychromiert. 60cm hoch; hl. Katharina mit Schwert, Krone und Rad; zu ihren Füßen der 
heidnische Philosoph. Um 1430 (Fig. 26). Rechte Hand modern. 

12. Holz, polychromiert, 47 cm hoch; zwei als Appliken gearbeitete Brustbilder der Apostel Petrus uiul 
Paulus. Salzburgisch. Um 1500 (Fig. 27). 

13. Holz, entpolychromiert; Rundmedaillon, Durchmesser 34cm; Brustbild der Madonna mit dem Kind, 
mit moderner Umschrift, die das wohl zutreffende Datum 1479 enthält. 

14. Holz, polychromiert, 110cm hoch, als Applike gearbeitet; hl. Christoph mit dem segnenden Kind auf 
der Schulter. Um 1480. 

15. Holz, vergoldet, 32 cm hoch; kniender, Leuchter tragender Engel mit stark gebauschtem Gewände. 
Anfang des XVI. Jhs. 

16. Holz, polychromiert, Relief 153 X 39 cm; zwei fliegende Engel mit dem Schweißtuch Christi. Salz- 
burgisch. Um 1470. 

XVI 3 



Flg. 26. 
Fig. 27. 



18 



Sammlung v. Frey 



17. Holz, entpolychromiert, 66cm hoch; hl. Franziskus in ganzer Figur, in reich gebauschtem Gewände. 
Ende des XV. Jhs. Salzburgisch. 

18. Holz, entpolychromiert, 31 cm hoch; zwei Pendants, Brustbilder der Hl. Rupert und Amandus. 
Um 1520. 

19. Holz, neu polychromiert, 1 m hoch; zwei Pendants, als Appliken gearbeitet. Hl. Margareta und 
hl. Katharina. Gering. Zweite Hälfte des XV. Jhs. 

20. Holz, polychromiert, 85 cm hoch; hl. Ursula mit Pfeil und 
Schiff. Stark erneut. Zweite Hälfte des XV. Jhs. 

21. Holz, neu polychromiert, 70 cm hoch; Halbfigur eines zwei 
Wappen haltenden Engels. Ende des XVI. Jhs. 

22. Holz, polychomiert, 56cm hoch; zwei Pendants als Appliken 
gearbeitet. Hl. Katharina und Barbara in ganzer Figur stehend. 
Zweite Hälfte des XV. Jhs. 

23. Holz, polychromiert, 70 cm hoch; als Applike gearbeitet. 
HI. Bischof, sitzend, mit (moderner) Axt und Kirchenmodell. 

Um 1500. 

24. Holz, modern bemalt, zirka 1 m hoch; hl. Anna selbdritt. 
in ganzer Figur stehend. Anfang des XVI. Jhs. 

25. Holz, polychromiert, 47 cm hoch; Laute spielender Engel in 
ganzer Figur. Anfang des XVI. Jhs. 

26. Holz, polychromiert, Relief 65 cm hoch; hl. Barbara im 
Turm, zu dem ein Scherge emporsteigt, rechts der König und 
eine Frau, links auf dem Boden sitzend ein Krieger. Ende des 
XV. Jhs. 

27. Holz, polychromiert, 55cm hoch; Engel (von einer Verkün- 
digung) mit erhobener rechter Hand. Ende des XV. Jhs. 

28. Holz, polychromiert, 50cm hoch; hl. Diakon, ein Buch in den 
Händen haltend. Zweite Hälfte des XV. Jhs. 

29. Holz, entpolychromiert, 48 cm hoch; hl. Matrone, in ganzer 
Figur stehend. Anfang des XVI. Jhs. 

30. Eingemauerte rote Marmortafel, 20 X 42 cm; mit Wappenrelief 
und Aufschrift: 1534 Urban Slicklicnpjeil. 

31. Holz, modern polychromiert, zirka 1 m hoch; Madonna mit 
dem Kind auf dem Arme, stehend. Das nackte Kind, stark be- 
wegt, greift nach der Blume, die die Madonna hält; über ihrem 
offenen Haar und Schleiertuch gotische Krone. Zweites Viertel 
des XV. Jhs. (Fig. 28). 

32. Holz, polychromiert, Relief zirka 85cm hoch; Anbetung des 
Kindes, das auf dem Mantelzipfel der knienden Madonna liegt. 
Gegenüber der hl. Josef, der das Licht mit der Hand schützt. 
Dahinter, ebenso wie links und oben, adorierende Engel. Ende 
des XV. Jhs. Nach dem Stich Schongauers. 




Glasmalereien: 



Fig. 28 Madonna mit dem Kinde, 
Sammlung v. Frey (S. 18) 



1. Zwei gemalte Scheiben, 29 x 125 cm, mit je zwei Darstellungen 
übereinander. Rechts Kreuzigung Christi zwischen Maria und Jo- 
hannes, stark bewegter Körper an naturalistischem Baumkreuz. 
Darüber Halbfigur Gott-Vaters in Mandorla. Unten Johannes B. 
und Magdalena in architektonischer Umrahmung in ganzer Figur nebeneinander stehend. 

2. Links oben Madonna mit dem Kind und der Weltkugel, davor in kleiner Gestalt ein betender, rot 
gekleideter Mann mit Schriftband: Fridericus Dech. m. amiis dionts. Unten Schutzmantelmadonna. Zweite 
Hälfte des XIV. Jhs. Zum Teil erneut. 

Wandteppich, zirka 70 x 100 cm; mit einfacher ornamentaler Bordüre, die links in Malerei nach- 
geahmt ist; im Felde in ganzer Figur stehend die Hl. Matthias und Jakobus. Landschaftlicher Hintergrund, 
vorn Blumen. Oberdeutsch, vielleicht schweizerisch. Um 1490 (Fig. 29). Ein Pendant dazu, vielleicht 
Fragment desselben Teppichs im Stieglitz-Museum in St. Petersburg. 



Sammlung» v Fri-v - Oirliiw 



19 



Di'ckc in Gobclintaiinik, zirka HH) ■ 245 t///; die Honlürc in einzelne Felder aufgelöst, die allegorische Decke 

t-i}i;uren und Uenreszenen enthalten. Im Mittelfeld ein Bauerntanz. Ende des XVI. Jlis. 

Schrank, zweigeschossig, mit geschnitzter Leiste, Staffel und Zinnenaufsatz. Ende des XV. Jhs. Mabd. 

Schrank mit geschnitzter Leiste, Sockel und AbschluL\gcbälk, altes Eisenbeschläge. Obere Stirnleiste 

ergUnzt. 




hig. 21» I rajjmcnt eines Waiultcppiciis, Sammlung v. Frey (S. 18) 

[asten mit geschnitzter Einfassung. Beschläge an Angeln, Schloß und Zugring. Ende des XV. Jhs. 

h ni e n, Holz, polychromiert, mit Früchtenbehängen und bekrönendem Cherubsköpfchen. 

Tafelaufsatz aus Silber mit Essig- und öigefäß, Salz- und Pfefferbüchse und Obstschale. Getriebene Tafebubatx. 
Rocaille. Augsburger Beschauzeichen. Meistermarke ÖS. Um 1760. 



Sammlung Architekt F. W. Gielow 

üärtnergasse Nr •">. 

Saniinkmg von Möbeln und Zinngegenständen usw.; unter diesen nainentln.li Arbeiten aus Salzburg, München, 

iaz, Steyr, Hallein, Werfen. Von Salzburgern sind namentlich Jos. Ant. Greissing, Anton Linckh. Stephan 
atzer, Anton Singer usw. vertreten. 



20 



Sammlung Oielow — Grein 



Fig. 30. 



Besonders zu nennen: 

Löffel halten, runde Scheibe mit gepunzter Ornamentierung und rautenförmigen Durchlochungen. Marken 

von 1605. Aus dem Walsertal stammend. 

Ferner G a r t e n g i 1 1 e r t o r, aus Schmiedeeisen mit einfachen Blattranken und Tressen. Anfang des 

XV 111. Jhs. Aus Mauterndorf stammend. 

Im Garten Brunnenfigur in Gestalt eines Tritons 

aus Untersberger Marmor, beide Hände auf den Kopf 

legend, im Munde Pipe (Fig. 30). Um 1700, verwandt mit 




Fig. 30 Brunnensliulptur bei Herrn F. W. Gielow 
(S. 20) 



dem Relief an der Sliegenwange des Karabinersaals in 
der Residenz (Kunsttopographie Xlll, Fig. 15). 




lig. 31 Hl. Katliiirina, S.nnii)hmy (jrcin 
(S. 20) 



Oemaide. 
Fig. 31. 



Sammlung Ernst Grein 

Westbahnstraße Nr. 4, 

Große Sammlung von Bildern, Skulpturen und kunstgewerblichen Gegenständen aller Art, die zur Einrichtung 
der Wohnräume verwendet sind. 

Gemälde: 

1. 93 X 32 cm; Tempera auf Holz. Auf der einen Seite die hl. Katharina mit Schwert und Rad (Fig. 31). 
zum Teil modern übermalt, auf der Rückseite die hl. Margareta, intakt, aber beschädigt. Flügel eines 
gotischen Altars. Ende des XV. Jhs. Stammt aus Salzburg. 



Sammlung (Jrt-in 



21 



2. 53 X 75 cm; Holz. Der reiche Prasser und der arme Lazarus. Deutsch, Anfang des XV'II. Jhs. 

3. 44 X 36 a«; PortrUt; Brustbild. Erzherzog Leopold, mit fjrotWr Miihlradkrause. Beischrift: üopold. arch. 
Austriac. 

4. Pendant, seine Gemahlin. Beischrift: Claudia Ar. D: Aust: et nata Diicissa Hetroriae. 

5. 59 X 45 tm; Brustbild. Weißbartiger Greis mit breitem Spitzenkraßcn. Beischrift: Martin Lerperger seines 
Alters bey 7ft Jar. Anno Ul'tS. Deutsch unter niederländischem EinfluLV 

6. 43 X 34a/(; Holz. Maria mit dem Jesusknaben, dem kleinen Johannes und Iilisabeth. Johannes von der 
alten Elisabeth gehalten, sitzt auf einem Lamm, welches das Handchen des auf dem Schöße Mariens sitzenden 





Fig. 32 Mini.itlirporträt 

von Weicliselbaum, 
Sammlung Grein (S. 23) 



Fig. 33 MiniaturporUJt 

von K. Herrn, 
Sammlung Grein (S. 23) 





Fig. 34 Miiiiaturpurtrüt 

von H. Fcrstler. 
Sammlung Grein (S. 23) 



Fig. 35 iMini.iUirporträt 

von H. Fcrstler, 
Sammlung Grein (S. 23) 



esukindes leckt. Von einem niederländischen Glattmaler nach einem Stich von Schelte a Bolswcrt nach 
einem dem Rubens zugeschriebenen Bild. Vgl. Antiquitäten-Zeitung 1910, Nr. 39. 

7. 87 X ll4aH; Leinwand. Kampf eines Stieres mit zwei Baren. Der eine Bär liegt getfttet auf dem Boden, 
der zweite packt den Stier am Genick. Gutes Bild. Signiert: J. M. Roos Pinxit Hi'J'J. 

8. Gegenstück. Ein Schinmielhengst, von einem Löwen und einer Löwin angefallen. Signiert: J. M. Roos 
Pinxit mm. 

9. 66 X 77 cm; öl auf Leinwand. Vorne zwei Hirten mit Rindern, Schafen, Ziegen. Im Hintergrunde eine 
italienische Stadt mit einer der Trajanssaule nachgebildeten hohen Saule in der Mitte. Gutes italienisches 
Bild in der Art des Roos. Ende des XV 11. Jhs. Rückwärts aufgeklebt ein Ex libris mit tinem Wappen, 

i der Nr. 77 und der Jahreszahl 1799. 



22 



Sammlung Grein 



10. Pendant dazu. Vornu cini; Schafherde und drei Rinder. Im Hintergrund ein an einem Bache sitzender 
Hirt und eine Ruine. Von der gleichen Hand wie das vorige. 

11. 27 X 36 cm. Die hl. Susanna vor ihrer Höhle iK'tend. Ende des XV Hl. Jhs. Sehr schön geschnitzter 
vergoldeter Rankenrahnien mit drei Cherubsköpfchen. Um 1700. 

12. 44 X 34 cm; Holz. Zwei Gegenstücke. Auf jedem ein Mädchen am Küchentisch. Deutsch, mit Anlehnung 
an niederländische Vorbilder. Um 1700. In Oberösterreich erworben. 

13. 93 X 77 cm; Leinwand. Halbfigur des hl. Hieronymus, in einem Buche lesend. Salzburgisch. Anfang des 
XV III. Jhs. 

14. 108 X 146; Öl auf Leinwand. Die hl. Familie. Maria, Josef und Anna umgeben das Christkind. Stammt 
aus Rovereto. Italienisch, Anfang des XV III. Jhs. 

15. 108 X 131 cm; öl auf Leinwand. Der Mannaregen. Links sitzt neben einem mit Manna ge- 
füllten großen Becken eine Frau, rechts steht Moses mit dem Stabe in der Hand, vor ihm zwei 




Fig. 36 Buchsrelicl, 111. Hieronymus, Sammlung Grein (S. 25) 



Putti, von denen der eine eine Schale mit Manna hält. Im Hintergrunde eine junge Frau, die das 
Himmelsbrot auffängt, und eine alte. Stammt aus Rovereto. Oberitalienische Arbeit vom Anfange des 

XVIII. Jhs. 

16. 57x87 cm; Leinwand. Tafelstilleben. Signiert: Burgau Pinxit 1730. In schönem, vergoldetem, ge- 
schnitztem Rahmen. 

17. 27x118 cm; Holz. Zwei Supraporten. Hirschhetze und Eberjagd , nach Stichen von Ridinger. 

18. Holz; 19x25 cm. Ein Hirsch. Von Enzinger. 

19. Holz; 15 X 22 cm. Auerochs, von drei Hunden angefallen. Von Enzinger. 

20. Holz; 20 X 26 cm. Zwei Hunde, Hase und Fasan. Von Enzinger. 

21. öl auf Leinwand. Kleine Barockskizze, Tod eines hl. Bischofs, rechts ein Priester mit Buch. Aus 
Graz, österreichisch, Mitte des XVlll. Jhs. 

22. 19x29 cm. Zwei Aquarelle, eine steirischc Holztrift, Gasthaus an der Landstraße. Signiert: Fr. 
Barbarini. Steirisch, erste Hälfte des XIX. Jhs. 

23. 19 X 22 cm; Aquarell. Drei Römerinnen mit Rosen in einer Pergola. Signiert: G. Perlberg. Mitte des 

XIX. Jhs. 



Sammlung Orrln 



23 



Portratminiaturen auf Kupfer, oval : 1 . 7x5-5 cm. Schwarzhaariger Mann mit schwarzem 
Schnurrbart und Flicke, mit breitem, weitem Krauen. P.rste Hillfte des XVII. Jhs. 

2. 4 X 3-5 tvH. Brünetter Herr mit Spitzhart, in Miihlradkranen. Bi.zeiclmet:"/4Wfl//5 32 159. . 

3. 4 X 3-5 cm. Blonder Herr mit rotblondem Henrii|natre. mit weißem Spitzenkragen. Anfang des XVII. Jhs. 

4. Auf Elfenbein: 55 x 4-5 rm. Brustbild. Schwarzlockiger bartloser Mann in schwarzem Kock. Signiert: 



minuiuren. 



/)(•//» ISO!). 
a. t) X 5 cm. Brustbild, 
des XIX. |hs. (l-ii;. 32). 
6. 7-5 X 6(7». Brustbilil. 
/.v-v; (Pi.,-. 33). 



Hellblonder glattrasierter Herr in blauem f-rack. Signiert: Weixlbaum. Anfang 
Glattrasierter brünetter Herr in blauem Rock, weißer Weste. Signiert; K. Herrn 



Flg. 32. 
Hg. 33. 




l-'ig. 37 Uiich.-iroliii, Sammlung Grein (S. 2.'>) 



^6'5 X 5 cm. Brustbilder zweier Schwestern in weißen Kleidern. Der Tradition nach Grafinnen Potucka. 
Aus Graz stainmciui. 

8. 3 X 25 177/. Winzige kolorierte Bleistiftzeichnung auf Papier; Brustbild einer jungen Dame In weißem 
Kleide. Signiert: L.C.Lamion. Erste Hälfte des XIX. Jhs. Goldbronzemontierung und Samtrahmchcn. 

9. 7x6cm, oval. Zwei Gegenstücke. Glattrasierter Greisin braunem Rock: f-rau mit gelber H.iube, In 
schwarzer Jacke; Brustbilder. Signiert: Fcrstlcr Heinrich /S'i?. Rückwilrts alte Inschriften auf Papier: 
Matthias Moschitz von Saiinit: iicbohren den 14. September I7V> an einem Freylag Heiligen Krtiz erhohiing. 
Wnrde abgezeichnet den 'JiSlen Oktober JS'J? im Osten Jahr seines Allers von Heinrich Fersller wn Wien. — 
Anna gebolirne Schmaus k. k. Bergkassierstochter in Raibl gebohren den l-'i. November 1777. vtrehtUcht mit 
Matth(ias) Moschitz den lt. Janncr IS-J . . . Fest, wnrde abgezeichnet den 'J.S. Okiober hS27 im 50 Jahr 
ihres Alters (Fig. 34 u. 35). 

10. 9xSm/. Brustbild. Salzburger Bflrgersfrau in schwarzem Kleide mit weißem Spitzentuch. Signiert: 
Hauser. Um 1830. 



PIg. 34 a. 35. 



I 



24 



Sammlung Grein 



Glas- 
malereien. 



SkiilpUiren. 



11. 8-5 X 7 cm. Brustbild. Junge blonde Dame in ausgeschnittenem weißem Kleide. Gute Arbeit. Signiert: 
W. Fest. Um 1830. 

Glasmalereien: Wappenscheibe, 14-5 c/n Durchmesser. Eine Bäuerin, ein Bauer mit Dudelsack. 
Im Hintergrunde eine Landschaft. Beischrift: Sumer. Unten Wappen mit Beischritt: Franciscus Wech 
Korherr zuo Bischof Izell 1666. W. S. P. 

Skulpturen: 1. Zwei Appliken von Altarpilastcrn, Holz, geschnitzt, durchbrochen und vergoldet, 
80 cm hoch; Ranken mit einer Maske in der Mitte, unten Trauben. Bei der einen oben St. Martin und 
der Bettler, bei der anderen St. Georg. Mitte des XVII. jhs. Stammen aus Graz, von einem Altar aus 
dem Mausoleum Kai.ser Ferdinands. 




Mg. öS Huchsnlict, Sammlung üriiii (S. .;.); 



2. Reliefintarsia aus buntfarbigem Holz, 19 x 23 cm. Zwei Reiter auf der Hirschjagd. Böhmische Arbeit. 
Mitte des XVII. Jhs. 

3. 19 X 13 cm. Zwei Gegenstücke, in gleicher Technik. Ein Schütze mit Hund, Treiber mit zwei Hunden. 
Böhmisch, Mitte des XVII. Jhs. 

4. Kruzifix. Elfenbeinkruzifix an schwarzem Holzkreuz mit Postament. Zweite Hälfte des XVII. jhs. 

5. Kleines ovales Elfenbeinmedaillon, auf beiden Seiten in Relief Johannes der Täufer bezw. hl. Anna 
selbdritt. Bezeichnet: C. D. 5. /ß67. 

6. Kruzifix und schmerzhafte Mutter Gottes, Lindenholz. Salzbiirgisch, Ende des XVII. Jhs. 

7. Hochrelieffigur der sitzenden Madonna mit dem Jesuskinde, aus Alabaster, 24 cm hoch, auf schwarzem 
Holze, in braunem Birnholzrahmen mit vergoldeten geschnitzten Rocaillen. Italienisch, erste Hälfte des 
XVIII. Jhs. (?) Stammt aus Graz. 

8. Gegenstück in gleicher Art. Die hl. Maria neben dem im Wiegenkorb schlafenden Jesukinde, rechts 
der kleine hl. Johannes. 



Sammlung (in-in 



28 



9. 15 X 12 cm; Buclisbaumholz, Hodirelicf. Der hl. Hicro- 
nyimis in seiner HM\k vor Büchern sitzend, Tintenfaß. 
Totenkopf, Kruzifix. Unten der kauernde Löwe und zwei 
Putten mit dem Kardinalshute. Deutsche Arbeit, erste 
Hälfte des XVIII. Jhs. In München gekauft (Hg. 36). 

10. Wachsbossierung. Brustbild ((r5 cm hoch) einer jungen 
Iran in Verzückung, XVIII. Jh. 

11. 7 > l4t7H; Buchsbaiunhdlz. Hochrelief mit frei gearbeiteten 
l-igureii. Vor dem Postamente einer abgebrochenen SUule sitzt 
auf einer Silulentrommel die Madonna. Vor ihr der Jesusknabe, 
welcher sein HJlndchen gegen den vor ihm knienden kleinen 
Johannes ausstreckt. Im Hintergrunde Baumlandsciiaft mit 
dem wandernden hl. Josef. Deutsche Arbeit des XVIII. Jhs. 
nach einem italienischen Bilde des XVII. Jhs. In Wien gekauft. 

12. 28 X 22 cm; Buchsbaumholz, mit rundplastisch ge- 
schnitzten Figuren auf F^eliefgrund. Links unten vor einer 
Palme ein kleines Mlidchen mit einem Lilienstengel und 
einem Bliunenkorb in den Hunden (Maria). Oben die Taube, 
aus deren Schnabel ein Strahl mit dem Worte AVE auf 
Maria filllt; um die Taube drei Cherubsköpfchen und zwei 
Putten auf Wolken. Unten drei mit Blumen spielende 
l'utten. Deutsch, Mitte des XVIIJ. Jhs. (Fig. 37). 

13. Gegenstück. Der kleine hl. Johannes küßt den Fuß des 
Christkindes. Links oben auf Wolken vier flutten mit einem 
großen Kreuze (F'ig. 38). Im Gegensinn nach einem Stich von 
Com. Galle. Stammen beide aus Salzburg. 




h'ig. 39 Relicfportrat, Sammlung Qrein (S. 25) 




Fig. 40 
Silberrelief, Hl. Franz, Sammlung Oreln (S. 25) 
XVI 



14. 32 cm hoch. .Auf Postament Statuette der Imma- 
kulata aus Buchsbaumholz, Kopf und H<inde aus Elfen- 
bein. Zweite Hälfte des XV III. jhs. In Graz gekauft. 

15. 135 X 10-5 cm. Hochrelief in Kehlheimcrstein. 
Brustbild eines jungen Mädchens in Profil. Um 183(). 
Signiert: JH. Stammt aus Wien, in Salzburg er^^■orbcn 
(Fig. 39). 

Silber: 1. Vergoldetes Silber; Buchbcschlägc, in den 
Ecken acht Cherubsköpfc aus gegossenem Silber, in 
der Mitte zwei Kartuschen mit Infel und Pastorale. 
In der einen graviertes Wappen (Panther mit S in den 
Pranken, darüber Af. P. S. A.), auf der andern Doppel- 
wappen mit Buchstaben C. S. A. und der |ahreszahl 
W7U. 

2. Silberrelief, 20 fw hoch, getrieben, mit der applizier- 
ten f-igur des hl. Franz von Assisi vor Landschaftshinter- 
grund. Marken: Augsburger Beschau. Meisterzeichen: A//. 
Augsburger Arbeit vom Anfange des XV 1 1 1.Jhs. (Fig.4()). 

3. Zylindrischer Becher mit Deckel, 18 cm hwh. ver- 
ziert mit graviertem Bandwerk und Franken. .Marken: 
Beschauzeichen L in Oval (Leipzig?). Meisterzeichen: 

^p^ in Schild. Anfang des XVIII. Jhs. 

4. Taufanhänger, getrieben und durchbrochen. Kar- 
tusche mit applizierter kleiner Mad«mnenfigur. .Nuf der 
F^ückseite: Maria Joscpha .\\ar\<arctha Hcirin nata die 
12 Jiily 1741. HCl. 

5. Tafelaufsatz, 19 cm hoch, mit vier geschwungenen 
Füßen, einer kleineren und einer größeren durch- 
brochenen Schale. .Augsburger Beschau. .Meislerzeichen: 
LB in Rechteck. XV 111. |h. Vielleicht Lorenz Biller 
(s. Rosenberg » 45() ff.). 



ng-asi 



Flg. 37. 
Flg Ä 



Flg. 39l 
Silber. 



Fig.«. 



I 



26 



Sammlung Grein 



6. Becheranhänger. Schön getriebene vergoldete Rocaillenkartusche mit der Inschrift: Johannes Etzestorfer 
Herbergs Vater J7/)fi den 17ten Juny. Besciiaiizeichen: Tod. Meisterzeichen: FY. 

7. Gebetbuch mit getriebenem Silberbeschlage (Ranken und Blumen). 1818. 

8. Kleines rundes Salzfaß, 10 fm hoch, mit drei getriebenen, geflügelten Sphinxen als Füßen. Marken: 
Wiener Beschauzeichen von 1837(?). Undeutliches Meisterzeichen. 




Fig. 41 Kaselkreuz, Sammlung Grein (S. 29) 



9. Zwei Kreuzpartikelmonstranzen, zum Teil vergoldet: ä) 28cm hoch. Am Fuß graviertes Bandwerk 
und applizierte Cherubsköpfchen. Ober dem Griff Sebastiansreliquie, darüber Krcuzpartikel in Kartuschen- 
rahmen mit Strahlenkranz. Davor in getriebenem Relief oben Gott-Vater, an den Seiten zwei Putti, 
vier Trauben mit emaillierten Blättern. Gute Arbeit vom Anfange des XVIII. Jhs. Alte Marken fehlen. 
b) 28cm hoch. Klassizistische Form. Schein mit getriebenen Lorbeerpyramiden und Rosen. .Marken: 

Wiener Beschauzeichen von .1783. Meisterzeichen: jß '. 

Weitere Weitere Metallarbeiten: 1. Bronzetintenfaß mit drei geflügelten S| hinxen als Füßen. Italienisch, 

Metall- XVI. Jh. 

arbeiten. 2. Kleines liegendes Bronzepferd (Fuß eines Tintenfasses). Italienisch, XVI. Jh. 



Sammlung; Orcin 



27 




I 



Flg. 42 Geschnitzter Kasten, Sammlung Oreln (S. 30) 



. Briefbeschwerer, Messing. Reclitecttige Platte mit Griff. Eingraviert: 2 Pfd Iß Loth. Jesu Nazareni 
zelotem ago gloriam liiiiiis itücihio I. A. (1. V. H. V. l. Orätz U Jantiarv n:u:>. Wappen. Grazer Beschau- 
zeichen. 

4. Messingetui mit gravierten Mi)resl\en, Wappen mit der Jahreszahl /Ä''/. ^ü. 

5. Kleine Nürnberger Kassette, Messing, vergoldet, verziert mit gravierten F'iguren (Soldaten). Anfang 
des XVII. jhs. 

6. Bügeleisen mit Messingplatte, auf der eine Kartusche mit ikni Sündenfall graviert ist; hiTimi Putten 
und Rocaille. Um 1770. 

7. Becher, 10 a« hoch, aus Hörn mit glatter SilbermontiLiuni;. .\l> Bekrönung ein (nicht zuj;eiuiriger) 
Steinbock. Ende des XVI. jhs. Wahrscheinlich Goldschmiedemodell. 

8. Stempelpresse, 62 an hoch, aus geschmiedetem Eisen. An der Schauseite grolk* durchbrochene .Messing- 
platte, reich graviert mit dem Wappen des Salzburger Domkapitels in Rocailleumrahmung. Salzburgcr 
Arbeit um 1760. 

Zinn: Große Sammlung von Gegenstanden aus Edelzinn und Grobzinn, darunter: 

1. Innungskrug. Als Fü&c drei Cherubskiipfchen. .Auslaufhahn ans Messing. Geschwungener Henkel. .Am 
Deckel zweischwänziger Greif mit ergänztem Wappenschild. Vorne die eingravierte htschrift: Antani 
Blanckh. Michael Berger der Zeit Alt Geseien. Undeutlicher Grazer Stempel (Panther). XVII. Jh. 

2. Konischer Krug, 34 an hoch, mit geschwungenem Henkel. Drücker mit Maske und gedrehtem Knauf. 
(kstanzte Palmettenbordüren. Stamm reich graviert mit Ranken und zwei Figuren, ein geigenspielender 
Junker und ein Edelfriiulein mit Fücher. Am Deckel gravierte Ranken. Zwei Marken. Alt eingraviert 
Monogramm TCA. ,\ugsburger .Arbeit um 1630. 



Zinn. 



28 



Sammlung Orein 




Fig. 43 Kleiner Prunl^scliranl«, Sammlung Grein (S. 31) 



3. Zwei bauchige Schweizer Heiil<ell<annen mit geraden, geschnälu-lten Aiislaiifrohren, die von einem 
langen Arme geliaiten werden. Niedriger Deci<ei mit Knauf und Drücker. Einfaciie Gravierung, a) Auf 
einem eingraviertes Besitzermonogramm M Z 1708. Berner Mari<e mit / Q. b) Berner Marke, darüber: 
. . . DLIN. 

4. Zylindrische Kanne, 21 cm hocii, mit S-Henkel und Drücker. Gravierter Stamm: Rankenornamente, 
zwei Figuren, eine Dame und Herr im Modekostüm, dazwischen Kartusche mit dem Monogramm C K 
und 1651. Marke: Dreitürmiges Tor, darüber C Z'^ 

5. Vier kleine Zinnteller mit gestanzten Figuren und Ornamenten, a) In der Mitte Kaiser Ferdinand MI., 
am Rande seciis Kurfürsten, alle zu Pferde. — b) In der Mitte Kaiser Ferdinand iL. am Rande elf 
Kaiser von Rudolf 1. bis auf Matthias 1. — c) In der Mitte König Gustav Adolf von Sciiweden ((i. A. R. SX 
am Rande sechs seiner Feldherren, alle zu Pferde. — d) In der Mitte Opfer Noah {Noe gierig aus der Anh. 
getrost opferdt Gott 1610. Am Rande vier Szenen aus der Genesis. 

6. Pitsche, 20cm hoch. Prismatisch, mit Einschraubdeckel. Reich graviert. Inschriften: PAVLVS ZIER- 
LER ZVEGEHÖRIG Z. Z. 1617. — MLR 1653. — ML 1727. GKP. 

7. Zwei große Schüsseln, 45cm Durchmesser. Salzburger Marke. Besitzerinitialen: G. K. P. 1701. 

8. Taufschüssel mit breitem, achteckigen Rande (38 cm Durchmesser) und runder Vertiefung. Am Boden 
in Relief Taufe Christi. Am Rande graviert: Gott zu Ehren, der cliristliclien Gemein zu Tliemaliaussen 
zum freindtliclxen Angedencken veretiret von H: Magister Johann Conradt Meyer Pfarrherr dasclbsten. 



Sammlung Orcin 



29 



9. liHuiiisskriiK, 47 cm hoch. Als Fuß drei Chcrubsköpfc. Am Drücker gemodelte Marke. Am Deckel 
stehende !-i>,'iir der Eva. Eingraviert: Pise Khanat hat machen lasen ein elirsamhes HanJtwerch der 
Stainnun, Maurer und Zimmerleith. Stammt aus Radkersburg in Steiermark. .Marke fehlt. XVII. Jh. 

tickerci: Rest einer Kasel, Seidenstickerei auf altem Samt neu montiert. Kruzifix mit drei Frauen 
zu Pfltkii des Kreuzes; vier Medaillons mit den Halbfiguren der Evangelisten mit Schriftbändcm. Ende 
des XV. Jhs. (fig. 41). 

Glas: I. Flasche mit Glasstöpsel (265 cm hoch) und vier zylindrische Trinkgläser {9b cm hoch). Sehr 
fein verziert, mit eingeschliffenen Ornamenten, Landschaften, Jagdszenen. Um 1740. 



SUdwfcl. 

Hg. 41. 
OIm. 




Fig. 44 Lchnstuhl. Sammlung Grein (S. 31) 



Becher mit aclitseitiger Kuppa (175 cm hoch); schön verziert mit eingcschliffen>'n nrnamenten und 
dem Wappen des Fürsten Dietrichstein. Erste Hälfte des XVIII. Jhs. 

3. 43 cm hoch. Iniß in Silberfassung des XIX. Jhs. CK An der (gebrochenen) Kuppa eini;cscliliffene 
Jagdszenen (Hirschhetze, Sauhatz) und Ruine mit Sonne. Am Deckel eingeschliffene Rankenbordürc. 
Ende des XVII. Jhs. 

4. 30 cm hocii. An der Kuppa geschliffene Ornamente und Wappen. Goldrand. Erste Hälfte des XVIII. Jhs. 

5. 23 cm hoch. An der Kuppa geschliffene Ornamente, Blumen und Vögel. XVIII. Jh. 

6. Flasche. 19 cm hoch. Eingeschliffenes Wappen. Erste Hälfte des XIX. Jhs. 

7. Flakon, 16cm hoch. Eingeschliffen ein unbekanntes Wappen in reicher Kartusche. XVIII. Jh. 

8. Großer fokal (23 cm hoch) mit eingeschliffener Empirebordüre und der Inschrift: Lame lebe 
mne Gesellschaft. Um 18ü(). 



Lange lebe die 



30 



Sammlung Grein 



9. Großer zylindrischer Becher, 15 cm hoch. Bieclermeierform. Eingeschliffen: Flüchtiger Hirsch, von 
einem Hunde verfolgt, zwei Vögel, spazierender Jäger. GroUe Rosette. Um 1820. 

Möbel. Möbel: 1. Himmelbett, Fichte, an der Vorderseite Nuß; mit zwei Rundbogen. Oben Inschrift: Antre 
Letmar Anna Letmarin. Aus Graz. Ende des XVI. Jhs. 
2. Bett aus Nuß mit Intarsiabandwerk und reich geschnitztem schwarzen Rocailleaufsatz. Um 1750. 



^^ 




Fig. 45 Spiegelrahmen, Sammlung Qrein (S. 31) 



Fig. 42. 



3. Zweitüriger Kasten, reich geschnitzt und mit Intarsien. Nuß, Esche und Eiche. An den Seiten zwei 
Hermen, in der Mitte Pilaster, dazwischen zwei rundbogige Tore in reichgeschnitzter Rahmung, in dem 
einen Justitia, in dem andern Veritas in Intarsia. Stammt aus der Umgebung von Wels. Ende des 
XVI. Jhs. ; Fuß und Gesims neu, eine Herme ergänzt. 

4. Zweitüriger großer Kasten, 2-12 m hoch; Nuß, schön geschnitzt, mit vier Feldern und zwei mehr- 
geschossigen Pilastern, Sockelgeschoß. Salzburgisch, Anfang des XVII. Jhs. 

5. Eintüriger Kasten mit Aufsatz, geschnitzt mit Intarsien, Nuß. Anfang des XVII. Jhs. Aus Meran. 

6. Zweitüriger großer Schrank, Nuß, mit drei gedrechselten Pilastern und vier Feldern in Leisten mit 
geflammtem Hobel. Salzburgisch, XVII. Jh. 

7. Zweitüriger niedriger Kasten, Nuß, mit schön geschnitzter Vorderwand, drei Pilaster, dazwischen zwei 
Felder mit geschnitzten Kartuschen; unten Sockel. Salzburgisch, Mitte des XVII. Jhs. (Fig. 42). 

8. Großer zweitüriger Schrank, massiv Nuß, reich geschnitzt. Am Sockel drei Kartuschen, an den Seiten 
geschnitzte Fruchtgehänge, in der Mitte Pilaster. In den vier Feldern oben zwei in Relief geschnitzte 



Sammlung Qrcin — Pieih. v. Hatslingur 31 

Doppeladler, unten zwei geschnitzte Kartuschen. Oben zwei geschnitzte Fruchtgehänge. Stammt aus 
Wels. Salzburgisch, Ende des XVil. Jlis. 

9. GroLkT zweitüriger Schrank, NuB, mit Intarsiabandwerk und geschnitztem Rankenaufsatz. Anfang 
des XVIII. Jhs. 

10. Kredenz mit altem Unterteil, Esche, mit architektonischer Gliederung, hoher Sockel, vier Pilaster, in 
der Mitte torartiges Feld. Salzburgisch, um 16(X). 

11. Kleiner Schubladenkasteii mit Untersatz, Esche, sehr reich mit Intarsiaornament verziert, am Ober- 
teil die Vordertür gegliedert durch drei Pilaster, dazwischen zwei Rundbogenfelder. Tirolisch, um 156(). 

12. Kabinett mit Schubladen. Die beiden Türflügel und die Vorderteile der Schubladen mit schOnen 
Intarsiaornamenten verziert. Geätzte Beschläge. Stammt aus Graz. Ende des XVI. Jhs. 

13. Kabinett mit Schubladen und altem Beschläge. Hartholz, schwarz politiert, mit Leisten aus ge- 
flammtem Hobel. Salzburgisch, um 1650, 

14. Kleiner Prunkschrank, Ebenholz; als Untersatz Tisch mit vier mit Band- und Rankenornament ge- 
schnitzten Füßen, die Verspreizung in einen Blumenkorb auslaufend. Aufsatz mit zwei Türen, acht 
seitlichen Schubladen und Mittelnisclie mit zweisäuliger Portaltür (innen Spiegelgalerie), aufs reichste 
verziert, mit geflammten Hobelleisten, Scliildkrotauflagen und vergoldeten getriebenen Messingakanthus- 
beschlägen. Stammt aus Graz. Um 1670/80, der Tisch um 1715 (Fig. 43). Fig. 43. 

15. Große Truhe, 105 cm hoch; Vorderseite mit reicher Intarsia. Sockel: Drei nach unten verjüngte 
Pilaster, dazwischen zwei rundbogige Tore mit architektonischen Durchblicken. Aus dem Pinzgau. 
XVII. Jh. 

16. ürolie eiserne Truhe mit alter Bemalung und kunstvoll gearbeitetem Schloß. Stammt ausTrient. 
Anfang des XV III. Jhs. 

17. Kommode, dreiladig, Nuß, mit Intarsia und vergoldetem Messingbeschläge. Ende des XV IM. Jhs. 

18. Verglaster Schrein mit geschnitzten vergoldeten Akanthusranken, zwei Cherubsköpfchen. Um 1700. 

19. Tisch mit zwei Füßen, zur Hälfte ergänzt, am Fußbrett Holzintarsia, in der Platte Beineinlagen. 
Um 17CK). 

20. Sekretär mit Schubladenaufsatz, Nuß, mit Schnitzerei und Intarsia. Salzburgisch, um 1730. 

21. Sekretär mit Schubladenaufsatz und Kommode, Nuß, mit Intarsia. Um 1730. 

22. Sekretär, Nußholz, mit zwei Karyatiden. Salzburgisch, Anfang des XIX. Jhs. 

23. Holzlehnsessel, an der F^ückwand geschnitztes Knorpelwerk in Form einer Maske. Salzburgisch, Mitte 

des XVII. Jhs. (Fig. 44). Flg. 44. 

24. Schmiedeeiserner Lehnstulil. Stammt aus Graz. Um 1700. 

25. Betstuhl, Nuß, mit Intarsiabandwerk. Anfang des XVIII. Jhs. 

26. Stockuhr mit Schildpattbelag, getriebenem vergoldetem Aufsatz mit Griff, Messing. Vier vergoldete 
Bronzefüße mit Cherubsköpfchen. Werk bezeichnet: Christoff Schöner fecit Augustae. Ende des XVII. Jhs., 
Füße später. 

27. Kleiner Spiegel in geschnitztem vergoldetem Bandwerkrahmen. Um 1710/20 (Fig. 45). Fig. 45. 

28. Großer Rahmen mit schön geschnitztem und vergoldetem Rokokoaufsatz. Um 1750. 

29. Rahmen aus vergoldetem Messing, mit getriebenem Rocaille. Um 1760. 

30. Türaufsätze, geschnitzt und vergoldet. 1. Gitter und Rankenwerk, in kartuschenförmigem Feld. Öl- 
bild des Erzbischofs Hieronynuis Colloredo von 1772. Rahmen um 1725. 2. Sehr reiche Rocaille mit 
Blumen und asymmetrischen Muscheln. Porträt des Erzbischofs Sigismund von Schrattenbach von 1754. 
Von zwei weiteren Aufsätzen sind nur mehr die Porträts Firmian und Liechtenstein von 1745 vorhanden. 
Aus Tittmoning stammend. 



I 



Sammlung Landesregierungsrat Felix Freiherr von Hasslinger 

Fürbergga.sse Nr. 4. 



Die Sammlung von Bildern geht größtenteils auf den Oheim des gegenwärtigen Besitzers. Franz Chimany, 
zurück, der hauptsächlich zwischen 1840 und 1850 sammelte. Die andern Gegenstände sind sonstiger 
Familienbesitz, einige vom jetzigen Besitzer geammclt. 

Gemälde: Oemlld«. 

1. öl auf Holz; 30-5 X 41cm; Bildnis eines Herrn in ganzer Figur stehend in schwarzer Kleidung mit 
Spitzenkragen und Manschetten, rechts im Hintergrunde ein Wasserschloß. Bezeichnet: Aetatis suae 'J5 ao 
/6"W. Dem Hendrik Gerrits Pot zugeschrieben. 

2. Pendant dazu; Kopf eines bartlosen Herrn. Bezeichnet: Aelal. suae 27 ao lfh'i-5. 

3. Öl auf Leinwand; 345 x 24cm; Fruchtstück, Zitrone mit abgelöster Schale, Weintrauben und Austern. 
Bezeichnet: G. van Deh. Dem Jan de Heem zugeschrieben. 



32 



Sammlung Frcili. v. Hasslinger 



4. öl auf Holz; 18-5 X 21-5 cm; Genreszene, rauchender Bauer, an einem Wirtshaustisch sitzend, einen 
Krug in der rechten Hand haltend. Hinten stopft ein zweiter Bauer von seinem Tabak eine Pfeife, während 

Fig. 46. ein dritter hinten seine Notdurft verrichtet. Bezeichnet: D. Teniers fe. (Fig. 46). 

5. öl auf Holz; 1775 X 22' 5 cm; Landschaft mit einem Bauernhaus, vor dem ein Bauer und eine Bäuerin 
mit einem Hunde stehen. Bezeichnet: D. T. Dem David Teniers dem Älteren zugeschrieben. 

6. öl auf Leinwand; 19-5 x 38-5 cm; baumreiche Landschaft, im Hintergrund ein Schloß, rechts ein Bauern- 
haus; Kühe als Staffage, Rechts unten bezeichnet: G. H. Vielleicht Gillis de Hondecoeter. 




Fig. 46 Raucherszene von D. Teniers, Sammlung Freih. v. Hasslinger (S. 32) 



7. Öl auf Leiwand; 114 x78cm; Stilleben, auf einem Tisch Zinnschüssel mit Fischstücken, ein Wein- 
pokal, eine Schale mit Birnen, ein blauweißer Steinguthumpen, eine Zinnschüssel mit gesottenen Krebsen, 
ein Brotleib, eine Zinnschüssel mit Rettichen. Niederländisch. XVll. Jh. 

8. öl auf Holz; 32 X 38-5 cm; eine im Rücken gesehene Dame mit großem Spitzenkragen an einem offenen 
Spinett sitzend, neben dem ein Cello lehnt, dessen Hals mit einem schwarzen Schleier bedeckt ist. Gutes 

Fig. 47. holländisches Bild um die Mitte des XVll. Jhs. Vielleicht von Verspronck (Fig. 47). 

9. öl auf Leinwand; 88 x 101 cm; Landschaft mit baumbewachsenen Felsen und einem Wasserfalle, als 
Vordergrundstaffage Hirten und Herden, darunter eine Frau auf einer Kuh sitzend. Italienisierender 
Niederländer in der Richtung des Berghem. Das Bild stammt aus der Wiener Sanmilung Carl Jäger. 

10. öl auf Holz; 48 x 67 cm; Brustbild eines jungen Mannes in schwarzem Gewände mit Spitzenkragen, 
die Handschuhe in der Hand haltend. Niederländisch. XVll. Jh. 

11. Öl auf Leinwand; 26-5 x 205 cm; Kuh an einem Gewässer stehend. Bezeichnet: F. G. (Friedrich 
Gauermann). 

12. öl auf Leinwand; 26 x 21 cm; eine Herde von einem Hirten in blauem Gewand getrieben. Bezeichnet: 
F. G. (Friedrich Gauermann); der Tradition nach im Alter von 14 Jahren, also 1821 gemalt. 



Sammlung Prdh. v. Hasslingcr 



33 



öl auf Leinwand; 33 x 41 cm; Brustbild eines lockigen Knaben in braunem Gewand (römischer 
lirtenknabc). Von Friedrich von Amerling. 

U. öl auf Leinwand: 33 x 41 cm; Halbfigur eines Herrn, der in der rechten Hand ein Buch hfllt (Sir 

lübert Peel?). Bezeichnet: Henry Wyatt. Zirka 1830. 

l5. öl auf Leinwand; 50x66 cm; Brustbild des Stephan Andreas von Hasslinger. Bezeichnet: Fram 

Linder. 1784. 

KV Peiulaiit da/n; Portrilt der Gattin des vorigen, Pauline von Hasslinger. Von demselben. 




Fig. 47 Dame am Spinctt, Sammlung Frelh. v. Hasslinger (S. 3J) 



)l auf Leinwand; 44x53cw; Porträt eines Herrn von Hasslinger, Brustbild mit Vatermörder und 
er Halsbinde, gelber Weste mit roter Einlage. Wienerisch. Um 1800. 

öl auf Leinwand; 76 x 95cm; Halbfigur der Madonna, das sitzend schlafende Kind haltend. Be- 
khnet: Von Josef Redl. Anfang des XIX. Jhs. 

öl auf Leinwand; 45 x 51 cm; Kopie der Ruysdaelschen Landschaft Budapest, Nationalgalerie Nr. 515, 
)n F. G. Waldniüller (Fig. 48). Aus der Sammlung Carl Jäger stammend. Flg- 48. 

a n d z e i c h n u n g: Sepia; großer Engel auf einen Stab gestützt; Nachahmer des Rembrandt. XVIll. Jlis. 

Erner eine große Anzaiil kuntsgewerblicher Gegenstände, Altwiener und Schlaggenwalder Porzellan, deutsches 
teinzeug, Glas, Silber, Zinn, Waffen, Möbel. Besonders zu nennen sind: 

eschnitzter Holzrahmen mit durchbrochenem Aufsatz. Um 1710. 

ich ranke: 1. Mit drei geschnitzten Säulen, die TOrfelder in Leisten mit geflammtem Hobel. XVII .Jh. MAbd. 

"it geschnitztem durchbrochenen Aufsatz vom Anfang des XVIll. Jhs. 

XVI 5 



M 



Sammlung F*reih. v. Hasslinger 



2. Ganz bemalt, auf den Flügeltüren große bunte Blumen in Urnen. Im geschnitzten Aufsatz bekränztes 
Fig. 49. Flanunenlierz; datiert 1804 (Fig. 49). Ländliche Arbeit, sog. Hochzeitskasten, zusammengehend mit einem 
Schrank im Museum, Zimmer XXXVII. Siehe unten. 



Ver- 
scliiedencs. 



Standuhr in Turmform aus Messing, vergoldet, mit graviertem Riemenornament; vierseitiger mit 
Balustrade und vier Spitzpyramiden abgeschlossener Unterbau und runder Aufsatz mit Kuppeldach; zu- 
oberst Putto. Deutsch. Ende des XVI. Jhs. 




-•'-Vtf^Vä'nWtfrättfyr'iii ' .' 



• ' ^fi i ? yf r* i P l ff*^f*^***^^A™ff'** ''' y''fff^ H-j-.xy.yf . , 



Fig. 48 Kopie von Waldmüller nach Ruysdael, Sammlung Freili. v. Hasslinger (S. 33) 

Meßglocke, vergoldet, in üppigen schweren Barockformen ornamentiert. Um 1720. Aus Schloß 
Gutenbrunn in Niederösterreich V. U. W. W. stammend. 



R a d s c h 1 ß g e w e h r mit verbeintem Schaft und Kolben, an der Anschlagseite ein eingelegter Perl- 
mutterschild von Putten umgeben, herum vier Tiere aus Perlmutter. XVII. Jh. 

Becher, 16a?/ hoch; Silber; runder Glockenfuß mit drei Ranken in die gebuckelte Cuppa übergehend. 

A C 
Salzburger Beschauzeichen, Meistermarke: . ? Ende des XVI. Jhs. Das Mittelstück vielleicht etwas 

jünger. 

Silberkanne mit Laubranken auf gerauhtem Grund, Wiener Beschauzeichen von 1814; Meistermarke: 
FK. Vorratstempel. 



Sammlunfj; Frclh. v. Hii««liinip( r>r \U\\<f 



35 



kutsclKT S t c i n i; II t k r II ij mit blauweißcin Dekor, 
lahrcszalil H)7(). ZiiinscliraiihciiVLTScIiliiL'i. 



an vier Seiten Wappen Sayn -Wittt^enstein mit 



riiikf,'las mit ovalem Medaillon in Uiiterfangtechnik, darin MonoRramm B. H. (Benedikt v. 
iger). Bezeichnet: Mildner fecit a üiUeiibrunn ISO'J imd Widmuni;sinschrift. 



i i.l4S- 




hig. 49 Hochzeitskasten von 1804, Sammlung hreili. v. Hasslingcr 

iS. 34) 



Sammlung Dr. Richard Heller 

Mirabcliplatz Nr. 5. 

Gc 111 aide: 1. öl auf Lciiiwaiui; zirka KX) X 110 cw; rund, architcktonisclic Umraiimiiiii;. iimcrhalh derer 
allegorische Figuren. Skizze von Daniel Gran zu dem Deckengemälde des Kuppelsaales im F'alais Schwarzen- 
berg in Wien;' abgebildet bei A. Ilg, Das F'alais Schwarzenberg. Wien. Taf. VIII- X (Fig. 50). 

2. Eine l'olge von Blattern, Aquarell auf f'apier, zirka 19x34fm; sehr sorgfältig ausgeführte Blumen- 
Studien in natürlicher Größe. Mehrere bezeichnet: Konstantin Gerstenberger . Um lÄX) (Fig. 51). Einzelne 
Blätter auch bezeichnet: Joseph Peristori, Skribanek. Mit den Drechslerschen Arbeiten für die Wiener 
Porzeiiaiifabrlk verwandt. 

3. Aquarell; 2(5 x IHa;;; Ansicht des Parthenon. Bezeichnet: Tli. Ender. Zirka 1830. 

4. Miniatur auf Elfenbein; S'/j X 1 cni\ Brustbild einer Dame in weißem Gewand, mit weißer Haube, einer 
Frau Schulz geb. Rattenschlag. Bezeichnet: Adalbert Suchy. Um 1820. 

5. Aquarell; 26 X 2(i cm, Kniestück der Frau Antonie Weyer geb. von ürocz in blauem Gebäude mit 
Perlenhalsband. Bezeichnet: üaupmann 1S32. 



OcralMc. 
Flg.5a 
Fig. 51. 



36 



Snmmliing Dr. Heller 







Fig. 50 Skizze Orans zum Deckenfresko im Kuppelsaal des Palais Schwarzenberg (S. 35) 



6. Folge von 19 Stiidienblättern, Bleistift oder leicht aquarelliert, zumeist Porträts, drei Landschaften dar- 
stellend. Zum Teil bezeichnet Steinrucker mit verschiedenen Daten aus den Dreißiger- und Vierzigerjahren 
des XIX. Jhs. 

7. öl auf Holz; 24 x 32; Brustbild eines Mannes in schwarzem Rock und weißem Hemd mit Umlege- 
kragen. Porträt von Franz Danhauser, gemalt von Josef Danliauser 1844. (Vgl. dessen Porträt von 1840 bei 
A. Rössler, Josef Danhauser, Wien, S. 49.) 

Holz, polychromiert, zwei stehende Engel. Mitte des XVll. Jhs. 

Holz, modern polychromiert, stehender Bischof. Mitte des XVIIl.Jhs. 

Holz, polychromiert, 70 cm hoch. Maria am Betpult kniend, von einer Verkündigung. Bayrisch, 

um 1725. 



I 



Samtnliing Dr. HoIUr — Baronin Hentkstcin 



37 



Kleine SammlunR von Berliner, Sclilaggenwalder und 

Neiiwicner F'orzcllan. 

Kleine Saninilung volkskiindlicher Gegenstände. 



Sammlung Exzellenz Baronin Paullne 
Menikstein 

SchwarzstraBe Nr. II. 

Gemälde: 1. Pastell, Brustbild der Frau von Henik- 
stcin, Gemahlin des Adam von Hcnikstein. österreichisch. 
Um 1780. Art der Gabriele Beyer. 

2. 78 Aquarellporträts auf r\ipier, Brustbilder von Herren 
und Damen, deren Namen beigeschrieben sind, alle von 
Henriette von Brevillier geb. Baronin Henikstein, von zirka 
1820 bis zu ihrem Tode, 28. Jänner 1843 (Fig. 52). 

3. Ferner sechs ovale Miniaturporträts auf Elfenbein, von 
derselben; 10-5 X 145 cv;;; ihre nächsten Verwandten dar- 
stellend. 1823—1827 gemalt. 

4. Eine Anzahl von Aquarellbildern auf Papier, ursprüng- 
lich zu einem Album gehörig; darimter: 
österreichisches Militär auf dem Marsch. Bezeichnet: 
Habcrmann F. 1830. 

Mädchen mit einer Katze spielend. Bezeichnet: Ranftl 

is:i5. 

Kleines Mädchen, am Bachrande sitzend und mit Steinen 





Fig. 52 

Aquarellporträt von Henriette von Brdvillier, 
Sammlung Baronin Henikstein (S. 37) 



lig. .^1 

Blumenstudien, Aquarell von K. Gerstenberger, 

Sammlung Dr. Heller (S. 35) 

spielend, hinter ihm ein großer Schutzengel kniend. 
Bezeichnet: Fendi WU (Fig. 53). 
Ansicht vom Paü Lueg mit dem Schloß Werfen. 
Bezeichnet: Th. Ender. Um 1835. 
Gasthausszene. Bezeichnet: Ramelet ISSö. 
Ansicht der Markuskirche in Venedig mit Staf- 
fage. Bezeichnet: Riidoll Alt 1835. 
Ansicht des Klosters in Amalfi. Bezeichnet: Jac. 
Gigank. Um 1835. 

Ansicht von Wildaipen, von Zahradnicek. Um 
1835. 

Ansicht des Naßfeldes bei Gastein. von Th. Ender. 
Um 1835. 

Blick auf eine englische Dorfkirche. Bezeichnet: 
Sheperd. Um 1835. 

Blick auf Girgenti, von C. Werner. Um 1835. 
Ansicht von Velletri. Bezeichnet: Müller und 
Heidecker. Um 1835. 

Weidende Kühe, von Wilhelm von Kobell. Um 
1835. 

Mönch und Knabe in einer Kirche. Bezeichnet: 
Peter Sokolof. Um 1835. 



Gemälde. 



Fig. 52. 



Flg. 53. 



38 



Sammlung Baronin Henikstcin — Baron Hiller-Schönalch — Dr. Hinterstolsscr 




l'ig. 13 Kind mit Scliutzengel, Aquarell von i\ l-cridi, Sammlung Baronin Hcnikstein (S. 37) 



Ocmälde. 
hig. 54. 

Fig. 55. 
Möbel. 



Sammlung Baron Carl Hiller-Schönaich 

Marcus- Sitticus-StraUc Nr. 3. 

Oemälde: I. öl auf Holz; 65 x 86 cm; Madonna mit dem Kiiulc und dem kleinen Johannes; Kniestück, 
links Durchblick in eine verblauende Landschaft. Florentinisch, Richtunij des Bacchiacca, Mitte des XVI. Jhs. 
(Fig. 54). Der Tradition nach dalmatinisch. Ziemhch abgerieben und übermalt. 

2. öl auf Holz; 31 x40cm; zwei Pendants, Nußhäher beziehungsweise ein Grünspecht mit Äpfeln. Be- 
wölkter Himmel als Hintergrund. Frühe Arbeiten von F. G. Waldmüller (Fig. 55) 

3. Ferner einzelne Bilder von Johann Ender und Pettenkofen, Porträtminiaturen von Rungaidicr und 
Decker. 

Möbel aus der zweiten Hälfte des XVIII. und vom Anfang des XIX. Jhs. 



Ocmfltdc. 



Sammlung Regierungsrat Dr. Josef Hinterstoisser 

Giselakai Nr. 37. 

e ui aide. .Miniaturen usw.: 1. ölminiatur auf Kupfer, 5 x 7 cm, Brustbild des Erzbischofs Wolf 
Dietrich eii face. Um 1590. Aus dem Gigerhof an der Aignerstraüe stammend. 



Sammlung Dr. HIntcrstolsser 



39 



2. Gouache auf Scliwancnhaut, Rundmcdaillon. Rciterschlacht in Landschaft mit Brücke. Signiert: 0. 
(Ein ähnliches Stück im Kunsthandel soll nach Angabe des Besitzers als F. Oetinger Losing 1779 be- 
zeichnet gewesen sein.) 

3. öl auf Holz, 11-5x14 COT, Brustbild eines braungekleideten Mannes, ein Relief modellierend. Nach 
Angabe an der Rückseite Portrat des Bildhauers Johann Hagenauer. 

4. Aquarellierte Zeichnung; Ansicht von Perchtoldsdorf mit l-ubgängern und einem Wagen als Staffage. 
Bezeichnet: P. Eisenlohr. Anfang des XIX. Jh«. 




Fig. 54 Madonna mit dem Kinde und doni hl. Johannes, 
Sammlung Baron Hiller-Schönaich (S. 38) 



Aquarell auf Papier, 25 x 34cm; Erdbeerstudien, darunter eine Blaumeise. Rahmen unten bezeichnet: 
WaliUmillcr (Fig. 56). 

iHpl auf Holz, Blumenstück. Bezeichnet: Franz X. Fetter IS53. 

Skulpturen: t. Leonhardifigur aus Eisen, Votivgabe. einen Gefangenen im Block darstellend. Am 
Ohr eine Schlacniarke. .Mittelaiterlicli? (Fig. 57). Aus Straßwalchen stammend. Vgl. Andr^, Votivgaben des 
katlmiiscluii Volkes in Deutsciiland, S. 48, Taf. III, Fig. 4. 

2. Buchsstatuette der hnmakulata auf der Weltkugel. Bayrisch, zweite Hälfte des XVIll. Jhs. 

Wachsbossierung; bartloser alter Mann in Stoffanzug auf einem Holzpferd reitend. XV III. Jh. 

Großer Holzschrank, von zwei gedrehten Säulen eingefaßt. Die Türfelder mit reich geschnitzten 
Füllungen, deren oberer Teil abermals von zwei gedrehten Säulen flankiert wird. Aufgelegtes spätes 
Rollwerkornament, das in Bänder und Blätter auszugehen beginnt. Um ltJ7() 80. Aus Mattsee stammend. 

Ferner eine Sammlung von Münzen, von prähistorischen Fundstücken (besonders aus Salzburg); Möbel, 
Kacheln usw. 



ng.se. 



Skulpturen. 
Flg. 57. 



Schrank. 



40 Sammlung Holtcr — Hupfauf -Spängier 

Sammlung Franz Holter 

Stt'ingasse Nr. 1. 

W c i h w a s s e r k e s s e I aus Silber, lialbrunde, gebuckelte Schale mit Perlstab besetzt, vor einer Rück- 
wand, die JHS in Strahlenglorie cntiiält und reich mit getriebenen Blumen und stachligen Ranken ver- 
sehen ist. An der Rückseite Würxenzeichen, Augsburger Beschau und Meistermarke ^ (R* 505) und 
gravierte Inschrift: Andenken von deinem Bruder Alois und Familie 1831. Um 1700 (Fig. 58). 




|-"ig. 55 Niiüliälicr von V. G. Waldmüller, 
Snmmlung Baron Hilier-Schönaich (S. 38) 



Fig. 56 Erdbeerstudien von 1". G. Waldmüller, 
Sammlung Dr. Hinterstoisser (S. 39) 



Sammlung Frau Hupfauf und Fräulein Ruperta Spängier 

Ludwig-Viktor-Platz Nr. 2. 

Ererbter Familienbesitz der seit der Mitte des XVIII. Jhs. in Salzburg ansässigen, mit verschiedenen Salz- 
burger Patriziergeschlechtern verschwägerten Familie Spängier. 

Gemälde: 1. öl auf Leinwand; 38x59 cm; Porträt eines kleinen Mädchens in ganzer Figur, Annaliese 
Heilmayr, mit einem Blumenkorb in der Hand. Anfang des XVIll. jhs. 

2. öl auf Leinwand; Halbfigur des Herrn Georg Spängier im Alter von 55 Jahren mit einem Brief mit seiner 
/\dresse in Bruneck in der Hand. Bezeichnet: 1736. 

3. öl auf Leinwand; 65 X 86 c;n; Halbfigur des Franz Anton Spängier in grünschwarzem Rock und roter 
Weste mit Silberborte, in der Hand einen Brief mit seiner Adresse haltend. Bezeichnet: 1756. 

4. Pendant dazu, seine dritte Gattin Maria Theresia in blauem ausgeschnittenem Kleid. 



Sammlung Hupfaiif-Spänglvr 



41 



5. ü! auf Leinwand; Brustbild der Frau Anna Aucr geb. Elixliauser. einer jungen Dame mit schwarzer 
Haube, eine Rose in der erhobenen Hand haltend. Um 1760—1770. In Holzrahmen mit geschnitzter 
Rocaillc. 

6. ölininiatur auf Holz; Brustbild eines jungen Herrn aus der Familie Elixhauscr in geschnitztem Rähmchen. 
Um 1760. 

7. Pendant dazu; f^rträt seiner Frau. 

8. öl auf Leinwaiui; 47 X 61 cm; Brustbild des Herrn 
Franz Joseph Spilnjjler in schwarzem Rock, mit ge- 
stickter Weste in geschnitztem, vergoldetem Holz- 
raiiiniii mit Fleclitbaiul und Rosetten luul einem 



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iig. 38 Weliiwasserbcckeii, Saiiiiiiluiig Hultvr (S 40) 



Flg. 57 Lconliardifigiir, ■* 

Sanimliing Dr. Hinterstoisscr (S. 39) 

mfsatz aus einer von einem Band gewundenen 
Lorbuersciunir. Um 1780. 

9. Pendant dazu; seine Gattin Maria Theresia geb. 
Metzger, in blumeiigesticktem Kleid, nu't weiLV-m 
Schal um den Aussciinitt. 

10. öl auf Leinwand; 45 x 60cm; Brustbild des 
Herrn j. Auer. Um 1790. Von F. X. Horneck (Fig. 59). 

11. Pendant dazu; Brustbild seiner Gattin. 

12. öl auf Leinwand; 20 x 26 cm; Kniestück eines Herrn aus der Familie Elixliauser in braunem Rock und 
roter Weste, an einem Tische sitzend. Ende des XVIII. Jhs. 

13. Pendant dazu; Bildnis seiner Frau, mit einem Blumenbusch in der Hand. Ende des XVIII. Jhs. 

14. Miniatur auf Papier; oval; Halbfigur des Herrn Knosp. Bezeichnet: I7U und Pendant dazu, l^)rträt seiner 
Frau; beide in grün gescinn'tzten Rahmcheii mit vergoldeter Vase und Blattschnflren. Zirka 1790. 

15. öl auf Holz; 62 x 45cm; Gesellschaftsszene, Herren und Damen an einem gedeckten Tisch. Bezeichnet: 
D i Ffrimck in (Fig. 60). 

16. Pendant dazu, auf Kupfer; Herren und Damen tanzend, rechts .Musikanten. Kopie des XVIII. jhs. nach 
einem Bild ähnlichen Ursprunges wie das vorige. Beide in schwarzen Hulzrahmen, mit geschnitzten, ver- 
goldeten Ornamenten. 

Skulpturen : I. Holz, polychromiert; zirka 70cm hoch; Figur der Madonna mit dem Kinde, stehend. 
Tiroler Figur des XV. jhs. in der Art des Altöttinger Gnadenbildes. 

XVI 6 



Flg. 59. 



Flg. 60. 



Skulpturen. 



42 



Saiiimliing Hiipfatif-Spangler 




hig. 59 
Hcrrcnporträt von F. X. Hornöck, Sammlung Hupfauf-Spängler (S. 41) 



Sammlung Hupfaiif-Spänglvr 



43 



Zwei polycliromiorte HolzfiKürclicn, die Hl. Virgil und Rupert; Erste H.'llftc des XVIII. Jlis. 
i. Kruzifixus aus duukelhrauncrn Holz; der ganze KOrper zerfleischt und zerfetzt. XVII. Jh. 
4. Haiisaltar, Hcilz, verijdldet; tabernakeifdrinij;. In einer mittleren f^undhotjeiniische Kruzifixus zwischen 
Maria und )i>liannes, seitlich je zwei Nisciien mit F-ifjflrchen der vier livanj^elisten. Oben zwei Gewand- 
enfjel als Kerzentrafjer. Oben als Abschluß eine reiche Balustrade, auf der f'utten sitzen. Darüber ein Holz- 
kruzifixus unter vergoldetem und geschnitztem Baldachin. Erste Hcllfte des XVIII. Jhs. 

K r c u z p a r t i k c I, Blech; zum Teil vergoldet; breitovaler Fuß mit getriebenen Ornamenten, ebensolche 
Min den kartuscheförmigen Beilälter. Um 1760. 

Uhr, Kupfer, vorn vergoldete Umrahmung des Zifferblattes; die Uhr läuft als ihr eigenes Gewicht wirkend 
an einer Säge herunter. Innen bezeichnet: Bendele 17'iO. Holzunterlage mit Lorbeerschnur. Um 178(). 



Ver- 
Khlcdcnet. 



I 
I 




l'ig. 60 Qcsellscli.iu>>/Aiiu \(in i . i i.uumii il. J., Sammlung Hupfauf-Spängicr (S. AI) 



E I f e n b e i n k r u z i f i x u s, an schwarzem Holzkreuz mit vergoldeten Rosetten, auf schwarzem, viel- 
seitigem Postament, das auf vier vergoldeten Tatzen steht; an dessen Vorderseite Blumengellänge um einen 
runden l^eliquienbeliälter. Kruzifixus zweite Hälfte des XVII. Jhs., Postament um 1780. 

SalzfäBchen aus Silber, oval; auf vier kantigen Füßen, mit Blumen behängt. Feingehaltszcichen 13. 
Meistermarke G. A. Um 1790. 

Salzfaß aus Silber, in Form eines diirchbrociiencn, oben von einem Fries von Löwenmasken abgegrenzten 
Korbes auf einem runden Fuß. Wiener Besciiauzeichen 18.. (durchgeschnitten), Meisterinarke unkenntlich. 
Anfang des XIX. Jhs. 

Dos e, Silber, innen vergoldet, außen flacligetriebene Blumen und Blattranken auf gekörntem üi und. Be- 
schauzeichen und .Meistermarke unkenntlich. Mitte des XVIII. Jhs. 

Glaskasten aus liellbraunem, poliertem Holz, mit ornamentaler Intarsia und geschnitzten Aufsätzen 
in Form eines Obstkorbes in der Mitte und von Blumenvasen seitlich. Schöne Messingbeschläge. Um 1780. 

Zwei Kommoden mit Aufsatzkästen aus braunem Holz mit ornamentaler Intarsia und Messingbeschlagen 
in Form von Draperien. Um 1780. Zugehörig zwei Tische und Spiegel. Der Tradition nach von dem Salz- 
burgcr Tischlermeister Wessiken gearbeitet. 
Kleiner geschweifter Kommodekasten mit Glasaufsatzkasten und Rollfach. Zweite Hälfte des XVIII. Jhs. 

Im Aufsatz ein Nymplienhurger Kaffeegeschirr. 

Außerdem eine kleine Sammlung von Fayencekrügen, Glas, Zinn, Porzellan und Porträtsilhnuetton aus der 
Familie. 

6* 



44 SAmittlimg KMMrallcr — Kcraar 

Sammlung; Kasseroller 

Si>;imii\vl-Matiicr-Oassc Nr. 14. 

S t rt « y\ \\ \\ I ; hi;uini-s. iiiiioii .((is>;v1>.iikIHcs MoUijohfliisc mit ornamcnt.iKi Iiii.um.i. Auf dem Rtschwungcnop 
«U-h.llk vvm;»M<»o Hol.Miciiivn »los Chionos tiiul zwei Putton mit Attrihiitoii. Das orneuto Zifferblatt mit 

K'ocaillo auf vorKoKiolcm Mossinu^rmul. Oben auf ducm SchiKIchen bezeichnet: 

Min.' .I.s will |li< 



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A, 



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V 




»\>s Musikiwstrunu-ute«, Luvic des XVHL Jhs, 

On««)<fnbn\i Ol «uf Ldnvf»nd: H«)Mi$ur ikr .M»*>nn». üic säch Aber dM diwr^ickiflte Ki: ; 

KcKk wit Km««MU tVxMkAtionsinschritt \xw H>36 und Retwvicnuvjfi^btiHM von l6Sb ^.k 

IVMtü^^i, «ntt-r niiStertAiutisctui« l'influR, 



Sammlung Friulein .Annaliese Kemer 

^' -as-^Hkirs-u.sssc Nr. .v 



Mu; rxvhts untt« b«widin<t: K r i \ ..;.. ^tv vMur 
^ .^ >> ^ geschaht ist- 

^ >< ^ USnit: Brasthih) <»«$ J«JÜmiii M«rtui SdHnMt mit dem vm HMbMStrickir 
vti§ Oh«fv<ivstimimfKJU 



Sammlung Kt-rncr 



46 




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1 



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46 



Sammlung Kerner 



öl auf Holz; 9*5 X 12cm; Brustbild einer Frau Herzog in Rossatz, dem J. M. Schmidt wohl mit Rechl 

zugeschrieben. 

Ein Papieriieft; 22x335 cm; Kolilen-, Sepia- und Bleistiftzeichnungen von Johann Martin Schmidt; zum 

Teil auf blauem, zum Teil auf grauem Papier. Früher im Besitz des Abgeordneten Paul Schürer, Bürger 

meisters von Stein. (Anton Mayer, Der Maler Martin Johann Schmidt, Wien 1879, S. 86.) 





Fig. 64 Zeichnung von Joh. M. Schmidt, fol. 9, 
Sammlung Kerner (S. 46; 



Fig. 65 Zeichnung von Joli. M. Schmidt, fol. 9, 
Sammlung Kerner (S. 47) 



f. 1. Ein alter Mann neben einem altarartigen Aufbau, darauf die Worte: Martin Johann Schmidt Mahle 
Fig. 61. fec. A. 1742 (Fig. 61). 

f. 2. Halbfigur eines Mannes in reichem Kostüm, mit einem Stock in der Hand. 
Fig. 62. f. 3. Halbfigur einer Frau mit einem Kind im Arm (Fig. 62). 

f. 3". Fraucnstudie nach Rembrandt (?). 

f. 4. Zwei Kopfstudien. 
Fig. 63. f- 5. Junger Herr auf einen Stock gestützt; an Rembrandtsche Typen erinnernd (Fig. 63). 

f. 6. Stehender Mann. 

f. 7 und 8. Je ein Triton mit einem Meerroß. 

f. 9. Studie nach einer Figur von W. Beyer, die in dessen „Neue Muse", Wien 1784, T. 19, gestochen is 
Flg. 64. (Fig. 64). 

f. 10. Hexenmeister, der einen Skorpion in den Kessel wirft. 

f. 11. Studie nach einer Satyrskulptur (nach Beyer?). 

f. 12. Schmiede des Vulkans. 

f. 13. Studie nach dem Cincinatus in Schönbrunn (nach Beyer?). 

f. 14. Predigt Johannes des Täufers. 

f. 15. Lcücndcr alter .Mann, Art des Rembrandt. 

f. 16. Eine Schar von Putten, miteinander spielend. 



Sammlung Kcrncr — h'fcih. v. Kobliiz 



47 



f. 17. 
f. 18. 
flbcrci 
f. 19. 
r 20. 
21. 



KrciiziguiiR Christi mit Reitern und viel Gefolge. Bezeichnet: 1775 (Fijj. 65). 

linthaiipttniK eines Heili^^en; mit der Komposition des Katharinenbiidcs in OQrn>tini im wesentlichen 

nstimmend (j-it;. lifi). 

Studie nach einer Skulptur der Ariadne. 

Versuchung eines Heiligen durch Dümonen. 

Madchen in antiker Tracht bekränzen eine Herme; daneben ein Jüngling. 

f. 22. Sepiaskizze zu einem Altarbild. .Marter einer 
Heiliijen, die in einen Kessel geworfen wird. 
Kleines Papierheft mit Aufschrift: Divers ajuslemenls 
et iisages de Russie . . . d^dit's ä Monsieur Boucher 
s . . . von l.e Prince Üessin^s en Russie et ^rav^s etc. 




1 




\r\g. b! /ciclimmg nacli Lc Prince, 
Sammlung Kcrncr (S. 47) 

Auf dein Uinsch'agsblatt Datum /r.%". Sepiazeicti- 
nungen in verschiedener Größe nach den Stichen 
von Le Prince (Fig. 67). Proxen-enz wie des vorige. 
Papierheft mit Aufschrift: Recueil de toutes Sortes 
de tiUes qui sont Iuveniles par M. Martin Scttmid et 
^ssine'es par J. Mat. Schramm ITH'i. Studien nach Stichen. Zeichnimgen und Bildern von j. M. Schmidt, 
darunter der Taufe Christi in Hundslieiin (Kunsttop. I, 321, Fig. 212) und einer Dreifaltigkeit. F-erner nach 
der Bettlerfamilie, die sich auch unter den Lambachcr Zeichnungen befindet; Studien nach den SOhnen 
Rubens in der Liechtensteingalerie in Wien. 



Fig. 66 Zcichniinij von Joh. M. Sdimidt, fol. 18, 
Sammlung Kcrncr (S. 47) 




Sammlung Oberst Johann Frelh. von Kobtitz 

Paris-Lodron-Stral5e Nr. 2. 

Eine .Anzahl von Bildern von Anton Einsle, größtenteils Familienbesitz, da Einsle der Großvater der 

Oattiii des Besitzers war. Darunter: 

1. Miniatur auf Elfenbein; 7 x 85, oval; Madonna mit dem Kinde nach Mengs. Bezeichnet: Einsle pinxit 
6. April IS 10. 

2. Wie oben; 67 cm; oval; Brustbild eines alten Herrn in schwarzem Rock mit weißer Halsbinde. Be- 
zeichnet: Einsle pinxit 1817. 

3. öl auf Leinwand; 47 x 57 cm; oval; Brustbild von Beatrix Einsle. Um 1830. 



I lg. •!<>. 



Flg. 67. 



48 



Sanimlimg IVcili. v. Koblitz — Graf Oandolpli Kucnburg — Graf Leopold Kucnburg 



5. Wie oben; zirka 70 X 50cm; kleiner Amor, auf einem Lager einen Vorhang zur Seite ziehend, neben 
ihm eine f-rau. Um 1840. 

6. Wie oben; 38 x 50a;;; Brustbild, Marie von Teltscher als Kind. Bezeichnet: 1845. 

7. Wie oben; 50 X 65a/;; weiblicher Studienkopf mit Turban. Um 1850. 

8. Wie oben; 44 X 66 cm; oval; Marie von Teltscher. Um 1855. 
Die übrigen ans den Sechziger- und Siebzigerjahren. 

Ferner eine Anzahl von Studienblättern, Aquarellstudien und Lithographien von Jo5ef Eduard Teltscher 
aus den Jahren 1825—1828, auüerdem ein Heft mit Aufzeichnungen des Malers Anton Einsle über die 
von ihm "in den Jahren 1825 — 1840 gemalten Bilder. 



Sammlung Exzellenz Graf Gandolph Kuenburg 

Arenbergstraße 12. 

Ijtnilien- F a m i I i e n p o r t r ä t s: 1. 89x68 cm; in gemaltem Ovalrahmen; Brustbild. C h r i s t o p ji S i e g- 

porlräls. 111 u n d Graf Kuenburg. Reifer Mann mit aufgedrehtem dünnem Schnurrbart, mit langem dunklem 

Haar, in schwarzem Gewand, mit breitem weißem Kragen. Links oben das Kuenburgsche Wappen. Am 

Rahmen bezeichnet: C. S. C. A. K. B. I. K. (Christophorus Sigismundus, comes a Kuenburg, baro in 

Kuenegg). — Incurrit anniim 55. ' Anno U>72. 

2. 73x55 cm; In drei kleinen ovalen Lorbeerrahmen die Porträts der drei Salzburger Erzbischöfe aus 
dem Hause Kuenburg, links Michael (1554—1560), in der Mitte Max Gandolph (1668—1687). rechts 
Georg (1586 — 1587). Daneben die Halbfiguren einer gewappneten Frau mit Schwert und Wage (Justitia) 
und einer Frau mit zwei Kindern am Arm, von denen sie das eine stillt (Caritas). Oben dreimal das 
Kuenburgische Wappen. Unten entsprechende Inschriften. Gutes Bild. Auf der Rückseite datiert: UiH7. 
Stammt aus Tamsweg. 

3. 85x68 c;;;; Brustbild. Ernst Graf von Kuenburg, Oberstleutnant im Reginiente Harrach. 
junger glattrasierter Mann mit langer brauner Allongeperücke, im Panzer und gelben, rot gefütterten 
Mantel, vor einem orangegelben Vorhang. Rückwärts auf der Leinwand alte Inschrift: lllmus Onus Er- 
nestus S: R: J: Convs de Khiinburg, S: C: Regiaeque Majt. Caroli VI. Camer: et Incliti Regini: Harrach 
Supr(em)üs Loco-tenens. Um 1720. 

4. 84 X 67 c;;;; Halbfigur. Antonie Gräfin Czernin, geborene Gräfin Kuenburg. Dame in spitzenbesetztem 
graugrünem Kostüm mit rotem, gelb gefüttertem Mantel, mit grauer Allongeperücke. Rückwärts auf der 
Leinwand alte Inschrift: lUma ac Excelma Dna Antonio S: R: J: Comsa de Tzernin et Clnidenitz, nata 
Comsa a Khiinburg. Um 1730. 

5. 83 X 69 cm ; Halbfigur, j o s e f a Gräfin Kuenburg, geborene Gräfin H a r r a c h. Dame 
mit grauer Lockenperücke, in dekolletiertem rotem Kleide, mit Ohrringen und Kollier aus großen Perlen, 
die linke Hand zeigend erhoben. Mitte des XVIII. Jlis. Rückwärts auf der Leinwand alte Inschrift: N:oO. 
Illma ac Excellma Dna Jnsepha S: R:J: Comsa Khiinburg nßta Comsa ab Harrach. 



Sammlung Graf Leopold Kuenburg 

Siegmund-Haffner-Gasse Nr. 16. 

Kleine Anzahl von Familienporträts und ererbten Bildern: 
Ocmäldc. Gemälde: I.Öl auf Leinwand; oval 67 x 84 c;;; ; zwei Pendants, Verkündigungsengel und Jungfrau 
Maria als Halbfiguren. An der Rückseite bezeichnet: M.C.Hirt fec. KUH. 

2. 94 X 155 c;;;; Hafenlandschaft. Links ein Tor und hoher runder Turm. Im Hafen mehrere Segelschiffe, 
darunter ein liolläiulisches. Vorne Staffage. Italienisch, Ende des XVII. Jhs. 

3. öl auf Leinwand; 90"5 x 70cm; spielende Amoretten mit Bogen und Fackeln, einer mit verbundenen 
Augen, österreichisch, um 1700. 

4. Ol auf Holz; 37 x 49 c;;;; zwei Pendants, Stilleben, totes Geflügel mit verschiedenem Beiwerk, Muscheln, 
Pfeifengefäße, usw. Bezeichnet: J. G. Beitier 170S beziehungsweise 1709. 

5. öl auf Leinwand; 43 x 74c;;;; ein Ritter hebt eine halbentblößte Frau auf ein Roß; stark nach- 
gedunkelt. Deutscher Rembrandtnachahmer des X\^ III. Jhs. 

6. Öl auf Kupfer; 34 X 28 c;;;; Landschaft mit einem Kornfeld und einem großen Baum vorn und einem 
von Bäumen umgebenen Haus im Hintergrunde; Staffage von Bauern, die unter dem Baume essen, 
einen Wagen mit Garben beladen usw. Bezeichnet: J. Bruegel. Von einem etwas späteren Nachfolger des 

Flg. 68. Jan Breuglkl (Fie. 68). Vgl. das Bild der Münchener Pinakothek bei Heidrich, Vlämische Malerei, Abb. 28. 



Sammlung Ori( Leopold Kuenburg 



49 



L_ 

Hid bäiarliclKT Staffage vom. Deutsch, XV II 1. Jh. 

1^ öl auf Holz; 41-5x31: zwei Pendants, Bärenhatz und Eberjagd, mit Hunden, in Landschaft. Be- 
zeichnet: A. E. (Enzinger) (Fig. 69). 

O.Öl auf Leinwand: 565x48 cm; Landschaft mit Brücke, vorn ein kosendes Liebespaar und eine 
Iv'indcrherde unter einem Baume. Links unten bezeiclmet: Jolt. von DalUnger fec. 

U). öl auf Leinwand: zwei Pendants, weibliche Halbfiguren, als Sibilla Sarmia und Sibilla Cumaea be- 
zeichnet. Anfanjj des XIX. Jlis. 

11. öl auf Leinwand; 32 x 40cm; Genrebild, mehrere Jäger und ein Musikant um einen Wirtshaustisch, an 
dem auch eine junge Frau sitzt, neben der ein Mädchen steht. Bezeichnet: G. Durand lf<4t. 



Flg. 09. 




1 .g. liä L.niidscliaft mit Ernte von Jan IJrcuglicl, Sammlung Oral Leopold Kuenburg (S. 48) 

rträts: 1. öl auf Leinwand; Halbfigur eines Herrn in schwarzem Gewände mit Ooldkctte und 
flhisteinkragcn. Links Wappen der Rehlingen und Insciirift: AetaÜs surtt' 17 anno 1C>'29. Sehr schadhaft. 
^Z 83x65 cm; in gemaltem ovalem Rahmen; Brustbild. Erzbischof Max Gandolph Graf 
^P>n Kuenburg (1668—1687) als reifer Mann, mit Schnurrbart und Fliege, langer schwarzer Perilckc 
^fl roter Rochette. Um 1670. 

3. 94 X 74 fw; Halbfigur. Unbekannter Bischof, glattrasiert, mit langer weißer Allongepcrflckc, in Spitzen- 
chorhemd und rotgefütterter graublauer Mozette, mit edelsteingeschmücktem F'ektorale. Anfang des 
XVIIl. Jhs. 

4. Öl auf Leinwand; oval; Halbfigur eines Kardinals. Anfang des XVIIl. Jhs. 

5. 95 X 72 c;//; Brustbild in gemaltem Ovalrahmen. Unbekannter Domherr, glattrasiert, mit weißer Allonge- 
perücke, grünlichblauer Mozette, Pektorale. Anfang des XVIIl. Jhs. 

6. 88x70 cm; Halbfigur. Unbekannter Aristokrat, glattrasiert, mit halblanger weißer Perücke, in gold- 
gesticktem blauem 1-rack, mit der rechten Hand zeigende Gebärde machend. Um 1730. 

7. öl auf Leinwand; Halbfigur der Maria Anna Theresia Adelheid Freiin von GepOck auf Sulzemos 1735 
aot. 15 — laut Aufschrift. Bezeichnet: J. Winter fecit München. 

XVI 7 



Portrlts. 



50 



Sammlung Oraf Leopold Kuenburg 



8. öl auf Leinwand; Halbfigur einer Dame in ausgesciinittenem Hofi<leide. Auf der Rückseite Aufschrift: 
Kopiert 1740 und gemahlen Maria Anna Relilingen geb. Geböckfi Maller Weneiic (Benedikt Werkstätter). 




Fig. 69 Bärcnlialz von A. Enzinger, 
Sammlung Graf Leopold Kuenburg (S. 49) 



9. 90x69 cm; Halbfigur; Porträt eines Grafen Kuenburg. Junger glattrasierter Herr, mit weißer Zopf- 
perücke, in goldgesticktem rotem Frack, mit iiermelingefüttertem, blauem Mantel. Rechts das Wappen 
der Kuenburg. Mitte des XVI 11. Jhs. 

10. Pastell; 22 x 27 a«; Brustbild eines Herrn in 
blauem Rock und mit gepudertem Haar, ein Buch 
in der Hand haltend. An der Rückseite bezeichnet: 
Angelica Kaiilfmann fecil anno 17<i2. 

11. 88 X 68 cm; Halbfigur, junge Dame mit grauer 
Perücke, in ausgeschnittenem braunem Kostüm. Am 





l'iy. 70 Porträt eines Grafen Kuenburg von della Croce, 
Sammlung Graf Leopold Kuenburg (S. 51) 



Fig. 71 Miniaturporlrät von E. Peter. 
Sammlung Graf Leopold Kuenburg (S. 51) 



Smnmluni; (Iraf Leopold KuenbiirK 



51 



Mantel wciL'aT Pelzbesatz. Rikkwails alte Inschrift auf der Leniwaml: Madame La Comiesse Antoineie de 
Khiknbur^ Chanoiiwsse de Münskrpilsen. Darunter von amlerer Haml: La quelle est partie de Satzbimrg 
le 'J'J du ntoi de nuiv pmir fair sa premiere resideiice a Miiusterpilsen. A^ee 10 aunie. l7fU>. 

12. Öl auf Leinwand; Halbfigur der Gräfin Walburga Kuenburg. Bezeichnet: Xt.O. 1707. (Micliael Greit- 
ner?) Sehr schadhaft. 

13. öl auf Leinwand; 20x25 cm; zwei Pendants. Brustbild eines jungen Herrn in ri»teni Rock und «c- 
pudertein Haare und einer jungen Dame in ausgeschnittenen» hellblauem Kleide mit Spitzenbesatz. Deutsch, 
um 17H0. In gleichzeitigem braunem Hitlzralimeii mit geschnitztem f'lechtbande und f^osettui in den Ecken. 

14. 68 X 53 cm; Brustbild; glattrasierter Geistlicher mit Zopfperücke mit rotem Kragen. Rückwärts si- 
gniert: A. Zeller p. I7S0. 

15. 66 X 52cm; Brustbild; glattrasierter Geistlicher mit Perücke, in lihnlicher Tracht. Wohl ebenfalls von 
Zeller. Um 1786. 




Fig. 72 Altwiener Porzclianvasc, 
Sammlung Qraf Leopold Kuenburg (S. 52) 



öl auf Leinwand; Halbfigur eines jungen Herrn in schwarzem Rock mit Silberknöpfen. Bezeichnet: 
Della Croce 17 U2. 

17. 83x62 cm; Halbfigur; wohl ein Graf (Karl?) Kuenburg. Offizier mit weilier ZopfperOckc, in weißem 
Waffenrock mit roten Aufschlägen, mit Hut und Degen in den Hunden. Im Hintergrunde Landschaft. 
Rückwärts signiert: della Croce 17U2 (Fig. 70). Flg. 70, 

18. 60x50 cm; Brustbild; Karl Graf Kuenburg. Glattrasierter Herr mit grauer Zopfperflcke, in 
weiLWm Waffenrock mit roten Aufsciilägen. Ende des XVIII. Jhs. In flechtbandbesetztem Rahmen. 

19. Pendant dazu; Halbfigur; Dame mit weißer Perücke, roter Mütze, in dekolletiertem rotem Kleide, 
mit einem weißen Hündchen am Arm. 

20. 88 X 60cm; das Kind der beiden Obigen, in ganzer ligur, in rotem Kleid, mit einem Vogel auf der 
Hand. Ende des XVIII. jhs. 

21. 80 X 67 cm; Halbfigur; älterer glattrasierter Herr mit weißer Zopfperflcke in grünem Frack mit 
Büchse und Jagdhund. Ende des XVIII. Jhs. Wohl ein Graf Kuenburg von der Ende des XVIII. Jhs. 
ausgestorbenen Tamsweger Linie. 

22. Miniaturporträt auf Papier; 18 x 22 cm; junge Dame, Gräfin Klementine Künburg geb. Welsersheimb, 
in blauem ausgeschnittenem Kleide, sitzend, mit einem F-ächer in der Hand. Bezeichnet: Em. Peter 

(Fii;- 71). Flg. 71 

23. Lavierte Tuschzeichnung auf Papier, zirka 5m hoch, auf Leinwand aufgezogen; Stammbaum der graf- 
lichen Familie Kuenburg Arbor genealogica . . . Khuenburgianae familiae ... ^.x diversis autoribus usw. An 



52 



Sammlung Graf Leopold Kucnburg — v. Legay 



Porzellan. 
Fig. 72. 



beiden Seiten je eine Bordüre mit Bildnissen der Familie, herum Putten. Lanj^e Unterschrift: se- 

ditle colkcta et in haue formam redacta singulari studio . . . Dominici Francisci Calin de Marienberg . . . 
Anno red. nnindi MDCLXXXI. 

Porzellan. Kleine Deckelvase mit Steilhenkeln. Blauer Grund mit hellblauen und Goldranken; zwei 
rautenförmige Felder mit Triton und Genius in Grisaillemalerei, Wiener Blaumarke. 98. 3. (Fig. 72). 




Fig. 73 Hausaitärclien, Kölnisch, Sammlung v. Legay (S. 54) 



Sammlung Frau von Legay und Frau von Fächer 

Giselakai Nr. 45. 

Die Sammlung stammt größtenteils vom Urgroßvater der jetzigen Besitzerin, der die Objekte teils auf 
größeren Reisen, teils in Mainz erwarb. 

Gemälde. Gemälde: 1. Hausaltärchen, Triptychon, Mittelschrein, 34 < 55-5 cm, und zwei halb so breite Flügel; um 
die Mitteltafel und um die freien Seiten der Seitenflügel läuft zwischen zwei Leisten eine Rahmung, die ab- 
wechselnd quadratische Vertiefungen (zum Teil noch mit Reliquien) und eingeblendete Vierpässe enthält. 
Die Bildtafeln Tempera auf Holz; Mittelbild: Maria in blauem Kleide und rotem, weiß gefüttertem Mantel 
sitzt und hält mit beiden Händen das sich ihr anschmiegende Kind, um dessen Unterkörper ein grauviolettes 
Tuch geschlungen ist. Maria mit reicher, steinbesetzter Krone. Der Grund besteht in der unteren Hälfte 
aus einem bunten Teppichmuster, die obere hat Goldgrund mit gepunzten Wolken und adorierenden Engehi. 



Sammlung v 



53 




Fig. 74 Kreuzabnahme, Westfälisch, Sammlung v. Lcgay (S. 54) 



54 



Sammlung v. Legay 



Fig. 73. 



AiiBcnflfißcIn je ein stehender jugendlicher Heiliger mit Schwert und Buch, einer im Diakonengewand, 
dere in rotem Kleide und grünem, pelzverbrämten Mantel. Die Außenseiten der Flügel mit Rosetten- 



In den 

der andi 

nuister auf schwarzem Grunde (Fig. 73). Kölnisch, um 1400, verwandt mit dem fälschlich Meister Wilhelm 

genannten Bilde der Sammlung Hölscher (Auktion 1767 bei Lepke, Berlin, Nr. 38). 




Fig. 74. 
Fig. 75. 



Flg. 75 Rückseite der Kreuzabnahme Fig. 74, Sammlung v. Legay (S. 54) 

2. Tempera auf Holz, 29-5 X 62 cm; Kreuzabnahme: zwei bärtige Männer auf Leitern heben den 
Leichnam Christi vom Kreuze. Unten Maria zusammengesunken, von zwei Frauen und Johannes gestützt, 
und fünf Männer in reicher Tracht. Goldgrund (Fig. 74). Die Rückseite der Tafel ist durch ein rotes 
Querband geteilt, oben auf Rasenboden Christus in einer Dominikanerkutte, das Kreuz tragend, hinter ihm 
eine Dominikanerin, gleichfalls ein Kreuz auf der Schulter tragend. Goldgrund (Fig. 75). In der unteren 
Hälfte in Kursiv 16 vierzeilige Strophen eines Gebetes. Die erste lautet: 

Hebe uff diu crutze und gange nach mir 
Her gange vor ich rnlgen dir 
Ich niuss dich zebingen und lernen 
Du bist wilde ich muss dich zemen. 

Westfälisch, um 1420. Die merkwürdige Kreuztragung dei- Rückseite stammt aus dem Gedankenkreis der 
„Nachfolge Cli isti". 




TAFEL IV ABRAHAM VAN BEYEREN. STILLEBEN 
Sammlung v. Legay (S. 55) 




Sammlung v. Legay 



S5 



Fig. 76 Hl. Barbara, Sammlung v. Lcgay (S. 55) 



FiK. 7K. 



Tempera auf Holz, 25-5 395 cm; auf Goldgruiul Halbfigur der hl. Barbara in rotbraunem, gold- 
ticktcni Gewände und blauem Ärmelkleide, in den Hunden den Kelch haltend; Aber dem gelösten Haar 
rone und Glorie mit Umschrift: Sl. Barbra virgo ora pro no(bis). Kölnisch. Richtung des Meisters des 
Marienlebens (l-ij^. 76). Flg. 7a. 

I. Tempera auf Holz. 31 40 cm; Maria sitzend, ein Schleier Ober dem gelösten Haar und der Stirne, 
mit beiden H.'lnden hillt sie in ihrem SchoLk- das na-.kte Christkind, das die Rechte segnend erhebt. Links 
der kleine Johannes adorierend. Hintergrundslandschaft mit einer Burg auf F-elsen. Rechts oben Signatur 
Lucas Cranachs und das Datum 1514. Verwandt mit dem Bilde im Breslauer Dome (Flechsig. Tafelbilder 
Cranachs. XIII). 

5. öl auf Holz. 37 ^ 49 cm: die hl. Jungfrau steht bis 
zu den Knien sichtbar hinter einem Tische, auf dem über 
einem grauweiUen Tuch ein illuminiertes Gebetbuch liegt. 
Maria in blauem Unterkleide mit grauem Aufschlage und 
Seidentuche. weinrotem Mantel hJllt im linken Arm das 
Christkind, das sich von der Brust zum Beschauer wendet. 

Niederlilndisch, um 1525, Nachfolge des Meisters der weib- ^ 

liehen Halbfiguren (Fig. 77). ä^lW ^^HT^ ^'K- "• 

6. öl auf Holz, 30-5 395 cm; Brustbild einer jungen 
Frau in rotem, pelzverhr<imtem Kleide mit weiLk'in Hemd- 
einsatze, ein graues Schleiertuch über dem welligen, gold- 
blonden Haar. Sie hält den Kopf im Dreiviertelprofil, 
der Blick ist sinnend. Graublaue Tapete mit Granatapfel- 
muster. Niederländisch, um 1535; Richtung des ,, Meisters 
mit dem Papagei" (Fig. 78). 

7. öl auf Leinwand, 32-5 2A cm; Amorett mit brennen- 
der Fackel in der erhobenen Rechten, auf einem Hunde 
reitend in Landschaft. Monogrammiert J. Z. (Januarius 
Zick). 

8. Pendant dazu; Amorett. auf einem Hunde sitzend und 
einen Pfeil herausschießend. Bezeichnet Zick (\-'\g. 79). ^^^F'"^^^^^^^^^^^^^^^^^^ ^^i- ^^■ 

9. öl auf Leinwand, 66"5 86 cm; reichgekleideter römi- 
scher Krieger mit gefesselten Händen tritt vor einen 
blinden Greis, der einen Stab im Arme hält und mit der 
Linken nach der Fessel des Kriegers greift. Neben dem 
Greise steht ein Knabe; zwei weitere Krieger, einer mit 
Lanze, scheinen die Begleiter des Gefesselten zu sein. 
Rechts hinten mehrere Krieger, links ein von Kriegern 
umgebener, mit zwei Schimmeln bespannter Wagen. GroBe 
antikisierende Architektur, links Durchblick in Landschaft 
mit einem Turme. Vielleicht Belisar inul Narses. Charak- 
teristisches Bild von Januarius Zick (f-ig. 80). -o - „ „, . , Fig.sa 

10. und 11. öl auf Holz. 40 , ; 51 cm; Brustbilder des Frei- 
herrn von Marschall. Staatsministers und Hofmarschalls in Coblenz, und seiner Gattin geh. Kniep, 
beide in historisierenden, schwarzen Kostümen mit weil'en Spitzenkragen. -Als Werke von Januarius Zick 
Oberliefert. 

12. und 13. Öl auf Kupfer, 42 35-5 cm; zwei Peiuiants, Blumen- und Iruchtslilleben über grauer Stein- 
platte. Bezeichnet Johann Daniel Bager fecit 17SI (Fig. 81). Flg. 81. 

14. öl auf Holz; 17 X 12-5 cm; Schlachtenbild in Landschaft, dem Wouwerman zugeschrieben. 

15. öl auf Leinwand; 70 X 55 cm; zwei Pendants, Landschaften mit Staffage von Bauern und Badenden. 
Dem Van Bloemen zugeschrieben. 

16. öl auf Holz; 49 X 65 cm; Stilleben, Obst, Weinglas usw. auf grüner Decke. Dem Abrah.'m van Beyeren 
wohl richtig zugeschrieben (Taf. IV). TaJel IV. 

17. öl auf Holz; 36 x 25 cm; Landschaft mit einem reichverzierten Haus in der Mitte, vorn ein Boot auf 
einem Kanal, als Hintergrund eine Stadt in verblauender Ferne. Bezeichnet: P. Gysens f. Ende des XVI. Jhs. 

18. öl auf Holz; oval, 65 X 8cm; Brustbild der hl. Maria Magdalena. Dem Adriaen van der Wcrff zu- 
geschrieben. 

19. Öl auf Leinwand; 52 X 78cm; greiser Heiliger (Josef) mit dem Kinde im Schoß, österreichisches Barock- 

Ild. Drittes Viertel des XVIII. Jhs. Richtung des Troger. 
i 




56 



Sammlung v. Legay 



Skulpturen. Skulpturen: 1. Elfenbein; 18cm hoch; Madonna, das bekleidete Kind auf dem Arm haltend, stehend. 
Fig. 82. Rückseite flach gearbeitet. Rheinisch. Anfang des XIV. Jhs. (Fig. 82). 

2. Elfenbein; zirka 14cm hoch; Kriizifixus, sehr stark bewegt und gekrümmt, ziemlich langer Schurz, drei 
Niigel. Rheinisch. Erste Hälfte des XIV. Jhs. (?) 

3. triptychon; 34 cm hoch; Mittelschrein und zwei Seitenflügel in einen Spitzgiebel endend, schwarzes Holz 
mit Elfenbeineinlagen. In der Mitte Kreuzigung Christi zwischen Maria und Johannes, zu Füßen des Kreuzes 




Fig. 77 Hl. Jungfrau mit dem Kinde, Sannnlung v. Lcgay (S. öö) 



Magdalena. In den Flügeln innen Paulus und Petrus in ganzer Figur stehend. Um diese Darstellungen Um- 
rahmung aus einem bunten Flechtbandmuster mit Email und Perlmutter. An der Außenseite stark schad- 
hafte Temperamalerei: Verkündigung. XIV. Jh. (?) 

4. Lindenholz, naturfarben; 47cm hoch; Vermählung Maria, die von einem Gewandengel begleitet ist; links 
Flg. 83. und rechts je zwei Männer und Frauen als Teilnehmer. Niederrheinisch. Zweite Hälfte des XV. Jhs. (Fig. 83). 

5. Kruzifixus aus Elfenbein, an schwarzem Holzkreuz auf geschwungenem Postament. XVII. Jh. 

6. Pokal, aus Elfenbein geschnitzt; 16cm hoch; Aktäon überrascht die Diana mit den Nymphen. Ver- 
goldete Silbermontierung am Fuß und ebensolcher Deckel mit gedrehtem Knauf; Henkel aus Drachen 

C F 

gebildet. Beschauzeichen: L über einem Pferd. Meistermarke S in Dreipaß. Erste Hälfte des XVII. Jhs. 



Saininitini: 



87 




Fig. 78 Weibliches Brustbild, Sammlung v. Legay (S. 55) 




Fig. 79 All"'"" "I' Hiiml vi.n . Sammlung v. L«fa) i- 



XVI 



58 



Sammlung v. Legay 



Fig. 84. 

Fig. 85. 
Porzcllun. 



Fig. 86. 



Tafel V. 



Fig. 87. 




7. Cruciiixus aus Elfenbein; 31 cm hoch; mit wehen- 
dem Schurz an scliwarzem Holzkreuz, mit durch- 
brochenem verzierten Sockel. Zweite Hälfte des 
XVII. Jhs. 

8. Relief aus Lindenholz; 11 X 15cm; Madonna mit 
dem Kinde sitzend, daneben hl. Anna, dem Kincie eine 
Birne reichend, oben zwei fliegende Putten mit einem 
Kranz. Mitte des XVII. Jhs. Gleichzeitiger schwarz- 
gerippter Rahmen mit Goldleiste. 

9. Pokal, aus Elfenbein geschnitzt, Putten mit Trau- 
ben spielend. XVII. Jh. Niederländisch. Goldbronze- 
montierung mit Falmettenfries und Schlangenhenkeln. 
Anfang des XIX. Jhs. 

10. Elfenbein; 30 cm hoch; hl. Sebastian an einen 
Korallenbauni befestigt. Anfang des XVIII. Jhs. 
(Fig. 84). 

11. Holz, entpolychromiert; zirka 25cm hoch; Gott- 
Vater von einer Schar von trauernden Engeln um- 
geben. Wohl von einer Pietä herrührend. Salzburgi.sch. 
Zweites Viertel des XVIII. Jhs. (Fig. 85). 

Porzellan. 

Aus der großen und reichen Porzellansammlung, die 
Figuren und Service der Fabriken Meißen, Höchst, 
Frankenthal und Ludwigsburg enthält, sind einzelne 
Stücke hervorzuheben. 

1. Höhe 16 cm. Schäferin und Schäfer mit Blumen- 
girlanden, nebeneinander sitzend, vorne zwei Lämm- 
chen, reclits ein Pfeiler. Blaumarke Meißen, um 1740 
(Fig. 86). 

2. Höhe 24'5 cm. Über weißem, mit Blümchen be- 
streutem Sockel Kaiserin Elisabeth von Rußland in 
Herrentracht (weißer Rock mit violettem Revers 
und Dreispitz), auf einem Schimmel reitend, neben 

dem ein Mohr läuft. Blaumarke Meißen. Um 1742 von Kaendler modelliert. Weitere Exemplare bei Beding, 
Festschrift zur 2(X)jährigen Jubelfeier von Meißen, 1910, Taf. XII, bei Brüning, Eur. Porzellan, Taf. XVIII, 
und in Les arts, 1908, Nr. 84 (Taf. V, oben). 

3. Höhe 195 cm. Über blumenbestreutem Sockel steht ein Schäfer, die Hirtenflöte blasend, in grünem 
Rocke mit Pelzverbrämung und hellgelber 

Weste vor einem Baume, neben ihm ein Hund 
sowie mehrere Ziegen und Schafe. Blaumarke 
Meißen, um 1740 (Fig. 87). 

4. 13 cm hoch. Gärtnerin in geblümtem Kleide 
und Strohhut, mit einem Rechen stehend; 
neben ihr liegt ein Gärtnerbursche mit Sense 
und Rotweinglas. An der Vorderseite des 
Sockels Kartusche mit fi'J. Marke Ludwigs- 
burg. 

5. 15 cm hoch. Junge Dame in geblümtem 
Kleide und gelbem Pelzmantel, beide Hände 
Im Muffe. Geschweifter Sockel. Blaumarke 
Frankenthal und Blindmarke AB (Adam Berg- 
dold. Direktor 1762—1770); Modell von Fr. 
Lflck. Weitere Exemplare bei Fr. Hofmann, 
Frankenthaler Porzellan, Taf. LXV, Nr. 279, 
und Brüning, Europäischer Porzellan, Nr. 888. 

6. 18 cm hoch. Über Rocaillesockel, der an 
der Oberseite als naturalistischer Grasboden 
gestaltet ist, steht ein gedeckter Tisch; daran 
sitzt in einem Lehnstuhle eine junge Dame, 
die sich einem neben ihr stehenden jungen 
Mädchen zuneigt, ihr gegenüber ein Knabe, 



Fig. 80 Antilie Szene (Belisar und Narses) von Jan. Zick, 
Sammlung v. Lcgay (S. 55) 




Fig. 81 Stilleben von J. D. Bagcr, Sammlung v. Lcgay (S. 55) 





TAFEL V PORZELLANORUPPEN. Oben KAISERIN ELISABETH ZU PFERD. 

MEISSEN; Unten FROHSTOCKSTISCH. FRANKENTHAL 

Sammlung v. Legay (S. 38 und 39) 



I 



Sammlung v. Lcgiy 



S9 



an der vierten Tiscliseite eine MaccI die eine «ü<hn«<»i k.^»»* oi _ i 

(wie Hofn,ann41. unhel<annt) und B ndmTrkr P i/ i u^T i B'fV•"a'»"^^'^a"^t^ln*l. üoldmaikc /v 

den, zwei sehr 'iluilicl.e i^ück gS tat L kin.-^^^^^ V""!^** 'Tj^'^- '"" 

' ^ "" I <iri'iin;i«iruHii una atcilhcnkdn uocf 





Fig. 82 Madonnenstatuette aus Elfen- 
bein, Sammlung v. Legay (S.56) 



Fig. 83 VermAtilung Maririis, 
Sammlung v. Lcgiy (S. SQ 



Bocksmasken. Blaumarke Frankentiial und 7/. Modell wahrschcinlicl' ^•"" K.»nrad LIni. V«« dCMn mytbo* 

lo^MSciie Gruppe bei Hofmann. Taf. 73 (F-ig. 88). 

f^. 17 cm hoch. Frau in blau gestreiftem Flocke, pebiflmtcm Leibchen uiiii xliurzc una wctuctn KnpfliKhr 

iniRt auf dem Kopfe einen Korb, aus dem drei Ganse die Köpfe .strecken. Blaumarkc i'rankcnlhal. 

violett ß. 

5t. 18 5 tv;; hoch. FHerr in pelzvcrbramtem. grilnenj Mantel, pelzgefottcrtcr MOtxc und itdbcn Slidrln 

(Winter), an der Brust ein groLk'S Medaillon mit .Monatszeichen des StcintxKks: In der Rechten hAlt er ein 

Kohlenbecken, in das er blast. Blaumarke l'rankenthal. 



r^Hi 



60 



Sammlung v. Legay 



Fig. 89. 



10. 22 cm hoch. Auf Rocaillesockel steht auf einem Tischchen ein Guckkasten, daneben ein bunt gekleideter 
Mann, die Kurbel drehend; vorne ein Mädchen, das in den Kasten schaut, neben ihr ein herankommender 
Knabe, Biaumarke Frankcnthal und 70. Ein anders bemaltes Exemplar aus dem Kunstgewerbemuseum 
Leipzig bei Hofmann, Taf. 66, Nr. 283 (Fig. 89). 




Fig. 84 Hl. Sebastian, Elfenbein, Sammlung v. Lcgay (S. 58) 



Rg.90- 



11. 2V5 cm hoch. Das eiserne Zeitalter. Über braunem Sockel Trophäen aus Morgensternen, Armbrusten, 
Streitkolben, Rüstungen usw.; dabei sitzt ein Putto mit Helm und geblümtem Mantel, der einem anderen, 
mit Helm und Hermelinmantel in stolzer Pose stehenden Putto das Schwert aus der Scheide ziehen hilft. 
Blaumarke Fraiikcntlial und 73; blind Z (Hofmann 39, unbekannt). Modell von Konrad Link. Siehe Hof- 
mann, Taf. 75, Nr. 314 (Fig. 90). 



Saniniliin)> v. Lcgay 



61 



12. 29 a« hoch. Diirclibroclicncr Rocaillesockel, auf dem über Postament eine Bacchiisherme steht; auf 
einer Rasenhank sitzt eine jüijerin in blauRrauem. geblümtem Kleide mit einer Flinte; an der anderen Seite 




Fig. 85 Gott-VattT in Engelsglorie, Sammlung v. Legay (S. 58) 

iin Herr in seladongrünem Rocke mit Dreispitz und Jagdstiefeln, ins Jagdhorn stoßend. Blaumarke Franken- 
thal. Modell von Joh. Fr. Lück. Vgl. Hofmann, Taf. 48 und 49. 



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Fig. 86 Kokukoszvnc, MciBncr Purzellan, Sammlung v. Legay (S. SSt 

13. 16 cm hoch. Zwei zusammengehörige Stücke. Violett gekleideter Bettler, einen Schlauch ober der 
Sclniltcr und in der Rechten einen Fruchtkorh tragend. Blaumarke Ludwigsburg, Goldmarke S ß (ligiert, 
wie Balct, Lndwigsburger Porzellan, S. V, 32). blind U M Vi, ÖJ. 





Mg. 87 Schüfcrgriippt, A\iil.lin.:f Poizeilaii, 
Sammlung v. Lcgay (S. 58) 



Fig. 88 üenius mit Urne, Frantienilialer Porzellaii, 
Sammlung v. Legay (S. 59) 



lig. b'J GucUKasten, 
KrankcnUialcr Porzellan, 
S.immlung v. Lcgaj iS. 60) ^ 






Fig. 90 .Das eiserne Zeitalter", Frani<enthaler Porzellan, 
Sammlung v. Legay (S. 60) 



l-ig. 92 Husar, MciüiKi(?) Porzellan, 
Sammlung v. Legay (S. 65) 



I 




Flg. 91 Frau mit Wickelkind. 

HiVhsler Porzellan, 

Sammlung v. Legay (S. 64 



64 



Sammlung v. Legay 



Pendant dazu. Frau in hcllviolettem Kleide, ein Kind mit der linken Hand führend; auf dem Rücken ist 
ihr ein zweites Kind aufgebunden, das sich über ihre Schulter beuj,'t und aus ihrer Brust trinkt. Marken 
wie oben, nur blind U. M. 32. 

14. Zwei Pendants, Tänzer und Tänzerin in Rokokotracht, neben einem Baunistrunk, beide in Tanzstellung, 
mit ausgestreckten Händen. Blaumarke Ludwigsburg, blind J E o n, rot HE (ligiert). Art des Franz Ant. 
Pustelli. Siehe Balet, S. 133/134. 




h'ig. 93 SilbtTkanne, Sammlung v. Legay (S. 65) 



15. 19 cm hoch. Über f^asensockel und Holzbrettern steht ein grüner Sitz, darauf eine junge Frau, die 
einem Wickelkinde mit einem Löffel Brei reicht; daneben ein Schemel mit einem Reindel, auf der anderen 
Seite eine Katze. Blaumarke Höchst, blind W 9fl J M (ligiert). Modell von J. P. Melchior, um 1780. 

Fig. 91- Ein zweites Exemplar abgebildet bei Brüning, Europäischer Porzellan, Nr. 843 (Fig. 91). 

16. 17 cm hoch. Auf einer Rasenbank sitzt eine junge Frau mit antikisierender Haartracht und Gewandung 
und hält in der Rechten das Medaillon eines Jünglings, das sie betrachtet. Blaumarke Höchst, blind Nr. 208. 
VS (ligiert) p. 

17. 195 cm hoch. Kerzenträger; sitzende junge Dame in goldgeblümtem Rocke und violettem Leibchen; 
Blumen über dem Sockel und an den ornamentierten Düllcn. Blaumarke Meißen. 

18. 21 cm hoch. Bacchus, stehend, mit Weinlaub gegürtet und bekränzt, eine Traube zum Munde führend; 
in der Rechten hält er einen Becher. Hinter ihm Baumstrunk. Blaumarke Meißen; N über L; am Sockel 
blind Nr. 780. 

19. 23 cm hoch. Über breitem Rocaillesockel auf einem Grauschimmel ein Reiter in violetter Hose und 
gelben Stiefeln, grüngelbem, verschnürtem Rocke mit weißrotem Gürtel und hoher Mütze, mit Säbel und 



Sammlung v. Legay — Dr. Mark 65 

umgehängtem Gewehre ausgerüstet. Blaumarke F. Vielleicht Meißen? Ein ähnlicher Paukenschläger von 

Kandier bei Berling, Das Meißner Porzellan, 1900, Fig. 91 (Fig. 92). Flg. 92. 

I'erner zahlreiche figurale Stücke aus buntem und weißem F^rzellan sowie Service aus den genannten 
i'abriken und Wien; besonders ein reiches Service mit violettem Streumuster und plastischen Früchten, 
l-rankcnthal, Geschenk des Erzbischofs Clemens August von Trier an den Freiherrn von Marschall. Weiters 
[Böttcher Porzellan und chinesische Schalen mit christlichem Dekor; deutsches Steinzeug (Apostelkrug von 
1669), Glas usw. 

Uhren: 1. Turmuhr, Kupfer, vergoldet; das Gehäuse mit Säulchen auf hohen Postamenten besetzt, mit Wr- 

!,'ctriebenen und gravierten Blatt- und Blütenranken geschmückt. Auf dem kuppeiförmigen Deckel Putto. »chicdem- 
Um 1560. 

2. Standuhr, grüner Lack mit schweren Goldbronzebeschlägen, als Hauptmotiv ein Pfau auf einem Felsen, 
sonst sehr langgezogene Rocaille. Bezeichnet: Baillon ä Paris. Um 1760. 

Kanne aus Silber; 21 cm hoch; Henkel und Ausguß astförmig gebildet; der übrige Körper der 
KaiHie in kleine Felder geteilt, die japonisierende Pflanzeiiinotive enthalten. Knauf in Form einer durch- 
brochenen Blüte. Anfang des XVIII. Jlis. Meistermarke unkenntlich (Fig. 93). Den .Arbeiten von f'rederick Flg. 93. 
Kendler in London verwandt; vgl. dessen Kannen in den Kunstgewerbemuseen in Köln und Berlin; 
beide von 1739. 

Großes Becken aus Silber, dessen Wand. Füße und Henkel mit reicher Rocaille bedeckt sind. Beschau- 
zeichen Augsburg, Jahresbuchstabe Af, Meistermarke S D. 1757. (Vielleicht R^ 542, Salomon Dreyer 
1762.) 

Eßbesteck, Silber, vergoldet; mit Muschel und graviertem Rankenwerk verziert. Augsburger Beschau- 
zeichen, Meistermarke: P. G. Mitte des XVIIi. Jhs. 

T e e s e r V i c e, Meißener Schalen und vergoldete Silbermontierung mit Rocailleschmuck. Augsburger Be- 
schauzeichen, Jahresbuchstabe F, Meisterniarke: G. E. De. Um 1745. 

Zwei E m p i r e k a ii n e n; die Knäufe als ägyptisierende Köpfe, die Knäufe als Vogelköpfe gebildet. Beschau- 
zeichen Mainz (?), Meistermarke: SCHOTT. Anfang des XIX. Jhs. 

Heftnadel, Silber, vergoldet; der Kopf aus reich verschlungenem I^ankenwerk gebildet, in dessen 
Blüten Perlen eingesetzt sind. Zweite Hälfte des XV. Jhs. 

Kassette aus Messing, rechteckig; 17 tv« lang, 125 cv» breit, 12 cm hoch; der untere Rand ausgezackt, 
oben Abschlußgebälk. In den Wänden auf aufgerauhtem Grund gravierte Blattranke, oben in großen 
gotischen Buchstaben Maria Muter und Maffia Ceynt. An dem an der Vorderseite angebrachten Schloß 
eine einen Narren darstellende Gravierung. .Auf dem Deckel gravierte Darstellung eines Schlosses, neben 
dem ein Baum stellt. I^heiiiiscii. XV. |li. 

Wandkästchen aus braunem Holz mit eingelegten Bandctrnamenten und Elftnbeinintarsia; Blätter und 
Blüten. Gittermuster und Baldachin mit reichem Wappenschild der Kesselstadt zwischen zwei Schnuick- 
vasen. Um 1725. 

T i s c li p I a t t e, in schwarzem Marmor, darin in flachem Relief Wappen der Freiherren von Fuchs (?) und 
Umschrift: Ist gemaclü im ano IJS-J, ist renovirt anno /fiUfi, rcnofadum anno I7<i4. 

I'erner zahlreiche Servicegegenstände aus Silber, vielfach aus Koblenz, aus der ersten Hälfte des XIX. Jhs. 



Sammlung Dr. Hans Mark 

Sigmundsplatz Nr. 1. 

Kleine Sammlung teils ererbter, teils erworbener Einrichtungsstücke aus Salzburg und aus dem Lcchtal in 
iTirol stammend. 

In einer Serie von Ansichten von Dresden und Umgebung (kolorierte Kupferstiche) ein Aquarell auf Papier, 
[Ansicht des Amselfalles. Bezeichnet: Adrian Richter. Frühe Arbeit. 

XVI 9 



66 Sammlung Dr. Martin 

Sammlung Dr. Franz Martin 

Nonnberg-Gassc Nr. 3. 
Gemälde. G e m ä I clc : 

1 und 2. (92 : 52 cm): öl auf Leinwand. Hl. Vital und Virgil, letzterer mit Modell des Domes mit nicht 

ausgebauten Türmen und Kuppeilaterne. Schwache Arbeit. Wahrscheinlich um 1628. 

3—16. Porträts der Erzbischöfe von Salzburg, von Max Gandolf bis Hieronymus (1668—1803), alle öl auf 

Leinwand, darunter: 
Fig. 94. Franz Anton Fürst Harrach, oval (95 : 72 cm) (Fig. 94). 

Jakob Ernst Graf Liechtenstein (115 : 90 cm), von Peter Paul Perwanger. 




Fig. 94 Porträt des Erzbischofs Franz Anton Grafen von Harrach, 
Sammlung Dr. Martin (S. 66) 



Flg. 95. 



Hieronvmus Graf Colloredo (64 : 51 cm), von Gandolf Ernst Steinhauser von Treuberg. Vgl. Kunsttopo- 
graphie, Bd. XII, S. 127, Nr. 5. 

17. (15 : 57cm) : Erzherzog Ferdinand (von Toskana), Kurfürst von Salzburg. Signiert : Joli. Baptist Löxhaller Pinxit. 

18. (83 : 62 cm): Siegmund Christoph Graf Zeil, Fürstbischof von Chiemsee. Signiert: Xavier Hornöck 1804. 

19. (53 : 40): Vinzenz Graf Schrattenbach, Bischof von Lavant im Domiicrrnmozett. Um 1780. 

20. (126: 100 cm): Leopold Anton Graf Podstatzky, Domherr von Salzburg und Olmütz. Um 1750. 

21. (46:31 cm): Abschied der Apostel Petrus und Paulus vor dem Martertode. Skizze. Signiert: P.Paul 
Troger inv. (Fig. 95). Eine Variante dieser Skizze kam aus der Sammlung Dr. Fröhlichs in den Besitz der 
österreichischen Staatsgalerie. 

22. (70 : 5Ü cm) : Taufe Christi. Aus dem Sextenertale stammend. Wahrscheinlich von Troger. 

23. (77 : 60 cm): Verspottung Christi. Rückwärts: Johan Michal Rottmayr 1693. 



Sammlung Dr. Martin 



67 



24. (91 :69 cm): Ruhe auf der Flucht nach Ägypten. Links unten gräflich Wolkensteinsches Wappen, 

darunter: F. F. G. Z. W. 1007 (Fricdr. l-ranz Graf zu Wolkenstcin. Domherr von Augsburg, f 1721). Aus 

der Schule des Simone Cantarini da Pesaro oder des Francesco Albani. 

[25. (53:34a/0: Hl. 'ihonias von Villanova. Skizze zu dem Kri-denzbilde in Mfliln (Kunsttopographie. 
[Bd. IX, S. 210). Von Peter Anton Lcrenzoni, 1751. 

26. (20:27 cm): Tierstück. Hund. V«,n Anton En/inger. 
,27. (51 : 71 cm): Srhl-iftMi<!o Hirtin. Riickvviirls: Jus. Schöpf Tyrol. pinxit fSfr,. 




iMg. 90 Skizze zu einer Aposlcltrciiming von Paul Trogcr, 
Sammlung ür. Martin (S. 66) 



|28. öl auf Holz; 12 X 14cm; Darstellung eines Grabmales mit Aufschrift: Frau Anna Poschinger; davor eine 
trauernde Frauengestalt. Gemalt von joh. Mich. Sattler. Zugehörig ein ausführlicher, auf die Entstehung 
des Bildes bezüglicher Brief ohne Datum. Um 1820. 

29. (47 :36 cm): Feuerofen in Sinnhub. Signiert: Seb. Stief 1840. Wiederholung eines Bildes im Museum 
(Zimmer der wissenschaftlichen Apparate). 

30. (44 : 30 cm): Der Wasserfall in Lend. Signiert: 5c*. Stiel 1S49. 

Silhouetten : 

Unterglasmalerei auf Goldgrund: Augustin Gruber. Erzbischof von Salzburg (1823—1835); Friedrich Forst 

Scliwarzeiiberg. Erzbischof von Salzburg (1835—1850). 

(Skulpturen : 

Gipsmedaillon (Durchmesser 15 cm): Erzbischof Andreas Jakob Graf Dietrichstein, koloriert, mit MOnz- 
jumschrift. Signiert: J. .4. Pjaffinger. Brustbild (Fig. 96). 

9» 



Silhouettea 

Skulpturen 
Fig. 96. 



68 



Sammlung Dr. Martin — Mayburger — Mittermayer 



Varia. Varia: 

Reliquienkastell : Holz, versilbert, mit Rocailleverzierung, innen Reliquien mit der Legende: Reliquiae S. Ru- 
dolplii arcliiepiscopi Salisbtirg. e Suevorum familia de Hoheneckh, vixit anno 1290. (Nicht kanonisiert!) Um 
1760. 

Zwei Rötelskizzen: Der Iil. Bartholomäus (26 : \b cm) und „Der Abscheu" (25 : 19 cm). Von einem Lcder- 
wasch. Um 17(X). 



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Fig. 96 Reliefporträt des Erzbiscliofs Andreas Jaliob von J. A. Pfäffinger, 
Sammlung Dr. Martin (S. 67) 



Sammlung Fräulein Zita Mayburger 

ErhartgäBchen Nr. 2. 

Gtmälde. Gemälde: 1. öl auf Leinwand; 5 Bilder in Breitformat, die Geschichte der keuschen Susanna und die 
Verurteilung ihrer Verleumder darstellend. Deutsch. Erste Hälfte des XVllI. Jhs. 

2. Ol auf Leinwand; 17x22cw, oval; Brustbild eines etwa fünfzehnjährigen Knaben in schwarzgrfinem 
Rock mit gelbem Aufsclilag und weißer Halsbinde. Einem La Hire (Jean L. C. Lair 1781—1828?) zuge- 

lig. 97. schrieben (Fig. 97). Französisches Bild vom Ende des XVlIl. Jhs. 

Ferner eine Anzahl von eingelegten Möbeln von der Mitte des XVIII. bis zum Anfang des XIX. Jhs. 
Vgl. auch die Objekte in der Hauskapelle, Kunsttopographie XIII, S. 250. 



Ocm3idc. Gemüldc: 

1. öl auf Leinwand, 23x31 cm; Halbfigur des P 
mit breit krämpigem Hute. Anfang des XIX, Jhs. 



Sammlung Frau Mittermayer 

Getreidegasse 27. 

oacliim Hofer (Bruder Andreas Hofers) in Vollbart, 



Sammlung Mitlermayer — Cadlie M. 



69 



'. öl auf Leinwand, 70'5 91 cm; Halhfifiur einer jungen Frau mit einem turbanartigen Kopftuche, 
Jie in der Linken eine Laute ii.'iit inul die Flechte auf ein Notenblatt legt; woiil eine Sybille oder 
Muse darstellend. Bolognesiscli, 2. Hillfte des XVII. jlis.. von Doniinichino, noch mehr von G. Reni 
abhängig. 

3. und 4. Kohle und Kreide (38 50 cm), Studienköpfe eines bartlosen Mannes und einer Bäuerin in 
Kojiftuch. Bezeichnet Hiiheit Sattler IS.IO. 




Fig. 97 BriKstbild eines Knaben, Sammlung Mayburger (S. 68) 



Sammlung Frau Cäcilie M. 

üetreidegasse Nr. II. 

ausfraucn besteck aus Silber, zum Teil vergoldet; das Gehäuse ganz mit getriebenen groLn-n 
Blumen und [Ranken bedeckt. .Augsburger Beschauzeichen, Meistermarke H. Mitte des XVII. Jhs. (Fig. 98). 

..Koch" (Gemüseschüsselchen), 
Silber, vergoldet; runde flache 
i'orm mit drei KugelfüLk-n und 
Deckel mit zwei flachen Griffen. 
Wflrxenzeichen, Augsburger Be- 
^cliau, Meistermarke ähnlich 
wie R« 506. 

Gewürz Ständer; Silber, ver- 
goldet; Rundscheibe mit drei 
vertieften Behältern, die übrige 
I lache mit gravierten Moresken 
l^erziert. In der Mitte steht eine I ig. iW Haustraucnbcsteck, Sammlung Ocilie M. (S. 69i 



Ver- 
schiedenes. 
Kig. 98. 




70 



SHtnmlung Cacilie M. — Orthofer 



Gemälde. 



Fig. 99. 



Flg. 100. 



Aquarelle 
iiif Papier. 




geflügelte Frau und liült in der Rechten ein Löffelchen, 
in der Linken ein Schild ni't graviertern Wappen (Stein- 
bock mit herzförmigen Blättern in den Vorderpranken). 
Dre' aus Cherubsköpfen gebildete Füße. Beschauzeichen 
undeullich (vielleicht Straubing). Meistermarke wie R- 3586. 
Ende des XVI. Jhs. 

Becher, rund, nach unten leicht verjüngt; Silber, der 
obere Rand vergoldet. Gravierte Ranken und Riemen- 
(-rnamcnt. Salzburger Beschauzeichen; unkenntliche Mei- 
stermaike. Anfang des XVIII. Jhs. 
Salzfaß, Silbeikorb auf vier senkrechten Ständern, 
die durch hängende Fcstons mit Maschen miteinander ver- 
bunden sind. Wiener Beschauzeichen; Meistei marke G. V. 
in ovalem Feld. An der Rückseite die Initialen: T. G. V. W. 
Anfang des XIX. Jhs. 



Sammlung Orthofer 

Imb.TgstraÜJ i"«)r. 16. 

In neuerer Zeit aus dem Handel erwoibene Gegenstände. 

Gemälde: öl auf Leinwand: 

1. 47 X 63 cm; Brustbild der Fi au Elisabeth Staniek in 
schwarzem Kleid und Goldhaube. Beze'chnet: J. N. de'.a 
Croce JS07. 

2. 160 X 103 cm; Familienpoitiät, Herr Staniek mit seiner 
Gattin, einem Knaben unJ einem Mädchen auf einer 
Terrasse; im Hintergamd eine Bleiche und eine Fäiberei. 
Bezeichnet: J. N. dela Croce <iemaleii ISOI. 

3. Oval, mit gemaltem, rechteckigem Rahmen. Kniestück 
einer sitzenden Frau, die ein mit einem Hemde bekleidetes 

Kind im Schöße hält. Wohl eher Bildnis als Madoinendarstellung. Rechts unten bezeichnet: Julian Nep. 
dela Croce invenit et pinxit IS17 (Fig. 99). 

4. 72 X 60 cm; Magdalena im Hause des Simon, dem Heiland die Füße salbend. Dem Johann M. Schmidt 
zugeschrieben; österreichisch. Zweite Hälfte des XVIll. Jhs. 

5. Alter Mann, die beiden Hände auf einen Stock gestützt, zwei Kinder in einem Rückenkorb tragend; 
ein weiteres Kind geht daneben her und 
ißt ein Brot. XVII. Jh.; italijnis:h, von 
eni;m Nachahmer des Caravaggio. 

6. 52 X 39 cm; Ausschnitt aus einer Brot- 
vermehrung. Aus einer abweichenden Skizze 
zjm großen Bilde Mart. Altomontes im 
Refektorium in Heiligenkreuz (Fig. 100). 

7. Öl auf Holz; 26 X 36 cm; zwei Knaben 
in braunen Röcken mit weißen Kragen, 
Seifenblasen machend. Bezeichnet: /?. 1836. 
Nachahmung eines niederländischen Vor- 
bildes. 

S. 72x57 cm; Bauerntanz, mit Musi- 
kanten und sich übergebenden Bauern. 
Dem Jan Lys zugeschrieben. 

Aquarelle auf Papier: 

1. 24 X 19 cm; Ansicht des Kajetanertores 
in Salzburg mit der Festung. Bezeichnet: 

H'iiimoiiii 1S55. 

2. 49 X 19 cm; Blick von Mülln auf Salz- 
bure, iiezcichnet: J. 13. MenU Fecit. 8. Fig. 100 Brotvermehrung, AusscImiU aus einer Sitii^e von M. Altomontc, 
März. UJl. Sammlung Orthofer (S. 70) 



Fig. 99 Madonnenbild (Porträt) von J. N. de^a Croce, 
Sammlung Orthofer (S. 70) 




Sammlung Ortliofcr 



3. 38'5 X 27'5 rw: Aiisiclit von rnmiiulcii. Bezeichnet: 
L. Ridler IS'iO. 

4. 39x49 47?;; zwei jim}i;e lYaueii hei einer Karteii- 
I schlägerin, seitlich eine Magd und ein Soldat, der die 
I Türe von auLk'ii öffnet. Der Tradition nach F-rau Lenor- 

mant und Josephine Beauharnais. Um 1795 (Fig. 101). 
Aus der Sammlung Lanna stammend. 

S k u I p t u r e n, aus Holz, polychroniiert: 

1. Etwas unterlebensgroß. Hl. Anna selbdritt, sitzend, die 
iden Kinder auf dem Arm tragend. Salzburgisch. An- 
uing des XVI. Jhs. 
1. Zirka bO cm hoch; Christus als Schmerzensmann. 

t VIII. Jh. 
Hl. Vitus im Kessel. Tirolisch. XVII. Jh. 
I. Zirka 1 m hoch. Maria stehend, mit Krone au' 
dem offenen Haar, die beiden Hände auf die Brust 
1,'elegt; im Unterleib rechteckige Öffnung, darimien 
1 igürchen des segnenden Christkindes (s')g. Advmt- 
maiia). Anfang des XVIII. Jhs. (Fig. 102). Aus dem 
Lungau stannnend. 

5. Zirka 45 cm hoch. Hl. Anna selbdritt, sitzend, die 
beiden Kinder auf den Knien haltend, .Maria 'n einem 
Buche blätternd. Salzburgiscli. Anfang des XVI. Jhs. 

sichter übermalt (l-'ig. 103). 



71 





Fig. 101 Joscpliine Beauharnais bei Frau Lcnormant, 
Sammlung Ortliorcr (S. 71) 

Alte, zum Teil abgeblätterte Bemalung, die Ge- 



Fig. 102 Adventmaria, 
Sammiung Ortliofer (S. 71) 



6. Zirka 60 a/i hoch; zum Teil vergoldet. Madonna mit dem Kinde, thronend, 
von großen und kleinen Engeln umgeben; Strahlenglorie. Zweite Hälfte des 
XVIll.Jhs. 

7. Zirka 10 cm hoch. Rosenkranzmadonna. Um die stehende Maria mit dem 
Kinde ein Kranz von 14 Rundmedaillons mit Darstellungen aus der Passion. 
XVIII. Jh. 

8. Zirka 70 cm hoch. Maria mit dem nackten Kinde, aufrecht stehend. 
Etwas beschädigt, mit modernen Kronen. Um 1430. 

9. Zirka 80 cm hoch. Hl. Stefanus, stehend, als Applique gearbeitet. Anfang 
des XVI. Jhs. (Fig. 104). 

10. Zirka 80 a« hoch. Maria mit dem Kinde, stehend; von einem Rosenkranz 
umgeben, Medaillons nu't den Werkzeugen der Passion; als Bekrönung Halb- 
tigur Gott-Vaters. XVII. Jh. 

11. 91 cm hoch. HI. Anna selbdritt, sitzend, die beiden Kinder auf den 
Knien haltend. Salzburger Arbeit vom Anfange des X\'I. JIk : ;ms dem 
Wiestal stammend. 

12. 100 c7// hoch. Maria mit dem Kinde über der Mondsichel stehend. Stark 
gotisierende Arbeit aus der Spätzeit des XVI. Jhs. Aus Hallein stammend. 

13. 110 cm hoch. Maria, stehend, mit dem Kinde auf dem linken Amie. 
in der rechten Hand einen Apfel haltend; auf dem Kopfe eine durch- 
brochene Krone. Bayrische Arbeit aus der zweiten Hälfte des XV. Jhs.; 
der Art des Meisters von Rabenden nahestehend. Aus Traunstein stammend 
(Fig. 105). 

14. Zirka 69 cm hoch. Gott-Vater, thronend, beide Arme empttrhebend. Erste 
Hälfte des XVIII. Jhs. Aus der Krimml stammend. 

15. Nackter Putto. sitzend. Zweites Viertel des XVIII. Jhs. Aus Adnet 
stammend. 

Kleines H a u s a I t ä r c h e n; hl. Jungir.ui in einer von Säulen eingetauten 
Rundbogennische. An den Innenseiten der Tür Kirche mit den hl. Kassian, 
Virgil, Augustin, Nikolaus. Mitte des XVII. Jhs. 

Salz- und P f e f f e r g e f ä ß aus bunter Fayence. Iran mit doppelter Front, 
jederseits ein Gefäß in Händen haltend. Bezeichnet: 17'J'J. Gtnunden. 
Ferner eine Anzahl von Möbeln, Uhren, Porzellan. 



Fig. 101. 



Skalpluren. 



1 lg 102 



Fig. 103. 



Fig. 104. 



Fig. 105. 



72 



Sammlung Orthofer 




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Sammlung Ott — v. Fachmann — v. Paiisingi-r 



73 




famnilung Kaiserlicher Rat Max Ott, Bürgermeister von Salzburg 

Cliiciiisecgassc Nr. 6. 

iiiriclitiiiig aus alten Möbeln und Einrichtungsstücken in dem Kunsttopo- 

rapliie XIII, S. 248 hcsciiriebenen Zimmer mit den Stuckreliefs. Hervor- 

liheben : 

:atuettc aus Holz, polychromiert, 67 a« hoch. Immakulata, auf der Welt- 
(ugel mit zwei Ch.crubsköpfchen vor Gewölk stehend, die Hände auf die Brust 
-viei^t und emporblickend. Erste Hnlfte des XVlil. Jlis. 

!ün Kommodensekretär mit linearer Intarsia und scliweren Goldbronze- 
beschlagen in Rocailleform. Um 1760. 

h r, Holz, vergoldet, rinides Gehäuse über einem Säulenaufbau mit Lorbeer- 
fchänge. Davor Figürchen eines stehenden rauchenden Türken. Als Bekrönung 
lumcnvase zwischen seitlichen Urnen. Ende des XVllI. Jhs. 

'r e u z p a r t i k e 1, Silber zum Teil vergoldet; mit getriebener Rocaille am 
iß und an der Umrahmung des ovalen Behälters, in einem geschnitzten 
chrein, verglast (Marken deshalb nicht zu konstatieren). Um 1760. 

e i h w a s s e r k e s s e 1, Silber zum Teil vergoldet, \2cm hoch, halbrunde 
chale, gleich der Rückwand mit Blumengehängen und Blattranken verziert, 
)n einer Flammenurne bekrönt. Die Mitte der Rückwand nimmt eine Medaille 
)n Maria F^lain von 1758 ein (Fig. 106). An der Rückseite drei Marken. 

peine Sanunlung von Salzburger Bauernkrügen und Zinn; größtenteils aus dem 
ischertal. 

Sammlung Ernst Ritter von Paclimann 

Elisabethstraße Nr. 41. 

Jeine Sammlung von Gegenständen — namentlich Bauernfayence, Zinn, Glas, 
Waffen — meist volkskundlichen Interesses, größtenteils im salzburgischen Ge- 
birge gesammelt. Besonders zu erwähnen: 

Zwei „Fr a u e n t r age r" - B i I d e r, d. i. Maria mit dem Kinde 
unter dem Herzen und mit dem hl. Josef von einem Wirt bei der 
Tür abgewiesen. XVIII. Jh. Aus dem Pinzgau stammend. 

Skulptur: Aus Lindenholz ; Gruppe der Kreuzigung Christi zwischen 
Maria und Johannes mit Magdalena zu Füßen des Kreuzes; darüber 
ein von vier gewundenen Säulchen getragener durchbrochener Baldachiir; 
das Postament enthält einen offenen Behälter. Anfang des XVIII. Jhs. 

Große zylindrische M i I c h p i t s c h e a^is glasiertem Ton mit Schloß- 
ansichten und Schäferfiguren. ZinnschraubenverschluB mit einem in 
zwei Drachenköpfe ausgehenden Griff. XVIII. Jh. 



Sammlung Franz von Pausinger 

Fürbergstrabe Nr. _. 

Kleine Sammlung von eingelegten und geschnitiiiiri .NWibeln des XVII. 
und XVIII. Jhs., größtenteils Augsburger und Münchener Provenienz, 
zur Ausstattung der Wohnung verwendet. 

Im Atelier des Besitzers (Künstlerhaus) große Tapisserie, Bordüre aus 
F'ruchtgehängen und Vögeln, innen Gartenlandschaft mit spielenden 
Putten. Rechts unten bazdchnei: Ciira Simonis Bouwens. Erste Hälfte 
des XMI. Jhs. Wohl mit der in der Residenz noch vorhandenen 
Tapisserie (Kunsttopographie XIII, 41) und den in St. Peter befind- 
lichen (Kunsttopographie XII, 99, 107) Stücken zusammengehörig. 
Skulptur: Holz polychromiert, Putto in sitzender Stellung, jetzt 
als Lusterfigur verwendet. Gute österreichische Arbeit. Um 1725. 

10 



Fig. 105 
Madonna mit dem Kinde, 
Sammlung Orthofer (S. 71, i 




Vt-f. 
schiedcncs. 



Fig. 106. 



Fig. 106 Weiliwasserbccken. 
Saminiung Ott (,S. 73) 
XVI 



74 



Sammlung Dr. Pilsack 



Gemälde 



Fig. 107. 



Sammlung Dr. Anton Pilsack 

Imbergstraße Nr. 14. 
Familienportträts und Familienbesitz aus der ersten Hälfte des XIX. Jiis. 

Gemälde: 1. öl auf Leinwand; 82x97 cm; Stilleben, an einem Lauf aufgehängter Hase, herum ver- 
schiedenes Geflügel, rechts Durchblick in einen Garten. Dem J. B. Weenix zugeschrieben. 
2. öl auf Leinwand; 72 X 94cm; zwei Pendants, Prinz Eugen von Savoyen auf galoppierendem Pferde, zu 
dessen Füßen türkische Soldaten niederstürzen (Fig. 107). Prinz Carl von Lothringen, allegorische Gestalten 




Fig. 107 Porträt des Prinzen Eugen, Sammlung Dr. Pilsack (S. 74) 



mit Fackeln, Schlangen usw. besiegend, österreichisch. Anfang des XVIII. Jlis. Richtung des Schuppen. 
Vgl. das Bild in Turin, Nr. 5 und die zugehörige Skizze in der Sammlung Henriette Dux in Wien (Th. v. 
Frimmel, Lexikon der Wiener Gemäldesammlungen 1913, I, S. 295, Fig. 49). 

3. öl auf Leinwand; 18 x 22 cm; oval; Brustbild einer alten Dame in schwarzer Taille mit weißem Spitzen- 
halstuch und Häubchen, österreichisch. Um 1800. 

4. öl auf Leinwand; 99 X 126cm; Porträt der Frau Brants geb. Pilsack, Kniestflck in rotem Kleid mit 
weißen Ärmeln, an einem Tisch mit grüner Decke sitzend, ein Miniaturporträt ihres ersten Gatten in der 

Flg. 108. Hand haltend. Rechts unten bezeichnet: C. Leybold pinx. ISlß (Fig. 108). 

5. öl auf Leinwand; 95 X 75 cm; Brustbild zweier Kinder (Anton und Marie Pilsack), die einander um- 
Fig. 109. fangen, in Gartenlandschaft mit Durchblick in die Ferne. Bezeichnet: C. Leybold pinx. ISIS (Fig. 109). 

6. Miniaturporträt auf Karton; 8-5 x 9-5 cm; Brustbild des Herrn Brants in blauem Rock mit weißen 
Vatermördern und Halsbinde. Goldbronzemontierung. Um 1820. 

7. öl auf Leinwand; 61 x 79 cm; Blumenstück, reicher bunter Blumenstrauß in einem Gefäß, vorn ein 
Trauermantel. Rechts unten bezeichnet: Fram Gruber prof. 

8. öl auf Blech; 16 x 20 cm; Brustbilder des Herrn Ratzky und seiner Gattin, österreichisch (schlesisch). 
Um 1825. 



Sammlung Dr. Pllsack 



75 



öl auf Kupfer; 43 x 32 cm; Ansicht von Grinzing mit der Kirche. Links unten bezeichnet: Scheyrer 823. 
\Ki. öl auf Holz; 12 x 15 cm; zwei Pendants, Rinder und Ziegen in bergiger Landschaft. Richtung des 
Gauerinann. Zirka 1830. 




Fig. 108 Damenporträt von C. Leybold, Sammlung Dr. Pilsack (S. 74) 

Standuhr aus Goldbronze; rundes Gehäuse, von zwei Füllhörnern getragen, die nach unten in je zwei 
Widderköpfe ausgehen; als Bekrönung kleiner Bacchus mit einem Lorbeerkranz. .AuLV'nsciten und Ziffer- 
blatt reich gouillochiert. Innen bezeichnet: Martin Bock M. 217. Wien? Um 1820. 

Zwei Leuchter aus Bronze, zutn Teil vergoldet; zum Teil brüniert. Runder Fuß mit schlanken 
Schäften, die nach oben in drei Kerzenarme übergehen. Als Verzierung Blattranken, Adler usw. 
Zirka 1825. 

Kleine Sammlung von böhmischen Gläsern und Wiener Porzellan; darunter eine urnenförmige Vase mit 
gemaltem Landschaftsbild in goldfarbiger Umrahmung. Zirka 1825. 



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76 



Sammlung Dr. Pilsack — Hofrat Pillwcin 



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Fig. 109 Kinderporträt von C. Leybold, Sammlung Dr. Pilsack (S. 74) 



hg. 110. 



Saminliing Hofrat Eugen Pillwein 

Marcus-Sitticus-Strabe Nr. 17. 

Kleine Anzalil außerordentlich reicher Möbel mit eingelegter ornamentaler Intarsia nnd gravierten Dar- 
stellungen (Kreuzigung Christi, Taufe einer scliwarzen Prinzessin) und vergoldeten Me.ssingbeschlägen. 

Weiter eine S t o c k u h r in ebenso verziertem Gehäuse mit einer mythologischen Darstellung. Reich 

getriebenes Zifferblatt. Mitte des XVIII. Jhs. 

Alle diese aus dem seinerzeit gräflich Tattenbachschen Schloß Auroizmünster in Ober-Österreich stammend. 

Standuhr mit reichgeschnitzten und vergoldeten angesetzten Ornamenten. Auf dem Zifferblatte 
bezeichnet: Melchior Zimmerte, Linz. Zweites Viertel des XVIII. Jhs. 

Ferner mehrere Empiresalzfässer aus Silber (eines München, Meistermarke G. K.; eines Augsburg, Meister- 
marke ML) und Schöpfkellen aus Silber (Salzburg, Meistermarke W; erste Hälfte des XVII. jhs.; dann 
liiciilstadt (?), Meistermarke 5. T., XVII. Jh.) und mehrere jetzt an neueren Büchern angebrachte Silber- 
hoscliläge vom Ende des XVII. Jhs.; eines um 1725 (Fig. 1 10). 

Dni Rr?jn!'r;inze aus Bernstein- hezw. Korallen-, bezw. Holzperlen mit Pcrimuttei'tiniagen. alle mit 
1 assimir u'ui McJaiilons aus Silberfiligran. Einer laut Medaillon mit dem Namen Innozenz X. um 1630, der 
zweite XVII., der dritte XVIII. Jh. 



Sammlung Hofrat v. Plason 



77 



Sammlung weiland des Herrn Hofrales 
Adolph RiUer von Plason de la Woestynie 

FürbergstraLk' Nr. 12. 

Über das SchlüBcIicn Fiirbcrg (jetzt im Besitz der Tochter 
d.s Verstorbenen, Frau von TonCic-Sorini), dessen Räume 
mit den Kunstgegenstanden maleriscii ausgestattet sind, 
siehe Kunsttopographic XIII, S.252 f., Fig. 333 ff. Diese 
Sammlung bestellt demgemäL^ meiir aus Stücken, die zu 
dem ganzen Milieu passen, als aus eigentlichen Samm- 
hmgsgegenstjlnden. Den Hauptteil stellen die Glasmale- 
reien dar, die der frühere Besitzer — gleich den übrigen Ob- 
jekten — im Laufe der letzten Jahrzehnte gesammelt hat. 
Die Scheiben stammen aus verschiedenen Sammlungen; 
ihre Provenienz ist nur in einzelnen Fällen feststellbar. 
Eine zusammengehörige Partie stammt aus der ehemaligen 
Wellenkampsciien Sammlung in Lüneburg; eine Anzahl von 
Erwerbungen wurden durch Herrn Tewes (in Hannover?) 
vermittelt. Eine technische Prüfung der großenteils durch 
Schutzglas gedeckten Scheiben konnte nicht vorgenommen 





hig. 111 Glasmalerei (Nr. ?0) im Salon, 
Sammlung Hofrat v. Plason (S. 80) 



Fig. HO Silberbcsclilag eines üebclbuclits, 
Sammlung Hofrat Pillwtin (S. 76) 

werden. In der nachfolgenden Beschreibung sind 
zunächst die Scheiben und sonstigen Objekte im 
Hauptgebäude, sodann die in dem angebauten 
Nebenhaus, dem sogenannten FeyertagsstöckI, und 
in dem Park stehenden Fremdenturm, endlich in 
der älteren, 1626 wiederhergestellten, 1893 erneuten 
Kapelle beschrieben; bei dieser sind auch die 
kirchlichen Geräte angeführt. Die Bezeichnung der 
Räume folgt der gegenwärtigen Verwendung. 

Speisezimmer: 
Über die noch vom ursprünglichen Bau stammende 
Ausstattung siehe Kunsttopographie XIII, a. a. 0. 

Glasmalereien: I . Ovale Wappenscheibe, 
12x 17 cm; steigender Steinbock nach links, braun- 
weiß in umgekehrt tingiertem Feld. Oben Schrift- 
band: Victrix omnhim (?) patierUia. Um 16()(). 

2. Runde F-igurenscheibe (Durchmesser 1 1 an), mit 
einem in Landsciiaft stehenden Mann. Zusammen- 
gesetzte Bordüre, zu oberst Halbfigur eines Mannes. 
Mitte des XVI. Jhs. 

3. Runde Wappenscheibe (Durchmesser 11 cm). 
zwei weiße Vierblattrusetten in blauem Feld; zu- 
sammengesetzte Bordüre, oben Halbfigur eines 
Landsknechtes. XVI. Jh. 



Speise- 
zimmer. 



78 



Sammlung Hofrat v. Plason 




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Sammlung Hofrat v. Plasun 



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4. Scheibe, riiiul, 29 an; Weclislerbiide mit einem bebrillten schreibenden Mann an einem Tisch; links ein 
Krieger, der Geld vom Tisch in seinen Beutel rafft. Als Bordüre Blattschnur. Mitte des XVI. Jhs. 

5. Bunte Wappenscheibe, 24 x 26"5 cm. 

6. Wappenscheibe, 20 x 25 cm; Dreipaß, in der Mitte Wappen, herum Namensaufschrift: Olto Westrum. 
Ende des XVI. Jhs. 

7. Pendant zu 6. Aufsclirift: Josth Westrum der aide voget. 




hig. 114 ütlfter Vase und Flute, Sammlung Holrat v. Wason (S. 8J) 



8. Wappenscheibe, rechteckig, 16 x 18-5 cm. 

9. Figurenscheibe, 23 x 32 cm; Geißelung Christi durch zwei Schergen in einer Rundbogenarchitektur. 

10. 23 X 36 cm; Halbfigur Christi als Schmerzensmann. Rechts bezeichnet: NSO (zweifelhaft). 

11. 20 X 23 cm; Halbfigur eines blonden, bärtigen Mannes. Oberdeutsch. Um 1500. 

12. 22 X 29cm; Frau einen Reiter begrüßend, darunter Schild mit Inschrift: Remigia van Hoeite Frouv zu 
Asbecke l')0-5. 

13. Runde Scheibe, Durchmesser 375 cm; Kaiser und Papst von geistlichem und weltlichem Gefolge umgeben 
nebeneinander thronend. Datum MXDLIX. Umschrift: Eneas Pius Batst Frideri arder Hl romischer Kaiser. 
Fälschung nach einem Holzschnitt. 



80 



Sammlung Hofrat v. Plason 



Flg. 111. 



14. 32 X 62 cm; Christus am Olberg vor dem Kelch kniend; vorn die drei schlafenden Jünger. Architektonische 
Umrahmung mit zwei Putten in den Zwickeln. Unten Schriftband: Anno domini 1526. 

15. Rund, Durchmesser 38 a;/; Kreuzigung Christi zwischen Maria und Joliannes, die schmerzerfüllt unter 
dem Kreuze stehen. Landschaft mit einer Stadt. Oberdeutsch, Anfang des XVI. Jhs. 

16. 22 X 29 cm; Reiter mit Pokal zu Pferd, unten ornamentale Verzierung. Ende des XVI. Jhs. 

17. 17-5 X 22 a//; rundbogig geschlossen. Anbetung des Kindes durch Maria, Josef und drei Hirten unter 
einer strohgedeckten Architektur. 

18. Wappenscheibe, 14-5 X 18cm; oval. XVI. Jh. 

19. Wappenscheibe, 13-5 x M cm. 

20. 32 X 47 cm. Innerhalb einer aus Baumstämmen gebildeten Umrahmung vor grünem Vorhang hl. Matrone 
in rotem Gewand und blauem Mantel mit gefalteten Hunden kniend. Deutsch. Um 1500 (Fig. 111). Von 
Tewes stammend; stark überarbeitet. 




Fig. 115 Wappenscheibe im Damenzimmer, 
Sammlung Hofrat v. Plason (S. 82) 



21. 27-5 X 33 cm; Kruzifixus, stark gekrümmt an Holzkreuz. Herum perlenbesetzte Bordüre. Mitte oder Anfang 
des XVi.Jhs. 

22. Durchmesser 22 c/7/; Wappenscheibe, rund, mit Umschrift: Cristoph von Pelham zu Oöcrecli, Weinpach, 
Dhitmber zu Treiling J52S. 

23. Wappenscheibe, rund, Durchmesser 20 cm; Wappen in Lorbeerschnur. Um 1525. 

24. Wappenscheibe, 21 x29-5c///; Medaillon mit Hausmarke und Schriftband: Clanes Kreybe 1534 oder 
Fig. 112. Kreplier (Fig. 112). 

25. Pendant zu 24; mit Inschrift: Herme Korner. 

26. Rundscheibe, Durchmesser 22 cm; Thisbe findet den Pyramus mit dem Schwert im Leib; hinten der Löwe. 
Oberdeutsch. Um 1525. 

Fig, 113. 27. Pendant zu 6, 7. Eriche Desemsse {Flg. \ 13). 
28. Pendant zu 27. Wyllem Ledebur. 

Schränke: 1. Aus braimem Holz; Hauptfront durch drei auf Volutenkonsolen stehende gedrehte Säulen 
gegliedert; Sockel, ausladendes Abschlußgebälk über Zahnschnitt. In den Türen Rundbogenfelder, gleichfalls 
von gedrehten Säulen eingefaßt mit Rankenwerk über Attika. Ulm. Ende des XVI. Jhs. 
2. In Ober- und Untergeschoß geteilt, deren jedes von gedrehten Säulen gegliedert ist: ähnliche Säulen fassen 
die RuiKlboccnnisclien der Türflügel ein. Ulm. Ende des XV!. Jhs. 

Tisch : .Aus dunkelbraunem Eichenholz; die beiden Stollen mit großen Volutenranken geschnitzt mit Wappen- 
schild in der .Witte; die Mittelleiste als eine mit Schuppen besetzte Volutenranke gebildet. Oberitalienisch, 

.Wodcna. Anfang des XVI. Jhs. 



Sammlung Hofrat v. Plason 



81 



"^fcn aus Ton, bunt ijlasicrt. Vicrsciti),' mit Unterbau und leicht verjüngtem Aufsatz mit späterem 
AbsctiluB),'ebaIke; an den Kanten des Unter^esdiosses Scliildchen mit Marke M. Im Sockel schmaler Fries 
von Putten, die Scheite zu einem offenen Feuer tragen. Die Kacheln des Unterbaues enthalten in architektonisch 
gerahmten Rundbopennisciien Haibfiguren Christi als guten Hirten, Job. Hus, Rhetnrica, Luther, St. Paulus, 
Geometria; schmale Scitcnkacheln mit allegorischen Frauengestalten. Die Kacheln des Obergeschosses ent- 
halten in RiMulbogennischen Kreuzigung, Christus als Hirte, Sarah, Christus und die Samariterin, Sibylla, 
Kurfürstin, Parabelszenen. 
In Nürnberg erworben; wohl nörnbergisch um 1525, zum Teil erneut. 

Schlafzimmer: 

Holz, vertäfelt mit einfacher Balkendecke mit verschiedenen Feldern in Perlstabrahmung. Um 1630. 

Ofen aus Ton, bunt glasiert, mit dreiseitigem Unter- und 
ebensolchem, etwas verjüngtem ObergeschoU. Bunte stilisierte 
Blumensträuße in großen Rundbogenkacheln, an den Kanten 
stehende Putten. Bekrünung durch einen von Imperatorenbüste 
gesprengten Flachgiebel. Salzburgisch. Mitte des XVII. Jhs. 

Glas m a I c r e i e n : 1 . — 5. Wappenscheiben, 20*5 X 30 cm. 



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Schlaf- 
zimmer. 



Fig. 116 Jonas, Glasmalerei, 
Sammlung Hofrat v. Plason (S. 82) 



Mg. 117 König, Glasmalerei, 
Sammlung Hofrat v. Plason (S. 82) 



DreipaB mit hängender Tresse, Pendants zu den Hannoveraner Scheiben im Speisezimmer. Mit Namens- 
aufschriften: Heinrich Stapel, Jostli Westerüm der innrer, Gert Bredemer, Andreas Tacken l-ViO; die letzte 
mit drei weißen [Rosetten in blauem F'ekl ohne Namen. 

6. Wappenscheibe; 21 X 31 cm; Wappen mit reicher Helmzier und Zaddelwerk. Anna Schaclien obiit 1565. 

7. Wappensciieibe; 32 X 33 cm. 



8. r\'iulant zu 7. 

9. Wappenscheibe, rund; Durchmesser 30cm. 

10. Wappenscheibe, rund; Durchmesser 39cm. 

11. Wappenscheibe, rund; Durchmesser 32cm. 

12. Wappenscheibe, rund; Durchmesser 31 cm. 



Um 15(K). 

XVI. )h. 

XVI. Jh. 
Wappen von zwei Löwen gehalten, darüber Schriftband 1498. 



Garnitur von fünf Delfter Vasen; drei Mittelstücke mit kuppclfttrniigen von einem Lfiwen bekrönten 
Deckeln (G8 tm). zwei Flütes mit wenig eingezogenen Seiten (49 cm). Alle mit blauwcißem Dekor, große 
Felder mit Schäferszenen und Liebespaaren in sehr reichen Rahmungen. Mitte des XVIII. Jhs. (Flg. 114). 

Zwei große Delfter Vasen von gebauchter Form (zirka 70cm hoch), mit Marinebildern in omamentaler 

Rahniiim;. Anfang des XVIII. Jhs. 

D a m e n z i m m e r : 

Ofen, aus grün glasiertem Ton; vierseitiger Unterbau, über Abschlußgebälke sechs,seitiger Aufsatz mit profi- 
liertem Abschlußgesimse. Die Kacheln enthalten ganze und Halbfiguren von Engeln, allegorischen Figuren usw. 
nach Stichen, eine Justitia nach H. S. Beham, eine andere Frau L.S. bezeichnet. XVI. Jh., stark erneut. 
XVI 11 



Flg. IH. 



Damen- 
zimmer. 



82 



Sammlung Hofrat v. Plason 



Scheibe- 30 x 20-5 cm. Doppelwappeii in architektonischer Umrahmung, mit Durchblicken in Land- 
sciiaften mit Staffage. Scliriftband: Fr. Herzog, Bürger der löbl. Statt Lucern und Fr. Maria Anna, ein 
Flg. 115. gebohrne Schniderin, sein Ehegmahel 1675 (Fig. 115). 

Pendant dazu; Doppeiwappen in ähnlicher Umrahmung. Fr. Dominicus Schnider, Bürger der Statt Süsßee 
und Fr. Anna Maria Honeggerin, sein Ehegmahlin. Ao 1675. 

Wappenscheibe, rund, 22 cm. 

Scheibe, rund, Durclimesser 21 cm; Brustbild einer Frau im weißem Häubchen. Umschrift: Elisab Kreterin 
het icfi die gestlwlt. Um 1525. 





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Fig. 118 Wappciisclieibe mit Horatius Codes 
(Herrenzimmer Nr. 4), Sammlung Hofrat v. Plason (S. 83) 



Fig. 119 Wappensclieibe mit Hochzeit von Kana 
(Vorzimmer, l.Stock,Nr.3), Sammlung Hofrat v.Plason (S.83) 



Herren- 
zimmer. 

Fig. 116. 
Flg. 117. 



Herrenzimmer: 

Scheiben: t. 22 x 23 cm; Bruststück. Jonas unter der Kürbisstaude, mit Beischrift: S. Jonas. XIV. Jh. 
(Fig. 116). 

2. Pendant dazu; Halbfigur eines Königs (David); am Ende des sonst erneuten Spruchbands liest man 
noch: ex (Fig. 117). Wie das Pendant teilweise ergänzt. 

3. 21 X 30 cm. Ein bärtiger Mann in reicher Rüstung im Gespräch mit einer jungen Frau, die ihm einen 
Pokal reicht. Architektonische Umrahmung, oben zwei kleine Szenen aus der Parabel vom verlorenen Sohn; 
unten Wappen mit Schere und Stern und Inschrift: Nichklaus Werlin zu (UJfflingen und sin husjrow. Anno 
donnni 1605. Schweizerisch. 

4. 21 X 30-5 cm; Horatius Codes am Brückenkopf mit den Feinden kämpfend; weiter hinten ein zweites 
Mal unter der abgebrochenen Brücke mit seinem Roß schvvinnnend. Hinten Rom. Sehr reiche architektonische 
Umrahmung mit Kaisermedaillons in den oberen Zwickeln, unten zwei Wappen in Lorbeerkranz. Oben 

Inschrifttafil: 



Sammlung Hofrat v. Plason 



83 



Der kiin Horacins Codes 
Dess Manheit Stadt nit invergess 
Er bhielt dem fyend trugen vor 
kam zletst darvon mit großer gjor. 

Uiituii: Ihms Himricli Lcman tiiut Vinczenz Stuber von Zürich löOS (Fig. 118). XVI. Jh. 

5. Wappciisdicibc, rund, Diirdimesser 25 cm; Wappen mit Renaissanccranke als Rahmen. Anfang des 
XVI.Jiis. 

6. Rimd, Diircliniesser 22 cm; Enthauptung Johannes des Täufers, daneben eine Frau, das Haupt auf der 
Schüssel tragend; hinten in Renaissancearchitektur Herodes tafelnd. Schweiz. Zweite Hälfte des XVI. Jhs. 



Fig. 118. 




Fig. 120 Scheibe mit dem auferstandenen Christus, 
Sammlung Hofrat v. Plason (S. 85) 



7. Wappensdieibe, rund, Durchmesser 12 cm. XV. Jh. 

8. Pendant zu 7. 

Vorzimmer, I. S t o c k: 

Scheiben: 1. 8 x 14cm; ein Mädchen in gelbem Gewand mit Spruchband, stehend auf schwarzem Grund. 
Oberdeutsch. Erste Hälfte des XV. Jhs. 

2. 25-5 X 23 cm; oberster Teil der Maßwerkarchitektur einer gotischen Scheibe. XV. Jh. 
;i 20 X 30-5 cm; Hochzeit von Kana, in reicher architektonischer Umrahmung; in den beiden oberen 
Zwickein, die eine Kartusche mit der Textstelle flankieren, zwei kleine Szenen, einen Sensenhandel und eine 
Hutmacherwerkstatt darstellend. Unten zwischen zwei bürgerlichen Wappen Inschrift: Petter Plümar und 
Küngolt Kindling sin Egmahel und Mr. Jacob Rufly und Barbra Adam sin Egmahel. A. ir>4ß (Fig.119). 
4. 27 X 36 cm; der auferstandene Chrisflis vor dem Sarkophag stehend, neben dem ein bärtiger Mann in 
weiliem Mantelkragen mit einem Kreuz daran mit gefalteten Händen kniet. Bergige Landschaft mit einem 

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Vorzimmer, 
L Stock. 



Flg. 119. 



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Sammlung Hofrat v. Plason 




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Sammlung Hofrat v. Plason 



85 



luß; von rechts treten die drei Marien durch ein Gittertor ein. Rechts oben Rad und Schwert. In den 
Zwickeln über dem i<ielbogij,'en Bildfeld Anbetunj; der Küni^e. Süddeutsch, schweizerisch? Anfang des 
XVI. Jhs. (Pig. 120). Von der Firma Schwarz und Steiner in Wien erworben. 

5. Wappenscheibe; 31 X 46cm; Landsknecht neben einem Wappen stehend. Reiche architektonische Um- 
rahmung'. Oberdeutsch. Mitte des XVI. jhs. (Fig. 121). 

t). 31 X 58 tv«; Johannes der Täufer mit einem Buche in der Hand in ganzer Figur stehend; zu seinen Füßen 
das nimbierte Lamm mit der Kreuzfahne. Violetter, gemusterter Grund; Rundbogenarchitektur. Deutsch. 
Zweite Hälfte des XV. Jhs. 

S p i e g e I r a h m e n: Dunkelbraunes Holz, reich geschnitzt; Bordüre aus einer Iruchtschnur, an die außen 
ilurclibroclienes Blattwerk angesetzt ist. Zweite Hälfte des XVII. Jhs. 



rig. 120. 

Fig. 121. 




Fig. 123 Schwarz- und Qelblothmalerci auf ülas, Sammlung Holrat v. Plason (S. K6i 



(ollektion von Gläsern, geschliffen und geätzt. 

Iroße Schüssel, aus Fayence, in Blau-WeiU, mit Vertiefungen im F^ande; in diesen und in der Mitte 
roßes Fruchtbukett. Marke Holitscli. Anfang des XVIII. Jhs. 

a n d b r u n n e n, aus Untersberger Marmor; gebuckelte Schale, rundbogige von Säulen eingefatite Wand- 
nische mit Löwenmaske; profiliertes Gebälk. Zweite Hälfte des XVI. Jhs. 



f e 11 wie im Herrenzimmer. 



Speisezimmer, I. Stock 



ipi ege I r ah m en, Holz, geschnitzt, mit Resten der Vergoldung. Krautiges Rankenwerk. Ende des 
[VII. Jhs. 

"Sc h e i b e n: 1. 22 x 30cm; flachbogig abgeschlossen. Ein bärtiger Mann mit Turban und Krone in rotem 
Mantel über dem gelben Untergrund steht aufrecht in tiefer Landschaft mit einem Gebäude. Daneben drei 
klein gebildete nackte Jünglinge; auf der andern Seite ein großer Drache. Oberdeutsch. Um 1500 (Fig. 122). 
2. 23-5 X 28 cm. In ovalem Mittelfeld Halbfigur eines sehr starken bärtigen Herrn mit blauem Wams und 
lederbarett. In den vier Zwickeln der Rollwerkumrahminig je eine allegorische Frauengestalt. 
'<■ Rund, Durchmesser 10 cm; Gelblotlimalerei. Maria mit dem. Kinde auf den» Arme, Ober der Mondsichel 
teilend, in Strahlenkranz. Oberdeutsch. Anfang des XVI. Jhs. 

1. Rund, Durchmesser 16cm; Gelblotlimalerei. Maria mit dem Kinde auf dem Arme, in Strahlenglorie 
stehend. Deutsch. Ende des XV. Jhs. 

5. Wappenscheibe, 22-5 X 32 cm; reiches Wappen in architektonischer Umrahmung. Unterschrift: Gryfftnsee 
Winterthiir. Schweizerisch. Um 1500. 

6. Wappenscheibe, 27 x 30cm; Wappen zwischen zwei mit Köpfchen endenden F'ilastcrn. Bruchstück einer 
Inschrift. Ende des XVI. Jhs. 



Spdw- 
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Fig. 122. 



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86 



Sammlung Hofrat v. Plason 



7. 17 X 8 cm; Schwarzlotliriialerci. Ein Mönch zieht, auf allen Vieren kriechend, ein Wägelchen, auf dem ein 
Fig. 123. Affe und ein Schuh sind. Satirische Darstellung vom Anfang des XVI. jhs. (Fig. 123). 

8. Wappenscheibe, 21 x 28 cm; reiche architektonische Umrahmung. Unterschrift: Johannes Freiherr zu 
. . . bürg d. Ertz. Ferdinand zu Österr. gehaimcr radt und oberster Cantzler lö7V. 

Salon. - Salon: 

Scheiben: I. Rund, Durchmesser 125 cm; Brustbild des Phil. Melanchthon mit Namensunterschrift. 
XVI. jh. 

2. Rund, Durchmesser \4cm; nackte Frau, auf einer Mauer sitzend und ihr blondes Haar kämmend. Deutsch. 
Um 1530. 




Fig. 124 Glasmalerei, Johannes d. T. (Salon, Nr. 4), 
Sammlimg Hofrat v. Plason (S. 86) 



3. 20*5 X 32c/h; Landsknecht ein Banner schwingend, Architekturumrahmung, rechts unten Wappenschild. 
Inschrifttafel: Rudolf Egg, dißer Zeit quatier Fendrich etc. 150. (zum Teil ergänzt). 

4. 21 X 28-5 cm; hl. Johannes der Täufer, in ganzer Figur stehend, das Lamm auf dem Buche tragend; land- 
schaftlicher Hintergrund mit einer Kirche. Links Abteiwappen, rechts kniender Stifter mit Kreuz auf dem 

Fig. 124. Mantel. Um 1530. Richtung des Meisters von McKkirch (Fig. 124). 

5. und 6. Durchmesser 105 cm; zwei kleine Wappenschilde mit je einem Lamm. XVI. Jh. 

7. Wappenscheibe, 20 X 32cm; Doppelwappen mit der Devise: Angst und Nott wärtt biss in Thodt; über der 
Ralinnmg Schlacht, in der Fußvolk gerüstete Reiter in die Flucht schlägt. Unterschrift sehr verblichen 

Flg. 126. (f-ig. 126). 

H. Wappenscheibe, 23 x 32 cm; das Wappen von den Gestalten von ,, Victoria" und ..Fax" flankiert. In den 
oberen Zwickeln eine Hirschjagd und eine Sauhatz; unten zwischen zwei Jägerknaben Inschriftkartusche: 

Flg. 125. Hanns Ludwig vonn Andlauv der Elter unndt H. Rom. Reichs Erb Ritter 1600 (Fig. 125). 

9. uiui 10. Durchmesser 10 cm: zwei Schildchen mit einem fischschwänzigen gelben Tier auf rotem Grund. 
XV. Jh. 



Sammlung Hofrat v. Ptason 



87 



Tl. 21 X 31 cm; Laiulksiieciit iirul F-raii mit f^kal, (lazwisclicii Wappen; oben Streifen mit Rinderherde und 
pfiüj^ieiuieni Bauer. Unterschrift: Aderion Jäggl und Elßbel Fürst, sin Efrow Hi()2. 

12. 22 X 35cm; Herr und Dame, einen Trinkbecher fassend; in den oberen Zwickeln der Rahmung Inneres 
einer Mühle und Reiter und Bilurin, Getreide zur Mühle bringend. Schweizerisch. Um 1600. 

13. uiu! 14. Rund, Durciunesser 125 c//); je ein bunter Vogel auf einem Zweiglein sitzend. XVII. Jh. 

15. 20 X 31-5t7«; zwei Laiidskneclite in ganzer Figur, ihre Wappen zu ihren Fflßen; im obern Streifen Dar- 
stellung: ein Wagen wird vor einer Mühle abgeladen. Verstümmelte Unterschrift: Fridlin S..enn und Hans 
Jo... 1590 (Fig. I2';). 

16. 22-5 X 32 cm; gerüsteter Krieger und Frau mit Trinkpokal in architektonischer Umrahmung; oben 
Wirtshausszene mit Kartenspielern. Adam Zuber. Anno doniini 1632. 



Flg. 127. 





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Fig. 125 W;ippetisclieibe iSalon, Nr. 8i, 
Sammlung Hofrat v. Plason (S. 86) 



irei S p i e g e I r a ii in e n, aus Holz, reich geschnitzt und vergoldet; stachliges Rankenwerk und Muscheln. 
Ide des XVII. Jhs. 

i s k u i t g r u p p e : Psyche vor Juno kniend, der sie die Schale überreicht. Wien. Anfang des XIX. Jhs. 

Porzellan, 17cm hoch, weiK; Herkules den Löwen erwürgend. Unter der Glasur bezeichnet: Jo. Jos. 
Mdermayr in. Wiener Blauniarke. Um 1760 (Fig. 12f-). Das gleiche Stück auch im German. Museum in Fig. 128. 
Nürnberi.'. Mit anderen Herkulestaten Nidermayrs zusammengehend. Braun Folnesics, Wiener Porzellan- 
fabrik, S. 171. 

Kleine, durchbrochene J a r d i n i ^ r e mit naturalistischem Blumengehänge, Meißen. Um 1760. 

Aufsatz; auf Sockel zwei Putten, die eine Schale stützen. Meißen. Um 1760. 

Zwei L e u c h t e r. Schalen, in deren Mitte sitzende Putten den Leuchter halten. Delft. XVII. Jh. (Fig. 129). Rg. 129. 



88 



Sammlung Hofrat v. Plason 



Eine Sammlung von Schale n, Berlin, Ludwigsburg, S^vres, Wien, darunter eine grüne Schale mit dem 
Kaiserlied, 1821. 

U h r, aus weißem Alabaster mit Goldbronzemontierung. Zwei Pilaster, an deren Vorderseite zwei Wedge- 
wood'medaillons, Göttinnen, weiß auf Blau, angeheftet sind und die Urnen tragen; eine ähnliche Urne auf 
Fig. 130. tjem Goldbronzebehälter. Bezeichnet: ä Paris. Französisch. Ende des XVlIl.Jiis. (Fig. 130). Der Familien- 
tradition nach von einer UrgroBtante anläßlich der Revolution aus Frankreich gebracht. 
Zwei Kommoden, aus dunkelbraunem Holz, mit Marmorplatten und reichen Gokibronzebeschlägen mit 
Rocaille um die Schlüssellöcher und mit Lorbeerschnüren und Maschen an den Zughenkeln. Französisch. 
Um 1770. 





Fig. 126 Wappensciieibe (Salon, Nr 7i, 
Sammlung Hofrat v. Plason (S. 86) 



Fig. 127 Wappensciieibe (Salon, Nr. 15), 
Sammlung Hofrat v. Plason (S. 87) 



Fig. 131. 
Fig. 132. 



Vorzimmer 
(unten). 



Kleine Kommode, mit Marmorplatte, reichen Gnldbronzebcschlägen und einfacher Intarsia. Französisch. 
Mitte des XVIII. Jhs. 

Eine Garnitur — drei Mittelstücke und zwei Flütes — Blaumalerei, rote Blüten, Medaillon, mit einer Dame 
mit Schmetterlingsnetz. Als Deckel Papagei, der an einer Frucht pickt (Fig. 131). 

Eine Garnitur — drei Mittclstücke, zwei Flütes — weiß, mit locker zerstreuten Blumenzweigen, rot 
und grün. Japonisierend, holländisch? (Fig. 132). 

Glaspokal, in teilweise vergoldeter Silbermontierung; getriebene Ranken und Blüten auf dem Glocken- 
fuß. Meistermarke IW. Anfang des XVlILJhs. 

Vorzimmer (u n t c n): 

Scheiben: 1. 20-5 X 32 cm; Wappenscheibe mit Umrahmung, in der Caritas und Fides stehen; oben 
Hirschjagd. Unterschrift: Antonius Schermar des Raths, Gerichts und Stattrechner zu Ulm, seine Ehefrawen 
A^ata RerUlierin und Magdalena Fabrin 15S9. 



Sammlung Hofrat v. Plason 



89 




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Sammlung Hofrat v. Plason 



Fig. 133. 



2. 28 X 38 cm; Wappeiisclieibe in steinfarbener Maßwerkralimung: Balthazar grajf und her zu Swartzburg 

XII. 1502. 

Relief, Holz polychromiert, 136 X 46cm; letztes Abendmahl; Christus und die Jünger sitzen an beiden 

Langseiten des gedeckten Tisches, zum Teil in lebhaft bewegten Gruppen. Bayrisch. Ende desXV. Jhs, 

(Fig. 133). 

Relief, Holz, mit Resten der Polychromie. 80 X 83cm; Gott-Vater mit dem Leichnam Christi im Schoß, 

links und rechts je drei große Engel. Nach Dürers Gnadenstuhl B. 122. Bayrisch. Um 1520. 




Fig. 130 Standuhr aus Alabaster mit Ooldbronzemontierung, 
Sammlung Hofrat v. Plason (S. 88) 



Madchen- 
zimmer. 



M ä d c h e n z i m m e r : 
Scheiben: 1. 12 x 13cm; Darstellung der Sintflut mit ertrinkenden Menschen und Tieren. XVII. Jh. 

2. 29 X 42 cm; Madonna mit dem Kinde, auf der Mondsichel stehend, auf einen adorierenden, knienden 
Ritter herabblickend, dessen Wappen rechts lehnt. Architektonische Umrahmung mit zwei allegorischen 
iraiicngestalten; oben Schlacht zwischen zwei Haufen Fußvolk. H.Cristyan Bircher 1679. Schweizerisch. 

3. 32 X 36 cm. Reiche architektonische Umrahmung mit kleinem Wappen in der Mitte. Unten landschaft- 

liclar Durchblick mit Wunder des Moses. Um 1600. 

4. Rund, Durchmesser 19-5 cm; Brustbild Papst Pauls 11. mit Umschrift: Paulus II. Venetus Pont. Max. 
1504. Ergänzt. 

5. 15 X 16 cm; Auferstehung Christi, der über dem Sarkophag, an dem zwei Wächter schlafen, schwebt. 




TAFEL VI KNIEENDE STIFTERIN, GLASMALEREI 
Sammlung Hof rat v. Plason (S. 91) 




TAFEL VII KNIEENDER STIFTER, GLASMALEREI 
Sammlung v. Plason (S. 92) 



Sammlung Hofrat v, Plasoii 



91 



Skulptur, Holz, modern polycliroiniurt. 

Zwei Pendants, die Hl. Johannes der Täufer und Johannes Ev. in ganzer Figur stehend. Salzburgisch. Ende 

des XV.Jhs. 

Kasten, aus duiikelbraimeiii Holz, geschnitzt. Von gewundenen Pilastern eingefaßt, in den Türen 
vier vertiefte Felder mit gesciinitzten Tieren. 
Im Attikagebälke: 1793. J. N. 





Fig. 131 Mittelstuck, Fayence, 
Sammlung Hofrat v. Plason (S. 88) 



Fig. 132 Mittelstuck, Fayence. 
Sammlung Hofrat v. Plason (S. 88) 



Fe i e r t ags töckel, ebenerdig: 

Scheiben: I. 53-5x54 an; eine Frau in blauem Kleid und schwarzem Matronenmantel mit gefalteten 
Händen kniend; Säiiienarchitektur uiul Durchblick in ferne Landschaft mit einem WasserschloL^. Links oben 
in einem Medaillon Wappenschildchen mit einem Hammer auf weißem Grunde. Oberdeutsch, nOrnbergisch. 
Richtung des Hans von Kulmbach. Um I52Ü. (Taf. VI). 

12* 



Fdcrtag- 

stockel, 

ebenerdig. 



Tafel VL 



Sammlung Hofrat v. Plason 



91 



Skulptur, Holz, inoilcrii polycliromicrt. 

Zwei Fciulauts, die Hl. Johannes der Täufer und Joliannes Ev. in ganzer Figur stehend. Salzburgisch. Ende 

des XV.Jiis. 

Kasten, aus dunkelbraunem Holz, geschnitzt. Von gewundenen Pilastern eingefaßt, in den Türen 
vier vertiefte Felder mit gescimitzten Tieren. 
Im Attikagebälke: 1793. J.N. 





Flg. \.i\. MiUelsuicK, iMyoiiCL-, 
Sammlung Hofrat v. Plason (S. 88) 



Flg. lo.' .Miuci'-iucK, Fayence, 
Sammlung Hofrat v. Plason (S. 88) 



Fei er t ags töckel, ebenerdig: 

Scheiben: 1. 53-5 x 54a»; eine Frau in blauem Kleid und schwarzem Matronenmantel mit gefalteten 
Händen kniend; Säuleiiarchitektur und Durchblick in ferne Landschaft mit einem Wasserschloß. Links oben 
In einem .Medaillon Wappenschildchen mit einem Hammer auf weißem Grunde. Oberdeutsch, nürnbergisch. 
Richtung des Hans von Kulmbach. Um 1520. (Taf. VI). 

12» 



Fdettag- 
slflckel, 

ebenerdig. 



Tatd VL 



92 



Sammlung Hofrat v. Plasoii 




Fig. 133 Abendmahl, Hülzrclief, Sammlung Hofrat v. Plason (S. 90) 

Tafd VII. 2. Pendant zu 1. Männlicher Stifter kniend; das Wappensciiildclien beschädigt und iinl<enntlich (Taf. VII). 

3. Wappensclieibe, rund, Durchmesser 9 a//; Gestalt eines bärtigen Heiligen mit Buch und einem unkennt- 
lichen Attribut luid Umschrift aus dem Credo. XVI. Jh. 

4. 39 X 41 cm; Männliclier Heiliger betend, neben ihm ein Hirte, der mit Schrecken auf den herabfallenden 
Hagel blickt; rechts eine Herde von Pferden, über dem Heiligen fliegt ein Vogel. Oberdeutsch. Um 1500. 

5. 30 X 38 cm. Ein vornehm gekleideter Herr steht neben einer Frau in reichem Gewand, die ihm einen 




Fig. 134 Wappenscheibe (Felertagstöckel, ebenerdig, Nr. 5), 
Sammlung Holrat v. Plason (S. 93) 



Fl j- 135 Glasmalerei, St. Stephanus (Felertagstöckel, 
ebenerdig, Nr. 6), Sammlung Hofrat v. Plason (S. 93) 



I 



Sammlung Holrat v. Plason 



93 



Triiiklxclier reicht. Arcliitcktoiiisclic UmralirmiiiK; in den oberen 
/.wickeln Seel;indscliaft mit einem mit Fassern beladenen Boot. 
/.wisciien den beiden Personen Hanszeiciien mit N und Unter- 
sciirift: Bascliy Neiiscli von Liiulow. Iö4'i (Fig. 134). 

t). 25-5 X 39 cm. Hl. Diakon (Stefanus) mit Palme und Anker, 
;iiif steinigem Boden stehend; rotschwarz gemusterter Grund. 
Dcntsdi. Anfani,' des XVI.jiis. (Fig. 135). 

7. Wappensciieibe, rund, Dtircinnesser 8-5 cm; iVlann und Frau 
um ein kleines Wappen. Hans Mnnck l'}S'i. 

s. 18-5 X 225 cm. Aktion mit dem Hirschkopf vor den drei 
Nymphen, die im Wasser stehen; landschaftlicher Hintergrund. 
■«Ende des XVI. Jhs. 

IH. 15-5 X 20-5 cm. Anbetung des Kindes unter einer Hütten- 
architektur. Spates XVI. Jh. 
10. Rundsclieibe, Durchmesser 155 cm. jüngstes Gericht, Gelb- 

loth. Anfang des XVI. Jhs. Stark fragmentiert. 

1. 40 X 74 cm. Unter Spitzbogenrahmung, die in Blattranken 

det, Moses mit der spitzen Judenmütze in braunem Gewände 

nd gelbgrünem Mantel vor dem Baum kniend, in dessen Krone 

lie Halbfigur Gott- Vaters sichtbar ist. Zum Teil ergänzt. XIV. Jh. 

g. 13b). 
[2. 39-5 X 41. Männlicher Heiliger im Gespräch mit Bauern, 
e Pferde führen; im oberen Teil ergänzt. Zusammengehörig 
it 4. 
28 X 22 cm. Maria das auf Stroh liegende Kind anbetend, 
lerum stellen unter reicher Renaissancearchitektur, die in der 
.V\itte {.\i:n Durchblick auf die Verkündigung an die Hirten ge- 
stattet, David, Moses, Miclieas, Daniel, Jesaias, Salonu)n und 
, Jialten Sclirifttafeln mit typologischen Textstellen. Schweizerisch. 
I^rt des Lindmair. Zweite Hälfte des XVI. Jhs. (Fig. 137). 

14. 15 X 21 cm. Viergeteilt mit Darstellungen der Hölle, der 
Hoffart, des Geizes und Wappen von Nideck. Unten in Lorbeer- 
medailloii Wappen und Inschrift: Peter Linder zu Oberhojfen und 
.Im;« Bmir sein Eliegm. 1703. Sehr zurückgeblieben. 

I^p- 295 X 42 cm. Madonna mit dem Kinde zwischen zwei 
^Beuchter tragenden, schwebenden Engeln, unter Architektur stehend. Um 1700. Nach einem Gnadcnbild. 

16. 31 y 45 cm. Pietä, Madonna mit dem Leichnam Christi im SclioG. Die Gestalt Christi stark ergänzt. 
nfang des XVI. Jhs. 

Feiertagstökel, I. Stock: 

^ünglasierter T o n o f e n; viereckiger Unterbau; einspringender, aus dem .Achteck konstruierter Aufsatz mit 
rofiliertem AbschluL^gebälk. Die Kacheln des Unterbaus enthalten Halbfiguren von Engeln, die des Auf- 
jltzes olympische Gottheiten oder Musen. Auf einem Bacchus Monogramm. Zweite Hälfte des XVI. Jhs. Erneut. 

m m d e s c h r a n k mit reicher ornamentaler Intarsia in zwei Farben; durch abwärts verjüngte 
iiaster gegliedert und mit stark ausladendem Gebälke abgeschlossen. Ende des XVI. Jhs. 

Ich rank, mit kartuscheförmig geschnitzten Türfeldern, die krautiges Rankenwerk, in dem Vögel spielen, 
igibt. Anfang des XVIII. Jhs. 

p i e g e 1. in geschnitztem, vergoldetem Rahmen aus reichen Blattranken, die ein Baldachin bekrönt. Anfang 
des XVI II. Jhs. 

~^cheiben: 1. Rund, Durchmesser 20cm. Kampf zwischen zwei Scharen von gerüsteten Fußsoldaten auf 
i-iiar Eisdecke, durch die mehrere Krieger durchgebrochen sind. Landschaftlicher Hintergrund mit Burg an 
liiiem von Bergen umgebenen See. Oberdeutsch. Erstes Viertel des XN'I.Jsh. 

2. und 3. Zu der Serie der „Ditmarschen" Scheiben gehörend. Jeorgriis Eysendyck und Rodolff Westrüm. 
Rundbogige Lünette, 61 x 40 cm. Hl. Eligius in vollem Ornat, auf einer Bank .sitzend, daneben ein Tisch, 
if dem ein angefangenes Kreuz und Goldschmiedgeräte liegen, österreichisch. Mitte oder drittes Viertel 
les XV. Jhs. (Flg. 138). 




Fig. 136 Glasmalerei, Moses vor dem Dorn- 

biiscii (Fcicrt.igslöckel, ebenerdig, Nr. 11), 

Siiminlung Hofr.it v. Plason (S. 93) 



Fig. 134. 
Pig. 135. 



Fig. 136. 



Fig. 137. 



Feiertag- 
stOckel. 
I. Stock. 



Fig. 138. 



96 



Sammlung Hofrat v. Plason 



2. Scheibe, rund, Durchmesser 21 cm, Halbfigur der Madonna mit dem Kinde, weiß auf blauem Grunde. 
Rote Bordüre: Satida Maria ora pro nobis. 

3. Scheibe, rund, Durchmesser 22 cm; Hl. Georg, den Drachen tötend. XVI. Jh. Bordüre modern. 

4. Scheibe, rund, Durchmesser 30c/7/; Wappen, rotes Pferdebein auf weißem Grund. XVI. Jh. 

5. Wappenscheibe, rund, Durchmesser M-b cm; Wappen mit reicher Helmzier und Scliriftband: Wilh. Lampe 
Burger, 

im anstoßenden Vorräume Wandbrunnen aus rotem Marmor mit flacher gebuckelter Schale und einem von 
Voluten bekrönten Wandteil mit zerstörter Löwenmaske. Um I6ÜÜ. 



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hig. 140 Wappcnschcibc mit Sturz des Paulus, 
Sammlung Hofrat v. Plason (S. 96) 



Fig. 141 Wappcnsclieibe vun 1()13, 
Sammlung Hofrat v. Plason (S. 96) 



Im oberen Stock im Vorraum Wandbrunnen aus rotbraunem Marmor. Halbrunde Schale, Wandteil mit 
Maskeron in Rundbogennisclie; über ausladendem Gebälkhalbrunde Lünette nut Wappenschild S. l\'. JO'Jö. 

Glasmalereien: 1. Scheibe, 20x30 cm; Aposteltrennung in tiefer, bergiger Landschaft in reicher 

Rahmung mit Genien, Putten, Inschriftkartuschen usw. Links Wappenschild mit weißer Katze auf gelbem 
Fig. 139. Grund und Initiale W. 0., rechts Goldkrone auf Blau. Datiert: 1041. Schweizerisch (Fig. 139). 

2. Scheibe, 20 x30 cm; Sturz des Paulus, reiche architektonische Umrahmung. Inschrift: Hans Volrich 
I ig. 140. V. Sitbcrschum, Bürger zu Liechtemteig und Catharina Bluwer, sein Ehegmahcll. Anno D. 1041 (Fig. 140). 

.'5. Scheibe, 20 x 30 cm; Wappen in architektonischer Umrahmung mit den hl. Johannes Ev., Jakobus (?). 

Ulrich und Benedikt und Darstellung der Verkündigung in den oberen Zwickeln: Joannes Jodocus von Gottes 
lig. Ml. Gnaden Abbte des Würdigen Gotzhuß Muri lOVi (Fig. 141). 

•4. Wappenscheibe, 21 x 285 cm; mit arcliitektonischer Umrahmung, in den oberen Zwickeln Totengerippe 
schießend, ein zweites mit Hut, Mantel und Schwert stehend. Thoma Scitmid derzeit Landaman zu Glarus 1584. 

S c h rank mit reichen Eisenbeschlägen an Angeln und Schloß, in Blattranken ausgehend. Zweite Hälfte des 



Sammlung Hofrat v. Plason 



97 




Fig. 142 Anbetung des Kindes, Relief In der Kapelle. Sammlung Holrat v. Plason (S. 98) 



XVI 



13 



98 



Sammlung Hofrat v. Plason 



Kapelle. ^^^^^^m^^^^^^m^^ Kapelle: 

Im Park gelegen, rechteckiger Putzbaii. 1628 wiedererbaut, 1893 
restauriert. Über geringem Sockel Pilastergliederung, ausladendes 
hart profiliertes G.'bälk. In der Hauptfront rechteckige Tür in 
profilierter Marmorrahmung mit Ohren, seitlich je zwei Fenster. 
Über gestutztem Flachgiebel vierseitiger Dachreiter mit jederseits 
rundbogigem Scliallfenster und mit blechgedecktem Spitzdach mit 
Knauf und Kreuz über gekehltem Abschluligebälk. 

Inneres: Einfache, flache Holzbalkendecke; die Wände modern 
mit Marmor verkleidet. In den vier zweiflügeligen, rechteckigen 
Fenstern Glasmalereien (Kopien). 

Bei den beiden Emporenaufgängen Scheiben, Kreuzblumen von 
einer größeren Architekturrahmung. XV. Jh. Angeblich aus der 
Wiener Stephanskirche stammend. 

Altar: In modernem Marmoraufbau Holzrelief, 89 x 160 cm, 
vergoldet und polychromiert, die unteren Figuren frei, aber stark 
verkürzt, gearbeitet. 

Anbetung des Jesukindes, das auf einem Zipfel des von einem 
Engel ausgebreiteten Gewandes der knienden und adorierenden 
Maria liegt. Rechts zwei bärtige Männer, einer eine Lampe tragend, 
der andere die Arme über der Brust gekreuzt, dahinter eine 
Gruppe weiterer Männer. Über Maria ein strohgedecktes von 
Stämmen getragenes Dach, unter dem auch die Köpfe von Ochs 
und Esel sichtbar werden. Dahinter steil ansteigende Felsenland- 
scliaft, darauf links die knienden, emporblickenden Hirten unter 
ihren Schafen, rechts der Zug der drei Könige, deren Gefolge — 
Männer mit Kamelen und Pferden — einen langen Zug bildet. Zu 
Oberst zwei Männer, eine große Traube an einer Stange auf den 
Schultern tragend. Am Kleide der Madonna die Buchstaben D. E. 
Aus einer Kapelle bei Pcgli stammend. 

Oberitalienisch, vielleicht piemontesisch, Ende des XV. Jhs. (Fig. 
Pig. 142. ^^^^^^BM^^^^^^^^^^^H '^^)- ^'" naheverwandtes Stück, eine von einer Anbetung her- 

rührende Madonna, befindet sich — aus einer Kirche bei Como 
stammend — im Kunstgewerbemuseum in Hamburg. 

Relief: Außen über der Tür, aus Kalkstein, sehr verstümmelt. 
Auferweckung des Lazarus, figurenreiche Komposition in einem 
von Renaissancearchitekturen umstandenen Hof, hinter dem eine 
turmreiche Stadt auf einem Hügel zu sehen ist. Deutsch, Ende 
des XVI. Jhs., vorzügliche Arbeit; übereinstimmend mit dem 
Relief der Fußwaschung auf dem Sebastiansfriedhof (Kunsttopo- 
graphie IX, Fig. 182). Aus der Dopplerschen Steinmetzwerkstätte 
erworben. 

Kelch: Kupfer, vergoldet, 15-5 cm hoch ; Sechspaßfiiß mit breitem, 
schrägem Rand, darauf gravierte Inschrift: Jesus, Maria hilf uns 
aus aller not 152-5. Darüber gehen die sechs Blätter, in die Mali- 
werk graviert ist, in einen sechskantigen Schaft über, den ein 
runder, flachgedrückter gebuckelter Nodus unterbricht. An den beiden Hälften des Schaftes die Buchstaben 
von Maria und Jesus. Die einfache glatte Cuppa Silber, vergoldet, mit Repunze. 

Kelch: Silber, vergoldet; 26 cm hoch; der Fuß Kupfer, vergoldet. Einfach gedrehter Fuß, glatte Cuppa; 
Mitte des XVIII. Jhs. 

Reliquienmonstranz; Silber; 41 cm hoch; Sechspaßfuß mit flachem Rande, die sechs Blätter gehen 
direkt in den Schaft über, den ein gedrückter, gekerbter Sechspaßnodus unterbricht. Der Schaft endet mit 
einer runden Scheibe, deren Rand nach unten und oben mit Kreuzblumenfries besetzt ist. Auf dieser Scheibe 
stehen an zwei Seiten je drei miteinander verbundene gotische Pfosten auf, die nach oben in Fialen enden. 
Die obere Verbindung dieser Pfosten bildet ein Ring, der gleich der unteren Scheibe gebildet ist und ein 
mit Kruzifix bekröntes, sechsseitiges Spitzdach trägt. Zwischen Scheibe und Ring runder flacher Reliquien- 
Fig. 143. behälter aus Glas. XV. Jh. (Fig. 143). Aus Hannover stammend. 

Tasse und zwei Kän neben; Silber, vergoldet, mit getriebenem Riemenwerk und Blumen. Innerhalb 




Fig. 143 Reliquienmonstranz, 
Sammlung Hofrat v. Plason (S. 98) 



Sammlung Hofrat v. Plason 



99 



der Pcrlsclinurführung die Monograniine: Jesus und Maria. Beschauzeichen und Mcistcrmarke unkenntlich. 
An der Rückseite zwei gravierte Wappen und die Jahreszahl J724. 

Tasse mit zwei K ä n n c h e n, aus Zinn, einfache Barockform mit Marke des Salzburgcr Meisters 
Anton Singer (Radinger, T. I., 24). 




Fig. 144 Vortragskreuz, Vorderseite, Sammlung Hofrat v. Plason (S. 100) 



Zwei Leuchter, Silber, 255 cm hoch; runder Fuli mit flachem Rande und hochgetriebenen großen Blumen. 
Schlanker, zylindrischer Schaft, flaciie Traufschale mit getriebenen Bluinoii. Marke: 5. R. initer Krone. 
Mitte des XVll.Jhs. 

Zwei Leuchter, Silber, 27-5 cm hoch; der runde Fuß, der in einen runden Knauf übergeht, der ge- 
wundene, vom Nodus unterbrochene Schaft und die flache Traufschale ganz mit hochgetriebenen, natura- 
listischen Blumen bedeckt. Augsburger Beschauzeichen, Meistermarke: ^4. Af. Mitte des XVll.Jhs. 

Vortragskreuz; Kupfer, vergoldet, 55 cm hoch; runde Hülse (zur Befestigung an einen Schaft), 
runder Knauf, aus dem das Kreuz aufsteigt, dessen Balken in Vierpässe enden. Beide Seiten sind mit ge- 

13» 



100 



Sammlung Hofrat v. Plason 



Fig. 144 
u. 145. 



triebcnem, mit Stiften befestigtem Kupferblech bedeckt; einerseits in der Mitte Kruzifixus, in den seitlichen 
Baiiienendcn Halbfiguren von Maria und Johannes, oben und unten Pelikan und Engel mit Buch; ander- 
seits in der Mitte Christus mit Buch und Segensgebärde thronend, in den Balkenenden die Evangelisten- 
symbole. Deutsch. XIV. Jh. (Fig. 144 u. 145). Aus Hannover stammend. 









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Fig. 145 Vortragskreuz, Rückseite, Sammlung Hofrat v. Plason (S. 100) 



Weihrauchgefäß, aus Messing; AchtpaBfuß mit eingezogenen Seiten; kesseiförmiges Gefäß, Deckel 
in Form eines durchbrochenen Spitzdaches, dessen Bekrönung eine menschliche Gestalt zwischen Fialen 
bildet. Deutsch. XV. Jh. 

W e i h w as s e r e i m e r, aus Zinn, sechsseitig mit gliederndem Gesims und Traghcnkel. Gravierte Haus- 
marke in Kranz und Datum K)42. Salzburger Marke wie die des Lorenz Hentz (Radinger, T. I., 6, 5), nur 
mit Monogramm G. //., wahrscheinlich des 1634 nachweisbaren Görg Hentz (Radinger S. 4). 

Ampel, aus Silber, sehr reich durchbrochenes Gefäß mit Rankenwerk; großen Früchten und Vögeln; an 
drei Henkeln mittels Kette befestigt. Freistempel, Repunzen. Mitte des XVil. Jhs, 

Reliquiar, Zink, zum Teil vergoldet; 31 cm hoch, breitovaler Vierpaßfuß mit flachgetriebenem Ranken- 



Sammlung Hofrat v. Plason 



101 



werk, binifürmifjcm Modus und breiter Draperie um den kartuschcförmigcn Rcliquiciibchältcr; zu oberst 
Krone. Um 17ÜÜ. 

R e 1 i q u i e n t a f e 1; dichtes Geflecht aus Silberblüten und Pailletten, darin eingelassene Aquarcllbildchcn 





Fig. HG Detail vuii einer italieniMjtttii Kd6i-|, 
Sammlung Hofrat v. Plason (S. 101) 



auf Pergament, die Hl. Maria Magdalena, Barbara und Katharina und zwei Jesuitenheilige und vier Wachs- 
rclicfs von Heiligen. Ende des XVII. Jhs. 

Kasel; grüner Seidenrips, um 18(X), darauf beiderseits Spiegel, einer kreuzförmig, einer in Form eines 
Streifens. Darinnen auf reichem Goldgrund Gestalten stehender Apostel unter je einem von Säulen und 
Kuppeldach gebildeten Portikus. Italienisch, wohl römisch. Zweite HSIfte des XV. Jhs. (Fig. 146). .An- 
geblich aus S. Pietro in Vincoii stammend. 



Flg. 146. 



102 Sammlung Graf Plaz 

Sammlung des Grafen Josef Plaz 

Rcichuiiliallerstralic Nr. 1. 

Die Gegenstände sind Faniilicnbesitz und rühren großenteils von der Großmutter des gegenwärtigen Be- 
sitzers, Fürstin Rosenberg geb. Gräfin Brandis, lier. 

G c ni aide, Miniatur e n, Zeichnungen: 1. öl auf Holz; 50 x 65 cm; der Leichnam Christi 
von Maria und Johannes gestützt, Kniestücl<e. Teilweise sciiadhaft; Kopie des XVlIl. (?) Jhs. nach einem 
Original um 15()(). 




Fig. 147 Ecce Homo von L. Kupelwieser, Sammlung Graf Plaz (S. 102) 



Fig. 147. 



2. Öl auf Holz; 69x49 cm; Turmbau von Babel; phantastische Architektur mit hoher Zufahrtsbrücke 
und sehr figurenreicher Staffage. Dem Mathis Cock wohl riciitig zugeschrieben. 

3. Öl auf Leinwand; 60 x 43 c/h; drei Studienköpfe von bärtigen Männern (Aposteln); sehr breit gemalt 
unter Einfluß des Rubens. Vielleicht von Fromiller. Aus Kärnten stammend. 

4. öl auf Leinwand; Porträt einer Gräfin Mandersclieid; die junge Dame in Pelzkleid und -barett, neben 
ihr v'm Kessel mit Kohlenfeuer. Wohl als „Winter" maskiert. Mitte des XV 111. jhs. 

5. Zciciinungen der Gräfin Josephine Brandis, geb. Trauttmansdorff, nach englischen Schabblättern und 
F-arbsticIicn. Bezeichnet und datiert von 1787, 1791 usw. 

6. Ölininiatur auf Holz; Brustbildporträt des Grafen Hieronymus Plaz. An der Rückseite ein Zettel mit 
Aufschrift: Genialen x'on G. Steinhauser von Treitberg 1793. 

7. Ol auf Holz; Christus als Schmerzensmann. Brustbild, von L. Kupelwieser. In zugehörigem Rahmen 
mit goldfarbig gemaltem, gotisierendem Blattornament (Fig. 147). 




TAFEL VIII J. B. VON LAMPI, BRUSTBILD DES BARONS JOHANN BAPT. PUTHON 

Sammlung Exzellenz v. Puthon (S. 103) 



Sammlung Ural Plaz — Freili. v. Piithon 



103 



Skulpturen: 1. Zwei Bronzemedailloiis; Brustbilder Kaiser Josefs II. und Papst PiusVI. auf weißem 
Marincirgrund in perikranzbcsetztem Bronzeralunen. Um 1786. 

2. Elfenbein ; Karikaturstatuette Napoleons, dessen Hut als Wippe für einen Russen und einen Preußen (Blücher) 
gebildet ist; unter dem Hute die Inschrift: Moskau, Liitzen. An der Fuliplatte Signatur: E. R. Um 1813. 

Service aus Porzellan, seladongrün mit Goldbordüren; ovale Medaillons mit verschiedenen Tieren; in 
der Platte großes Medaillon mit einem Jäger, der neben seinem Pferde stehend, sein Gewehr ladet. Wiener 
Biaumarke und Jahresziffern 99 und 800; an der Platte überdies Marke P. Altes Lederetui. Geschenk der 
Herzogin von Sachsen-Teschen an die Gräfin Jos. Brandis gel. Trauttmansdorff. 




Fig. 148 Damunpottriit in der Art des George Chinnery, 
Sammlung Freilt. v. Puthon (S. 103) 



Exzellenz Victor Freih. von Pulhon, k. k. StalthaKor a. D. 

Mirabellplatz Nr. 4. 

Gemälde: 1. öl auf Holz: Halbfigur der Madonna und dem stehenden nackten Christkind, italienisch. 
Ende des XV. Jhs. Stark übermalt. 

2. Miniaturporträt auf Porzellan; Halbfigur des Generals Forbcs. Bezeichnet: Levique. Ende des XVIII. Jhs. 

3. öl auf Leinwand; 54 x 67 cm; Brustbild des Barons Johann Bapt. Puthon, Urgroßvaters des Besitzers. 
Auf der neuen Leinwand der Rückseite Kopie der alten Signatur: Eqties de Lampi pinxit isn3 (Taf. Vlll). 

4. öl auf Leinwand; 20 x 28cm; Brustbild einer jungen Dame mit weißem Schleiertuch auf dem blonden 
Haar und einem Blumenkorb in den Händen. Dem Füger zugeschrieben. X'ielleicht eher von George Chiimery, 
vgl. Revue de l'Art Ancien et Moderne, 1911, 2, 256 (Fig. 148). 

5. öl auf Leinwand; oval; Porträt der Gräfin Maria Theresia Bombclie.-;. Bezeichnet: Schrolzbtrii /.sj;. 
Ferner eine Anzahl von Porträtminiaturen und kleinen Porträtreliefs in Wachs und Gips aus dem Ende des 
XVlll. und aus dem XIX. Jh. 



Tafel VIII. 
Flg. 148. 



104 Sammlung Rehle — Roll — Slama — Sperl 

Sammlung Fräulein Katharine Rehle 

Residenzplatz Nr. 4. 

Kleine Sammlung von eingelegten Möbeln mit Messingbeschlägen, zumeist aus der zweiten Hälfte des XVHI. 
oder dem Anfang des XlX.Jhs. 

Gemälde: öl auf Leinwand; zwei Pendants, Breitbilder mit kleinfiguriger Staffage, Christus mit den 
Jüngern auf dem Wege nach Emaus. Bezeichnet: Christus mit der Samariterin am Brunnen. Bei beiden 
Landschaft mit Ruinenarchitektur. Salzburgisch. Zweite Hälfte des XVIII. Jhs. 

2. öl auf Leinwand; kartuscheförmiges Aufsatz- oder Supraportebild, Anbetung der hl. drei Könige mit zahl- 
reichen Gefolgsleuten, die Kisten auspacken. Charakteristisches Bild in der Art des Zanusi. 

Manuskript ,,Collection d'une partie des differentes monnoyes de l'Europe" mit französischer Dedikation des 
Verfassers Marquis de Molans an Erzherzog Carl, Passau, 1801; mit leicht lavierten Zeichnungen von Münzen 
und zum Teil aquarellierten, ornamentalen Umrahmungen. 



Sammlung Landesgerichtsrat Karl Roll 

Waagplatz Nr. 2. 

Gemälde: 1. Zwei lünettenförmige Bilder, öl auf Holz; Christus als Kind segnend, mit Schriftband und 
Datum 17S4, das andere mit dem Gnadenbilde von Maria Piain, das von zwei Engeln gehalten wird. An der 
Rückseite des einen Bildes Monogramm AR; wohl richtig dem Rensi zugeschrieben. 

2. Öl auf Leinwand; 127 X 63 c/n; Kopie des Abendmahles von Lionardo da Vinci von Nesselthaler. Ende 
des XVIII. Jhs. 

3. Guache auf Papier; 16 x 11 cm; vier zusammengehörige Bilder, Landschaften mit Staffage, die vier Jahres- 
zeiten darstellend. Eines bezeichnet: Cliristian Fonteine. Drittes Viertel des XVIII. Jhs. 

4. Pastell; 46 x 56 cm; zwei Pendants, Brustbild des Herrn Metzger in grauem Rock mit roter goldgestickter 
Weste und seiner Gattin in buntem Kleide mit weißem Schal. Um 1780. 

5. Öl auf Leinwand; 41 x 53 cm; Brustbild des Bürgermeisters Späth und Pendant dazu, Porträt seiner Gattin 
Maria Susanna. Um 1800. Art der Barbara Krafft. 

6. Aquarell auf Papier; 48x35 cm; eine Anzaiil von Salzburger Herren an einem Wirtshaustische, die 
sogenannte Kassuppengesellschaft in Maxglan. Bezeichnet: Paul Schellliorn fec. Um 1820. 

Ferner eine Anzahl von eingelegten Möbeln, Zinn, Glas und Porzellan, endlich eine bedeutende Sammlung 
Salzburger Münzen und Medaillen. 

Sammlung Wilhelm Slama 

Residenzplatz Nr. 2. 

Sammlung von Salzburger Ansichten und Büchern; unter jenen eine lavierte Zeichnung, Aufnahme des 

Dom« mit zwei Grundrissen, verschiedenen Schnitten, Fassadenstudie und Details. Anfang des XlX.Jhs. 

Ferner: 

Pastell; Halbfigur der Madonna mit dem schlafenden Kinde im Arm. Der Tradition nach von Laktanz 

Grafen Firmian gemalt. 

Holz, modern polychromiert; Statuette der sitzenden Madonna mit dem Kinde im Schoß; sehr tiefe 

Falten in der Draperie. Mitte des XVI. Jhs. 

Holz, polychromiert; Kruzifixus mit neuerer Magdalena vor gemalte Hintergrundsiandschaft gesetzt. Von 

Bindel. Anfang des XlX.Jhs. 

Sammlung Frau Margarete Sperl 

Getreidegasse Nr. 46. 

Kreuzpartikel; Silber, 25cm hoch; Achtpaßfuß, dessen Steilrand mit Rautenmuster graviert ist, in 
einen vierseitigen kantigen Schaft übergehend, darüber das Kreuz, das an beiden Seiten graviert ist. Einer- 
seits um den Behälter mit der Reliquie Inschrift: Jltesus und JNRJ auf aufgerauhtem Grunde; unten ein 
Schildchen mit nieliiertem Lamm. Anderseits gravierte Figur des hl. Christoph, das Christkind tragend. Am 
iig. 149. Fi'ß eingraviertes Datum: 1450 (Fig. 149). 



Sammlung Strasser — Ritter v. Strele — Graf Franz Thun 



105 



Sammlung Philipp Strasser 

Riulolfskai Nr. 54. 

Saminliing von Salzburgcr Ansichten, darunter eine her- 
vorragende Serie der kolorierten Nauniannsclien Kupfer- 
stiche. 

Aquarell; 60 X 36 cm; Ansicht von S. vom Klausentor. 
Bezeichnet: Jaschke 1837. 



Sammlung Regierungsrat Richard Ritter von Strele 

Dreifaltigkeitsgasse Nr. 18. 

Gemälde: 1. öl auf Leinwand; 14 X 19 cm; Brustbild des 
Gabriel de Ferrari, Generals der barmherzigen Brüder. Tirolisch. 
Um 162Ü. 

2. öl auf Leinwand; Breitbiid, Halbfigur des Hans Kembter, 
Bürgers von Brixen, mit Totenkopf und Kerze, links hinten das 
von ihm gestiftete Kirchlein in Zinken. Deutsch. Um 1630. 
Rechts Wappen und Inschrift der Lebensdaten. 

3. öl auf Leinwand; 77 X 98 a«; alte Frau eine Kerze haltend, 
deren Schimmer sie mit der Hand schützt; neben ihr ein Knabe, 
der eine Kerze an der ihren anzünden will. Aus Reutte 
stammend. Einem der Zeiller zugeschrieben. 

4. öl auf Leinwand; 59 X 76 cm; der Watzmann, von Berchtes- 
gaden aus gesehen, vorn bäurische Staffage. Rechts unten be- 
zeichnet: D. Malüknecht 1S4<J. 

Skulptur: Holz, Rückseite ausgehöhlt, 65 cm hoch; modern 
polychromiert, Maria trauernd, von einer Kreuzigung stannnend. 
Tirol. Anfang des XVI. jlis. Durch die moderne Übermalung 
stark verändert. 

Ferner Möbel, darunter ein reich geschnitzter Südtiroler oder 
italienischer Kasten des XVII. jhs., aus Tratzberg stammend, 
und Ziim von Tiroler und Salzburger Provenienz. Unter den 
Bücliern tadellos erhaltenes Exemplar des überaus seltenen 
Christlichen Seelenschatzes mit den ornamentalen Stichen von L. F. Kaukol 1729, 




Fig. 149 Kreuzpartikcl, 
Sammlung Sperl (S. 104) 



Sammlung Graf Franz Thun 

Schrannengasse Nr. 8. 

Möbel, Fayencen, Zinn usw., größtenteils aus der Umgebung Salzburgs, als Wohnungseinrichtung ver- 
wendet. Außerdem zu nennen: 

G e m ä I d e: 1. öl auf Holz; 19 X 25 cm; Madonna mit dem Kinde und dem kleinen Johannes in Halbfigur. 
Österreichisches Werkstattbild aus der Nachfolge des Lucas Cranach. Erste Hälfte des XVI. Jhs. 

2. öl auf Leinwand; zwei quadratische Pendants, den Verkündigungsenge! und hl. Jungfrau darstellend. 
Venetianisch. Ende des XVI. Jhs. 

3. Gute Kopie von Raffaels Belle jardiniöre. XVll.Jh. 

XVI M 



106 



Sammlung Tomaselli 








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Sammlung Turnnsclli 



107 



Sammlung Frau Elise Tomaselli 

Großenteils aus Familienbildcrii und aus Objekten bestehend, die in der Stadt Salzburg gesammelt wurden. 
Gebrauchsglas und -porzellan, zumeist aus der ersten Hälfte des XIX. Jhs. 

Gern aide: Ol auf Leinwand: 1. 54 x 68 cm; Brustbild des Herrn Hoftenoristen Giuseppe Tomaselli, an 
einem Klavier sitzend. Siciiere Arbeit von Carl Rahl. Um 1830 (Fiij. 150). 



Fig. ISO. 




Flg. 152 Porträt der Trait hranziska Weiser von Barbara Krallt, 
Sammlung Tomaselli (S. 107) 



t. 55 X 70 cm; Brustbild desselben in schwarzem Rocke mit Spitzenjabot; von Barbara Krafft. Um 1815 

"^!g. 151). Fl«. 151. 

i. Pendant zu 2; Brustbild seiner Gattin Antonia in ausgeschnittenem Kleide. Von derselben. 

I. 47 X 59 cm; Brustbild der Frau Franziska Weiser geb. Bamberger, en face in braunem Kleide, mit Spitzen- 

iäubchen. Ebenfalls von Barbara Krafft. Um 18()8 (Fig. 152). Flg. 152. 

i. 45 X 57 cm; Brustbild des Handelsmannes Matthias I'uchs in braunem Rock, mit gestickter Weste und 

Spitzenjabot. 

14« 



108 



Sammlung Tomaselli — Baron Warsberg 



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153. 




6. Pendant zu 5; Brustbild seiner Gattin in scliwarzem Kleid, das mit kleinen Blüten gestickt ist, mit Gold- 
liaube. Bezeichnet: Barbara Krafft, tiata Steiner piiixit IHIO. 

7. 75 X 110 cm; Kopie des Abendmahles von Lionardo von Barbara Krafft. 

8. 41 X 50 cm; Brustbild des Hofkochs und -konditors Carl Tomaselli, in schwarzem Rocke, gelber Weste 
und Vatermördern. Bezeichnet: C. Rahl H30. 

9. 43 X 55 cm; Brustbild der Sängerin Katharina Tomaselli, Mutter der Sän- 
gerin Josefine Gallmeyer; in dunkelviolettem, ausgeschnittenem Kleide. Wohl 
gleichfalls von Rahl. Um 1830. 

10. 55 X 88 cm; Brustbild des Ignaz Tomaselli, im grünen Rock, schwarzer 
Weste und Halsbinde. Bezeichnet: Zorn pinxit 1846. 

11. 44x57 cm; Brustbild eines Herrn Landauer, in schwarzem Rock. Von 
F. X. Hornöck. Um 1840. 

12. 56 X 70 cm; Halbfigur der Frau Franziska Weiser in schwarzem Kleid, mit 
weißem Spitzenkragen und weißer Haube. Um 1840. 

13. 70 X 89; Halbfigur der Frau Martha Weiser geb. Brentani, in reich ge- 
sticktem, mit Spitzen besetzten Kleide mit blauem, rotgefütterten Mantel. 
Um 1735. Geschnitzter, vergoldeter Rahmen aus derselben Zeit. 

14. Aquarell auf Papier; 11 X 14cm; Brustbild des Herrn Ignaz Tomaselli, vor 
einer Mauer sitzend, auf der aetatis 60 steht. Bezeichnet: Psenner S4lh 

15. 17 X 22 cm; Porträt des Notars Thomas Neuhofer in Uniform eines 
Magistratsrates. Bezeichnet: Daekelman 831. 

16. Pendant zu 15; Porträt der Frau Rosina Neuhofer, geb. Krugelhuber. Von 
demselben. 

17. Aquarell auf Elfenbein; 3"4 x4cm; Brustbild von Wolfgang und Marianne Mozart, er in rotem Rock 
mit blauem Besatz, sie in einem violetten Kleid mit einem Notenblatt in den Händen. Als Brosche montiert. 
Französisch. Um 1764 (Fig. 153). 

18. 5-4 X 6-6 cm; Halbfigur des Anton Leiler als dreizehnjährigen Knaben, in blauem Rock mit weißen 
Umschlagkragen. Bezeichnet: Knieschek pinx. Um 1826. 

19. 6x7-2 cm; Brustbild des Herrn Giuseppe Tomaselli in blauem Rock, mit weißer Halskrause. Be- 
zeichnet: Fahrlander. Um 1825. 

20. 5-2 X 6cm; Brustbild des Kaisers Franz in Uniform. Die Rückseite in Egiomise, Obelisk mit an- 
gelehntem Schilde, mit Inschrift: Zum Andenken 1822. 

21. Pastell. Drei ovale Bilder; Brustbilder von Mädchen mit gepuderten Haaren, 
eine in schwarzem Kleide, eine mit einer Schokoladetassc, eine mit einer Mause- 
falle und einer Katze. Die drei Mädchen sind der Tradition nach die Kinder 
des Bürgermeisters Weiser. Um 1780. 

Wach s, vergoldete kleine Nachbildung des Erentrudhauptes in Nonnberg 
(siehe Kunsttopographie VII, Taf. XV), auf einem Sockel, der als Reliquien- 
behälter dient. XVIII.Jh. (?) 



Sammlung Baron Alexander Warsberg 

Brunnhausgasse Nr. 10. 



Fig. 153 Miiiialurporträt 
von Wülfgang und Marianne 

Mozart, 
Sammlung Tomaselli (S. 108) 



Sammlung von Bildern und kunstgewerblichen Gegenständen, die zu dekora- 
tiver Verwendung bestimmt sind, speziell von Porzellantassen, ferner auch von 
Glas (besonders venetianisches). javanischen Waffen, griechischen und etruski 
sehen Altertümern, antiken Bronzen, Zinn (darunter zwei Edelzinnteller). 
Porzellan (.Meißen, darunter Böttcher, Wien. Nymphenburg. Rudolstadt, Fulda, 
Zürich. Paris usw.). Unter den Antiken ist die schöne Bronze-Chimaira her- 
vorzuheben, die R. V. Schneider in der Festschrift für Th. Gomperz (Wien 1902), 
S. 479, veröffentlicht hat. 

Dickbauchiger Krug mit Reliefdekor, blau auf Grau, mit zwei Medaillons mit 




Fig. 154 Porzcllanfigiirchen, 

Sammlung Baron Warsberg 

(S. 109) 



Sammlung Baron Wanberg — Frelh. v. Wimpfft-n 



109 



Wappen der Frciliorrcn von WarsberR iiiul Umschrift: Fridericus Lotharius Freiherr von W.173.1. Ober 
em einen Medaillon ein musizierender Page. Niederrheinisch. Westerwald? 

vei Stickereien auf gelbem Seidenstoff, kleine Blumen und Blfitenzwcigc. Italienisch, japonisierend. 
Veite Hälfte des XVIII. jlis. ^ ^ 

• egen, Klinge mit Marke des Tomaso Ajala; vergoldeter Korb mit 

reicher Rocaille. Um 1750. 

Stahlkästchen, vergoldet, rechteckig; mit 
gravierten Darstellungen von türkischen Kriegern 
in ovalen Medaillons. Innen bezeichnet: MM. 
XVI. Jh. Wohl von Michael Mann. 

Tintenfaß, quadratische Untertasse und 
quadratischer Untersatz mit Limosiner Email 
bedeckt; Darstellungen von Grotesken, Mas- 
kerons und Federzacken auf schwarzem Grunde. 

Um 1600. 

Byzantinisches Kreuz mit geschnitzten, durch- 
hrociieiK'ii Darstellungen aus der Passion Christi 
in Filigranmonticrung. Der Griff mit kleinen 
Perlen und Emailblüten besetzt. Daran Ring mit 
Inschrift von 1759. Aus Korfu stammend. 

Gemälde: 1 . öl auf Leinwand, 115 ,'. 145 cm\ 
großräumige Architekturhalle, darin orientalisch 
gekleidete Personen bei einem Mahle; bewaffnete 
Krieger dringen ein, gegen die mehrere der 
ersteren zu den Waffen greifen. Italienisch, floren 
tinisch; Mitte des XVII. Jhs. 

2. öl auf Leinwand, Christus mit den Jüngern in 
Emaus. Halbfiguren. Italienisch, Nachfolger des 
Carlo Dolce. 

3. öl auf Leinwand, Landschaft mit antiker 
Tempelruine; mehrere Personen als Staffage. Ober- 
italienisch. Zweite Hälfte des XVIII. Jhs. 

'orzellanfiguren: 1. Knabe mit einem zu seinen Füßen liegenden Hund. Blindmarke J. H. 
Hannong?) (Fig. 154). 

Juppiter, den Blitz zückend, neben ihm der Adler. Wiener Blindmarke (Fig. 155). Der Art des Nieder- 
layr nahestehend. Vgl. den Neptun bei Frau Hofrat Zuckerkandl in Wien; Folnesics- Braun, Gesch. d. 
Yiener Porz.-Man., 1907, S. 191, Fig. S. 170. 

Felssockel, auf dem eine große Vase steht; daran lehnt ein Flöte blasender Jüngling (Fig. 156). Kloster 
^ciidorf, um 1780. Ein zweites Exemplar im Kunstgewerbemuseum in Leipzig; abgebildet bei Graul- 
Uirzweily, Alttlüiringer Porzellan, Leipzig 1909, Taf. XXXIV. 2. 

rchlaguhr, aus Messing. Im Inneren gravierte Ornamente vom Ende des .W'l. Jhs. und Signatur: 
iforg Chr. L...nberger. Das Zifferblatt mit rot eingelassener, gravierter Mittelrosette und Zwickelfflilungcn. 

Im 17(K). 





. 155 VVit-'iicr l'Drztllaii- 
figürclien, 
Bmmiung Baroii Warsberg 
(S. 109) 



l'ig. Ijlj l'urz<.U.iii!;(;uii;licn, 

Kloster Weildorl. 

Sammlung Baron Warsberg 

(S. 109) 



Fig. 154. 
Fig. 155. 



Fig. 156. 



Sammlung Exzellenz Franz Freiherr von Wimpffen 

Schwarzstraße Nr. 19. 

Kleine Sammlung von Familienminiaturen und Souvenirs an Erzherzog Johann und Erzherzog Ludwig 
Viktor. 

Gemälde: 1. Porträtminiatur auf Elfenbein, oval; Brustbild des Freiherrn Christ an von Wimpffen als 
junger Offizier. Bezeichnet : Vinc. Nasti f. IS27. 

Sechs Aquarellbilder, auf Papier; 15x22 cm; je ein ganzfiguriges Porträt in JagdkostOm enthaltend. 

Jnd zwar: Kaiser Franz Josef 1.. König .Mbcrt von Sachsen, Prinz Ludwig und Karl Theodor von Bayern, 

'rinz Wasa und Prinz Max Taxis. Um 1855. 



110 



Sammlung Hofrat Dr. Wodickh 






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Sammlung Hofrat Dr. Wodtckh 



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112 



Sammlung Freih. v. Wimpffen — Hofrat Dr. Wodickh — Zeller 



Fig. 157. 



Tafel IX. 



Fig. 158. 



Fig. 159. 



Fig. 160. 



Flg. 161. 



3. Aquarell auf Papier; acht verschieden große Ansichten (Außenansichten und Interieurs) des Jagdschlosses 
Brandhof bei Aflenz in Steiermark. Um 1830. Art des Ender. 

B ü s t e, aus weißem Marmor, Kaiser Augustus. Italienisch. 
Anfang des XIX. Jhs. 



Sammlung Hofrat Dr. Wodickh 

Giselakai Nr. 51. 

Kleine Anzahl guter Familienbilder, vornehmlich aus der Familie 
von Jacquin, aus deren Besitz auch die Mduzahl der übrigen 
Bilder stammt. 

Gemälde: I. öl auf Leinwand; 32 x 43 cm; Tod des hl. Franz 
Xavtr in schwarzem Habit, der ein Kruzifix in den Händen hält; 
neben ihm zwei Engel, oben zwei weitere, die Blumen streuen. 
Links Durchblick auf Seelandschaft, österreichisches Barockbild. 
Mitte des XVIII. Jhs. Unter Einfluß Tiepolos (Fig. 157). 

2. öl auf Leinwand; 60 x 61 cm; Brustbild des Botanikers Nikolaus 
Baron Jacquin in olivgrünem Rock mit schwarzen Aufschlägen, 
gelber Weste und weißer Binde. Links unten bezeichnet: Füger 
pinxit 1811 (Taf. IX). 

3. öl auf Leinwand; 58 x 72 cm; Halbfigur der lil. .Maria Magda- 
lena in grünem Gewände mit Goldborten, die Hände an die Brust 
gelegt. Dem Friedr. Heinr. Füger zugeschrieben (Fig. 158). 

4. öl auf Blech; 17 X 21 cm; Brustbild der Isabella Jacquin, nach- 
mals Hofrätin von Schreibers, in weißem Kleide mit blauem 
Schal, österreichisch. Anfang des XIX. Jhs. 

5. Aquarell auf Papier; 14 X 19 fm; Brustbild des Nikolaus Baron 
Jacquin in blauem Rock mit türkischem Halstuch. Unterschrift: 
Auf Stein gezeichnet von F. Lieder (Vorzeichnung für die Litho- 
graphie). Um 1820 (Fig. 159). 

Ferner mehrere Porträts von Saar, darunter ein Brustbild des 
Barons Joseph Jacquin um 1840 und viele Miniaturporträts, 
Aquarell auf Papier von demselben, darunter eine Kopfstudie 
eines Knaben (Georg Schmer, des nachmaligen Adjutanten Hay- 
naus) (Fig. 160), um 1840 und Brustbild der Hofrätin von 
Schreibers als ältere Dame, um 1850. 

6. Miniaturporträt auf Elfenbein; 5-5 X 7 cm; Brustbild der 
Isabella Baronin Jacquin. Bezeichnet: Stubenrauch. Um 1810. 



Sammlung Frau Anna Zeller 

Westbahnstraße Nr. 2. 

Pokal, Silber, vergoldet, 59 a« hoch; Fuß, Cupa und Deckel 
gebuckelt; gedrehter Fuß, aus dem über eine Platte ein Baum- 
stamm herauswächst, an dem ein Mann hinaufklettert. Darüber 
der Kelch, in dessen Rand sich die Zähne und Buckel des 
Deckels einfügen. Auf dem Deckel Pelikan mit Jungen, zu oberst 
als Bekrönung eine Dülle, aus der eine Blume herauswächst. 
Nürnberger Beschau, Meistermarke PS (nach R* 3162 Peter 
Schutzing oder Peter Sigmund). Würxenzeichen. Zweite Hälfte 
des XVI. Jhs. (Fig. 161). Aus dem Besitz der Familie Rubinig 
stammend. 




lig. Itil Pol<al, 
Sammlung Zellcr (S. 112) 




TAFEL IX HEINRICH FOGER, BRUSTBILD DES BARONS NIKOLAUS JACQUIN 

Sammlung Hofrat Dr. Wodickh (S. 112) 



Sammlung Zeller — Holratin Eberle 



113 



Tau f in edai 1 1 e, aus Silber, 4x4-5 cm; Wappen der Rubini« mit Umschrift: Sif^mundt Rubinnif> 
in Festonfassung. An der Rückseite Inschrift: geboren 'il. Aprills Anno 1700 z. SaUbg. J.H.S. 

Ovale Medaille; 5 X 6cm; Silber, vergoldet; in steilem Rand; Taufe Christi mit Enjjeln in Landschaft. 
Unterschrift: G. Pru S ca (unleserlich). An der Rückseite Inschrift: Ao 1678 den 12. September ist gebohr. 
Anna Magdalena Maria Ursula Bnxbomin etc., in graviertem Kranz. 

G ü r t e 1 s c h 1 i e ß e, aus Silber; kartuscheförmig, mit getriebenem Wappen der Robinig, in reicher 
l.infa^sung aus Blattschnflren. Zweite Hälfte des XVIII. Jhs. 

Kabinett, aus Ebenholz; mit gravierten Beineinlagen, und zwar zum Teil figuralen Darstellungen (Lands- 
knechten), zum Teil reiduni Rankenornament. Kleine Schubladen hinter Flügeltüren. Anfang des XVII. Jhs, 




Fig. 162 Tongruppe, Salzburgei Stierwascher, Sammlung Hofratin bberle (S. lld) 



Nachträge 



Sammlung Hofratin Bertha Eberle 

Haydnstraüe 10. 
Alter Familienbesitz. 

Gemälde: öl auf Leinwand, 47x60*5fOT. Halbfigur eines schlafenden jungen Mädchens, dessen Kleid 
rechts von der Brust herabgeglitten ist, in einem reichen Empirelehnstuhl. An der Rückseite bezeichnet: 
Peint par A. L Gruber. Der Name ist teilweise getilgt; nach der Tradition ist das Bild von J. B. Lampi 
d. Ä., dessen Richtung es folgt. 

Tongruppe, bunt bemalt, 18 cm. „Salzburger Stierwascher"; ein junger Mann in Hemdärmeln wascht 
einen schwarzen Stier mit einem Stück Seife, daneben kniet eine Frau neben einem Wassergefäß. Dabei 
steht ein Bauer und deutet mit einer sprechenden Gebärde auf seine Stirn. Um 1770, wohl Salzburgisch 

(Fig. 162). 

„Tantal US", zirka 20cm hoch; korbartiger verschließbarer Behälter aus weiß lackiertem Holz, in der 
oberen Abschlußplatte eingelassene Aquarellminiatur „Die Sophienbrücke* beziehungsweise ,A\ahtknechf . 
Darinnen Flasche aus Rubinglas mit Golddekor. Um 1830. 

XVI «5 



t-tg. 162. 



114 



Bilder aus Familienbesifz. 



Sammlung Baronin Stockart 

Sammlung Baronin Marie Stockart 

Lassergasse 35. 



1. öl auf Leinwand, 71x555 cm. Zwei rotblonde musizierende Putten, mit grün und grünroten Dra- 
perien. Scheinbar Ausschnitt aus einem großen Altarbild. Mailändisch, um 1530, Richtung der Spätzeit 
des Gaudenzio Ferrari. 




Fig. 163 Porträt des Barons Alexander Neffzen, Sammlung Baronin Stockart 

(S. 114) 



2. öl auf Leinwaiid 575 x 70 cm. Brustbild des Barons Alexander von Neffzen in schwarzem gold- 
hig. l<.3. gestickten .Magnatenkostüm. Breitgemaltes Bild, um 1840, Richtung des F. Amerling (Fig. 163). 

3, Öl auf Leinwand, 41x51r/w. Brustbild der Baronin Eleonore Neffzen in schwarzem ausgeschnittenen 
Kleid, ihren kleinen Soiin in den Armen haltend. Bezeichnet Josephin Götzl. Um 1840. 



K. k. Studlenbibllothck 115 

K. k. Studienbibliothek 

über die Geschichte der Bihliotliek siehe Foltz, Geschichte der Salzburger Bibliotheken, Wien 1877, S. 75ff., 
"», 105, und H. TiETZE, Die iNuminierten Handschriften in Salzburg, Leipzig 1905 (Wickhoff, Beschrei- 
bendes Verzeichnis der illuminierten Handschriften in Österreich, II. Band). In diesem Werke auch die 
ausfiihrliciie Beschreibung der Miniaturhandschriften, die im folgenden nur kurz charakterisiert werden. 

1. [VI AI] Gregorii IX Papae Decretales. lateinisch. Perg., 288 x459 mm, fol. 264; Miniaturen, Ini- 
tialen, Randleisten. Holzdeckel mit Lederüberzug. Obcritalienische Arbeit aus der zweiten Hälfte des 

XIII. jlis. (Salzburgcr Miniaturenkatalog Nr. 37). 

2. [V i A 2) Arcliidiaconum super decretalium . . ., lateinisch. Perg., 259 X 439 mm, fol. 330; Miniaturen, 
Zierleisten, Initialen. Abgewetzter Lederband mit Metallschließen; unter Hornplättchen der Titel. Italienische, 
wohl bolognesisclie Arbeit aus der zweiten Hälfte des XIV. Jhs. (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 38). 

3. [VI A 6] Joannis Andree additiones super speculo Durandi, lateinisch. Pap., 296 x 406 mm, fol. 217; 
Initialen. Holzdeckel mit beschädigtem Lederüberzug; abgerissene Metallschlieüen. Florentinische Arbeit 
VDii 1433/35 (Salzburger Miniaturenkatalog, Nr. 39). 

4. [V 1 A 8] Baldus de Perusio. Lectura super libro VI Codicis, lateinisch. Pap., 280 x 408 mm. fol. 414; 
Initialen, Zierleisten. Gepreßter Lederband von zirka 1642. Oberitalienische Arbeit von 1419 (Salzburger 
Miniaturenkatalog Nr. 40). 

5. [VI A 9] Rationale divinorum officiorum, lateinisch. Perg., 265x405, fol. 261; Initialen. Lederband. 
Italienische Arbeit vom Ende des XIII. Jhs. (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 41). 

6. [VI All] Missale, lateinisch. F\'rg., 291x39lfm,' fol. 231; Initialen, Randleisten, Kanonblatt. Ge- 
preßter Schweinslederband mit Metallecken und -schließen. Salzburger Arbeit aus dem dritten Viertel des 
XV. Jhs. (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 42; Hacker in Salzburger Landeskunde IX, 245 ff.). 

7. [VI A 12] Missale, lateinisch. Perg., 277 X 39t) mm, fol. 245; Miniaturen, Initialen. Gepreßter Leder- 
hand mit Metallbesclilägen und -schließen. Salzburger Arbeit um 1460/70 (Salzburger Miniaturenkatalog 
Nr. 43; Hacker in Salzburger Landeskunde IX, 248). 

8. [VIA 13] Novella Domini Joliannis Andree super libro secundo decretalium, lateinisch. Pap., 288 x 410 m/n, 
fol. 215; Initiale. Beschädigter Lederband mit abgerissenen Metallbeschlägen. Deutsche Arbeit des XV. Jhs. 
(Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 44). 

9. [V 1 B 18] Tractatus Hieronymi de libro psalmorum, lateinisch. Perg., 257 x 368 cm, fol. 138; Initialen. 
Lederbaiui mit gepreßtem Rautenmnster, Metallschließen. Fränkische Arbeit vom Anfange des IX. Jhs. 
(Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 45; Foltz a. a. O. 9, 36). 

10. [V 1 B 19] Expositio beati Brunonis. lateinisch. Perg., 266 x 365 mm, fol. 192; Reuronne- Initialen. Ein- 
facher, stark beschädigter Lederband. Süddeutsche Arbeit des XIV. Jhs. (Salzburger Miniaturenkatalog 
Nr. 46; Hacker in Landeskunde IX, 247; Vierthaler, Reisen durch Salzburg, 1799, p. 105). 

11. |V l B 20] Psalterauslegung des Nicolaus von Lyra; deutsch-lateinisch. Perg., 255 x365 mm, fol. 270; 
Randleisten, Initialen. Lederband mit Hornplättchen und abgerissenen Schließen. Böhmische Arbeit um 
14(X) aus dem Kreise König Wenzels (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 47; J.V.Schlosser im Jahrbuch 
der kh. Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses XIV, p. 256; Hacker in Landeskunde IX, 249; 
Vierthaler, Reisen durch Salzburg, 1799, p. 106 ff. 

12. [V 1 B21] Breviarium Romaiuim, lateinisch. Perg.. 275 x359 mm, fol. 402; Initialen, Randleisten. 
Reich gepreßter Lederband mit Metallbeschlägen. Salzburger Arbeit in der Art des Ulrich Schreier, vor 
1475 (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 48; Hacker in Landeskunde IX, 248; Eichler, Die deutsche Bibel 
des Erasmus Stratter, Leipzig 1908, S. 130, 138 f; H. Tietze im Kunsthistorischen Jahrbuch der Zentral- 
Kommis«ion 1908, S. 11, Anm.). 

13. [VI B 23] Missale, lateinisch. Perg., 297 x385 mm, fol. 340; Initialen, Zierleisten. Leinwandbezogenc 
Holzdeckel mit Metallbesclilägen. Oberdeutsche, vielleicht Augsburger Arbeit aus der ersten Hälfte des 
XV. Jhs. (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 49; Hacker in Landeskunde IX, 248 L). 

14. [VI B221 Ordo missalis, lateinisch. Perg., und Pap. 285 x365 mm. fol. 97; Initialen. Randleisten. 
Gepreßter Lederband mit Metallschließen. Süddeutsche Arbeit um 1500 (Salzburger Miniaturenkatalog 
Nr. 50). 

15. [VI B 24 (2)1 Summa Gofredi super libros decretalium, lateinisch. Perg., 240 x296 mm. foL 158; In- 
itialen. Lederband mit Metallschließen. Italienische Arbeit um 12(K) (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 51; 
Hacker in Landeskunde IX, 245; Foltz, Geschichte der Salzburger Bibliotheken 39 f.). 

16. [VI B33] Novella Bonifacii Vlll super eins lib. VI. decret.. lateinisch. Pap.. 300 x404 mm, foK 242; 
initialen. Lederbände mit Metallbeschlägen. Deutsche Arbeit des XV. Jhs. (Salzburger Miniaturenkatalog 
Nr. 52). 

17. [VI B36/8] Sermones postillares Antonii Parmensis. — Admonitiones S. Bonaventurac ad sacerdotes 
de celebratore. — Albertus Magnus, Signa, Calendaria; lateinisch. Pap., 281 x 407 mm. fol. 320; Miniaturen, 
Initialen. Holzdeckel. Süddeutsche, vielleicht bayrische Arbeit aus dem zweiten Viertel oder der Mitte des 

XIV. Jhs. (Miniaturenkatalog Nr. 53). 

15* 



116 K. k. Studienbibliothek 

18 [VI C40] Antiphonarium Choräle, lateinisch. Perg., 232 x334 mm, fol. 48; Initialen. Lederband mit 
Metaiisclilielk'ii. Deutsche Arbeit des XV. Jlis. (Saizbiirger Miniaturenkatalog Nr. 54). 

19. [VI C44] Altertümer von Rom und Verona, italienisch. Pap., 240 x 345 mm, fol. 33. Architekto- 
nische Aufnahmen. Pergamentband (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 55). 

20. [VI D 47] Breviarium maioris Ecclesiae Salisburgensis, lateinisch. Perg., 220 X 314 mm, fol. 170; In- 
itialen, Randleisten. Lederband mit Metallschließen. Salzburger Arbeit vom Anfange des XII. Jhs. (Salz- 
burger Miniaturenkatalog Nr. 56). 

20. [V 1 D 50 (2 vol.)] Biblia Sacra, lateinisch. Perg., 242 x334 mm, fol. 424; Fleurone-lnitialen, Zier- 
leisten. Ledereinband mit teilweise abgerissenem Metallbeschlag. Deutsche Arbeit des XIV. Jhs. (Salz- 
burger Miniaturenkatalog Nr. 57). 

21. [VI E 52] Meßzeremoniale, lateinisch. Perg., 264 x368 mm, fol. 30; Initialien, Randleisten. Holzdeckel 
mit schwarzem Leinenüberzug, österreichische Arbeit vom Beginn des XV. Jhs. (Salzburger Miniaturen- 
katalog Nr. 58). 

22. [VI E 55] Summa Goffredi super libris decretalium, lateinisch. Perg., 241 x 358 mm, fol. 111; In- 
itialen, Randleisten. Glatter Lederband mit abgerissenem Metallbeschlag. Italienische Arbeit aus der 
ersten Hälfte des XIII. Jhs. (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 59). 

23. [VI E 56] Mesne, Johannis Grabadini, liber medicinalis, lateinisch. Pap., 236 x340 mm, fol. 302; In- 
itialen, Randleisten. Gepreßter gemusterter Lederband. Salzburger Arbeit in der Art des Ulrich Schreier 
von 1469 (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 60; H.. Tietze im Kunsthistorischen Jahrbuch der Zentral- 
Kommission 1908, S. 11, Anm; F. Eichler, Die deutsche Bibel des Erasmus Stratter, Leipzig 1908,5.146. 

24. [V 1 E 57] Epistolae apostolorum, lateinisch. Perg., 268 x 361 mm, fol. 15; Initialen. Salzburger Arbeit 
vom Anfange des XV. Jhs. (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 61). 

25. [VI E 59] Missale, lateinisch Perg., 261 x 355 mm, fol. 436; Fleurone-lnitialen. Miniaturen. Ge- 
preßter Lederband. Salzburger Arbeit vom Anfange des XIV. Jhs. (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 62; 
Hacker in Landeskunde IX, 249 f.). 

26. [VI E 60] Breviarium romanum. lateinisch. Perg., 225 x322 mm, fol. 493; Initialen. Randleisten. 
Miniaturen. Gepreßter Lederband. Österreichische Arbeit aus dem Anfange des XV. Jhs. (Salzburger 
Miniaturenkatalog Nr. 63; Hacker in Landeskunde IX, 250). 

27. [V 1 F97] Leo Belgicus, opera M. Joannis Burggraff, lateinisch. Pap., 199 x292 mm, 162 pag.; 
Miniatur. Wappen. Salzburger Arbeit von 1674 (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 64). 

28. [VI CllO] Missale, lateinisch. Perg., 230 X 282 mm, fol. 39; Initialen. Randleisten. Gepreßter Leder- 
band mit Metallbeschlägen. Österreichische Arbeit. Mitte des XV. Jhs. (Salzburger Miniaturenkatalog 
Nr. 65). 

29. [V 1 C 117] Nicolaus de Dünkelsbühl, Tractatus varii de poenitentia etc., lateinisch. Pap., 215 x 298 mm, 
fol. 229; Initialen. Lederband mit Metallbeschlägen. Süddeutsche Arbeit aus der Mitte des XV. Jhs. (Salz- 
burger Miniaturenkatalog Nr. 66). 

30. [VI H 131| Calendarium ecclesiae Salisburgensis, lateinisch. Pap., 190 x275 mm, fol. 41; Miniaturen. 
Goldgepreßter Pergamentband. Salzburger Arbeit von 1630/31 (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 67). 

31. [VI H 139] Famiglie piü antiche e nobili Romane, italienisch. Pap., 186x255mm, fol. 80; eine 
Kartusche. Wappen. Pergamentband mit eingeprägtem Wappen des Erzbischofs - Franz Anton Harrach. 
Genealogisches Werk von 1689 (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 68). 

32. [V 1 H 149] Computus cyrometralis maior per manus Johannis Reysoldi, lateinisch und deutsch. Pap., 
149 X 209 mm, fol. 108; Miniaturen. Salzburger Arbeit von 1402 (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 69). 

33. [VI H 153] Eusebii Epistola ad Damasuni de Vita Hieronymi. — Epistola beati Augustini ad s. Cy- 
rilluni. — Liber Soliloquiorum beati Isidori episcopi. Pap., 167 x237 mm, fol. 140; Initialen. Gepreßter 
Lederband mit Metallschließen. Salzburger Arbeit von 1470 (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 70). 

34. [V 1 H 154] Liber visionum fratris Johannis; liber florinus celestis doctrine. Liber apparitionum vel 
visionum B. Mariae, lateinisch, Perg., 184 x243 mm, fol. 86; Miniaturen. Initialen. Lederbände mit ein- 
fachem Metallbeschlag. Salzburger Arbeit von 1410 (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 71; Foltz, Ge- 
schichte der Salzburgcr Bibliotheken, 55). 

35. [VI H 162] Opusculum de fructu carnis et Spiritus; lateinisch. Perg., 154 x237 mm, fol. 81; Minia- 
FiR. 164. turen (Fig. 164). Lederdeckel. Metallschließen. Süddeutsche Arbeit aus der Mitte des XII. Jhs. (Salzburger 

Miniaturenkatalog Nr. 72; Foltz a. a. 0.39). 

36. [V 1 H 164] Speculum ecclesiae Honorii papae, lateinisch. Perg., 162 x 233, fol. 156; Initialen. Ge- 
preßter Lederband mit Metallschließen. D eutsche Arbeit des XII. Jhs. (Salzburger Miniaturenkatalog 
Nr. 73). 

37. [V 1 H 167] Sieben medizinische Schriften, lateinisch. Pap., 174x236 mm, fol. 274; Initialen. Gc- 
prcIUcr Lederband mit Metallschließen. Salzburger Arbeit von 1475^78 (Salzburger Miniaturenkatalog 
iN'r. 74; Tietze im Kunsthistorischen Jahrbuch der Zentral-Kommission 1908, S. 11 Anm.; Eichler, 
a. a. 0., S. 130), 

38. [VI H 170] Ceremoniale scu Pontificale, lateinisch. Perg., 174 x238mm. fol. 45; Initialen. Glatter 
roter Lederband. Italienische Arbeit vom Anfange des XIV. Jhs. (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 75). 



K. k. Studienblbliüthek 



117 



i 

R 

I 



,, (V 1 H 172] Modus procedendi in Sermones de Sacramento Corporis Christi, lateinisch. Perg., 174 x 251 mm, 
i. 200; Initialen, Zierleisten. Gepreßter Lederband mit Metallheschlägen. österreichische Arbeit unter fran- 

sischem Eiiifhil.^ von 1386 (Salzbiirger Miniatiirenkataloß Nr 76) 

. [VI J 2tK)) Psalterium, lateinisch. Peru., 95 x 125 mm, fol.236; Initialen. Gepreßter Lederband. Salz- 

urger Arbeit vom Anfange des XV. Jlis. (Salzburger Miniatiirenkatalog Nr. 77). 

\. [VI J201] Liber precum, lateinisch. I Perg., 75 x 113 mm. fol. 84; Initialen. Lothringische (?) Arbeit 

om Ende des XIV. Jlis. (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 78). 

[VI J*224] Lamspring, Libcllus de lapide philosophico; .lateinisch und deutsch. Pap., 166 X 188 mm, 

1. 83; Miniaturen. Deutsche Arbeit von 1607 (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 79). 
[V 1 j Sa 237] Kluirze Besclircubuiig der Bischöfe und 

Tzbischüfe von Salzburg, deutsch. Pap., 144 x 179 mm, 

1. 43 ; Wappen. Salzburger Arbeit von 1622 (Salzburger 

iniaturenkatalog Nr. 80). 
|V2 A Ij Oregorii papae liber moralium in librum Job, 

teinisch, Perg., 324 x 490 mm, fol. 177; Miniaturen, Raiul- 

jsten, Initialen. Gepreßter Lederband mit Metallscliließen. 

eutsche Arbeit unter italienischem Einfluß von der Wende 

ies XIV. zum XV. Jh. (Salzburger Miniatureiikatalog Nr. 81; 

ACKER in Landeskunde IX, 247). 

. |V 2 A 2 (2)] Johannis Andreae Bononieiisis liber de sexto 

ecretalium, lateinisch. Perg., 302 x 485 mm, fol. 103; Minia- 
uren, Initialen. Einfacher Lederband. Bologneser Arbeit in 

er Richtung des Pscudo-Niccolö (Salzburger Miniaturen- 

:atalog Nr. 82; Hacker in Landeskunde IX, 251). 

. |V 2 A 5) Baldus de Perusio, Lectura super IX. libro 

dicis, lateinisch. Pap., 295 x436 mm, fol. 172; Initialen. 

eschädigte Holzdeckel mit abgerissenen Schließen. Italieni- 

he Arbeit vom Anfange des XV. Jhs. (Salzburger Miniaturei;- 

;atalog Nr. 83). 

17. [V 2 A 6] Nicolaus abbas Siculus super libris decretaliuni, 

teinisch. Pap., 296 x 431 mm, fol. 261 ; Initialen. Holzdeckel. 

sterreichische Arbeit vom Anfange des XV. Jhs. (Salzburger 

iniaturenkatalog Nr. 84). 

. [V2 A 10] Decretales Gregorii IX. papae, lateinisch. 

erg., 287 x 452 mm, fol. 54; Initialen. Lederdeckel mit 
Metallbeschlag. Deutsche Arbeit des XIV. Jhs. (Salzburger 

iniaturenkatalog Nr. 85). 

!9. [V2 Allj Baldus de Perusio, Lectura super quarto 
libro Codicis. lateinisch. Pap., 243 x 428 mm, fol. 301; 
[Randleiste, Initiale. Holzdeckel. Deutsche Arbeit von 1430 
(^Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 86). 

D. |V 2 B 19(1)] Montignano, Consilia medicinaha. lateinisch. 

ap., 239 X 339 cm, fol. 420; Initialen, Randleiste. Gepreßter 

ederband mit reichem Metallbeschlag. Salzburger Arbeit in 
^dcr Art des Ulrich Schreier von 1471; für Bernhard von 
Rohr geschrieben (Saizburger Miniaturenkatalog Nr. 87; Tietze, a.a.O.. S. ll,Anm.; Eichler, a.a.O., 

. 145 f.). 

1. |V2 B201 Lectionar, lateinisch. Perg.. 228 x334 mm, fol. 519; Initialen. Holzdeckel. Süddeutsche 
,rbeit von 1388 (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 88; Hacker in Landeskunde IX. 247). 

2. (V2 B21(2)] Bertruccio. Liber medicinalis, lateinisch. Pap., 239 x344 mm, fol. 483; Initialen. Zier- 
leisten. Lederband mit reichen Metallbeschlägen. Salzburger Arbeit von 1476. in der Art des Ulrich 
Schreier; für Erzbischof Bernhard von Rohr verfertigt (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 89). 

53. |V2B23] Medicinarum simplicium liber, lateinisch und deutsch. Pap.. 233 x388 mm, fol. 473; Ini- 
tialen, Randleisten. Gepreßter Lederband mit reichtni Metallbeschlag. Salzburger Arbeit von 1470/71 in 
der Art des Ulrich Schreier; für Bernhard von Rohr geschrieben (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 90; 
Tietze, a. a. 0., S. 11, Anm.; Eichler, a. a. 0.. S. 145). 

54. [V2 E33] F-ratris Richardi de Mediavilla liber quartus de IN"" Summae, lateinisch. Perg., 237 X 336 mm, 
fol. 279. Beschädigter Lederdeckel mit Metallscliließen. Italienische Arbeit vom Anfanije des XIV. Jh.s. 
(Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 91). 

55. |V2 E51] Missalc Romanum. lateinisch. Perg., 239 x328 mm, fol. 207; Miniaturen, Initialen. Ge- 
preßter Lederband mit reichem Metallbeschlag. Prager Arbeit um 1300 oder Anfang des XIV. Jhs. 
(Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 92). 




Fig. 164 Darstellung der TodsOnden 

aus der Handschrift V 1 H 162 (Nr. 35) 

der Studienbibliothek (S. 116) 



118 K. k. Studienbibliothek 

56. (V 2 F61) Rituale Romanum, lateinisch. Perg., 201x295 mm, fol. 126; Miniatur, Initialen. Ge- 
preßter Lederband mit abgerissenen Metallschließen. Deutsche Arbeit der ersten Hälfte des XIV. Jhs. 
(Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 93). 

57. [V2 G 79] Breviarium decretorum, lateinisch. Pap., 221 x 293 mm, fol. 285; Initialen. Holzdeckel mit 
Pergamentüberzug und Metalischließen. Anfang des XV. Jhs. (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 94). 

58. [V2 H92] Summa viciorum, lateinisch. Perg., 1 62 x 233 mm, fol. 264; Initialen. Lederdeckel. Deutsche 
Arbeit vom Anfange des XIV. Jhs. (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 95). 

59. [V3 B 15] Gregorii IX. papae decretales, lateinisch. Perg., 255 x 386 mm, fol. 252; Initialen, Zierleiste, 
Miniatur. Beschädigter Lederdeckel. Deutsche (?) Arbeit von Anfang oder aus der Mitte des XIII. Jhs. (Salz- 
burger Miniaturenkatalog Nr. 96). 

60. (V3 B20j Missale dioec. Salisburgensis, lateinisch. Perg., 245 x339 mm, fol. 242; Initialen. Gepreßter 
Lederband mit reichem Metallbeschlag. Salzburger (?) Arbeit auS der ersten Hälfte des XIV. Jhs. (Salz- 
burger Miniaturenkatalog Nr. 97). 

61. [V 3 H 132] Missale, lateinisch. Perg., 223 x304 mm, fol. 333; Initialen. Gepreßter Lederhand mit 
abgerissenen Metaiischließen. Deutsche Arbeit aus der ersten Hälfte des XV. Jhs. (Salzburger Miniaturen- 
katalog Nr. 98). 

62. 1V3 H 133] Missale, lateinisch. Perg., 204 x 300 /«m, fol. 355; Initialen. Beschädigter Lederband mit 
Metallschließen. Süddeutsche Arbeit vom Anfange des XIII. Jhs. (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 99). 

63. (V 3 H 168] Missale, lateinisch. Perg., 207 x290 mm, fol. 206; Initialen. Gepreßter Lederhand mit 
reichem Metallbeschlag. Salzburger Arbeit aus der zweiten Hälfte des XIV. Jhs. (Salzburger Miniaturen- 
katalog Nr. 100). 

64. {V4 F 123(1)] Bruchstück der Postille des Nicolaus de Lyra, lateinisch. Pap., 219 x 293 mm, fol. 283; 
Initialen. Gepreßter Lederband mit Metallschließen. Österreichische Arbeit aus der zweiten Hälfte des 
XV. Jhs. (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 101). 

65. [V4 F128(2)] Bruchstück der Postille des Nicolaus de Lyra, lateinisch. Pap., 219 x293 mm, fol. 149; 
Initialen. Beschädigter Lederband mit Metallschließen. Österreichische Arbeit aus der zweiten Hälfte des 
XV. Jhs.; mit der vorigen Handschrift zusammengehörig (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 102). 

Die Einzeldrucke der Bibliothek sind beschrieben bei G. Gugenbauer. 

Ferner befinden sich in der Studienbibliothek drei Sammelbände, in die Handzeichnungen eingeklebt 
sind. 

1. Klebeband in braunem Ledereinband, 51 x 68 cm, mit goldgepreßtem erzbischöflichem Wappen und 
Initialen H. D. G. A. S. S. A. L. G. P. 1772. 

Fol. 1. Rötelzeichnungen. 1. Mädchenkopf und skizzierter Frauenkopf; auf der Rückseite Handstudien. Ge- 
ring, XVIII. Jh. 2. Zeus mit dem Adler; Rückseite Figurenskizzen, XVIIl. Jh. 3. Putto. Gering, XVlIi. Jh. 
4. Figurenstudien. Rückseite: ein aus Venedig 27. Jänner 1662 datierter Briefausschnitt des Giov. Battasgara. 
Oberitalienisch, XVII. |h. 5. Putten, XVIII. Jh. 6. Kinderhandstudie, XVIII. Jh. 
Fol. 2. Rötelzeichnungen. 1. und 2. Putten, wie fol. 13. 3. 19x58-2 cm; Bleistiftzeichnung auf braunem 

Fig. 165. Papier; Venus dem Jupiter schmeichelnd (?). Oberitalienisch, Ende des XVI. Jhs. (Fig. 165). 4. Geringe 
gehöhte Kohlenzeichnung eines gekrönten weiblichen Genius. 5. Rötel, 19 X 13-5 cm; Skizzen von Jägern 
mit Hunden. XVIII. Jh. Deutsch. 

Fol. 3. Vier Rötelaktstudien, XVIII. Jii. Ferner eine stark lädierte Sepiaskizze zu einem Petrus Martyn 
XVIII. Jh. 

Fol. 4. I. Rötelzeichnungen, 14-2 x 20-5 cm; Kompositionsstudien (nach Michelangelo?). Auf der Rück- 
seite in Bleistift geringer Frauenkopf, XVIII. Jh. 2. Geringe Kompositionsskizze, XVIII. Jh. 3. In Blei- 
stift mit Kreide 14-7 x 22-6 cm; vor architektonischem Hintergründe sitzender bärtiger Mann (Moses) mit 

Fiß 166. Griffel (?) und Tafel. Venezianisch, Ende des XVI. Jhs. (Fig. 166). 

Fol. 5. Bleistift mit Kreide; König David, die Harfe spielend. XVIII. Jh. 

Fol. 6. 1. Federzeichnungen, 3x13-7 cm; sechs verschiedene Studien, Entwürfe zu einem breitovalem 
Bild mit Halbfigur des hl. Lukas. Auf der Rückseite italienischer Brief von 1614. Oberitalienisch. 2. Rötel- 
zeichnung nach der Galatheengruppe im Palazzo Rospigliosi. 3. Rötelstudien. Deutscher Manierist um 16(X). 
Fol. 8. Weiß gehöhte Bleistiftzeichnung. Antike Gebälktrümmer über Kapitalen. XVIII. Jh. 
Fol. 10. Rötel auf gelbem Papier, 29x43 cm; stehender männlicher Akt. Auf der Rückseite Aktstudie 
in Bleistift. XVII. Jh. 

Fol. 11. Rötelskizzen auf einem Briefumschlag an . . . Pio Fabio Paulini, Venezia etc. XVII. Jh. 
Fol. 12. Kohle, weiß gehöht; 42-5x43-7 cm; die Apostelfürsten über Wolken thronend, darüber eine von 
zwei Putten getragene, mit den päpstlichen Insignien gekrönte Wappenkartusche. Italienisch, zweite Hälfte 

Flg. 167. des XVII. Jhs. (Fig. 167). 

Unnumeriert. Sepiazeichnung, 56-5x30-2; Entwurf zu einem Schrein, dessen Hauptteil von sechs kurzen, 
von Laub umwundenen Säulchen gegliedert ist, denen im Untersatz geschuppte Volutenkonsolcn ent- 
sprechen. Mitte des XVII. Jhs. 

Unnumeriert. Federzeichnung, 24'8 x 37 cm; Vorzeichnung zu einem Scluibladenkasten mit Ladenunter- 
satz, mit Türen geschlossenem Mittelteil und Uhraufsatz. Beischriften. Anfang des XVII. Jhs. 



K. k. Stutlii-nbibliothck 



119 



'ol. 13. Bleistiftzeichnung; zwei einander i<üsseiuie Nymphen (der Diana), Halbfigurcn (Zeus und Cal- 
Isto?). Venezianisch, Ende des XVi. Jlis. (Fig. 168). 

Fol. 14. Zwei kaum kenntliche Rötelskizzen. Auf der Rückseite italienischer Brief des XVII. Jhs. 
"ol. 15. Weiß gehöiite Koiilenzeichiumg, 275 x 427 a«; mannlicher Rückenakt. Auf der Rückseite drci- 
lal variierter Kompositionsentwurf zu einem Heiligenbild; oben in Wolken die hl. Familie thronend, 
unten meiirere Heilige liinaufblickend. Bolognesisch, Anfang des XVII. Jhs. 

■ol. 18. In Sepia. Ornamentdetail. XVII. Jh. 2. In Bleistift. Der Raub der Europa. Französisch. Anfang 
Jes XVIII. Jhs. 

-ol. 19. RöU'izeichnung, 13-5 x 21 cm; mannlicher Akt, dem Bocksperger zugeschrieben. Wohl nordisch, 
\nfang des XVII. Jhs. 



Flg. 168. 





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Fig. 165 Mythologische Szene, Bleistiftzeichnung, Studicnblbliolhck (S. 118) 



l'ol. 20. 1. Bleistift mit Kreide, 42-5 x 28 cm; Maria mit dem Kinde, das mehrere mannliche und weib- 
liciie Mönciisheiiige adorieren. Auf der Rückseite Studien. XVIII. Jh. 2. f^öt.l: .Ir. i weihliche antiki- 
sierende Gewandfiguren. Zweite Hälfte des XVIII. Jhs. 

l'ol. 21. Zwei Rötelzeicluumgen; Aktstudie und Kopfskizzen. XVIII. Jh. Eine ^epla/eltlnlung; .»Uim- 
sierende Architekturtrünuner. XVIIl. Jh. 

Fol. 22. Fünf Rotelzeiclmungen, eine Bleistiftzeichnung; männliche .Aktstudien. Eine davon 18-7 \ 13-3 f/n. 
dem Parmigianino zugeschrieben. Ferner in Bleistift mit Kreide: Halbfigur eines betenden .Wünches. 
XVIIl. Jh. 

Fol. 23. Geringe weibliche Aktstudie; Bleistift mit Kreide. XVIIl. Jh. 

Fol. 24. 1. Bleistift mit Kreide; mannliche Aktstudie. XVIIl. Jh. 2. Lavierte Tuschzeichnung; Archi- 
tekturtrünuner; auf der Rückseite Entwurf zu einer Schmiedeeisenarbeit (Türklopfer ?). XVII. Jh. 
Fol. 25. Bleistift mit Kreide; männlicher Akt. XVIIl. Jh. 

Fol. 26. I.Rötel; männlicher Akt; Rückseite figuralcr Entwurf. XVIIl. Jh. 2. Rötel. 27 X 20 cm (Entwurf 
zu einem Stich?); rechts Tafel in architektonischer Umrahntung, links FluBgott (Tiber?) über einem 
I'üstaincnt gelagert, vor dem die Wölfin mit den beiden Kindern Romulus und Renuis liegt; Waffen- 
trophäen. XVIIl. Jh. 
i"ol.27, 30, 31 und 32. Aktstudien. XVIIl. Jh. 



120 



K. k. Studienbibliothek 




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K. k. Stiidiciibibllotlivk 



121 



1)1.32. 2. Sepiazeicliiumg, 292 x 21-7 cm; auf vergilbtem braunen, teilweise beschädigten Papier. 

Iflchtige Kompositionsskizze; links erklettern Männer in wildem Getümmel eine wallartige ErhölumK. auf 

er sich das Mcnschongedrän^'c fortsetzt, rechts eine Galeere mit sitzenden und stehenden Münnern. 
leben dieser ein mit dem übrigen nicht zusannnengehüriger grober Pferdekopf. Auf der Rückseite nackte 
lestalt mit emporgestreckten Armen, darüber ein Piitto. Italienisch, XVII. jh. 

»1.33, 34, 35. Aktstudien. XVIll. jh. 

»1.35. Eine Rötelzeichnung, 19 x 12-7 cm; zwei Varianten zu einem l\-trus-Martyr-Bild. Italienisch, 
tVIII. jh. Auf der Rückseite italienische unleserliche Schrift. 

»I. 36." Studien. XVIll. Jh. 

»1.37. 1. und 2. Rötelzeichnungen. Männliche und weibliche Studie. XVIll. Jh. 3. Bleistift mit Kreide 
fehöht, schwebender Genius (Engel?), einen Balken (Kreuz?) tragend. XVII. Jh. 4. Kohle; Handstudien. 
1' Lavierte Federzeichnung, 21 x 29 cm; hl. Florian mit der Fahne in der Linken, gießt aus einem Kruge 
|it der Rechten Wasser auf ein breimendes Gebäude. Oben Aufschrift: S° Floriano usw. (unleserlich). 

iten über dem Gebäude: adi csto iina anesia. Der .Art des Luca Cambiaso verwandt (Fig. 169). 
Pol. 38. Grol'.e männliche Aktstudie. XVIll. Jh. 



Flg. !(». 




1-ig. Iti.S Hloistiil/uicliming, SliiiliiiilMhliotluk (.S. 11'.») 



Fol. 39. I. Rötelzeichnung. Details eines Prunkschiffes (Bucentoro, XVIll. Jh.?). 2. Bleistiftzeichnung; 
Putten aus einer Kiste Musikinstrumente nehmend. XV'II. Jh. .'?. Bewegungsskizzen. 
Fol. 40. Männliche und weibliche Aktstudien. XVIll. Jh. 

Fol. 41. 1. Kopf- und Handstudien. XVIll. Jh. 2. Engel und Putten, ein großes Kreuz durch die Luft 
tragend; skizzenhafte, breitovale Komposition. Auf der Rückseite Puttenstudien. XVIll. Jh. 
l"ol.42. I. Männliche Aktstudie, XVIll. Jh. 2. Rötelzeichnung nach einem Portrfltstich eines janglings. 
Anfang des XVII. Jhs. 

l'(il.43. 1. Rötelzeichnung; männliche Aktstudie. XVIll. Jh. 2. Sepiazeichnung; Ruine eines polygonalen 
Tempel;- über Subkonstruktion. XVII. Jh. 3. Lavierte Federzeichnung, 15-2 xU; variierte Entwürfe zu 
einem knorpeligen Volutenornnment (Kartusche) mit bekrönendem Putto mit Kardinalshut. .Mitte des 
XVII. Jhs. 

1()1.44. 1. Rötelzeichnung, 252 X 25-8 cm; Kompositionsentwurf; große Versammlimg stehender und 
sitzender Personen, von denen nur die vorne sitzenden deutlicher ausgeführt sind. Art des Sacchi. 
-'. Rötelzeichmmg; Kinderkopf- und Handstudien. XVII. Jh. 
l'ol. 45. Geringe Landschaftsskizzen. 

lol. 46. Kohlenzeichnung, 282 x 424 cm ; Aktstudie eines Mannes, der über hinaufgezogenen Beinen auf 
einer Bank sitzt, auf deren Lehne er den rechten Arm gelegt hat; sein linker greift nach oben, das 
Gesicht überschneidend. Rechts kaum angedeutete Skizze einer Frau (?) mit Kragen und hohem Hut. 
Vlämisch, Mitte des XVII. Jhs. (Fig. 170). 2. Rötelzeichnung; über Volute weibliche Karyatide ein Kapital 
tragend, auf dem ein Bogen aufsitzt. Anfang des XVII. Jhs. 3. Studien nach Tierkopfskeletten. 
XVI 16 



Fig. 170. 



122 



K. k. Studienbibljullick 



Kol. 47. 1.— 3. Akt- und Gcwandstudieii. 4. Federzeicliiiung, 20-7 x 303 c/h; Kompositionsskizze zu einem 

Heiligenbild; oben scliwebend lil. Jungfrau, unten ein hl. Mönch und zwei hl. Priester, von denen der 

eine durch den Gesichtstypus als hl. Karl Borromäus gekennzeichnet ist. Italienisch, XVII. Jh. 

[-ol. 48. Kopf- und Draperiestudien. 

Fol. 49— 53. Akt- und geringe Kompositionsskizzen. 

Fol. 53. Rötelzeichnung, 275 X 205 cm; zwei Sirenen halten ein steilovales Porträtmedaillon, dahinter 

Breitpfeiler mit Flachgiebelabschluß. XVII. Jh. 

Fol. 54, 55.» Akt- und Gipsstudien. 

Fol. 55. Bleistiftzeichnung; Hermes den Argus durcii sein Flötenspiel einschläfernd, links hinten die Kuh. 

XVII. Jh. 

Fol. 5fr— -69. Zum größten Teil zusammengehörige Akt- und Gipsstudien des XVIII. Jlis. 






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Pig. 16!) Hl. l-loriaii, hiviirtc l'ederzciclinung, 
Studicnbibliollick (S. 121) 



l-"ig. 170 Aktstudic, Kohlenzcichnung, 
Studicnbibliothck (S. 121) 



Fig. 171. 



Fol. 70. 1. Kompositionsskizze in Bleistift einer Hinuiielfahrt Maria; unten angedeutet der offene Sarko- 
phag. XVlll. Jh. 2. Braun und rot gehöhte Bleistiftzeichnung einer großen Equipage. Anfang des 
XVIII. Jhs. 

Fol. 70— 95. Studien wie oben 56—69. 

Fol. 96. Federzeichnung, 295 x 41 cm; Vorhalle des Pantheon. Durchblick durch eine Pfeiler- und Säulen- 
architektur auf eine antikisierende Tür. Vorne Friesdetail und Säulenschnitte mit italienischen Bei- 
schriften. Auf der Rückseite Architekturzeichnung aus Rom (Cestiuspyramide, Engelsburg). Ende des 
XVI. Jhs. Kopie einer in der Raffaelschule sehr beliebten Zeichnung, siehe GeymOller. Raffae! 6tudi6 
comnie architecte, Tav. li (Fig. 171). 
Fol. 97 — 103. Studien wie oben. 

Fol. 104. I.Variante zu fol. 70 1. 2. Variante zu fol. 12. 
Fol. 105-1 16. Studien wie oben. 
Fol. 116. Variante zu 12. 



K. k. Stiidknbibliothck 



123 




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124 K. k. Sttidienbibliothek 

Fol. 117—123. Studien. 

Fol. 124. Federzuicliniing, 41-3 X 28-5 c/h; Wand bis zur angedeuteten Kassettendecke des Pantheon mit 
Aufschrift Paiinon. Auf der Rückseite Ansicht einer italienischen Stadt, darüber Details einer Palasttassade. 
Ende des XVI. Jhs. Zusammengehörig mit der Zeichnung fol. 96, Kopie nach einem Original (Raffaels?), 
von dem noch weitere Kopien bekannt sind. S. H. Eggek, Der Codex Escurialensis, fol. 30. 
Fol. 125. Variante zu fol. 20, 1. 

Fol. 126. 1. Rötelzeichnung; Lilienstudie. 2. Kompositionsstudie in Bleistift (leicht weiß gehöht), zirka 
43 X 28 cm; drei Gestalten in wehenden Mänteln tragen einen Leichnam; Draperiestudien. Auf der Rück- 
seite Rückenakt. Zweite Hälfte des XVlll. Jhs. 

Fol. 127. Kompositionsskizzen (Madonna mit dem Kinde in Halbfigur, hl. Mönch vor dem Kruzifix. 
Fol. 128. 1. Rütelzeichnung, 32 X 32-5 n//; Kompositionsentwurf; links unter Bäumen .schlafende Ama- 
zonen, rechts trägt eine Frau ein Kind weg. Auf der Rückseite Porträtskizzen; Halbfigur einer Dame 
in reicher Kleidung. Anfang des XVIli. Jhs. 2. Kompositionsskizze in Bleistift, weiß gehöht; hl. Bischof 
legt die Hand auf den Kopf eines (toten?) Knaben, den eine kniende Frau hält. Ende des XVll. Jhs. 




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Fig. 173 Rahmenentwurf, Bleistiftzeichnung, Studienbibliothek (S. 126) 

Fol. 129 und 130. Studien, Kompositionsskizzen. XVlll. Jh. 

Fol. 131 und 132. Zwei Kohlenskizzen zu einem Bilde; zirka 30x46n;(; Madonna mit dem Kinde über 

Wolken thronend mit hl. Katharina und einem Mönchsheiligen, österreichisch, XVlll. Jh. 

Fol. 133. Kompositionsskizze, zirka 27 x 38 cm; Himmelfahrt Maria. Auf der Rückseite Posaune blasender 

Engel, österreichisch, XVlll. Jh. 

Die folgenden Blätter (bis 180) Aktstudien, Landschaftsstudien, Zeichnungen nach Antiken und Ge- 
mälden. Österreichisch, XVlll. Jh. 

Hervorzuheben fol. 144, Kohlenzeichnung, 27 x 43 cm; Draperiestudic. Kniender Mönch, dein M. Altomonte 
zugeschrieben. 

Fol. 148. Bleistiftskizze, 195 x 13cm; hl. Dreifaltigkeit über Wolken, Christi Leichnam mit dem Ober- 
körper zwischen den Knien Gott-Vaters. Eigenartige österreichische Komposition aus der Mitte des 
XVm. Jhs. 

Fol. 160. Kompositionsskizze in Feder mit Rötel, 9x12-5 cm; männliche Figur (Adam ?) auf einem 
Steine sitzend und nach einem Apfel an einem Baume greifend, österreichisch, Mitte des XVIH. Jhs. 

II. Klebeband wie der vorige, zumeist mit eingeklebten Stichen (es fehlen viele Blätter). Von den 
Zeichnungen sind hervorzuheben: 

Fol. 14. Tuschzeichnung, zirka 38 x 46cm; italienische Bäuerin auf einem Esel durch eine Furt reitend, 
neben ihr Hirte mit einem Lamm im Arm, herum noch mehrere Tiere. Bezeichnet: Michael von Beruff 
und Passo di Napoli. Anfang des XIX. Jhs. 



K. k. Stiidii-nbibliotlick 



125 



1 (tl. 75. Zwei Ai|uaa'llc, zirka 34-5x27 cm; Rosen darstellend. .\iif einem Aufschrift 1 f. von Reindl 

mahkr von Wien den in Sept. 17HH. 

l-ol. 121. Tiisclizeichnung, 265 x 284 cm; Skizze zu einem Deckenbiki? Drei allegorische Figuren über 

Wolken sitzend, eine Frau mit WassergefJiß, ein Mann mit Fruchtgefai'i und darüber eine Frau mit Lanze 

und Schild. Römisch (?), XVII. jh. {Fig. 172). 

Fol. 136. Rötelzeichiumg; Jünglingsakt. Anfang des XIX. Jhs. 



Flg. 172. 




Fig. 174 Tusclueichnung (Vorzeichnung für ein Thesenblatt) 
von J. M. Roltmayr, Stiidienbibliothek ^S. 126) 



Fol. 148. Rötelzeichnung; großer, stehender, weiblicher Akt. Auf der Unterlage (dazugehöriges?) Datum 

1807. 

Fol. 139. Federzeichnung, 22x20-5 cm; über Wolken fliegende nackte Frau, in der Rechten ein Bogen; 

ein Amoretto hält sie am Arm. österreichisch, Anfang des XVllI. Jhs. 

III. Klebeband wie die vorigen. 

Enthält zumeist männliche und weibliche Aktstudien aus der zweiten Hälfte des XVIII. Jhs., wenige 
Landschaftsstudien oder Nachzeichnungen italienischer Bilder oder Skulpturen; geringe Kompositions- 
skizzen. Hervorzuheben; 



126 



K. k. Studicnbibliothek 



Fol. 66. Bleistiftzeicliniiiif,', zirka 45 X 27 cm; Entwurf zu einem Raiimen mit maritimen Abzeichen und 
Fig. 173. zwei doppelt gesciiwänzten Wasserfrauen, die einen Kronreif halten. XVIIi. Jh. (Fig. 173). 
Auf der letzten Seite Bleistiftskizze, Variante zum I. Band, fol. 53. 

Eingelegte Blätter, darunter hervorzuheben: 

1.49x75 cm; Tuschzeichnung, mit Rötel und Kreide gehöht; Immakulata von Putten und Erzengeln 

umgeben, über Dämonen triumphierend. Unten Wappen der Grafen Tliun. Bezeichnet: Jo Michael Rottmayr 

Fig. 174. invent e delin. l(iU7. Rechts in Bleistift: Sim. Benedict Faistenberger (Fig. 174). Vorzeichnung für einen Stich. 




Fig. 175 Bleistiftportriit Leopold Mozarts von I,. Firmian, 
Mozart-Museiitn (S. 128) 



2. Vier zusammengehörige, drei Rötelzeichnungen. 1. Madonna, sitzend (Kniestück), das nackte Kind im 
Schoß, oben Cherubsköpfchen. 2. Hl. Jungfrau mit Kelch und Kreuz. 3. Weibliche Figur in biblischer 
Tracht; bezeichnet: 1720. 4. Bleistiftzeichnung, Kruzifixus. Auf der Rückseite Handstudien. 

3. Bleistiftzeichnung, weiß gehöht, 28-5 x 59 cm; nach moderner Aufschrift Studie nach dem Hanibal von 
Beyer im Park zu Schönbrunn in Wien. Bezeichnet: Anton Hornöck JS06. 

4. Sechs zusammengehörige Rötelzeichnungen; hl. Bischof mit dem Bären, hl. Jungfrau, Herkules usw. 
Alle wohl österreichisch, um 1730. 

5. Drei zusammengelegte Blätter. 1. Tuschskizze, zirka 20-5 x 31 «n; hl. Johannes Nepomuk, vor dem 
Kruzifixus kniend, den ein großer und kleiner Engel halten; rechts Ausblick auf die Brücke. Auf der 
Rückseite (etwas spätere) Aufschrift: Skizze des Paul Troger usw. 2. Gering. 3. Drei Skizzen (Feder- 
zeichnungen) zu zwei stellenden und einer liegenden Frau. Mitte des XVIII. Jhs. 

6. Federzeichnung, 22-5 X 35 cm; Felspartie mit Wasserfall. Bezeichnet: W . Oberkellner, Dezember _ IS 18. 
Geringe Zeichnung. 

7. und 8. Große männliche Aktstudie und Zeichnung nach dem Herkules Farnesc. Beide bezeichnet: 
Nes.sc///jfl/cr. 



Mozart-Miiscnm 127 

Mozart-Museum 

üctrcidegasse Nr. 9. 

Über die Geschichte des Hauses und säintliclier Schaugegenstände siehe Katalog des Muzart-Museuiiis, 
herausi,'ej,'ehLMi von Ji)h. Ev. Enol, 4. Auflage, Salzburg I9()6. Die folgende Aufzahlung berflcksichtigt nur 

die vom kunstgescliiclitlicheii Staiulpuiikt erwllhiiciiswcrtcii Objekte. 




hig. 176 Portrat der Frau Koiistanzc Mozart von Hannscn, M«zart-Musoum (S. 129) 

1. Öl auf Leinwand; 64 x 84"cm; Halbfigur der Frau Anna Maria Mozart 'geb. Pcrtel, zirka ITW). Salz- 
burgisch (Kat.-Nr. 1). 

2. 70 X S9 cm; oval zum Reciiteck ergänzt; Halbfigur des Herrn Joh. Georg Leopold Mozart, die rechte 
Hand auf seine Musikschule gestützt. Um 1760 (Kat.-Nr. 2). 

3. 186 X 140 c/h; Gruppenbild der Kamille .Mozart. Wolfgang und Marianne am Klavier, neben dem 
Leopold Mozart, die Violine in der Hand, horchend sitzt. An der Wand ovales Brustbild der bereits 
verstorbenen Mutter. Im Hintergrmul in Nische Statuetten von Minerva und Apoll. Von Joh. Nep. della 
Croce im Februar oder März 1781 gemalt (Kat.-Nr. 3). 



128 



Mozart-Museum 



4. 62 X 81 cm; Kniestiick des Wolfgang Mozart als siebenjähriger Knabe, im Galakleide neben dem 
Klavier stehend; 1762 in Wien gemalt. Schule des Meytens (Kat.-Nr. 4). 

5. Pendant dazu; Marianne Mozart in gesticktem Galakleide (Kat.-Nr. 5). 

6. 57x69 cm; Brustbild des Wolfgang Amadeas Mozart junior. Bezeichnet: Karl Schweikarl Ifi'J'/ 
(Kat.-Nr. 11). 

7. 56 X 70 cm; Brustbilder von Wolfgang Amadeus junior und Karl Mozart als Kinder; 1802 von Hans 
Hansen in Wien gemalt (Kat.-Nr. 12). Von Sophie Haibl, der Schwester der Konstanze Mozart, dem 
Mozarteum vermacht. 

8. 46x65 cm, oval; Brustbild des Herrn Karl Mozart, zirka 1820; wahrscheinlicli in Mailand gemalt 
(Kat.-Nr. 14). 




Fig. 177 Porträt W. A. Mozarts von Lange, 
Mozart-Museum (S. 129) 



9. Bleistiftzeichnung auf gelblichem Papier, 15 x 19 cm; Brustbild des Leopold Mozart, Violine spielend. 
Fig. 175. Auf der Rückseite bezeichnet: Mozart vice Maestro di capella. (Kig. 175). Zirka 1765. wohl sicher von 

Laktanz Firmian gezeichnet (Kat.-Nr. 15). 

10. Bleistiftzeichnung, 15 x 19 cm; Halbfigur der Marianne Thekla Mozart („Bärle") im 20. Lebensjahr, 
einen Blumenkorb haltend. Bezeichnet: 1778. (Kat.-Nr. 16). 

11. öl auf Leinwand, 73 x 89 cm; W.A.Mozart als Knabe, am Klavier sitzend. Auf dem Notenblatt 
bezeichnet: Thaddäus Hebling inv.et pinx. Zirka 1765. Das Bild wurde aus der Verlassenschaft des Kauf- 
mannes Hagenauer in das Eigentum des viel späteren Geschäftsnachfolgers Ancelo Saullich übernommen. 
(Kat.-Nr. 21). f' ■ 

12. Miniaturporträt auf Elfenbein, 5 x7 cm; Brustbild der Frau Konstanze v. Nissen, Witwe Mozarts. 
1826 von Thomas Spitzer in Salzburg gemalt. Goldbronzemontierung (Kat.-Nr. 23). 

13. Pendant dazu; Porträt des Herrn Georg Nikolaus v. Nissen (Kat.-Nr. 24). 



Mozart-Museum 



129 




Fig. 178 Buchsrelief W. A. Mozarts von Lcünli. Poscli. 
Mozart-Museum (.S. 129 > 




Kig. 17'.» iMiniaturportrat von 

Henriette Sontag von Augustin, 

Mozart-Museum (S. 129) 



Fig. 178. 



14. öl auf Leinwand; 55 x 68 cm; Halbfigur der Frau Konstanze Mozart. Bezeichnet: Hannsen (Fig. 176) Pis. 176i 

p. JS02 (Kat.-Nr. 26). o / -w 

15. öl auf Holz; 25 x 31 cm; Porträt der Frau Maria Theresia Hagenauer geb. Schuster in ganzer 

|-ie;ur. stehend. Bezeichnet : 77Ö.9. (Kat.-Nr. 28). Qe- «. f, t, 

schenk des Herrn T. G. Carajan, Kustos der k. k. Hof- 

bibliütliek. 

16. öl auf Leinwand; 28 x 32 cm; Halbfigur W. A. 

Mozarts im Profil; unvollendet (Fig. 177). 1791 von > .^i^H^^t, \ '^^^^^L Fic 177 

Mozarts Schwager, Hofschauspieler Lange, gemalt (Kat.- ^mti^^^^m.^±..^ ^^^^^ 

Nr. 36). 

17. öl auf Leinwand; 47 x 59-5 cm; Brustbild der Frau 
Aloisia Lange geb. v. Weber, Schwägerin Mozarts, in 
schwarzem Kleide. Um 1830 (Kat.-Nr. 42). 

18. öl auf Leinwand; 41 X 52cm; Brustbild des Etats- 
rates Nikolaus v. Nissen. Um 1810 (Kat.-Nr. 44). 

19. Reliefmed?illon aus Buchs; zirka 5x7cm; Brust- 
bild Mozarts im Profil nach rechts (Fig. 178). 1789 von 
Leonhard Posch in Berlin gearbeitet (Kat.-Nr. 46). 

20. öl auf Leinwand; 57 x 70 cm; Marianne Mozart als 
Reichsfreiin Berclithold zu Sonnenburg. Brustbild in 
ausgeschnittenem schwarzem Kleid, mit Spitzen an Cor- 
sage und Ärmeln. Um 1790 (Kat.-Nr. 3.3). Das Bild 
wurde vom Verein am 31. Oktober 1904 aus Wien an- 
gekauft. 

21. Relief aus rotem Wachs auf schwarzem Grund; 
Profilkopf Mozarts. 1820 von Posch für Mozarts jüngsten 
Sohn Wolfgang Amade modelliert (Kat.-Nr. 50). 

22. öl auf Leinwand; 74 x 94 cm; Kniestück, Porträt 
des Dr. Franz v. Hilleprandt, Gründers des Mozarteums. 
Bezeichnet: Gemalt v.Seb.Stief 1S47 (Kat.-Nr. 1). 

23. Aquarell auf Papier; 25 x 165 cm; Ansicht der Rauhensteingasse mit dem Sterbehause Mozarts. 

Bezeichnet: y. H^o/mu/A. Um 1840 (Kat.-Ni.7). Geschenk des Dr. Oskar 
Berggruen in Wien, 1881. 

24. Aquarell auf Papier; 20*5 X 165 cm; Sterbehaus Mozart« in der 
Rauhensteingasse in Wien. Von demselben (Kat.-Nr. 8). Geschenk des 
Dr. Oskar Berggruen in Wien, 1881. 

25. Aquarell auf Papier; 18 x 14 cm; Mozarts Sterbezimmer. Darunter 
Grundriß des Mozarthauses. Bezeichnet: f. P. Lyser Ui. September 1S47 
(Kat.-Nr. 9). Geschenk des Herrn Dr. August Silberstein. 

26. öl auf Leinwand; 93 x 137 cm; die hl. Cäcilia, neben einem Spinett 
sitzend. Bezeichnet: Engerth. 1826 oder 1827 gemalt (Kat.-Nr. 53). 

27. öl auf Kupfer; 75 x 8cm; Brustbild Leopold Mozarts. Um 1760 
(Kat.-Nr. 80). 

28. Aquarellminiatur auf Elfenbein; 57 X 7*5 cm; Halbfigur der Henriette 
Sontag verehelichten Gräfin Rossi in weißem ausgeschnittenem Kleide mit 
blauem Gürtel. Links unten bezeichnet: Le Chev"' Augustin Paris /.S'AV. 
In granulierter Goldbronzemontierung (Kat.-Nr. 58) (Fig. 179). Legat des Flg. 179. 
1897 zu Prag verstorbenen k. k. Obersten i. R. August Sontag. des Bruders 
der Dargestellten. 

29. Taschenuhr, Silber, zum Teil vergoldet: an der Rückseite des Geliäuses 
Brustbild der Kaiserin Maria Theresia in rautenbesetztem Rahmen unter 

Blattschnurgirlande. Bezeichnet: L'Epenie. 1771 von Kaiserin Maria Theresia Mozart geschenkt. 

40. Miniatur auf Elfenbein, rund; Durchmesser zirka 5 cm; Brustbild Mozarts als Knabe. Zirka 1772 
in Italien gemalt. 



XVI 



17 



130 Städtisches Museum Carollno-Augusteum 

Städtisches Museum Carolino-Augusteum. 

Franz- Josefs-Kai Nr. 17. 
Über das Gebäude und seine ältere Geschichte siehe Kunsttopographie XII 214. 

Die Gründung des städtischen Museums reicht in das Jahr 1833 zurück. In diesem Jahre begann der damalige 
städtische Steuer- und Kassieramtskontrollor (nachmals Leihhausverwalter) Vinzenz Makia Süsz einige im 
Besitz der Gemeinde befindliche Geschütze, Fahnen und Rüstungen und weitere ähnliche Gegenstände in 
dem städtischen Magazin am Untern Gries zu vereinigen und zunächst für persönliche Freunde aufzustellen. 
Dieses vom Bürgermeister Lergetporer geförderte Unternehmen fand so viel Erfolg, daß die Sammlung am 
13. August 1835 dem allgemeinen Besuch des Publikums eröffnet wurde. Aus diesem ursprünglichen städtischen 
Arsenal, dem bald eine Sammlung von Salzburger Münzen und salzburgischen Mineralien einverleibt wurde, 
erwuchs dank dem tätigen patriotischen Eifer des Begründers bald ein eigentliches, der Geschichte der Stadt 
und des Landes gewidmetes Museuin, das sich rasch vermehrte und seit 1845 durch die Heranziehung regel- 
mäßige Beiträge zahlender Unterstützer und die Übergabe an die Stadtgemeinde Salzburg — die allerdings 
erst 1849 völlig vollzogen worden zu sein scheint — eine gesicherte Grundlage gewann. Gleichzeitig wurde 
das Museum durch die Heranziehung von Fachreferenten für einzelne Abteilungen und die Einführung 
periodischer Jahresberichte vervollständigt, im Jahre 1850 übernahm Ihre Majestät, die Kaiserin Carolina 
Augusta, das Protektorat über die Anstalt, die seit damals den Namen Carolino-Augusteum führt. 
Die Jahresberichte gestatten, das Anwachsen der Sammlungen einigermaßen zu verfolgen, deren Neuaufstellung 
in den um das erste Stockwerk des städtischen Magazins erweiterten Lokalitäten 1856 durchgeführt wurde. 
Sie blieb unter der Leitung von Süsz, bis der Tod (am 5. Mai 1868) dem unermüdlichen Schaffen des verdienst- 
vollen Mannes ein Ende setzte. Nun wurde die Leitung einem zur Hälfte vom Gemeinderat, zur Hälfte von der 
Gesellschaft für Salzburger Landeskunde gewählten zwölfgliedrigen Verwaltungsrat übergeben, der als ersten 
Direktor den Hauptmann i. R. Johann Riedl bestellte. Seine Tätigkeit dauerte nur bis 1870. Ihm folgte der 
Maler Jost Schiffmann, dessen Werk die Aufstellung der Sammlung zu historisch-malerischen Interieurs ist; 
die gewölbten Räume des Baumagazins wurden zum Teil nach Salzburger, zum Teil nach fremden Mustern 
so ausgestaltet und ausgestattet, daß dem Beschauer ein einheitliches Kulturbild vermittelt werden sollte. 
So entstanden das Rokokostübchen, die Renaissancehalle, die Küche, Studierstube, Jägerstube, das Prunk- 
zimmer, das Schlafzimmer, der Speisesaal, die Kapelle und die Zunftstube, die dem Museum seinen eigentüm- 
lichen Charakter geben. Diese dekorative Art der Aufstellung erregte mannigfachen Widerspruch, zu dessen Wort- 
führer sich in erster Linie Albert Ilg machte (vgl. Beilage zur ..Allgemeinen Zeitung", 11. und 12. November 
1879; „Allgemeine Kunstchronik", V, Nr. 10, 9. Dezember 1880; „Neue Freie Presse", 21. Jänner 1881 ; „Salz- 
burger Zeitung", 25. April 1881; ,,L'Art", I.Mai 1884). Der Streit, dem der Gegensatz zwischen historischer 
und ästhetischer Auffassung der Museumszwecke zugrunde lag, endete mit dem vollem Erfolge Schiffmanns, 
da seine Schöpfung auch in der Folgezeit im wesentlichen erhalten geblieben ist, veranlaßte ihn aber, am 
3. April 1881 von seiner Stellung zurückzutreten. Sein Nachfolger wurde Dr. Alexander Fetter, der das 
Museum von 1881 bis 1902 leitete; er ersetzte teilweise die von seinem Vorgänger zu dekorativen Zwecken 
verwendeten Imitationen durch echte Stücke, schuf die historisch-topographische Abteilung und bemühte sich, 
dem unaufhörlich wachsenden Reichtum der Sammlung durch Angliederung und Adaptierung neuer Räume 
gerecht zu werden. Seit 1902 ist die Museumsleitung, an deren Spitze Professor Eberhard Fugger steht, haupt- 
sächlich um die Konservierung und Katalogisierung der vorhandenen Gegenstände bemüht. Eine letzte umfang- 
reiche Erweiterung fand 1908 statt; der Gemeinderat kaufte das in der Griesgasse an das Museum anstoßende 
Haus und vereinigte es mit diesem. Trotzdem scheint die Frage seiner Unterbringung noch nicht definitiv 
gelöst zu sein; eine Aufstellung des Museums in den Räumen von Hohensalzburg scheint manchen Freunden 
der Anstalt wünschenswert (vgl. „Kunstchronik", 1916, Nr. 38; „Salzburger Volksblatt", 1916, Nr. 151, 
156, 164 etc.; Zeitschrift des Verbandes österr. Kunstgewerbemuseen, Brunn, 1917, Nr. 5). 
Literatur: SOsz, Das städtische Museum In Salzburg, 1844; Jahresbericht des städtischen Museums Carolino-Augusteum in 
Salzburg, 1845 ff. ; Führer durch die Sammlungen des städtischen Museums Carolino-Augusteum, viele Auflagen; seine 
Oejchichte am ausführlichsten in Das Museum Carolino-Augusteum in Salzburg, 1833—1908. 



StSdtiscIu's Musftiiii Carotlno-AtiKtntvuin 



131 



L-..,-^.-._ 

um so weniger die Sache der Kunsttopographie, als ohnedies bereits begonnen wurde, genaue Inventare 
einzelner Fachabteilungen zu veröffentlichen. So erschienen: Alphons Haupolter. Die Sonnenuhren des Salz- 
burger städtischen Museums, 1908; Karl v. Radinger, Verzeichnis derZinngegenstände des städtischen Museums, 
1910; Hans Freiherr v. Koblitz, Verzeichnis der antiken Münzen des städt. Museums, 1912; Dr. Franz 
Martin, Die archivalischen Bestände des städt. Museums, 8. A. aus den Mitt. des k. k. Archivrates, H*. 
1916. Weitere Hefte sind in Vorbereitung. So wurden hier nur jene Gegenstände aufgenommen, die kunst- 
geschichtlich besonders bemerkenswert sind und das Gesamtbild der Salzburger Kunst ausfüllen helfen. 

Die hier beschriebenen Gegenstände sind in folgender Reihenfolge angeführt: 

I. Gemälde. A. Porträts (Tempera, öl. Aquarell). 

B. Pastellporträts. 

C. Porträtminiaturen. 

D. Sonstige Bilder. 
II. Glasmalereien. 

III. Miniaturhandschriften. 

IV. Handzeichnungen. 

V. Skulpturen. A. Holz. 

B. Metall. 

C. Stein. 

D. Stuck, Ton, Gips. 

E. Elfenbein. 

F. Wachs. 

G. Porzellan. 
VI. Öfen und Kacheln. 

VII. Goldschmiedearbeiten. 
VIII. Verschiedene kirchliche Einrichtungsstücke. 

IX. Möbel. 
X. Textilien. 

XI. Varia und Gesamteinrichtungen. 
XII. Waffen. 



I. Gemälde. 

A. Porträts. 

1. öl auf Holz; 25 x 39 cm; Porträt, Halbfigur eines bartlosen Mannes in schwarzem Kleid und Käppchen, 
eine Nelke haltend; Ausblick in Landschaft mit Reiter und Fußgänger. Oben Datum N91, rechts Wappen 
Hohenheims, darunter Schriftband: anno etatis siie 34, links Wappen mit Ochsenmaul. Porträt des Vaters 
des Theophrastus Paracelsus (Got. Halle). (Vgl. Aberle in Mitteilungen für Salzburger Landeskunde, XVIII, 
178, 189, 219.) 

2. öl auf Leinwand; 71-5 x 93-5 cm; Halbfigur des Erzbischofs Matthäus Lang mit Aufschrift: Matthaeus 
Lang ■')() (bist. -top. Halle.) 

3. öl auf Leinwand; 92 x 192 cm; Porträt Kaiser Karls V. in ganzer Figur, stehend, in reichem, weißen, 
goldgestickten Hofkleid, das goldene Vlies an einer Halskette. Die Linke hält eine Dogge an dem Halsbande. 
Rechts oben bezeichnet: C. V. 1532. An der Rückseite: Caspar Guelrater. E. K. 1732. Aus der Galerie in 
Leopoldskron stammend. Alte Kopie nach dem Porträt von Jakob Seisenegger im Wiener Hofmuseum. Vgl. 
Otto Fischer in Jahresbericht 1906, S. 84 f.. Taf. II. 

4. Pendant dazu; Porträt der Kaiserin Isabella. Gemahlin Karls V., in ganzer Figur stehend. In braunem, 
reich mit Gold gestickten Kleid mit weißem, golddurchwebten Hemdsattel und weißen Ärmelpuffen. Die 
Rechte hält eine vom Gürtel herabfallende Goldkette. Wie 3 aus Leopoldrkron stammend, 1849 von 
Ritter v. Mertens geschenkt (Jahresbericht 1849). (Ren.-Halle.) Möglicherweise stammte das Original auch 
dieses Bildes von Seisenegger. 

5. öl auf Leinwand; 1065 x 205cm; Porträt König Ferdinands I.. in ganzer Figur stehend, in schwarzem 
Kleid mit hermelinbesetztem Rock und dem Goldenen Vlies an der Brustkette, in der Rechten Handschuhe, 

17» 



K>rtriu. 



132 Städtisches Museum Carolino-Augusteum 

die Linke am Degengriff, im Hintergrunde gelber Vorliang. Kopie nacli einem Bilde aus der Riclitung 
des Seisenegger (Familienstube). 

6. öl auf Leinwand; 104x205 cm; Porträt der Königin Aiina, Gemahlin Ferdinands 1., in ganzer Figur, 
stehend; in rosa Kleid mit Goldstickerei und schwarzem Überhang und rundem, flachen Hut; reicher 
Schmuck. Sie hält in der Rechten Taschentuch und Handschuhe; im Hintergrunde gelber Vorhang. Kopie 
eines Bildes aus der Richtung des Seisenegger. Vgl. 0. Fischef«, Jahresbericht 1906, S. 88 (Familienstube). 

7. öl auf Leinwand; 70x99 cm; Halbfigur des Herzogs Ernst v. Bayern, Erzbischofs von Salzburg. Um 
1550 (hist.-top. Halle). 

8. öl auf Holz; oval zum Rechteck ergänzt; 71x94-5 cm; Halbfigur eines graubärtigen Herrn in 
schwarzem, pelzverbrämten Gewände mit goldenen Brustketten und rchwarzem Barett. Drittes Viertel 
des XVI. jhs. Stark übermalt (Aiincnhalle). 

9. Öl auf Leinwand; 77 X 93 cm; Halbfigur eines graubärtigen Herrn in schwarzem Gewände mit kleinem, 
weiLkMi Kragen und Goldkette. Links oben Wappen der Rehling und Aufschrift: Aetatis suae LXIII 
anno domini MDLXXII. Deutsch. Gleich Nr. 25 ff. 1854 von Karoline Freiin v. Freyberg anläßlich des 
Verkaufes des Rehlingschen Schlosses Elsenheim dem Museum geschenkt. Jahresbericht 1854 (Speisesaal). 

10. öl auf Leinwand; 90 xl08'5 cm; Porträt, Kniestück eines Herrn aus der Familie Alt, mit langem 
braunen Bart, Halskrause und Maiischetten und pelzverbrämtem Rock; er steht, ein f^apier in der 
Rechten haltend, vor einem Tisch. Rechts oben Altsches Wappen und Aufschrift: Aetatis suae 00 anno 
JßSfi (Ahnenhalle). 

11. 85*5 X 108 cm; Kniestück einer jungen Dame in schwarzem Kleide mit rosa Aufschlägen und grünen 
gestickten Ärmeln, einem spitzen schwarzen Hut mit Brillantagraffen und Goldschmuck — Email- 
medaillon: antikisierender Schmied am Ambol.^, neben ihm ein Putto — ; sie trägt reichen Goldschmuck 
unter dem weißen Spitzenkragen mit Medaillon: hl. Georg (?). In der rechten Hand eine Goldkette. Rechts 
rosa Vorhang, links Pfeilerpostament, daneben gemaltes Wappen der Familie Alt und Aufschrift: Ano 158U 
aetatis 30 (Ahnenhalle). 

12. öl auf Leinwand; 77'5x95'5 cm; Halbfigur eines Herrn in schwarzem Gewände mit weißem Mühl- 
steinkragen, Schwertgriff und Handschuhe in den Händen. Bezeichnet: Aetatis suae XXXXX Anno 1.594. 

13. Pendant dazu; Porträt einer schwarzgekleideten Dame mit weißem Mühlsteinkragen und Häubchen. 
Bezeichnet: Aetatis suae XXXIX Anno 1504 (Zimmer XXXV). 

14. Auf Leinwand; 59'5x72"5 cm; Porträt, Halbfigur einer sehr vornehm gekleideten jungen Dame. Die 
dunklen gebauschten Ärmel und der Leib mit Goldborten, Schmuck am schwarzen Hut und ein Me- 
daillon mit einer Eule am Hals. Sie hält in den Händen ein sehr kleines graues Hündchen mit spitzem 
Kopf. Sehr übermalt. Ende des XVI. Jhs.? (Gelehrtenstube). 

15. öl auf Leinwand; 104'5 x lll'S cm; Kniestück, Porträt des Erzbischofs Wolf Dietrich, in einem Fauteuil 
an einem Tischchen sitzend, auf dem Glocke, Rosenkranz, Kruzitixus usw. stehen. Neben dem Wappen 
Aufschrift: Aetatis suae XXX, also 1589. 1855 geschenkt (Jahresbericht 1855) (hist.-top. Halle). 

16. Gemälde, öl auf Leinwand; 51 x 64 cm; Brustbild des Erzbischofs Wolf Dietrich in schwarzem Gewände 
mit roten Ärmeln und weißem Spitzenkragen. Landschaftlicher Hintergrund. Rentoiliert. Um 1590. Vielleicht 
identisch mit dem 1847 von Herrn Schatz geschenkten Bild (Jahresbericht 1847). (Wolf-Dietrich-Zimmer). 

17. öl auf Leinwand; 425x57 cm; Porträt des Erzbischofs Wolf Dietrich, an einem mit verschiedenen 
Gegenständen bedeckten Tische in einem Lehnstuhl sitzend; er hält in der Linken einen Brief mit der 
Aufschrift: Ad Sac*". Caes'". Mattem. Rechts oben das Wappen der Raittenau. Angeblich während der 
Gefangenschaft des Erzbischofs gemalt (Zimmer XXXVIll). 

18. Verschließbares Diptychon, zwei Bilder, Öl auf Leinwand, in rotem Rahmen mit Goldleisten; an der 
einen Außenseite Holztafel mit gemaltem Doppelwappen und Schriftband: Georg Paumann — 1605 — 
Elisabeth Paumanin. Die inneren Bilder, 48 x 58"5 cm, enthalten die Porträts, Brustbilder der Genannten, 
der Herr in schwarzem Rock mit weißem Kragen mit Spitze daran, die Frau in .schwarzem Kleid mit 
weißer Haube und plissiertem Kragen. Aufschriften: Aetatis suae 50. Beim Bilde der l-rau rechts oben 
noch überdies Hausmarke. Niederländisch? Sehr übermalt. Kam 1859 als Geschenk des Fräuleins v. Feiertag 
ans Museum (Gelehrtenstube). 

19. öl auf Leinwand, 725 x 85 cm; Porträt, Halbfigur einer jungen Dame in schwarzem Kleid mit weißem 
Spitzenkragen und geschlitzten Ärmeln mit weißen Bauschen. Neben sich ein Gebetbuch. Links oben gemaltes 
Wappen der Gutrat. Stark nachgedunkelt. (CatharinaGutrat, Witwe Moni, Gattin des Hofapothekers Chr. Mayr.) 

20. Pendant zum vorigen; Halbfigur eines Herrn (Hofapotheker Chr. Mayr) in schwarzem Gewand mit 
Spitzenkragen und -manschetten; in der Rechten die Handschuhe, in der Linken eine Glaskugel haltend. 
Anfang des XVil. Jhs. (Ahnenhalle). 

21. Öl auf Leinwand; 41 x53cm; zwei Pendants, Brustbilder eines Herrn und einer Dame mit Wappen 
der Pauernfeind von 1611. Stark beschädigt (Kunst- und Gewerbehalle). 

22. Öl auf Leinwand; 43-5 x 54-5 cm; Brustbild des Hans Christoph von Freising auf Aichach. Pflegers 
zu Werfen, mit rötlichem Schnur- und Knebelbart, stehender Spitzenkrause und Goldmedaillon mit Brustbild 
des Erzbischofs Markus Sitticus. Aufschrift: Aetatis suae 40, Ao Dni 1627 und Wappen mit den Initialen 
H. C. V. F. (Prunkzimmer). 



I 



Stadtisches Museum Carolino-Augusteum 133 



23. Pendant zum vorigen. Seine Gemahlin Maria Anna von Neuching mit breitem Spitzcnl<ragen und 
Bn)l<atl<Ieiil. Beischrift: Aetatis suae XXXI I, Ao Dni 16'2S und Wappen mit M. A. V. N. (Prunkzimnier). 

24. öl auf Leinwand; 68'5x86cw; Halbfigur einer Dame in goldgesticktem, braunen Kleid mit steifem 
Spitzenkragen und -manschetten und reichem Schmuckstück an dicker, goldener Kette. Links Doppel- 
Wappen. Deutsch, erste Hälfte des XVll. Jhs. (Speisesaal). 

25. Ol auf Leinwand; 795 x 97cm; Halbfigur eines Herrn in schwarzem Gewände mit weißem Spitzen- 
kragen und -manschetten, schwerer Goldkette um den Hals, Degen und Handschuh in den HSnden. 
Links Wappen der Rehling, darunter Inschrift: Aelalis suae XXXXVll W2U. Deutsch, unter nieder- 
ländischem Einfluil Gleich den folgenden sechs Bildnissen von Mitgliedern der freiherrlichen Familie 
Relilingen aus dem Schloß Elsenheim stammend. In die Wandfelder des Speisesaales eingelassen. 

26. öl auf Leinwand; 73'4 x 94'5cm; Kniestück eines Knaben in orangerotem, schwarzgemusterten Wams 
mit Spitzenkragen und -manschetten und in weinrotem Beinkleid, eine Armbrust in der Rechten haltend. 
Rechts oben Wappen der Rehling und Inschrift: Reymttndus Sillicus Rechliuger in2U. Aetatis XI an. X 
mens. Von demselben Maler wie Nr. 25 (Speisesaal). 

27. Pendant dazu; Kniestück eines Mädchens in grünem, goldgestickten Kleid mit roten Ärmeln, weißem 
Spitzenkragen und -manschetten, ein Tuch in der gesenkten Linken haltend. Links oben Wappen der 
Rehling und Inschrift: Maria Ludovica Relüingerin lf>29. Aetat. sitae XV an.Vl.men. (Speisesaal). 

28. Pendant dazu; Kniestück eines Mädchens in grünem, goldgesäumtem Kleid mit roten Ärmeln und 
Mieder, Spitzenkragen niui -manschetten, die Handschuhe in der gesenkten Linken haltend. Links oben 
Wappen der Rehling und Aufschrift: Amalia Friderika a Rechlingerin 1629 aetatis suae XIII an. III. mens. 
(Speisesaal). 

29. öl auf Leinwand; 67 X 94cm; Kniestück eines Knaben in ähnlichem Gewand wie 26, ein Eichhörn- 
chen auf dem rechten Arme tragend. Rechts oben Wappen der Rehling und Aufschrift: Ludovicus Fran- 
ciscus Reclüiiigen 102!) Aetatis IX an 11 1 mens. (Speisesaal). 

30. Pendant dazu; Kniestück eines Knaben in ähnlichem Gewand wie 26, einen Vogel an einem Faden 
haltend. Rechts oben Wappen der Rehlingen und Aufschrift: Joannes Paris a Reclitingen 1029 Aetatis V. 
an VI. mens. (Speisesaal). 

31. Pendant dazu; Vollfigur eines Knaben in ähnlichem Gewand, neben ihm ein Hündchen. Rechts oben 
Wappen der Relilingen und Aufschrift: Carolus Henricus a Relüingen 1629 (Speisesaal). 

32. Öl auf Leinwand; Kniestück eines Mädchens in grünrotem Gewand mit weißem Mühlsteinkragen und 
Spitzenmanschetten; auf einem Tischchen neben ihr Figur des Jesuskindes. Links oben Wappen der 
Rehlingen und Aufschrift: Joanna Francisco a Rechlingen 1629 aetatis IV an. VIII mens., nachmals Äbtissin 
des Stiftes Nonnberg (Speisesaal). 

33. Pendant dazu; Kniestück eines Mädchens in ähnlichem Kostüm, auf dem Tischchen ein Blumenstrauß 
in Vase. Links oben Wappen der Rehling und Aufschrift: Sara Magdalena a Rehlingen 1629 aetat. VII 
an. VI mens. (Speisesaal). 

34. 885 X 113cm; Kniestück eines bärtigen Herrn in schwarzem Kleid mit Spitzenkragen und -manschetten, 
die Rechte auf einem Brief, der auf rot gedecktem Tischchen liegt. Rechts oben Wappen und Auf- 
schrift: Scbaldt Lieb seines Alten: XXXIII iar. Um 1630. 1858 als Geschenk der Erben des Herrn Lieb 
V. Liebenheim ans Museum gekommen (Jahresbericht 1858). (Ahnenhalle.) 

35. Pendant dazu; Porträt; Kniestück einer jungen Dame in schwarzem Kleid mit weißen Borten, 
Spitzenkragen und -manschetten, einem Diadem im Haar, in der Linken ein Taschentuch, in der Rechten 
die Handschuhe haltend. Links oben Wappen und Aufschrift: Elisabetha Liebin geborne Castnerin ires 
Alters XXVIIII iar. Datiert links unten: Anno 1630 (Ahnenhalle). 

36. öl auf Leinwand; 125 x 191 cm; Porträt eines Herrn in ganzer Figur, stehend, mit schwarzem 
Schnurrbart und Fliege, in schwarzem Kleid mit geschlitzten Ärmeln, breitem, weißen Spitzenkragen 
und -manschetten. Lichte Strümpfe, gelbe Schuhe mit schwarzen Rosetten. Er hält in der Linken die 
Handschuhe; neben ihm auf einem rosa gedeckten Tischchen liegt der schwarze hohe Hut und mehrere 
Briefe, auf einem ein Hauszeichen. Rechts oben Wappen der Freysauff und Aufschrift: 16-10 Aetatis suae 33 
(Ren.-Halle). 

37. 61 x87cm; Halbfigur einer Dame in Goldbrokatkleid mit geschlitzten Ärmeln, stehendem, reichen 
Spitzenkragen und Taschenuhr an Perlenkette; in der Linken ein Gebetbuch haltend, im Haar eine 
Agraffe mit IHS. Rechts oben Wappen und Aufschrift: Aetatis 22. Anno 1640. Deutsch (Speisesaal). 

38. Öl auf Leinwand; 105 x 1255 cm; Porträt, Kniestück des Herrn Thomas Perger auf Emslieb in 
schwarzem Gewand mit weißem Umlegkragen und Manschetten. Um 1640 (Zimmer XXXV). 

39. Öl auf Leinwand; 75 x 95cm; Halbfigur eines blonden Herrn mit Schnurrbart und Gustav-Adolf- 
Bart, in lichtgrünem Rock mit geschlitzten Ärmeln, weißem Spitzenkragen und -manschetten. Links oben 
Aufschrift: Francis. Duckher Aetat XXXIII. Anno 1642. (Ren.-Halle). 

40. Pendant; Porträt, Halbfigur der Maria Clara Dückherin Geborne spindlerin A" 1640 aeta 23, in rosa 
goldgesticktem Kleid mit schwarzem Überhang und stehendem, weißen Spitzenkragen. An schwerer Oold- 
kette reicher Schmuck mit emailliertem Putto. Die Linke hält das Taschentuch, die Rechte liegt auf 
grün gedecktem Tischchen. Rechts oben Aufschrift, darunter Rosette (Ren.-Halle). 



134 Städtisches Museum Carolino-Aiigusteum 

41. 29 X 41-5 c/n; Brustbild eines bärtigen Mannes mit einfältigem Gesicht, en tace, in rot ausgeschlagen<*m 
Rock mit weißer Halsi<raiise, ein Weinglas in der Rechten haltend. Lange Legende, nach welcher das 
Bild den einlaltigen Menshen, der nirmahls instandt gewessen zu beichten, Thomas Poldt von Ähren in Tirol 
darstellt. XVI!. jh. (Ramn XXXIII). 

42. 68 X 935 cm; Wickelkind auf Kissen liegend. Rechts oben Wappen der Rehhng und Aufschrift: Maria 
Magdalena a Reilingen Nata 28. Sept A. lG(i2 vixit tantum SS hnris (Speisesaal). 

43. öl auf Leinwand; 84-5 x 111 crn; Halbfigur eines jungen Mannes in grünem goldgestickten Phantasie- 
kostüm mit Spitzen an Brust und Ärmeln und roter Schärpe; er hält in der Rechten einen Speer und hat 
Schwert und Hifthorn umgehängt. Hintergrundslandschaft mit einem Jagdhund und Draperie. Mitglied 
der Familie Rehlingen. Deutsch, zweite Hälfte des XVII. Jhs. Gestiftet von Herrn Oberlandesgerichtsrat 
Max Freiherr von Seiller 1914 (Prunkzimnier). 

44. Pendant zum vorigen. Junge Dame in rotem, mit großen weißen Blumen gestickten Kleid und gelbrotem 
Mantel; sie hält ein Hündchen, auf dessen Halsband die Buchstaben F. V. R. geschrieben sind (daselbst). 

45. öl auf Leinwand; 88 x 113 cm; Kniestück des Magistratsrats Christian Pauernfeind in schwarzem 
Gewand mit Nähspitzenkragen; hinten rote Draperie und Aufschrift: Aetatis suae 25 a. lOHl (Ziminer XXXV). 

46. Öl auf Leinwand; 69 x86'5 cm; Porträt, Halbfigur einer Dame in schwarzem Kleid mit weißem 
Spitzenkragen und schwarzer Haube, in der Linken eine Rose haltend. Links oben Wappen und Auf- 
schrift: Rosina Elexhaußerin 24 Jahr alt; Ao 1670 (Ren.-Halle). 

47. Pendant dazu; Halbfigur des Johann Elexhaußer seines alter 54 Jahr Ao 1686 in schwarzem Kleid mit 
weißem Spitzenkragen, eine rote Nelke in der Rechten. Rechts oben Wappen und Aufschrift (Ren.-Halle). 

48. öl auf Leinwand; 71 x96cm; Haibfigur eines Herrn Tomaso in schwarzem Gewand mit weißem 
Kragen und Manschetten, neben ihm ein Knabe, der einen Apfel hält. Inschrift: Aetatis suae 38, 1686 
(Ahnenhalle). 

48 a. Pendant dazu; Halbfigur einer Dame in schwarzem Kleid mit Spitzenbesatz am Ausschnitt und 
weißen Ärmeln, die Hand auf die Schulter eines Mädchens legend. Mitte des XVIII. Jhs. (Ahnenhalle). 

49. öl auf Leinwand; 65 x 88 cm; ins Oval komponiertes Brustbild des Herrn Johann Martin Weckherlin 
von Adlstätten in blonder Perücke, grünem, gold- und silbergesticktem Mantel mit roten Maschen; in den 
oberen Bildzwickeln Wappen und Aufschrift: Aetatis suae 41 P. 1691 (Raum XX VIII). 

50. Pendant dazu; Brustbild eines jungen Herrn in blonder Perücke, atlasblauem, rosagefütterten Mantel 
(Raum XXVIII). 

51. öl auf Leinwand; 485 x 60"5 cm; Porträt, Brustbild des Erzbischofs MaxGandolf mit langem schwarzen 
Haar, Schnurbart und Fliege, in rotem Kleid mit weißem Kragen. Ende des XVII. Jhs. (Ren.-Halle). 

52. öl auf Leinwand; 58 X 65 cm; oval zum Rechteck ergänzt. Brustbild eines alten Herrn mit grau- 
braunem Bart, in schwarzem Rock mit weißem Bäffchenkragen, einen Rosenkranz mit Medaille haltend. Um 
1700. (Ren.-Halle). Der Dargestellte dürfte ein Mitglied der Familie Kaserer, Besitzer des Gutes Hinterkasern 
zu Käsern bei Radeck sein (handschriftliche Aufzeichnungen des Direktors Süsz). 

53. Öl auf Leinwand; 51 x 60cm; Halbfigur eines Knaben in schwarzgrünem Gewand mit Spitzen- 
kragen und -manschetten, beide Hände auf den Tasten eines Spinetts; neben diesem ein Regal mit 
lateinischen Klassikern. Rechts oben Aufschrift: AE XVII. Deutsch, Mitte des XVli. Jhs. (Speisesaal). 

54. öl auf Leinwand; 148 x234cm; Erzbischof Paris Lodron in ganzer Figur, stehend, 1650 gemalt 
(hist.-top. Halle). 

55. öl auf Leinwand; 56 x 82 cm; Halbfigur eines alten Mannes mit weißen Haarbüscheln über den 
Schläfen, in gelbem Rock, mit weißem Hemd mit Krause, in den Händen ein Schwert init der Be- 
zeichnung Azot haltend. Links gemaltes Wappen, oben Aufschrift: Philippus Theophrastus Päröcelsus von 
Hochenheim zu Einßideln geborn 1493 starb in disem Haiiß Ao lö41. Rückwärts Attest von Dr. Aberle 
von 1826. Mittelmäßiges Bild des XVII. Jhs. Das Bild stammt aus dem Wohnhaus des Paracelsus (Ge- 
lehrtenstube). 

56. Öl auf Leinwand; 81 x 98 cm; Porträt eines kleinen Mädchens in ganzer Figur stehend, es trägt ein 
dunkelgrünes Kleid mit geschlitzten Ärmeln, weißem Spitzenkragen und Schürze; an langer Silberkette 
eine ovale Kapsel mit Darstellung des Kruzifixus zwischen Johannes und Maria, eine goldene Münze und 
ein Kreuz, grün mit Goldinontierung, lichte Schuhe mit roten Bändern. In d"r Linken eine Nelke, die 
Rechte spielt mit einem kleinem Foxhund, der auf einem teppichbedeckten Tische sitzt und Pfötchen gibt. 
Rosa Vorhänge, geinaltes Wappen und Aufschrift: Aetatis suae 2 166^. C.S.S. (Ren.-Halle). 

57. öl auf Leinwand; 47 x 66'5cm; Brustbild des Erzbischofs Max Gandolph Khuenburg. Um 1670 (hist.- 
top. Halle). 

Ö8. öl aut Leinwand; 55 x 72'5cm; Porträt, Halbfigur eines Heirn mit schwarzem langem Haar, kleinem 
Schnurrbart und Fliege, in schwarzem Kleid mit weißen Spitzen besetztem Kragen. Rechts oben Wapptn 
und Aufschrift: Aetatis suae 38 Anno 1676 (Ren.-Halle). 

59. öl auf Leinwand; 62 x 82cm; oval zum Rechteck ergänzt. Porträt, Brustbild eines alten Herrn mit 
schwarzem Käppchen auf den grauen Locken und grauem Gustav-Adolf-Bart; in schwarzem Kleide mit 
weißem bäifchenartigen Kragen, in der Rechten einen Brief an: Titl. Herrn Sin . . . ner Titt(ivo\\\ng). 
(beschädigt und fibermalt) haltend. Links oben Wappen und Aufschrift: 1702 Aet. 76 (Ren.-Halle). 



städtisches Musrum QirulinO'AuKUütcum 



135 



i 



öl auf Leinwand; 56x7UaH; oval in stcinfarbcncni Kaiinicn. Brustbild des Hofjuweli«?rs Fcrd. 
Signi. Anicnde. Anfang des XVIII. Jhs. 

61. Pendant dazu; Portr.1t seiner Gemahlin. Beide Bilder 184H von Frau Machtlinger geschenkt (Jahres- 
bericht 1848). (Hist.-top. Halle.) 

62. 73x92 cm; oval; Brustbild eine? Grafen Kuenburg (?. vielleicht Johann Josef) in grauem gold- 
gestickten Mantel mit Pelzvcrbrämung, dem Franz Stampart zugeschrieben. au< dem Langen Hof 
stammend. Radinger, Gemälde, 126 (Prunkzimmer). 

63. öl auf Leinwand; oval, zirka 74 x 91 cm; Brustbild des Grafen Ferdinand Bonaventura Harrach mit 
Allongeperücke und reichem goldgesticktem schwarzen Hofkleid mit Spitzenjabot. In vergoldetem ge- 
schnitzten F^ahmen mit Blattranken und Palmettenornament. Dem Franz Stampart zugeschrieben; vicl- 

icht eine Kopie des Bildes 331 der Harrachgalerie 



Wien, das von Hyac. Rigaud gemalt wurde. 1894 
von Frau Sedlitzky gekauft (Protokoll 1894, Nr. 2334). 
Radinger, Gemälde, 124 (Prunkzimmer). 

64. öl auf Leinwand; 65x915 cm; Brustbild des 
Grafen Anton Montfort in Allongeperücke und reicli- 
gesticktem Hofkleid. An der Rückseite bezeichnet: 
F. Stampart pinx. ad vivitm 170U (Fig. 180). Radinger, 
Gemäkle, S. 121 (Zimmer XXVllI). 

65. öl auf Leinwand; 136x215-5 cm; Porträt, in 
ganzer Figur, des Johann Siegmund Graf v. Kuenburg, 
Bischofs von Chiemsee. Um 1710 (Stiegenhaus). 

66. öl auf Leinwand; 1055 x 125-5 cm; Porträt des 
, Grafen Fricdridi v. Schünborn als zweieinhalbjähriges 
■tind, in ganzer Figur, in gesticktem Kleidchen ste- 
^Knd, in der Linken ein Stöckchen haltend, die Rechte 
Hif den Kopf eines Hundes gelegt. 1724 gemalt (Raum 
l^XVIIl). 

67. öl auf Leinwand; 39-5 x 49cm: Brustbild, Por- 
trät einer jungen Frau in blauem Kleid mit Gold- 
brokatappliken. An der Rückseite bezeichnet: Rensi 
(Zimmer XXXVIII). 

68. Unterglasmalerei; 20-5 x 245 cm, oval; Brustbild 
des Erzbischofs Firniian. Um 1730 (Rokokostübchen). 

69. Öl auf Leinwand; 62 x 79cm; Halbfigur des 
Simon Schuchögger, ,.gebohren ao 1673, gemalt 1731" 
(Depot III). 

70. öl auf Leinwand; 75 x 97 cm; Porträt, Halbfigur 
der „Maria Antonia Josepha B. de Boedigheimb 
Stüfftdame und Seniorisse in Oberminster zu f^egens- 
purg 1733" in schwarzem Kleid mit weißer Haube. 
Kragen und Ärmeln; sie hält in der Linken ein rot 
gebundenes Buch, die Rechte zeigt ein ürdenszeichen 
an weißgelber Schleife. Rechts oben Wappen und 
Aufschrift (Ren.-Halle). 

^^1. öl auf Leinwand; überlebensgroßes, ganzfiguriges 
IBbrträt des Grafen Josef Franz v. Arco, Bischofs 
IHn Chiemsee, 1729—1746 (Stiegenhaus). 
I^K. öl auf Leinwand; 805 x 92cm; Porträt, Halbfigur des Herrn Franz Dietrich Popp. Brauer in Stein; 
^n rotbraunem Rock, einen Grundriß nebst Zirkel und Lineal vor sich auf dein Tisch. Durchblick auf 
die Steingasse (?). Unter dem Wappen Autschrift: aetatis sitae 46—1742 (Zimmer XXVlil). 

73. 32 x4r5 cm; Brustbild des Friedrich v. Birckig, kaiserlichen Dragonerleutnants. An dei Rückseite be- 
zeichnet: Benedict Werckstötter fecit 1744 (Waffenhalle). 

74. öl auf Leinwand; 38 x 455 cm; Brustbild eines im Profil gesehenen Herrn in graugrünem Rock mit 
Jabot, der ein Weinglas emporhebt. An der Rückseite bezeichnet: Lad. Firmian pinx. Aus Leopoldskron 
stammend (hist.-top. Halle). 

75. öl auf Leinwand; 405 x 50cm; Brustbild eines Herrn in Schwarz mit kleinem weißen Umlegkragen, 
angeblich Christian IV., Herzog von Pfalz-Zweibrflcken. An der Rückseite bezeichnet: Lact. Firmian pinx 
(Zimmer XXXV). 

76. öl auf Leinwand; 68'5x 53 cm; Lactanz Graf Firmian als Jüngling, an der Staffelei sitzend, auf der 
das Porträt seines Vaters steht. Links sitzt der Vater an einem Tischchen, rechts die Mutter auf einem 
Sofa. Aus Leopoldskron stammend. Wohl von Lact. Firmian (hist.-top. Halle). 




rig. 180 



l'oitr.lt des (hafcn Anton .MonUoil 

von F. Slampart 
1 Porträt Nr. 64) (S. 135) 



Pig. 18a 



136 Städtisches Museum Carolino-Augusteum 

77. öl auf Leinwand; 44'5x 49 cm; Porträt, Brustbild eines unbekannten Herrn mit stark gerötetem, 
vollen Gesicht und weiß gepuderter Haarbeutelfrisur, in griinlichblauem Rock mit Spitzenjabot. Von 
Lactanz Firmian gemalt, aus Leopoldskron stammend (Musikhalle). 

78. öl auf Leinwand; 67-5 x 89cm; Halbfigur einer Dame in schwarzem Kleid mit breitem Spitzen- 
kragen und einem roten Buch in der Hand. XVIII. Jh. (Raum XXXIV). 

79. 59 X 48'5 cm; Profilbild des Bauernanführers Matthias Stöckl, mit gezogenem Schwert auf einem 
Schimmel reitend; herum Stangenwaffen und Holzkanonenrohre. Rechts oben Hohensalzburg. XVUI. ]h. 
(Waffenhalle). 

80. öl auf L'.'inwand; 56-5 X 68 cm; Halbfigur des Paracelsus mit Blick von seinem Hause auf die Stadt 
Salzburg. XVIII. Jh., stark beschädigt (Zimmer der wissenschaftlichen Apparate). 

81. öl auf Leinwand; 49 X 61 cm; Brustbild des salzburgischen Hofkammerrates Franz Enkh von der 
Burg. Zirka 1750. 

82. Pendant dazu; Porträt seiner Gattin Maria Eva (bist. -top. Halle). 

83. öl auf Leinwand; 53'5 x 71*5 cm; Porträt eines unbekannten Herrn in schwarzem Gewand mit offenem 
Kragen, angeblich lo. Mich. Rottmayr darstellend. Gutes Bild von Johann Georg Edlinger. 1887 als 
Geschenk des Antiquars Schwarz erworben. RAOiNOEt^, Gemälde, 129 (hist.-top. Halle). 

Fig. 181. 84. Öl auf Leinwand; 42'5 x 58 cm, oval; Porträt des Goldschmiedes Anton Riedlechner. Um 1750 (Fig. 181). 

85. Pendant dazu; Frau Riedlechner geb. Amende. Beide Bilder 1848 von Frau Machtlinger geschenkt 
(Jahresbericht 1848) (hist.-top. Halle.) 

86. öl auf Leinwand; 45 x48'5 cm; Brustbild Kaiser Franz' I. in Brustharnisch. 

87. Pendant dazu; Maria Theresia, dem Maurer zugeschrieben (hist.-top. Halle). 

88. öl auf Leinwand; überlebensgroßes, ganzfiguriges Porträt des Franz Karl Eusebius Grafen v. Frid- 
berg und Trauchburg, Bischofs von Chiemsee, 1746 — 1772 (Stiegenhaus). 

89. öl auf Leinwand; 1085 x 143cm; Kniestück des in einem Lehnstuhle sitzenden Erzbischofs Sigismund 
Grafen von Schrattenbach in reicher Kleidung mit dekorativ gebauschtem Mantel. Im Hintergrunde Säule 
und wehender Vorhang. Überaus prunkvoller, geschnitzter und vergoldeter Rahmen mit flamboyantcr 
Rocaille; an der Abschlußseite Pastorale, Schwert, Kreuz und Legatenhut; unten Inschriftkartusche mit 
mehrzelliger, den Erzbischof feiernder Strophe vom 18. November 1755 (Musikhalle). 

90. öl auf Leinwand; Halbfigur des Zimmermeisters Ragginger; ein Blatt mit dem Riß des Turmes von 
St. Peter — außen und innen — in der Linken, in der Rechten einen Zirkel haltend. Rechts oben 
Wappen. Um 1756 (Raum XXXV). 

91. 65x83 cm; Brustbild des Franz Anton Rauchenbichler im 53. Lebensjahre. An der Rückseite be- 
zeichnet: F. Kaveri Span pinxit 1760 (Raum XXX). 

92. öl auf Leinwand; 77"5 x 113 cm; Porträt, in ganzer Figur, des Johann B. Hagenauer in reichem Ge- 
wände, neben einem Tischchen stehend, auf dem eine Büste steht. Gutes Bild, vielleicht von Hagenauers 
Frau Rosa geb. Barducci gemalt. Um 1760 (hist.-top. Halle). 

93. Öl auf Leinwand; 37'5x52'5 cm; Brustbild des Leopold Mozart in salzburgischer Hofkapellmeister- 
uniform. Um 1760 (Musikhalle). 

94. öl auf Leinwand; 115 X 193 cm; Porträt des Erzbischofs Sigismund Grafen von Schrattenbach, in 
ganzer Figur, stehend (hist.-top. Halle) 

95. öl auf Leinwand, oval; 67 x84'5 cm; Brustbild des Erzbischofs Sigismund Grafen von Schrattenbach. 
Um 1760 (Musikhalle). 

96. öl auf Leinwand; 585 x 71 cm\ Brustbild einer jungen Dame in ausgeschnittenem weiß und blauen 
Atlaskleid mit ebensolchem Kopfputz auf dem hochfrisierten gepuderten Haar. Porträt der Freiin Marie 
Margarete Berchtold zu Sonnenburg geb. Polis v. Moulin, geboren 25. April 1746, gestorben 10. November 
1779, vermählt 10. Juli 1769 mit Joh. B. Franz Freiherrn zu Sonnenburg. Um 1769. Geschenk der Baronin 
Josephine Sonnenburg. Siehe Engl, Studien über W. A. Mozart, 1898, p. 16, und Museunisjahrcsbericht 
1878, p. 16 (Rokokostübchen). 

97. öl auf Leinwand; 16x22 cm; Brustbild (Selbstporträt) eines Malers in reichem phantastischen 
Kostüm, österreichisch, Mitte oder drittes Viertel des XVIII. Jhs. (Prunkzimmer). 

98. öl auf Leinwand; 61*5 x 735 cm; Porträt des Don Pedro Rodriguez Conte de Campomanes(?) in rotem 
Wams mit weißem Spitzenkragen und -manschetten. Von A. R. Mengs wohl zwischen 1761 und 1769 
gemalt; 1780 in Spanien nachweisbar, 1823 (nach Taschenbuch „Agiaia", Wien 1823) in der Sammlung 

Fig. 182. des Malers A. Braun in Wien, dann bei Hubert Sattler, der es 1871 dem Museum schenkte (Fig. 182). 
Gestochen von Ignaz Weiß (Nagler XXI, S. 250, 13) und von Friedrich John („Agiaia", a. a. 0.), Radinger. 
Gemälde, 127 ff. (hist.-top. Halle). Eine Wiederholung dieses Bildes, als Porträt des Dichters Gianni 
bezeichnet, war in der Sammlung Otto Messinger (Auktionskatalog von Helbing, München, 1918, Taf. XXX). 

99. öl auf Leinwand; 64x785 cm; Halbfigur eines unbekannten Herrn (Juwelier Mayer?) mit weißem 
Haarbeutel, in weißer, mit Goldborten und -knöpfen besetzter Weste und lichtblauem Rock, mit einem 
Brillantschmuck in der Rechten, bei einem Tischchen stehend, auf dem noch einige Schmuckstücke 
liegen. Links oben Wappen (Löwe mit roter Kugel in der erhobenen Vorderpranke). Darunter: Actatis 
suae 37. Glatt gemaltes Bild. Um 1770 (Musikhalle). 



stadtisches Musctiin Carollno-Augiistcum 



137 



). öl auf Leinwand; 24 x 32 cm; Halbfigur eines Herrn mit weißer Haarbeutclptröcke, in blauem Kuck 
lit GoUlknttpfcn, in clor Linken ein Notenblatt haltend. Auf der Rflckscitc moderne Aufschrift: Porträt 
}fon de la Croce aus Burghausen. Um 1770 (Musikhalle). 

101. öl auf Leinwand; 38 x 50cm; Porträt, Brustbild eines unbekannten Herrn mit gepudertem Haar, 
jelbcm Rock mit blauem Baiul und weißem, am Hals offenem Hemd. Dem Maulpertsch zugeschrieben. 

Jm 1770 (Musikhalle). 

102. 42-5 X 48 cm; Brustbild des Kaisers Josef II. von Hubert Maurer. Um 1770 (Raum XXX). 




Flg. 181 Porträt des üoldsclimicdcs Anton Kicdicchner (S. 136) 



03. öl auf Leinwand; 55 X 68cm; Brustbild, Selbstporträt von Hubert Maurer in jungen Jahren. 

104. Pendant dazu; Porträt seiner Gattin (hist.-top. Halle). 

105. öl auf Karton, oval zum Rechteck ergänzt; 10 x 13"5 cm; Brustbild eines jungen Herrn in Uniform 
mit gepudertem Haar; in geschnitztem und vergoldetem Rocaillerahmen. Zweite Hallte des XVIII. Jhs. 
(Rokokostiibchcn). 

106. öl auf Leinwand; 27 X 325 cm; Halhfigur des Dr. Anton Agiiardis, Salzburgischer Hofmedicus 1772. 
^Auf der Rückseite Namensaufschrift (Zimmer der wissenschaftlichen Apparate). 

Bl07. öl auf Leinwand; 145 x 195 cm: Kniestflck, Porträt des Erzbischofs CoUoredo. in einem Stuhl 
sitzend, die Rechte mit einem Buche (auf dem das erzbischftfliche Wappen gemalt ist) auf einem griln- 

I gedeckten Tisch. Hinten gelber Vorhang und Säule, auf deren Postament: I.M.G.pinxit 177-7 (Greiter) 
XVI 18 



138 



Städtisches Museum Carolino-Augusteuni 



geschrieben ist. Gescheni< von Dr. Widovitsch, 1846, oder des Herrn Späth, 1859 (Jahresbericht 1859). In 
geschnitztem, modern polychromierten und vergoldeten Rahmen mit Rocailleornamenten (Rokoi<oziminer). 

108. öl auf Papier; 20 x 28 cm; Halbfigur des Dr. Johann Prex. Um 1780 (Zimmer der wissenschaftlichen 
Apparate). 

109. Vier sehr geringe Porträtbiider des Herrn Christoph Nepom. Ferd. v. Pichl (1747 — 1831) und seiner 
Gemahlin Anna Barbara geb. Lasser v. Zollheim. Zirka 1780. Ferner des Herrn Siegmund Maria v. Pichl 
(1782) und nochmals desselben und seiner Gattin Maria Antonia. Anfang des XiX. Jhs. (Depot). 

110. Öl auf Leinwand; 70 X 79-5 cm; Halbfigur des Johann B. Freiherrn v. Berchtold zu Sonnenburg, in 
grüngrauem pelzverbrämten Gewand, neben einem Tischchen sitzend, auf dem eine Tasse Schokolade 
steht. Um 1780. (1918 dem Mozarteum als Leihgabe überlassen.) 




Fig. 182 Porträt des Don Pedro Rodriguez Conte de Campomanes (?) 
von A. R. Mengs (Porträt Nr. 98) (S. 136) 



111. öl auf Leinwand; 50 x 63 cm; Brustbild des Herrn Thaddäus Anselm Lürzer v. Zehendthal, in 
grauem Rock mit Goldborte und goldgestickter Weste mit Spitzenjabot. Links oben Wappen. An der 
Rückseite bezeichnet: Verfertigt von dem akademischen Kunst- und Portraitmaler Peter Wagner 1786. 

112. Pendant dazu; Marie v. Lürzer; von demselben (Zimmer XXXV). 

113. öl auf Leinwand; 76 x 93-5 cm; Kniestück des Herrn Philipp Rothbauer aus Passau in grauem, blau 
passepoilierten Rock mit weißer Halskrause, schreibend an einem Tischchen sitzend. Bayrisch, um 1780 
(Sticgenliaus, II. Stock). 

114. öl auf Leinwand, steiloval; 53-5x92 cm; zwei kleine Mädchen in weißen ausgeschnittenen Kleidern 
mit rosa Schärpen und Bändern im weißgepuderten Haar; das eine trägt ein Hündchen, das andere hält 
einen Ball. Um 1780 (Rokokostübchen). 

115. öl auf Leinwand; 120 x198cm; Porträt des Erzbischofs Hieronymus Colloredo, in ganzer Figur, 
stehend. Um 1780 (hist.-top. Halle). 



SUdtItches Museum Carollno-Augusteuin 139 

16. 45x62 cm; Brustbild des Erzbischofs Hicronymus Colloredo mit weißen Schläfenlockcn und ver- 
lertem Pcktorale (Raum XXXVI). 

[l7. öl auf Leinwand; 29 x 37 cm: Brustbild des Erzbischofs Colloredo mit dem roten Kflppchcn auf der 
ireilJen Perücki", in schwarzem Rock mit schwarzem Knilar und rotem Band. Ende des XVIII. Jhs. 
"(Raum XXVI). 

118.01 auf Leinwand; 97x144; Porträt, Kniestück; Erzbischof Graf Hieronymus Colloredo, sitzend. 
Ende des XVlll. Jhs. (Stiegenliaus). 

119. öl auf Leinwand; 65x82 cm; Halbfigur der Maria Antonia v. Pichl geb. Staudacher v. Wispach, 
aet. 32 A« 1782 (Depot 111). 

120. 43 X 48-5 cm; Brustbild eines Herrn mit Spitzbait in rotem (Kardinals- V) Kleid. Von Maurer. Ende 
des XVlll. Jhs. Kopie nach Van Dycks Kardinal Bentivoglio im Pal. Pitti (Ahnenhalle). 

121. öl auf Karton, oval; 125 x 16cm; Pendant zu 105; Brustbild einer Dame in rötlichem halsfreien 
Kleide mit Spitzenkragen und hohem gepuderten Haar. Rahmen mit hängender Lorbeerschnur an ver- 
i,'()ldeter Masche. Um 1790 (Rokokostübchcn). 

122. 32-5 X 385 cm; Porträt; Halbfigur des 1762 geborenen Ign. Maria Freiherrn v. Imsland. Bezeichnet: 
17'JI P: Gering (Waffenhalle). 

123. öl auf Leinwand; 45x58 cm; Halbfigur des Herrn Georg Hospodsky, Stiftsverwalters in Mattsee, 
in rotem Rock, weißer Weste mit Goldborte und Spitzenjabot. Gemalt von J. N. de la Croce 1792. 

124. Pendant dazu; Frau Th. Hospodsky, Gattin des vorigen; auch von de la Croce gemalt (Zimmer XXXV). 

125. 63-5 x 81-5 cm; Halbfigur, Porträt eines unbekannten Herrn in graugrünem Rock, lichtblaugrauer 
Weste und Spitzenjabot; weißer Ohrlockenperücke. Bezeichnet: Barbara Krafft nata Steiner pinx. Anno 
1796 (Raum XXXV). 

126. öl auf Leinwand; 31 x38cm; Porträt einer älteren Dame in rotem Kleide mit weißem Brusttuch 

und einem Fächer in der Hand. Bezeichnet: F. V.Deg[e(?) pinxit Anno 1797. In braunem, eingelegtem 
Rahmen mit vergoldeten Eckrosetten und Goldleiste (Zimmer XXXIV). Erworben aus der Sammlung 
Unterholzer in Hallein. 

127. öl auf Leinwand; 515 x 66 cm; Brustbild, Selbstporträt von Andreas Nesselthaler. Kam 1859 als 
Geschenk des Dr. Ulrich ans Museum (hist.-top. Halle). 

128. öl auf Leinwand; 45-5 X 60cm; Brustbild des Herrn Siegmund Triendl. Bezeichnet: Barbara Krafft 
nata Steiner pinxit. Ende des XVlll. Jhs. (hist.-top. Halle). 

129. öl auf Leinwand; 545 x 79cm; Brustbild des Herrn Franz Thaddäus Kleinmavr. Ende des X^'lll. Jhs. 
(hist.-top. Halle). 

130. öl auf Leinwand; 51 x 66 cm; Brustbild des Hofstukkateurs Pflauder. Ende des XVlll. Jhs. 

131. Pendant dazu; seine Gattin im Bürgerkleid mit schwarzer Haube (hist.-top. Halle). 

132. öl auf Leinwand; 60 X 72 cm; oval zum Rechteck ergänzt. Brustbild eines jungen Mannes in 

blauem Gewand und braunem Mantel. Bezeichnet: Lampi (d. A.) pinxit. Ende des XVlll. Jhs. (Fig. 183). p|„ i^ 
1892 aus dem Nachlaß von Frau Karoline Freiin v. Hell erworben. Protokoll 1892, Nr. 2275. Radingek, 
Gemälde, 130 (Zimmer XXVlll). 

133. öl auf Leinwand; 63 x 79cm; oval zum Rechteck ergänzt. Halbfigur eines Herrn, der mit dem 
Finger nach hinten deutet, wo Männer bei Fässern beschäftigt sind (Job. Ambros Elixhauscr, Stieglbrflu 
in der Gstätten). Ende des XVlll. Jhs. (Depot). 

134. öl auf Leinwand; 65 x 84 cm; Halbfigur einer älteren Dame in schwarzem Gewand mit weißem 
Spitzenbesatz und schwarzer Haube. Salzburgisch, Ende des XVlll. Jhs. (Raum XXXIV). 

135. öl auf Leinwand; 655 x 84cm; Halbfigur des Wundarztes Johannes Benedikt Mauberger. Ende des 
XVlll. Jhs. (Zimmer der wissenschaftlichen Apparate). — Pendant dazu, seineGattin, gcb Maurer(ZimmcrXXX). 

136. öl auf Leinwand; 47x585 cm; Poiträt, Halbfigur eines unbekannten bartlosen Herrn mit asch- 
blondem Haar, graugrünem Rock mit Vatermördern, weißem Halstuch und Jabot. Bezeichnet: Barbara 
Krafft nata Steiner pinxit. Um 18(X), skizzenhaft, beschädigt (Depot). 

Ferner drei Porträts von Siegmund Hafner Edlen v. Imbachhausen (Raum XXIll und XXX) und eines 
des Johann Flöckner und seiner Witwe (Raum XXVHl). Ende des XVlll. Jhs. 

137. öl auf Leinwand; 23 x 295 cm; Halbfigur eines jungen Offiziers(?) von der bürgerlichen Kompagnie zu Pferd 
in roter Uniform mit Salzburger Stadtwappen auf dem Gürtel. Gemalt von F. N. Streicher 1800 (Waffenhalle). 

138. öl auf Leinwand; 69-5 x 90cm; Halbfigur einer unbekannten Frau in geblümten) Kleide mit 
schwarzem Spitzenschal und Haube. Gemalt von Streicher. Anfang des XIX. Jhs. (Zimmer XXXIV). 

139. öl auf Leinwand; 575 X 855 cm; Porträt des Malers Ferdinand Runk, in ganzer Figur, In einer Ruß- 

18» 



140 



Stadtisches Museum Carolino-Augusteum 



laiulschaft stclK-nd. Kcclits unten huzeichnct: J. Bergler 1HU2 (Kig. 184). Das Bild wurde von Ernst josef 
V. Schwarzcnbcrg bestellt, kam dann in den Besitz des Grafen Josef Franz v. Daun und 1855 durch 
Kauf ans Museum (Jahresbericht 1855, 38/9). Radingef<, Gemälde, 130 (Zimmer XXllI). 

140. öl auf Leinwand; 125 x 195 cm; Studie. Junge Dame, in ganzer Figur, stehend. Von Josef Bcrgler 
Anfang des XIX. Jhs. Wohl identisch mit dem 1847 von Fräulein v. Kleinmayern geschenkten Bilde. 
(Jahresbericht 1847; hist.-tcp. Halle). 

141. öl auf Leinwand; 63'5 x 79*5 c/n; Halbfigur des Hubert Maurer mit Zeichenmappe und Stift von Joh. 
M. Sattler. Anfang des XIX. Jhs. (hist.-top. Halle). 

142. öl auf Leinwand; 45x47 cm; Selbstporträt. Brustbild der Malerin Barbara Krafft. Bezeichnet: 
Barbara Krafft nata Steiner pinxit (hist.-top. Halle). 




Fig. 183 Herrenporträt von J. B. Lampi (Porträt Nr. 106) (S. 139i 



143. öl auf Leinwand; 41-5 x 53 cm; Brustbild des Herrn Lorenz Hübner von Barbara Krafft (hist.-top. Halle). 

144. öl auf Leinwand; 56-5x70fm; Halbfigur einer Dame in weißem Atlaskleide mit Blümchen. Be- 
zeichnet: Barbara Krafft nata Steiner pin. Anfang des XIX. Jhs. Auf der Rückseite Zettel mit .Aufschrift: 
Ehrentraud Fendt, geb. Metzger (Zimmer XXXIV). 

145. öl auf Leinwand; 63x81-5fm; Halbfigur einer jungen Dame in hellblauem Kleide, mit dem 
Strickstrumpf sitzend. Ebenso bezeichnet (Zinuner XXX). 

146. öl auf Leinwand; oval, 28 X 36-1 cm; Brustbild der Mutter des Seninger, Hofrichters von Nonnberg. 
Gemalt von Friedrich Weidner. Anfang des XIX. Jhs. (Zinnner XXXV). 

147. Öl auf Leinwand; 58 X 815 rm, oval zum Rechteck ergänzt; Porträt Ferdinands, GrolMierzogs von 
Toskana. Anfang des XIX. Jhs. (Depot). Wohl von J. Löxhabler. 

148. öl auf Leinwand; 57 X 75 a«; Porträt des Herrn Zeidrich, k. k. Verpflegsoberverwalters in Linz, in 
ganzer Figur mit Zylinder. Frack und Stiefeln, mit einem kleinem Buch in der Hand, in Landschaft stehend. 
Anfang des XIX. Jhs. (Zimmer XXVII). 



Slildtischcs Museum Orollno-Auguttcutn 



MI 



19. Ol auf Lciinvaiul; 51.5 < 755 a«; HalbfiKur des KOiiigs Maximilian I. von Bayern, in schwarzem 
Rahmen mit jjeschnitzter Goklieiste. Anfang des XiX. Jhs. (Depot). 

44 X<yO cm; ins Oval komponiertes Brustbild eines hohen Offiziers, mit Maria-Theresicn-Orden und 
goldenem Vlies (wohl Kurfürst Ferdinand). An der Rückseite bezeichnet: Kavier Hornöck pinxit MW (Depot). 

H. öl auf Leinwand; 46x59t7/i; Halbfigur eines bartlosen jungen Herrn mit blonden, in die Stimc 

lllenden Locken, dunklem Rock, Vaterniürdern und plissiertem Jabot, in der Linken den Zweispitz 

»Itend. Bezeichnet: Barbara Krafjt natu Steiner pinxit. An der Rückseite Aufschrift: Johann Nepomuk 

Könipegg, Roilienfels, Herr :ii Boros Sehet' Mai>nat von Ungarn, im l'J. Jahr Anno ISOü zu Salzburg 

lusikhalle). 




Fig. 184 Porträt des .Malers l-'crdiiiand Kunk vun J. Berglvr 
(Porträt Nr. 137i (S. HO) 



i52. öl auf Leinwand; Porträt, Kniestück; Kaiserin Maria Luise von Frankreich von Andreas Nesscl- 
thaler nach dem Gemälde Gerards von 18()8 kopiert (Raum XXVIII). 

153. öl auf Leinwand; 50 x 68 c/n; Brustbild des Herrn Gregor Gans! mit einem Kinde neben sich, 
gemalt von F. X. Hornöck 18()8 (Zimmer XXXV). 

154. öl auf Leinwand; 31 x 38 cm; Porträt des Majors J(>sef Struber, Verteidigers des Passes Lueg 1809, 
in ganzer Figur, stehend. Links unten bezeichnet: A. Eggl pinx. Um 18()9. Geschenk des Herrn Johann 
Georg Strehle, 1846 (Waffenhalle und Raum XXXV). 

155. 40 X 57 cm; Brustbild des Herrn josef Spindelegger. An der Röckseite bezeichnet: F. Kavier Hornöck 
9inxit ISN (Raum XXX). 



142 Städtisches Museum Carollno-Augustcum 

156. Pendant dazu; Brustbild der Frau Spindelegger. Bezeichnet: F. X. Hornöck. Um 1815 
(Zimmer XXXIV). 

157. öl auf Leinwand; 22"5 X 29 cm; Brustbild eines Herrn Feyertag in grauem Rock mit rotem Vorstoß. 
An der Rückseite bezeichnet: Franz Kavier Hornöck pinxit 1813 (Raum XXX). 

158. öl auf Leinwand; 50 X 64cm; Brustbild; Selbstporträt des Johann Wurzer. Auf der Palette be- 
zeichnet: Johann Wurzer pinxit 1818 (hist.-top. Halle). 

159. 50 X 64cm; Zwei Pendants; Brustbilder eines etwa 50jährigen Herrn und einer 54 Jahre altenDatm, 
die einen Strumpf strickt. Von Hauser 1818 (Depot I). 

160. öl auf Leinwand; 47-5 x 59-5 cm; Brustbild des Herrn Franz Duyle. Bezeichnet: F.Xaver Hornöck 

1819 (Raum XXXV). 

161. öl auf Leinwand; 24 x30'5 cm; oval zum Rechteck ergänzt; zwei Pendants, Brustbilder des Malers 
Franz Zebhauser und seiner Gattin. Beide von Georg Zebhauser 1819 gemalt (Zimmer XXXV). 

162. öl auf Leinwand; 45x64 cm; Brustbild des Lederermeisters Kaspar Messner. Bezeichnet: F. X. 
Hornöck pinxit 1820 (Zimmer XXXV). 

163. öl auf Leinwand; 38 x 48 cm; Porträtbrustbild des P.Joachim Haspinger, fast en face gesehen. Um 

1820 (Waffenhalle). Vielleicht nach der Lithographie nach Schnorr von Carolsfeld gemalt. 

164. 69x80 cm; in Oval komponiertes Brustbild des Kaisers Franz, laut Aufschrift an der Rückseite: 
nach dem Leben gemalt in der Residenz zu Salzburg vom 20ten bis 23ten August 1821 von Michael Sattler. 
(Depot). 

165. öl auf Leinwand; 30-5 x 41 cm, oval zum Rechteck ergänzt; Brustbilder des Johann Georg Zeb- 
hauser und seiner Frau. Um 1823 (hist.-top. Halle). 

166. öl auf Leinwand; 44"5 x 53 cm; Brustbild eines bärtigen kahlköpfigen Mannes in schwarzem Wams 
mit weißem Umlegkragen. Von Michael Sattler. Erste Hälfte des XIX. Jhs. (hist.-top. Halle). 

167. 47 X 64 cm; Porträt der mit 22 Jahren gestorbenen Marie Brandstätter, in weißem ausgeschnittenem 
Kleid mit Rosen im Haar. Von Joh. M. Sattler 1827 (Depot). 

168. öl auf Holz; 39-5 x 53 cm; Brustbild, Selbstporträt des Thomas Spitzer, Tischlers zu Perwang. Um 
1830 (hist.-top. Halle). 

169. öl auf Leinwand; 45 X 575 cm; Brustbild der Frau Franziska Haas als Pöschlianerin (in ein grau- 
weißes Tuch gehüllt). Um 1830 (hist.-top. Halle). 

170. 63 X 78 cm; Porträt; Halbfigur eines jungen Mädchens in weißem Kleide mit blauem Mantel. Art 
des Sattler. Zirka 1830 (Depot). 

171. 66 X 72cm; ins Oval komponiertes Porträt; Halbfigur eines jungen Mädchens mit hängenden Zöpfen 
und einem braunen Seidenpinscher. Zirka 1830 (Depot). 

172. Porträt; 45 X 58cm; Brustbild des Herrn Dismas Wiederwald und 

173. Pendant dazu; Brustbild seiner Gattin. Beide gering, zirka 1830 (Depot). 

174. öl auf Leinwand; 495 x 65cm; Brustbild des Schuhmachermeisters Schönthaler, in braunem Rock 
und bunter Weste. Bezeichnet: Hueber 1832 (Zimmer XXXV). 

175. 23-5 X 27; Zwei Pendants; Brustbilder des Herrn Dittenhofer und seiner Gattin. 1834 (Raum XXXIV). 

176. Miniaturporträt auf Papier; 11 x 13 cm; Halbfigur des Dr. Burkard Eble, in einem Lehnstuhl am 
Studiertisch sitzend. Links unten bezeichnet: W. Kraus 1835 (Zimmer der wissenschaftlichen Apparate). 

177. öl auf Leinwand; 49*5 x 64 cm; Brustbild der Hebamme Madame Ziehrer, in grünem Kleid mit Mühl- 
steinkragen und Goldhaube. Auf der Rückseite bezeichnet: Hauser p. Um 1840 (Zimmer XXX). 

178. öl auf Leinwand; 34x42-5 cm; Brustbild des Benedikt Pillwein. Auf dem Buch in seiner Hand 
bezeichnet: Leopold Zinnögger 1841 (hist.-top. Halle). 

179. öl auf Leinwand; 67-5 x 88-5 cm; Halbfigur des Matthias Bayrhammer. Bezeichnet: Seb. Stief 1845. 
Von Dr. Storch geschenkt (Jahresbericht 1845). (Hist.-top. Halle.) 

180. 28x35 cm; Porträt des Pfarrers Winklor. Bezeichnet: Mayr 1847 (Depot). 

181. öl auf Leinwand; 46 x 57cm; Halbfigui des Karl Bock, 10 Jahre alt, und 

182. Pendant dazu; Porträt der Marie Bock, 7 Jahre alt. Beide von Aziaiter, Mai 1848 (Depot). 

183. Zirka 65"5x 75 cm; Porträt; Halbfigur eines sitzenden jungen Mannes, Herrn Anton Hochmuth, die 
eine Hand ins Hemd gesteckt. Bezeichnet: Ostheeren 1851 (oder 7) (Depot). 

Ferner Porträts des Josef v. Enk, Piaristen in Wien, um 1780; des A. Virgil v. Enk, um 1780; des Hof- 
kammerratcs Leopold v. Enk, um 1790; der Maria Klara Moser mit ihrem Töchterchen Anna, um 1805; 



SUIdtisches Museum Carolino-Augusteum 143 

es HandschuhmaclKTS Eduard Spcrl, um 1850; des Christian Pauernfcind, im Alter von 36 Jahren, 
1656; des Rates Daniel Nik. Laiminger, 59 Jahre alt, 1776; des Salzburger Bürgers Jostf Wölfling, 
38 Jahre alt, Anfang des XIX. Jhs.; des Brauers Alexander Moser, Anfang des XIX. Jhs.; des Herrn 
Schianderer, eines Verwandten des Malers (vgl. Kunsttop. XI, 406 bzw. 409), 1797; des Sattlermeisters Siscek, 
um 1830; des Scharfrichters Franz Josef Wolmuth, 47 Jahre alt, 1786; einer Gräfin v. Windhag, Ende des 
XVII. Jhs.; des „Ewigen Kalenders", eines Salzburger Originals, um 1820; des Herrn Hilebrandt (Urgroßvaters 
des Anton Triendl), Ende des XVIII. Jhs.; des Herrn und dei F-rau Heffter, um 1770; der Knaben Ignatius und 
Franz Fallbacher, um 1806; des Franz X. Reichsgrafen v. Brenner, Bischofs von Chiemsee, um 1790; des Tob. 
Wagner, Ende des XVIII. Jhs.; des Adjunkten Franz Eiweck, zweite Hälfte des XVIII. Jhs.; des Knaben 
Anton Pauernfeind, um 1783; des Cafetiers Steiger, in türkischer Tracht, Ende des XVIII. jhs. 

Weiter eine große Anzahl von bürgerlichen Porträts, öl auf Leinwand; darunter des Georg Ignaz Schu- 
mann Edlen v. Mansegg, um 1800; des Franz Anton Spängier; der Maria Elisabeth und Maria Katharina 
Spängier, zweite Hälfte des XVIII. Jhs.; der Anna Katharina Spängier, 1756; der Anna Elisabeth 
Spängier geb. Egger, um 1770; des Dr. med. Franz Lainer, um 1840; des Johann Josef Freiherrn v. Reh- 
lingen, 1756; der Frau Maria Maier, zweite Hälfte des XVIII. Jhs.; des Herrn Bogensperger, 1760; des Bürger- 
meisters Siegmund Hafner, um 1760; des Peter Kaserer in Hallein, 1706; der Regina Salome Schuechöggerin 
in Hallein, 1711; des Kreisphysikus Dr. Fischer, 1832; des Matthias Bayerhammer, um 1840 (vielleicht 
dieses von Dr. Storch 1845 geschenkt?); des Anton Alois Rauchenbichler, um 1770; der Maria Katharina 
Rauchenbicliler, 1761; der Maria Theresia Rauchenbichler geb. Poschinger, um 1750; der Frau Magdalena 
Radler, 1770; der Maria Eleonora v. Thunzler, 1722; des Herrn Anton Ruprecht, Hofapothekers, und 
seiner Mutter Katharina Ruprecht geb. Mayer, Ende des XVIII. Jhs.; des Baumeisters Laschenzky und 
seiner Gattin, Ende des XVIII. Jhs.; des Josef Moser und seiner Gattin Klara, 1770; des Zuckerbäckers 
Hinterholzer, um 1830. Ferner Bilder von Mitgliedern der Familie Knopp in Hallein und mehrere 
anderer unbekannter Personen (Raum XXX). 

Ferner Porträts des Hofapothekers Christoph Maier, Mitte des XVIII. Jhs; der Frau Anna Maria Theresia 

Sorko, erste Hälfte des XIX. Jhs.; der Frau M. B. Erentraud v. Enk, um 1775; der M. F. Apollonia 

V. Enk, um 1780; der Frau Maria v. Helmreich, um 1840; des Herrn und der Frau Michael Krumpacher, 

1796; des Josef Kaspar und der Maria Katharina v. Freisauff, 1783; der Reichsfreiinnen Antonia und 

Karoline v. Berchtold zu Sonnenburg, um 1830; der Handelsfaktorin Theresia Schaffner, um 1825; der 

^rau Weissauer, erste Hälfte des XIX. Jhs; der Frau Bogensperger im Alter von 22 Jahren, 1760; der 

^kina Klara Kistler, 17 Jahre alt, 1681; derselben, um 1710; der Frau Steinmetzmeister Doppler, Anfang 

Wies XIX. Jhs.; der Frau Anna Maria Laiminger, 55 Jahre alt, 1776; der Eltern des Konsistorialrates 

Anton Doppler, zirka 1840, von Matth. Resch, Kuratie-Provisor am St.- Johann-Spital, gemalt; des Herrn 

Jakob Herrmann, 1787; der Maria Theresia v. Enk, als Nonne, 1751; der M. Th. Josepha v. Enk, 

^ Jahre alt, 1800 (Zimmer XXXIV). 

HpOnf Bilder; öl auf Leinwand; Halbfiguren repräsentativen Charakters der Erzbischöfe Johann Ernst 
Thun bis Andreas Jakob Dietrichstein (hist.-top. Halle). 

öl auf Leinwand; eine Folge jetzt zum Teil gemeinsam gerahmter Porträts von Erzbischöfen des XVII. 
und XVIII. Jhs. (Max Gandolph, Firmian, Liechtenstein, Schrattenbach, Colloredo) in Halbfigur oder 
Kniestück, dekorativen Charakters. Vielleicht mit den 1848 von Herrn Raith, büigeri. Weinwirt, geschenkten 
identisch (Quartalsbericht 1847). Ferner Halbfigur des 1833 verstorbenen Domherrn Metzger und des „Aloys 
Sandbichler im 61. Jahr seines Alters, K.B.Professor der Schrift, Orientalischen Sprachen nud der Philo- 
logie auf dem Lyzeum zu Salzburg" (um 1800). Endlich Halbfiguren mehrerer unbekannter Herren und 
, Damen aus der zweiten Hälfte des XVIII. und dem Anfange des XIX. Jhs. (I. Stock, Risalit). 

Hkrner Porträts (auf Leinwand) des Abtes Alexander III. Fiximillner von KremsmOnster, um 1750; des 
^^P^opstes von Berchtesgaden. Franz Anton Joh. v. Hausen, um 1770; des Abtes von Ranshofen Augustin II. 
Pariser, um 1720; des Erzbischofs von Salzburg Johann Ernst Grafen Thun, um 1800; des Herzogs 
Christian von Pfalz-Zweibrücken, um 1760; des Siegmund Christoph Grafen Zeil, Fürstbischofs von Chiemsee, 
um 1800; des Erzbischofs Hieronymus Grafen Colloredo, Ende des XVIII. Jhs. (sehr abgerieben); der Schul- 
direktorsgattin Hochmüller geb. Hoppe, 1833 (Zimmer XXVIII). 

Endlich eine Anzahl anonymer Bildnisse des XVIII. und XIX. Jhs. 

B. Pastellporträts. Pasicit- 

1. 46x57 cm; Porträt; Brustbild eines jungen Herrn mit gepudertem Haarbcutei in roter mit Goldborte portrit». 
benähter Weste und weißem Rock. Um 1770 (Industriehalle). 

2. 39x49 cm; Porträt; Brustbild Pius VI. in strengem Profil nach rechts; er trägt einen rosa mit 
weißem Pelz verbrämten Samtrock mit eingesteckten Insignien; ein hellblauer Kragen mit weißem 
Vorstoß ist von der Unterkleidung sichtbar. Weißes kleines Käppchcn über dem weißen mit einer runden 

Locke frisierten Haar. Um 1780 (Industriehalle). 



144 



Städtisches Museum C-irolino-Augustcum 



3. 44x56-5 oh; F^rträt; Brustbild einer jungen Dame in hellblauem Kleide mit weißen und geblümten 
Streifen, weißem Busentuch mit Rüsche) und schwarzer Salzburger Haube auf dem weiß gepuderten 
Haar. Um 178() (Industriehalle). 

4. 45x55 cm; Brustbild einer jungen Dame in rosa und weißem halsfreien Seidenkleid mit schwarzer 
Salzburger Haube auf dem weiß gepuderten Haar. Um 1780 (Rokokozimmer). 

5. Brustbild des Prälaten von S. Zeno Bernh. Elixhauser. 1782 (Depot). 

6. 73x64 cm; Halbfigur einer alten Frau mit einem Muff. Zweite Hälfte des XVIII. Jlis (Depot). 

7. 41-5x49 cm; Porträt; Brustbild einer jungen Dame mit schwarzer Haube und blauem Kleide mit 
Rüsche am Halsausschnitt. Um 1780. In Rahmen, weiß lackiert und vergoldet, mit Kassettenornament 
und Knäufen (Saal XXIX). 

8. in derselben Größe und gleichem Rahmen wie das vorige; Brustbild eines Herrn in grau gepuderter 
Perücke mit Zopf und weißem Rock. Um 1780 (Saal XXIX). 




Flg. 18.S Porträt des Regierungsrates Franz Michael Vierthaler. 
Art des Nessellhalcr (,S. 145i 



9. 44x56 cm; Brustbild des Johann Peter Metzger, Bürgermeisters zu Salzburg (1775 — 1795) in hell- 
grauem Rock mit weißem Jabot und weißer Perücke mit Ohrincken. Um 1780 (Saal XXXIV). 

10. Pendant dazu; Brustbild seiner Gattin mit schwarzer Haube, rosa Kleid mit eingewebten Blumen- 
sträußchen und weißem Spitzentuch. Um 1780 (Saal XXIX). 

11. Zirka 35 x 40 cw; Brustbild eines jungen Herrn in grünem Rock, gelber Weste und weißer Perücke 
mit einer Ohrlockc und Haarbeutel. Um 1790 (Saal XXIX). 

12. 47*5 X 58'5cm; zwei Pendants; Brustbild des Bürgermeisters Metzger und seiner Gattin. Beide von 
Streicher gemalt. Ende des XVIII. Jhs. (Saal XXXV). 

13. 45x54 cm; Brustbild eines bartlosen Herrn (Geistlichen) mit schwarzem Käppchen, schwarzem Rock 
mit weißem Kragenstreifen. Ende des XVIII. Jhs. (Industriehalle). 

14. 35x45 cm; Brustbild einer jungen Dame mit gepudertem Haar, mit herabfallenden Locken und 
Schleier, in ausgeschnittenem weißem Kleide. Um 1790. In geschnitztem polychromiertem und ver- 
goldetem Rahmen mit Ranken, Palmettenmuscheln und einem Phantasiewappen in der Mitte unten 
(Schachbrett und Feld mit Schrägbalkcn). (Rokokostübchen.) 



StiUttlscIlcs Miiscuiti Carolino-AiiKiisIvum 



145 



C. P u r t r t( t in i II i a t u r c n. 

1. Zeichnung, laviert, der Kopf mit Rötel gehöht, auf Papier; oval, 10 x 13 cm; Brustbild ein« Herrn 
in braunem Rock mit Umlegkragen, weißem Halstucii und gepudertem Haarheutel. An der Rückseite 
Aufschrift: Franz Michael Vierihaler, k. k. n. oe. Regier ungsrath und Waisenhausdirektor. Um I8!ü, Wohl 
von Andreas Nesselthaler (Fig. 185). In Rahmen mit geschnitzten Rocailleornamenten und BlumenschnOren 
am Aufsatz und Ablauf. Um 1780 (Rokokostübchen). 

2. Pendant dazu; Brustbild eines jungen Mannes in Rock mit Mantelkragen, weißem Halstuch und natOr- 
lichem über den Schlafen gelocktem Haar. An der Rückseite Aufschrift: Andreas Nesselthaler hoch- 
ji'irsüicher Truchsess und Cabinetsmahler. Von ihm selbst gezeichnet. Um 1800. Rahmen wie oben. (Rokoko- 
stübchen.) 



rttr I«. 




Flg. 186 Miniiiturporträt der l-raii B,it)cUc Storch von KloU 
(S. 146) 



. Aquarell auf Papier; oval; Brustbild eines jungen Herrn in lichtbraunem Rock und gröngestreifter 
/este. Auf der Rückseite Aufschritt: Sigmund Christian Aichhamer .... 1797. Gemalt von Gandolph 



3. 

Weste. Auf der Rückseite Aufschritt: Sigmund 

Stainhauser v. Treuberg (bist. -top. Halle). 

4. Öl auf Karton; II x \5 cm; Brustbild; Selbstportrlit des M.ilor^ Wnr/cr. mit Palette tm.l Pinsel an 
der Staffelei. Um 1835 (Saal XXXV). 

5. Aquarell auf Papier, oval; 45 X 55 cm; Halbfigur einer jungen Dame in dekolletiertem weiBem Kleid. 

Bezeichnet : Grosser 1803 (hist.-top. Halle). 

6. Aquarell auf Elfenbein; 6x6-9 cm; Brustbild der Frau Thercse Hagcn.iuer in wciBem Kleid mit 
dunkelgrünem Band am Halsausschnitt (Fig. 187). Bezeichnet: Barffara Krafit pin. (hist.-top. Halte). 

7. Aquarell auf Papier; 4x5fm; Brustbild einer jungen Frau in blaugrOnem Kleid mit Spitienschal 
und Goldhaubc. Bezeichnet: Mattighofen {?) (hist.-top. Halle). 



XVI 



19 



Flg. IST 



146 



Städtisches Museum Carolino-Augiisteiim 



8 Aquarell auf Papier; 33 x 48 cm; Frau Babette Storch, in ganzer Figur, ein schlafendes Kind im 
Flg. 186. linken Arm, in Landschaft gehend. Von Prof. Klotz 1813, in Landshut (Fig. 186). 

9. Pendant dazu; Medizinalrat Storch in seinem 50. Lebensjahr. Von demselben. (Raum XXVIll.) 





l-'ig. 187 Miniaturportrat 

der Frau Tlierese Hagenauer 

von Barb. Krafft (S. H5) 



Fig. 188 Miniaturporträt 

der Marie Hagenauer von Spitzer 

(S. 14«) 



10. Aquarell auf Elfenbein; 8x7c/«; Halbfigur eines 13jährigen Mädchens in weißem Kleid mit 
violettem Gürtel und grfmer Schfirzc, Marie Hagenauer. Bezeichnet: SpHzer pinxit JS2fi (hist.-top. Halle; 

Flg. 188. Fig. 188). 

11. Aquarell auf Papier; 9 x 105 a«; Porträt einer Dame in sciiwarzem Gewand mit buntem Gürtel und 
weißem Umlegkragen. Bezeichnet: Spitzer pinxit 1H2!) (Zimmer XXXV). 

12. öl auf Papier, oval; 10 x Wb cm; Porträt; Brustbild eines unbekannten Herrn in schwarzem l^ock 
mit schwarzer Halsbinde. Bezeichnet: Spitzer pinxit 1820 (Zimmer XXXV). 

13. Aquarell auf Papier; 17 x 21 cm; Halbfigur der Frau Gertraud Gasparotti. Bezeichnet: gemalt Deckel- 
mann s:il (Raum XXXi). 

14. Aquarell auf Papier; 8x 10 o«; Halbfigur des Professors v. Wolfstein. Gemalt von Hubert Sattler, 
1843 (Zimmer der wissenschaftlichen Apparate). 

f-erner eine Anzahl von anonymen Aquarellen und ölminiaturen. von Papier- und Unterglassilhouetten, 
von Reliefporträts in Wachs, Gips, Elfenbein, Speckstein und Glas. Darunter F^rträts der Erzbischöfe 
Max Gandolph, Johann Ernst Sigismund, Hieronymus, Franz Anton, Jakob Ernst und Fürst Schwarzen- 
berg; ferner von Mitgliedern der Familien Hagenauer, Matzenkopf, Enk von der Burg, Zillner. Niggl, 
Gussetti usw. 

D. Sonstige Bilder. 

1. Flügelaltar. Über Staffel mit eingeblendetem vergoldeten Rankenornament auf rotem Grund 
doppelfiflgeliger Altar mit Temperamalereien; der Mittelschrein mit frei aufgesetztem Rankenwerk zwischen 
zwei Fialen bekrünt (Taf. X). 

Mitteltafel; 79x82 cm; Anbetung der Hl. drei Könige. Madonna in rosa Kleid mit lichtblauem Mantel 
und weißem Schleiertuch sitzt rechts unter einer niedrigen Hütte, über deren Dach ein Engel auf den 
Stern hindeutet. Maria hält mit beiden Händen das nackte Kind, das in ihrem Schöße kniet und mit 
den Handchen in ein goldenes Kästchen greift, das ihm der kniende greise König (in Violettgrau und 
Weiß gekleidet) hinhält. Hinter diesem steht der zweite König mit braunem Barte, blauem Kleid und 
rosa Mantel, der mit Hermelin gefüttert ist, in der Linken ein monstranzartiges Gefäß darbringend. Er 
wendet sich zur Seite zu dem als letzter herantretenden jugendlichen König mit blondem Haar, silber- 
graucm Kleid mit vergoldetem Gürtel und Kniekacheln und grünlichem, grauweiß gefüttertem Mantel; 
der jugendliche König trägt ein Hörn mit Goldbeschlag. Neben ihm geht ein weißer Pinscher; unter 
der Hütte wird der Kopf des Ochsen sichtbar; links hinten zwei kleine Bäume, darüber Goldgrund. 
Innere I lügel. imien: 355 x 83-5 cm; links hl. Martin in silberner Rüstung mit bläulichem Wams, rotem 
rig. 189. Mantd mit Hermelinfutter, der Bettler als Krüppel mit Beinschiene und Krücke gebildet (Fig. 189). Rechts 
lil. joliannes il. T. in härenem Gewand und faltigem grünen Mantel, in der Linken auf rotem Buch das 
kleine Lannn mit der Kreuzfahne mit Spruchband. Beide auf Goldgrund. 



Sonstige 
Dildrr. 



Tafel X. 




TAFEL X HALLEINER ALTAR VON 1440 
Museum Carolino-Augusteum (S. 146 ff.) 



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Stitdtlsclic5 MiiHMim CaroHno-Augusteuin 



147 



Iniuro FlüRcl, außen : links Vfrkiindi^junjjscnncl in wdßcm 
ÜL'wancI mit üoldbortenbcsatz, einem Spriichbaiul in der 
Linken, die Reclite zum üruL) erhoben. Rechts Maria, stehend, 
in \veilien\ Kleid, mit faiti},a'iu blauen Mantel und einem 
schwarzem Schleier über dem blondem Haar. Die Taube des 
Hl. Geistes fliegt zu ihr lierab und berührt schon ihre Stirn 
mit dem Schnabel. Beide Figuren auf rotem Grund mit Gold- 
sternen (f-ig. 190). 

Die üuLk'ren Flügel, innen: links hl. Barbara, stehend, nach 
der Mitte zu gewendet, in rotem Kleid mit grünem, weili ge- 
füttertem Mantel und reicher Krone auf dem Haupt. Sie 
trägt mit der linken Hand, über die das Mantelende herab- 
hängt, den Turm, die rechte Hand rafft den Mantel. Rechts 
hl. Katharina, stehend, nach der Mitte zu gewendet, in grünem 
Kleid mit rosa, mit Hermelin gefüttertem Mantel und Krone 
wie die vorige. Mit der Rechten fal.U sie den Schwertgriff 
und das auf den) Boden aufstehende groL')e Rad, die Linke 
rafft den Mantel. Beide Figuren auf rotem Grund mit Gold- 
sternen. 

Der .\ltar stammt aus der Leprosenhauskapelle in Hallein und 
kam 1858 ins Museum (Jalireshericht 1858). Nach Angabe des 
Jahresberichtes war noch 1836 in Kreisform um den Kopf 
der Madonna zu lesen: Ooffrcdtis Oriiiiuitis Luii^oviae hone 
tabiilaiii cum Petro Vcnet« jecil und im Nimbus des Kindes 
MCCCCXL. Stilistische Gründe würden an eine etwa ein Jahr- 
zehnt ältere Entstehung denken lassen; Hauptwerk der Alt- 
Salzburger Malerei (0. Fischek, S. 50 ff.) 

-. Auf Holz ; 93-5 X 85 cm; (jetzt) als Antipendium einer Mensa 
eingelassen. Heimsuchung; Kniestücke der beiden Frauen, in 
dem ScliolA das Kind in Glorie gemalt. Links angedeutet 
Boden und Bäume, rechts eine Steinbank mit Lesepult unter 
jjütischem Steinbaldachin; auf der Bank imd am l^ilt Bücher. 
Über den hl. Frauen Spruchbänder. Salzburgisch, um 1430 
(Taf. X, unten). Nach 0. F-'ischek, S. 41 f„ um 1420 (Kapelle). 

3. Auf Holz; 43 X 66 tv;/; Kruzifixus zwischen Johannes und 
Maria. .Alle drei mit goldgemusterten Nimben, Maria in vio- 
lettem Kleid und blauem Mantel. Johannes in dunkel(braunem) 
Kleid mit faltigem roten Mantel, ein Buch in den Händen 
tragend. Zu FüL')en des Kreuzes über steinigem (irund klein- 
gebildeter jugendlicher Stifter, kniend, mit gefalteten Händen 
und Spruchband: Miserere mei detis. Er trägt einen dunklen, 
an den Ärmellöchern und am Saum mit breiter Goldbor- 
düre ausgenäliten Rock. Neben ihm Wappenschild mit drei 
Goldlilien auf schwarzem schrägem Balken; in den Zwickeln 
Spiralornament auf hellem Fond. Über dem ganz schmalen 
Bodenstreifen unter den Figuren Goldgrund. Auf dem roten 
Rahmen (beschädigte) Umschrift: begraben Hmis sant ErndrawUenlag (Fig. 191). 
burger Arbeit, um 1430 (got. Halle). 

4. Auf Holz; 2 Flügel; 71 X 129cm; mit stark abgeschrägten oberen äußeren Ecken. I. Hl. Primus übt-r 
niederem grünen Bodenstreifen, vor Goldgrund stehend. Der nach rechts blickende hlondh.1rtigc Heilige 
trägt eine spitze, turbanartige Kopfbedeckung, dunkelgrün, mit Goldborten und -schnüren. Über dunklem 
Anzug ein rötlicher Mantel mit grauweiLV-m Futter und Umlegkragen, an den Anncln und am Saum 
Goldborte; üoklschuhe. Er steht mit leicht gespreizten Beinen und über der Brust verschrankten Annen, 
in der rechten Hand ein langes, dekorativ flatterndes Spruchband haltend: cabiris tUdis decretis constnsit 
(wohl von dem Übermaler korrumpiert). Unten Aufschrift: S. Primus. 2. Hl. Hermes; RaumvcrtcilunK wie 
bei 1; der bartlose Heilige mit grauer, edelsteinbesetzter .Mütze auf den blonden Locken, wendet den K»pf 
energisch nach links, während der Körper ein wenig nach links gedreht ist. Dunkler RcMrk mit Goldgürtel und 
Hermelinbesatz am Saum; am Gürtel hängt eine rote Bursa und ein Dolch in ornamentierter, zum Teil ver- 
goldeter Scheide. Roter Mantel mit Hermelinkragen und -sattcl und weißem Futter. Die Füße gespreizt, in 
Goldschuhen. Die rechte Hand hält über der Brust das Spruchband (wie oben): don ptrdidi sed mutavi in 
nomine liomini. Die Linke weist mit ausgestrecktem Zeigefinger hinunter auf das Spruchband (Kapelle; Taf. XI). 




i-in. m 



m. iMarlill. Htljjil vom llill, iii,r Allir 
(S. 146) 



St.trk nlKini.iiie i>.\\i' 



.1 \ 



Flg. I'JI. 



Tafel XL 



148 



Stadtisclies Museum Carolino-Aiigustcum 



Als Provcnicnzort wird Aigen bei Salzburg oder auch das Lungau angegeben, Erwerbungszeit unbekannt, 
wahrscheinlich 1870—1881. Von Stiassny, Repertorium f. Kunstw. 1903, S. 24, der Spätzeit M. Pachers 
zugewiesen, von Voss, Der Ursprung des Donaustils, 67 Anm., und Fischer, S. 66 ff., mit dem Kreu- 
zigungsbilde Pfennigs in Wien und dem Grazer Dombild von K. Laib in Zusammenhang gebracht; dabei 




Fig. 190 Verkündigung, Außenseite der Innenflügcl des Halleiner Altars (S. 147) 

vcn Fischer und Suida fOr ein Werk Laibs erklärt, von Tietze, Kunstgcschichtliche Anzeigen 1910, S. 49, 
tili l'f.niiJL;. nicht Laib in Anspruch genommen, von Stiassny neuerdings (Repertorium 1911, S. 323) 
tttr y vci verschiedene Maler in Anspruch genommen. Wichtige Salzburger Arbeit um die Mitte des XV. Jhs. 



■u '\\\k -:i;i:s modernisierten gemalten FlOgelaltar? mit gemalten Tafeln an den Seiten der Mensa: 
UiiiocrabilJ an der Schmalseite links; 27 x 46*5 cm; hl. Dionysius, das abgeschlagene Hauf 



pt in der 



städtisches Museum Carollno-Augiuleum 



149 



Rechten, zu fünf sitzenden Männern und Frauen predigend. Salzburgisch, um !1^». Nach O. Fischer, 

S. 40. zweites Jahrzehnt des XV. jhs, (Fiij. 192). Plg, its. 

Temperahild rechts; hl. Jüngling mit grünem Rock und weißem Mantel, d'e Hiinde (ijcfesscit; hinter ihm 

steht ein Mann und halt (?) ihn; ein Krieger in Rüstung stößt dem Heiligen das Schwert in die Kehle. 

Zum vorigen gehörig (Kapelle) (Fig. 193). Hg. isa 




Fig. 191 Kieuzigung Christi (S. H7) 



6. Flügelaltar: Holz, polychromiert und vergoldet; die Flügel in Temperamalerei. Die Mensa an dtn 
Schmalseiten mit ornamentaler (moderner) Malerei, an der Stirnseite mit einpela.ssenem als Appliquc ge- 
arbeitetem Relief, zirka 174 x 51 au, der .Apostel mit Christus in der .Mitte (Fig. 194). Der .Mittelschrein Hg. iw. 
enthält zwei Figuren über Staffel mit eingeblendetem Rankenwerk und unter einem auf zwei flankierenden 
gedrehten Säulen aufruhenden, aus verschlungenen Kielbogen zwischen drei Fialen mit Krabben. Kreuz- 
blumen und MaBwerkfüllung verziertem Baldachin. Die Figuren sind zirka WO cm hoch: hl. Georg und 
hl. Bischof mit Buch (ein auf diesem ehemals befestigtes Attribut fehlt, vielleicht Nikolaus). Ersterer In 
Rüstung mit Mantel und Turban, auf den Drachen tretend. Die Linke rafft den .Mantel, die Rechte 
faßt die (fehlende) Lanze (Fig. 195). Salzburgisch mit Tiroler Einschlag, viertes Viertel des XV. Jhs. Flg. iSöv 



150 



Städtistlies Museum Carolino-Augustcuin 



Die f-lügfl sind rgchtcckij!, doch ist die obere innere Ecke eingezogen. Sie sind außen ornamental bemalt, 
innen in zwei Bilder (39 x 82 f/H) untergeteilt. Linker Flügel oben: Heiliger Hippolyt mit Kronreif, in 
voller Rüstung mit rotem Mantel, in der Rechten Kugel mit Kreuz (Reichsapfel?), in der Linken eine 
weilie l-ahne tragend. - Unten: Hl. Antonius Abb. mit Pedum nnd Buch, neben ihm ein Schwein mit 
ülöckchcn. Rechter Flügel oben: Hl. Ulrich mit dem Fisch auf dem aufgeschlagenen Buch. — Unten: 
Hl. Benedikt mit Pedum und Glas, in dem die Schlange sichtbar ist. Alle Heiligen auf Wiesengrund 
mit kleinen bunten Blumen; darüber gelblicher Goldgrund. 

Der Altar stammt aus der Kirche St. Georgen im Pinzgau. Mittelmaßige lokale Arbeit aus der zweiten 
Hälfte des XV. Jlis. (Kapelle). 





Fig. 192 Hl. Dionyslus (S. 149) 



Fig. 193 Martyrium eines Heiligen (S. 149) 



Flg. 196. 



7. Auf Holz; 29 X 48-5 beziehungsweise 31-5 x 46 und 285 x 49cm; drei (jetzt) in eine Holzwand einge- 
lassene Bildchen auf Goldgrund. 1. Verkündigung; Maria, kniend, in rosa Kleid niit blauem .V\antel. wendet sicii 
nach links zu dem knienden Engel in grünem Kleid und rosa Mantel, das Spruchband in der Rechten. Hinter 
Maria das Betpult, darüber die Taube des Hl. Geistes. 2. Anbetung des Kindes durch Maria, hinter der 
josef, auf einen Stock gestützt, steht. Angedeutetes Milieu. Grabendach auf Pfosten, Kopf von Ochs und 
Esel. 3. Maria, in grünem Kleid mit faltigem gelblichrosa Mantel, sitzt und hält das rötlich gekleidete 
Kind im Schoß; vor ihnen steht der hl. Sebastian, dessen nackter Leib von Pfeilen durchbohrt ist und 
ans vielen Wunden blutet. Salzburgisch, gering. Drittes Viertel des XV. Jhs. (Kapelle). 

8. Zu einem Flügelaltar gehörig, l. Seitenflügel; 35x9()aH; innen, links: hl. Bartholomäus in rotem 
Kleid mit mauvefarbenem Mantel mit Goldsaum, das krumme Messer in der Rechten haltend. Rechts 
hl. Andreas in gilbbraunem Kleid mit grünem Mantel, das Kreuz im rechten Arm haltend. Über hohem 
lußboden Goldgrund mit gepreßtem Muster (Fig. 196).— Außen links: hl. Barbara in rotem Kleid mit grünem 



Städtisches Museum Carolino-Aut(u«(ruin 



151 




Fig. 194 Christus und die Apostel, Predella des FlOgelaltars aus St. Georgen (S. H9) 




Fig. 195 Flügclaltar aus St. Georgen (S. 149) 



152 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



Mantel, den Turm mit der Linken hochhebend; rechts: hl. Katharina in lichtblauem Kleid, das Schwert 
in der rechten Hand. Beide Figuren mit schlanken Oberkörpern, in starker Schwingung; auf dunklem 
Grund. Der Altarschrein stammt aus der Festungskapelle. Beginn der zweiten Hälfte des XV.'Jhs., stark 
Obermalt, namentlich der hl. Bartholomäus (Kapelle). 




Fig. 1% Hl. Bartholomäus und Andreas, Flügel eines Altars (S. 150) 

'} •'^'.'^'■'"«^"sa mit Bildern in vergoldeten, mit fortlaufender Ranke geschnitzten Rahmen verkleidet. 
An Jcr Vorderseite Temperabild auf Holz; 198-5 x 64 cm; hl. Barbara, Katharina, hl. Nikolaus, vier hl. 
.sivotiotc, ,ii. Sebastian, alle stehend, auf Goldgrund. Unten Schildchen mit Monogramm JS (Hgiert). An 



Städtlsrlic-. !\^iv..uiii drolino-AuKUilcum 



153 



den SchmalycitLMi, 96 x 63 cm, «rünc Rankciiiiialcrii um die EvaiiKcIistcnsymb«»!«; — mit Spruchbändern 
mit Namcnsaufsciiriften — auf rotbraunem üruiul (übermalt). Um 149() (Sakristei). 

10. Auf Holz; 39 X 105 cm: Madonna mit jjefaltcten Händen, stellend, in schwarzem Kleid mit Oold- 
fiammen am Halsausscliiiitt und den Ärmeln (Älirenkleidmadonna). Schwarzer Grund mit Stcmmuster. 
Stark abj,'erieben. Ende des XV. Jlis. (Kapelle). 

11. Tempera auf Holz; 84x93 cm; Tod der hl. Jungfrau, die auf einem Bette liegt, herum sitzen und 

stehen die Apostel. Sehr besch;idi|,'t. Salzburyisch, Ende des XV. Jlis. Eischer, 96? Rückseite: EnthauptunK 
eines jugendlichen Heiligen in voller Rüstung; im Hintergrumle Sta.lt. links Richter und Zeugen d-r Hin- 
richtung. 




Fig. 197 Kombinierter riugvlallar ans Vigaun (S. 16-1) 



12. .Auf Holz; 64 x 905 cm; hl. Katharina in rosa Kleid mit grünem Mantel Ober dem Rade stehend. da$ 
Schwert in der Rechten. Neben ihr hl. Ursula in dunkelblauem Kleid mit rotem Mantel. Pfeil und Buch. 
Quadrierter Pflasterbelag, weiB-braun. darüber ornamentierter Goldgrund. In rotem f^ahmen, mit schwarzen 
Namensaufscliriften an der linken Seite: 5. Nicolaus, S. W«)///gMs. S. Rudperliis. Ende des XV. Jhs. Derbe 
alpenliindische Arbeit, 1860 vom k. k. Postmeister Wallner in Mauterndorf erworben (Jahresbericht 1860. 
30) (Sakristei). 

13. Tempera auf Holz; 58-5 x 129cm: Krönung Mariens. Auf einer Tlironbank mit hofier Rückichnc 
sitzen Gott-Vater und Christus, die beide gleich als jugendliche bartige Mflnner gebildet sind: Ober ihnen 
schwebt die Taube des Hl. Geistes. Gott-Vater und Gott-Sohn halten in der einen Hand das Zepter, 
beziehungsweise die Weltkugel, in der andern die Krone über das Haupt der hl. Jungfrau, die Ober einer 
von zwei Gewaiulengeln gehaltenen Mondsichel kniet. Über der Lehne der Tiironliank werden vor blauem 
Grund sieben kleine singende Engel sichtbar. Rückseite: GeiUelung Christi (stark beschädigt). Salzburgisch, 
Ende des XV. Jhs. (Kapelle). Vielleicht identisch mit dem 1856 von Ritter v. Schwind geschenkten Bild 
(Jahresbericht f85()). 

XVI 20 



154 



Städtisctics Museum Carolino-Auguslcuin 



Fl«. 197. 8. Mittfljchrein mit Skulpturcngruppc und doppelseitig in Tempera gemalten Flügeln (Fig. 197). Der recht- 
eckige Mittelschrein wird von naturalistischem gewundenen Astwerk eingefaßt und von vorkragendem Gebälk 
abgedeckt, auf dem zwei von Säulchen mit Kreuzblumenbekrfinung getrennte Bogen mit Blattwerk Aber 
einer polygonalen, in das Abschiußgebälk einschneidenden Konsole aufsitzen. Der Schrein enthält die 
zirka 70cm hohe Gruppe der hl. Anna selbdritt auf einem Sockel; die hl. Anna sitzt auf einem Thron 




v« 




Fig. 198 Hl. Dionysius. 
Flügel von Fig. 197 (S. 154) 



Fig. 199 Hl. Sebastian, 
Flügel von Flg. 197 (S. 154) 



mit Baldachin — Kreuzblumenfries über abgefasten Pfeilerchen — und trägt das nackte Christkind auf 

dem rechten, die bekleidete Maria als kleines Mädchen mit offenem Haar auf dem linken Knie. Salzburgisch. 

um 15no. Die Altarflügel. 39-5 X 135 em, enthalten innen die Heiligen Dionysos und Sebastian in ganzer 

I imir (auf Goldgrund): erstcrer mit Aufschrift: S. Dionisius im bischöflichen Ornat, das Pedum in der 

Flg. l"^. linken, das infulicrte Haupt in der Rechten (Fig. 198). Letzterer mit Aufschrift: S. Scwastianus in damas- 

/uricMi Hrustharnisch, rotem Mantel mit roter, hermelinausgeschlagener Mutze auf den blonden Locken und 

Flg. 199. einem Pfeil in der linken Uam\ (Fitj. 199). Autkn: Verkündigungsengel beziehungsweise hl. Maria am Betpult 

Hg. 200. IM iiiicr Halle nut gelbmt (|uadriertem Pflaster und rotem Gitter im Hintergrund (Fig. 2(X)). In der Staffel 

do< Mittdschremes erneute Aufschrift, lateinischer Spruch. Der Altar stammt aus Vigaun. Ende des XV. Jhs. 



I 



Siadtisclic's Miisi'um Carolino-Augudcum 



166 



l 



14 Tempera auf Holz; 425 x m)cm; Älirciiklciclinadonna auf rotem Grund mit (joldcncn Sternen- Um- 
scliritt in },'r()l..cn uiul Unterschrift, lange Beschreibung, in kleinen Buchstahin auf P..ni.r f'^V Um lütJT) 
(Diiknstci). 

15 Mittelbild eines modernisierten Flügelaltars; 67 x Ui6cm; KrOnuiiK Mariens; uie hl. Jui.«(rau in dunklem 
Kleid und weiBein Mantel kniet zwischen Gott-Vater und Gott-Sohn, die auf einer Bank sitzen und 
die Krone über das Haupt der hl. Jungfrau halten. Die Taube in Glorie schwebt Qb«r der Gruppe 



.-STf 




Fig. 20Ü Verkündigung. AuOenseitcn de« AlUrs hig. I»7 (S. l.Vt) 

Hinter der Bank halten zwei Gewandcngel einen Teppich mit reich gestickter Goldborte. Ober' dem 
Teppich blauer Grund mit Sternenmuster und zwei weitere musizierende Engel in Halbfigur über Wolken 
(Fig. 201). Vielleicht identisch mit dem 187fi von dem Gem.iMerestaurator Martin Pitzer erworbenen Bild 
(Jahresbericht 1876, 16). v. 

Zugehörig, Seitenflügel; 30-5 x 109 a»; innen links hl. Katharina in reichem, rotem Kleide mit Krnnreif auf 
dem Haar; rechts iil. Ursula in violettem Kleid, beide stehend, mit dem Schwert beziehungsweise (^eil in der 
Hand, Goldgrund mit Sternmuster. — Außen: Links hl. Johannes d. T. mit dem Lamm auf dem Buch. 
rechts hl. Petrus in schwarzem Kleid und rotem Mantel mit Buch und Schlüssel, auf Goldgrund (l'ig. 202). 
Aus Hofgastein stammend. Um 1515. S. Fischer. 140 (Kapelle). 

20* 



Flg. 201. 



15d 



SUidtiscIics Museum Carolino-Aiigusteum 




l ig. -ul Krönung Mari«, Mittclbild eines Altars aus Hofgastein (S. 155) 



Slfldtiscties Museum Cirollno-Aiigutivum 



157 



1(). Auf Holz; 87 x 107-5 cw; drei hl. Bischöfe mit Axt, Buch und Ziborium, in ganzer RRur. »Ichaid; 
auf Goldgrund. Auf der Rflckseife ebenso die Hl. Petrus. Johannes Ev. und ein Bischof. Die ftanzc 
Rückseite durdi AhhliUtern stark beschikligt. Verwandt mit einem Nonnber^er Bild (Kun<tt..p<.i;r.iphie. VII 
\-\g. 155). (Kapelle.) 

17. Auf Holz; 18()-5x97an; Anhetun« der Hirten und KrtniRe. Die Mitte des BiUKs nimmt der Lin- 
blick in die Hütte ein, in der Maria in iliinkelblauem Kleid mit weiUem Schleiertuch sitzt und das 




Fig. 202 HI. Johannes d. T. und Petrus. AuOcnnügel von Flg. 201 (S. 155) 



nackte Kind mit einer Windel hält; über ihr halten zwei rosa beziehunjjsweise blau gekleidete «chwc- 
bende üewandengel mit bunten Flügeln ein Tuch. Vor dem Kinde kniet (im Profil nach links Kochen) 
der greise, bartlose König in rosa Mantel mit goldgewebten .Ärmeln und dunkler Kapuze: er hat ein 
Goldgefäl^ (gedrehter Bauch, gedrehte Kerben am Deckel) zu Boden gestellt. Hinter dem greisen König 
ist der zweite braunbärtige im Begriff niederzuknien: er trägt ein blaues mit Gold reich gesticktes und 
mit Pelz verbrämtes Kleid und einen dunklen, mit breiter rosa Bordüre besetzten Mantel, der ihm Ober 
den Rücken hängt. Als letzter kommt der als Mohr gebildete Krtnig in braunem, goldgesticktem Wams 
mit rotem Mantel; mit der Rechten nimmt er die weiße Kopfbedeckung zum Gruß herab, in der Linken 
trägt er einen goldenen Pokal mit Deckel und Kri'^i.tllh.ind' Der Mohi tritt rechts zur Hütte herein. 



158 Städtisches Museum Carolino-Augusteunt 

indem seine Gestalt den Türpfosten übersciineidet. Daneben ist in der Hütte ein zweiteiliges Fenster mit 
(geringem) Durchblick auf Wiesen; vor dem Fenster steht eine Bank, in der ein Hirte kniet, zwei 
weitere schauen hinter seinem Rücken hervor. Rechts von der Hütte Ausblick auf eine tiefgelegene 
Straße, die sich zum Hügel, auf dem die Hütte liegt, hinaufbiegt. Darauf das Reitergefolge der Könige, 
einer die Pferde im Bach schwemmend und mehrere lastensciileppende Knechte; im Hintergrunde ver- 
blauende Landschaft. Ganz vorn hinter dem greisen König wird der Kopf und die anbetend erhobenen 
Hände eines Mannes in blauem Kleid mit violettrosa Mantel sichtbar, der noch auf der tiefgelegenen Straße 
steht. Links von der Madonna (hinter dem Oberkörper des Ochsen) tritt ein Hirt in die Hütte; er ist 
in F^ot und Blau gekleidet und zieht die Mütze zum Gruß. Hinter ihm kommen zwei andere durch eine 
Tür iierein, die links mit einem Stück der Mauer von außen zu sehen ist. Andere nähern sich zwischen 

Tafel XII. den Wiesen und Baumgruppen. Rechts oben auf einem Hügel liegt ein Hirte (Taf. Xll). 

Tnfd Xlll. Dazugehörig vier Flügel auf Holz; 36 x 96cm; beiderseitig bemalt (Taf. Xlll). \. Innen: Bethlemitischer 
Kindermord; Landschaft mit herankommenden Kriegern im Hintergrund; vorn drei Kriegsknechte im 
Kampf mit zwei Müttern, heftig bewegte Szene. — Außen steiiifarbig gemalte Figur des hl. Markus, in 
einem Buche lesend, neben ihm ein Löwe über Postament. 

2. Innen: Beschneidung Christi. Angedeutete architektonisch gestaltete Vorhalle mit Durchblick in Land- 
schaft; von links wird Maria sichtbar neben einer Frau mit weißer Haube und rotem Mantel, die das 
Kind einem bartlosen Priester hinreicht, der in seiner Hand ein kleines Messer in goldenem Schuh hält. — 
Außen: Wie oben; hl. Matthäus mit Buch, Axt und einem Engel neben sich. 

3. Innen: Verkündigung; in emem schmalen Raum mit einem Fenster rechts und einem Vorhang links 
kniet Maria in dunkelblauem Kleid mit rotem Mantel und betet aus einem offenen Buch; vor ihr liegen 
mehrere Bücher auf einem niederen Pult, daneben eine weiße Blüte in einem weißschwarzen Gefäß. 
Recht." schwebt ein Gewandengel in lichtblauem Kleid mit rosa Flügeln und tippt mit dem zepter- 
?rtigen Stab in seiner Linken auf Mariens Buch. In einem Licht'^trahl fliegt die Taube des Hl. Geistes 
herab. — Außen: Wie oben; hl. Lukas mit Buch und Stier. 

4. Innen: Heimsuchung; angedeutete Hausarchitekturen; die hl. Elisabeth in dunkelgrünem und violettem 
Kleid mit weißem Kopfputz und Halstuch, begrüßt die hl. Jungfrau (blaues Kleid und roter Mantel). 
Im Vorder- und Mittelgrund rechteckige zum teil eingezäunte Blumenrabatten. — Außen: Wie oben; 
hl. Johannes mit dem Kelch (beschädigt). Dein ,, Meister der Virgo inter Virgines" zugeschrieben. Vgl. 
M. Friedländer in Zeitschrift für bildende Kunst 1906/07, S. 79; derselbe im Jahrbuch der preußischen 
Kunstsammlungen 1910, S. 64; H.Voss in Onze Kunst, 1909, S. 73; Radincjer, Gemälde, S. 114. Aus 
der Salinenkapclle in Hallein stannnend, 1874 erworben (Jahresbericht 1874); die Tradition, daß der 
Altar dahin aus dem alten Dom gekommen sei, ist nicht erweisbar (got. Halle). 

18. Auf Holz; 70 x 100 cm; hl. Elisabeth beschenkt drei Bettler mit Brot und Wein. Stark beschädigt. 
Aus Bergheim stammend (Jahresbericht 1861, 28). Erstes Viertel des XVI. Jhs. Nach 0. Fischer, S. 156, 
von dem Meister des Reichenhallcr Altars im Münchener Nationalmuseum (Kapelle). 

19. Tempera auf Holz; 80x93 cm; Christus als Zwölfjähriger im Tempel lehrend; von links nähern sich 
Fig. 203. Maria und Josef. Nach dem Dürerschen Holzschnitt, B. 91 zusammengeschoben (Fig. 203). Um 1520 

(Sakristei). 1856 von Dechant P. Seilner in Aspach erworben (Jahresbericht 1856, 26). 

20. Tempera auf Holz; 80 x 96 cm; Christus von Maria Abschied nehmend, die zu Boden gesunken ist 
und von zwei Frauen gestützt wird. Nach dem Dürerschen Holzschnitt, B. 92. Um 1520 (Sakristei). 

21. Auf Holz; 82 x 127 cm; Mariens Tempelgang; Maria als kleines Mädchen geht links die Treppe 
hinauf und wird vom Hohepriester empfangen. Unten stehen die Hl. Joachim und Anna und andere 
Männer und Frauen. Links vorn an der Treppe sitzt eine Händlerin. An der Rückseite: Verkündigung 
an Joachim, der inmitten seiner Herde kniet; der Engel in starkem Verkurz fliegt herab und reicht ihm 
eine versiegelte Bulle. Links hinten aufschauender Hirte. Stark beschädigt. Um 1520. In Anlehnung an 
Altdorfers Holzschnitt, B. 4. Gleich den folgenden Bildern 1856 von Dechant P. Seilner in Aspach erworben 
(Jahresbericht 1856, 25). (Kapelle.) 

21. Auf Holz; 82x97 cm; Begegnung Joachims und Annas an der goldenen Pforte. Die hl. Anna in 
grünem Kleid mit weißem Kopftuch, Joachim in rosa Kleid mit blauen Ärmeln. In Anlehnung an Alt- 
dorfer, B. 5 (Kapelle). 

22. Auf Holz; 81 x 97 cm; Kindermord; Stadtarchitektur, mit vier Frauen mit Kindern und ebenso 
lig. 201. vielen Kriegern, von denen einer in voller Rüstung von hinten gesehen wird (Fig. 204). Stilistisch ver- 
wandt mit Mariae Tempelgang. Die Komposition ist eine Variante nach A. Altdorfer, B. 46 (Schin. 46). 

23. Tempera auf Holz; 81-5 x 97-5 cm; Joachim opfert ein Lamm, das der Hohepriester abweist; herum 
Männer und Frauen. In Anlehnung an Altdorfer, B. 3 (Sakristei). 

24. Jugendlicher Heiliger mit schwarzem Barett, die Linke auf dem Schwert, mit der Rechten den Mantel 
raffend. Der Heilige steht unter gedrücktem Bogen auf reich mit Grotesken ornamentierten Pfeilern. Um 
1.525. (Gelehrtcnstube.) 




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Stadtisclics MuH-uin drulino-Augiulnini 



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Auf ""'2: 7^-5 XI 15 cm; in einem kicincm Schiff, dessen Mast gebrochen ist. rufen mehrere in 
UbcKsgefair befindliche Personen den hl. Nil«.laus an, der links oben in HalbfiKur in den sich au" 
ueiulen W..lken erscheint, die Rechte segnend erhebt und in der Linken ein Spruchband ^ .\dsum L 

\. P. L. I. Von Sebastian Stief 1852 geschenkt. Um I53() (Gelchrtenstubc). 

.i Auf Holz; 73;5x 115-5 a»; lil. Horian (in Anlehnung an den FIQKel des K.„...k..,i.k,..,i.uv «uht m 
oler f^i'>>tmig mit lahiie und Schwert und löscht ein «roßes brennendes Haus. Als Einfassung der rigur 
alrnckter Bogen über Siinlen mit leiciieii Kapitiilen und f'ostamentcn (Üelehrtenstube) 




Fig. 203 Der /wullj.iliii-r K-. 



\iiilt Avn.lrlii 



\llir (S I 



Auf Holz; 74 X 119a;;; dazu jjehörii;: Kiiiciuler |uiit;liiii;, der iIk H.iiuK taltit; neben ihm steht ein 
Sclierge, der auf den Befehl iiarrt, das Sciiwert zu ziehen. Links kommt ein hl. ßi<chof in vollem Ornat, 
die Redite mit abwehrendem Gestus erhebend. Herum mehrere .Manner, hinten Reiter. Im Hinterfninde 
gebirgige Landschaft mit einem Turm. Stark beschädigt. Schulverw.mdt dem Wolf Huber Von Seh. 
Stief 1852 geschenkt (Jahresbericht 1852). (Gelehrtenstube.) 

28. Tempera auf Holz; 71 x99cm; hl. Matrone (Felizitas) in einem Leimstuhl sitrend, ein Buch im 
SchoBe; seitlicii steilen zwei Knaben, ein dritter kniet mit einem Buch in der Hand vor ihr. Gemusterter 
Goldgrund. Unterschrift: S. Felkitas mit iren VII seilen I5JI, unter den Knaben die Namen Januarius, 
Felix, Pliilippiis (Vorzimmer). 1861 von Pfarrer üuggenbichler. Berghcim, cnvorben (Jahresbericht 1861.28). 

29. Auf Holz; 89 x 107 cm; Verkündigung; der Kngel in weitk-m Diakoneiigewand vor der knienden Jung- 
frau, über der die Taube schwebt. Über einer Balustrade in gemustertem Goldgrund Halbfigur Oott-Vatcn 
(Gelelirteiistube). Spätere Kopie nach dem Stich von M. Schongauer, B. 3. 



160 



städtisches Museum Carolino-Augusteuni 



l-ig. 205. 



30. Auf Holz; 25-5 X 90-5 cm; hl. Katharina, in diiiikels,'rüiK'm Kleid mit violettem Mantel, auf dem zer- 
brochenen Rad stehend, das Schwert in der Rechten; die Linke rafft den Mantel. Erste Hälfte des 
XVI. Jhs. (Kapelle). 

31. Auf Holz; 53 X 64 5 a//; Halbfigur des biil5enden hl. Hieronymus, der, nur mit offenem grauen Mantel 
bekleidet, vor einem Tische sitzt, auf dem Totenkopf, Buch, Kerze, Feder, Augenglas, ein Zettel mit 
lateinischem Spruch usw. liegen. Der Heilige hält einen Stein in der Rechten und wendet den Kopf nach 
links. Hinter dem Tisch ist ein Lesepult mit aufgeschlagenem Buch (See. Maren). Im Hintergrunde auf 
einem Regal Flasche mit Rotwein und ein Glas, ein Aspergile und ein Glockenzug; eine Tür, die im 
unteren Teil durch einen grünen Vorhang verschlossen ist; ein Fenster, in Säulenfassung, mit Ausblick 
in Landschaft mit Felsen, Gebäuden und einer Kirche (Fig. 205). Niederländisch, um 1530; von Radingek 
als Richtimg des Quinten Massys bezeichnet (Gemälde 119), von F. Gkaefe dem Jan Sanders van Hemessen 
zugeschrieben (Jan Sanders van Hemessen. Leipzig 1909, S. 57, T. XXI). Nach der alten Inventar- 




Fig. 206. 



Fig. 204 Kindormord (S. 158) 

nunmier 388 als der ,,H. Hieronymus von Albrecht Dürer" im Inventar der erzbischöflichen Gemälde von 
1750 zu identifizieren; im Inventar von 1726 als Nr. 36 vorhanden. 1859 aus der Domschatzkammer 
angekauft (Jahresbericht 1859, S. 34). (Gelehrtenstube.) 

32. Auf Holz; 48 X 54 cm; über blaugrünem, niederen Bodenstreifen stehen vor Goldgrund links ein 
jugendliciier hl. Diakon (?) mit Buch und WeihrauchgefäLV Auf der Stola das Wort 'Ayio; dreimal. 
Rechts ein bärtiger Priester mit Buch und in der Mitte über flacher Basisplatte die Madonna in rotem 
Mantel über grünblauem Kleid mit dem Christkind, dessen nackte Füße unter dem langen gelben Hemd 
ein wenig vorkommen (stark beschädigt). Die Nimben ornamental gepunzt. Renaissancenachbildung eines 
byzantinischen Originals des XIII. Jhs. (Kapelle). 

33. Auf Holz; 52 X 64 c///; Kreuzigung Christi. Der Kruzifixus zwischen den beiden Schachern, zahl- 
reiche Menschenmenge mit Reitern und den würfelnden Soldaten in der Mitte vorn und Maria und 
Johamies links. Hintergrundslandschaft, Felsen an einem See; links und rechts von Christus zwischen 
dem dunklen Gewölk lateinische Verse in kleiner Goldschrift. Rechts imten Datum 1-549 und darunter 
Renovierungsdatum 76(1' .) (durch die Inventarnunmier verdeckt). Das etwas handwerksmäL'ige Bild geht auf 
den L. Cranachschen Kreuzigungstypus zurück (Kapelle) (Fig. 206). 1876 angekauft. (Jahresbericht 1876, 16.) 






Stüdlischcs MiKCum Carnlino-Auguttcum 



161 



M. öl auf Holz; vier Tafeln; 535 X 97 cm; je zwei übereinander einen Torflügel bildend, in brauner 
Rahiming, mit Golcllcisten. jede Tafel enthalt ein steilovales F'eld. in dessen Ooldrahmuni» iwei Streifen 
von der Mitte jeder Seitf auslaufen; in den Zwickeln steinfarbi^^e, lagernde l'iguren — bärtige Männer 
mit Füllhorn mui Krone, Trompete blasende Putten, Greife usw. — zwischen dekorativem Rankenwerk 
auf dunklem Grund. Im ovalem Feld: I. zwei Putten mit Palmzweigen, eine Krone haltend; 2. ein 
Reh unter einem Baum nut Spruchhand: Nessun nie locchi; 3. Ansicht von Hohensalzburg mit Spruch- 



I 




Fig. 205 Hl. Hicronymus, dem Jan Sanders van Hcmcsscn iu^c*cliil«?brn (S. 160) 



^j 'I UV iii>«iii(i . 



band: Qiianto piiedo; 4. aus Wolken ragen zwei HJtnde hervor, die em iullhom h...ii,., 

Jrtfl/ servata fides. Ende des XVI. Jhs. (Rcn.-Halle). 

5. öl auf Holz; 50 x 795 cm; hl. Michael, den Luzifer her.ibstoß«nd. In den Wolken Cherubsköpfchen. 

Jm 1600. Deutscher Manierist (Zimmer XXXIX). 
36. Öl auf Leinwand: 1025 X 1555 cm: das Jünpstc Gericht. Kopie *'^-\Sadeknchen Stiches nach ewer 

(omposition von Christoph Schwarz. Vgl. das gleiche Bild m der Aula des ^"'^«^'«a/sgeMudes (Kimst- 
bpographie XIII, S. 142, Fig. 220). 1852 durch N. Pfitzer dem Museum geschenkt (Jahresbericht 1852). 
(Zimmer XXXIX.) 

XVI ^' 



162 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



37. Öl auf Blech; 12 x 15'5 cm; Halbl'igur tlcr hl. Katharina mit Rad, Schwert und Märtyrerpahne. D utsch 
unter niederländischem Einfluß. Anfang des XVII. Jhs. (Familienstube). 

38. öl auf Holz; 130 x 91 cm; Zunftbild der Lederer; offene Halle mit Ledereibetrieb, im Hintergrunde Lederer- 
gasse und Zunftherberge zum goldenen Kreuz in Salzburg. Aujgericht in Ifil') jähr rennofücrei in U>47 iaiir renno- 
fiieret in 1770 jalir (Zunftstube). 




Fig. 206 Kreuzigung Cliristi (S. 160) 



39. Öl auf Holz; 32 x 21 cm; /wei Pendants; Landschaften mit zahlreicher kleinfiguriger Staffage, bei 
dem einen ländliche Arbeiten, bei dem andern Herren und Damen in verschiedenen ländlichen Ver- 
gnügungen. Beide Bilder dem David Vinckboons zugeschrieben; aus der Lcopoldskronei Ga'crie stammend, 
1854 von Stief geschenkt (Jahresbericht 1854). (Zimmer XXXVII.) 

40. Gemalte Holzepitaphien des Ruprecht Fraissamb (Freysam), 1579, und seiner Familie und Gcdächtnis- 
tafel des Georg Fraisamb, 1622 (Zimmer XXXIX). 

41. öl auf Leinwand; zirka 145 x \Wcm; hl. Jungfau init dem Kinde, von großen und kleinen Engeln 
adoriert, links und rechts die hl. Katharina und Barbara. Vielleicht identisch mit dem aus Leopoldskron 
stammenden, der Carraccischule zugeschriebenen Bild, das 1848 erworben wurde. Erste Hälfte des 
XVII. Jhs.; gering (Depot). 



SiadtlKlics MiiMiim Girulino-AagiMteuin 



1G3 



ibffc 
des Chmtciph 
ii* <h-T Kirche 



42. öl auf Holz; Gedäclitnistafel in umcinsaincr blauer Raliiming, mit vergoldeten Leisten: ein Haupt- 
und zwei schmale Staffclbiider. Das Haupfbild stellt die Geschichte des Hiob dar, dessen Versuchung 
iliirdi den Teufel in der Mitte erfolyt, wahrend Sühne und Töchter vorn fortgeführt werden. Die obrfc 

Staffel: die Stifterfaniiüc im Gebet mit heigefü^tem Wappen, die untere Widmnnusinschrift ' * ''* -' "- 

rhill, Apothekers in Salzburjj, und seiner Gattin Katharina Empaclerin, 2H. April l<V_>7. A 
in Liefering stanunend (Zimmer XXXIX). Angekauft 1888 
(Jahresbericht 1888, 55). 

43. Ol auf Leinwand; 98 x 67 a/); der junge Tobias, von 
seinen Eltern Abschied nehmend, neben ihm Raphael, 
Sara und mehrere weitere Personen, alle in reicher Tracht 
lies XVII. Jhs. Links unten unleserliche Inschrift. BUueri- 
sciie Malerei des XVII. Jhs. (Gelehrtenzimmer). 

14. (")l auf Leinwand; zirka 65 X 140 cm; in die Decke 
lingelassen. Skizze zu einem Deckengemälde, mit der 
über Wolken schwebenden Gestalt des Glaubens und 
großen, die päpstlichen Insignien tragenden Genien, 
/wischen denen drei Bienen (der Barberini) schweben. 
Römisch, um 1630. Nach Jahresbericht 1846 Skizze von 
l'ietro da Cortona zu dein Deckenbild im Palazzo Bar- 
herini in Koni, von Maler fibncr in Rom für die Galerie 
l.eopoldskron erworben. Die Zuweisung an Pietro da 
Cortona ist sehr wahrscheinlich (Fig. 207). Geschenk von 
l'czolt 1846 (rentoiliert 1846). (Hist.-top. Halle.) 

15. Auf Holz; 45 X 30-5 tv«; Kreuztragung nach Martin 
Schongauer. XVII. Jh. (Gelehrtenstube). Vielleicht das 
1851 von P. .Michael Filz in Michaelbeuern erworbene 
Bild (Jahresbericht 1851, 44). 

46. öl auf Holz; oval, 10x14-5 cm; Bildnis Christi. 
Mitte des XVII. Jhs. (Got. Halle.) 

47. Öl auf Leinwand; grol.')es Brcitbild in drei Streifen 
mit vielen kleinen Darstellungen aus der Legende des 
hl. Wolfganu, mit vielen Unterschriften geteilt. Beim etwas 
gröl.'.eren Mittelbild buzeicimet: IW! Hans Perser sclif^cr 
lind 17'>0 renovict von einem ticwisn {irossn Liebhaber itc 
hl. Woltoani', (Raum XXXIX)' 

48. Vier zusammengehörige Bilder; öl auf Leinwand; 
57 X 775 cm; die vier lahreszeiten durch reich gekleidete 
Damen in Halbfigur, mit verschiedenen Attributen und 
Aufschriften, dargestellt. Gering, zweite Hälfte des XVII. 
Jhs. (Ren.-Hallc). 

19. Öl auf Leinwand; 78 X 113 cm; Maria Tempelgang; 
auf einer in Verkürzung dargestellten, breiten Treppe steht 
iiheii der Hohepriester und empfängt die l.inaufsteigende 
Maria; links und rechts auf der Stiege Gruppen von Volk, 
oben in den Wolken schwebende Putten. Stark nachge- 
dunkelt. Dem Schönfeld zugeschrieben (Raum XXXtX). 

49 a. öl auf Leinwand ; 62 x 80 em ; Halbfigur dc> 

hl. Petrus im Gebet, mit den Ellbogen auf eine Stein- 

hrüstimg gestützt, auf der die Schlüssel liegen. Be- 

/ciciinet: Jo. Fr. Perretti f. lO'JJ. Neuerwerbung von 1916. 

(Hist.-top. Halle.) 

üo. Öl auf Leinwand; 487 X 254 cm; Marine mit Seesturm und Gewitter Ober Fel«enkOstc; auf Sccsturm 

gepeitschte Schiffe. Dem J. A. Eismann zugeschrieben. 

51. Pendant diizu, .Marine mit Hafenstadt und waldiger Landschatt. Bauern uno >«-l"'J<f f lii ^!!fll?** 
Zusanuiien mit dem vorigen wohl mit den zwei .Mariiustucken identisch, die Pill>»-ein in Morilbdl «lufini^- 
Zahlreiche Marinen sind in den Inventaren der fürsterzbischollichen ücmäldcgalene von 1727 und 1803 
genannt. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Laiideskunt'e. 11 (Depot). 

52. ö! auf Leinwand; 134 x 61 cm; lakob und Rahel *un»annen einander beim Brunnen. Land$chaft mit 




Hg. 207 t 

geinaidc im PdlMUto Barl>ctini 



164 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



Staffage von Hirten und Herden. Dem Jo. Mich. Rottmayr wohl unrichtig zugeschrieben, vielleicht von 
Joh. Heinr. Schönfeld (hist.-top. Halle). 

53. öl auf Leinwand; 223 X 147 cm; unbefleckte Empfängnis. Über Maria, die auf Weltkugel .st?ht, Gott- 
Vater und die Taube; herum die vier Erzengel, die Personifikationen der Todsünden in die Tiefe stoßen. 
Rechts unten bezeichnet: Jo Michael Rottmai jr jecit 1097 (Fig. 208). Geschenk des Fürsterzbi.«chofs Friedrich VI. 
Fürsten zu Schwarzenberg, 1847 (Jahresbericht). (Hist.-top. Halle.) 

54. 220 X 150 cm; öl auf Leinwand; Christus als Zwölfjähriger im Tempel von Rottmayr (Fig. 209). Ge- 
schenk des Fürsterzbischofs Friedrich VI. Fürsten zu Schwarzenberg, 1847 (Jahresbericht). Pendant zu der 
1697 datierten Allegorie der unbefleckten Empfängnis ( Jahrbuch der Zentral-Komniission 1906, Sp. 132). 
(Depot III.) 




Fig.1208 ^Unbedeckte Empfängnis, von J. M. Rottmayr (S. 164) 

55. öl auf Leinwand; 86 X 56 cm; Bethsabe im Bade, von fünf Mägden umgeben; im Hintergrund König 
David auf einer Terrasse. Dem J. M. Rottmayr zugeschrieben. 1849 erworben'(Jahresbericht 1849, II). (Prunk- 
zimmer.) 

56. öl auf Leinwand; 1255 x 63cm; oben abgerundet; Johannes B. predigt einer Schar von Männern und 
Frauen, Halbfiguren, Art des Zanusi (hist-top. Halle). 

57. öl auf Leinwand; 100 X 129"5 cm; Maria, das Kind in iiirem Schoß adorierend; links vorn kniet eine 
Frau (Hirtin) mit einem Kinde, links und rechts stehen Hirten. Stark nachgedunkelt. Deutsch, unter 
niederländischem Einfluß, um 1700 (Zimmer XXXIX). 

58. öl auf Leinwand; 22x295 cm; zwei Pendants, Landschaften mit Reiterin und Fußgängerin als 
Staffage. Von Anton Faistenberger (hist.-top. Halle). 

59. öl auf Leinwand; 141 x 111 cm; zwei zusanunengehörige Blunienstücke mit sehr üppig aufgeblühten 
Rosen, Sonnenblumen usw. Links unten bezeichnet: Von Andreas Rensi (Raum XXXVI). 

60. öl auf Leinwand; 33'5 x 57-5 cm mit oben abgerundetem Abschluß; Skizze zu einer Himmelfahrt 
Maria. Um den mit der Schmalseite nach vorn gestellten Sarkophag stehen und knien mehrere Apostel; 
einige von ihnen werden durch die aus dem Sarkophag aufsteigende Wolke fast ganz verdeckt. Auf 
dieser Cheruhsköpfchen, drei große Engel und zuhöchst Maria in Weiß und Blau, mit dem Sternenkranz 



4 

I 



Sl.iv, 



Museum OtuluiD-Ainjusicum 



166 



ninibiert; sie sitzt, breitet die Arme aus iirul liebt das Haupt cm|M)r. An der Rückseite AulKhrift: 
Conca (Fig. 210). Skizze in der Art des Sebastian Conen; aus Leopoldskron stammend, 1848 von Herrn 
Gstierner geschenkt (Jahresberidit 1847, I. Semester, III 10). (Prunkzimmer.) 

61. Ol auf Holz; 129 x 175 a;/, oben abgerundet; Christus mit dem Kreuz. Maria im Stemenkranz und 
die Hl. Franziskus und Kapnzinergründer über Wolken, unten Ansicht von Salzburg, vom Kapuzinerberi; 
aus. Das Bild stammt von der Kapuzinerstiege. In der Staffel arme Seelen im Fegefeuer, im Scheitel 
(kr Rahmung Inschriftschildchen mit den Initialen A. P. Erste Hälfte des XVIII. jhs. (Zimmer XXXIX). 

62. öl auf Leinwand; 54 >; zirka 130 a«; in die Decke eingelassen. Skizze zu einem Deckengemälde. Heilige 
Dreifaltigkeit, thronend, darunter die hl. Jungfrau, die Hand über den hl. Dominikus haltend. Darunter 
allegorische Frauengestaltcn und der Erzengel, der die Dilmonen in die Tiefe stürzt (Fig. 211). Skiz/ 

F. Soiimena zu seinem DeckengemJllde in S. Domenico in Neapel (hist.-top. Halle). 



rig iio 




Pig. 203 ClirisUis .-tls Zwftllj.1lirlgiT Im Tompcl, von J. M. Kottmnyr (S. 164) 



i.J. Öl auf Leinwand; 61-5x48cw; breitoval zum Rechteck ergänzt. Ein Krieger wird vw einem alten 
Mann auf eine Gruppe von Frauen und Kindern hingewiesen. Hinter der Hauptgruppc eine Anzahl von 
bärtigen Männern mit Lorheerkränzen. Oben über Wolken Apollo, von musizierenden Genien umgeben 
(Fig. 212). Neapolitanisdi. Mitte des XVIII. Jhs. Dem Mauipertsch zugeschrieben; vielleicht eher neopolitisch. O«. 112 
nie Mittelgruppe ist unmittelbar abhängig von einer Komposition von Seh. Conca in den Uffizicn. Aeneas in 
Vt Unterwelt (Abbildung in Les Arts 1909, September, S. 24). (Prunkzimnu-r.) 

I.Ol auf Leinwand; 194 X 137 cm; kartuschefftrmig; hl. Paulus, lebensgroß. Saliburgisch. erste Hälfte 
des XVIII. Jhs. 

65. Dazu zwei Pendants; hl. Petrus und ein hl. .M(>nch, dem die hl. Jutigfi.ui unen Rosenkranz reicht 
(Depot). 

66. Ol auf Holz; 266 x 186 a»; Daniel verteidigt Susanna, herum zahlreiches Volk In lebhaften Gesten 

(Fig. 213). Von Paul Troger (hist.-top. Halle). H|t «Ml 

66 a. Pendant dazu. Salomons Urteil von Paul Trogcr. 1912 bis 1915 im Rathaus, siehe Kunsttnpographle 
XIII, S. 159, jetzt wieder ins Museum zurückgebracht (Depot). 

67. Ol auf Leinwand; 172 v 114 a//; zwei F\Midants: 1. Genisbeck, der 1735 von Laktanz v. i irmian ge- 
schossen wurde, und zwei Hunde; 2. Wildeber, von zwei Hunden gestellt. Nachgedunkelt, um 1735. Idcn- 



IGf) 



Städtisches Museum Carolino-Augustcum 



tisch mit zwei aus Leopoldskron stammenden Bildern von Jac. Zanusi, die 1848 erworben wurden (Jahres- 
bericht 1848). (Jagdzimmer.) 

68. öl auf Holz; 79'5 x \0\'5 cm; architektonische Wand, darüber Christus von Engeln umgeben, auf Wolken 
thronend, darunter unter einer Kartusche hl. Michael und zu unterst in Doppelkartusche Auferstehung 
der Toten und die höllischen Strafen. An beiden Seiten Wappen salzburgischer Ratsmitglieder mit bei- 
geschriebenen Namen. Seitlich von dem Mittelbild eine lange Legende über die Bedeutung des Eides, 
1748 (Folterkammer). 

69. Vier zusammengehörige Gouachebilder; 1. 45 X 62 cm; 
architektonisch reich gestaltete Bibliothekshalle mit 
Staffage; vorn ein Studierender. Links unten bezeichnet: 





Fig. 21 1 Skizze von l. Soliincii.i 

zu einem Dccliengemäldc in S. Domenico 

Maggiorc in Neapel (S. 165) 



Fig. 210 Himmelfalirl Maria, 
Sitizze von Sebastiano Conca (S. 165) 



Questo qiiadro delinco e pinse J. E. de Kaitslwcli 1749 
lig. 214. (Fig-214). 2. Pendant dazu; architektonisch reich ge- 
staltete Apotheke mit verschiedenen Laboranten als 
Staffage. 3. 76'5x56cm; reiche Architekturhalle in 
Art einer Theaterszenerie; Tod der Artemisia mit Gift- 
becher, von klagenden Mädchen umgeben, zwei Krieger 

bringen die Schale. 4. Pendant dazu; Ruinenhalle mit Tod der Kleopatra. Wie die vorigen von Job. Ernst 
von Keutschach. Geschenk des Josef Kurz Ritter von Thurn und Goldenstein, 1845 und 1846 (Jahres- 
bericht 1845 und 1846). (Hist.-top. Halle.) 

70. öl auf Holz; 35-5 x44cm; Fasan in Landschaft. Von Anton Enzinger (Jagdzimmer). 

71. Öl auf Leinwand; 36 x 44 cm; Kopfstudie eines Vorstehhundes; Art des Enzinger. Vielleicht identisch 
mit dem aus Leopoldskron stammenden, 1848 erworbenen „Hundskopf" von Grasmayr (Jahrbuch 1848). 
(Jagdzimmer.) 



städtisches Museum Carolino-Au((u>leum 



167 



72. öl auf Holz; 25x18 cm; toter Luchs und anderes Wild. \nii Anton Enzinui-r. IR47 von Hrrm 
Mieliciiliofcr geschenkt (Jahresbericht 1847). (ja^dzimmer.) 

73.01 auf Holz; I7x23-5fm; zwei Pendants; Lämmergeier und Adler. Von Anton Ln/mj ■ Wohl 
identisch mit den zwei Lämmergeierbildern, die 1846 erworben wurden (Jahresbericht 1846). (|.,oi.'nmcr.) 

74. ()\ auf Holz; 38 X 28 cm; zwei Pendants; Ruinenlandschaft mit StaffaRc. Zweite Hälfte de» XVIII. Jhs. 

(Jagdzimmer). 

75. öl auf Holz; 44 x 28*5 cm; zwei Hunde, von denen einer aus einer Wunde blutet, einen Eher stillend 
(Fig. 215). Bezeichnet: A. E. (Enzinger). (Jagdzimmer.) 

76. Öl auf Leinwand: 534 x 62-6; zwei Pendants; verschiedene Vögel in Landschaft mit Durchblick. 

\ielleicht von Enzinger (Jagdzimmer). 



n(.2is. 




Fig. 212 Acncas in der Unterwelt (?), SI«izM (S. laS) 



77. öl auf Leinwand; 40x31'5a;/: Hirsch, von zwei Hundm verfolgt. Von Anton EnzinKcr. 1H47 von 
Herrn Mielidiliofer geschenkt (Jahresbericht 1847). (Jagdzimt)ier.) 

78. Öl auf Holz; 26 x 195 cm; zwei Pendants; ein weißer und ein brauner Hase. Art des Enzinger (Jagd- 
zimmer). 

79. öl auf Holz; 25x23 cm; Schnepfe in Landschaft. Art des Lnzm^ti. Vielleicht identisch mit dem 
Haselliiilm, das 1846 erworben wurde (Jahresbericht 1846). (Jagdzinimer.) 

80. öl auf Holz; 425x35 cm; Hirsche m Landschaft. Von Anton Enzinger. Vielleicht mit dem 1847 
von Herrn Mielichhofer geschenkten identisch (Jahresbericht 1847). (Jagdzimmer.) 

81. öl auf Holz; 27 X 20 cm; zwei Pendants: Hirsche und Rehe in Waldlandichaft. Art des Anton En- 
zinger (Jagdzimmer). 

82. Öl auf Holz; 35 x 245 cm; zwei Peiuiant>; cm Löwenpaar iH/KMiini;-"^.- iin Jaguarp«ar mit Jungtn. 
Von Anton Enzinger. 1851 von Pater J. Ories von St. Peter geschenkt (Jagd/immer). 

83. öl auf Leinwand; 47 X 81 cm; Kreuzigung Christi, mit .Magdalena in nächtlicher Landschaft. Dem 
P. A. Lorenzoni zugeschrieben. Von Herrn v. Klebelsberg 1851 geschenkt (Jahresbericht 1851. S. 44). 
(Hist.-top. Halle.) 

84. Öl auf Leinwand; zirka 110 x 70cm; Maria Magdalena, im Gebet vor dem Kruzifixus. Halbfigur. 
österreichisch, Mitte des XVIII. Jhs. (Zimmer XXVII), 



168 



Städtisches Miisciiin Carolino-Augusteum 



85. Öl auf Papier; 156*5 x 40-5 cm, oval; Farbenskizze zu einem aliesjorischen Deckengemälde mit tliro- 
nencieii Gestalten der Religion, Kardinaltugenden usw. In weißem lackiertem Holzrahmen mit GoldleiJte. 
Kopie einer vielieiclit nicht mehr existierenden Decke in der Art des B. Alto.nonte, von der Detailaufnahmen 
aus der Zeit um 187Ü in der Zentral-Kommission existieren, deren örtlichkeit sich aber bisher nicht eruieren 

Fig. 2H;. ließ (Zimmer XXXVi). (Fig. 216.) 

86. 25 Emhiemata, öl auf Leinwand, mit devisenartigen Bildern, die durch Sprüche erläutert werden. 
Die meisten sind mit Datum] imd Namen des Verfassers beziehungsweise Spenders versehen. Goldfarbige 
ornamentale Umrahmung. Aus der ehemaligen Universität|in Salzburg stammend. 1738 — 1757 (Mineralien- 
sammlung). ] ' 1 <■ ; 

87. öl auf Leinwand; Breitbild; Heimsuchung nach der Küselschen Bilderbibel (Augsburg 1679, IV.'Tcil, 6). 
XVill. Jh. (Zimmer XXXVIl), 




I'ig. 213 ü.iniei verteidigt Susar.iu von Paul Troger (S. Ilj5) 

88. Unterglasmalerei; 12 x 17 cm; Martyrium des hl. Laurentius. Mitte des XVIll. Jhs. (Raum XXXIX). 

89. öl auf Leinwand; 25x32 cm; Halbfigur Christi, in einer Apotheke Medikamente abwägend: oben 
zwei Cherubsköpfchen. Mitte des XVIII. jhs. (Zinnner der wissenschaftlichen Instrumente). 

90. öl auf Leinwand; 49-5 x 87 cm; AusgieBung des Hl. Geistes, unten die Madonna und die Apostel in 
stark bewegten Stellungen, oben große und kleine Engel um die in Glorie schwebende Taube. Skizze zu 

Fig. 217. einem Altarbild. Tirolerisch, Mitte des XVlIl. )hs. (Fig. 217). Aus dem Erhardspital stammend, von 
Dr. J. Pollak erworben (Jahresbericht 1893, 61). '(Zimmer XXXIX.) 

91. öl auf Leinwand; 72x94cm; Halbfigur der Lukretia, die sich das Schwert in die Brust stößt. Be- 
zeichnet: J.Z.p. 1750 (Jacob Zanusi). Geschenk von Josef Pfitzer 1846 (Jahresbericht 1846). (Hist.-top. 
Halle.) 

92. öl auf Leinwand; 82x53 cm; zwei zusammengehörige Bilder, Halbfiguren; alter Mann mit brennen- 
der Kerze, junge Dame in ausgeschnittenem gelbem Kleide, mit Sonnenblumen in der Hand, Winter und 
Sommer darstellend. Von Joh. Durach. Aus dem Daunschlößchen stainmend. Vielleicht mit jenen zwei 
großen Gemälden von Durach (1757) identisch, die 1846 erworben wurden (Jahresbericht 1846). (Prunkzimmer.) 



j 



Stadtisches Mus«um CarolinuAuguttcum 



l«S 



93. 223 X 167 cm; öl auf Leinwand; Christus heilt den Kranken am Teiche Bethesda. Von Durach. Ai» 

dem Schlosse Bliimenstein stammend (Depot III). 

94. ö! auf Leinwand; zirka 115x30 cm; (Supraportestreifen) in unreKeirniil5i>;er Kahmunn. üuldleiMe nut 
Rocaille und Blüten. Landschaft mit Marmorbüste einer Göttin über F'ostament, links und rechts je eine 
Gruppe musizierender Engel mit Täubchen. Um 1760. 

95. Zwei weitere, ebenso gerahmte Streifen an den Wänden, der eine Gruppen von malenden und mo- 
dellierenden Putten, der andere Gruppen von Putten mit geometrischen Instrumenten. Erdkugel und Fern- 
rohr enthaltend. Identisch mit den drei Supraporten, die dem Troger zugeschrieben waren und 1848 au« 
dem (erst Jiinner-, dann Zezi-, zuletzt) .Arriglerliaus in der Getreidegassc erworben wurden (Jahresbericht 
1848). (Rokokostübchen.) 




Fig. 214 Pliantastisclits Interieur einer BibliutlKk 
von J. R. von Koutschacli (S. 166) 



96. Öl auf Leinwand; 765 x 106 cm; NachtstOck. Alte Frau mit einem Kind im Schoß, sich bei einem 
Kohlenbecken wärmend. Kniestück. Tirolerisch, Art des Zeiller. Wohl identisch mit dem aus Leopolds- 
krön stammenden Gemälde von Sandrart, das 1849 erworben wurde (Jahresbericht 1848). (Depot.) 
97.0! auf Leinwand; 90-5x64t7;/: Adam und Eva beim Sündenfall; um sie viele z.ihme Tierv 
Adam Zirclmer (bist. -top. Halle). 

98. öl auf Leinwand; 100x45 cm; der F'aradiesgarten mit zahlreichen Tieren, darin Adam betend. Von 
Adam Zirchner. 1852 von Herrn Sperl geschenkt (hist.-top. Halle). 

99. öl auf Leinwand; 97x35 cm; Adam und Eva im Paradies. Tiefer Durchblick mit zahlreichen 
Tieren. In der Art des Zirchner (Vorzimmer). 

100. Öl auf Blech; 40 x 51 cm; in Rocailleralmieii ein lableau .lu^ verschiedenen Juwelen. Pektoralen, 
Ordenskreuzen, Ringen usw. Bezeichnet: 17f)3 (Zunftstube). 

101. Öl auf Leinwand; 39x34 cm; Aufbruch zur Jagd. Herren und Damen, einige schon tu Pferd, an- 
dere im Begriff, aufzusteigen. Deutsch, zweite H.tlfte des XX'III. ]h<. In Nachahmimg emes Nieder- 



XVI 



22 



170 Städtisches Museum Carolinu-Auj^usteum 

länders. Vielleicht identisch mit einem Jagdgemälde, Kopie von Hornöck (1803) nach Wurncck, das 1884 
von Fräulein v. Kleimeyern geschenkt wurde (Jahresbericht 1848). (Jagdzimmer.) 

102. öl auf Leinwand; in kartuscheförmig- barock ausgezacktem Rahmen. Kreuzigung Christi, mit Maria, 
Johannes und Magdalena. Zweite Hälfte des XVlll. Jhs. (Zimmer XXXIX). 

103. öl auf Leinwand; 29 x 36 cm; Skizze. Maria, über Stufen schreitend, von einer Frau auf eine reiche 
Architektur hingewiesen; unter den Stufen Josef und noch ein Mann, oben viele Engel, österreichisch, 
zweite Hälfte des XVlll. Jhs. (Vorzimmer). 

104. öl auf Leinwand; 87 X 105 cm; vier zusammengehörige Bilder aus einem Zyklus der fünf Sinne; Ge- 
schmack, Geruch, Gefühl und Gesicht in männlichen Halbfiguren in verschiedenen Stellungen und Be- 
schäftigungen dargestellt. Stark nachgedunkelt. Von Philipp Jakob Nickhl, aus der Leopoldskrongalerie 
stammend (Prunkzimmer). Ein mit dem ,, Gefühl" übereinstimmendes Bild befindet sich unter der Bezeichnung 
,,Niederiändisch, Mitte des XVII. Jahrhunderts" im Wiener Hofmuseum (1079, Engerth, II, 320). 

105. Ein fünftes zugehöriges Bild ■ — das Gehör — im Musikzimmer. Letzteres an der Rückseite be- 
zeichnet: Phil. Jac. Nickhl pinxit 1713. Mit den vorigen Kopien nach Joiiann Heinrich Schönfelds Bilder- 
folge in Leopoldskron. Radingek, Gemälde, 126. 




Fig. 215 Jagdst(lci< von Ant. Enziiigcr (S. 167) 

106. öl auf Leinwand; 37 x 50a?/; zwei Pendants, Halbfiguren 1. des hl. Joachim mit Maria als Kind, 
oben die Taube des Hl. Geistes; 2. der hl. Anna, die kleine Maria lesen lehrend. Beide von Josef Rams- 
perger, 1771 (Zimmer XXXVI?). 

107. öl auf Leinwand; 154 X 211 cm; Taufe des bayrischen Herzogs Theodo durch den hl. Rupert. Von 
Joh. Nep. de la Croce. 

Im Jahresbericht 1848 wird ein Bild gleichen Inhalts genannt, das von Franz de Nevc für die Stiftskirche 
in Seekirchen gemalt worden war (zirka 1679), wo es bis 1826 blieb; damals bekam es Zebhauscr, der für 
die Kirche ein neues malte, als Dreingabe. Nach Zebhausers Tod erwarb es Fräulein v. Kleimeyern, die es 
1848 dem Museum schenkte (Jahresbericht 1848). (Hist.-top. Halle.) 

108. öl auf Leinwand; 91 x72c/«; Säulenhalle, nächtlich beleuchtet, darin Delila, dem Simson die Haare 
abschneidend; von hinten dringen Philister ein. Richtung des Maulpertsch. 

109. Pendant dazu; 88 x 70cm; Judith, das Haupt des Holofernes in den von der Magd getragenen Sack 
verbergend. Vielleicht identisch mit dem 1849 von Frau Giger geschenkten Bild (hist.-top. Halle). 

110. Auf Holz; 30-5 x 22 cm; Felslandschaft am Meer bei Mondschein, Jäger als Staffage. Dem Fried. 
August Brand zugeschrieben. Ende de? XVIII. Jh. (Depot). 

111. öl auf Leinwand; 41'5x 605 cm; Christus begegnet als Auferstandener der Magdalena im Garten. 
Bezeichnet: M.J.S. (Martin Johann Schmidt). Um 1780 (hist.-top. Halle). Von Herrn Julius Freiherrn 
von Schwarz in Wien herrührend (Jahresbericht 1899. 54.) 



stiiiiiisiiic« Mii«iiiti riri.K.i... ^•l.....^,.^,fl 



171 



h2. Ol auf Lciiiwaiui; 59x44(7h; Versiicliiiiiji des hl. I ranziskiis. der sich in die Doriivii wirft, durch 
linc nackte Iran, die durch einen EnRcl vertrieben wird. Von [..hann Martin Schmidt. Um 17«» (hiM • 
'op. Halle). Provenienz wie das vorige. 

113. öl auf Leinwand; 115-5 x 184 a;/; hl. Barbara in ganzer l-iKur. in gelbem Kleid und blauem MantrI. 
,WM, M \w .'^'" ^'•'''■"'' '^^'t*-'"^'- Über ihr ein Putto mit Palme und Martvrerkronc. Ende des 
CVIII. jhs. Wühl Identisch mit dem 1848 durch Pfarrer Aichinger an das Museum gekommenen Gemälde 

aes Kremser Schmidt, das dieser für die schwarze Brudersrhaftskirche in der Kapitelgassc gemalt hatte. 
Das Bild kam später in die Sehastianskirche und wurde endlich durch ein neues (von Stief) im-tit 
Das Bild ist von Stief restauriert (Jahresbericht 1848). (Depot.) 

114. ö! auf Leinwand; 72x55 cm; oval zum Rechteck ergänzt. Phrvx und Helle, auf dem Widder über 
die Wolken reitend. Herum Genien und Kinder. Ein männlicher Genius fließt mit einem Filllh'>rn voran 
(Fii;. 218). An der Rückseite bezeichnet: J.B.17HÜ. Vielleicht Josef Bcrfiler (Prunkzimmcr). 

115. öl auf Leinwand; 38 x IQ cm; Ein heiliger Bischof (Maximilian?) von einem Fflrsten aufRefordert. eine 



Fif. 2ia 




Fig. 216 Kopie eines Deckengemäldes in der Art des Allomonie (& 168) 



iaidnische Statue anzubeten, zieht den Märtyrertoil vor. Vorn Opferaltar, daneben Scherge, das Schwert 
aus der Scheide ziehend, österreichisch, viertes Viertel des XVIII. Jhs.; aus dem Erhardtpital stammend 

(Jahresbericht 1893, 61). (Zimmer XXXIX.) 

116. ()1 auf Leinwand; 405 x 62"5(7«; Grisailleskizze: .\ufer\veckune des Lazarus. Von Hubert .Maurer. Ende 
des XVIII. Jhs. (hist.-top. Halle). 

117. öl auf Leinwand; 59x77-5a;(; Kniestück der .Madonna, in rotem Gewand mit blauem Mantel 

und Kelbcni Kopftuch. Vom Akademierat Maurer (Depot). 

118. öl auf Holz; 285 X 40cm: Vermahlung Maria, neben ihr ein großer Engel mit einem Blumenkorb. 
Bezeichnet: Gg. Zebhauser. 1846 erworben (Jahresbericht 1846). Aus deni Erhardspital stammend. 
(Zimmer XXXIX.) 

119. öl auf Leinwand; 30 x 22 cm; Bettler und Bettlerin. Auf der Rückseite bezeichnet; F. Xavitr Homkk 

inv. et pinxit 1799 (hist.-top. Halle). 

120. Auf Holz; 53 x 64 cm; Halbfigur der Madonna in rotem Kleid, mit kleinem weißem HemdvofStoS 
am runden Ausschnitt; über der linken Schulter dunkler Mantel. Sie halt in der rechten Hand ein rote» 
Röschen zwischen dem Daumen und Zeigefinger. Die Rechte umfangt das nackte Kind, das in ihrem 
Schoß sitzt und seine rechte Hand segnend erhebt. Kopie vom Anfang des XIX. Jhs nach dem Bilde 
des Giacomo F-rancia in der Liechtensteingalerie in Wien (Studierzimmer). 

121. 57 X 80cm; hl. Familie mit dem kleinen Johannes in Landschaft. Leicht klassiziervnd. Anfang des 
XIX. Jhs. (Depot I). 

22* 



172 



Slädtisclies Museum Carolino-Augusteum 



Fig. 219. 




l-ig. 217 Aiisgießung des licil. Geistes (S. 16H) 



122. öl^auf Leinwand; 21-5x31 cm; zwei Pendants, Genreszenen 
mit zwei Bauern und einer Frau im Wirtshaus. Bezeiclinet: Bar- 
bara Krafft nata Steiner invenit ei pinxit ISOf (Prunkzimmer). 

123. öl auf Leinwand; 117 x 145 cm; Kleopatra läßt sich, von 
Dienerinnen umgeben, von der Schlange in die rechte Brust 
beißen. Links unten bezeichnet: Clemens de la Croce iunior in- 
venit et pinxit 1816 {?). Rentoiiiert (hist.-top. Halle). 

124. Zirka 26 x 33 cm; Studie. Brustbild eines nackten Greises 
(Hieronymus?). Bezeichnet: Zebhauser junior. Anfang des 
XiX. Jhs. (Depot 1). 

125. Öl auf Leinwand; 42 x 59cm; Studienkopf, bärtiger alter 
Mann en face von Georg Zebhauser junior. Mitte des XIX. Jhs. 
Geschenk des Herrn Daurer, 1846 (Quartalsbericht 1846). 
(Hist.-top. Halle.) 

126. öl auf Holz, zwei Pendants, halbrund abgeschlossen, 
185 x 30cm; Skizzen zu Altarbildern, zwei Varianten, die 
Hl. Simon und Thaddäus, von Georg Zebhauser 1852 erworben 
(Jahresbericht 1852). (Zimmer XXXIX.) 

127. Gouache auf Papier; 35-5 x 45 cm; zwei Pendants, Blumen- 
strauß in Glasvase auf einer Steinbrüstung, herum Insekten 
(Fig. 219). Bezeichnet: Johann Wurzer invenit et pinxit 1H17 in 
Salzburg (Prunkzimmer). 

128. 61 X 68 cm; zwei Gemüseverkäuferinnen, auf zwei Bänken 
vor einem Hause sitzend; rechts unten signiert (zum Teil vom 
Rahmen verdeckt): Josef Wurzer invenit et pinxit (zirka 1830). 

129. Pendant dazu von 1829 (Depot). 

130. öl auf Holz; 17 X 22 cm; zwei Pendants, Weintraube, 
blau und grün, an einem Nagel vor gemaserter Holzwand 
liängend. Bezeichnet: Johann Wurrer pinxit 1S24. Geschenk 
von Franz Trientl, 1846 (Jahresbericht 1846). (Prunkzimmer.) 

131. öl auf Leinwand; 24-5 x 35 cm; junge Frau mit einer 



Mausefalle, daneben ein Bursche 
mit einer brennenden Kerze. Von 
Josef Wurzer. Zirka 1830. 

132. Pendant dazu; alte Frau 
mit einem Äpfelkorb, daneben 
ein Bursche mit einem brennen- 
den Licht (hist.-top. Halle). 

133. öl auf Leinwand; 45 x 
54 cm; Ansicht von Tivoli mit 
dem Nerotempel; laut Aufschrift 
an der Rückseite Kopie von 
Wurzer nach Nesselthaler. Ge- 
ring, um 1830 (Prunkzimmer). 

134. 57 X 71 cm; Genremäßiges 
Porträt eines Mannes in Hemd- 
ärmeln, der mit der Hand ein 
Stück Fleisch zum Munde führt 
und vorsieh einen Bierkrug stehen 
hat. Bezeichnet: F. Hauser pinx. 
Zirka 1820 (Depot 1). 

135. 28-5 X 39 cm; Christus im 
Himmel, empfängt Maria, rechts 
Engel. In Anlehnung an Fra An- 
gclico. Bezeichnet: Frank 1S17. 
An der Rückseite Aufschrift: Jos. 
Slicf 7522(derBesitzer?)(Dcpot I). 




l-ig. 2ia Wiry.\ und Melle, von Jos. Bergler (S. 171) 



StUdtischcs Museum Carolino-AuKuttrum 



173 



136. öl auf Leinwand; 84-5 x Cl cm; Blick auf Maria Piain, mit einem Bauern, der KOhc treibt, ah 
Vordergruncistaffage. Johann Micliacl Sattler, zirka 1840. Wohl identisch mit dem 1847 von Herrn 

F'flanzeltcr geschenkten Bild (hist.-top. Halle). 

137. 50-5 X 40 fw; zwei F\'iidants, FruchtstOck und Ohststflck. Sehr glatt gemalt. Ersterc« stark bc- 
hädigt. Zirka 1830 (Depot). 

138. 55 X 40 c/»; Ausblick aus Schloß Seeburi', mit einem grollen Baum vorn, unter dem em Knabe und 
zwei Mädciien des Ehepaares Wiederwald sitzen. Zirka I8:U) (Depot). 

139. Gemälde, öl auf Leinwand; 134 x 106 cm; vier Kriegsschiffe vor einem Hafen, die Belagerung von 
Saint Jean d'Acre darstellend. Von Hubert Sattler. 183Q (hist.-top. Halle). 

140. öl auf Leinwand; 29x22 cm; Gebirgslandschaft mit Bauer und Kühen. Bezeichnet: H. S. .Mitte 
lies XIX. Jhs. (Depot). 




l-ig. 219 Blumcnstück von Johann Wurier (S. 172) 

141. 28-5 x 21-5 a»; Ruin«.;! des Klosters Maritnburg. Von Hubert Sattler (Depot). 

142. 37 X 26 fw; zwei Pendants; Landschaften aus dem Urwald. Bezeichnet: H.S. Zirka 1830. In Rlcich- 
/oitigem, vergoldetem Rahmen (Depot). 

143. Aquarell auf Papier; 17-5 X 19 cm; Studie. Brustbild luus bärtigen Mannes mit offenem Kragen 
lind Schlapphut. Bezeichnet: A. Fisclibach. Zirka 1840 (hist.-top. Halle). 

144. Öl auf Leinwand; 185 x 21 cm; Bauernmadchen bekränzen eine IVIdkapellc. Von Fischbach. .Mitte 
(los XIX. Jhs. 1852 von dem Künstler geschenkt (Jahresbericht 1852). (Hist.-top. Halle.) 

145. Öl auf Leinwand; 45 x 565 cm; Darstellung des Hochofens in Lend mit vier Arbeitern. Baekhnct. 
Scb. Stiel JS49. (Zimmer der wissenschaftlichen Apparate.) Eine Wiederholung des Bilde$ b«Kat 
Dr. Franz Martin, Salzburg. (Siehe S. 67.) 

146. Öl auf Leinwand; 36-5 x 46cm; Studienkopf, alter Mann in Pmfll. Von August Fischbach. Mitte 
des XIX. Jhs. (hist.-top. Halle). 

147. Öl auf Leinwand; 62 x 82cm; Tod des hl. Josef. Auf du k.ar^vM. ......hnet: Jaiid pinx. (Depot). 



174 



Städtisclies Museum Carolino-Aiigiistctim 



Qlas- 

inalert'icn. 



148. Öl auf Leinwand; 36x44 cm; Gebirgslandschaft; vorn ein Hirt mit Ziegen. Bczeiclinet: E.Frank 
84.3 (iiist.-top. Halle). 

149. öl auf Leinwand; 31 x 20-5 cm; der Nockstein bei Salzburg. Bezeichnet: Johann Makart 1845. Dem 
Museum von einem ungenannten Spender 1847 geschenkt (Jahresbericht 1847). (Hist.-top. Halle.) 

150. 48x37-5 cm; Landschaft an einem See, mit Booten und Kühen als Staffage. Bezeichnet: 1. Fcir. 
1847 (Depot). 

151. 48 X 33 cm; Waldlandschaft. Studie von Otto Lungenschmied. Mitte des XIX. Jhs. (Depot). 

II. Glasmalereien. 

1. Runde Scheibe, Durchmesser zirka 22 cm, in Bordüre; blaue Ranke auf schwarzem Grund, eine von 
einem Rosettenkranz eingefaßte Darstellung: Maria mit dem Kind im Arm, stehend, in Flammenglorie; 




Fig. 220 Olasmalurci, Maria auf der Mondsichel (S. 174) 

I-ig. 220. weiß und goldgelb auf schwarzem Grund (Fig. 220). Aus dem Schlosse Radeck stammend. Um 1500 
(Kapelle). 

2. Runde Scheibe, Durchmesser zirka 26 cm, mit Wappen der Stadt Salzburg in Wappenschild. Um 1500 
(Jagdzimmer). 

3. Scheibe, Durchmesser 19 cm. in Schwarz, Gelb und Goldgelb; Profilbild des Kaisers Maximilian I. mit 
l"i«. 221. Umschrift: Imp.Caes Piviis Maximilinus (siel) p.j.Am,. (Studierzimmer; Fig. 221). 

4. Zwei runde Scheiben, Durchmesser 18 cm; ein Kind in rotem Kleid, das Schild mit dem Keutschach- 
wappen (Rübe) auf grünem beziehungsweise schwarzem Grund tragend. Datiert 1502 beziehungsweise 1512 
(Kapelle). 

5. Zwei runde Scheiben, Durchmesser zirka 16 cm; Wappen weiß-schwarz-gelb beziehungsweise gelb- 
schwarz in blauem Feld mit gelber Rahmung und Umschriftbordüre, schwarz auf weiß: Melchior Ihimnz 
Biirt^er ziie Au^spiirg Gewerckt am Brennthal ao 152.5 und Melchior Stunitz Bürger etc Ao 1510 (Sakristei). 

(>. Zwei Tafeln; 455 x 77-5 cm; die hl. Apostel Matthäus und Judas Thad. darstellend, beide in rotem 
Kleid mit weißem Mantel, die Lanze, beziehungsweise Keule und Buchbeutel mit Rosenkranz tragend. 



Slitdtisclics Miiscurn Carolino-Augusitcuin 175 



Sie stehen auf grüner Wiese, darüber blauer Grund, seitlich rahmende gelbe Saulchen mit weil 
Ornament bezieluingsweise Wülsten an Basis, Kapital und Schaft (Fig. 222 und Flg. 223). Augsburi 



k-eilkm Blatt- 
„ , „ jrgcr Arbelt, ng. za 

Anfang des XVI. Jhs. (Kapelle). «31223. 

7. Drei Scheibciien, Durchmesser 25 cm, in schwarzer Zeichnung mit Goldgelb. 

1. Figurcnreiciie Szene, die Begrüßinig Jakobs durch Josef darstellend, herum großes Gefolge von 
Mannern, l-rauen und Kindern; nii Hintergrund Berglands'chaft. Oben Täfelchen: Die Sat goun (i^ig.224). l"-.- 7'»* 
Sclieibe nach Jörg Breu d. Ä. (RftTTiNCER in Becker-Thiemes Künstlerlexikon IV. 595). 

2. Figurenreiclie Sdilachtszene mit Fahnen und ragenden Lanzen aus dem Schweizerkrieg Maximilians 

(l'ig. 225). Von Hans Knoder, nach Zeichnung Jörg Breus, verfertigt (vgl. Stiassnv in Zeitschrift für bildende li ■ , 
Kunst, n. F. IX, 296 ff. und Röttinoer, a. a. 0.). 

3. König David mit Gefolge begrüLU Urias, der mit einem Begleiter barhäuptig herantritt. Architekturen 

als Hintergrund. Im Fußboden Aufschrift: Urias (Röttinoer, a.a.O.). (Gelehrtenstube; Fig. 226.) Fig. 236 

.S. Zwei runde Scheiben, Durchmesser 22 cm, mit Bildchen in Braun mit Goldgelb. 
1. Hl. Christoph, mit dem Kinde durchs Was.ser schreitend; im Hintergrund Berge. 

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^^NJVS • A^^^ 




Fig. 221 Ulasmalerci. Brustbild K.-iiscr M.i.xiinllians (S. 174) 

2. Marter des hl. Sebastian, der als bärtiger Mann gebildet und rechts an einen Baumstamm gebunden 
ist; links steht ein Krieger und schießt seine Pfeile auf den Heiligen. Beide Bildchen in einfacher 
Rahmung mit rosa Renaissanceranke auf dunklem Grund. Um 1515 (Kapelle). 

'». Runde Scheibe, Durchmesser 24cm; blaue Bordüre, blaue Ranke auf schwarzem Fond; darin schwarz 
gezeichnet, braun und gold gehöht auf weißem Grund: Marter des hl. Sebastian, der links an einen Baum 
gebunden ist; rechts drei Männer, von denen einer mit der Armbrust schießt, der zweite die Sehne an- 
kurbelt, der dritte (anscheinend) die anderen befehligt. Um 1520 (Zunftstube). 

10. Runde Scheibe, Durchmesser zirka .32 rm, in grüner Bordüre mit schwarzer Inschrift: Mathms Mis. 
di. 1. 1. sancli oni> Pbr Cardiiialis Archiepus Sal:biirgn Ap. Se. Lefiattts. Wappen des Enrbischofs Matth.lus 
Lang, auf weißem Grund, von 1522 (got. Halle). 

11. Runde Scheibe, Durchmesser zirka 16 rm; Wappen, schwarz auf gelb, in weiiHin. geih gerahmtem 
Feld. Umschriftsbordüre, schwarz auf weiß: Hanns Manlich Bürger etc. (wie oben). hi'J2 (Sakristei). 

12. Runde Scheibe, Durchmesser zirka 16 cm; Wappen, weiß auf blau, in gelbem Feld mit weißer und gelber 
Ralmuing. Umschrif tsbordflre, schwarz auf weiß (verwischt) : Georg Kegel Burger etc. (wie oben) I525{?) (Sakristei). 



176 



Stadtisclics Museum Carol'no-Atigusteum 




■3 




städtisches Museum Carollno-Augusteum 



177 



13. Scheibe, Durchmesser zirka \9cm; goldgelb und schwarz: hl. Rupert, in einer architektonischen Halle 
stehend; lierum 3-5 cm breite Bordüre, schwarze Bordüre auf grOn: sancie Rudbertt ora pro notfis 
Deum anno MDXXVIIII (Fig. 227; Geiehrteiistube). 

14. Riiiuic SclKJbe, Durchmesser zirka 22 fw; Bordüre, scliwarze Renaissanceranke und Inschrift: Elisa- 
beth ji.born von Kciitsciwch sein fiemaltel IVJS auf blauem Grund, darin rote Scheibe mit dem Kcutschach- 
wappen auf schwarzem Feld. Aus Scliloli F^adeck stanunend (Kapelle). 

15. Runde (Uldierte) Scheibe, Durchmesser zirka 20 cm. mit Brustbild und Umschrift: Mathetis Cardi- 
nalis Archiepiscopus ... Aplice sedis le^aliis MDXXVIII (Fig. 228; Kapelle). 

16. Runde Scheibe, Durchmesser zirka 22 cm, in moderner Bordüre. Wappen der Keutschach mit Um- 
schrift: Elisabeth geborn von Keutschach sein f>enuihel l''yJS (Waffenlialle). 

17. Wappenscheibe, rund, Durchmesser 23 cm, mit Wappen des Erzbischofs Matth. Lang und Umschrift: 

Matheus Cardin. ...f zu Saltibursi 1529 (Speisehalle), 



PIK. 277. 



ng. 22S. 




Fig. 224 Ulasnialcrci, Jal<ob und Josef in Agj'plen, 
nach Jörg Breu .1. A. (S. 175) 



Runde Scheibe, Durchmesser zirka 33 cm, in blauer Bordüre mit schwarzer Renaissancerankc und 
Jahreszahl lö24. Kreisfeld: Schwarze Zeichnung mit Gelb und Gold gehöht auf weißem Grund. Land- 
schaft mit einer großen Burg im Hintergrund und einem Baum im Vordergrund; hier springen zwei 
Wölfe auf eine Jungfrau, die mit gelöstem Haar, die Hände faltend, in die Knie gesunken ist. Dar- 
stellung der ,,Sancta Virgo Radiana", vgl. Münze des Erzbischofs Matth. Lang (got. Halle). 

19. Runde Scheibe, Durchmesser 27 fw; gelbe Bordüre, gelbe Franke auf schwarzem Fond; darin buntes 
Bild, in der Mitte einer Halle Christus an der Schmerzenssäule; herum fünf Schergen in lebhaften Bc- 

H'egungen. Um 1530 (Zunftlade). 

I. Runde Scheibe, Durchmesser zirka 22 cm, in roter Bordüre mit schwarzer Ranke; junge Frau, ein Schildchen 
mit Hauszeichen haltend. Renaissancearchitektur. Schwarz, braun und gold auf weiß. Um 1530(Waffcnhalle). 

21. Wappensciieihe, rund, Durchmesser 20 a«, mit Wappen und neuer Bordüre. XVI. Jh. (Speisehalle). 

22. Runde Scheibe, Durchmesser zirka 21 cm, in roter Bordüre. Wappen: Halber steigender Löwe nach 
links, gelb auf blau. XVI. Jh. (Waffenhalle). 

23. Glasscheibe, rund, Durchmesser zirka \2cm, mit Wappen: Steigender Steinbock nach rechts, schwarz- 
gelb auf inversem Grund. XVI. Jh. (Prunkzimmer). 

-4. Runde Scheibe, Durchmesser zirka 33 cm, mit dem von Inful bekrönten Wappen des Erzstifts Salz- 
hiirg. Datum MDXXV (Jagdzimmer). 

XVI 23 



178 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



25. Runde Sclieibe, Durchmesser zirka 20 cm. Wappen: Weiß-rot auf blauem Fond und Umschrift 
schwarz auf weiß: Matheus Cardinal Erizbischoff zu Saltzbitrg 1535 (Kapelle). 




Fig. 225 Glasmalerei, Schlachtenbild nach Jörg Breu (S. 175) 

26. Scheibe, Durchmesser 21 cm, goldgelb und sciivvarz; Bordüre, Renaissanceranke mit Datum 1542. Im 
Feld ein Löwe, der ein Schild mit einem Hauszeichen hält (Studierzimmer). 




Fig. 226 Glasmalerei, David und Urias nach Jörg Breu (S. 175) 

27. Sechs kreisrunde Wappenscheiben, zum Teil mit Namensumschrift: 1. Jörg Regel 1546, 2. Melcher 
llsing 1546, 3. Volrich Diefsleter 1546, 4. Joachim Jenisch der elter, gewerckh am Brennthal anno 1564, 



städtisches Muticum Carollno-Au|{usteum 



179 



5. //. 1'. Albn, Landsliawbtinann (moderne Bordflre). 6. Wappen unbekannter BestimmunK ohne Aufsclirift, 
mit moderner Bordüre (Saal XXXVIII). 

28. Recliteckiije Wappensclieibe; 29x57 cm: groLks Wappen von Österreich mit Inschrift m Koliwtrk- 
rahnuniK: Ferdinand ... Ertzhertzog zu Österreich... Unter dem Wappen Datum 1074 (Schlafsaal). 

29. Runde Sdieibe, Durchmesser zirka 25cm; Wappen mit Umschrift: U'o/// Pauernfeindl Burfier zu 
Saltzburg anno domini IfiO:! (Waffenhalle). 

I. Pendant dazu, mit Randschrift: Maria Winckhlerin sein andre Hausfraw anno domini 1602 (Waffenhalle). 

n. Wappenscheibe, rund, Durchmesser 26cm, mit Wappen der Pauernfeind und Umschrift: Wolff Paurn- 
jt-indt Biirger in Saltzbnrg .\nno domini IßO'i (Fig. 229). 

32. Pendant dazu, mit Wappen der Winckier und lückenhafter Umschrift: iVfrt(ria WinckleriiO Wn ander 
H . . . fraw Anno domini lß02 (Speisehalle). 



Fig. /29. 



I 




Fig. 227 ülasinaleroi, Hl. Ru\itn {ü. 177) 



33. Scheibe, mit einem fast nackten Jüngling (?) am Scheidewege, neben dem ein Mann auf den Fall Christi 
und die Verbrennung eines Märtyrers im Hintergrund hindeutet, wahrend ihn eine junge Frau zu dem 
Gelage rechts iiinten zu verlocken sucht. Rahmung oben aus Engeln um eine Kartusche mit IHS. seit- 
lich aus dem Wappen: Raitnaw, Sirgenslain, Khünigsegg, Schweller und Ray, Bernhausen, Hochenlanden- 
berg, Freiberg, unten aus Kartuscheschild mit Inschrift: Joseph von Allmanshaustn zu JaMperg, fürst- 
licher Saltzbnrgscher .Mundtschenl: und Clara Eva von Bluomenefg sein Ehegmachel 1610 (Wolf-Dictrich- 
Zimmer). Nach dem Dialekt der Legende vielleicht schweizerisch. 

.14. Rechteckige Wappenscheibe, 22 x 17 cm. von zwei Hermen eingefaßt. Wappen mit springendem Hund 
nadi links, schwarz auf gelbrot gestreiftem Feld. XVII. Jh. (Jagdzimmer). 

35. Unterglasmalerei, 18x24 cm, steiloval. Heilige Familie mit dem Johannesknaben, rechts hinten drei große 
musizierende Engel. Rahmung mit Band- und Blattornamenten; unten Kartuscheschild mit Bezeichnung: 
Frcdericus sere. dux Ravar. pictor. Anfang des XVII. Jhs., nach einer Stichvoriagc in der Art des Spranger. 

36. Rechteckige Wappenscheibe. 20 X 30 cm; österreichischer Bindenschild in Kartuscherahmen, von zwei 
gerüsteten Frauen umgeben, die eine Krone darüber li.ilton. In den Zwickeln zwei Devisen mit Amcn 
rettcn; unten: E.I..Z.O. (Schlafsaal). 

37. Pendant dazu mit Wappen Medici und Unterschrift: C. E.Z.O. (E. Erzherzogin zu Österreich; Schlafsaal). 

23* 



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180 



Städtisches Museum Carolino-Augiisteiim 




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städtisches Museum Cnrollno-AuKiistoniti 



181 



38. Reclitcckijjo Wappcnsclicibc, 245 X 34 cm, in Siliilfurahimint; mit Putten in den Zwickeln und 
Clicriibsköpfclicn im Sdicitel. Aiifsclirift: Johann Krafll von W'eilini^en Thiinibdnhant :u Sahhnr^ und 
TImmbher von Augspmg anno 1633 (Schlafsaal). 

39. F^cchteckige Scheibe, 20-5x30 cm; hl. Jungfrau mit dem Kinde, in Wolkcnkranz nut Engeln 
stellend; herum allegorische Frauenfiguren von Glaube. Hoffnung. Gerechtigkeit und Liebe. Unterschrift: 
Wolflgans Ziich an jr,04 und seine Gattinnen Katharina 1617 und Barbara 1646. Dazwischen Wappen 

(Schlafsaal). 

III. Miniaturliandschriflcn. 

I. Antidotarium Nicolai pro apoteca. lateinisch. Perg.. 165 x 219 mm. fol. 83; Initialen, Randleiste. Ita- 
~|enische(?) Arbeit vom Ende des XIII. jhs. (Salzburger Miniaturenkatalog Nr. 105) 




Fig. 230 TiU'lniinintur des »iirKerspil.ils-LIrlwrbuchs von 151.' (S. 182) 

Biblia Sacra, lateinisch. Perg., 96 x 151 mm. fol. 559: Initialen, Randleisten. Sflddeutschc Arbeit um 
300. Aus der Priesterhausbibliothek stammend; alte Sign.: S. Scriplura XIX E 5( (Salzbut^cr Minia- 
^urcnkatalog Nr. 104). 

Libcr canonis prinuis quem priiiceps Aborcali Abisccni de medicina cdidit, translatus a mapstro Oi- 
ijrardo Cremonensi in Tolleto, lateinisch. Perg., 242 x337 mm, fol. 277; Randleiste, Initialen. Lederband 
mit Motallbeschlägen und -schließen. Italienische Arbeit der ersten Hälfte des XIV. Jhs. (Salzbui^er 
Miniaturenkatalog Nr. 106). 

4. Liber qui dicitur Almansor a magistro Gerardo Cremonensi in Toleto ab arabico in latinum translatus, 

lateinisch. Perg., 269x416 mm, fol. 105; Initialen. Randleiste. Lederband mit Metallschlicßcn und -be- 

clil.lgeii. Italienische Arbeit aus der ersten H.llfte des XIV. Jhs. (Salzhurger Miniaturenkatalog Nr. 108). 



182 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



5. [Z 1256/pr. 1892] Diarium und Breviarium, iateiniscli. Pcrg., 64x89 mm, fol. 322; initialen, Rand- 
leisten. Hoizdeckel. Deutsche, vielleicht Salzburger Arbeit vom Ende des XiV. Jhs. (Salzburger Minia- 
turenkatalog Nr. 107). 

6. [V4 G 154) Über consonantiae graciae et naturae a magistro Raphaeii de Pornaxio predicatorum or- 
c'ine editus, lateinisch. Pap., 220 x 290 mm, fol. 383; Initiale. Lederband mit wohlerhaltenem Metall- 
beschlag und -schließen, österreichische Arbeit aus der zweiten Hälfte des XV. Jhs. (Salzburger Miniaturen- 
Uatalog Nr. 103). 



lig. 2.30 





Fig. 231 Oouachebild in einem Brudersciiaftsbuch 
(S. 183) 



Fig. 232 Qouachebild nus einem Brudersciiaftsbuch 
(S. 184) 



7. Bürgerspitals-Urbarbucli von Sebastian Waginger, 1512. Perg., 22 x 32 cm, 25 f. bis fol. 342. 
Titelblatt, Deckfarbenminiatur in Form eines kielbogig geschlossenen Bildes in Quaderrahmung, an der 
vier Wappenschildchen angeheftet sind; die beiden oberen leer, die beiden unteren mit den Wappen 
der damaligen Spitalsmeister, beide rot-weiß. 

Vom Mittelfeld ist ein unterer Streifen abgetrennt, in dem auf einer gotisch verzierten, vor einem Vor- 
hang stehenden Bank die hl. Anna und Elisabeth sitzen; erstere selbdritt, letztere mit einem Krüppel, 
dem sie ein Brot reicht. Im Hauptfeld, in der Mitte, das Stadtwappen von Salzburg unter goldfarbenem 
Rankenwerk, seitlich davon die Hl. Rupert und Virgil, zu deren Füßen die Wappen Erzstift Salzburg 
und Keutschach. Darunter sitzen in Chorstühlen die Hl. Stefanus und Blasius, zwischen ihnen, in schlan- 
kem, blauem Schild, über dem die Taube schwebt, das Zeichen des Bürgerspitals mit Schriftband: Hoc 
s/ß/jum hospitalis est (Fig. 230). 

8. Papierband mit kalligraphischen Proben und Kunststücken des Kaspar Sahmus. Berlin 1624. 

9. Fragment eines Bruderschaftsbuches mit Gouachcbildern auf Pergament. 19 x 30 cm. 1. Kruzifixus 
zwischen den Schachern, unten die Marien und Johannes und das Wappen der Kuenburg. Untersciirift: 
Maximilianiis Gandolplius Arcliiepus . . . IßMö . . 2. Kruzifixus zwischen Maria und Johannes; oben Adler, 
unten Einhörner mit den Werkzeugen der Passion und Wappen der Thun. Unterschrift: lo Ernestiis 
Max. Archieps . . . Ao 1688. 



stadtisches Museum Carutino Augu»tcum 



183 



lU. Brudcrschaftsbucli, Dcvotionis dt Passionc Doniini, am Salzburgcr Bürgerspital, Papierheft mit aqua- 
rellierten Blumenkränzen usw. als Rahmen. Ende des XVII. Jhs. 

11. „Stift- und Bruderscliaffts-Buch" der bürgerlichen Sduieidermeister in Salzburg von IG95. Titelblatt 
(jüuaciie auf Pergament; Uniraiimung aus rotgoldener Blumenranke auf blauem ürund. Mittelbild: Hl. 
Dreifaltigkeit thronend, davor die hl. Jungfrau kniend und die Hl. Apostel Thomas, Homobonus und 
Katharina; unten arme Seelen im Fegefeuer. 

12. Bruderschaftsbuch aus Papier mit zahlreichen Gouachebildern auf Perganient, 195 ,• diiciii. I.Chri- 
stus, aus den Wundmalen blutend, über Brunnenschale 

stehend, deren Postament mit dem Wappen des Bischofs 
Rud. Jos. Grafen Thun von Seckau geschmückt ist. Oben 
zwei Adler, unten zwei Einhörner, die Werkzeuge der 
Passion haltend. Schrifttafel: Rudolplius Joseplnis Eptts 
Seccov . . . A" 1695. — 2. Kruzifixus über der Weltkugel, an 
die Tod und Teufel gefesselt sind; landschaftlicher Hinter- 
grund mit dem Schlangenwunder des Moses links und der 
Opferung Isaaks rechts. Links zwei Putten mit dem Wappen 
der Kuenburg. Unterschrift: Franciscus Ferdiiiamlus Conus 
a Kienbiirg pro tempore Ciistos congregationis anno 1096. — 
3. Kruzifixus, über dem Tode aufgerichtet, links Phönix, 
rechts Pelikan. Vorn Kuenburgsches Wappen, loannes Sit^is- 
nuincUis comes a Kuenburg pro tempore custos eongrcgationis 
J69') (nachgetragen: et nunc eps Clüemensis protector eius- 
dem 1709). — 4. Schlacht am Ponte Molle mit Wappen des 
Bischofs von Lavant Philipp Karl v. Fürstenberg und seiner 
Unterschrift von 1709. — 5. Ein mit Wunden bedeckter 
Mann liegt, auf das Wolkensteinsche Wappen gestützt, auf 
dem Boden; über ihm schwebt der Kruzifixus, von dessen 
Wundmalen Blutstrahlen zu jenem herabgehen. In der Mittei- 
grundlandschaft Amor und Teufel von einer Frauengestalt 
mit erhobenem Schwert zurückgewiesen. Unterschrift: Paris 
Dominicus Graf von Wollwnstein und Trostburg UiUö. — 
6. Arche Noah mit Firmianischem Wappen rm Bug auf 
bewegter See, an deren Ufer ein bärtiger Mann (Noah) zu 
der über dem Regenbogen thronenden Dreifaltigkeit empor- 
fleht. Unterschrift: Freiherr Leopold von Firmian von 17ÜS 
(Fig. 231). — 7. Kreuzigung Christi, vorn die um den Rock 
würfelnden Krieger; links Wappen der Schrattenbach und 
Unterschrift: Sigismund Felix Comes de Sclirattenbaclt usw. — 

8. Schutzengel, ein Kind auf den Kruzifixus hinweisend. 
Wappen und Unterschrift: Anton üraf von Montfort. — 

9. Kruzifixus mit Magdalena zu FüLk-n; im Hintergrund 
eine f^eiterschlacht. Links vorn Putto mit Wappen der 
Thurn. Inschrifttafel in reicher l-ruchtumrahnumg. Unter- 
schrift: Hannibal Felix Comes a Tliurn-Valsasina Canonicus 

Metrop. Eccl. Salisb. — lü. Ein Geistlicher, neben dem ein Gewandengel steht, im Gebet vor dem Kruzi- 
fixus; neben diesem Putto mit Wappen der Thurn-Valsassina. Unterschrift: üeorgius Sigffridus Grafen von 
Ttiurn Valsassina, in goldfarbener Rankenumrahmung, 1730. — II. Rahmung aus den Werkzeugen der 
Passion, unten Maria mit den sieben Schwertern im Herzen (.Aquarell auf Papier). Unterschrift: Joannes 
Jacobus Josephus Comes in Zeyll 1727. — 12. Große Wappenkartusche mit vier schwarzen Adlern und 
zwei kleinere Schilder mit Säule auf rotem Grund beziehungsweise Krone auf blauem Grund. Unter- 
schrift: Salus et Gloria. — 13—18. Umrahmungen aus Trauben und Ähren beziehungsweise Domenranken 
mit Werkzeugen der Passion beziehungsweise Vergißmeinnicht, Rosen usw., darinnen Namen von .Mit- 
1,'liedern der Bruderschaft. Alle Aquarell auf Papier. — 19. Kruzifixus mit .Magdalena zu Föt5en: in gold- 
farben gerahmter Kartusche. Unterschrift: Johan Franz Meichelheckli. — 20.— 30. Ähnliche Rahmungen 
wie 13.— 18. — 31. Lavierte Tuschzeichnung; Kruzifixus zwischen zwei fliegenden Gewandengeln. Unten 
Bezeichnung: Sebast. Mayr D. D. — 32. und 33. Ähnliche Rahmen wie 13.— 18. — 31. Reicher stein- 
farbener Rankenrahmen mit naturfarbenen Engeln und Cherubsköpfchen, darinnen Beweinung Christi 
unter dem Kreuz. Unten eine von Engeln gehaltene Draperie mit: M. C. C. Z. F. A. V. J. — 35. Aqua- 
rell; ein von Vergißmeinnicht umwundenes Kreuz mit dem Herzen Jesu in Glorie, von einem Rosen- 
kranz umrankt, in dem Medaillons mit den stigmatisierten Händen und FQßen sowie dem Veronikatuch 
ausgespart sind, 1693. — 36. .Aquarell auf Papier; Kreuz mit den stigmatisierten Gliedern und mit tflnf 




Fig. 233 Etnzviblatt aus einem Brudcrsehaftsbuch 
(S. IM) 



.n 



IL 



184 Städtisclics Museum Carolino-Augustcum 

Engeln, die die Werkzeuge der P.ission tragen, in Glorie und Blattkranz. Unterschriften von 1702. Dann 
folgt alphabetisch, nach den Vornamen geordnet, das Register der Brüder umd Schwestern der Bruder- 
schaft des hl. Kreuzes. 

13. Heft mit drei Gouachebildern auf Pergament; 18-5x30 cm: 1. Christus, über einer Brunnenschale 
stehend, in die sein Blut aus allen Stigmen fließt und aus der es in vielen Strahlen wieder ausströmt. 
Darüber eine von sieben Säulen getragene Halbkuppel, in der sieben tubablasende Gewandengel sitzen; 
oben vier Embleme mit Devisen. Unten Wappen des Bistums Chiemsee unc! des Fürstbischofs Josef 
Franz Grafen von Arco, Inscliriftkartusche mit Inschrift: Fraiiciscus CaroUis Eps. Chiemensis Protedor 1747. — 
2. Kreuz in Glorie, von Wolken umgeben, auf einem Hügel stehend; unten Chronos, das Wappen der 
Wolken meißelnd. Schriftband: Sigismundns Ignatius Eps Chiemensis protedor 1605. — 3. Ein Schiff 
mit Kreuz und Inschrift: in signo vinces auf dem Segel, auf stark bewegter See; daneben steht eine 
Frauengestalt mit Wappen des Fürstbischofs Josef Franz Grafen von Arco mit der anderen Hand auf den 
Regenbogen mit Inschrift: in hoc arcii sperabo zeigend. Inschrifttafel: Josephus Franciscus Eps. Chiem 

lig. 232. Protedor 1730 in reicher Frucht- und Blumenrahmung (Fig. 232). 

14. Büchsenmacherbuch, geschrieben und mit kolorierten Federzeichnungen versehen von Sebastian Halle, 
um 1596 (Waffenhalle). 

Einzelblätter aus Bruderschaftsbüchern, alle Gouache auf Pergament gemalt: 1. HI. Katharina in Wolken 
über dem Wappen des Erzbischofs Sigismund v. Schrattenbach schwebend mit Unterschrift von 1754. — 

2. Gnadenbild (von Dorfer), Maria mit dem Kinde über Wappen der Dietrichstein mit Unterschrift. — 

3. Kruzifixu? in Medaillon über Wappen des Erzbischofs Leopold v. Firmian mit Unterschrift von 1727. 
— 4. Erzbischof Franz Anton v. Harrach im Gebet vor dem Kruzifixus, hinten Vedute von Salzburg; 

Fig. 233. unten Wappen und Unterschrift von 1710 (Fig. 233). 

. I^^"''' IV. Handzeichnungen. 

Zeichnungen. Altomonte Martino: 

1. Getuschte Federzeichnung; 33 X 24 cm; Maria Magdalena im Gebet, vor ihr ein großer Engel, über ihr 
Cherubsköpfchen (hist.-top. Halle). 

2. Tuschskizze; zirka 35 X 28-5 cm; leicht gehöht auf dunkelrotem Grund; Frau mit Buch über Wolken 
fliegend, um sie Putten mit Kugel, Schwert, Pfeil (?). An der Rückseite Aufschrift: Pey den Weiissen 
Rössel Wiert ab zu legen in Linz und spätere Bleistiftaufschrift: Martino Altomontc. 

Auernhammer: 

3. Zwei Kreidezeichnungen: 21 X 14 cm beziehungsweise 12 x ■8"5 cm; Landschaften. Bezeichnet: E. J. 
Aurnhanimer 1815 bez. 1812 (Z. S.i). 

Bergler Josef: 

4. Weiß gehöhte Sepiazeichnung; 41-2 x 26-9 cm; Tod der Virginia. Sie liegt tot auf einer Bahre aus- 
gestreckt, mit entblößtem Oberkörper. Zu ihren Häupten steht ein Krieger und zeigt, zur Rache an- 
eifernd, den Dolch dem zahlreich versammelten Volke. Bezeichnet: Joseph Bergler erster Versuch einer 

Fig. 234. grossen zusamen . . in Mailand 1779 (Fig. 234). 

5. Wie oben; 25-7 x 37-2 cm; hl. Martin mit anderen Reitern und Fußsoldaten mit Lanzen durch ein 
Tor kommend, schneidet mit dem Schwert ein Stück seines Mantels für den entblößten lahmen Bettler. 
Bezeichnet: Giusepp. Bergler inv et disegn. Wohl aus derselben Zeit. 

6. Bleistiftzeichnung; 21-5 X 15-5 cm; Anatomiestudie einer Hand; auf der Rückseite Skizzen, Christus mit 
erhobener Hand, Madonna mit Kind. 

7. Fragmentierte Federzeichnung; zirka 13 x 17 cm; Johannes B. für ein heranspringendes Lamm Wasser 
schöpfend. 

8. Lavierte Sepiazeichnung; 42-3 x 31-3 cm; in einen Kreis eingezeichneter Stern und sieben Rundbild- 
chen, Genesis C. Xll 7, Exodus XIV 16, Exodus XX, Lucas 131, Johannes XIX 30, Matthaei XXVIll. 
Act. II 3/4. Bezeichnet: Giuseppe Bergler inv. et dissegn. 

9. Bleistiftzeichnung; 27-9 X 37-7 cm; Figur Christi am ölberg. Auf der Rückseite: Nach einer aus Hol: 
von Bergler Vater geschnizten Statue, von seinem Sohn Joseph Bergler Diredor der Akademie zu Prag ge- 
zeichnet und mir bey meiner 3ten Anwesenheit zu Prag geschenkt 182S. Prof. Filz m.p. (Hist.-top. Halle) 

10. Speziaeichnung; 32 x 26-5 cm; eine Frau läßt Amoretten aus einem Hühnerkäfig aus, eine junge Frau 
verteilt von einer Schüssel Herzen an sie. 

11. Lavierte Tuschzeichnung; 47x33 cm; (beiderseitig) Studien nach Raffael,' Philosophen aus der 
Schule von Athen, die drei Engel bei Abraham (Z. S.). 

') Z. S. = Zeichnungen-Sammlung. 



städtisches Museum Carulino-Augustvum 



185 



Bergler Jos. zugeschrieben: 

12. Kohlenzeidiiuing; 26-5 x 38-5 fm; Cliristuskopf. 

13. Wie oben; 31-5 X 38 cm; Kopf der hl. Jungfrau (?). 

14. Rötelzeichnung; 10-2 x \5 an; Mädclienkopf mit lockigem Haar, das über die nackte Schulter fallt (Z. S.). 

Bergmüller J. B.: 

15. ürün lavierte Federskizze; 16-5 x 208 a«; Christus am ölberg, neben dem großen Engel mit dem 
Kelch noch zwei andere große Engel über Wolken. Die Skizze schließt rundbogig ab. Bezeichnet: yo ß 
(verschlungen) 1700. Daneben spatere Auflösung des Monogramms in ). G. Bergmüller 1669 bis 1762 (Fig. 235). 
Signatur und Zeichenweise mit vielen authentischen Zeichnungen Bergmflilers übereinstimmend (Z. §.). 

16. Sepiazeidniung; 161 x 213 cm; hl. Bernardus mit großem Kreuz und ein anderer bärtiger Heiliger 
über einer Wolke kniend; Cherubsköpfchen. Auf dem Karton bezeichnet: Bergmüller fec. (spatere Auf- 
schrift) (Z. S.) 



FiK 23S. 




1 ig. 234 Tod der Virginia, gehölitc Scpiazeicliming'von Josef Brrgler (S. IM) 



Bocksberger Hans zugeschrieben: 

17. Lavierte Tuschzeichnung; 34-3x25 cm; Auferweckung des Lazarus mit vui Zustiiern und teilnehmen- 
den Personen. .Ms Hintergrund eine Landschaft mit mehreren Kirchen (bist. -top. Halle) (Fitj. 236). 

Brandner Fr.: 

18. Lavierte Tuschzeichnung; 43x54 cm; Entwurf zu einer Monstranz mit frühklassizicrendcn Orna- 
menten, Ähren und Trauben. Bezeichnet: JSter October I7f)f. Fr. Brandner (P\\; 2^7^ 

Croce Johann Nepomuk de la: 

19. Feder- und Rötelzeichnung; 167 x 217 cm (Ausschnitt); über weiblichem Genius fliegende Putten 
mit Kardinalsluit, Krone, einem Vorhang. Bezeichnet: d.i. Croce (Z. S.) (Fig. 238). 

Danreiter Franz .Anton: 

20. Lavierte Federzeichnung; 411 X 31-9 cm; Querschnitt „des TAtschada Gebeides wie solichcs von 
Innen anzusehen ist" usw. Ohne Signatur und Datum. 

21. Lavierte Federzeichnung; 79x62-5 cm; Grundriß des Heilbrunner Schlosses mit dem Garten; Auf- 
nahme für den Stich in „Die Gartenprospect von Hellbrunn" usw. 

XVI 24 



Mg. 236 



Flg. 237. 



Flg 238 



186 



StadtisctK'S Miisciiin CiirolinoAiigusteiim 




lig. 23Ö^Cliri.stus am Ulberg, 
Federzeichnung von J- O. Bergniüller (S. 185) 




Fig. 236 Auferwcckting des Lazarus, Tuschzeictinung, 
dem Hans Bocksberger zugeschrieben (S. 165) 



22. Lavierte Federzeichiuinf.'; 35-5 x 491 cm; Entwurf zu cincui Garten „inv. par I ra: Ant: Danrcitcr 
1728" mit der Bieistiftaufschrift: pour Kleesheim (Fig. 239). Hf. 2» 

23. Getusclite Pederzciciuiunp; 18-5x29 cm; Zeichnung nach einem Brunnen; gctrepptc Basis, darauf 
vier sitzende nackte männliche Gestalten um eine thronende weibliche Gestalt in Rüstung mit Waffen- 
trophäen. Bezeichnet: F. An. Danreiter lex: et dess. 1721. Darunter Orundrißzeichnung zum Becken. 

Kopie nach dem Brunnen „La France triomphante" von 
^ Tubi in Versailles (Fig. 240). «g. 240. 

24. Tuschzeichnung; 26-6 x 20*6 cm; Kartusche, mit Mu- 
schel, Füllhörnern usw. verziert, mit Doppelwappen bc- 




Slitiltisches Miisium Cariiliin>-Aii(»ii>i,iiii 



187 




ig. 2.17 Moiisir.iii/ciieniwiirf von Fr. Brandtner (S. 165) 



Fig. 238 Kotci- iinii Federskizze von J. .N. dcli.i i^tocc i> Itvjj 



krönt, im Inschriftsfeld: Reverend issinw ... . Dno Coelestino Ord. S. P. Renedicti ... rtionaslerü ad S.S. 
Udalricum et Afrani Augustae Vindelicorum Abhoti vi^ilantissimo ... nee non . . . Principis et Archi 
Epi. Salisburnen. consiliario . . . levc hoc manmtm snanim ad hortnriim condecorationem spfctans opus- 
cuhim F. Ant. Danreiter. 

25. Federzeichnimg mit Tusch: 26-5 x 18-2 cm: Entwurf (?) zur Aufstclhmg der Mirabellschwemme. An- 
sicht des Pegasus über hohem Gesteinssockel, die über Breitsocke! lagernden Wappentiere Löwe und Ein- 
tinrn zu seinen Seiten überragend; darunter Grundriß des Brunnens; in den vier Ecken Postamente mit 
den zwei Löwen und den zwei Einhörnern (Kunsttopographie Xlll. Fig. 274) (hist.-top. Halle). 

26. Federzeichnung, rosa und blau gehöht; Entwurf zu einem Wasserbecken mit Einbau in drei Terrassen. 
Bezeichnet: levöe et dessin. par Francois .Antoinc Danreiter 172.1. Unten Maßstab und Vermerk ToiSf$(?)// 

perjeci: (prospect?) est aussi commenck par cette echelle. 

27. Drei rot und grün gehöhte Tuschzeichnungen; Entwurf zu einem Glashaus, zu einem einstöckigen 
Wohnhaus mit ausgebautem Dachgeschoß und zu einer von zwei Laubcngüngcn verbundenen Gartenhaus- 

aniage. 



188 



städtisches Museum Carolino-Augusteum 



Fig. 241. 



28. Getusciltc Zeichnung; 32-5 x 22-3 an; Titelblatt zu den „Garten Prospect von Hellbrun etc" dem 
Erzbischof Leopold Firniian gewidmet. Vorbild zu einem (vorhandenen) Stich, 

29. Dazugehörig zwei getuschte Zeichnungen, die Neptungrotte und „Der so genandte Forst-Teufl" ; alle 
Blätter mit deutschen und französischen Aufschriften. 

30. Federzeichnung, gelb und lichtblau aquarelliert; 18-3 x 19-3 cm; 

31. Wie die vorige; 8-7 x 20-6 c/n; variierter Entwurf. 

32. Wie die vorige; 16-.5 x 26 cm; variierter Entwurf. 



Entwurf zu einem Gittertor (Fig. 241). 







Hg. 239 Oarteiientwurf für Kleslieim, von Danreiter (S. 187) 



33. Federzeichnung, getuscht und rosa gehöht; 14-4 x 34*4 cm: Entwurf zu Türrahmungen, unten Maß- 
stab und Aufschrift: Maaßstab zu denen Sacrisfey Portailen. Entwurf für die Sakristcitiire der Sehastians- 
kirchc (Kiuisttopographie IX. Fig. 156). 

34. Federzeichnung, getuscht; 267 x 13 c/;/; Vogelhaus im .Mirahellgartcn, vier zweigeschossige Flügel um 
ein überhöhtes Mittclgebäude angeordnet, dessen oberer Abschhiß korrigiert ist (Kunsttonographie Xiil, 
Fig. 240). 

35. Rot, violett und gelb gehöhte Bleistift- und Tuschzeichnmig; 40-5x27 cm; laut Aufschrift: le prnlil 
et le plan de la Cascade de Trianon. 

36. Rot, gelb, blau gehöhte f-ederzeichnung (unregelmäßig ausgeschnitten) einer Schloßfassade (Zwinger?). 
Bezeichnet: Fra. Ant. Danreiter 1720 a Dresden (hist.-top. Halle). 



Städtisches Museum Car.>llno-AuKn»leuni 



189 



37. Fcderzeicliiuing, aquarelliert; 21 x35-5a/i; Entwurf zu einem Altar unter Otwölbcal>schluU; Tambur, 
Kuppel, Laterne; hinter der Mensa gemalte Altarwand; Kruzifixus zwischen den gekrcuziRten Schachern, Ober 
ihm Gott-Vater und die Taube, zu Fflßen des Kreuzes Maria, Johannes, Magdalena (Fig. 242) (hist.-top. Halle), 

38. Feder- und Tuschzeichnung; 30-3 x 165 cw; Entwurf zu einem Segmentbogengebaik, darauf Diana 
mit einem Hund und eine Frau mit einem Hirsch, beide einen Kronreif haltend (Flg. 243). 

39. Getuschte Zeiciinung; 61 x 43 cm; Fußwaschung, laut Aufschrift nach dem Bilde des Bertin (Parisiis) 
1752 dem Erzbischof Andreas Jakob Graf Dietrichstein gewidmet. 

10. Wie die vorige; Abendmahl, nach dem Bilde des Nikol. Grossi (Veiietiis) gleichfalls 1752 dem Erzbischof 

.owidmet (hist.-top. Halle). 



Kig. 242. 
ng. 243L 




l"ig. 240 Zeichnung Uaiircilcrs nacli i'iiuin tJtiiiiniii 
von Tiibi in Versailles (S. 187) 



41. Wie oben; 585 x 42cm; Anbetung der Hirten, nach dem Bilde des Seb. Conca (Romae). dem En- 
bischof Sigismund Schrattenbach 1753 gewidmet. 

42. Wie oben; 595 x 435 tm; Anbetung der hl. drei Kftnige. nach dem Bilde des Rubens, cicichfalls dem 
Erzbischo' Sigismund 1754 gewidmet. 

43. Wie oben; 445 x 63-5 cm; Vermählung .Maria, nach dem Bilde des Jouvenet gleichfalls dem Ert- 
hischof Sigismund 1757 gewidmet. 

44. Wie oben; 395 x 66cm; hl. Sigismund im Gebet, oben drei große Enge' Ober Wolken, nach Charles 
Lebrun: gleichfalls 1757 („hanc indignam delineationem") dem Erzbischof gewidmet (Fig. 244). Diese sechs 
Zeichnungen wurden 1850 erworben (Jahresbericht 1850). 

45. Lavierte Federzeichnung; 46 x 275 cm; grundt, außzug und Durchschnitt einer pferdt schwäme, so ohne 
Verrackhiing der zuvor schon stehenden Statuen l>ey dem Hofstall hätte khönnen angelegt werdten. invent. par 
Francois Ant. Danreiter 1731. 



Flg. 244 



L 



190 



Slädtisclii's Museum Carolino-Aiigusteum 



Fig. 245. 



46. Lavierte Federzeichnung, Vorzeichnung zu dem Stich „Grundriß des Schlosses und Gartens zu Hell- 
brunn" mit geringen Textkorrekturen. 

47. Lavierte Federzeichnung; 41-3 x 31-5 cm; Gruiult Riss d. Empor Kürchen ober dem Chor, darunter 
dessen forderer geometrischer Außzug. Oben Bleistiftvermerk: Es hätten zwar mehrere Verkhnüpfung khönnen 
beygebracht werden, allein habe ich solche ums mehrere spatium zu denen Bettstühlen zu haben, unterlassen 
(Fig. 245). 




Fig. 241 GitterentwUrfe von D.mreiter (S. 188) 



48. Lavierte Federzeichnung; 47-5 x 31'3 f/;;; Längsschnitt (Entwurf) durch eine Kuppelkirche (mit La- 
terne) und Fassadentürmen. Ohne Signatur und Datum. 

49. Lavierte Federzeichnung; 17-7 x 47-3 cm; Entwurf zu einem Portal mit Oberlicht; die Tür von 
Pilastern flankiert, die nach unten verjüngt sind, nach oben in Voluten enden und männliche Karya- 
tidenhermen (Engel?) tragen. Bezeichnet: F: A: D: 1750. Vermerk zum Oberlichtabschluß: Auj disem 
Frontispitio khönnen 2 khleine Engl mit einem Creutz oder Croncn angetragen w.rden. Entwurf für das 
Portal der Sebastianskirchc (Kunsttopographie IX, Fig. 155). 



Städtisches Museum Cirolino-Augutteuin 



191 




Fig. 242 Ai.|ii.irclliciiv. i v^Ui^^ Kiiimii^ von l'.nnviiLi i^.-> i.->i| 




i 1^. » ij i ii^iiuviciiiiun^ von Daiucitcr t.i. ip'^j 



192 



Städtisches Museimi Carolino-Augusteupi 



50. Lavierte Federzeicliiiung; 62 x 24-6 cm; Prospekte des „Ponieraiizeiiliaiiscs zu Mirabell" mit den 
„alten und fast unmögiicii auszubesseren seyenden Fenstern" und Entwürfe zu den den „neu eingetheilt 
und projectirten Fensteren, wann auf gnädigsten Befehl .... angordnet würde, alljährlich etliche machen 
dürfen zulassen". Ferner „Unmaßgeblicher entwurf eines Fensters, wie solche zur mehreren nuz-BeleicIi- 

tung und Vermeidung aljährlicher Ausbesserung khunten angeordnet werden". (Nicht signiert, 

undatiert.) 

51. Lavierte Federzeichnung; 62-5x39'2cm; Entwürfe für das Glashaus in Mirabell, ,,.... Facade . . 
gegen den Haubtgebäu", ,,... gegen die Statt", ,,... gegen der Strassen wie auch gegen den Reldbau"; 
Grundriß und Profil des Glashauses, Grundriß des Hauptgebäudes. Bezeichnet: F. A. Danreiter 1744. 




Fig. 244 Tuschzeiclinung, Hl. Sigismund, 
von Danreiter nach ehiem Stich von Ch. Lebrun (S. 189) 



52. Lavierte Federzeichnung; 55x42-5 cm; Grundaufnahme des „Tit.... Hofkanzlers Gut nächst der 
Gravenau zu Salzburg ausgemessen 1743 par F: A: Danreiter". (Zu Schloß Hernau gehörig.) An der 
Rückseite Bleistiftskizzen zu Portalabsclilüssen (mit Kreuz und Kardinalshut) und zu einem Grabmal. 

53. Klebeband mit 17 Zeichnungen desselben; in einer 1847 von Süss geschriebenen Vorerinnerung wird 
die Geschichte dieser Blätter erzählt. Sie sollen nach Hübner und Pillwein ursprünglich im Besitz des 
Baron v. Kürsinger (f 1796) gewesen sein und kamen sodann in den Besitz des Grafen v. Kühnburg, der 
sie seinem Gärtner Roth schenkte. Dieser stattete mit ihnen seine Gastzimmer aus. Aus dem Nachlaß 
Roths 1847 kaufte das Museum die Zeichnungen und vereinigte sie in einem Klebeband, dem ein von 
Lactanz Firmian mit Bleistift auf gelblichem Papier (14 x 17-7 cm) gezeichnetes Porträt Danreiters vor- 
gesetzt wurde. Die Danreiter Zeichnungen (32-8 x 23-3 cm) sind die Vorzeichnungen mit Aufschriften zu 
den Stichen: 1. Dom von Westen (1728); 2. Dom von Süden; 3. Universitätskirchc; 4. .Margareten- 
kapelle; 5. Theatinerkirche; 6. Nonnberg; 7. Franziskanerkirche; 8. Bürgerspitalkirche; 9. Ursulinerinnen- 
kirche; 10. Kapuzinerkirche; 11. Sebastianskirche; 12. Gabrielskapelle; 13. Lorettokirche; 14. Dreifaltig- 
keitskirche; 15. Augustinerkirche in Mülln; 16. Nonntaler Kirche (1731); 17. Maria Piain, ebenso ( fahres- 
bericht 1847). 



Städtisches Museum (^iri>litiii-Au)(U!ttruiti 



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193 




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Fig. 2-15 Eniporenentwurf von Uanreiter (S. 190) 




h'ig. 24<j Zeichnung! von I-oopoldskroti v^ii D.mii'Hic (S 1. 



XVI 



25 



194 



Städtisclics Museum Carolino-Auguitc-um 



Ferner eine 1848 von Pezolt liinzugefügte Zeichnung von Leopoldskron. Bezeichnet: Dessinee par A. Dan- 
hig. 246. reiter 1740 (hist.-top. Halle) (Fig. 246). 

Dies Albert Christoph: 

54. Zirka 28 X 21-5 cm; zwei italienische Landschaften in Sepia beziehungsweise Tusch mit antikisierender 
Staffage. Um 1800. 1852 von Pezolt geschenkt (Jahresbericht 1852; hist.-top. Halle). 

Durach J. B.: 

55. Sepiazeichnung: 215 x 35 c/;;: hl. Hieronynuis, büßend, in Felsenlandschaft, neben ihm der Löwe, 
auf dem zwei Putten mit dem Kardinalshut spielen. Bezeichnet: J. B. Durach /ra/ (hist.-top. Halle). 

56. Federzeichnung; 21 x 33*9 cm; hl. Hieronymus, im Gebet vor dem Kruzifix. Bezeichnet: J. B. Durach 
Fig. 247. /fc;7 (zirka 1770) (Fig. 247). 




Fig. 248. 



Fig. 247 Hl. liieronymus, 
Federzeiclinung von J B. Duracli (S. 194) 

Ebner F. A.: 

57. Rötelzeichnung; 34 x 50cm; Christus am Kreuz, das schräg gestellt ist. Bezeichnet: F. A. Ebner 
(zirka 1750). (Z. S.) 

Eismann Johann Anton: 

58. Lavierte Tuschzeichnung; 137 x 88 cm; Landschaft mit Bäumen und eine Ruine (Skizze). Be- 
zeichnet: J. A. Eismann. An der Rückseite Bleistiftzeichnung eines Pfeilcrkapitäls mit Voluten, an dem 
ein Band mit Fruchtbukett hängt, bekrönendes Cherubsköpfchen (zirka 1650). (Z. S.) 

Endlinger Joh.: 

59. Sepiazeichnung; 21-5 x 28-5 cm; unter angedeutetem Baumstamm Hagar mit Ismael im Schoß; links 
ein Engel mit deutender Gebärde. Bezeichnet: J. Endlinger. Auf der Rückseite Kohlcnzeichnungen: Ein 
Löwe mit menschlichem Gesicht, Rock und Beine einer weiblichen Person. Mitte des XVlii. Jhs. (Fig. 248). 



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TAFEL XIV JOH. BERNH. FISCHER VON ERLACH. 

ARCHITEKTURZEICHNUNG 

Museum Carolino-Augusteum (S. 195) 



Slüdtisches Museum Carollno- AtiKU<iteum 



19Ö 



Fcyertag Max: 

60. Fassade des hochfürstliclien Pflegsgebäiides In Radstadt von Max Fcyertag (Ende des XVIII. Ihs.) 
(Z. S.). 

Firmian Joliami Lactanz Freiherr von: 

61. Buch mit Handzeichniingen des Joh. Lactanz v. Firmian auf Leopoldskron (1712 bis 1786). Die 
54 Zeichnungen in Bleistift, Rötel oder Kohle (mit Kreide) auf gelbem oder blaugrauem Papier, zirka 
14 X 18 cm, stellen Brustbilder zum Teil identifizierter Personen dar (Fig. 249). Darunter (S. 12) Ernst Hirtl. 
Firmianscher Kammerdiener; (S. 43) Valentin Sartori. Türnizmeister; (S. 56) Komtesse de Arzt; (S. 57) 
Komtesse de Wurzek; (S. 60) Freiin Eleonore v. Auer, Magdalena Peramzem; (S. 61) Zimonati. (Viele Jlelch- 
nungen sind iierausgeschiiitten.) Nach der Versteigerung von Leopoldskron 1846 er\\'orben (Jahresbericht 1846). 



Fig ^49. 




Fig. 248 Hagar und Ismat-I, Sepiazeichnung von J. Kndlingcr (S. 194) 

62. 18 Bleistiftzeichnungen, zum Teil leicht aquarelliert, zirka 14 X 19 cm; Brustbilder von Herren und 
Damen, sämtliche von Lact. Freiherrn v. Firmian. Mitte des XVIII. Jhs. (Hist.-top. Halle.) 

Fischer v. Erlach Johann Bernhard: 

63. Lavierte Federzeichnung; 28x53 cm; große Pilasterordnung mit Durchblick in einen Nebenraum 
(Seitenschiff?), der durch einen von einer Balustrade bekrönten Einbau untergeteilt ist. Daiin Portal mit 
steilovaiem Feld (Oberlicht) als oberer Abschluß, über dessen umfassendem Gebalk zwei allegorische 
Frauen mit Kreuz und Buch, das ein Putto trägt. Von dem Seitenschiff Öffnung in Rundbogen Ober 
gekuppelten Säulen (zu einem weiteren Nebenraum); seitlich vom Rundbogen stukkierte Engel. Links 
von dieser Zeichnung ein Gebälkteil mit Ornament; unter ihr Grundriß der i^roßen Pilasterordnung und 
Aufschrift: Fischer v. Erlachen. Der Stil dieser Architektur und die Zeichenweise lassen diese Zuschreibuni; 
möglich erscheinen, obwohl ein Zusammenhang mit einem bestimmten Fischerschen Bau nicht nachweisbar 
ist (Taf. XIV). 

Fraunlob Josef: 

64. öl auf Karton; 345 X 427 cm; Phantasieporträt des Theophr. Paracelsus. 1492. Bezeichnet: Jos. 
Fraunlob pinxit 1S40. 

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TaM XIV. 



196 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



Fürstaller Josef: 

65. Lavierte Federzeichnungen, vier Bergkarten von 1772 beziehungsweise 1773, aus dem Archiv des 
Pfleggerichtes Mittersill stammend (Z. S.). 

Gaml Vital: 

66. In Sepia zwei Landschaften mit geringer Staffage. (Hist.-top. Halle.) 

67. Bleistiftzeichnungen; zwei große Kopfstudien. Bezeichnet: G (beziehungsweise 7). 

68. D. An. Obäd. — Eine von Wasser umgebene Ruine. — Blumenstück über antikisierendem Postament- 
fragment. Wohl identisch mit den drei 1846 von Fräulein v. Kleimeyern dem Museum geschenkten 
(Jahresbericht 1846). 




Fig. 249 Joii. Lact. v. Firmian, Brustbild eines Herrn (S. 195) 



69. Federzeichnung; Blumenstück. 

70. Lavierte Federzeichnung; 27-2 x 47-5 cm; Entwurf zu einem Altar. Im Antipendium der Sarkophag- 
niensa: die Marien am Grabe; seitlich vom Tabernakel adorierende Engel, deren Flügel hinter den 
Säulchen des Tabernakels durchlaufen. Das Haupt- und Bekrftnungsbild ausgespart: in den Interkolumnien 
des Hauptteiles stehen die Hl. Laurentius und Johann B., sitzen zwei Evangelisten. Über den mächtigen Vo- 

lii;. 250. luten der Bekrönung Engel und Putten. Asymmetrisches flamhoyantes Ornament (Fig. 250). Um 1780 (Z. S.V 

Gang Eleonora, geboren zu Salzburg 1794, f zu München 1866: 

71. Drei Aquarellblumenstücke; 23 x 28 cm. Erste Hälfte des XIX. Jhs. (Hist.-top. Halle.) 
Grenier Louis: 

72. Entwurf (lavierte Federzeichnung) zu einer Ehrenpforte mit Aufschrift Carolina und Maßstab. Ge- 
zeichnet: jwj Louis Grenier quieszirender Geometer 1S17 (Z. S.). 



Stiidtlscilcs Museum Girolino-Au|{U!tteuni 



197 




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198 



Städtisches Museum Caroliiio-Augusteuni 




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Fig. 253 Fassadenentwurf von Georg Lasclientzky (S. 200) 



Hagenauer Joli. Georg: 

73. Lavierte Federzeichnungen 1. „Grund- und bau-Riss von der Priester Hauß Capein, welche ao. 1767 
zu Klangfurd ist erbauet worden. Wolf Hagenauer Inve. Joh: Georg Hagenauer delin;" — 2. „Der Hoch 
Altar von der Priester Hauß Capein zu Klangfurd, welcher Anno 1768 neu ist erbauet worden. Wolfg. 
Hagg. Jnv. Joh. Georg Hagenauer Delig." Seitlich vom ausgesparten Bild zwei Stümpfe von kanellierten 
Säulen, über denen Tableaus von geistlichen Gegenständen (Tiara, Kardinalshut, Rauchgefäß usw.) ange- 
bracht sind (Z. S.) (Dieser Altar kam nicht zustande; der jetzige Altar ist von Propst.) 

Hagenauer Wolfgang: 

74. Lavierte Federzeichnung; zirka 20 x 30 cm (lädiert); Entwurf zu einem Altar mit reichem Rocaillc- 
ornament an den einfassenden Pilastern und der geschnitzten Bekrönung. In der Mittelnische Figur des 

Fig. 251. hl. Josefs mit dem Christkind. Bezeichnet: Hagenauer 1761 (hist.-top. Halle) (Fig. 251). 

Heffter Anton: 

75. Vier Aquarelle (Landschaften; hist.-top. Halle), Architekturzeichnungen, drei Grundrisse (des Kaufmann- 
Metzger-Hofes zu Mülln Nr. 52, 1807, des Kaufmann-Heffter-Hofes zu Parsch, 1807, und des Hofapotheker- 
Hofes, 1808). — Zwei Blätter bezeichnet: Zeughaus fol. 1 und 2 mit den Grundrissen zu ebener Erde 
und den drei Stockwerken von 1809. — Drei Blätter mit Ansichten und Grundrissen der (wohl zum 
Zeughaus gehörigen) Portiken (?) (Z. S.). 

Heinzlmann Anton, geb. 1798, f 1829: 

76. Bleistiftzeichnungen (Umrisse nach Bildern von Reni und Antiken), vier Architekturzeichnungen 
zu einem ,, orientalischen Badehaus (1817), Aquarell und Tuschzeichnung, Landschaft nach der Natur" 
(hist.-top. Halle). Die meisten datiert aus den 20er Jahren. 

77. Lavierte Tuschzeichnung von Freisaal. Vom Bruder Franz H. 1849 geschenkt (Jahresbericht 1849). 

Höfel Johann: 

78. Drei Skizzenbücher in Ledercinband mit Golddruck: ,,Zur Erinnerung an seine Freunde von Johann 
Höfel 1821". Bezeichnet: 1S26, 1846. Sie enthalten Porträtstudien von Herren, Damen und Kindern, 
zum Teil mit beigeschriebenen Namen, Ortsangaben und Datum (hist.-top. Halle). 

Högler Johann (siehe auch Meisterstück von 1727 S.): 

79. Lavierte Federzeichnung; 20 X 52-5 a«; Entwurf zu einem Altar in einer gotischen Kirche. Das Bild 
ausgespart, über angeschlossenen Umgangstüren die Statuen zweier hl. Könige, baldachinartiger Abschluß 
des von Voluten eingefaßten Aufsatzes. Bezeichnet: Johann Högler Burgl. Steinmez Maister in Salzburg. 

Fig. 252. Zweite Hälfte des XVIII. Jhs. (Z. S.) (Fig. 252). Vielleicht Entwurf für den Altar der Georgskirchc in 
Hohensalzburg. Vgl. Kunsttopographie XIII, Fig. 139. 



Stadlisdus iMuseiim CaroHno-Augiistcum 



IV9 



Hornöck Anton: 

80. Mt'lirere Rütdzcichnungcn nach Stidicn von 1797, 1801. 1802, 1803 usw. 

Hornöck Franz X: 

Eine große Anzahl von Bleistift- und Rötelzeichnungen, zum Teil nach Oipsköpfen, zum Teil nach Antiken. 
zum Teil nach Stichen; ferner eine Anzahl von Portrats. Hervorzuheben: 

«1. Rötel und Tusch, 20 x 31 cm; Allegorie. Chronos hält ein Kind, dem Minerva und zwei andere alle- 
iiorische Frauengestaiten ihre Huldigung darbringen (hist.-top. Halle). 




Hg. 251 Skizze zu einem .Mtarbild von Christ. LcUerwüscIi 
^S. 200) 




l'ig. J5j iuscbzctcliiiuiiK \un Juli. Luxtliaki 
(S. 201) 



Hornöck Josef (Vater von F. X. Hornöck): 

H'2. Rötel- und Bleistiftzeichnungen nach Stichen, Architekturvorlagen usw.. eine bezeichnet: 17S7. 

Katzler Vinzenz: 

83. Tuschzeichnungen; 22-5 x 15-5 cm; 1. historische (?) Szene, in einem Zelt überreicht ein kniender 
barfüßiger Jüngling einem sitzenden Herzog (?) ein Schwert. — 2. Vor einem vornehmen Herrn in Hof- 
tracht kniet eine Frau und hält ein nacktes Kind empor; einnn hinter ihr knienden .Mann werden seine 
Fesseln abgenommen. Um 1830. (Z. S.). 

||Kendler Tobias: 

S 84. Architekturzeichnungen; Risse zur „Kürchen zu öllspötten |tlsbethen| (sanibt dem IbcrschlaKg betr.). 
Übergeben den 22. Juli 1735" (Grundrisse. Profile usw. Hochaltar). 

Laschentzky Georg: 

S5. ..Faschad von Jullius Hospithall in Wflrzburg" 1809. „Grundriss von der Kirche in Julius 

ipithall" 1809. 



200 



Stadtisches Museum Carolino-Augusteum 



86. Fassadenentwurf (zum Mirabellschlob?). „Erfunden und gezeichnet von Georg Lasentzki Anno 1781" 
Fig. 253. (Fig. 253). 

Lasser Franz Seraph: 

87. Zwei Aquarelle; 12 x 18-8 cm; Blumenstücke von 1803 beziehungsweise 1804. 

Lederwasch Ciiristoph : 

88. Lavierte Federzeichnung; 31 x 44 cm; Skizze zu einem Altarbild, Madonna mit dem Kinde, von 
Putten umgeben, über Wolken thronend; unten eine Anzahl von Heiligen, darunter hl. Laurentius und 

IMg. 254. Franz Seraphicus (hist.-top. Halle) (Fig. 254). 




Fig. 256 Öistudie von Hubert Maurer (S. 201) 

Löxthailer Johann: 

89. Weiß gehöhte Tuschzeichnung auf blaugrauem Papier; 20-5 x 33-5 cm; (Entwurf zu einem Gemälde?) 
hl. Florian, mit einem Mühlstein an einer Schnur um den Hals, wird von mehreren Schergen, die ein 
Reiter befehligt, von einer Brücke herabgestürzt. Über Wolken Engel mit Märtyrerkrone und -zweig und 

1-iR. 255. t;'" Pi'tto. Auf der Rückseite spätere Aufschrift: J oh. Löxthailer. Um 1736 (Fig. 255). (Hist.-top. Halle.) 

Makart Johann (Vater): 

90. ölskizze; Landschaft mit Bauernhäusern und geringer Staffage. Bezeichnet: Joh. Makart 1847. (Hist.- 
top. Halle.) 

91. Meiirere Federzeichnungen, Skizzen „Aufgenommen auf dem Schlossthurm von Bruneck" 1835. 

92. Bleistiftskizzen aus Italien, 1848, zum Teil mit Farbenangaben. 

93. Aquarellskizzen von Kiesheim, Leopoldskron 1843. 

94. Skizzenbuch; zirka 20 X 16 cm; 22 Blätter, zum Teil nach Salzburger Gebäuden von 1845 und 1846. 
(Hist.-top. Halle.) 



ä(ldUKh<!b Müs«um Carolino-Aagiuteulti 



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Mattsccroider: 

'). Aquarellierte Zeicliiumgeii 33 x 19 cnr, 2 AnsichU-n von Schloß Seehaiis bei Pctting am WaKinK».f Stt 
Bezeichnet: Mattseeroider (XVli. Jh.). 

Maurer Hubert: 

Die Blätter zum Teil 1853 von Herrn Johann Michael Sattler geschenkt (Jahresbericht 1H53). 

96. öl auf Leiivwand; 27 x 29-8 cm; Studie eines Mannes, fast en face, mit weißblondem Bart; auf dem 

Kopf eine mit Perlen und bunten Steinen geschmückte BischofmOtze (?). der obere Teil abgeschnitten 

(Fig. 256). 



ng.2». 




Fig. 257 Büßende MagUitlena, Tiisciucictinuiig 
von Joh. Bapt. Perg (,S. 203) 

97. Wie oben; 24*9 X 34-9 f/// ; Skizze zu einer Porträtfigur der Kaiserin Maria Tluroia in Witwen- 
tracht, im Hintergrund roter Vorhang und Figur einer Pallas (bist. -top. Halle). 

98. Wie oben; 24-2x35 cm; Variante zum vorigen; im Hintergrunde schwarzer Vorhang und Relief: 
ein von Putten getragenes Portratmedaillon. 

99. Wie oben; 18-5 x 24 an; Handstudie. 
UH). Wie oben; 15-3 x 29cm; Handstudie. 

Mayhurger Josef: 

101. Vier große lavierte Federzeieimungen. Titelblatter zu deii ..Probezeichnungen des sonntäglichen Zeich- 
nungsunterrichtes" usw. 1835 bis 1837. 

102. Vier Bleistiftzeichnungen von Salzburg von 1822 und 1842. 

Mayr v. Wald Josef: 

103. Kohlezeichnungen, öl- und Aquarellbildchen, zuiueisl BaucrnitMnnKT. Laiuisclialts- und Ki>pi>tuiiien 
darstellend. Mehrere datiert. Ein Blatt bezeichnet: Mein Vaterhaus ISIS. Das letzte Datum: IS.57. Die Kopf- 
studie wohl mit der von dem Künstler 1846 geschenkten identisch (Jahrbuch 1846) (Vnlkskundl. Sammlung). 

XVI 26 



202 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



Mosel Josef: 

104. Mehrere Bleistiftskizzen, zum Teil Kopien, Studienblätter; eines bezticlinet: R. P. Gezeichnet vom 7ten 
bis 11. May 182-'). Auf einem andern viele Namen, auch: Joseph Mosel 1823. (Vermerk: Mosel aus seiner 
Verlassenschaft gekauft.) 

105. Zahlreiche ölskizzen (Kopfstudien und Oenremotive) und Bleistiftzeichnungen (Aktstudien und 
Zeichnungen nach Antiken) zumeist datiert aus den 40er Jahren. Die Blätter sind zum Teil vom Bruder 
des 1851 gestorbenen Künstlers geschenkt (Jahresbericht 1851). 




Fig. 258 Entwurf Pordenoues zu st-intiii AllatbiUi in S. Giovanni lilemosinario 

in Venedig (S. 205) 



Morf (t in Stuttgart 1848, war von 1803 ab in Salzburg): 

106. öl auf Papier, Porträtmedaillon; rund 11cm; junges Mädchen mit Schneckenfrisur und blauem Kleid 
mit weißem Umlegkragen. 

107. 16x23 cm; Bäuerin, mit Kind am Rücken. 

108. Italienische Bäuerinnen, Kopfstudien. 

1U9. (Ausgeschnitten) Christuskopf. 

110. Entwurf zu einem lünettenförmigen Bild, Ruhe auf der Flucht nach Ägypten, ein Engel bringt 
Speise und Trank, in einem Boot rudert ein anderer Engel. 



städtisches Moscutn CarolinoAiisusIcum 



2U3 



111. Aquartll; zwei tanzende weibliche Genien, in der Art der pompejanisclicn Wandgemälde. 

112. Kohle; italienisierende Landschaft usw. 1850 erworben (Jahresbericht 1850), 

Nesselthaicr Karl: 

113. Skizzen, öl auf Leinwand; 24-2 x 32-3 c/h ; Gott-Vater und Christus, über Wolken thronend, mit 
Putten und Cherubsköpfchen. In ein Steiloval komponiert; nach den Gebärden der DarKestellten zu 
schlielk'ii, dürfte die Skizze zu dem Bekrünungsbild eines Himmelfahrtsaltars gehört haben. Zweite Hälfte 
des XVIli. Jhs. (hist.-top. Halle). 

114. 25-7 X 22-7 cm; Christus und der Zinsgroschen; Halbfiguren; Christus zu zwei Pharisäern sprechend, 
hinter seinem Rücken ein dritter mit heimlich deutender Gebärde (hist.-top. Halle). 




l'ig. 25;) Allcgoriscilc üarstclltiiig. 
Federzeicliniing von J. M. Rottmayr (S. 206) 



115. 28-5 X 33 m;; Ausgießung des HI. Geistes; Kreiskomposition. 

116. 26x30-5 cm; Auferstehung Christi mit fünf zurückweichenden Wächtern. Nahezu Kreiskomposition. 
Ende des XVIU. Jhs. 

117. Christi Himmelfahrt. Nahezu Kreiskomposition. 

118. 19-9 x 33 cm; Steilkomposition; Christus als Kind mit Nährvater an der Hobelbank, links Maria, 
spinnend; Zimmer. Sehr flüchtige Skizze. Ende des XVIII. jhs. Alle sechs Geschenk des Herrn Gschnitzer 
1846 (Jaliresbericht 1846). 

119. 17 Bleistiftzeichnungen in großem Format. Aktstudien und Zeichnungen nach antiken Statuen. An- 
fang des XIX. Jhs. (Z. S.). 

Pcrg. . . (?) Joh. Bapt.: 

120. Tuschskizze; 14 x 19cm; Magdalena, in einer Felsenhöhle vor dein Kruzifix betend, rechts Toten- 
kopf. Bezeicimet: Johann Baptista Perg. /6W. (Vielleicht Bayr?. Fig. 257). 

26* 



Flg. 257. 



204 



Stdd(ii>cli<:s Mdseum Carolirio-Au^itsteimi 



Perwein: 

121. Aquarell; Anbetung des Kindes durch die Hirten. Bezeichnet: Perwein delin. 1808 (sehr gering). 
Pezolt Georg: 

122. Sechs Aquarelle; Ansichten aus Italien. Um 1830. 

123. Skizzen, zum Teil Kopien, Studienblätter. 

124. Porträt; Bleistiftzeichnung mit Rötel. Bezeichnet: Lärchen (läng den Jö. Mai lHü:i (mit Bleistift 
zugeschrieben: Eleonore, Zeichenlehrerin in Salzburg). 

125. Viele ölskizzen, Aquarelle und Bleistiftzeichnungen von der italienischen Reise, 1840. 




h'ig> 260_ Sepiaskizze^ von J. M. Schmidt 

(S. 200) 



126. Entwürfe für Kirchen, Kircheneinrichtungen, Altäre usw. aus den 50er und 60er Jahren. 

127. Viele Bleistiftskizzen, zum Teil auch nach Kunstdenkmälern in Salzburg (Z. S.). 

128. Prospekte von Salzburg und Tirol nach der Natur aufgenommen und ausgeführt in den Jahrt;n 1836 
und 1837 von Georg Pezolt für die übersehe lithographische Kunstanstalt in Salzburg. Von dieser Kunst- 
anstalt 1847 dem städtischen Museum in Salzburg geschenkt. 

129. Album mit 92 aufgeklebten Tuschzeichnungen, zirka 15'5 x W^ cm. 

130. Vier Bleistiftskizzen, Hohensalzburg, Blick auf Salzburg von der Arenbergkapelle aus. Zwei Varianten : 
Bauer an einen Hirsch gefesselt, verkehrt auf ihm reitend. 

131. Originalentwürfe zu ,, Beiträge zur mittelalterlichen Kunstgeschichte Salzburgs 1849 (Z. S.). 

Pordenonc (Licinio Giannantonio): 

132. Sepiaskizze; 187 x 25*5 cm; hl. Sebastian, rechts neben ihm am Boden sitzt der hl. Rochus, sich das 
Bein entblößend, bei ihm ein Putte; hinten, den hl. Rochus überragend, hl. Katharina, ein offenes Buch 



Stüdtiscbcs Museum C.irolino-AuKii»lvum 



SOS 



auf das Rad(?) gelegt. Spätere Aufschrift auf der Rückseite : Ch. Schwarz Maler /j. liStJ j{«r. /.5W. zu 
Pra^, München u. Salzbiirfi blühend (Fig. 258). 1855 von Herrn Wiesböck (Wien) geschenkt (Jahresbericht 
1855). Entwurf Ponienones zu seinem Altarbild in S. Giovanni tkniosinario (Z. S.). 

Proinetshueber Bartelmee : 

133. Entwurf zu einer zweitürmigen Kirche. Bezeichnet: B. P. Pällier zu Satzburti hals gemacht. Mitte des 
XVIII. Jhs. 

Reiffenstuel Anton v. : 

134. 145 Bleistiftskizzen in einer Mappe; Landschaftsstudien, Bäume, Berge, zum Teil mit ürtsan^aben ; 
einige Personenstudien, manchmal mit Farhenbezeichnungen. Mehrere Blätter aus Salzburg, zirka 1840. 



f«. 3». 




Fig. 2t)l Üplorung der Iphigenie, 
d-ni .1. H. ScIiOiifcld. ziiBCSchtiebeii S. 207) 

135. Ruine der Kirche St.WoIfgang in der Fusch, bald nach der Windlawine. 1844. 

136. 214 Ölskizzen, (2) auf Kupfer, auf Papier und Leinwand, zumeist Landschaften aus der Umgebung 
von Salzburg darstellend; darunter zwei von Salzburg selbst, von Aigen boziehnnesweise dem Kapuziner- 
berg aus gesehen. Um 1840. 

137. Mappe mit Bleistift- und Tuschzeichnungen verfchiedenen Formats, Baun»- und Landschaft.sstudien. 
Um 1840. Mehrere Ansichten von Salzburg, darunter eine datiert 1825. Die meisten wolil 184« er- 
worben (Jahresbericht 1848) (Z. S.). 

Reinitzhueber Jakob: 

138. Grundrisse, Längsschnitte zu einer Kirche und einem Wohnhaus. Bezeichnet: Jakob R. Mauerer 
Pällier zu SaUburi^ hats gemacht. .Mitte des XVIII. Jhs. 

139. Pläne zu dem ,,Sumergschloss in Ungern gebaut 1763". 



206 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



F^ottniayr J. M.: 

14Ü. Getuschte Federzeichnung; 40-5 x 58-5 cm ; allegorische Komposition von einer Decl<endekoration; 
über einem männlichen und einem weiblichen Genius, um die Putten spielen, schwebt eine Fama. Die 
Hg. 259. Putten mit kriegerischen Attributen (hist.-top. Halle) (Fig. 259). 

Sattler Joh. Mich.: 

141. Bleistiftzeichnung; 21-3 x 33 cm; Neutor von der Stadtseite. Um 1850. 

142. Wie oben; 62x39-5 cm; ein Teil des St. Petersbezirkes und mehrere andere Skizzen für das 
Panorama. 




Fig. 262 KOicl- luiü Kii-'iilfsU.Ui. 



Strcidur .S. 208) 



Fig. 260. 



Schiffmann A.: 

143. Fünf Zeichnungen großen und fünf kleineren Formates, Bleistift, zum Teil mit Kreide gehöht; 
Naturstudien aus Italien (Pästum, Isola Sacra, Castellamare, Engelsburg usw.), eine datiert 1853 (Z. S.). 

Schmidt J. M.: 

144. Kohle, mit Kreide gehöht, auf blaugrauem Papier; 22*7 x 30*2 cm; Skizze, hl. Nikolaus Ober Wolken 
zwischen zwei Putten mit Stab und dem Buch mit den üoldkugeln; Cherubsköpfchen. Bezeichnet: 
Hoheblat vor die Milner und J. M. Schmidt F. (in späterer Schrift). 

145. Bleistift- und Sepiazeichnung auf grauem Papier; 26'3 x 20-8 cm; links vorn sitzt ein Mann(?) mit 
Toga und Turban und wendet sich zu einer neben ihm stehenden Frau, die ein Trinkglas hält, um dessen 
Stiel sich eine Schlange ringelt (?). Rechts steht ein bärtiger Mann in apostolischem Kleid und spricht 
zu einem Mann, der vor dem Sitzenden niedergekniet ist und eine Schlange (? einen Bogen) hält. Be- 
zeichnet: Scltmid (Z. S.). 

146. Sepiazeichnung; 20-7 X 29 cm; Skizze zu einem .Altarbild, Madonna mit dem Kinde mit mehreren 
adorierenden Heiligen (hist.-top. Halle). Moderne Aufschrift (Fig. 260). 



stadtisches Musciim Carollno-Augtistcum 



207 



Sclinuizer: 

147. Tuschzeichnimg; 57-5x42 cm; Felsenlandschaft mit verfallener Hütte. Bezeichnet: Schmiuer imUl. S.). 

Schneevveis Karl : 

148. Bleistiftzeichnung; 16-5 x 23 cm; drei Rosen v,.n einer Masche uehalten. Bezeichnet: Carl Schnee- 
weis Zeichenmeister. Um 1800 (Z. S.). 

Schönfckl ). H. zugeschrieben: 

149. Feder- und Bleistiftzeichnung; 20-5 x 288 cm; Skizze, Iphigeniens Opferung; links hinten der Altar. 
vor dem Agamemnon sitzt, darüber über Wolken Diana mit der Hirschkuh; in der Mitte Iphigenie. 



T^f'f-'y^- 







Fig. 263 Hl. Sebastian, Sepiazeiclinung von Paul Troger (S. 209) 

von drei Männern geführt; vor ihr knien zwei Mädchen mit einer Schüssel; rechts vom zwei Krieger. 

Hintergrundsarchitektur (Bleistift). (Z. S.) (Fig. 261). 

150. Federzeichnung; 17-3 X 23-3 cm; Skizze; rechts hinten der Hohepriester, dem ein Paar zuschreitet. 
vor der Frau kniet vorn eine andere mit erhobenen Händen; hinter dem Paare zwei Krieger (?). der eine 

mit Schrifttafel (Z. S.). 

151. Mit Tusch lavierte Sepiazeichnung; 20'1 x 24*4 cm; Kniestück des hl. Antonius Erem., der wie auf- 

liorchend von einem aufgeschlagenen Buch aufsieht (Z. S.). 

Schwarz Christoph? 

152. Tuschzeichnung; 185 x 267 cm; Krönung Maria. Christus mit Gott-Va er über Wolken thronend 
(darüber die Taube), die unterhalb zwischen ihnen über Wolken kniende Maria krönend. Ein Putto hält 
die Weltkugel Gott-Vaters, ein Engel links vorn schiebt einen Wolkenballen, zwei Cherubskrtpfchen. 
Entwurf zu einem unregelmäßig ausgeschnittenen Altarbild. Aui dem Karton erneute Aufschrift: Chr. 
Schwa-z fec. Wohl erste' Hälfte des XVIII. Jhs. Z. S.). 



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208 



^StädlisclieS'Mnseinn Garolitio-Aiig«i$leum 



Seretti: 

153. Büchlein mit 20 Blättern; zirka 14 x \9 an; mit Scpiazeichnungen von italienischen Bettlern nach 
Sticiien (?). Das [erste Blatt mit Aufschrift: Diße Original Riß seindl von den berühmbien Mahler Seretti. 
XVIll. Jh. 1848 an das Museum von Herrn Mayer geschenkt (Jahresbericht 1848) (Z. S.). 

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Spranger B. (nach): 

154. Lavierte Tuschzeichnung; 33-5 X 46 cm; hl. Familie mit Johannes B. als Knaben, der den Kreuzstab 
und ein Lamm trägt und zwei musizierenden Engeln. Verschlungenes .Monogramm. Kopie nach einem Stich 
nach ,B. Spranger (bei Dom. Custos), das Original des Bildes im Neukloster in Wiener-Neustadt. 




Fig. 264 Hl. Hieronymus, Sepiazcidiming, 
dem Paul Troger zugeschrieben (S. 209i 

Streicher Franz Nikolaus: 

155. Kohle mit Rötel und Kreide; 28x37 cm; einerseits Kopfstudie einer alten Frau und neuere Auf- 
Hg. 262. Schrift: Streicher 1737 (?), anderseits verschiedene männliche Aktstudien. Ende des XVlIl. Jhs. (Fig. 262). 

Thanner Franziskus: 

156. Bleistiftzeichnungen 1. nach Masolino, Kopf eines Weltweisen, im Disput der hl. Katharina. Wand- 
gemälde in der Katharinenkapelle San demente zu Rom. 5. Hornung 1818. — 2. nach Bernardinn 
Pinturicchio usw. (sehr gering). (Z. S.> 

Tintoretto (nach): 

157. Leicht lavierte Sepiazeichnung, die linke Ecke abgefranst; 38x30-5 cm; Kindermord. Zwei große 
Vordergrundsgruppen, hinten Kampf der Frauen mit den Kriegern über einer Freitreppe. Kopie nach 
dini Stich von .Aug. Sadeler nach Tintorettos Gemä'de in der Scuola di San Rocco. Vgl. Thode, Tinto- 
retto, Fig. 75. 



SUdtisches Moseiiin Carollno-AuKiiüteum 



209 



Tournicr J. J.: 

158. Lavierte Tuschzcicliiiung; Ovalbilclchen; 23 x 17-5 cm; Felsblock an einem S«c mit SeRelboot usw.. 
auf (lern Fels Bursche und drei Landmädchen, die mit einem Hund spielen. Bezeichnet: J. J. Tnurnier 

fecit (Rcring). Ende des XVlil. Jlis. 

Troger Paul: 

159. Scpiazeichiuiiig; 20x263 cm; der an den Baum gebundene hl. Sebastian von zwei MÄnncm betreut 

(liist.-top. Halle). (Fig. 263.) 

Troger Paul zugeschrieben: 

\m. Sepiazeichnung, Skizze; 197 x 282 cm; hl. Hieronymus bei einem Steinblock sitzend, die Feder in 
der Rechten, vor sich ein Buch(?) und einen Totenkopf; er wendet sich zu einem Tuba blasenden 

großen Engel, der mit einem Putto über Wolken fliegt (Fig. 264). 



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Mg. 264. 



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Fig. 265 Christus dem Volke gezeigt, Lavierte Zeichnung von WciOkirchner (S. 209) 

1. Wie oben; 311 x 20-3 cm; zwei Putten mit ausgestreckten Armen, hintereinander Ober ein kleinei 
Izfeuer springend. 

Wagner Franz: 

162. „Pläne zu neuen Vikariatshaus zu Dering (Törring bei Tittmoning), welches .Anno 1788 zu erbauen 
ist angefangen worden", von Franz Wagner, 15. Aug. 1792 (Z. S.V 

Wagner Josef: 

163. Entwurf zur Kirche in Einspach mit drei Altären. Salzburg, S.August 1815 (Z. S.). 
Walle Louis (Vallet): 

164. Zwei kleine Aquarelle; 12-6 x 171cm; Kesselfall bei Oastein und Wasserfall am Radstfldter Tauem. 
Bezeichnet: Louis Walle fecit ISIS. Von Herrn Julius Hinterhuber 1846 geschenkt (Jahresbericht 1846; 
hist.-top. Halle). 

165. 30 gröLk-re Blätter, Aquarelle, Landschaften, Wasserfalle usw. (Z. S.). 
Weinmann: 

166. Aquarellierte Bleistiftzeichnung: lux 146 cm; Studie „der Waldbachstrub" bei Hallstatt zu einem 

Iusgeführten) Stahlstich (Z. S.). 
XVI 27 

I 



210 



Städtisches Museum Carolino-Augustenm 



hig. 265. 



Weis Josef: 

167. Federzeichnung; zirka 15x21-8(m; Merkur mit gezficktem Sciiwert, auf einem Felsblock sitzend. 

Bezeichnet: Jos. Weh 1777. 

168. FederzeiciiniMig, oval; zirka 11 X 15 c/?/; Halbfigur eines sitzenden „Stiftskanonikus von Mattsee", 
nach späterer Inschrift von Josef Weis im 20. Jahr gezeichnet (Z. S.). 

Beide 1846 von seinem Schüler Josef Daurer geschenkt (Jahresbericht 1846). 

WeiBkirchner Wilhelm: 

169. Lavierte Bleistiftzeichnung; 41 x 29-6 cm; sehr flüchtige Skizze, Christus wird dem Volk gezeigt: 
in der Mitte hinten Christus zwischen zwei Schergen, links vorn ein Priester und eine unkenntliche Figur, 
rechts vorn eine Frau und ein vorspringender Hund (noch ein angedeuteter Mann). Bezeichnet: VW/ss- 
kirchner lOßO (Fig. 265). 




Fig. 266 Lavierte Sepiazeichnung von Zais (S. 210) 
Wurzer Johann: 

170. 33 Blätter in großem Format, Blumen in Aquarell (botanischer Atlas?) mit den Namensbeischriften 
in Bleistift (Z. S.). ' 

Zais Giuseppe: 

171. Lavierte Sepiazeichnung; 36x24-5 cm; Flußlandschaft mit zum Teil verfallenen Gebäuden. Männer 
Fig. 266. und Frauen als Staffage, einige mit Angeln, eine Frau Garn spulend. Bezeichnet: Zais F. (Fig. 266). 

Zanusi Jakob: 

172. Lavierte Federzeichinmg; 26 x 41 cm; Skizze zu einem Altarbild; Franziskanerheilige im Gebet vor 
der über Wolken thronenden Madonna mit dem Kinde, hinter der große Engel eine Draperie zur Seite 

Fii^. 207. schieben (hist.-top. Halle). (Fig. 267.) 

173. Tuschzeichnung, Fragment, die linke Hälfte 16-5 x 425 cm; links vorn zwei Krieger mit Fahne und 
Lanze, der eine Handfessel tragend und ein Page mit einer Dogge zur Mitte rechts weisend. Dort noch 
sichtbar die reiche Rocailleschnitzerei eines Stuhles (?), hinter dem mehrere Krieger mit erschreckten Mienen 

Fig. 2GS. stehen, davor ein ausgestreckter Arm. Bezeichnet: Jflseplius{?) Zanusi Iuvenil Anno 17-57 (Z. S.). (Fig. 268.) 

Zehhauser Franz: 

174. Zwei kleine ölskizzen; die eine zeigt das Martyrium eines Kriegers, den ein Scherge mit einer Keule 
erschlagt, oben Engel mit Fahne und Krcne; die zweite einen hl. Bischof über W(,lken, links ein Putto 



Stüddschcs MuMMim CarolimHAin;ii*t«um 



211 



mit dem Stab iiiul ein /weiter mit einer Axt. Beide Blatter hcsclinitten. Laut Vermerk: erster Maler- 
Versuch als taiieni- Knecht von iU Jahren. XVIII. Jh. üesciieiik von Pczolt 1846 (Jahreshcriclit 1840). (Z. S.) 
Zebliaiiser Georg: 

175. 55 Blätter. Kohle-, Tusch- und Rütelzeicimunyeii, zum Teil in sehr grotkm Format. Studien nach 
Gipsköpfeii, einige nacli der Natur, mehrere nacii Sticiien von Kremser Schmidt. Mniilhirtsch tmd ..nd.re. 
Zirka 181U bis 1830 (Z. S.). 

176. Bleistift- und Sepiazeicinumg; 21x25-5t7H; P(»rträl inio B.uiein mii \ti/;ciii«.n üvMtul>ai>;cn. 
Reciits unten bezeichnet: (icortf Zebhauser delin. IS'22 (hist.-top. Halle*. 





Fig. 267 Altarbildentwiirf, lavierte Federzeiclinung 
von Jos. Zanusi (S. 210) 



Fig. 268 Fragment einer Tusch- 
zcichnimg von Jos. Zanusi (S. 210) 



177. Bleistiftzeidinung; 15 X 18cm; Porirtlt, Brus.bild eines bartlosen Herrn, dreiviertel Profil, mit dra- 
piertem Mantel. Anfang des XIX. Jhs. Vielleicht mit dem von der Witwe 1845 Reschcnktcn Porträt des 
Medailleurs und Münzgraveurs Matzenkop' (1762 bis 1844) identisch (Jahresbericht 1845) (hist.-top. Halle). 

/.eller F.: 

178. Bleistift- und Aquarellniiniatur auf Papier; Brustbild des Karl Fnlrst v. Lobkowitz. Bezeichnet: 
F.- Zeller .S'öJ. 

179. Brustbild des Friedrich Grafen v. Herberstein. Bezeichnet: dem. v. Zelter .sötf. 

180. Halbfigur des Magistratsrates RuLk'gger; oval, ausgeschnitten und aufgeklebt. Anfang des XIX. Jh«. 
ISI. Landscliafts- und Baumstudien verschiedenen kleinen Formates in Sepia. Mehrere datiert: IfiSJ. 

Anonyme Zeichnungen: 

182. Bleistift mit Rötel auf Papier; 25x361«»; Brustbilder der hrzbisciioie Oeorg und Mieiiael von 
Khuenburg mit Aufschriften. Anfang des XVII. Jhs. (hist.-top. Halle). 

183. Bleistift- und Rötelzeichnung des ..Hanns Fridrich Freyherr von Khuenburg Hochfurst. Salzburg. 
Cammerherr". Brustbild in ein Oval komponiert. Mit den beiden vorhenjehcnden Zeichnungen zusanunen- 
gehörig (M. B.). 

27* 



212 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



I-ig. 269. 



184. Lavierte Federzeichnung; zirka 55x33 cm; Längssclmitt zu einer Kirclie (uneingerichtet) mit 
niederen Seitenschiffen und logenartigen Eniporenbrüstungen. XVil. Jh. 

185. Eine Reihe von Architekturzeichnungen „Meisterstücke", jedes au". mehreren Blättern bestehend, 
zum Teil mit Korrekturen oder dem Vermerk „zu Verbösserung" versehen. 

a) Simon Kollersperger (?^ 1669. 

b) „Dises Maister-Stuckh ist von Johann Gregorio Gezinger Steinmetz inerhalb drey dage verferttiget, 
anheunt dato aufgewiesen und von Handtwerch der Steinmetzen und Maurermaistern für guett erkhennt 
worden, Actum Salzburg den 10. November ao 1700. Bartlniee Weiser des Raths als Commissarius 
D. D. Stattschreiber (Fig. 269). 






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Fig. 269 „Meisterstücii'^yon QregoNGötzinger vuii 1700;(S. 212) 



c) dem Balth. Kollinger zu Lauften Miserables Maister-Stuckh (undatiert). 

d) Johann Schwäbl 1722. 

Hg. 270. e) Johann Högler 1727 (Fig. 270). 
/) Johann Adam Stumpf egger 1738. 
g) Josef Heiß 1747. 
h) Jakob Pogensperger 1756. 
'Jakob Reinitzhueber 1773. 
/) Joh. Georg Laschenzky 1786. 
k) Anton Högler 1798. 

186. Kleines Skizzenbuch mit 37 Aquarellen (95 x 15 cm), die Ansichten aus der Umgebung von Salz- 
burg darstellen. Darunter Schloß Piain, Wohlfahrtskirche ,,bei unsere Lieben Frauen auf der gmain". 
„Herrschaft Marzoll", Stauffenegg, der ,, Burger Thurn zu der Stadt Hallein geherig", „Bartolome See". 
Die Zeichnungen sind von 1702, 1726, 1729, 1731, 1733 datiert; die erste „G. I. S. 1702" (Georg Jos. Siij- 
mund?) bezeichnet (hist.-top. Halle). 

187, Weiß gehöhte Tuschskizze auf blaugrauem Papier; 21 x34cm; über Wolken thronende Frau mit 
der Tafel des Hohepriesters an der Brust, eine Lampe (?) und einen Stab in der Linken, die Rechte 
auf die Gesetzestafel gestützt, die ein Putto hält (Synagoge)? — Dazugehörig eine zweite Skizze, 
hl. Bartholomäus, stehend, das Spielbein auf eine Steinstufe gestützt, in der herabhängenden Rechten das 




TAFEL XV MADONNA MIT DEM KINDE, HOLZSKULPTUR 
Museum Carolino-Augusteum (S. 213) 




TAFEL XVI MADONNA MIT DEM KINDE. HOLZSKULPTUR 
Museum Carolino-Augusteutn (S. 213) 



Slüdtischi-s Museum Caroliiin-AuKiKtrum 



213 



Messer in der eniporgcliobenen Linken die j,'e>cluindene Maut. An der f^Qckscitc flüchtiger Entwurt zu 
enier Frau mit Kreuz, Jliinlicli der vorbesciiriebenen Synagoge (?) (Z S ) tniwun zu 

L^^.- Y'''"' J^^'*^!'*''' J"^*^''=''-'''-''"»"g«-'": Entwürfe zur Einrichtung der Hofapotheke mit Maßaniraben in 

f«rplM'M''"'''''"'-"^S^;"' .V'V^^- ^'" ß'^" abgebildet in Kunstto?;.graphirillMFÄ (Z 
189 Rötelzeichnung; gerahmtes Ovaimedaiilon. ausgeschnitten und aufgepickt. Brustbild d« fürstich 
Salzburger Hofkammerrates Leopold v. Enk (1757 bis I8()l). Um 1780 (M B) lursiiicn 

190. Aquarell; rund 27 cm; „Abbildung des Saizleckens der lutherischen baucrn. womit sich dieseli)en bey 
Linem Tische im Wir tshaiise zu bchwarzach in dem Jahre 1732 zur Auswanderung verbanden. Auftt- 
'\uiust''HagTäuer 1^48)' "" ^"■'""'^"''•' '" Schwarzach." (Gewidmet dem Vaterländischen Museum von 






<^;^^ <^ywi„^ X^Ut-Mt 



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Fig. 270 .Meisterstück* von Joiuinn Högler von 1727 (S. 212) 



V. Skulpturen. 

A. Holz. 

1. Kruzifixus, braun; 1Tb cm hoch; mit langem Schurz und nebeneinander auf ein Pedum gestellten 
Füßen. Ende des Xil. Jhs. (Kapelle). (Fig. 271.) 

-'. 76"5n// hoch; Madonna mit dem Kinde in Y-Stellung; sie hält das Kind mit beiden Händen Ober der 
linken Hüfte, mit der rechten am Unterschenkel; das Kind trägt in der Linken eine Kugel, die Rechte 
il.'.t das Kopftuch der Mutter. Um 14(X) (Kapelle). (Taf. XV.) 
6. Zirka 64 fm hoch; Madonna sitzend, im rechten Arm das bekleidete Kind, das mit dem linken Händchen 
das Kopftuch der Mutter faßt. Diese hält in der linken Hand eine Frucht. Um 14(X). (Kapelle). (Taf. XVI.) 

4. Zirka 123cm hoch; stehende Figur des hl. Andreas mit Buch und Kreuz. Stark geschwungene Figur 
mit faltigem, an den Zipfeln abgetrepptem Mantel. Um 1420 (Sakristei). (Fig. 272.) 

5. Mit Resten von Polychromierung, als Applique gearbeitet, Skulptur, zirka 90 cm luKh; hl. Johannes 
Ev., stehend, die eine Hand beschädigt. Aus Mittersill stammend. Um 1440 (Depot). 

6. Mit Resten von Polychromie und Vergoldung; zirka 125 an hoch: stehende Figur der hl. Barbara. 
mit Kroiireif auf dem Haupt, die Rechte faßt mit dem Mantelzipfel an den Kelch, die Linke stOtxt 
sich auf einen am Boden stehenden Turm. Stark bewi".''- P'-'-r mit schmalem Oberleib mit vortretenden 
kleinen Brüsten. Um 1460 (Sakristei). (Fig. 273.) 

7. Relief; 485x57 cm; Anbetung der Könige; der Relielgruiid ist als Felswand gebildet; davor sitzt 
rechts die hl. Jungfrau und iiält das Kind im Schoß, das mit der rechten Hand in das ihm vom knienden 
greisen König dargereichte Kästchen greift. Der zweite König hält ein Gefäß, der dritte ein Hom. Die 
Kleider sind sämtlich an den Säumen mit Perlen besetzt. Gering, zweite Hälfte des XV. Jlis. (LOtnuen, 
Salzburg, 378). (Kapelle.) 

8. Relief, entpolychromiert; 81 x88cm; Enthauptung des hl. Johannes d. T., der in der Mitte vorne 
kniet; der Henker links von ihm schwingt das Schwert, ein Mädchen rechts hält die Schüssel bereit. 



Skalptara. 
Hols. 

Flg. 271. 

Tafd .\V. 
TiM XVL 
Flg. 272. 



Fig. 273. 



214 



Städlisclies Musciiin Carolino-Augiisleiiiii 



Weiter drei F^ersoneii, von denen die eine neben dem Mädchen der König sein dürfte. Aus Seekircheii 
stannnend. Ende des XV. Jhs. Nach Lüthgen, Holzplastik, S. 41 und derselbe, Salzburg, 375, aus den 

Fi«. 274. 8üer Jahren des XV. Jhs. (Fig. 274.) 

9. Zirka 8r5x8üf;;;; drei von vorn gesehene, nebeneinander stehende hl. bärtige Männer (Attribute 
fehlen). Vor dem mittleren (Petrus?) die klein gebildete Figur eines Bischofs mit aufgeschlagenem Buch 

Fig. 275. (Fig. 275). Zu dem vorigen gehörig. (Lüthuen, Salzburg, 376). (Kapelle.) 




Fig. 271 Romanischer KruzlÜxus (S. 213) 



10. 177"5a« hoch; Figur einer hl. Jungfrau, mit glatter Krone auf dem Haupt, der Mantel über dem 
schmalen Nacken anliegend, um den Leib in ausgepreßten, zum Teil nach oben strebenden Falteneckcn 

Flg. 270. gelegt. Die Unterarme, die aus faltigen Ärmeln herausragen, abgebrochen (Fig. 276). Aus Berndorf stam- 
mend. Drittes Viertel des XV. Jhs. (Lüthgkn, Salzburg, 370). (Sakristei.) 

11. Zunftkreuz. Holz, Fuß und Schaft rot marmoriert. Arme braungelb gefaßt; zirka 95 cm hoch: vier- 
paßförmiger Fuß mit Zwickeln und Rundwülsten, die die Gliederung betonen; in den Lappen Schildchen 
mit Faß, beziehungsweise Arm mit Hacke in der Hand, beziehungsweise den Daten 1470, 1842. Die Lappen 
des l'ußcs steigen als Schaft auf und enden mit einer achtseitigen Abschlußplatte. Der kelchartig sich 




TAFEL XVII TRAGSCHREIN AUS DER BÜRGERSPITALSKIRCHE 
Museum Carolino-Augusteum (S. 215) 



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Stüdlisclics Museum Carollno-Au{;iMleum 



2ln 



clariiber crwcitcriulc Scliaft ist von hoch ßcarbcitclcii Blattern verkleidet. Darauf Nodus, labfniakelartlK 
iiestaltct, m acht l-ii;iirennisclien RCßliedcrt. die ntit Spitzboj-en «eschlossen und von Saulclien mit Fialen 
darauf ijetreniit sind. Die l"iKuren zeigen miinnliche und weibliche HeiÜRe. deren Attribute nicht zur 
Identifizierung ausreichen. Auf dem Tabernakel das naturalistische Kreuz zwischen gcRabeltcn Ä.<tcn die 
über krabbeiibesetzteii AbscliliiL'.platten die Statuetten Mariil und Johannis tragen. Die Kreuzanne' mit 

übereck gestellten vierseitigen Knäufen Keschl«isscn. darOher 
Kapitale aus Blattwerk und Knilpfe. Das Korpus mit ver- 
i;<ildetcm Schurz. Von 1470 (Pig. 277). (Zimmer XXXIX.) 
12. In der Mensa eines kombinierten FlOgelaltars eingelassenes 
Mensarelief; 655 x 80 rm; polychromiert und vergoldet; Heim- 
suchung .Mariens. mit roh angedeuteter Landschaft. Gering, 
zweite Hälfte des XV. Jhs. (f-ig. 278). (Kapelle.) 
!3. Tragschrein (ehemals Heil. Grab) aus der Bürgerspitals- 
kirche, vergoldet: die Schnitzereien auf lichtblauem, rosa und 
lichtgrünem Fond aufgelegt, die Skulpturen polychromiert 
versilbert und vergoldet. Der 
Schrein ist rechteckig und be- 
steht aus einem Untersatz, einem 
Hauptteil, der wieder aus einer 
verjüngten Staffel und dem 
abermals verjüngten eigentlichen 
Schrein besteht und aus einem 
den ganzen Aufbau abschließen- 
den Satteldach (Taf. XVII). 
Untersatz: Die SJten sind durch 
übereck gestellte Pfeiler mit ein- 
geblendetem .MaL^werk an den 
Hauptseiten eingefaßt und an 
den Längsseiten durch je zwei 
weitere Pfeiler gegliedert, um die 
sich der umlaufende profilierte 
Sockel und das obere mit ge- 
sciiweifteni Pultdach gedeckte 
Abschliißgesimse verkröpft. In 
den seitlichen breiteren Peldern 
und im schmäleren Mittelfeld der 
Längsseiten, ebenso in den breiten 
l'eldern der Schmalseiten ge- 
schnitztes durchbrochenes Maß- 
werk aus Kiel bogen mit ein- 
springenden Nasen und Vier- 
pässen vor buntem Orinul. 
Die Staffel des Schreines ist 
dem Untersatz entsprechend in 
• Felder gegliedert, die von Fialen 
(über den unteren Pfeilern) ein- 
gefaßt werden. Die Eckfialen 
haben quadratischen Grundriß, 
an jeder Seite ein kielbogiges 
Blendfenster und ragen mit dem 
ganzen von Krabben besetzten, 
in einer Kreuzblume endenden 
Spitzdach über das die Staffel 
i abschließende Sims hinaus. Die Fialen an den Längsseiten haben rechteckigen Grundriß, an der Breit- 
seite ein niedrigeres gekuppeltes Fenster und durchstoßen mit dem fortgesetzten übereck gestellten Fialer.- 
(kern, an den sich zwei Spitzdächer anlehnen, das Abschlußgesimse. 

;Die Schmalseiten der Staffel und das Mittelfeld der Längsseiten gleich den unteren Feldern mit Maß- 
(Werkfüllung, der an den Schmalseiten ein Eselsrückenbogen mit kräftigen Krabben vorgesetzt ist (der 
mit einem Kreuzblumenabschluß an einer Seite das Sohlbankgesims, siehe oben, durchbricht). In den 
_seitlichen Feldern der Staffel vor ornamentiertem Goldgrund als .-Xppliquen gearbeitete Halbfiguren von 
~^ier hl. Frauen, deren eine die Hände gefaltet hält (Fig. 279), die zweite in einem Buche liest, die dritte 
'in Salhgcfäß trägt (Fig. 280) und die vierte die Rechte mit redendem Gestus erhebt. \'nr den Eckfialen 





Flg. 272 Hl. Andro.ns, Holz.skulpliir (S. 213> 



hig. 273 Hl. BatUn (S. 213) 



rtv m 



Kig. 27». 



TafH XVn. 



Mg. 279. 
Pig. 28a 



216 



Stildtisclics Museum Carolino-Augusteum 



Fig. 281. 




Fig. 274 Entliauplung Johannes d. T, Holzrelief (S. 214) 



sitzen vier (sciilafende) gerüstete Wächter mit 
Stangen Waffen. 

Der eigentliche Schrein setzt die Feldereinteilung 
fort. Die Gliederung geschieht durch Fialen, die 
aus den unteren aufwachsen und deren Spitz- 
dächer an weitere Fialen angelehnt sind, die, 
das Dachgesims durchstoßend, in gleich gebildete 
freie Spitzen mit Krabben und kräftigen Kreuz- 
blumen enden. Die Felder der Längsseiten und 
einer Schmalseite sind in der Art von Fenstern 
gebildet, unter denen als abgeschrägte umlau- 
fende Sohlbank das die Staffel nach oben ab- 
schließende Gesimse läuft. Diese Fenster schließen 
mit Kielbogen, an denen Krabben sitzen und 
deren Spitzen vom Daciigusims knaufartig um- 
laufen, in großen Kreuzblumen ein wenig höher 
als die Fialen enden. In den Fenstern vierteiliges, 
reich gegliedertes Maßwerk. Das Mittelfenster 
einer Längsseite ohne Maßwerk, verglast, eine 
Reliquiennische abschließend (jetzt ein Reliquiar 
von 1486 enthaltend). 

Die zweite Schmalseite mit Maßwerkfüllung, die 
fast ganz durch einen zweiseitig vorspringenden 
erkerartigen Vorsprung verkleidet wird. Dieser 
über zweiseitigem Ablauf mit Kreuzblumcnfries 
an den Kanten und gemaltem Maßwerk in den 
Seiten; darüber Gesims mit abwärts gekehrtem 
Kreuzblumenfries. Die Vorderkante des Erkers 
mit einem rankenumwundcnen Säulchen über 
hohem, aus dem Achteck konstruiertem Sockelchen 
mit eingezogenen Seiten besetzt; über Dcckplattenkapitäl eine Fiale über Postament, die Blendfenster 
kielbogig geschlossen, das krabbenbesetzte Spitzdach dornartig nach vorn gebogen in eine gesenkte Kreuz 
blume endend. Die Seiten des Vorsprunges 
mit Gebälk abgeschlossen, das von hohem Kreuz- 
blumcnfries bekrönt wird. In den Seiten ver- 
goldete, durchbrochene schmiedeeiserne Türchen 
in kräftiger Kielbogenrahmung, deren Kreuz- 
blume das Abschlußgebälk durchstößt. 
Das Dach ist hoch, sattelförmig. Die Giebel- 
wände an den Schmalseiten von profilierten 
Spitzbogen eingefaßt, die mit kräftigen Krabben 
besetzt sind und in Kreuzblumen enden. Der 
First ist mit einem Kreuzblumenfries besetzt. 
In den Giebelfeldern Fischblasen- und Paß- 
ornament, in den Längsfeldern geschnitztes 
durchbrochenes Ornament, Dachschindeln nach- 
ahmend. Um 1475 (LüTHGEN, S.372). (Sakristei.) 

14. Statuette, polychromiert, halblebensgroß, 
hl. Johannes Ev. mit dem Kelch. Zweite Hälfte 
des XV. Jhs., stark archaisierend (Fig. 281 ; 
Zimmer XXIII). 

15. Polychromiertes geschnitztes Wappenschild 
mit Umschrift. Totenschild des Achaz Wispcck 
1481 (Kapelle). Siehe Jahresbericht 1858, 42. 

16. Polychromiert und vergoldet; zirka 60a« 
hoch. Hl. Virgil mit dem Kirchenmodell in der 
Rechten. Ende des XV. Jhs. (Kapelle). 

17. Hl. König mit dem Zepter in der 
Linken, das Attribut in der Rechten fehlt. 
Ende des XV. Jhs., aus Mauterndorf stammend. 
(Kapelle.) 

18. Neu gefaßt, zirka 60 cm hoch. Hl. Hiero- 




Fig. 275 Apostelrelief (S. 214) 



SMdUschcs Museum Carollno-Augusteum 



217 



lymus stehend, an dem ein kleingebildeter Löwe emporspringt. Bayrisch-salzburKlsch Fndt- dt"« XV Ihi 
Kapelle.) • i w. 

9. Neu gefilmt zirka 60 cm hoch. Hl. Matrone, in den gefalteten Händen ein Buch haltend. Archaisierend. 

hiuie des XV. jlis. (Kapelle.) * 

20 Barockgefaijt, 121 cm hoch. Hl. Christoph mit dem Jesiikind auf der rechten Schulter; der Heili« 
liält den Baumstamm mit beiden Händen (|uer vor sich; das Kind falit mit der Linken in das Haar des empor- 
blickenden HeiliKcn, mit der Rechten sein wehendes Tuch. Aus FriedbufR 

stammend: schöne Arbeit aus dem oberösterreichischen Innvierte! unter 

Tiroler Einfluß um 1480/90 (Fig. 282 und 283). 1914 erworben. (Sakristei.) 

21. Polychromiert; zirka 89 cm hoch; Figur eines stehenden Jünglin« 

(hl. Joiiannes Ev.?) in bibli- ^ b » 

scher Tracht, der in der 

Linken den bis auf den Fuß 

abgebrochenen Kelch tragt. 

Die Rechte fehlt. Ende des 

XV. Jhs. (Sakristei.) 

21 a. Teil eines gotischen 

Altarschreins, Kasten recht- 
eckig, gegen die Mitte in 

stumpfem Winkel vortretend, 

Höhe 170-5, Breite 89*5, Tiefe 

seitlich 17, in der Mitte 

28'5cm. In der 23*5 cm hohen 

Sockelpartie des Schreins 

zwei Felder mit Diirchhruch- 

Ornamenten. Im Schrein ist 

aus dünnen (im Durchschnitt 

etwas über 0-5 cm starken) 

Brettchen eine nach hinten 

sicii ausrundende, in f^und- 

bogcnwölbung schließende 

Nische gebildet, in welcher 

die 113-5 cm hohe Figur des 

hl. jakobus steht. Sein rech 

ter i-iiß tritt auf eine Krone, 

die Rechte hält den Pilger- 
stab und zieht zugleich den 

.Mantel hoch, unter welchem 

eine priesterliche Alba mit 

über der Brust gekreuzter 

Stola sichtbar wird. Die F*il- 

gertasche, die rechts unter 

der Manteldraperie vortritt, 

hing an einem Gurt über die 

rechte Hand, wie Reste einer 

riemenstarken Holzauflage 

am Handrücken beweisen. 

Die Linke des Heiligen hält 

gegen die Brust steil auf- 
wärts ein offenes Buch, in 

welchem in später Schrift die 

Bibelstelle aufgemalt steht: 

Zertritt die Krone der eitelkeit 
disser Welt — imd verdausche sie, um die Ewige. Der Heilige sieht sinnend über das Buch hinweg. Schlichte$ 
braunes Haar umrahmt sein edles asketisches Gesicht. Gotisches Rankwerk schlingt sich an zwei unten 
als Stangensockcl. dann naturalistisch als Baumäste gebildeten Schäften längs der inneren Kastcn- 
waiuluiig empor und füllt in großen zierlichen Voluten die Eckzwickel über der Figur. Die reichliche 
Vergoldung derselben imd die des ornamentalen Beiwerks ist nicht ursprünglich, wenn auch nicht neu, 
und, wie die Fassung überhaupt, stark defekt. Seitlich am Schrein oben und unten zu beiden Seiten 
leichte rechteckige Ausschnitte für die Charniere der Flügeltafeln, deren Schicksal nicht mehr zu er« 
mittein ist. Aus dem Pongau stammend; 1915 aus dem Kunsthandel erworben. Salzburgisch, Ende des 
XV. Jhs. (Fig. 284) (Kapelle). 

XVI 28 




nc-382.3«3l 




l'ig. 276 Figur einer heiligen 
Jungfrau (S. 214) 



Fig. 277 Zunftkreux von H7U 
(S. 215) 



Rg 2Si. 



218 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



22. Polycliromiert, 87 cm hoch. Hl. Dionysius in bischöflichem Ornat, stehend, ein zweites, ebenfalls infulicrtes 
Haupt in der Linken haltend. Rechte Hand abgebrochen. Aus der Gegend von Oberalm stammend; 1914 
erworben. Salzburgisch, Ende des XV. Jhs. (Kapelle.) 




Fig. 278 Heimsuchung Maria (S. 215) 

23. .-;......:.,;,., Holz, vergoldet(?); zirka 85cm hoch; über profilierter Basis Vierpaßfuß. die Pässe durch 

'•iKUic Stilbc zwcifjctcilt. über rechteckiger Abschlußplatte springen seitlich mit Krabben besetzte 'Arme 
iiut dui Statuetten .Maria und Johannis aus; wo sie entspringen, Halbfigur Gott- Vaters (?) über Wolken 



Stüdtischos Museum Cirutlno-Augiistotim 



219 




Fig. 279 Hl. Frau vom BUrgerspitalschrein (S. 215) 



in Relief; darüber mit Eckkrabben besetzte Platte, 
ilie an der Vorderseite Schildchen mit gekreuzten 
Schaufeln (?) trägt. Auf der Platte das Kreuz, das 
mit Krabben besetzt ist ^nid in Kreise endet, die in 
(.iiijjeblendeten Vierpilssen die Figur des auferstehen- 
den Heilandes, zwei Engel mit Kelchen, eine Frau 
mit Salbgefilß (Maria Magdalena) und — hinter dem 
Korpus — einen Pelikan enthalten; an der Rück- 
seite in den Vierpilssen die Evangelistensymbüle und 
(in der Mitte) das Lamm Gottes mit der Fahne. 
iKle des XV. Jhs. (Zinuner XXXIX). 
4. Relief, entpolychromiert ; zirka 38 X 186 cm; 

Biialbfiguren der Apostel mit Christus in der Mitte. 

^^de des XV. Jhs. (Kapelle). 

I^p. Figur; zirka 95 cm hoch; der hl. Johannes Ev. 

^mit vorgesetztem linkem Fuß stehend, die linke 
Hand hält den Kelch, die rechte ist segnend er- 
hoben. Viertes Viertel des XV. Jhs. (Kapelle). 

26. Polychromiert; lebensgroßes Haupt Johannes d.T., 
auf einer flaciien Schüssel liegend. Ende des XV. Jhs. 
(Kapelle). 

27. Mit Spuren von Vergoldung; 22'5 cm hoch; Sta- 
tuette eines jugendlichen Heiligen, die rechte Hand 
abgebrochen. Ende des XV. Jhs. (Sakristei). 
-IS. Relief, polychromiert und vergoldet ; zirka 106 X 
110 cm; Mariens Tod. Die Heilige liegt auf einem 
schräg gestellten Bett, dessen Vorhänge auseinander 
geschoben sind. Um sie herum stehen beziehungsweise 
knien die Apostel, einer sitzt zu Füßen des Bettes auf 
einem Schemel. Sie halten Weihwasserbecken, Weihrauchgefäße usw. in Händen oder beten aus Büchern, 
Johannes reicht der Sterbenden eine Kerze. Oben zwei fliegende Gewandengelchen, die Seele Mariens als kleines, 
betendes Mädchen gebildet zu Christus (in Halbfigur) emportragend. Bayrisch, Ende des XV. Jhs. (Kapelle). 

29. Braun gestrichen; 30 x 37 cm; Relief über ab- 
geschrägtem Sockel mit geschnitzter Ranke; der 
Reliefgrund als Zicgelmauer charakterisiert, die ab- 
gerundet, mit einem Vorsprung abschließt. Mariens 
Tod. Die Heilige in der Mitte kniend, um sie herum 
die Apostel; der hl. Petrus reicht ihr eine Kerze. 
Unter dem Vorsprung ein Wölkchen mit Halbfigur 
Gott Vaters, der Mariens Seele in Gestalt eines Kindes 
im Arm hält. Ende des XV. Jhs. (Kapelle). 

30. Mit Resten von Vergoldung; 88 cm hoch; Figu" 
eines knienden Jünglings (hl. Stephanus?), die be- 
tend erhobenen Hände abgebrochen, in Diakonen- 
tracht. Tiroler Einschlag, Ende des XV. Jhs. (Fig. 285; 
Sakristei). 

30 a. Entpolychromiert, 110 cm hoch. M.nria mit dem 
Kinde über der Mondsichel stehend; untersetzte Figur 
mit etwas großem Kopf; sie hält das nackte Kind 
im linken Arm. In der rechten Hand fehlt das Zepter. 
Viertes Viertel des XV. Jhs. (Kapelle.) 

31. 765cm hoch; hl. Papst mit Buch und (mo- 
dernem) Kreuzstab. Ende des XV. Jhs. (Sakristei). 

32. Relief, als Applique gearbeitet, polychromiert; 
zirka 32 x 50 cm; die drei hl. Bauempatrone Rochus, 
Leonhard und Pantaleon nebeneinander stehend. Um 
1500 (Sakristei). 

33. Relief; 33 x 95 cm; der hl. Dionysius .Areopagita, 
in ganzer Figur, stehend, das Pastorale in der Linken, 
den infulierten Kopf in der Rechten haltend. Salz- 
burgisch, Ende des XV. Jhs. (LOthqen, Salzburg, 
390). (Kapellentüre; Fig. 286). 

28» 




Fig. 2SS. 



Fig. 280 Hl. Frau vom BUrgerspitalschrein (S. 215) 



Flg. 28ß. 



220 



städtisches Museum Carolino-Augusteum 



Fig. 287. 



Flg. 288. 



Flg. 289. 



T.;:' \\m. 



Fig. 290. 



34. Figur, unterlebensgroß, hl. Johannes, die Linke mit dem Mantelzipfel ans Gesicht hebend. Ende des 
XV, Jhs. (Fig. 287; Sakristei). 

35. Polychromiert und vergoldet; zirka 85cm hoch; Figur eines stehenden Heiligen in biblischer Tracht, 
in einem Buch lesend. Um 149(), salzburgisch (Sakristei). 

36. Zirka 43 cm hoch; Statuette eines gekrönten bärtigen 
Heiligen, der in der Linken die Kugel mit dem Kreuz 
(Reichsapfel) trägt, die Rechte segnend erhebt. Um 1500 
(Studierzimmer). 

37. Zunftkreuz, vergoldet; zirka 81 cm hoch; sechslappiger 
Fuß, sechsseitiger, kantiger Knauf, das (erneute) Kreuz in die 
drei Dreipilsse endend, in denen Evangclistensymbole in Relief 
enthalten sind; über seitlichen Armen Maria und Johannes. 
An der Rückseite des Kreuzes unter geschnitztem Baldachin 
Petrus. Darunter Schildchen mit Renovierungsdatum: P. P. 
1H(i7. Derbe Arbeit um 1500. (Fig. 288; Zimmer XXXIX.) 

38. Entpolycliromiert; 35 
X 60 cm ; hl. Johannes, 
in ganzer Figur vor goti- 
schem Fries sitzend, in der 
Linken das aufgeschlagene 
Buch im Schoß stützend 
und mit zwei Fingern ein 
kleines Tintenfaß haltend; 
in der Rechten den 
Schreibstift. Unten der 
Adler und ein (leeres) 
Spruchband (Fig. 289). — 
Hl. Lukas, im Profil, 
sitzend, das hochgehobene 
Buch in der Linken, den 
langen Schreibstift in der 
auf dem Knie liegenden 
Rechten. Unten der Stier. 
Ende des XV. Jhs. Vgl. 
LüTHGEN, Holzplastik, 
S. 47, und derselbe, Salz- 
burg, 376. Aus Irrsdorf 
stammend. Geschenk des 
Herrn BlumauerinVöckla- 
brück (Jahresbericht 1859) 
(Kapelle). 

39. Relief; polychromiert 
und vergoldet ; als vielfach 
durchbrochene Applique 
gearbeitet, jetzt als Anti- 
pendium in eine Mensa 
eingesetzt. 123 x 48 cm; 
Stammbaum Christi; der 
Baum ein zierliches ver- 
goldetes Geäst, von dem 
in der Mitte unten liegen- 
den Jesse ausgehend; die 
14 Könige darauf in ver- 
schiedenen Stellungen sitzend, sind jederseits von der über Jesse sitzenden hl. Jungfrau mit dem Kinde 
in zwei Reihen zu je drei angeordnet, die zwei übrigen zwischen Jesse und Maria eingeschoben (Taf. XVIII). 
Aus einem Salzburger Bürgerhause stammend, 1853 aus Privatbesitz erworben (Jahresbericht 1853). [Lüthgen, 
Salzburg. 388; aus den 30er Jahren des XVI. Jhs.] (Kapelle). 
i*^. Zwei Pendants, Holz, polychromiert und vergoldet; zirka 33 cm hoch; über achtseitiger Basisplattc 
kiu(.n(l>r kleiner Gcwandengel, der über dem gebogenen Knie einen gedrehten Leuchter trägt. Unter 
tiroic- Linflur.. Ende des XV. Jhs. (Fig. 290; Sakristei). 

! Hi;!z. braun; zirka 50cm breit; zwei fliegende Gewandengel, die Hände zum Teil ergänzt, jetzt ein 
moiiLr.ics Kcutsciiacliwappen haltend. Salzburgisch, Ende des XV. Jhs. (auf der Kapellentüre appliziert). 





Fig. 281 Ml. Johannes Evangelist 
(S. 216) 



Flg. 282 Hl. Christoph 
(S. 217) 




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stadtisches Museum Carolino-Augusteum 



221 



42. I-liifjclaltar (kombiniert), pdlycliromiiTt iiiul rcicii vergoldet (Fiß. 291). Die Mensa mit eingelassenem Relief, 
der Mittelsclirein mit Skiilpturengruppe über einer in der Mitte erhöhten Staffel mit eingeblendetem 
wrijoldetem Rankenwerk, zwischen einfassenden gedrehten Süulchen Ober gerautctcn Sockeln tnit Wein- 
laubornament als Abschluü. Die Seitenflügel zweigeteilt, innen mit Skulpturen, die als Appliquen ge- 
arbeitet sind und auf abgeschrägten Sockelleisten mit geschnitzter Blattrankc aufstehen, außen mit 
Malereien versehen. 



Flg. 291. 




/ ^ 

Fig. 283 Detail des til. Christopli Fig. 282 (S. 217) 

Xnsarelief; 61 x 67 m;; Anbetung der drei Könige. Maria sitzt links vor angedeuteter Architektur mit 

gotischem Fenster. In der Rechten hat sie das offene Kästchen, in das das auf ihrem Knie stehende 

Christuskind hineingreift. Die andere Hand des Kindes faUt der anbetende kniende König. Hinter diesem 

steht der zweite König, en face gesehen, in der Rechten ein Goldgefäß, mit der Linken die Mütze zum 

GruL^ abnehmend. Als letzter kommt der Mohr, die Linke am Schwertgriff, mit der Rechten gleichfalls 

ein OoldgefäL^ tragend. Salzburgisch, Ende des XV. Jhs. 

Mittelsclirein: Über der erhöhten Mitte der Staffel, kleiner gestaltet als die seitlichen Figuren. Gruppe 

der hl. Dreifaltigkeit (zirka 57 cm hoch). Gott-Vater sitzend, zwischen seinen Knien der Kruzifixus. die 

Taube zu HiUipten. Seitlich (zirka 70 cm hoch) stehen die Hl. Blasius und Ulrich. 

Linker Flügel, Appliquen (zirka 31 X 36cm): Oben: Nebeneinander stehen, cn face gesehen, die Hl. 



222 



Städtische» Museum Carolino-Augusteum 



Magdalena, Elisabt-tli, Liicia, darunter Namensaufschriften. Unten: Die Hl. Agnes, Ursula und Dorothea. 
Rechter Flügel, Appliquen: Oben: Die Hl. Erasmus, Sebastian und Rupert. Unten: Die Hl. Dionys, 
Martin (Bischof mit einer Suppenschüssel auf einem Buch) und Wolfgang. 

AuLW-nflügel, gemalt: Links oben: 32 X 47 cm; Innenraum mit grünem Vorhang und offenem Fenster in 
der Mitte der Rückwand; auf einer Bank Maria und Anna sitzend, zwischen ihnen steht das Christkind 
auf einem Polster, in der Linken die Weltkugel, die Rechte segnend erhoben. Durch das Fenster ist 




Fig. 284 Altarschrein mit Figur des hl. Jakobus (S. 217) 



die Taube des HI. Geistes hereingeflogen. Unter dem Bild Namensaufschrift; die seitlich rahmenden Gold- 
streifen verbreitern sich oben als Abschluß mit Blattornamcnten. — Unten sowie die folgenden in der 
Anordnung mit dem oben Beschriebenen übereinstimmend, nur ohne den Vorhang und mit Aussicht auf 
Berge und Bäume durch das Hintergrundfenster: Hl. Martha und Ursula. 

Rcci.ts. oben: Hl. Katharina und Barbara. Unten Hl. Dorothea und Agnes (alle Bilder stark übermalt). 
.\ltar stammt aus dem Hl.-Geist-Schifferspital in Oberndorf an der Salzach. Salzburgisch, Anfang 
tic. XVI. jhs. (LCttigen, Salzburg, 388) (Kapelle). 



SUdtisches Museum Carollno-Augustcum 



223 




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224 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



Fig. 292. 



Flg. 293. 




Fig. 288 Zunftitreuz (S. 220) 




43. Flügelaltar, polychromiert und vergoldet, der Mittelschrein mit 
Skulpturengruppe, die Flügel beiderseitig bemalt. 

Über Staffel mit eingeblendetem vergoldetem Maßwerk der tiefe 
Schrein; der obere Abschluß dieses ist um eine Stufe in der Mitte 
erhöht und nach innen mit reichem baldachinartigem Maßwerk über 
flankierenden von Laub umwundenen Säulchen besetzt. 
Skulpturengruppe: Krönung Mariens durch die heiligste Dreifaltig- 
keit, die als drei bärtige Männer gebildet ist, der linke — Christus — 
blond und nur mit dem Mantel bekleidet, der rechte mit grauem, 
der mittlere mit schwarzem Haar und der Krone auf dem Haupt. 
Alle drei halten eine Krone (die jetzt fehlt) über das Haupt der 
vor dem mittleren knienden, von vorne gesehenen hl. Jungfrau. Über 
der Gruppe zwei kleine fliegende Gewandengel aus Gips (Fig. 292). 
Salzburgisch, unter Einfluß Pachers, Anfang des XVI. Jhs. (Kapelle). 

44. Figurengruppe; polychromiert und vergoldet; unterlebensgroße 
Gruppe der Kreuzigung mit Maria und Johannes zur Linken, Magda- 
lena zu Füßen und dem Hauptmann und dem Kriegsknecht mit der 
Lanze zur Rechten des Kreuzes (Fig. 293). 

Die Gruppe stammt aus der Salinenkapelle in Hallein. Von W. Vöge 
(Zu Veit Stoß, Monatshefte für Kunstwissenschaft 1911, S.272. T.59) 
dem Veit Stoß, von M. Lossnitzer (Veit Stoß, Leipzig 1912, S. 119) 
dem Bildhauer des Schwabacher Altars zugewiesen. Die Stoßschen 
Züge scheinen mir eine gewisse allgemeine Ähnlichkeit nicht zu über- 
schreiten (Kapelle). 

45. Relief, polychromiert und vergoldet; 105 X 112 cm; Ölberg; rechts 
Christus knie- 

end, vor ihm 
der Kelch auf 
einem Fels- 
block. Links 
von vorn ge- 
sehen die drei 
schlafenden 
Jünger. Im 

Hintergrund ein 

Holzzaun und 

Tore mit Zin- 
nenbekrönung 

und Häuser mit 

Kuppeldächern. 

Gering. Anfang 

des XVI. Jhs. 

(Kapelle). 

46. Zirka 105 cm 
iioch; Figur des 
auferstandenen 
Heilandes in 
faltigem Man- 
tel, die Rechte 
segnend erho 
ben, die Linke 
der Bewegung 
nach die Fah- 
nenstange hal- 
tend. Bayrisch, 
Ende des XV. 
Jhs. (Kapelle). 

47. Polychro- 
miert; zirka49"5 

cm hoch, auf Fig. 290 Leuclitertragender Engel 

29"5 cm hoher (s. 220) 




städtisches Museum Carolino-Augusteum 



225 



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XVI 



Fig. 291 Kombinierter Mügclaltar (S. 221) 



29 



Flg. 294. 
Flg. 295. 



226 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



Knnsnlc mit Relief der lil liincfrau als Schirmfrau; zwei zusammengehörige Figuren, Männer kniend in 
a^SSdTm wins/deV mit herabhängenden Ärmeln; an Lederriemen den Schdd des Erzb.stums 

beziehungsweise der Keutschach haltend. Anfang des XVI Jhs.(got Halle). 

48 Zirka 50 fm hoch; Applique; kniende Frau, mit beiden Händen ein Wappen haltend, dann das 
Kcutschachwappen graviert ist. Anfang des XVI. Jhs. (got. Halle). . , , ^ t^ 

49 38-5 cm hoch- (2) Statuetten der Madonna und Johannes Ev., beide mit dem Ausdruck der Trauer; 
wohl von einer Kreuzigung stammend. Aus dem Stifte Nonnberg. Um 1500 (Lüthgen, Salzburg, 390), 

S'''4?cm^hoch' sfatuette der hl. Katharina, die Haare über den Schläfen aufgesteckt, in der Rechten 
ciii Buch, in der Linken das Schwert haltend; zu Füßen das Rad, Zierliche Arbeit vom Anfange des 
XVL Jhs.'in der Art des Tilman Riemenschneider. (Fig. 295; Zimmer XXllI.) 




Fig. 292 Krönung Maria von einem Flügelaltar (S. 224) 



51. 45 rm hoch; Statuette des hl. Rupert, das Buch in der Linken, das Pedum in der Rechten haltend; 
zu Füßen das Salzgefäß. Anfang des XVI. Jhs. (Gefehrtenstube). 

52. Entpolychromiert; 37 cm hoch; Statuetten: hl. Jungfrau mit gefalteten Händen und hl. Johannes Ev., 
ein Buch haltend. Mittelmäßige Schnitzereien vom Anfange des XVI. Jhs. (Gelehrtenstube). 

53. Vergoldet; zirka 44 x 100 cm; Relief als Applique gearbeitet; Madonna mit dem Kinde stehend, in 
Flammengloric, zwei kleine Gewandengel halten die Krone über ihr Haupt. Rechts unten stehendes (klein- 
gebildetes) Mädchen. Unter den Füßen der Madonna Doppelwappen. Anfang des XVI. Jhs. (Sakristei). 

54. Polychromiert und vergoldet; zirka l(X)cm hoch; hl. Johannes d. T., das Lamm im Arm. Zurück- 
gebliebene Arbeit vom Anfange des XVI. Jhs. (Sakristei). 

55. Polychromiert; 57 cm hoch; Kruzifixus zwischen den (größer gebildeten) hl. Maria und Johannes, auf 
einem Felsenpostament über truhenförmigem Sockel. Anfang des XVI. Jhs. (volkskundliche Sammlung). 

56. Relief in rot gemaltem Rahmen mit Goldrosetten; zirka 50 X 90cm; halber Altarflügel. Ausgießung 
des hl. Geistes; Maria kniet links, zur Hälfte abgeschnitten, sechs Apostel. Anfang des XVI. Jhs. 
(Depot). 

^1. R-ü.'f, als Applique gearbeitet; polychromiert; zirka 89cm hoch; hl. Leonhard mit Buch und Kette, 
f ".x, in mäßig flachem Traktament gearbeitet: Aus der Festung Hohensalzburg stammend. 
' ■ '-'^''h-salzburgisch. (Lüthgen, Salzburg, 390.) (Sakristei.) 

'irka 50cm hoch; Statuette eines bärtigen Heiligen (Rochus), einen Pilgerstab in der 
'500 (Kapelle). 

'ristiis, die Wundmale zeigend. Gering, Anfang des XVI. Jhs. (Kapelle). 




TAFEL XIX VERKÜNDIGUNG AUS li^RSDORF 
Museum Carolino-Augusteum (S. 227) 



städtisches Museum Carolino-Atigusteiim "'''" 

60. Als Appliquc gearbeitet; zirka 49x49 cm; hl. Anna mit einem Buch neben der hl. Jungfrau, die das 
Christl<ind halt, auf emer Bank sitzend; über abgeschrägtem Sockel. Um 1520 (got. Halle) 

61 Entpolychromierte Holzrelicfs, in die Rück-, Seiten- und Vorderwand zweier (moderner) Kirchen- 
stiihie eingefugt. ^ 




Fig. 293 Kreuzigung Christi aus der Halleiner Salinenkapelle (S. 224) 



ö) 63 X 100 cm; Verkündigung, in einer Kirche mit Kreuzgewölbe; Maria sich vom Betpult zu dem ein- 
tretenden Engel wendend; im Hintergrund weitere kleine Engel. Oben als Abschluß zwei dicke Blatt- 
schnüre (Taf. XIX). TafeJ XIX. 
b) Dazugehörig; Heimsuchung; links vor einem Spitzbogentor Maria und Elisabeth einander begrüßend; 
hinter Maria steht der hl. Zacharias; rechts Ausblick auf eine Straße mit hohem, reich gegliedertem Licht- 
häuschen und zwei in ähnlicher Stellung wie die Haiiptgruppe einander begrüßenden Frauen (Fig. 296). Fig. 296b 

20» 



2^6 



städtisches Museum Carolino-Augusteum 



Fig. 297. 



Fig. 298. 



Fig. 299. 
Fig. 300. 



c) Dazugehörig; Anbetung des Kindes durcli die Hirten; das Kind liegt in stärkstem Veri<urz gesehen 
am Boden auf einer Roci<falte der daneben i<nienden hl. Jungfrau. Vorn zwei Hirten, weitere im Hinter- 
grund der verfallenen Hütte herankommend (Fig. 297). 

(I) Dazugehörig; Anbetung der hl. drei Könige; Maria sitzt links mit dem Kinde, der hl. Josef steht hinter 
ihr; rechts die drei Könige mit ihren Gaben, der greise König vor dem Kinde kniend, der letzte als 
Mohr gestaltet (Fig. 298). Alle aus Irrsdorf stammend. (Kapelle.)' 

Der Stil dieser vier bedeutenden Reliefs zeigt eine gewisse Unbestimmtheit, die vielleicht daraus zu erkiJiren, 

daß ihren Kompositionen gra- 
phische oder gezeichnete Vor- 
lagen zugrimde lagen, deren Stil 
mit dem der Ausführung nicht 
völlig übereinstinmite. Einzelne 
Züge erinnern an oberrheinische 
Kunst, etwa den Meister HSR 
(Hausmann, Elsässer Kunst- 
denkmäler, Taf. 12/13. 52, 63), 
andere an Niederbayern; in der 
Bildung der Köpfe, in der Ge- 
wandbehandlung und der gan- 
zen teciinischen Durchführung 
scheinen die Reliefs von der 
Riciitung Hans Leinbergers be- 
einflußt. 

62. Zunftkreuz, vergoldet; 82an 
hoch; runder Fuß mit großen 
Blättern und vier ausspringen- 
den Oberkörpern von Löwen. 
Der Schaft mit spitzen Blättern, 
verkleidet mit einem polygo- 
nalen Nodus mit geschnitzten 
Ranken. Seitlich ausspringen- 
des Volutenwerk mit Blattenden 
(Anfang des XVlIl. Jhs.), dar- 
auf Statuetten von Maria und 
Johannes. Zwischen ihnen das 
Kreuz mit geschnitzter Blatt- 
ranke, in drei Dreipa.sse aus- 
laufend, die mit Kugeln besetzt 
sind und einen Putto mit Lanze 
beziehungsweise Schwamm be- 
ziehungsweise Dornenkrone über 
F^ostament in Relief enthalten. 
Das Korpus mit einem gebausch- 
ten Schurz. Am Kreuzfuß ange- 
setztes Schildchen mit Halbfigur 
des hl. Erasnnis. An der Rück- 
seite in den Pässen Rosetten, 
in der Mitte Relief: hl. Anna 
selbdritt in Halbfigur. Um 1520 
(Fig. 299) (Zimmer XXXIX). 

63. Zwei Statuetten; zirka 56 f/H hoch; mit Resten von Polychromie, die Hl. Maria und Johaimcs (wohl von 
einer Kreuzigung stammend). Erstes Viertel des XVIL Jhs. (Fig. 300; Gelehrtenstube). 

64. Polychromiert; zirka 55 cm hoch; hl. Anna selbdritt; die hl. Anna sitzt und h;ilt mit der Rechten das 
nackte Christkind, das mit einer Traube spielt; an der anderen Seite steht die Madonna als junges 
Mädchen mit betend erhobenen Händen. Um 1530 (Sakristei). 

65. Polychromiert; zirka 86 cm hoch; Figur des hl. Leonhard, die Kette in der Rechten, fast bis 
Unkenntlichkeit abgebrochen, die linke Hand fehlt. Erstes Viertel des XVI. Jhs. (Sakristei). 

66. i'^lügel altärchen; zirka 35"5x75c/h; mit Zinnenkranzbekrönung. Staffel gemalt: Schweißtuch 
Veronika. Mittelschrein mit Skulpturen unter geschnitztem Maßwerkabschluß: Maria mit dem Kind. 
Flügel beiderseitig bemalt: außen Verkündigungsengel und hl. Jungfrau; innen die HI. Barbara 
Katharina. Geringe Arbeit um 1530 (got. Halle). 





Fig. 294 Maria von einer Kreuzigung 
Cliristi (S. 226) 



Fig. 295 1 11. Katliariiia 
(S. 226) 



zur 

der 
Die 
und 



StadtiKhes Museum Carulinn-AiiguitcuRl 



229 




Fig. 296 Hclmsudiung, aus lrr$<lor( (S. 227). 



230 



städtisches Museum Carolino-Augusteum 




Fig. 297 Anbetung des Kindes, aus Itrsdorf (S. 228) 



städtisches MuMum Carolino-Au|usteum 



231 




Fig. 298 Anl)etung der Könige, aus IrrMlori (S. 228) 



232 



städtisches Museum Carolino-Augusteum 



67. Liistcrweibclien, polychromiert; unterlebensgroßer Oberkörper einer Frau mit ausgestreckten Armen 
(ursprüiiglicii wohl eine Kette lialtend) in anliegendem Kleid mit Umlegkragen und Schmuckketten. Fiscli- 
haucli und -schwänz mit Rollwerkkartusche und Volutenschnitzerei. Mitte des XVI. Jhs. (Gelehrtenstube). 

68. Polychromiert; zirka 57"5 cm hoch; hl. Matrone, sitzend, mit der Linken einem (klein gebildeten) Bettler 
einen Laib Brot reichend. Zweites Viertel des XVI. Jhs. (Vorzinmier). 

69. Polychromiert, als Applique gearbeitet; zirka l"l7"5n/; hoch; Madonna mit dem Kinde, stehend; 
am Mantelsaum in Goldbuchstaben Inschrift. Zweite Hälfte des XVI. Jhs. (Sakristei). 

70. Polychromiert und vergoldet; zirka 100 cm hoch; stehender Jüngling (hl. Johannes Ev.?) mit 

Segensgestus der rechten Hand, 
die linke mit Pingerstellung, als 

^^^^^^^^^ ^^^^^^^^^ ob er einen Kelch gehalten hätte 

''■g- 301. ^^^^^^^ " v^^^^^^l (Fig. 301). Anfang des XVII. Jhs. 

(Vgl. die stilistisch überein- 
stimmende Madonnenfigur in 
Nonnberg, Kunsttopographie Vil, 
Fig. 202) (Sakristei). 

71. Modern polychromiert; 95 x 
121 cm; Gruppe der hl. Dreifal- 
tigkeit, Gott-Vater und Christus 
in Halbfiguren nebeneinander, 
darüber die Taube. Anfang des 
XVII. Jhs. (Zimmer XXXIX). 

72. Geschnitztes Holzwappen des 
Erzbischofs Markus Sittikus in 
reicher Kartusche mit Cherubs- 
köpfciien oben und Steinbock 
unten. Um 1617 (Waffenhalle). 

73. Zunftkreuz, vergoldet; zirka 
103 67« hoch; der Fuß aus dem 
breiten F^echteck mit Passen an 
den Seiten, darauf das Posta- 
ment aus zwei mit Perlschnüren 
besetzten Volutenfüßen, die in 
Cherubsköpfe auslaufen und 
durcii ein Kartuscheschild mit 
Chcrubsköpfchen unten verbun- 
den sind, bestehend. Darauf ein 
gestreckter rimder Knauf, der den 
Hauptteil trägt. Dieser besteht 
aus dem Kruzilixus zwischen 
.Maria und Johannes, in einem 
reichgestalteten Rahmenwerk aus 
Säulclien, Volutenwerk, Obelis- 
ken, Fruclitbuketts und Cherubs- 
köpfchen, das nach oben von 
einem gesprengten Flachgiebel 
mit der Figur Gott -Vaters 

zwischen zwei Engeln abgeschlossen ist. An der Rückseite 
Maria mit dem Kinde, einem Kartuscheschild mit einem Rad? 
und einem andern mit Datum: /öL'-J (Zimmer XXXIX; Fig. 302). 

74. 50a// hoch; hl. Jungfrau in ganzer Figur, stehend. Erste Hälfte des XVli. Jhs. (Zinmier XXXVI). 

75. Modern polychromiert; unterlebensgroße Figur (120 c/7i hoch) der hl. Jungfrau mit dem Kindein der 
rechten, dem Zepter in der linken Hand, auf der von der Schlange umwundenen Weltkugel stehend. 
Um 1640 (Zimmer XXXVI). 

76. Polychromiert, das Gewand vergoldet; unterlebensgroße Mgur einer knienden Jungfrau in Mieder 
und faltigem Rock, die Hände abgebrochen. XVII. Jh. (jetzt als Stütze einer Tischplatte verwendet). 
(Sehlafsaal.) 

77. Kruzifixus; zirka 115 c/// hoch; das Korpus aus braunem Holz mit bewegtem Schurz; an schwarzem 
Kreuz über schwarzem rechteckigem Sockel mit ausgezackten, von Balustern beziehungsweise Voluten- 
bändern eingefaßten Seiten und bewegtem Abschluß. XVII. Jh. (Sehlafsaal). 

78. Relief; 11 x 17 c/n; zwei Pendants, Brustbilder Christi und Mariens; mittelmäßige Arbeiten. XVII. Jh.? 
(Schlafsaal). 





Fig. 300 Johannes Ev. von 

einer Kreuzigungsgnippe 

(S. 228) 



Fig. 299 Zunftkreuz (S. 228) 



SUdtUches Muieum Cirollno-AagMiciMi 



233 



79. Rdicf. cntpolychromiert; 28 x 43 cm; Christus erscheint dem ungl«uWßcn Thomas, der die Hand in 
Christi Soitcnwiiiide legt und in die Knie sinkt. Hinter Thomas Petrus. Johannes und ein weiterer A|V/»tcl 
Als Hintergrund vor beiseite gezogenem Vorliang die Wand eines Hause* mit F»(eiler, zwei Bogen und xwd 

1 enstcrn mit Butzenscheiben. Mitte des XVI!. JIjs. (Fig. 303; Schlafsaal). fj^ »l 

80. Polycliromiert und vergoldet; halblebensgroß; hl. Sebastian an den Baum gebunden. Mitte des XVII. IN. 
(Zimmer XXXiX.) 

81. Polychromiert; zirka 67 fm hoch; Statuette eines Franziskanermönches in ganzer Rgur. stehend: die 
rechte Hand fehlt. XVII. jh. (got. Halle). 

82. Geschnitztes Wappen des Erzbischofs Max Gandolph in Oberaus reicher Rahmung mit Cherubskftpf- 

chen und Fruchtgehangen. Um 1670 
(Waffenhalle). 

83. Polychromiert, versilbert und ver- 
goldet; zirka 50 cm hoch; (2) Figuren 
hl. Diakone, der eine ein grobes Buch 
in der Linken tragend (die rechte 
Hand abgebrochen), der andere beide 
Arme mit greifender Handstellung 
ausgestreckt (vielleicht ursprünglich 
ein Raucliergefäü haltend). Zweite 
Hälfte des XVII. Jhs. (Sakristei). 

84. Polychromiert und vergoldet; 
unterlebensgroBe kniende Figur eines 
bartlosen Mannes (jetzt als Stütze 
einer Tischplatte verwendet). Ende 
des XVII. Jhs. (Schlafsaal). 

85. Polychromiert, versilbert und ver- 
goldet ; drittellebensgroBe F-iguren der 
Hl. Rupert und Virgil, stehend. Ende 
des XVII. Jhs. (Zimmer XXXIX). 

86. Unterlebensgroße Figur einer Frau 
in faltenreichem Gewände. Hände 
abgebrochen. 

87. Pendant dazu; ähnlich gekleidete 
Figur, deren Attribute fehlen. Ende 
des XVII. Jhs. (Stiege). 

88. Bronziert, zirka 47 cm hoch; ein 

sich bäumendes Pferd wird von zwei 

Stallknechten, die nur mit einer 

kurzen Hose bekleidet sind, an den 

Zügeln (rote Schnüre mit Seiden- 
troddel) zur Schwemme geführt; der 

links gehende Bursche trügt in seiner 

Rechten die zusammengelegte F'ferde- 

decke. Ursprüngliches Modell für die 

Gruppe des Pferdebändigers der Hof- 

stallpferdeschwemme; bei der Aus- 
führung 1695 blieb die Figur links weg und die Decke kam in die Hand des andern Knechtes. Abbildung 
in Kunsttopographie XIII, Fig. 294 (Zimmer XXIII). 

89. Polychromiert; unterlebensgroU; hl. Georg auf sprengendem Pferde. Um 1 700 (Fig. 304 ; Zimmer XXXIX). Tu- .TW. 

90. Relief, 265x38 cm; in furniertem Rahmen mit Rippleiste, unter Glas. In der Mitte große Figur 
Christi als guter Hirte mit umgehängter Hirtentasche, Dornenkrone und einem Lamm auf den Schultern. 
herum Felsen mit anderen klein gestalteten Lämmern und zwei Höhlen; in der linken kniet die 
iil. Maria Magdalena mit Buch, Kreuz und Totenkopf, in der rechten sitzt der hl. Petrus mit Buch 
und Hahn. Oben in Wolken zwei Gruppen musizierender Engel, zwischen ihnen leeres Spruchb.ind. Um I7ü0 
(Renaissancehalle). 

91. 41 cm hoch; zwei Statuetten, stehende Gewandengel (ohne Flögel) in stark bewegten Stellungen. Anfang 
des XVIII. Jhs. (Schlafzimmer). 

92. Zwei unterlebensgroße Figuren, einen bärtigen Heiligen und eine hl. Matrone darstellend (Joachim und 
Anna?); fast alle Hände abgebrochen. Anfang des XVIII. Jhs. (Sakristei). 

93. Zum Teil dunkel eingelassen; zirka 12cm hoch; Mädchen in wehendem kurzem Gewand, die Hflnde 
adorierend über der Brust gefaltet. Gering. Anfang des XVIII. Jhs. (Zimmer XXIII). 

XVI 30 





Fig. 301 Johannes Ev.? (S. 232) 



\\^. 30J ZiinllWr. 11/ \..ii IfvIS <S 1X1\ 



234 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



94. 55 cm hoch; hl. Rupert in bischöflichem Ornat, in ganzer Figur, stehend. Anfang des XVIII. Jhs., Art 
des Paul Möcilhamer, vgl. Kunstopographic X, Fig. 183 (Fig. 305; Zimmer XXIll). 

95. Relief; 15 x 20 cm; Halbfigur Christi in weitem Gewand, die Hand in den Mantel greifend. In dunklem 
Rahmen mit geschnitztem Blattwerk. XVIII. Jh., angeblich von Franz Schwanthaler (Renaissancehalle). 

96. 180cm hoch; marmoriert; ursprüngliches, von der Ausführung abweicheixles Modell der Mariensäule 
auf dem Domplatz. Balustrade mit geschwungenen Hauptseiten und konkav eingezogenen Ecken Ober 
zweistufigem Unterbau. Innerhalb dieser reich bewegtes vierseitiges Postament mit abgeschrägten Kanten 
init einer in der Mitte jeder Seite über Postament vortretenden Steilvolute. Auf dieser sitzt je eine 
Figur der Häresis, Idolatria, Superstitio und des Peccatum originale. Auf diesem Postament steht ein 




Fig. 303 Ciiristus erscheint dem ungläubigen Thomas 
(S. 233) 



stark einspringender vierseitiger Sockel mit jederseits einem reich gerahmten Kartuscheschild; hinten 
Dedikationsinschrift, vorn Wappen des Erzbischofs Franz Anton Harrach. seitlich Inschrift auf diesen und 
die im Dezember des vierten Jahres seiner Regierung, 1712, erfolgte Einweihung der Säule. Um diesen 
Sockel an jeder Ecke ein Engelsfigürchen. Auf dem Sockel über Deckplatte kräftig geschwellte Kom- 
positsäule. Darauf ein im unteren Teil mit Löwenmasken, im oberen mit Steilvoluten besetztes Kämpfer- 
glied, das über stark ausladender Deckplatte ein eingezogenes Postament mit Statue der Immakulata auf 
der Weltkugel trägt (Saal XXXIX). Ober das Verhältnis dieses stilistisch Fischer von Erlach sehr nahe- 
stehenden Entwurfes zu der 1766 — 1771 durch die Brüder Hagenauer errichteten Mariensäule siehe Kunst- 
topographie XIII, S. 232; Abbildung des Modells daselbst Fig. 302. 

97. Buchsholz; zirka 15-5 cm hoch; Christus an der Schmerzenssäule. Erste Hälfte des XVIII. Jhs. (Zimmer 
XXIll). Vgl. Erinnerungsgabe an das 25jähr. Bestehen d. Frank. Kunst- und Altert.-Ver. in Würzburg, 
S. 9. Abb. 4. 

98. Holz, mit Spuren von Bemalung und Vergoldung; 20-5 cm hoch; Neptun mit dem Dreizack in der 
Rechten, ein wehender Mantel um die Hüften und über den Rücken, steht auf einem Seeroß und hält es 
niit der Linken an der Mähne. An der unbearbeiteten Rückseite sind die Buchstaben RD (später) ein- 



SUdUsches MuMum Ciroilno-Augtuteum 



235 




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236 



Städtisches Museum Carolino-Augustcum 



geritzt. Skizze F. A. Pfaffingcrs zur Mittelgriippe der Kapitelscliwemme von 1732. Geschenk des Herrn 
Dr. Albert Figdor. Abbildung in Kunsttopographie Xlil, Fig. 287 (Saal XXIII). 

99. Holz, dunkelbraun; 97 a« hoch; Figur des hl. Franziskus mit Buch und Kreuz, stehend. Erste Hälfte des 
XVIII. Jhs. (Zimmer XXXIX). 

100. 30 cm hoch; über flacher Basisplinthe Herkules im Kampf mit dem Flußgott Achelous, dessen Stier- 
kopf er mit der Linken das Hörn abbricht. Als Attribute Keule und Löwenfell, beziehungsweise das 
umgegossene Wassergefäll Zweite Hälfte des XVIII. Jhs. (Fig. 306). Wahrscheinlich Modell zu einer großen 
dekorativen Skulpturengruppe (hist.-top. Halle). 

lOL Hausschild des ehemaligen ,, Leihhauses", einfache Inschrifttafel in reich geschnitzter vergoldeter Um- 
rahmung, deren Aufsatz unter dem Kardinalshut drei ovale Medaillons, zwei mit den Wappen des Landes 




Fig. 306 Herltules und Acliclous, 
walirsctieinlicli Modell einer Gattensltulptur (S. 236) 



Salzburg und des Erzbischofs Jakob Ernst Graf Liechtenstein und eines mit Pelikan enthält. Unter der 
Inschrifttafel Wappen der Stadt. Zirka 1745 (Kunst- und Gewcrbehalle). 

102. Polychromiert; zirka 8cm hoch; kniende adorierende Frau in biblischer Tracht, wohl von einer 
Krippe stammend. XVIII. Jh. (Zimmer XXXVll). 

103. Schlitten, einsitzig, mit vergoldetem Pinienzapfen als Schlittenkopf und vergoldetem und reich ge- 
schnitztem Korb, auf dessen vorderer Spitze ein nackter Putto auf einem Adler sitzt. Mitte des 
XVIll. Jhs. (Waffenhallc). 

104. Zunft- Vortragsstange; vergoldet, versilbert und polychromiert. Der Schaft besteht aus einem glatten langen 
und einem kürzeren gedrehten von Blattkranz umwundenen Stück. Darauf der Ablauf: zwischen Ranken- 
werk Schildchen mit Schere und Datum: 77,5-^ Auf diesem der Hauptteil, der in seiner unteren Hälfte 
aus einer großen, von einem Baldachin abgeschlossenen, von zwei gedrehten Reliefsäulen an Pilastern flan- 
kierten, von angesetztem Bandwerk mit Oitterfüllung gerahmten Öffnung besteht, darin die Gruppe: Gott- 
Vater und -Sohn Marien krönend, darüber schwebend hl. Geist als Taube, über Postament mit Gitterwerk, 



SUdtltchi-ü Miisitiiii OtolliMvAuKiHirttm 



sciiiir oberen Hälfte aus einer ebenso ucforniten kleineren OtUiuixu 
|it enier stellenden MarienfiKur besteht. Absclilul'.: Ein Len.hf.r r.btr 
)lutensockel (Zinnner XXXIX). 

Hoizmodell; (55 cm hoch) der Anlieiiseite, (48 cm liücli) der 
tadtseitc des Nciitores (hist.-top. Halle). 





sole); 61 cm hoch: 
Statuette eines Bert;- 
niainies mit einem 
Stück trz in der Lin- 
ken und einem Hanuner 
in der Rechten; auf 
einer mit Rocailie- 
^childchen besetzten 
Konsole mit Initialen: 
A. Th. Um 1760 
(Zimmer XXXIV). 
tll. Holz mit (alter) 
Ver>;oldung, die fi^u- 
ralen Teile polychn;- 
miert und vergoldet : 
zirka Olcm hoher. i;i 
schnitzter Kahmenaul 
bau um einen ovalen 
vorn verglasten Belial 
ter (zirka 10 x 14 cm) 
der das Reliefmedaillon in Elfenbein. Brustbild des Erzbischofs Sigismund 
Schrattenbacli, enthält. Der Aufbau ist einseitig gearbeitet, Sockel Aber vier 
ITilJen, in vier Gliedern ansspringend; ebenso wie bei den übrigen Teilen ist 
die Struktur in Rocaille- und Volutenornament aufgelöst. Der Hauptteil mit 
sehr bewegten flaniboyanten Ornamenten, auf dessen Vorsprüngen fünf Putten 



KMj. Vergoldetes 
geschnitztes Holz- 
wappen des Erz- 
bischofs Sigismund 
von Schrattenbach, 
darunter Inschrift^- 
kartnsche (f'runk- 
zimmer). 

107. Standkreuze, 
polychromiert und 
vergoldet ; zirka 
119n« hoch ; ein- 
seitig gearbeitet. 
VierpalifnU mit 

Zwickelspitzen, 
runder Knauf, das 
Kreuz zu ornamer- 
taler Bandrocaille 
umgestaltet, daran 
das Korpus, Maria 
und Johannes, drei 

Engel, die das Blut in Kelchen auffangen, und Tafel mit 
JNRl. Um 1760 (Zimmer XXXIX). 

108. Zwei zirka 1 m hohe Figuren, Johannes d. T. und 
Rochus. Um 1760 (Stiege). 

109. Zirka 27 cm hoch; Pustament, gebaucht, .m 
den vier Ecken mit CherubskApfchen und darul>er 
mit gesciiuppten Volutenbändern besetzt. Darauf .Ma- 
donna in faltigem Kleid, die Hände Qber der Brust 
gefaltet. Um 1760 (Zimmer XXIIl). 

110. Bemalt (mit Kon 



Flg. 306 Johannes Ev. von Frau X. Nlul 
(S.238) 



Fig. 307 Tropliäc mit Bildnis des Erzbischofs 
Sigismund von Schrattenbach (S. 238) 




l-ig. 309 Johaimt« 
.von Frwu X. Niati r 



238 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



Flg. 307. 



mit (icistliclicn liisii^iiiLii iiiul Rupcrtussalzfaß sitzen. Über dem ovalen Behälter in der Mitte das Wappen 
des trzbiscliofs und seitlich davon auf bewegtem profiliertem Gebälk eine allegorische Krauengestalt, die 
auf das Wappen deutet und zwei Putten mit Dommodell und Palmzweig. Als Abschluß Krone über 
Baldachin, vor dem die Taube in Glorie fliegt, dessen Vorhänge Putten zur Seite schieben; auf der 
Krone über Rocailleornament fliegende Fama. Um 1760 (Fig. 307; Rokokozimmer). 





Fig. 310 Krippenfigürchen (S. 239) 



112. Zunftkreuz; zirka 74 cm hoch, versilbert und vergoldet, nur das Korpus polychromiert. Der Fuß von 
ovaler Grundform, nach vorn und seitlich gewellt ausspringend, mit geschuppten Kartuschen und flachen 
Kugelschnüren geschnitzt. Gerillter Schaft, dreiteilige Abschlußplatte mit Kartuscheschild an der Vorder- 
seite. Das Kreuz in vier Dreipässe endend, an denen geschnitzte rote Rauten stehen, enthält Strahlen 
in den Zwickeln und steht in einem großen Rosenkranz. Zwei Abzweigungen von diesem tragen die Sta- 
tuetten der Maria und des Johannes. Um 1770 (Zimmer XXXIX). 




Mg. 308. 



Flg. 311 Flucht nach Ägypten, Krippenfigürchen von 1798 (S. 239) 

113. Zirka 30cm hoch; zwei Pendants; Händler und Händlerin in zerlumptem Gewand, sie tragen eine 
Butte am Rücken, einen Stab in der Rechten, einen Krug, einen Legl(?) usw. Über profilierten, an der 
\orderseitc geschweiften Postamenten. Drittes Viertel des XVlll. Jhs. (Hist.-top. Halle.) 
11 1. LiiuUnholz, polychromiert, 225 cm hoch. Hl. Johannes Ev.. in grünem Gewand und rotem Mantel, 
nut Steinen sitzend, Buch und Feder haltend; neben ihm der Adler, das Tintenfaß im Schnabel. Von Franz 
A. >isol i '-;1— 1804), Fassung von Franz S. Nissl. Bezeichnet: F. Nissl pinxit 1834. Spende der Salzburger 
Sparkasse 1912 (Flg. 308; hist.-top. Halle). 



I 



Städtisches Museum Carolino-Augusleum 



239 



115. F'endant zum vorigen, hl. Johannes der Täufer als Jüngling, mit Kreuzstab, Lamm und Spruchband. 

Ebenso bezeichnet (Fig. 309). Gleiche Provenienz und Aufstellung. Flg. 309. 

116. Glaskasten mit Krippenfigiiren, zum Teil aus Holz, polychromiert, zum Teil aus Wachs mit Stoff- 
gowaiulern. Ende des XVIII., Anfang des XIX. Jhs. (Fig. 310). — Weiter einige zugehörige Holzhauschen Fig. 310. 
und einige ganze Krippen mit kaschierter Felslandschaft und allem Zugehör. Besonders hervorzuheben: 

eine Flucht nach Ägypten. Holz, polychromiert, 11 cm hoch, Maria mit dem Kind auf dem Esel, den der 
voranschreiteiuie Josef führt, von 1798 (Fig. 311; Zimmer XXXVIl). Hg. 311. 

117. Holz mit Bein, 20 cm hoch, Bettler und Bettlerin, in der Art des Simon Troger (hist.-top. Halle). 




Fig. 312 Dromedar mit FUlirer, aus einer Krippe (S. 239) 

118. Krippe in einem Glaskasten (110 cm breit, zirka 63 cm hoch) mit kaschierter, zum Teil gemalter 
Felslandsciiaft und Ruinenarchitcktur in der Mitte. Anbetung der Hirten und der Könige mit zahlreichem 
Gefolge und vieler ländiidier Staffage. Manche Figuren aus verschiedenen Jahren vom Anfange des 
XIX. Jhs. datiert (Fig. 312; Zimmer XXXIX). 

119. Holz, bleifarben gemalt (ohne Kreuz zirka 50cm hoch); über naturalistisch gebildetem Steinsockel 
Piotä nach der groLk-n Gruppe Raffael Donners in Gurk, rechts zwei dazukomponierte Statuetten der 
Hl. Johannes und Magdalena. Bezeichnet: Johann Probst Fecit IS13. (Zimmer XXXVIl). 

B. Metall. 

1. Brunnen aus Bronze; die Brunnensäule mit vier unten kreuzweise angesetzten Röhrchen, die in Pipen 
in Gestalt von Drachenköpfen enden und mit Hähnen in Gestalt von stilisierten Delphinen abgeschlossen 
werden können. Auf jedem Röhrchen über rundem mit Wülsten sich erweiterndem Schaft und Abschluß- 
platte kleines Figürchen einer nackten Frau, die auf einem Felsblock oder Baumstumpf sitzt und einen dünnen 
Wasserstrahl aus einem Gefäß zur Seite gießt beziehungsweise aus der Wäsche windet; die Basisplatte trägt 
vorn ein hornartiges Röhrchen, das wieder einen dünnen Strahl nach oben spritzt. Die Brunnensäule 
iiithält oben eine kugelartige Verdickung, darüber auf einem Postament das Figürchen des Aktäon, der 



Flg. 312. 



MeUll. 



240 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



von seinen drei Hiniden angefallen wird; der Aktäon ist menschlich gebildet mit Hirschkopf, eine Lanze 
in der Flechten haltend. Aus dem Geweih und den Hundemäulern spritzen dünne Wasserstrahlen empor. 
Anfang des XVII. Jhs. Aus dem städtischen Brunnhaus stammend. Ein ähnliches Aktäonfigürchen im 
Münchner National-Museum. Vgl. auch den Colin-Lofflerschen Aktäonsbrunnen im Wiener Hofmuseum und 
die damit vielleicht zusammenhängenden Zeichnungen des Erzherzogs Ferdinand im Ambraser „Brqmi- 
werk" (ScHLOssKR, Ausgewählte Gegenstände der Kunstindustrie, Sammlung S. 157, Tafel XXIV). Ein vcr- 



I i« .113, 31 1. 




Flg. 313 Aktäonsbrunnen aus Bronze (S. 240) 

wandtes Stück befand sich in der ehemaligen Sammlung Hoffmann in Salzburg. Nachlaßauktion Doro- 
theum 1910, Fig. 331. (Vestibül; Fig. 313 u. 314.) 

2 Ziim, wohl ursprünglich vergoldet; zirka \T5 cm hoch; Guß über Holzstock. Über flacher Basisplatte 
M.mch stehend mit zurückgebogenem Oberkörper und gesenktem Kopf; in der Linken ein Buch haltend. 
l)U' andere Hand fehlt (Fig. 315). Vielleicht böhmisch (Art des Hier. Kohl), Anfang des XVIII. |hs. (hist.- 
l>»p. Halle.) /' b j V 



.*. Relief. Blech, getrieben; 20-5 x 27 cm; oben abgerundet mit glatten Zwickeln; Krönung Mariens. Über 
.mce.lt iitcti-m Boden mit Gräsern und Bäumen Wolkenglorie mit Cherubsköpfchen um die Gruppe. Gott- 
."1111 liiik.s iiiul (j<|tt-Vater rechts die zwischen beiden kniende Maria krönend; oben schwebt die Taube 
>!«•> Ml. OH>ti<. Links unten Täfelclieii mit Jahreszahl: 1656. Deutsche Arbeit (Schlafsaal). 



SUdtlsches Museum Carollnu-Augusteum 



241 



Kruzifixiis aus Zinn an schwarzem 
lolzkrcuz, 25 cm Ihmk. Sehr schlank, ge- 
rauhter Schurz. Zweite Hälfte des XVIII. 
Jhs. (Zimmer XXXIX). 
5. Blei, vergoldet; zirka 30 cm hoch; über 
einfachem Sockel mit betonten Kanten 
Reiterstatuette des Kaisers Franz in an- 
tikisierender F^üstung auf schreitendem 
Pferd mit dem Doppeladler an der Decke. 
Am Postament: Francisciis II. D.O. RO. 
fM.S. A. Ende des XVIII. Jhs. (Schlaf- 
->aal). 

t). Relief aus vergoldetem Kupferblech; 
17 X 27 cm; oben halbrund geschlossen, 
die zurücktretenden Zwickeln eine Tapete 
imitierend. Das Bildfeld wird durch ein 
Postament zweigeteilt, auf dem (vor 
Säulenarchitektur, Vorhang, Fenster mit 
Durchblick in Landschaft) Maria mit 
dem Kind, der hl. Josef und der kleine 
Johannes mit dem Lamm sitzen. Unten 
steht vor diesem Postament der hl. An- 
tonius Abbas mit Rosenkranz, Stock und 




Fig. 314 Detail vom 

Aktdonsbrunnen Fig. 313 

(S. 240) 



Schwein, den linken Fuß auf einen 
kainielierten Säulen&tumpf gestellt; links 
neben ihm sitzt eine hl. Märtyrerin in 
überaus reichem Gewand mit einem Kron- 
relief auf dem Haupt und einem Palm- 
zweig in der Rechten. Nach dem Bilde 
des Paolo Veronese von 1582 (vgl. 
Bartsch XVIII 96, p. 86) XIX. Jh.? 
(Schlafsaal). 

7. Bronze, runde Scheibe, 99 mm Durch- 
messer, darauf Relief des tanzenden Fauns 
nach der antiken Statue in Florenz. Von 
F. X. Matzenkopf. Anfang des XIX. Jhs. 
(Fig. 317) (Medaillensammlung). 

8. Büste aus Eisen, 24'5 cm hoch, über 
rechteckigem Postament mit Inschrift an 
der Vorderseite. Jugendlicher Milnnerkopf 
mit Schnurrbart, antikisierende Draperic. 
Porträt des J. E. Ritter von Koch-Stern- 
feld, 1816, im 36. Lebensjahre. Am Sockel 
bezeichnet unten: Hofls (Fig. 318; Saal 
XXIII), Geschenk eines Sohnes, des Herrn 
Landrichters v. Koch-Stcrnfeld. 



Flg. 317. 



Flg. 318. 





Fig. 316 Elfenbcinkruzifixus (S. 256) 



Fig.315 Mönclisfigur, Zinnguß (S.240) 

C. Stein. 
1. Stein, gelb, stark korrodiert; zirka 49 cm hoch; Oberkörper eines Löwen, der ein unkenntliches Tier 
(Drachenkopf) unter den Pranken halt. Auf dem Löwen kurze moderne Säule, die ein altes zum Teil ein- 



Stein. 



242 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



gema-rertes Kapital trägt, an dessen vorderen freien Hälfte zwei bärtige Sirenen skulpiert sind, die mit 
den Händen die gegabelten Schwänze halten. Anfang des XIII. Jhs. Aus dem Dekanatshof in Haliein 
(Kapelle). 

2. Fragment eines Löwen aus rotem Marmor, der auf dem Rücken eine Säule trug. XIII. Jh. (Hof). 

3. Zwei Steinlöwen, zirka 45 cm lang und 35 cm hoch (der eine etwas kleiner), liegend, mit zur Seite ge- 
dreiiten Köpfen, der rötliche Stein stark korrodiert. Auf dem Rücken tragen sie Säulchen von Wülsten 
eingefaßt ; auf dem obern abgefastes Würfelkapitäl. XIII. Jh. Aus dem Dekanatshof in Hallein stammend 
(Sakristei). 




Fig. 317 Bronzerelief, tanzender Faun von F. X. Matzenkopf 
(S. 241) 



r»K. 31<» 



4. Im Tympanon über der Türe zur Kapelle eingemauertes Relief mit nahezu frei gearbeiteten Figuren, braun- 
gelb gefirnißt. Maria mit dem Kinc'e thronend. Die hl. Jungfrau sitzt frontal, einen Kronreif auf dem 
offenen Haar, das Obergewand mit einem langen Zipfel in ihrem Schoß über das gefältelte Unterkleid 
herabhängend, das die Füße freiläßt. Die rechte, zum Segnen erhobene Hand ist abcebrochen; mit der 
linken umfaßt Maria das Kind, das in langem, antikisierendem Gewand auf ihrem linken Knie sitzt und 
die rechte Hand segnend erhoben hat. Den Sitz der Jungfrau bildet ein Thron, dessen Füße wie bei 
einem Faltstuhl gebildet sind. Jederscits von Maria ein Engel in langem Gewand und mit langem Haar; 
die großen Fittiche der Rundimg des Tympanons angeschmiegt. Die Engel in Schreitstellung, nach außen 
blickend, mit einem Schriftband in beiden Händen; darauf die Worte: Ave Maria gratia ple und bcata 
es dei genitrix. — Das Relief befand sich zuletzt am Theophrastushaus am Platzl. früher vielleicht am 
Westportal der Franziskanerkirchc oder am alten Dom. Mitte des XIII. Jahrhunderts, unter starkem 
italienischen Einfluß (Fig. 319) (Sakristei). 

5. Zwei Basen und zwei Kapitale aus gelbem Stein; die Basen mit Wülsten und Eckknollcn, darüber 
profilierte Platte, die Kapitale mit Eckknollen und einem Kranz von Scheibchen beziehungsweise einem 
Wdlcnband. Erste Hälfte des XIII. Jhs. (Kapelle). 

'-. Zwei weitere Basen einfacher, mit Eckknollen, die zugehörigen Kapitale kelchförmig mit Blättern und 
vier Weintrauben in den Ecken beziehungsweise mit bartlosen kleinen Köpfen skuipiert. Erste Hälfte 
'Ivs XIII. Jhs. (Kapelle). 

7. liin Weiteres Kapital mit großen Eckblättern und Perlschnurornament. XIII. Jh. (Kapelle). 



Siadtlsilics Museum Carcilinu-Au){u*lcura 



243 




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31* 



244 



Städtisches Museum Carolino-Augiistcum 



Fig. 320. 



Pig. 321 



8. (In die Wand cingclasseiit) Grabplatte aus rotem Marmor, Fragment, mit Inschrift: Anno di MCCCLXXV 
iar (Sakristei). 

9. (in die Wand eingelassene) Grabplatte aus rotem Marmor, Fragment, mit Inschrift: Hie leit 

(ä)er gestorben ist CCCXXXIHJ (Sakristei). 

10. Schlußsteine, mit skulpierten Rosetten, Masken, einer mit dem 
ninibierten Antlitz Christi. XIV. jh. Aus der Umfassungsmauer der 
Dum berger Kirche (Hof). 

11. (in die Wand eingelassene) Grabplatte aus rotem Marmor, Frag- 
ment; Wappenrelief in seichtvertieftem Feld in Rahmung mit ein- 
springenden Nasen, darüber Inschrift in drei Zeilen: Hie ligt be- 
graben Peysser gestorben an unnser frawen tag con- 

ceptionis anno CLXXIl (Sakristei). 

12. Rote marmorne Grabplatte (Fragment) mit Wappen in flachem 

Relief mit großem Flug und 
reichem Zaddelwerk. Umschrift: 
Hie leit begraben der edel und 
vest Georg von Will (Hof). 

, 13. Fragment zweier männlicher 
Gewandstatuen. Ende des XIV. 
Jhs. (Hof). 

14. Figur in halber Lebensgröße 
aus gelbem Sandstein; jugend- 
liche Frauengestalt iriit Kronreif 
auf den gelösten, bauschig über 
den Rücken fallenden Haaren, in 
starker Hüftenbiegung stehend, 
in der rechten Hand den faltigen 
Mantelzipfel haltend. Anfang des 
XV. Jhs. (Fig. 320; Kapelle). 

15. Stein, mit Resten von Poly- 
chromie, zum Teil noch vergoldetes 
Kartuscheornament mit Rosetten- 
gitter kenntlich (Anfang des'XVlII. 
Jhs.); zirka 175 cm hoch. Schmal- 
schultrige Figur der hl. Katharina; 
auf dem in Locken auf die Schul- 
tern fallenden Haar ein Kronreif 
mit alternierend großen .Blatt- 
rosetten und kleinen Blättern. In 
der Linken hält sie das gebrochene 
Rad, in der Rechten den (abge- 
brochenen) Schwertgriff. Sie steht 
auf dem Rücken eines bärtigen 
Mannes, der mit dein Zeigefinger 
zu ihr hinaufweist. Das Gewand 
und der Mantel sind anliegend in 
flachen Falten, nur über dem Leib 
und unter den Knien herausge- 
arbeitet. Anfang des XV. Jhs. 
Aus der Margaretenkapelle stam- 
inend (Sakristei). 

16. Kopffragment aus rötlichem Marmor, mit InfuI auf dem lockigen Haar. Anfang des XV. )hs. 1852 
von Herrn Zangler geschenkt; stammt angeblich aus der Nonnbergkirche (Jahresbericht 1852). (Hof.) 

17. Sandsteinfigur, Fragment, fast lebensgroßer nackter Christus als Schmerzensmann mit Dornenkrone 
und Schurz. Derbe Arbeit des XV. Jhs. (Kapelle). 

18. Stein, üclb; zirka 110cm hoch; stehende Figur eines hl. Bischofs mit schmalen Schultern und Bor- 
düre mit aufgelegten Rosetten an dem Mantel. Er hält mit beiden Händen ein (leeres) Spruchband (?) 

ly. Pendant ^azu; hl. Bischof mit Buch. Mitte des XV. Jhs. Identisch mit zwei 1851 aus dem Studien- 
s'cnaudc übernommenen Figuren (Jahresbericht 1851). (Kapelle.) 





PIg. 320 Stehfigur einer jugend- 
iichen Heiligen (S. 244) 



l'ig. '621 btclitigur eints lil. Bischofs 
(S. 244) 



städtisches Museum Carollno-Augiisteum 



245 




Fig. 322 Fragmentiertes Kapital (S. 245) 



F-raRnicnt ciiK-r Siliilc mit Kapital 

US rotem Marmor, riiiulc l'orm mit 

Ialbfit,'iir eines bilrtijjeii Mannes, mit 

iner Mütze auf dem Haupt und de- 
korativ gesdiwungeiien Spruclibilndern 
in den Hunden. Zweite Hillfte des 
XV. Jhs. (Hof). 

Jl. Kapital aus weißem Marmor (I'raß- 
iiient), quadratiscii, in den Eci<en mann- 
liclie Halbfigureii, dei<orativ gewundene 
Spruchbander in Händen haltend. Ende 
des XV. Jhs., in der Art des Wolfgang 
Wiesinger (Fig. 322). Vgl. die Kapitale 
in der Vorhalle der Nonnberger Stifts- 
kirche (Kunsttop. VII, Fig. 26) (Hof). 

22. Statuette aus .Alabaster mit Ver- 
goldung über Holzsockel, polychromiert 
und vergoldet; zirka 36"5 cm hoch. Der 
Sockel enthalt zwischen sechsseitigen Ab- 
sclilußplatten vier Scliildchen vorn mit 
den Wappen des Landes Salzburg und 
des Erzbischofs Leonhard v. Keutschach 
imd hinten denen seiner Eltern; die vorderen zwei werden von zwei gebückten Putten gehalten. Darauf 
Statuette des hl. Leonhard, ein Buch in der Linken haltend, über das die schwere Kette herabhängt. Diese, 
das Buch und die Locken des Heiligen vergoldet. Fein gearbeitetes, geschmackvolles Stück vom Anfange des 

XVI. Jhs. (Fig. 323). Aus der Festungskirche stammend (Zimmer XXIII). 

23. Rote Marmorplatte; erzbischöfliches Wappen in Relief; darunter 
Inschrift: Ertzbischof Leonhart (Keutschach) zu Saltzburg hat das paw 
lassen machen anno dni Jöll (Kapelle). 

24. Steinrelief, braun gestrichen; 57 x 59cm; über glatter im Mittel- 
teil seicht vortretender Staffel Halbfigur Christi, in der Linken die 
Weltkugel mit Kreuz, die Rechte mit segnendem Gestus erhoben, 
zwischen zwei knienden Gewandengeln, die einen Teppich hinter 
Christus halten. Die Figuren in hohem Relief in einer von dreipaB- 
förmigem Bogen mit Krabbenbesatz abgeschlossenen Vertiefung. Ober- 
deutsch, Ende des XV. Jhs., vielleicht nach einem Stich? (Kapelle). 

25. Fragmente aus roh behauenem rotem Marmor von Valkenauers 
unvollendeten Figuren für das Kaisergrab in Speier 1514 (Fig. 324—326). 
Vor achtseitigen Pfeilern unter konsolartigen Vorsprüngen mit Kiel- 
bogenornament (einmal mit Cherubsköpfchen) vier Figuren von Kaisern, 
drei weitere fragmentierte und zwei Figuren von Kaiserinnen, alle 
zirka 148 a« hoch, die Kaiser mit Krone, Reichsapfel und Zepter. 
die Frauen mit glattem Mieder, faltigem Rock und weitem Mantel, 
die Krone bei der einen hoch über dem in ein Netz gefaßten Haar, 
bei der anderen nur ein Reif über den an den Schläfen aufge- 
steckten Zöpfen (Kapelle). Zugehörig eine kreisrunde Bekrönung aus 
dem gleichen Marmor (Fig. 327). Zwischen gedrehtem Wulst, Kehle 
imd Rundstab ist die Brüstung mit stark vortretenden Reliefs in 
der Art von gefaßten Schmucksteinen besetzt; runde Rosetten mit 
Eckblättern alternieren mit breitovalen facetierten Steinen. Ferner 
weitere Fragmente von Pfeilern und drei palmettenförmige Akrotcrien 
(Hof). 

Am 5. Februar 1514 schloß Kaiser Maximilian mit dem Salzburger 
Bildhauer Hans Valkenauer zu Rattenberg am hin einen Vertrag über 
ein Denkmal, das er im Königschor des Domes zu Speyer zu Ehren 
der dort bestatteten deutschen Herrscher setzen wollte (Jahrbuch der 
kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses I, S. LV). 
Die Reste dieses unvollendet gebliebenen Denkmals in den Figuren des 
Salzburger Museums — dazu kamen noch weitere Fragmente aus dem 
Aiglhof. dem Schwarzenbergschen Schloß in Aigcn und SchloBFürberg — 
erkannt zu haben, ist das Verdienst Dr. Franz Martins. Vgl. dazu Herjh. 




ng. 322. 



Fig. 323. 



Fig. 32-I-32& 



Fig. 327. 



Fig. 323 Hl. Leonhard. 
Alabastcrfigürclien (S. 245) 



246 



Städlisclics Museum Carolino-Augusteum 



Grauert, Ein vergessenes Kaiserdenkmal, in der Internationalen Wochensciirift für Wissenschaft, Kunst und 
Technik, 1911, Heft 2, S. 34, und die weiter ausholende Abhandlung von Ph. M. Halm, Hans Valkenauer 




Fig. 324 Hans Valkennuer, Kaiserstatuc 
vom Spcicrcf Denkmal (S. 245) 




i'ig, 325 Hans Valkenauer, Kaiserstatue 
vom Speierer Denkmal (S. 245) 



jind die Salzburticr Marmorplastik, in Kunst und Kunsthandwerk XIV, S. 145. Daselbst auch (Abb. 44) ein 
KckutiitrukUuiisvcrsuch des ganzen Kaiserdenkmals. 



SUdtlKhei MuMum Carollno-Augusteutn 



247 




(In die Waiul cingelassciu) Grabplatte aus rotem Marmor, Fragment. Umschrift: Hie ligt btgraben 
Ruprecht Petisten^er (?) der gestorben ist . . . d. MVCXV iar den got genad — um ein (fragmentiertes) 

Wappen mit kantigem Ornament als FOlliin}» (Sakristei). 

27. Relief in Kelilheimerstein, quadratische Platte, 
51 cm, darin. Rundfeld mit Relief, Porträt des Erz- 
bischofs Matthaeiis Lang, mit stilisiertem Blatt- und 
Blumenornament als Zwickelfüllung (Schlafsaal). 

28. Tafel aus rosa Marmor; darin in rundbogig ge- 
schlossenem Feld mit der aufgelösten Lilie des Wappens 
in den Zwickeln. Wappen des Erzbischofs Matthäus 
Lang und Jahreszahl 1533 (Vestibül). 

29. Würfelkapitäl ; Fragment eines Tabernakelpfciler- 
bildstockes aus dunklem Stein, mit jederseits einem 
Kruzifixus in Relief mit Datum: /•>•// beziehungsweise 
einem Sciiildchen mit Wappen (Hof). 

30. Relief aus rotem Marmor; 80x46fm (mit mo- 
derner Basis- und AbschluBplatte); Rahmung aus zwei 
stark geschwellten Säulen über kannelierten Posta- 
menten. Dazwischen in rundbogigem Feld mit .Wuschel- 
abscliluß und Blättern in den Zwickeln Halbfigur der 
Lukretia, die sich das Schwert in die Brust stößt. 
Spruchband: Lucretia l')44 (Schlafsaal). 

31. Rote Marmorplatte mit Wappenrelief (Frosch) mit 
reichem Zaddelwerk; oben Datum: l'>4S Jar (Epitaph 
eines Mitgliedes der Familie Früschelmoser). (Kapelle.) 

32. Relief; rote Marmorplatte mit Wappen in rund- 
bogigem Feld; darunter in segmentbogigem Feld zwischen 
Säulchen Gewandengel, zwei Wappen haltend. Oben 
Datum: lötS iar (Kapelle). 

33. Wappenkartuschen aus Sandstein mit den Wappen 
der Stadt Salzburg, der Erzbischöfe Markus Sittikus, 
Firmian, Paris Lodron. Fragmente von (Grab-)Steinen 
mit dem Wappen eines der Fröschelmoser (1851 ver- 
mittelt von Herrn Mfliibauer aus Mauterndorf, Jahres- 
bericht 1851). Mitte des XVI. jhs. (Hof). 

34. Rote Marmorplatte; erzbischöfliches (Kuenburg) 
Wappen in Relief, darunter Inschrift in Rollwerk- 
raliinung: Michael . . . Ertzbischoj zu Saltzburg 1659 
(Kapelle). 

35. Rote Marmorplatte; Wappenschild in Relief zwischen 
zwei scliildtragenden Putten unter Segmenthogen auf 
perspektivisch gestellten Pfeilern mit Rollwerkornament 
und lagernden Putten in den Zwickeln. Als Bekrönung 
Rollwerkornament zwischen FruclitbOscheln ; in der 
Mitte liegender Putto mit Totenkopf und Stundenglas; 
auf dem Fruchtbüschel rechts Halbfigur eines Tödleins. 
das mit einem Bogen gegen die Mitte zielt (links lädiert). 
Um 1560 (Kapelle). 

36. Relief aus Kehlheimerstein mit Spuren von Be- 
nialuiig; 40x42 cm; Geilielung Christi, der in der Mitte 
an die Schmerzenssäule gebunden ist, von mehreren 
Schergen gegeißelt wird. Nach oben angedeuteter Bogcn- 
abschluB mit Cherubsköpfchen in den Zwickeln. Zweite 
Hälfte des XVI. Jhs. (Kapelle). 

37. Tafel aus rotem Marmor; über Inschriftfeld in Roll- 
werkrahmung Doppelwappen Salzburg- Khuen Belasy 
unter hohem Rundbogen Ober Säulen. 1562 (Hof). 

,i8. Platte aus Untersberger Marmor; über niedriger Staffel mit leerer Inschrifttafel in Rollwerkrahmung 
zwei durch ein schräges Sims getrennte Felder. Das obere enthält ein leeres Feld in breiter Rollwerk- 



Fig. 326 Hans Valkcnaucr, Kaiserin 
vom Spcicrcr Denkmal (S. 245) 



248 



stadtisches Museum Carolino-Augusteum 



Fig. 328. 



Flg. 329. 



Flg. 330. 



^^- 




ralimung mit Fmclitbüscheln, einer palmetten- 
bc'krönten Maske mit Draperie oben, zwei Löwen- 
fratzen seitlich und einem Totenkopf mit gekreuzten 
Gebeinen unten. Das untere Feld wird von zwei 
Säulen eingefaßt, über deren korinthischen Kapi- 
talen Putten stehen und eine Draperie halten; vor 
dieser Wappen des Erzbischofs Joh. Jak. Khuen- 
Belasy. Um 1565 (Fig. 328; Hof). ■«. i 

39. Tafel aus rosa Marmor; über Inschriftfeld 
Wappen Khuen-Belasy unter Segmentbogen auf 
ornamentierten Basen. 1568 (Hof), 

40. Rote Marmorplatte; in vertieftem Feld unter 
Bogen über ornamentierten Pfeilern erzbischöfliches 
Wappenrelief, darunter eine von einem Putto ge- 
haltene Inschriftskartusche: Joan. Jaco. Archieps 
Salz. Apo. se. Lega MDLXVUII (Khuen-Belasi). 
(Kapelle.) 

41. Aus Kehlheimerstein mit Resten von Poly- 
chromie; oben abgerundete Reliefplatte mit fast 
frei herausgearbeiteten zirka 100 an hohen Figuren 
der Hl. Rupert und Virgil (Fig. 329), in reichem 
bischöflichem Ornat; das Pedum des ersteren mit 
tabernakelförmigem Nodus, in den Figurennischen 
Statuetten von Heiligen, als Kurvafüllung Relief, 
Maria mit dem Kinde, sitzend, herum Flammen- 



Fig. 327 Brüstung vom Speierer Kaiserdenltmal 
im Hof des Museums (S. 243) 



glorie. Der Stab des hl. Virgil zum Teil abgebrochen, als 
Kurvafüllung leicht beschädigtes Relief: Thronender Papst 
zwischen anderen stehenden Männern (hl. Petrus und ein 
Mönch?). Um 1570 (Sakristei). 

42. Reliefplatte aus Solenhofer Stein, das untere Drittel 
staffelartig abgetrennt. Im oberen Feld das Mahl im Hause 
des Simon in einem architektonisch reich ausgestatteten 
Innenraum; die Teilnehmer am Mahle sowie der mit Speisen 
bedeckte Tisch sehr detailreich und sorgfältig behandelt. 
Oben Inschrifttafel mit der Schriftstelle in reicher Rollwerk- 
kartusche. In der Staffel vor Draperie Doppelwappen zwischen 
dem knienden Stifter und seinen Gattinnen; neben einer 
dieser, die durch ein Kreuz als verstorben bezeichnet ist, ihr 
Wappenschild. Um 1600. Der Art des Christ. Murmann in 
Augsburg nahestehend; siehe Monatshefte für Kunstwissen- 
schaft 1914, S. 219, Taf. 47. Aus dem ehemal. Schöndorfer 
Oasthause in Hallein stammend; 1913 vom Museum erworben 
(Fig. 330) (Zimmer XXXIX). 

43. Weißer Sandstein-Wandbrunnen mit Löwenmaske in 
der rundbngiu vertieften Rückwand und einfassenden Halb- 
sSulen. Ende des XVI. Jhs. (Vestibül). 

41. Rcliofplatte aus rosa Marmor mit dem Wappen des 
trzhischf.fs Wolf Dietrich und der Jahreszahl 1590 (Hof). 
45. Rosa Marmorplattc, mit segincntbogig geschlossenem 
RiluffcUI, darin unten drei Wappen, oben über Wolken 
hl. Dreifaltigkeit, Gott-Vater und -Sohn in Halbfigur. Unten 
ürabschrilt auf Georg Thrauner 1598 (HoO. 




Fig. 328 Marmorplalte mit Inschriftl«artusctic 
und Wappen Kliuen-Belasy (S. 248) 



Städtische« Museum Carolino-Augusteum 



249 



46. Relief aus Stein, gelblich ; 55 x 50 cm ; Christus mit der Saivatorfahne, aus dem Sarkophag auf- 
erstehend, Ulli den vier Wächter liegen; links und rechts über spiralförmig gebildeten Wolken die Ober- 
körper nnisiziereiider Engel. Gering, um 16ÜÜ (Kapelle). 

47. Rote Grabplatte, oben flaches Relief; Kruzifixus mit drei knienden Männern und zwei Frauen, fünf 
Scliildciien mit Hauszeichen. Unten Inschrifttafel in Volutenrollwerk, der Anna Renerin durch ihren 
dritten Hauswirt 1605 aufgerichtet (Hof). 





I"ig. 329 Statuette des hl. Virgil 
aus Kelilheimersteiii (S. 248 1 



l'ig. 330 Rclicl au» StlcuUufer Stein, 
Mahl im Hause des Simon (S. 248) 



LS. Roter Marmor; Halbfigur; F^elief eines hurtigen Mannes, einen Stab in der Rechten, ein Schild mit 
Steinmetzzeichen in Kartuscheraiinuing in der Linken, in vertieftem, mit Perlstab gerahmten, rundbogig 
iiescliiossenen Feld mit Cherubsköpfchen in den oberen Zwickeln. Unten Inschrift auf den Maurer- 
meister Sebastian Deufenpacher, gestorben 1602 und seine Gemahlin Elisabeth geb. Freihamer 1607 

(Kapeile). 

49. Steiiovalcs Feld mit überlebensgroßer, fast frei gearbeiteter Figur des hl. Sebastian zwischen zwei 

Putten aus weißrosa Marmor; ursprünglich an dem 1614 erbauten, 1892 demolierten Linzertor eingemauert. 

XVI 32 



250 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



Flg. 331. 



Alis dem St. Sebastiansfriedhof Feld Nr. 10 stammend; eine Arbeit des seit 1614 in Salzburg lebenden 
Konstanzer Bildhauers Hans Konrad Asper, wie schon Pirckmayer, S. 74, vermutet hatte; die Über- 
cinstimmunfj mit den zwei gesicherten Grabmälern (siehe die folgende Nummer und Kunsttopographic 
IX, Fig. 183) scheint ziemlich überzeugend; siehe auch R. Guby, Über die Tätigkeit des Bildhauers Hans 
Konrad Asper in Salzburg, 1615—1625. in Landeskunde LVl, S.A. S. 34 ff. (Hof; Fig. 331). 
50. Weißer Marmor; über einem Lager mit Voluteniehne und Polster auf dem Rücken ausgestrecktes 
Skelett mit ein wenig aufgezogenen Knien mit einem faltigen Mantel, der über dem Brustkorb zusammen- 




Fig. 331 Hl. Sebastian vom ehemaligen Linzertor. 
Vielleicht von Hans Konrad Asper (S. 250) 



PiR. 332. 



gehalten wird und die Füße bedeckt. An der Volutenlehne bezeichnet: HC Asper {F\g. 332). Vermutlich von der 
Gruft Nr. 21 am St. Sebastiansfriedhof stammend. Auf dieses Grabmonument bezieht sich vielleicht ein Akten- 
stück un Landesregierungsarchiv, das Pirckmayer in seiner Studie über Asper (Mitteilungen der Zentral- 
kommission XX und Notizen zur Bau- tmd Kunstgeschichte Salzburgs 1903, 70) veröffentlicht (Hof). 



/6:'-5. 26. Mai. 



Uli Sophia Hanstn Conradtn Aspers, der Zelt Constanzischm Underbawmeislers, vor disem atliie :iie Salzhiirg geweslen 
DUdhauers tl-.didu Hausfrau und mbcn ilir mit Georg Puechenperger, tif. salzb. Miiinmaister und Bercliwerksobmann, 
Johann Walt^urgtr, Bildhauer und David Harderer, Bürger und Goldschmld alle drey alhie zu Salzburg bekennen hiemit 
•lltntlich und thut kund iedermenigluh, demnach zwischen den wolgeborenen Herrn Prolo Tschernin von Chudinütz, /»/. 



stadiisches Museum Carolino-Augutteum 



251 



salib. Camerherrn wegen eines sein Herrn Tschernin Schwehern Weiland Valentin Helbmüg ( »» HettmOck) gewesUn Rats- 

bürgern alliie vermag Testaments uf dem KürchhoH zue sl. Sebastian alliie aulgericlxten Epitapliii sich darumben Stritt und 
Irrungen eraignen wollen, das man ex parle Herrn Tscirernins darjiir gehalten, solches Epitaphium dem Abriss und auf- 
gericliten Spaltzöttlen nil gemeß gemacht sein und derentwegen mit Sophie Asperin nach Verraisen obbenands meines 
nitewiirths nit allein 300 Reichsthaler werden, sondern auch die Such :u merer Weittteufigkeit und jür das hochtöbl. salzb. 
Hojgericht gezogen werden wellen, wie den selbiger Orllen wir streittende Partheyen zue underschidlichen Malen mit unseren 
Praetensionibus gerichtlich einkomen und genedig angehört worden, das aus den LUiganten zue sondern Gnaden ein hj. 
Holgericht sich genedig interponiert, aus dero Mittel ansehnliche Commissarios zue Hindanlegung solcher Stritligkeiten ver- 
ordnet, mit dero Zuethuen solche Irrungen zwischen uns obbenannten und dem wolgedachten Herrn Proli Tschernin (welcher 
inmittelst obligenter Gescheuten halber verrätst) zue diser Sach Bevollmechtigle hinderlassene Anwäll und Gewaltlräger 
Johann Schwabengruber und Sebastian Stainberger, beden Rathsbürgern und Handelsleuten alhie, ulf allerseits besehenes 
Compromittieren, sowolil in die hiezu ex ofjo verschallte Werckversliindige als zuvorderst der verordneten hohen Commissarlen 
ujl ain stet, ewig und unwiderrufliches Ende vereinbart und verglichen worden wie volgt: Nemblichen dass die Tschernin- 




Fig. 332 Skelett von einem Grabmal des Sebastianfriedhofs. 
Von Hans Konrad Asper (S. 250) 



sehen Gewalthaber mit der Asperin die noch restierende 300 Reichsthaler ohne ainigen Abzug zu erstatten, herentgegen aber 
ich Asperin neben obbenannten meinen Anweisern und Burgen schuldig sein sollen vor allem ein hf. Hojgericht so weit 
zuversichern, dass hinjürter und in ewiger Zeit ich die Asperin, mein Man noch jemand anderer von unsertwegen vor oder 
wider hochbesagtes Hojgericht keine einige Spruch noch Forderungen suchen noch haben, nachgehents auch Herr Tschernin 
alle seine Erben und Nachkommen, wie nit weniger dessen Anwalte und Gewallhaber des völligen Empjangs, so Johann 
Conrad Asper obvermeldt wegen des Epitaphii zu praelendiren gehabt ander deme die anjetzo erkhendte 300 Reichtaler gleich- 
wol begrijjen, gebürendermassen quittirt werden solle 



Geschehen zu Salzburg den 2G. May Anno 1625. 



Catenichl der Recess und Vertrag 160711630 f. 232/233. 
( Landesregierungsarchiv.) 



51. Steiiirclicf mit Rüsten von Polycliromic; über liischrifttafcl von 1648 Wappenrelief des Erzbischofs 
F^iris Lodron (Vestibül). 

52. Weißer Marmor; Büste des Santino Solari mit Knebel- und Seluuirbart imd einfachem Umlegekragen. 
Mitte des XVll. Jhs. Angeblich aus der Gruft Solaris in St. PctcT stammend (Schlafsaal). 

53. Relief aus rotem Stein; 41 X 44cm; rohe Arbeit; Kruzifixus ohne Kreuzbalken zwischen zwei gleich- 
t,'ebildeten Figuren (Maria und Johannes) ohne Beine. Oben eingraviert: W und Af. Unten 16 und — 
Undatierbar (Kapelle). 

.54. Grabtafel aus Untersberger Marmor, im oberen verteilten Feld unter Draperie Figur des hl. Georg in 
Rüstung mit Fahne, über den Drachen triumphierend; seitlich von ihm zwei Schilde mit Hauszeichen. 
Unten Inschrift auf Georg Heffter 1658 (Vestibül). 

55. Tafel aus Untersberger Marmor mit aufgesetztem Wappen in Rollwerkrahmung mit Fruchtschnören. 
Inschrift auf Umbau eines Hauses durch Johannes Franziskus v. Preysing, Bischof von Chiemsee 1678 

(Vestibül). 

32* 



252 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



Fig. 333. 



56. Rotmarmorncr Waiulbrunnen (Fragment) mit Löweiimaske in der rundbogig vertieften Rückwand, 
mit Insclirift im Gebälk: 10 Baiill Spingrueber 79. Darüber (jetzt) aufgesetzte? (nicht zugehöriges) Segment- 
feld mit Jalireszaiil 1667 um ein Schikldien (Vestibül). 

57. Marmorrelief; 60 x 52'5 cm, oval; Porträtmedaillon Kaiser Leopoldsl. in der Art des Grupello (vgl. 
die Büsten, Wien, Hofmuscum, Goldsaal) (Schlafsaal). 

58. WeiLk- Marmorbrüstung, vierpaßfürmig, mit ausspringenden Ecken; über Sockel glatter Mittelteil und 
abgerundeter Abschluß. An dem einen Paß Wappen des Hochstiftes Salzburg, an einem anderen Wappen 
des Grafen Joh. Ernst Thun und Datum 1694. Ehemaliger Brunnen im Chiemseerhof (Hof). 

59. Grabtafel aus Untersberger Marmor; über Inschrift Relief in vertieftem 
Feld; vor einer Draperie Putto mit Totenkopf, eine Wappenkartusche hal- 
tend : Jakob Heffter 1705 und seine Hausfrau Anna Hefjter geb. Stockhamer 
1711 (Vestibül). 

60. Rechteckiges Wasserbecken aus weißem Stein mit dem Wappen des 
Erzbischofs Graf Franz Anton Harrach und der Jahreszahl 1714 an 
der Vorderseite (?) (Museumshof). 

61. Sandsteinfigur; 91 cm hoch; männlicher Zwerg mit Zweispitz, den 
Degen ziehend. Erste Hälfte des XVlIl. Jhs. (Vestibül). 

62. Wandbrunnen aus weißem Marmor; halbrund vortretende, pro- 
filierte Schale. Die Rückwand vertieft mit Löwenmaske, darüber 
Schildchen mit einem Affen, der ein Buch hält: Johann Elschauer 1781 
(Hof). 

63. Stein; 24 cm hoch; an einem Postament zwischen profilierten Deck- 
platten und mit Inschrift: Sub hoc signo vixi sitzt eine Frau in bibli- 
scher Tracht mit Kopftuch. Sehr rohe Arbeit. Ende des XVIII. Jhs. 
(Zimmer XXXIX). 

64. Büste aus Alabaster auf einfachem Sockel mit gedrehten Kerben; 
37 cm hoch; Porträt des Erzbischofs Hieronymus Colloredo mit Käppchen. 
Gute Arbeit, Ende des XVlII.Jhs. (Fig. 333). Geschenk des Grafen Anton 
Eusebius v. Königsegg-Aulendorf 1846 (Schlafzimmer). 

65. Marmorbüste (lebensgroße) Kaiser Franz' I., in antikisierender Dra- 
perie, über einem Postament, das von einem Blattkranz umlaufen 
wird und in den angeschrägten Kanten Eckblättcr je mit drei Wappen- 
schildchen enthält. Vorn Aufschrift: Franciscus 1 Imperator Austriae. Von 
Emanuel Max R. v. Wachstein in Prag. Geschenk der Kaiserin Karolina 
Augusta (Industriehalle). 

66. Alabaster; zirka 30 cm hoch; über Sockel mit Blattschnüren 
trauernde verschleierte Frau, die mit einem Kranz in der Linken 
an dem Stumpf einer kannelierten Säule lehnt; auf dieser steht eine 
Urne mit Tuch und hängt unten ein ovales Schild mit schwarzer 
Inschrift: Der Cathariiia Penkher gewidmet 1S12. Unter Glassturz 
(hist.-top. Halle). 

67. Alabaster (und grauer Stein); zirka 30cm hoch; über grauer Basis 
Breitpfeiler auf Postament mit nach oben verjüngtem geschweiftem 
Aufsatz, der als Bekrönung eine schwarze Urne mit einem Tuch trägt. 
Auf der Basis vor dem Pfeiler über naturalistischem Stein Figur 

eines nackten bärtigen Mannes. Am Pfeiler, unter aufgehängter Draperie, Inschrift: -Der Secretairs Frau 
Katharina Penkher gewidmet 1819. Unter Glassturz (hist.-top. Halle). 




Fig. 333 AlabasterbUste 

des Erzbiscliofs Hieronymus Colloredo 

(S. 252) 



Stuck. Ton, 
Qips. 

Flg 331. 
Flg. 335. 



D. Stuck, Ton, Gips. 

1. Polychromiertes Stuckrelief, überlebensgroßes Kniestück des Don Juan d'Austria. Vom Plafond im 
11. Stock des Neugebäudes stammend. Siehe Kunsttopographie XIII, S, 63, Taf. X (Fig. 334). Arbeit des 
Elia Castcllo um 1600 (Waffenhalle). 

2. Tonmodcll, 47 cm hoch, Statuette eines stehenden bärtigen Heiligen (Filippus Benicius) in priesterlichem 

Gewände, den Kruzifixus in der linken Hand haltend; neben ihm die Tiara (Fig. 335). Skizze von Bernhard 

iVlänndl zu seiner Statue auf der Prager Brücke (abgebildet: Herain, Karlsbrücke, T. 14); 1711 vom Fürsten 

.'V. A"t.- "^^ ^"" Liechtenstein bestellt (F. Wilheliw in Jahrb. Z.-K. 1914, Beiblatt, Sp. 40), 1714 auf- 
t;e8teUt (hist.-top. Halle). . . k /. 



städtisches Museum Carollno-Augustcum 



253 



3. Relief aus glasiertem Ton, weiU; lux 16 cm; zwei Pendants; büßender hl. Petrus mit Buch und Hahn 
liczicliungswcisc biilknde hl. Magdalena mit Totenkopf, Kruzifix und Salbcngefäß; beide in Höhle. Entcs 

Viertel des XVIII. Jlis. (Schlafsaal). 

4. Ton, polychromiert; zirka 13 cm hoch; über unregelmäßig ausgeschnittener als Rasenfleck charakteri- 
iiTtcr FuBplatte Gruppe eines Löwen, der einen Jagdhund zerfleischt, wahrend zwei andere ihn anfallen. 
\iif der Unterseite eingeritzt: Gulielmo. XVIII. Jh'.V (Saal XXIII). 

Gips, lebensgroße Gruppe von zwei zusammengewachsenen Zwillingen, Hände und Füße verstümmelt. 
1757 von Joh. B. Hagenauer modelliert (hist.-top. Halle). 





Fig. 334 Don Juan d'Austria, Tonrclief von Elia Castello, 
aus dem Neugcbäudc stammend (S. 252) 



Fig. 335 Tonskizze zu einem hl. Filippus 
von Bernhard IVUnndl (S. 252) 



6. Gebrannter Ton (ohne Kreuz); 23cm hoch; Beweinung Christi. Maria hält den Leichnam Christi im 
Schoß, Magdalena kniet zu Füßen und hält eine Hand des Herrn; hinter ihr Johannes. Wolken mit 
Cherubsköpfchen und das überragende naturalistische Kreuz. Sehr zurückgebliebene Arbeit um 1780 
(Saal XXIII). 

7. Gips, neu bronziert, 71 cm hoch. Büste des Abtes von St. Peter, Dominikus Hagenauer. An der Rück- 
seite bezeichnet: lo. Hagenauer jecit 1787. 1915 erworben (Raum XXVI) (Fig. 336). 

8. Gipsmodell (46 cm hoch) eines Pferdes. Bezeichnet: lo. Hagenauer inv. et fec. 17S7 (hist.-top. Halle). 

9. Bemalte Gipsreliefs, in Rahmen verglast; 38 X 30 cm; Verkündigung. Der Engel erscheint Josef 
(Matth. 1, 20)Luc. 2, 7, Luc. 7, 21 und die Anbetung der hl. drei Könige, Dornenkrönung und Kreuzigung. 
Alle von F. Xav. Nissl, das drittletzte ausführlich bezeichnet: F. Xav. Nissl 17S7 und darunter: Fr.Ser. 
Nissl pinxit ISJS (Zimmer XXXIX). 

10. Gips; Brustbildrelief des Bildhauers F. X. Nissl. An der Rückseite bezeichnet: Verfertiget von Franz 
Nissl dem jungen 1797 (top.-hist. Halle). 



Fig. 336. 



254 



Städtisches Museum Carolino-Augustcum 




Fig. 336 Johann Hagenauer, Büste des Abtes Dominikus Hagcnauer (S. 252) 



Stlldllsclii-s Museum CirollnoAu|{ustcuin 



255 



11. üips; I^iindmedaillon mit HalbfiKiir des Andreas Hofer von F. X. Nissl (hist.-top. Halle). 

12. Medaillonporträt aus weißem Gips vor schwarzem Grund, oval; 11*5 x 14'5cm; Brustbild einer Dame 
mit 1,'efaitetein Biisentucli iiiul plissierter Haube. In vergoldetem, gepreßten Messingrahmen mit Pcrl- 
ciiifassung. Anfang des XIX. Jhs. Von Peter Hlauder (Saal XXIII; f-i«. 337). 

13. Originalmodell des Salzburger Mozartdenkmals, Gips, bronziert; 120 cm hoch; von Ludwig Schwan- 
tliakr, 1842 (Musikhalle). 



rtg. 337. 




Fig. 337 üipsmcdaillon von Peter Pflauder (S. 253) 



E. E 1 f e n b e i n. 

1. Diptychon aus Elfenbein; jeder Flügel, 68 x 10 cm, enthält in vertieftem Feld ein Relief, das nach 
oben von drei fast abgerundeten Spitzbogen mit einspringenden Nasen und darüber drei Wimpergen mit 
Krabben und eingeblendeten Kleeblattpassen als Füllung zwischen den Wimpergen und der oberen (ge- 
kerbten) Ralimimg abgeschlossen ist. Relief links: Tod Maria, die auf einem Lager mit gekreuzten Händen 
liegt; hinter ihr stehen die Apostel in zwei Reihen hintereinander, so daß man von den Rückwärtigen 
nicht einmal die Köpfe voll sieht. Der Apostel zu Haupten faßt ihr Kopfkissen, der zu F"flßen ihren 
linken Fuß. In der Mitte steht Christus, Mariens Seele als kleines Mädchen gestaltet im Arm. die Rechte 
segnend erhoben. — Relief rechts: Christus neben Maria thronend, die betend die Hände faltet. Christus 
hält in der Linken ein Buch, die Rechte hebt er segnend zu Marien. Über ihnen zwei kleine Gewand- 
iiigel Weihrauchgefaße schwingend, die an den Konsolchen des mittleren Abschlußbogens befestigt sind. 
Graziöse Arbeit, französisch, XIV. Jh. An der glatten Außenseite des rechten Flügels eingeritzt: T.K^ntzow 
(hist.-top. Halle). 

2. Elfenbein, Relief; rundbogig abgeschlossen; 3-4 x 5-7 cm\ in schwarzem Holzrahmehen. Verspottung Christi, 
Christus, nackt, mit gefesselten Händen, sitzend, zwei bärtige Männer um ihn beschäftigt. XVII. Jh. (?) 
(hist.-top. Halle). 



EHcnboln. 



256 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



3, Elfenbein, Relief, als Applique gearbeitet (mit drei kleinen Löchern, durch die es mit Nägeln befestigt 
war). Halbfigiir des hl. Benedikt (?), ein Kreuz an der Brust, die Rechte beschwörend erhoben, in der 
Linken eine Schlange haltend (hist.-top. Halle). 

4. Elfenbcinkruzifix (das Korpus zirka 22 cm lang) an schwarzem Holzkreuz über geschwungenem Postament 
mit vergoldetem Blattfries. Stark flatternder Schurz. Erste Hälfte des XVIII. Jhs, Mährischer Provenienz 

Fig. 316. (f'ig. 316, hist.-top. Halle). 

Wachs. F. Wachs. 

1. Wachs, hohl; zirka XO'b cm hoch; stehende Frau in vornehmer Tracht mit Puffärmeln, Litzen an den 
Flg. 339. Ärmeln, flachem Hut und Handschuhen in der Rechten. Ende des XVI. Jhs. (Fig. 339). Deutsch. Vielleicht 
Stifterfigur von einer größeren Komposition (Saal XXXIX). 




Fig. 338 WaclisbUstchen eines aussätzigen Mannes (S. 256) 



2. Wachsbüste in runder (Durchmesser \2> cm) kapseiförmiger Rahmung; Büste eines mit Ausschlag bedeckten 
Flg. 338. Mannes mit schmerzerfüllten Zügen, das Hemd auf der Brust geöffnet. XVIII. Jh. (hist.-top. Halle; Fig. 338). 

3. Polychromierte Wachsbüste einer jungen Frau, zirka 13-5 cm hoch, mit schwarzer Samthaubc; über 
Fig. 340. breitem geschweiftem rosamarmoriertem Holzsockel. XVIII. Jh.? (hist.-top. Halle; Fig. 340). 

4 Bemaltes Wachsrelief, von Flittern eingefaßt, in kästchenartigem Rahmen unter Glas; 10 x 15-5 cm: 

Vanitas (Magdalena?), junge reich gekleidete Frau mit Totenkopf, zerreißt ihre Halskette und fegt mit 

der Rechten Goldgerät von einem Tisch. Anfang des XVII. Jhs. (Sclilafsaal). 

5. Zwei Wachsrcliefs in ähnlicher, nur reicherer Fassung (wie 4), mit Goldspitze, Glasperien und Stoff- 

röschen; 8cm hoch; Halbfigur der hl. Katharina mit dem Schwert und dem zerbrochenen Rad. Pendant: 

hl. Barbara mit Turm, Palmzwcig und Kelch. XVII. Jh. (Schlafsaal). 

fschlSLan ^""^ ^'"'"'^'' gerahmte, Brustbild Christi, beziehungsweise Maria in weißem Wachs. XVII. Jh. 




Städtisches Museum Carolino-Augustcum 



257 



Fig. 339 Stehende Frau, 
Wachsfigur (S. 256) 





Tig. 342 Bauer, ein Vogelnest ausnehmend, Wachs (S. 2ö8) 




Fig. 341 WachsbUste 


Fig. 34() 


des Andra Göttlich Freiherrn v. Pranck (S. 258) 


Wachsbüstchcn einer jungen Frau (S. 256) 


XVI 


33 



258 



.■M.iutisilics Museum Carolino-Augusteum 



I iH. 311. 



Flg. 342. 



7. Zwei Reliefs, 7'9cOTiiocii; 23x285 cm; Brustbild Christi über kleiner Wolke mit Cherubsköpfchcn 
beziehungsweise Brustbild Maria. XVIII. Jh. (Schlafsaal). 

8. Bemaltes Wachsrelief; 14 x 17 cm; schöne Madonna von Wessobrunn mit leicht geneigtem Kopf, fast 
en face gesehen. XVIII. Jh. (Schlafsaal). 

9. Lebensgroße Wachsbüste des Andra Gottlieb Freiiicrr von Pranck, hf. Salzb. Obersten etc., in weißem 
Uniformrock mit roten Aufschlügen, roter, mit Goldborte verzierter Weste und Dreispitz über dem Haar- 
beutel (Fig. 341). Um 1790 (Waffenhalle). Vielleicht von dem B.Lomminger, von dem die Büste des P. Dom. 
Beck in St. Peter herrührt (vgl. Kunsttopographie XII, S. 139 und Fig. 211). 

10. Bauer, zirka 40 cm hoch, der aus einem Vogelnest Eier 
nimmt; neben ihm ein Baum mit einem Vogel und einem wei- 
teren Nest (Fig. 342). Endedes XVIII. Jhs.(Zimmer XXVIII). 





Fig. 343 Krieger in römischer Tracht, 
Porzellan (S. 258) 



ig. oi4 Ki.liei|Hirträt des Erzbischofs 
SigismuMd, Porzellan (S. 258) 



Porzellan. 
I lg. 34.1 

1 ig. .!4I 

; •• Ml 



Fig. 34& 



G. Porzellan. 

1.22 5 a« hoch; F'igürchen eines stehenden Kriegers in römischer Rüstung und rotem überhängendem 
Mantel, auf den aufgestellten Schild gestützt. Um 1750 (Fig. 343) (hist.-top. Halle). 

2. 15cm hoch; rundes, gedecktes, mit Blumen bestreutes Tischchen, darauf in Blumenrahmen Brustbild 
des Erzbischofs Sigisnumd v. Schrattenbach, weiß, mit wenig Gold und Bunt gehöht. Um 1760 (Fig. 344). 

3. Büste aus weißem Porz' Hau; Brustbild des Erzbischofs Sigisnumd v. Schrattenbach, über zweifüßigem 
F'ostament aus Holz, schwarz gestrichen, mit geschnitzten, vergoldeten Rocailleornamenten; 14-5 cm hoch. 
Um 1760 (F"ig.345). 1849 von Herrn Duyie geschenkt (Jahresbericht 1849) (hist.-top. Halle). 

i rcrzellan, weiß; zirka 14 cm hoch; über naturalistischem Steinsockel sitzt ein Indianer und hält ein 
r.ii cli.l in der Linken. Rechter Arm abgebrochen; neben der Statuette abgebrochener Behälter (?). 
Am llod^n .Marke: Nymphenburg. Um 1760. 

■'. liiskiiit, 17 cm hoch. Vierseitiger Sockel mit sitzenden doppelleibigen Greifen an den Kanten und 
V' ui an den etugezogeiun Seiten; darüber Deckplatte mit Eierstab und Widderkopf an den vier Ecken. 
\iuKr blaumarkc. cingi-pr„,i,'t 94 uik\ R. Wien, Ende des XVIII. Jhs. (Fig. 346). 



städtisches Museum Cirolinu-Augustcum 



259 




Fig. 345 Porzellanbüstchcn des Erzbiscliofs Slgismiiiid (S. 258) 




l-ig. 346 Bisl<uitsocl<i'l (S. 258) 



33* 



260 



städtische« Museum Carolino-Augusteum 



Ofen und 
Kaclifln. 

lig. 347. 



Flg. 348. 



Flg. 340. 



VI. Öfen und Kacheln. 

1. Ofen aus biiiitfjlasierteiii Ton, quadratisch auf rechteckigem Unterbau (Fig. 347). Dieser enthält an der 
Vorderseite, deren Kanten mit weibUchen Hermen besetzt sind, eine gußeiserne Ofenplatte mit Doppelwappen: 
F^erner und f-röschimoser und Jahreszahl 1548. Über abgerundetem Gebälk der Hauptaufbau, der aus zwei 
Schichten von Kacheln übereinander besteht und dessen Basis mit Blattwerk mit Ranken besetzt ist. In 
der Mitte jeder Schichte an den drei freien Seiten ein großer Kachel, der in reicher, mit Vögeln, Putten und 
Blumen verzierter Rollwerkrahmung die Gestalt eines gerüsteten Kriegers in ganzer Figur enthält; in der 
Fußplatte Aufschrift: Herzog (Jotefridt — Der gros Alexander — Caesar Carolus — Hector vo Droi (Fig. 348) — 
Caiesar Carolus (anderes Bild) — Cunnig Davidt. An der Rückseite eine allegorische Frauengestalt. Seit- 
lich von diesen Mittelkacheln schmale, pilasterartige Kacheln (alle gleich) 
mit reichem architektonischem Renaissanceornament mit flutten, wohl 
nach einem Ornamentstich (Fig. 349). Attikagebälk mit zwei in einem 
Blattrankenornament spielenden Putten zwischen Eckkacheln mit 
Löwenmasken. Ausladendes, blattbesetztes Gebälk. Das schmälere Ver- 
bindungsglied zur Wand enthält jederscits zwei schmale hohe Kacheln 
mit Groteskenornament mit Sphingen, Füllhörnern und Maskerons. 
Auf der Herzog-Gotefridt-Kachel bezeichnet: L. ü. (Jagdzimmer). Nach 
Walcher, Bunte Hafnerkeramik der Renaissance, Wien 1906, S. 79; 
aus der Werkstätte des Salzburger Meisters H. R., um 1570. 

2. Ofen, grün, vierseitig, mit leicht verjüngtem Obergeschoß, das gleich 
dem Untergeschoß mit einem ausladenden Gebälk abgeschlossen ist. 
Quadratische Kacheln, darinnen in runden, von Perlschnur eingefaßten 
Medaillons weibliche Brustbilder, die durch Beischriften als die fünf 
Sinne bezeichnet sind. Seitlich schmale Kacheln, darin in ovalem Feld 
Judith (?). Anfang des XVII. Jhs., aus dem Schloß Stuhlfelden stam- 
mend. Vgl. Walcher. Bunte Hafnerkeramik der Renaissance, Wien 
1906, S. 69 f., Fig. 1 13 (Zimmer XL). 

3. Ofen mit bunten Kacheln (grün und gelb überwiegend); quadra- 
tischer Grundriß. Über vier braunen, sitzenden Löwen, die in den 
Vorderpranken ein Schild mit dem Wappen der Stadt und des Erz- 
bistums Salzburg tragen, steht der an drei Seiten freie Untersatz auf, 
der nach unten und oben mit dreiteiligem, verschieden ornamen- 
tiertem (Blatt-, Blumenranken-, Flechtbandornament mit Putten und 
Maskerons) Gebälk abschließt. Jede Seite enthält eine große Mittel- 
kachel, die seitlich zwei breite Bordüren (Vase mit stilisiertem Ranken- 
ornament und Früchten, in Bandwcrkrahmung ein palmettengekröntes 
Maskeron mit Draperie) einfassen, nach oben eine weitere (Waffen- 
trophäe zwischen zwei Putten und stilisierter Rebenranke, die in 
Delphinköpfe ausläuft) zwischen quadratischen Feldern (Löwenmaske 
in Rollwerk) abschließt. Die rechteckige Mittelkachel enthält je eine 
allegorische Frauenfigur (Geometrie, Astronomie, Grammatica) unter 
ornamentiertem Rundbogen über Pilasterbündeln mit Putten am Sockel 
und Cherubsköpfchen mit Füllhörnern als obere Zwickelfüllung. Über 
dem Untersatz ein an allen Seiten freier verjüngter Aufsatz, der an 
jeder Seite eine den unteren gleiche Kachel zwischen seitlichen Bor- 
düren (Blattranke mit Füllhörnern und Cherubsköpfchen) enthält. Über dem Abschlußgebälk (wie unten) Be- 
krönung: Aufsatz mit Schild JHS, von zwei in Blattranken auslaufenden Sirenen getragen (an drei Seiten) 
und kugelförmige Vasen an den Ecken. — Die Verbindung des Untersatzes zur Wand steht ein Zwischenglied 
her, das an den zwei Seiten gekachelt ist: Oben und unten dreiteiliges Gebälk, eine seitlich von Roll- 
werkstreifen gerahmte große Kachel einfassend, die unter ornamentiertem Rundbogen auf Pilasterhermen 
(euie männlich, eine weiblich) eine Vase mit Früchten und einer abschließenden Palmette enthält; in den 
Zwickeln des Bogens Fruchtbüschel als Füllung. Der Ofen stammt aus der ehemaligen salzburgischen 
Uiuversität (einzelne fehlende Kacheln sind ergänzt) (Speisehalle). Zweite Hälfte des XVI. Jhs.; nach 
Walcher a. a. 0., S. 78, Fig. 132, aus der Werkstätte des Salzburger Meisters H. R. 

iertem Basis- 

Dialektika usw. dar- 

Steinbock und 

Jhs. (Studierzimmer). 

w^^r»' .'(''''^''^"'^'S' ^" ^rci Seiten freistehend, mit gekachelter Ofenbank, angeschlossener Stufe und 
N^anüiucuen; diese Kacheln sind gelb mit gerautetem Muster aus vollen und halben übereck gestellten 




Jig. 347 Ölen von 1548 (S. 2öO) 




SMdlischca Museum Oirolino-Augutteum 



261 



(Juaclratcn mit grflncm Blattornament auf dunklem Grund. Die Wandstreifen sind (in vertikaler Rieh- 
tiiiij;) mit eiiUMii Biattfrics besetzt und einem ebenso ornamentierten Gebalk nach oben abi;eschl«i«sen, 
das sich auch über die weitere Wandverkachelung fortsetzt. Diese besteht aus kleineren grünen Kacheln 
mit Doppeladler (zum Teil durch Gipskacheln ergänzt). 

Der Ofen selbst besteht aus einem Hauptteil und einem verjüngten Aufsatz. Ersterer enthalt an zwei 
Seiten je zwei große bunte (grün, blau, weiß, gelb) Kacheln übereinander zwischen seitlicher Bordüre mit 
Spiral- und Biattornament. Jede Kachel mit vertieftem ovalem Kartuschefeld, mit Früchten als Zwickel- 
fülluiig; im Feld gerüstete l'rau, auf einem Elefanten beziehungsweise einem Stier reitend. Asia bezeihungs- 
weise Europa darstellend. An der dritten Seite über Kacheln mit Doppeladlern Darstellung der „Africa". 





Hg. 348 Detail von dem Ofen Fig. 347 
(S. 260) 



Fig. 349 Detail von dem 
Ofen Fig. 347 (S. 260) 



Der Hauptteil ist mit einem mit Eierstab, Zahnschnitt und Blattfries ornamentierten Gebälk abge- 
schlossen. Der Aufsatz enthält jederseits nur eine Kachel (Africa), die von Eckkacheln — Steinvoluten 
zwischen Fruchtbüscheln, in eine bekleidete Herme auslaufend — eingefaßt werden. Ornamentiertes Ab- 
schlußgebäik und Bekrönung aus Früchten. 
Der ganze Ofen kombiniert und ergänzt Mitte des XVII. Jhs. 

In der seitlich fortgesetzten Wandkachelung (aus kombinierten, zum Teil in Gips gegossenen Stücken) 
große, grüne Kachel, darin steilovales Feld in Rollwerkrahmung mit großen stilisierten Blättern und be- 
krönendem Köpfchen; im Feld Kniestück eines alten Mannes in pelzverbrämtem Kleid, der sich am Feuer 
die Hände wärmt. Oben Aufschrift: Winler. Mitte des XVII. Jhs. (Ren.-Halle). 

6. Vierseitiger Ofen mit zwei Geschossen über je einem Sockel, davon das Obergeschoß verjüngt; von 
zwei Löwen gestützt, von einem durch Imperatorenbüste gesprengten Flachgicbel bekrönt. Die Deko- 
ration ist weiß auf blau und besteht in den Sockeln aus Löwenma.sken und Fruchtgehängen, in den Ge- 
schossen selbst an den Kanten aus Engelhermen, in den Mittelfeldern aus allegorischen Figuren der Hoff- 
nung beziehungsweise des Glaubens in einem von naturalistischen Früchten umrankten vertieften Acht- 
eck. Zweite Hafte des XVII. Jhs. Aus dem Schloß Urstein stammend (Zimmer XL). 



262 



Städtisches Museum Carolino-Augiislcum 




Fig. 350 Emigralionsstube mit dem Ofen (S. 263) 



7. Vierseitig, mit vcrjüiiRtem zylindrischen Aufsatz, die vierseitigen Kaciiein topfartig vertieft (mit um- 
laufender Sitzbank). Aus dem Wohniiause Sciiaitberger in Dflrnberg stammend (Zimmer XL). 

8. Grün glasierter Tonofen, vierseitig, der vordere Teil von vier sitzenden Löwen getragen; der Unterhau 
darüber an den Kanten mit vier weiblichen Hermen besetzt; die großen Kacheln stellen in reicher Um- 
rahmung mit Fruchtschnüren und Cherubsköpfchen allegorische Frauengestalten der Erdteile dar. Dar- 
über Kiiiiipfergcsimse mit Cherubsköpfchen und über ausladendem mit Kyma besetztem Gebälk jederseits 
cm mit Frucht-schnören belegter Flachgiebel, der von einer Imperatorenbüste auf Sockel gesprengt wird. Ver- 
jOnvtcr aclitseitigcr Aufsatz mit Mascherons in den Kacheln und blattbesctztem Abschlußgebälk. Acht- 

iiiij^LS Kuppeldach mit bekrönender Imperatorenbüste. Der Unterbau ist mit der Wand durch einen 



Stadtlscilcs Museum Carolino-Augustcum 



263 



iiwas iiiecirigcreii Zwisclicnbau vcrlninilcn, dessen große Kacheln (in Kniestück) den „Winter" darstellen. 
Kleiner polygonaler Aufsatz mit Tieniiasken. Zweite Hälfte des XVII. Jlis.. vielfach ergänzt (Prunkzimmer). 

9. Grün glasierter, von vier sitzenden Uiwen auf den Köpfen getragener Tonofen, dessen vierseitiges Unter- 
gestell die Form einer zweireiiiigen Biicherstelle mit weißen, als Werke verschiedener evangelischer und 
anderer Theologen bezeichneten f-oliohJlnden gestaltet. Das profilierte, vom geschwungene Gebälk trägt 
ein Scliriftband mit der Aufschrift: liibliotUeca Vulcano consecrata. Der eingezogene Oberbau ist an den 
Kanten mit hroitcn VoUitenbiiiulern mit Rocaiiieschmuck besetzt; die seitlichen Felder zeigen in reicher 
Rocailleralimimg je einen in ein Hörn stoßenden Priidikanten in flachem Relief, das der Vorderseite in 
ebensokiier Umrahmung, freistehend, herausgearbeitet, eine Kanzel, in der ein Prädikant predigt. Über 
profiliertem Abschlußgebülk glockenfilrmiger Aufsatz mit f^ocaillesclnnuck, darauf bunte Freigruppe: ein 
Prädikant, auf eine Trommel schlagend, die ein bunt gekleideter Küster hält; unter der Trommel ein auf- 
geschlagenes Buch mit den Worten: Corpus dodrinac. Ans Pfalfing bei Vöcklamarkt. Um 1750 (Fig. 350; 
Emigrationszimmer). 







Fig. 351 RokokoofenphntU' ; S.ilzbiirger Hanswurst mit Rüepel (?) (S. 26-J) 

10. Kamin, gemauert, rosa und grün marmoriert; die Rahmung der F\'uerstelle aus rosa Marmor; über- 
eck gestellte Postamente mit vertieften Feldern, über Sims in Volutenkonsolen endend, die das leicht be- 
wegte Absclilußgesims tragen. Darüber Aufsatz, von perspektivisch gebildeten Volutenbändern mit ver- 
goldeten Holzvasen und Blattgellängen eingefaßt, von einem profilierten Gebälk abgeschlossen, das von 
außen gegen die Mitte zu herabgeführt ist und in eine Volute ausläuft. Darüber zurücktretendes be- 
krönendes Feld, das ein in Voluten eingerollter Segmentbogen abschließt, mit appliziertem Wappenrelief. 
Über seitlich an die Volutenbänder angesetztem Volutenpostanient vergoldete, liegende Löwen aus Holz. 
Der 1 euerplatz ist links und rechts ausgekachelt und enthält jederseits über Staffel mit weißer Ranke 
und Muschel vier F^eihen aus je vier quadratischen Kacheln, darin in Rundfeld (mit geringer Zwickel- 
füllung) Delfter Landschaftsbildclien. .\n der Rückseite Feuerlumd aus schmiedeeisernem Rocaillerahmcn. 
Um 17tJÜ. Der Kamin stanmit aus dem Hause Schanzigasse Nr. 14 (Rokokozinnner). 

11. Ähnlicher Aufbau, der eisenfarbene tönerne Aufsatz abgerundet und reich geschwungen, mit Voluten- 
bändern besetzt und mit nahezu synunetrischer Rocaille verziert. An den vorderen Eisenplatten Doppel- 
adler mit Datum /rjr, an den mittleren Riemen- und Rankenwerk. Zugehörig Ofengitter, dessen eine 
Seite mit verschlungenen Spiralstäbcn und angehefteten Blechschildchen noch erhalten ist. Aus dem 
Trientelhause stammend (Zimmer XL). 

12. Ofen, vierseitiger Unterbau aus Eisen, darauf .Aufsatz aus Ton, in nach oben verjüngter bewegter 
Form mit Volutenbändern und Rocailleornament. Beide Teile in gleicher Weise grauschwarz gestrichen. 
Die drei Platten des Unterbaues sind in leichtem Relief verziert und tragen an der Vorderseite den 



pig. 35a 



264 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



FiR. 351. 



Doppeladler mit der Jahreszahl 1704, an den beiden Seiten in Rocaiiierahmung Hanswurst und Rüppel 
mit Aufschrift: Hier seit ich zwei mit mir sein drei (Zimmer XL). 

13. Ofen; ähnlicher Aufbau, der Aufsatz aus eisenfarben gestrichenem Ton, abgerundet, mit Voluten- 
bändern besetzt und mit Rocaille und hängenden Blüten verziert. An den Eisenplatten Doppeladler und 
allegorische Frauengestalten in ornamentaler Umrahmung. Um 1770 (Zimmer XL). 

14. Ofen; ähnlicher Aufbau, der Aufsatz über eingezogenem Sockel prismatisch mit einem geschwungenen 
Zeltdach, aus dem ein Blumenbusch herauswächst; ganz mit Blech verkleidet. An den Platten des Unter- 
baues Doppeladler mit Datum 1777, seitlich Stern in rechteckigem Rocaillerahmen. Im Aufsatz aufgelegte 
Rocaille mit Datum: 1780 (Zimmer XL). 

15. Ofen mit rechteckigem Untersatz aus Eisen und (nicht dazugehörigem) niedrigen kannelierten Auf- 
satz mit F-lechtband an den Kanten und lanzettförmigen Blättern auf dem Kuppeldach aus eisenfarhig 
angestrichenem Ton. Die Eisenplatten sind mit klassizistisch gestaltetem Gestell, an dem Fruchtschnüre 
hängen, verziert, vorn Datum: 1789 (Zimmer XL). 

16. Einzelne Kacheln. Eck- und Wandkacheln, grün glasiert, mit Aposteln und Evangelisten, mit der 
iVladonna mit dem Kinde, Kurfürsten, Imperatoren, musizierenden Männern und Frauen, Elementen, f^la- 
naten, Wissenschaften usw. aus dem XVI. und XVIi. Jh. 

17. Grotk' bunt glasierte Kacheln mit Caritas unter architektonischer Umrahmung. Unterschrift: Die 
Licw. 

18. Ferner bemalte Kacheln und Friesstücke in blauweiß aus dem XVIII. Jh. 

19. Ferner eine Sammlung ornamentaler Kacheln aus Salzbuig und Umgebung. 

20. Ferner eiserne Ofenplatten mit Reliefs; darunter eine mit Brustbild eines jugendlichen Prinzen mit 
Lorbeerkranz mit Bandschleife und Datum: 1786. 

21. Ferner Ofenplatten mit Wappen (eine mit dem der Perner 1555), mit genrehaften und mythologi- 
schen Darstellungen (Fig. 351) sowie mit Ornamenten oder bloßen Jahreszahlen. Besonders zu nennen: 
eine Platte mit Adam und Eva, sitzend, in landschaftlicher Umgebung und ornamentaler Umrahmung. 



Gold- 
schmiede- 

arbeiten und 
Icirchliches 

Metallgerüt. 



352. 



VII. Goldschmiedearbeiten und kirchliches Metallgerät. 

1. Leuchterfuß aus Bronze mit Spuren der ursprünglichen Vergoldung. Bis zum Traufkranz zirka 9*5 cm 
hoch. Postament aus drei Füßen, die durch graviertes, reliefiertes und durchbrochenes Rankenwerk mit 
Blattenden verbunden sind. Spitzer Dorn. XII. Jh. (Kapelle). 

2. Das Korpus eines Kruzifixus aus Bronze mit Gravierung, massiv, der Leib hohl, einseitig gearbeitet, 
11cm lang. An den Händen Spuren von Vergoldung. Kronreif mit drei steilen Blättern auf dem langen, 
über die Schultern herabfallenden Haar. Sehr lange Nase, nahe aneinander stehende Augen. Der Schurz 
lang, in der Mitte in einem Bausch gehalten. Die nebeneinander auf ein Podium gesetzten Füße ohne 
Nägel. Ebenso auch die Hände ohne Nägellöcher, doch mit Spuren davon im Handteller und am Hand- 
rücken. Deutsch. XII. Jh. (Sakristei). 

3. Hostienbehälter, Kupfer, vergoldet; zirka 20-5 cm hoch; runder Fuß und Schaft, durch sechs Kerben ge- 
gliederter, breitgedrückter Nodus. Der Behälter mit dem Klappdeckel eine breitgedrückte Kugel bildend; 
als oberer Abschluß Kruzifixus an naturalistischem Astkreuz (obere Vertikalbalken fehlen). Zweite Hälfte 
des XV. Jhs. (Kapelle). 

4. Reliquiar aus dunkler Bronze (mit Spuren der ursprünglichen Vergoldung); der Glasbehälter fehlt; zirka 
43cm hoch. Sechspaßfuß mit glattem Rand; hoher Schaft mit breitgedrücktem Nodus, der von sechs 
Rauten und zwischen ihnen von sechs aufgelegten Spitzblättern gegliedert ist; über dem Nodus im 
Schaft einfaches graviertes Ornament aus Quadraten und Diagonalen. Der ursprüngliche zylindrische Re- 
liquienbchälter wird nach oben und unten von je einer runden Platte eingefaßt, an denen beiden ein 
stehender utid ein fallender Kreuzblumenfries sitzen. Seitlich einfassendes Fialenwerk über einem voluten- 
fftrmigen, mit Krabben besetzten Ablauf. An den Fialen knien nach innen über profilierten Postamenten 
zwei (roh gegossene) Cherubim. Als Abschluß der oberen runden Platte sechsseitiges Spitzdach mit 
graviertem rechteckigen Belag (Bekrönung fehlt). Zweite Hälfte des XV. Jhs. (Fig. 352; Kapelle). 

5 Hostienbehalter; Kupfer, vergoldet; zirka 27 cm hoch. Runder Fuß mit einfach graviertem Maßwerk; 
tinultr Schaft mit ausgesparten Buchstaben im gravierten Grund; Nodus, breitgedrückt, mit Ornamenten, 
aUnUcli dein FuLV Malhkugelförmiger Behälter, durch den Klappdeckel zur vollen Kugel ergänzt, mit zwei 
t i'^.nnUstrcifcn auf graviertem Grund: Eckee Panis Angelorum und Fcr e pan not jus Cibiis fiatorum. 
■ V ' i^ckronung f-igürdicn des hl. Petrus über kugelförmigen Postamenten. Ende des XV. Jhs. (Kapelle). 
G. Schnuickkastchcn; Messing, vergoldet; rechteckig, 89 cm lang, 4-8 cm tief, 6-9 cm hoch. Über vier recht- 
t^Kig gegen dJc Seiten ausgezackten Füßen, von denen die an der Vorderseite zwei Schildchen mit Haus- 



StDdliscIies Museum Carolino-Aufjustcum 



265 



eichen, die übrigen graviertes Maßwerk entlialten. Über den Füßen BordOrestreifen mit graviertem 
leclitband beziciumgsweise Ranke; an der Vorderseite insciirift: Gol und teilt allain fiivg. An den Seiten 
ind am Deckel oben graviertes Maßwerk. Am Deckel innen wieder die beiden Scliildclicn in größerer 
\iisfiiliruiig. Im Boden des Kästchens innen Tondo mit Umschrift und vier kleinen Wappenschildeni. 
lußen Datum: MCCCCC. Das Schlüsselblech mit graviertem Blattwerk. Um 1500 (Fig. 353) (Prunkzimmcr). 
, Ziboriumkelch, Kupfer, vergoldet; zirka 38 cm hoch; runder Fuß mit glattem Rand und vier ge- 
trieheiKMi aufgelegten Ruiulmedaillons mit den Evangelistensymbolen. Aus der runden FuBplatte steigt 
der Schaft sechskantig auf und wird durch sechsseitige f^lättclien und einen breitgcdrückten runden Nodus 
uegiiedert, dessen Umkreis von sechs Rauten mit gravierten Rosetten durchstoßen wird. Der Schaft ver- 
breitert sich nach oben und trägt ein sechsseitiges Gefäß mit 
Kordeln an den Kanten und oben und unten umlaufender 
■ Bordüre mit eingeblendetem Vierpaßfries. Auf diesem Gefäß 

H Klappdeckel in Gestalt eines sechsseitigen Spitzdaches mit 

B Zinnenkranz, Kordeln an den Kanten und gravierten Schindeln 

W . jm^ in den Seiten. Als Abschluß sechsseitige Deckplatte mit abgc- 

[X' —'™-— - 





h'ig. 352 Spätgotisches Reliquiar 
(S. 264) 



Flg. 353 Silberkästchen von 1500 (S. 265) 

zwischen Maria und Johannes Ober gekordelten Ästen und 
sechsseitigen Deckplatten und Kugelpostamenten. Um 1500 
(Kapelle). 

8. Reliquiar, Silber, vergoldet; 32 cm hoch; der Fuß, die 
Deckel der Kapseln und das Kreuz graviert sonst mit frei 
gearbeiteten Krabben, Ranken, Appliken und FigOrchen besetzt. 
Große und kleine bunte Glasflüsse in Kastenfasrung auf 
Rosetten mit Resten von Email (Fig. 354). — Über sechspaß- 
förmigem Fuß eine sechsseitige Platte, auf der, die Seiten 
halbierend, wieder ein sechsseitiger Fuß aufsteigt, der nach 
oben von einer profilierten Platte abgeschlossen ist. Über dieser ein sechsseitiger Schaft, der von sechs- 
seitigem Knauf (mit Wulst zwischen zwei Kehlen in der Mitte und profilierten Platten oben und unten) 
unterbrochen wird. Der ganze Fuß mit einfachen gravierten Paßornamenten in den Feldern. Darüber 
sechsseitiges Gehäuse mit leicht eingezogenen Seiten, dessen Tiefe von Kordeln eingefaßt wird; zwischen 
ihnen ist freigearbeitetes Krabbenornament und sechs große Glasflüsse angesetzt. Oben als Bekrönung 
Kruzifixus zwischen Johannes und Maria auf gegabeltem Ast. An der Vorderseite enthält der runde 
Deckel (Durchmesser 45 cm) in Blatt- und Kordelfassung die gravierte Darstellung: Hl. Florian in 
Rüstung mit dem Schwert, gießt aus einem Eimer Wasser nach links in ein Tor, aus dem die Flammen 
iiervorbreciien. Um den Deckel, die Kehle verkleidend, stilisierte Blütenranke mit sechs kleinen Glas- 
flüssen und figuralen Darstellungen: oben im Eck in der Mitte Kruzifixus zwischen Maria und Johannes; 
in dtn seitlichen Ecken zwei musizierende Putten; in den unteren Ecken eine hl. Jungfrau sitzend, be- 
ziehungsweise hl. Christoph; unten im Eck in der Mitte Maria in Halbfigur stützt Christi Leichnam über 
dem Sarkophag. An der Rückseite (Fig. 355) Gravierung im Deckel mit Resten von Email: Verkündigung. 
Maria kniet links vor dem Betpult und hält ein aufgeschlagenes Buch in der Rechten; die Taube des 
hl. Geistes ist zu ihr herabgeflogen. Rechts großer kniender Gewandengel. Herum sechs kleine Glasflüsse, 



Fig. 353. 



Fig. 354. 



Flg. 355. 



XVI 



34 



266 



SUdlisches Museum Carolino-Augtistcuni 



iin die sich ein vielfach gefaltetes Sciiriftbaiui heriimlcgt: hoc opus piii biiit dt.s peirs ho/stalter 

1 . i (presbyler) in Syllersdorff anno dni NSdiar. Innen in der FuBplatte gravierte Inschrift: Petr. Hojstctter 



um die ... „ ... , , -.-, 

p . i (presbyler) in Syllersdorff anno dni 14S(i iar. Innen in der FuBplatte gravierte Inschrift: Pelr. Hofslclter 
t'iO'J. In der Kapsel Reliquie mit Authentik von 1823 (Sakristei). 
9. Standkreuz der F-'leiscIiliauerzunft; Kupfer, vergoldet; zirka 69 cm hoch. Der flache Fuli von breit- 
ovaler Grundform in sechs Lappen, zu einem kantigen Schaft ansteigend. Zwei der Lappen mit Spitzblättern 

auf graviertem Grund, bei den übrigen nur noch 
Spuren der Gravierunj.. Der Nodus tabernakelförmig 
■■ gebildet, mit sechs von kleinen f-ialen getrennten 

'•&' Offnungen, die in abgerundeten Spitzbogen mit 

^t^fM^y^ Krabben und Kreuzblume schließen. In den fenster- 

^/^ artigen Öffnungen zweiteiliges verschiedenes Maß- 

J werk. Auf diesem Tabernakel profilierter Schaft, von 

'■1*4 '''■''" "aturalistisch gebildete Äste und das ebenso 

m 1^1 gebildete Kreuz aufsteigen. Auf ersteren über Deck- 

^ '• platten Statuetten Maria und Johannis. An letzterem 





Fig. 353 Rückseite des Reliquienbehälters 
vom Reiiquiar Fig 354 (S. 265) 

das Korpus und Tafel mit JNRI. (Fig. 2fc8). Zweite 
Hälfte des XV. Jhs. (Zimmer XXXIX). 

10. Vier Messingschüsseln mit ^steilem Rand, zwei 
mit Verkündigung, eine mit Sündenfall, eine mit 
Ornament im Fond. XV. Jh. (got. Halle). 

11. Bussole aus Silber, vergoldet, mit Glasdeckel. 
Die runde Kapsel (Durchmesser zirka 12 cm) ist 
in der Tiefe mit einem gedeckten Band zwischen 
gekerbten Profilierungen besetzt und enthält an einer 
einfachen Rosette einen Anhängering aus natura- 
listisch gebildetem Astweik. Die Rückseite enthält 
die gravierte Darstellung der sitzenden Madonna mit 
dem Kinde, das mit einem Ball spielt (Kopie nach 
.Mart. Schongauers hl. Maria auf der Rasenbank, B. 30). 
Großes, silbernes, die Fläche dekorativ füllendes 

. Spruchband mit Datum 15Ji. Als Vorderseite Glas- 
<Kckel von einer stilisierten Blatt- und Blütenranke eingerahmt, die vor eine flache, von gekerbten 
Streifen eingefaßte Kehle gesetzt ist. Ein Schildchen mit Wappen und Datum: löl4 in blauem Emailfond 
»Iiirchbriclit die Ranke unter dem Anhänger. Beschauzeichnung: Salzburg (Sakristei) (Fig. 356 und 357). 
IJ HnsMilc. Kupfer, vergoldet. Im wesentlichen der als Nr. 11 gegebenen gleich gestaltet: Durchmesser 
«irka , au. Kinfachtr .^nhänger: F^ing an einer Kugel. Gravierung: Christus als" Schmerzensmann, im 
. :«rkophai; 5tcluiul. herum die Leidenswerkzeuge. Statt der Ranke sind in der Hohlkehle befestigt: drei 
KoMttrn. fünf Hülbkugeln, eine blaue Kugel und ein Ovalmedaillon mit Rose in Email in gekerbter 
lrt!.»uiig. XVI. Jh. (Sakristei). 



Flg. 354 Reiiquiar von 1486 (S. 265) 



SUdtisrhri Musritm Ciroljnn-Au;>ii«ii-iiin 



267 




V, 






33 



ii 







34» 



268 städtisches Museum Carolino-Augusteiim 

13. Standkreuz der Hutinachcr; Kupfer, vergoldet; zirka 61 cm hoch. Die Standplatte profiliert, von 
breitovaler Grundform, an den Breitseiten in Kreissegmenten, an den Schmalseiten in gestutzten Kiel- 
bogen, in den Zwickeln in Ecken ausspringend; der Fuß darüber in sechs regelmäßigen Lappen kantig 
aufsteigend, mit profilierter ausladender Deckplatte geschlossen; sechsseitiges kurzes Schaftstück; kantiger 
Nodus und reichprofilierte Abschlußplatten. Aus dieser zweigen knorrige Aste ab, die die Statuetten von 
Maria und Johannes tragen. Auf der oberen Abschlußplatte steht das Kreuz auf, dessen Anne in Drei- 
pässc enden, an denen init Nägeln die Evangelistensymbole befestigt sind. An der Vorderseite natura- 
listisch gebildetes Kreuz, daran da.- Korpus, an der Rückseite Figur einer hl. Jungfrau (mit wegge- 
brochenen Attributen) und statt der Evangelistensymbole Kugeln an Rosetten. Anfang des XVI. Jhs. 
(Zimmer XXXIX). 

14. Kupferblechpitsche mit Zinnschraubenverschluß, sechsseitig, mit getriebenen Blattranken und phan- 
tastischen Tieren. Gekordelte Einfassung. Anfang des XVI. Jhs. (got. Halle). 

15. Tintenzeug, Messing; flaches, rechteckiges Kästchen (darin zwei Fächer mit Tintenfaß und Streusand- 
büchse) über vier gekerbten Füßen auf Kugeln. Der Deckel aus zwei Streifen bestehend, die durch 
Scharniere (Bänder mit einfacher Gravierung in Rosetten, beziehungsweise Herzen auslaufend) befestigt 
sind. Der Deckel mit graviertem Ornament auf gestricheltem Grund; Blattranken, Medaillons mit Profil- 
köpfen, ein Cherubsköpfchen und eine Teufelsfratze, jedes zwei Schilde (Stern und Kreuz beziehungs- 
weise Schere mit Kugel und Balken) tragend; endlich eine nackte Frau, ein abgeschlagenes Haupt in der 

Flg. 358. Linken, ein Schwert in der Rechten mit Beischrift: Judit — 1541 (Fig. 358). Die Vorderseite des 
Kästchens mit ornamentaler Ranke. An einer Schmalseite gravierte Hausmarke mit C. M. C. und einer 
Eule (hist.-top. Abt.). 

16. Kreuzreliquiar aus Silber mit Vergoldung; zirka 24 cm hoch; der sechslappige Fuß und der in 
Dreipässe auslaufende Kreuzbehälter (Rückseite fehlt) mit gravierten stilisierten Blattranken beziehungs- 
weise Rosetten. Der sechsseitige Schaft ist vom Fuß beziehungsweise vom Kreuz durch sechsseitige 
Deckplatte abgetrennt und durch einen zweigeteilten runden gebuckelten Nodus gegliedert. Drittes Viertel 
des XVI. Jhs. Gering (Kapelle). 

17. Ziborium, Kupfer, vergoldet; zirka 30 cm hoch; sechslappiger Fuß, sechskantig aufsteigend, mit pro- 
filierter, runder Abschlußplatte abgedeckt. Runder, glatter Schaft mit breitem Nodus, der von gedrehten 
Kerben mit graviertem Blattornament und gedrehten Rauten mit den Buchstaben Jhecus auf gra- 
viertem Grund gegliedert ist. Auf dem Schafte über rundem profilierten Abschluß sechsseitiger Behälter 
zwischen vorkragenden Deckplatten, der ebenso wie sein abgerundeter Ablauf und sein halbkugeliger 
Klappdeckel mit flachgetriebenen Moresken ornamentiert ist. Als Bekrönung über halbkugeligem kleinen 
Postament Kruzifixus, die Balkenarme in Dreipässe auslaufend. Um 1570 (Kapelle). 

18. Eisenkästchen, an der Vorderseite mit einer Jagddarstellung, sonst ornamental bemalt. Am durch- 
brochenen Sockel die Jahreszahl 1574 (Prunkzimmer). 

19. Eisenkästchen, mit geätzten Ornamenten an allen Seiten. Ende des XVI. Jhs. (Zimmer XXXIV). 

20. Stahlkästchen; 13-5 cm breit, 8 cm tief und 8-5 cm hoch; an allen vier Seiten und am Deckel mit ge- 
ätzten Ornamenten, Bordüren aus Moresken oder Flechtbändern, in den Feldern je eine Halbfigur einer 
Dame oder eines Herrn, die Unterleiber in Blattwerk auslaufend. Das Schloß am Deckel innen mit Blatt- 
ornamenten. Ende des XVI. Jhs. (Prunkzimmer). 

21. Krug; zirka 13"5 cm hoch; Silber, vergoldet; nach unten verbreitert mit linear ornamentiertem 
Streifen und flachem glatten Rand. Der Deckel fast flach mit graviertem Kreis mit drei Blattern um 
den Nabel, der ein Wappen und die Buchstaben DVMK, V und M in Ligatur, enthält. Am Henkel 
bekrönendes .Figürchen einer Sirene, die ihre beiden Fischschwänze hält. Der Henkel unten in eine Maske 
auslaufend. Ende des XVI. Jhs. (Prunkzimmer). 

22. Kelch, Kupfer, vergoldet; zirka 18 cm hoch; runder Fuß mit glattem Rand, sechskantig aufsteigend, 
mit gekordeltem Abschlußring. Ebensolche Ringe fassen den kräftigen runden gekerbten Nodus ein und 
schließen den runden Schaft nach oben zu ab. Die glatte, nach oben sich verbreiternde Cupa steigt 
aus achtzackigem Kelch auf. Die Patene mit gravierter Rosette am Rand. XVI. Jh. (Kapelle). 

23. Kokosnuß in vergoldeter Kupfermontierung; zirka 28 cm hoch; glockenförmiger Fuß und eingeschnürter 
Nodus mit Voluten- und Rollwerkornament, Muscheln und Fruchtbüscheln auf gerauhtem Grund. Die 
Nuß von drei Spangen mit angesetzten gravierten Zacken eingefaßt, nach oben mit abwärts hängendem 
BInttfrics geschlossen. Der Deckel mit graviertetn Flechtband und Bandornament, von einer oben ge- 
Kvrbtui Platte mit Knopfpostament und Pinienzapfen bekrönt. Ende des XVI. Jhs. (Prunkzimmer). 

24. iVktt.ralc des Erzbischofs Wolf Dietrich. Kruzifix, 8cm lang, aus Gold; die Balken gegen das Ende 
vcrDreitert, mit angesetzten Halbkreislappcn, an denen Kügelchen hängen; an den Lappen Cherubsköpfchen. 
v.}-^ Krcn7^i;t in der .Mitte ovalförmig verbreitert und hat eine gravierte Glorie, vor der an der Vorder- 
-citL d.i. Kurpus, an der Rückseite Maria mit dem Kinde über der Mondsichel, in ganzer Figur, stehend, 
.. .Ceiuacht ist. über dem Korpu? Rollwerktafel mit INRJ. Ende des XVI. Jhs. — Am 26. April 1848 



Städtisches Miiüeiim Carolino-Augusteum 



269 



gelcgentlicli der Beisetzung des Weihbischofs Hofmann aus Wolf Dietrichs halbverfallenem Sarg in der 
Uabrielskapelle genommen (Jahresbericht 1848; Zimmer XXXIX). 

25. Salzbchillter, Kupfer, vergoldet; zirka 20 an hoch; Aber drei volutenfiirnuK gebildeten Füßen sitzt die 
untere Scheibe (mit drei halbkugelig vertieften Behaltern) von beiläufig dreieckiger Form mit abgerun- 
deten Ecken und Zacken in den Zwickeln. Drei runde Stabchen stehen auf den Zacken auf und tragen 
eine zweite ebensolche Scheibe. Zu jeder von beiden gehört ein beweglicher Deckel mit getriebenen Muschel- und 
Kartuscheornamenten, die durch ein viertes runde«? Stäbchen in der Mitte fest verbunden sind. Dieses ist 

durch ein Loch in der oberen Scheibe und 
durch Hülsen um die äußeren Stabchen be- 
weglich. Auf dem oberen Deckel bekrönendes 
Figürchen über Postament: Putto, einen großen 
Löffel in der Rechten haltend. Anfang des 
XVII. Jhs. (Fig. 359) (Prunkzimmer). 





Fig. 359. 



Fig. 358 Gravierung des Deckels eines Messingtinlenzcuges (S.268) 



Fig. 359 SalzfaU (S.269) 



26. Lustcr aus Messing; über Kugel balustcrförmige Spindel, von der sechs doppelt eingerollte Spiralarme 
ausgehen und mit flacher Traufschale enden; über jedem Ann Spiralranke, in Glockenform endend. Als 
Bekrönung Doppeladler und Anhängering. XVII. Jh. (Jagdzimmer). 

27. Eine Anzahl von Bronzemörsern, die meisten glatt mit Verstarkungsrippeii; einer mit gravierten 
Blattornamenten und gestanzten Halbkreisornamenten an der Wand und Rundschrift: Peter Egendorfer 
lliSU (Fig. 360); ein zweiter mit Reliefdarstellungen von Sirenen zwischen Ornamcntfeldem, die die Steil- 
henkel einfassen. XVI. Jh. (got. Halle). 

23. Einfacher Henkelkrug, Silber, vergoldet; zirka 11cm hoch; mit flachem Deckel und gekörntem Grund 
als einziger Verzierung. Der Henkel als Volute mit Blattwerk. Am Boden Augsburger Beschauzeichen 
und Meistermarke VS. Ende des XVII. Jhs. (Prunkzimmer). 



Rg. C60 



270 



Städtisches Miiseum C.irolino-Augiistciini 



29. Becher, Silber, zum Teil vergoldet; zirka 11-4 cm hoch; glatt nach oben verbreitert. Graviertes 
Wappen zwischen Palmzweigen und Datum: 1079. Im Fuß Augsburger Beschauzeichen, zweimal das 
Meisterzeichen R' :i2U {Christoph Banker f Jfiö3) und Würxcnzeichen (Prunkzimmer). 

^0. Kleiner Gebcthuchdeckcl; 6-6x8-5fw; in Silber, durchbrochen gearbeitet. Die Außenseiten graviert, 
die Gliederung in Relief, innen glatt, jederseits Blatt- und Blütenranke, stilisiert nach außen von einem 
profilierten, nach innen von einem gekerbten Streifen abgeschlossen. Im Mittelfeld Ovalbildchen mit Gra- 
vierung, Anbetung der Hiiten beziehungsweise der Könige in ungenauer Darstellung; herum Spiralranken 
mit Vögtin. Der Rücken dreigeteilt mit Rankenornament. An der Rück.^eite enthalt die Bordüre rechts 
oben ein kaum kenntliches Wappen unter Krone (hist.-top. Halle). 

?1. Kastchen, Kupfer, vergoldet, mit Silberbeschlägen. Rechteckig, 7-3 cm breit, 5 cm tief, 4-5 cm hoch. Auf 
vier Kugelfüßen; das Kästchen wird unten von einem Silberstreifen mit einfachen Schraffen, der Deckel 




Fig. 360 Bronzemörser von 1639 (S. 269) 

von einem ebensolchen Streifen eingefaßt. Die Kanten des Kästchens sind mit ausgeschiittencn gra- 
vierten Beschlägen besetzt. In den Längsseiten gravierte Profilköpfe, in den Schmalseiten Rollwerk- 
ornament, an der Unterseite stehende Frau im Profil, mit betend erhobenen Händen. Der Deckel wird 
oben durch emen die eigentliche Sperrung deckenden Streifen (gleich dem einfassenden) zweigeteilt und 
enthält in rosa Plüsch vergoldetes eingelegtes Bandornament, die Bänder in dreilappige Blättchen ans- 
aufend. Die Innenseite des Deckels nimmt das Schloß ein. Das offene Schlüsselloch nur Maske. Zweite 
ll.'ilfte des XVII. Jhs. (Prunkzimmer). 

'-'. T,is.<;c, Silber, (ivale Form; 21-5 cm x 175 cm; gezackter Rand, Bordüre mit großen, getriebenen 
isiimiui. Im Fond Darstellung: Perscus reitet auf dem Pegasus auf den Drachen zu; rechts Andromeda 
an unon i\ls geschmiedet. Augsburger Beschauzeichen. Meistermarke ^J*. Um 1680 (Prunkzimmer). 

r»'".i'''r''l-r''* ?•"''''''• ^■"'^'■' ^"'" ''"'•''' vergoldet: zirka 20cm hoch. Über drei großen Kugelfüßen. Der 

\X\CLr m!l l- ^'^■'"»^^'li'"«". stilisierten Blättern und Blumen. Der Deckel leicht gebaucht mit ge- 

ii»our HLittraiike und Blattrosette um die Kugelbckrönung. Im Deckel innen graviertes infuliertes 



Slditlisclics 'MiisciiMi Citolliu)'Au|>uktcum 



271 



Wappen des Fflrstabtcs von Kempten; drei Blatter. Brustbild der «ekrOnten hl. Jungfrau in StralilenKloric. 
Am Deckel und am Boden AuKsbnr(,'er Beschaiiziicluii und Meistcrmarke (W/f/). Würxenzciclien. Ende des 
XVII. Jh. (Fig. 361) (Prunkzimmer). 

34. Kruj,', Kupfer, vergoldet; zirka H-5 cm liotli; über drei Muschelfiilicn nut Kravierter Darstellunj; am 
Bauch (von links nach rechts): Treiber mit drei Hunden an der Koppel. Hase. Pfeife rauchend, Har- 
lekin (?), Bar, (?) aus einer Dose eine Prise nehmend, hl. Georg, den Drachen tötend, auf dem Hügel die 
betende [ungfrau; alles auf gemeinsamen Landschaftsstreifen. Im Deckel graviertes Bandornament, in 
Drachenköpfe auslaufend, Vogel und Fisch und gekerbter Knopf als AbschluÖ. Unten im Boden gravierter 
Doppeladler mit unkenntlichem Figürchen im Herzschild, oben zwei eine Krone haltende Greife; unten 



Flg. 361. 





Fig. 361 Üi-ckclpokai 
(S. 271) 



l-iy. JüJ. Sl-iiidkreuz der Kleidermachcr- 
gcnossenfchaft (S. 272) 



zwei Scheren imd Inschrift: Sebastian Weinbrener Ar/s. HoH - befreikr Duch- Scherer. Volutenfönuiger 
Henkel mit Zacken daran. Um I7(K) (Prunkzimmer). 

33. Triiikhorn aus einem gedrehten roten Hörn mit Silbermontierung. Die Mündung mit glattem Reif 
mit innen angesetztem Lappenkranz; das beiderseits gelappte Ortband und der Schuh sind auf Rinder- 
füBe gestützt. Letzterer auch mit Schwanz; der gleich dem Schuh mit Riemenwerk auf geranktem Grund 
ornamentierte Deckel trägt als Knauf ein springendes Rind. Meistermarke des Anton Ricdlechner in 
Salzburg. Anfang des XVIII. Jhs. (Prunkzimmer). 

38. Pokal, Silber, der obere Rand vergoldet; 21 an hoch; der glockenförmige Fuß mit gelapptem Rand, 
getriebenen und gravierten Riemen- und Blumenornamenten. Der balusterförmige Nodus oben eingeschnürt. 
Das GefäL^ wie der Fuß ornamentiert mit Schildchen mit Faßbinderwerkzeugen und der Inschrift: Georg 
Wan^cr, Jacob Kaftmair B.Z.M. und darunter: Georg Warif^er. Jacob Kraftmair pede zöli maister. Salz- 
burger Beschauzeichen. Meistermarke des Johann Gottfried Gebisch. Um 1725 (Prunkzimmer). 
37. Standkreuz der Wagner und Hufschmiede; Kupfer, vergoldet mit versilberten Auflagen; zirka 68-5 cm 
hoch. Runder vierlappiger Fuß, abgerundeter Nodus, das Kreuz in Drcipasr.e ausgehend, an denen 



272 städtisches Museum Caroliao-Augusteuin 

Kugeln in Blattfassung sitzen, Flaitiinen in den Zwickeln. Am Fuß Schildclien in Blattratimung, in einem 
gravierte Rosette (F^ad?), in einem zweiten; F. Engl R. V. 1785. An den Kreuzpässen gerahmte Rund- 
medailions mit Halbfiguren der Kirchenväter beziehungsweise Evangelisten; das Korpus mit vergoldeter 
Dornenkrone. An der Rückseite, dem Korpus entsprechend, hl. Eligius. Am Fulirand Inschrift: Hans 
Kirchmair, Mathias Spagl, Wilhelm Waidinger, Franz Schnueg. Anno 1705 (Zimmer XXXIX). 

38. Zunftkreuz der Brauer; Kupfer, vergoldet, mit versilberten Auflagen; zirka 83cm hoch. Fast runder 
Fuß, dessen Vierteilung durch Kugelschnüre betont wird. In den Lappen aufgelegtes Spitzblattornament 
um ein Schildchen mit Namenszug Christi, Maria und Josefs und Inschrift: Dises Greiz hat ain ersames 
Handwerk der Burg. Bier Br'aier A. MDCCVI machen lasen. Der Nodus vasenförmig mit aufgelegten Frucht- 
schnüren. Das Kreuz in Dreipässe auslaufend, jeder Paß in drei kleine Pässe iintergcteilt, mit Knöpfen 
besetzt. Flammen in den Zwickeln. Vorderseite Korpus, darüber Schrifttafel in Rahmung aus Chtrubs- 
köpfchen, seitlich große Cherubsköpfchen, darunter Applike, stehende Mutter Gottes. F^ückseite: in der 
Mitte Taube in Glorie, darüber Applike Halbfigur Gott-Vaters, seitlich Cherubsköpfchen, darunter hl. 
Florian. Von 1706 (Zimmer XXXIX). 

39. Abschluß einer Fahnenstange (?). Messing, zum Teil versilbert, zum Teil vergoldet; zirka 40 cm lang. 
Der Stangenkopf rund, eingeschnürt, mit getriebenen Bandornamenten, Rosettengitter usw. Darauf aus- 
gezackte vergoldete Glorie, die an der einen Seite unter Baldachin die Applike der Gerechtigkeit mit 
Flammenschwert und Wage, an der anderen Seite nur den Baldachin trägt (Figur entfernt). Um 1715 
(Zimmer XXXIX). 

40. Standkreuz der Kleidermachergenossenschaft, Gclbmetall, zum Teil vergoldet; zirka 81 cm hoch. Der 
gering gebauchte Fuß von ovaler Grundform, durch schwache Einkerbungen viergelappt; das Mittelstück 
mit vier Einschnürungen; das Kreuz mit Strahlen in den Zwickeln, aus einem Blattkelch erwachsend, die 
drei Anne in Pässe endend, an denen Kugeln in Blattkelchen sitzen. Der Fuß und das Mittelstück mit 
getriebenem und aufgelegtem Ornament: stilisierte Blüte und Obst, Volutenbandwerk und Blumenkörb- 
chen über Draperien. Das Kreuz mit aufgelegtem Ornament, mit bunten Glasflüssen in reicher Fassung; 
an der Vorderseite das Korpus, in den F^ässen ausgeschnittene Appiikcii, Halbfiguren dci hl. Katharina, 
Apostel? mit Schere beziehungsweise Lanze, am Fuß die Mutter Gottes, in ganzer Figur, stehend. Über 

Fig. 362. dem Korpus reich verzierte Kartusche mit INR/. Um 1730 (Fig. 362; Zimmer XXXIX). 

41. Standkreuz der Glaserzunft; Kupfer, vergoldet und versilbert; zirka 77 cm hoch; über Fuß, der von 
ovaler Grundform und in vier Lappen geteilt ist, birnförmiger Nodus, darauf das Kreuz mit Strahlen in 
den Zwickeln, die Arme in Dreipässe ausgehend, an denen Kugeln sitzen. Am Fuß Nodus, in den 
Zwickeln und Pässen aufgelegtes, versilbertes Ornament: Rosettengitter, Band- und Blattwerk, Rosen 
Ober Baldachinen; an den Pässen überdies noch rote Glasflüsse in Blatteinfassung. An der Vorderseite das 
versilberte Korpus, an der Rückseite Medaillon mit Relief des hl. Lukas in Rahmung. Unten am Fuß 
gravierte Inschrift: Lorenz Paar elt ister Maister : Johan Georg Prickncr : Sebastian Hörl : Joseph Geist- 
mair : Joseph Prause : Maria Ursula V Pickhen F 1737. Darüber: Lindtnerin geweste Glasermaisterin 
(Zimmer XXXIX). 

42. Silberplättchen, rechteckig, mit leicht abgerundeten Ecken; 5-5 x 88 cm; vielleicht ursprünglich als 
Füllung einer Dose verwendet. Gravierte und durchbrochene Arbeit. Schmale Bordüre mit graviertem 
Flechtband mit Blumenornamenten als Füllung, darin um ein Kartuschefeld symmetrische japonisierende 
Darstellungen, Bandornamente mit Vögeln und Häuschen. Rückseite glatt. Zweites Viertel des XVIII. Jhs. 
(hist.-top. Abt.). 

43. Standkreuz der Kürschnerzunft; Messing, versilbert, mit vergoldeten Auflagen; zirka 77 cm hoch; ge- 
bauchter breitovaler Fuß, der kaum kenntlich viergeteilt und mit Ornament: Bandwerk, Rosettengitter 
usw. übersponnen ist. Gedrückter, achtseitiger Nodus. Das Kreuz aus Blattwerk aufsttigen'd, in drei 
Dreipüsse auslaufend, an denen Eicheln in Blattkelchen sitzen, mit Strahlen in den Zwickeln. Glasflüsse 
in Rosettenfassung und aufgelegtes Ornament an den Armen. An der Vorderseite über dem Korpus 
/yv/?/-Tafel, an der Rückseite von zwei Löwen gehaltene Inschriftskartusche: Das ganze errsamc Handt- 
werch der Khirschner 173fi. (Zimmer XXXIX). 

44. Zwei Zinnleuchter: 64*3 cm hoch; der Fuß besteht aus drei auf Knäufen aufstehenden Volutenbändern, 
die oben mit Cherubsköpfchen besetzt sind und Band- und Blatt- und Baldachinornamente um drei 
Schildchen enthalten. In diesen Inschrift: Catharina Reichhardtin — Burg. Kirschnermeisterin — in Salzb. 
Gudtlietterin 1743. Der Schaft unten mit eingeschnürtem Nodus mit drei Cherubsköpfchen, in seinem 
oberen Teil mit Blattornament (Zimmer XXXIX). 

4.V Reliquiar in Monstranzforin, Weißmetall, zum Teil vergoldet; 37 cm hoch; breitovaler Fuß, durch 
gekerbte Bänder viergeteilt, mit getriebenen Kartuschen in Rocaille an den Lappen. Der Nodus als 
Kenquicnbeliiiltcr gestaltet, vom verglast; der Hauptteil sonnenmonstranzförmig mit zwei Reliquien- 
it iVtn "'1'*^'' ^^'''ächin mit Füllhörnern, Blattschnüren, Rocailleornamenten und bunten Glasflüssen, 
um 173Ü. Aus der Sammlung Unterhölzer (Zimmer XXXIX). 



Sljldti5clii's MiiH-tiin CirolinoAiigusteum 



273 



46. Kleiner Weihwasserkessel, Kupfer, vergoldet, mit reicher, getriebener und gravierter Rocaille. Mitte 
des XVIll. Jhs. (Zimmer XXIX). 

47. Standkreuz der Weberzunft; Messing, vergoldet und versilbert; zirka 69 cm hoch. Der Fuß von breit- 
ovaler Grundform, durch Bänder viergeteilt, mit getriebenen Rocailleornamcntcn verziert, an den Brcit- 




l'ig. .ii)3. tlireiischiU üo UtMvn Ü'üotu-U (S. J74) 

läppen gerahmte Kartusdien mit Weberzeichen und Inschrift: Z. M. Joseph Slempfhueper, Mathis Brug- 
moser, Mathis Reithner, Johan Auer 17öS. Eingeschnürter, achtseitiger Nodus. Das Kreuz steigt aus 
großen Blattern auf, ist mit Rocailleornamenten ütierkleidet und endet in drei Dreipässe, die ausgeschnittene 
Appliken: Halbfiguren der Mutter Gottes und zweier Heiligen tragen. Über dem Korpus /A'/?/-Tafel in 
Rocaillerahmung. An der Rückseite des Kreuzes Glasflüsse, Strahlen in den Zwickeln (Zimmer XXXIX). 

48. Weihwasserbecken aus Bronze, gegossen und überarbeitet. Das Wassergefäß unten spitz zulaufend, 
gedreht; die Rückwand mit asymmetrischer Rocaille mit Ähren und Trauben, einem Putto und mehreren 
Cherubsköpfchen. Drittes Viertel des XVlIl. Jhs. (Rokokostübchen). 

XVI 35 



274 



Städtischrs Museum Carolino-Augusteum 



Fig. 363. 



49, Standkreuz der Oberiulorfcr Schiffbauerzunft, 1907 gekauft, Weißblech; zirka 70cm hoch. Der Fuß 
von ovaler Grundform, der Schaft mit zepterartigen Einschnürungen und Ausladungen, das Kreuz aus 
Blättern aufsteigend, in Dreipässe auslaufend, mit angesetzten Kugeln und vergoldeten Strahlen in den 
Zwickeln. Ebenso vergoldete aufgelegte Ornamente an den Pässen, am Fuß, Rosetten an der unteren 
Platte. An der Vorderseite das Korpus und Kartuscheschildchen mit INRl, an der Rückseite Applike 
vor Strahlenglorie. Halbfigur des hl. Nikolaus über Wolken. Ende des XVIII. Jhs. Gering. (Zitr- 
mer XXXIX). 

50. Ehrenschild des Grafen O'Donell, Silber, kreisrund, Durchmesser 87 cm. Im leicht gewölbten Feld ein 
Mittelmedaillon, an das sich diagonal angeordnet vier halbkreisförmige Medaillons anschließen; in jenem 
getriebene Darstellung eines gewappneten Engels im Kampfe mit einem vielköpfigen Drachen, in den Halbkreisen 
allegorische Figuren von Mut und Stärke, Vaterlandsliebe und Treue, Einheit und Sieg, Ruhm und Ehre. In 
den vier Kreuzflächen dazwischen Wappen; am Rande die Widmungsinschrift: Dem Retter des Kaisers, am 
18. Februar IH'hi, Oberst Graf M. C. O'Donell, die österreichische Armee. Diese Inschrift ist an drei Stellen 
durch kurze Säulen mit Wappen und Schlachtennamen unterbrochen, neben denen je zwei die Truppen- 
gattungen der Armee darstellende Figürchen stehen; unten das Wappen des Grafen O'Donell (Fig. 361<). 
Von Van der Null und Karl Mayer entworfen, von Josef Caesar modelliert, von der galvanoplastischen Anstalt 
Karl Schuh in Wien ausgeführt. Anläßlich des Attentates auf Kaiser Franz Josef I. dessen Retter Grafen 
O'Donell von der österreiciiisclien Armee gewidmet, von der Witwe des Grafen 1895 dem Museum gewidmet. 
(Ausführliche Beschreibung Salzburger Chronik und Salzburger Volksblatt, 1895, Nr. 184.) (Waffenhalle.) 



Verschiedene 
kirchliche 

Einrichtung«:- 

stUcIte und 

Möbel. 



Flg. 36-1. 



r\t. 365. 



VIII. Verschiedene kirchliche Einrichtungsstücke und Möbel. 

1. Laternen an langen Stangen. Die Stange mit gemalten Hopfenranken auf Goldgrund; die sechsseitige 
Laterne von gedrehten Säulchen gegliedert, über Volutenbändern (aus Blech), die zum Teil in Cherubs- 
köpfchen auslaufen, aufstehend. Vorn und hinten zwischen den Volutenbändern Kartuscheschildchen mit 
gekreuzten Brauerinsignien. Seitlich statt der Säulchen ausgeschnittene Schablonen: Madonna mit Kind 
und hl. Florian. Oben als Abschluß zwei kleine Gewandengel, ein Schildchen mit Namenszug Maria 
beziehungsweise Jesus an der Rückseite haltend. XVII. Jh. (Zinmier XXXIX). 

2. Hausaltar, rot und grau marmoriert, zum Teil modern polychromicrt. Der Hauptteil enthält über 
Staffel mit vortretenden Postamenten ein von gedrehten Säulchen flankiertes, von angesetzten Blatt- 
voluten gerahmtes, rundbogig abgeschlossenes Bild der Krönung Maria in Blattkranzrahmcn. Dreiteiliges 
Gebälk und ein die Altarform gekürzt wiederholender Aufsatz zwischen geschwungenen Giebelschenkeln. 
Drittes Viertel des XVII. Jhs. (Zimmer XXIX). 

3. Opferstock aus Holz mit schmiedeeiserner Verkleidung. Der Stock, ein unbehauener Stamm; darauf 
das Schloß und die Einwurfsöffnung in reichem Rocailleormanent. Um 1750 (Zimmer XXXVIII). 

4. Kleines Wandaltärchen, Holz, polychromiert und vergoldet; zirka 80 cm hoch; über Ablauf mit 
reichem Blattornament, dem Figürchen eines hl. Evangelisten und einem Wappen (quergeteilt: oben drei 
weiße Kugeln, unten roter Löwe in Weiß), seitliche Postamentbündel mit geschnitzten Maskerons. Darauf 
Mittelteil aus einem rundbogig geschlossenen Bildchen: Christuskind mit Maria und Josef bei der Rückkehr 
aus Ägypten — zwischen flankierenden Pfeilerbündeln stehend. Diese Bündel sind in geschuppte Voluten- 
bänder mit Fruchtbüscheln und Engelhermen aufgelöst, die über Polstern das verkröpfte Abschlußgebälk 
tragen. An die Pilaster außen sind Konsolen angesetzt, darauf zwei weitere Evangelisten unter Blatt- 
voluten. Auf dem Gebälk der vierte Evangelist zwischen großen Blättern in der Form eines gesprengten 
Segmentgiebels. Zweite Hälfte des XVli. Jhs. 

5. In vergoldetem geschnitzten Schreinchen (zirka 32 cm hoch), die an der Vorderseite verglast sind, über 
mit Rocaille ornamentierten Postamenten die 17-2 cm hohe Statuette eines hl. Jünglings (hl. Sebastian) 
aus Elfenbein. Um 1750. 

6. Pendant dazu; hl. Rochus. 

7. In einem Schrein eine Anzahl geringer Heiligenbildchen des XVIll. und vom Anfang des XIX. Jhs., 
Wachsreliefs, kleine Reliquiare usw. aus dieser Zeit. Auch eine Anzahl von hölzernen Kreuzreliquiaren, 
die an der Vorderseite (geschnitzt) das Korpus Gott-Vater und die Taube und Maria mit dem Schwert, 
an der Rückseite die Leidenswerkzeuge enthalten (XVIII. und XIX. Jh.) (Zimmer XXXIX). 

8. Theatrum mit perspektivischer Felsenszenerie und mit aufgestellten gemalten Figurenschablonen in 
halber Lebensgröße, das Martyrium des hl. Maximus und seiner Gefährten darstellend. Von Franz 
Seraph. Kurz von Goldenstein 1842 in Laibach entworfen und ausgeführt (Fig. 364). 

9. Eine Anzahl Krippen (beziehungsweise Auferstehung Christi) von überwiegend volkskundlichem Inter- 
esse (Zimmer XXXVIl). 

10. Stuhl aus Holz mit Resten von Bemalung (Fig. 365). Thronartiger Lehnstuhl, die Vorderseite des Sitzes 
in stumpfem Winkel vortretend, dem sich die reichen Profilierungen der Basis- und Abschlußplatte anpassen. 



Städtisches Museum Cirolino-Augufteum 



275 



In den zwei Sclinialsciten und den zwei Seiten der Vorderwand einjjeblendete Drei- und Vierpflsse mit 
Fiscliblasenmuster in den Zwickeifflllungen. Der Wulst unter der Abschiußplatte gekordelt. Zwei weitere 
wuciitige Kordeln bilden an dem vorderen Absclilußpfosten der Lehne ein zopfartiges Ornament; die 
Lehne selbst steigt geschweift und abgefast zur Rückwand auf, wo sie mit einer Kugel abschließt. Von 
der Lehne zum Sitz durchbrochenes geschnitztes Maßwerk (aus Kiel- und Spitzbogen, f-ischblasen und 
Vierpaß) in rechteckigem, von einer Kordel eingefaßten Feld. Die Rückwand außen: das große recht- 
eckige Feld mit Kordeleinfar.sung, in der oberen Hiilfte glatt, in der unteren vertieft mit eingeblendetem 
Fischblasenmaßwcrk. Die Rückwand innen ist glatt, der obere Abschluß abgeschrägt. Zweite Hälfte des 
XV. Jhs. Der Stuhl stammt aus der St. Leonhardskirche bei Tamsweg im Lungau, wo er in der Ecke 
des offenen Glockenhauses stand. 1851 vom Museum übernommen (Jahresbericht, 1851) (Kapelle). 

11. Beichtstuhl aus lichtbraunem Holz. Vorn glatte Tür. Die Öffnungen gegen die Schmalseiten von 
gedrehten Siiulchen eingefaßt, von durchbrochenem Fischblasenmaßwerk und Zinnenkranz abgeschlossen, 
gegen die VorderwancI mit reicherem Maßwerk aus Kielbogen mit einspringenden Zacken, Krabbenbesatz 




Fig. 364 Marter des lil. Maxiimis von Fr.inz S. Kurz von Goldcnstein (S. 274) 



und einer die Zinnenkranzbekrönung durchbrechenden Kreuzblume abschließend; über den gedrehten 
Säulchen Fialen vierseitig mit kielbogig bedachten Nischen, spitzem mit Krabben an den vier Kanten be- 
setztem Dach und Kreuzblumenabsciiluß. Zwischen den Fialen und dem Kielbogen in der Mitte fenster- 
artiges Maßwerk, spitzbogig mit einspringenden Nasen. Die Rückwand des Stuhles ist innen mit einem 
vertieften Feld mit Flechtbandornamcnten in eingelegter Arbeit in zwei Schattierungen. Das Feld ist 
nach drei Seiten von einer geschnitzten Stechblattranke gerahmt, nach der vierten oberen von einem 
hischriftsstreifen abgeschlossen: Anno domini milcsimo quadringe" LXXlIll anno. Stark enieut (Kapelle). 

12. Kirchenbank, zum Teil erneut, aus braunem Holz. An der Rückwand und den Wangen breite Bor- 
düren, an der Vorderwand schmale Rahmung und zwei gliedernde Vertikalstreifen, alle mit gekerbten 
Blattrankenornament. An der Vorderwand statt der oberen Rahmung breiterer Inschriftsstreifen: Ante' 
qua iudicas domine miserere mei, 1487 (Kapelle). 

13. Kirchenbank, braunes Holz, die Wangen als Cherubsköpfe mit ausgebreiteten Flügeln gearbeitet. 
Um 1640 (Fig. 366; Zimmer XXXIX). 

14. Sechs Holzitühle und zwei Sitze mit Lederpolsterung und -lehnen. Die vertikalen Leisten der 
Lehnen in kleine Voluten endend, die Armlehnen als kräftigere Volutenbänder gebildet, die Füße und 
Spreizen einfach, mit Kerben verziert. Das Leder gepreßt in Gold, Silber, Rot, Weiß und Grün; große 
Rosette mit stilisierten Blüten, auf Sitzpolster auch vier Vögel in den Ecken. Das Leder ist an diese 
Stuhlleisten durch rosettenförmige Nägel befestigt. Die Stühle und Sitze stammen aus der ehemaligen 
Universität in Salzburg. Um 16(X) (Studierzimmer). 

35* 



Fig. 3f6. 



276 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



15. Tisch mit Holzgestell und runder Tischplatte mit eingelegtem Marmormuster (Scagliola), speichenförmig 
gestellte Säulen darstellend, die von einem Rand in Form eines Rundbogenfrieses zu einem ähnlich ein- 
gefaßten Mittelfeld führen, das ein Alliancewappenband Land Salzburg — Erzbischof Wolf Dietrich enthält. 
Um 1590 (Wolf-Dictrich-Zimmer). 

16. Neun Stühle aus dunklem Holz mit geschnitzten Lehnen, darunter vier mit Wappen von St. Peter 
und drei davon mit Jahreszahl JfiSS, zwei mit großen Maskerons und Rollwerk. Um 1660 usw. (Küche). 

1 7. Tisch, quadratische Platte, mit Schub- 
lade, mit eingelegtem Naincn: Hans 

Schadeiner 1711 (Zimmer XXXVII). 





Fig. 366 Chenibsköpfclicn von der Wange 
einer Kirclienbanl< (S. 275) 



Fig. 365 Kirchenstuhl aus St. Leonhard (S. 274) 



18. Garnitur; Tisch, Sofa, drei Stöhle 
und drei Sitze aus braun gestrichenem 
Holz mit leicht vergoldeter, geschnitzter 

Rocaille. Die Überzüge neu ersetzt. Als Tischfuß dient ein Putte auf liegenden Volutenfüßen. Um 1760 

(Rokokozimmer). 

19. Oueridons mit reich geschnitzter polychromierter und vergoldeter Stütze mit langgezogener Rocaille, 
hilngendcn Blumcnschnüren und Muschelwerk. Um 1770 (Rokokozimmer). 

20. Gticridon mit breiterer Stütze, dem früheren ähnlich ornamentiert. Um 1770 (Rokokozimmer). 

21. NVandtLsch, halbrund, auf drei Füßen; die Tischplatte gemalt: Christus als guter Hirte mit gereimten 
Meischnften in ornamentaler Bemalung von 1805 (Zimmer XXIX). 

"'» \^''^'^,'^''"'''';i,.^^';'"dtischchen. halbnmd, auf vier Füßen, mit großer Landschaft mit Staffage in Rot 
auf der Platte (Zimmer XXIX). 



StildtIfchM Museum CArollno-Augusleum 277 

Weihwasserbecken. 

1. Aus rotem Stein, zum Teil eingemauert. Fuß achteckig, die Schale gleichfalls aus dem Achteck 
konstruiert, mit eingeblendetem Vierpat^muster in den freien Seiten. XV. Jh. (Kapelle). 

2. Aus rotem Stein. Über quadratischer Plinthe runde Ba.sis, darauf achtseitiger Zcmentpfeiler mit Wulst- 
abschluß. Das Becken steigt kelchfürmig mit skulpiertem Facettenornament auf und schließt mit einer 
dicken, leicht vorspringenden achtseitigen Platte, die an der Vorderseite das Datum />/T tragt. Das 
Becken ist halbkugelig vertieft. Aus der Stiftskirche Nonnberg stammend (Kapelle). 

3. Aus gelbrosa Stein, zum Teil eingemauert. Die oben abgeschrägte Basisplatte und der von Wülsten 
eingefaßte Pfeiler ist aus dem Achteck konstruiert. Darüber die in zwei Seiten vorspringende Schale, die 
an der Außenseite mit einem infulierten Doppelwappen (Passau und Bischof Wiguleus Fröschl, 1500—1516) 
skulpiert ist. Das Becken oben halbkugelig ausgehöhlt. Anfang des XVI. Jhs. 

4. Aus Adneter Marmor, rund vorgebauchtes geripptes Becken; die Rückwand mit Löwenmaske in 
segmentbogig abgeschlossenem vertieftem Feld, um das eine Inschrift läuft; über profiliertem Gebälk 
flacher, geschweifter Aufsatz, der in eine Kugel endet. Am Aufsatz Inschriftsschildchen. herum H. N. 10 
(Joachim) !J:i — M (Anna) N (Zimnur XX XIX). 

IX. Möbel. Mobd. 

1. Ehebett aus dunkelbraunem Holz mit geschnitzten Füllungen, Pflanzenranken und Maskerons an den 

beiden Schmalseiten. Anfang des XVII. Jhs. (Schlafsaal). 

2. Ehebett mit reicher, bunter Intarsia, gebogenes Rahmenwerk und naturalistische Früchte darstellend. 
An der Kopfseite Aufsatz mit einer von gedrechselten Säulen eingefaßten rundbogigen Mittelnische und 
zwei kleinen, mit Muscheln bekrönten Seitennischen; in ersterer eingelegte Architekturdarstellung, in letz- 
teren morcskenartiges Ranken werk. Seitlich angesetzte Voluten, als Bekrönung ein von einer Vase ge- 
sprengter Flachgiebel. Anfang des XVil. Jhs. (Zimmer XXXVllI). 

3. Bett aus grau gestrichenem Holz mit Malerei und Vergoldung. Auf vier nach unten verjüngten runden 
Füßen stehend, deren kannelierte Schäfte durch Einschnürungen und Wülste mit Blattfries, Kugelschnur 
und Flechtband gegliedert sind und in Urnen auslaufen. Die Vorderwand unten mit herabhängenden aus- 
geschnittenen und gemalten Blütenschnüren enthält ein geschwungen abgeschlossenes Breitbild — Taufe 
Christi — in Flechtbandrahmung mit Eck- und Mittelrosetten, herum ornamentierte Malerei und Blüten- 
schnüre; über AbschluBgebälk bekrönender Aufsatz, der von Voluten eingefaßt wird und ein von Blatt- 
schnüren und Bandwerk gerahmtes Tondo: Schlafendes Kind in Landschaft, über einer Wolke zwei 
Cherubsköpfclien — enthält. Die Kopfwand enthält einen größeren reicher bewegten Aufsatz, dessen ein- 
fassende Volutenbänder und abschließender geschwungener Segmentbogen Urnen tragen; als oberster Ab- 
schluß ausgeschnittene und gemalte Schablone des Vogels Pelikan mit seinen Jungen. Im Aufsatzfeld 
Malerei; steilovales Bild in ornamentalem Rahmen mit bekrönender Urne und Blattschnüren: Halbfigur 
der Madonna mit dem Kind und dem kleinen Johannes. Bezeichnet: Johan Scherndaner MDCCCXIH. 
Das Bett ist eine Stiftung des Herrn Bürgermeisters M. Ott (Zimmer XXIX). 

4. Holzkasten mit erneuter Anschlagleiste und Zinnenkranz, mit Eisenbeschlägen an Angel. Schloß und 
Türring; kantiges Rankenwerk, graviert, auf Unterlage. Zweite Hälfte des XV. Jhs. (got. Halle). 

5. Brauner, sehr großer Kasten; die Vorderseite ist von einer oben breiteren Bordüre aus flach geschnitztem 
Rankenwerk gerahmt und untergeteilt. In der unterteilenden Bordüre drei Schubladen mit eingeblendetem 
Rautengitter an den Stirnseiten. Erneute Zinnenkranzbekrönung. An den Schmalseiten setzen sich die 
Breitenbordüren und die Bekrönung fort. Alte, einfach ornamentierte Beschläge; die zwei Schlflsselbleche 
in Schikiclienform mit Kreuzblumenfrie;. Um 1500. Aus einem Gewerkenhaus in Rauris stammend 
(Sakristei). 

6. Großer Kasten aus braunem Holz, mit linearer Intarsia, in mehreren Schattierungen .in der Vorder- 
wand und in der Tiefe und einfachen zum Teil gravierten Beschlägen, Schloß und Trägern. Die Gliede- 
rung der Vorderwand: Sockel mit drei Postamenten und zwei (Schubladen-) Feldern zwischen (an drei 
Seiten) umlaufenden profilierten Simsen; zwei gleichgestaltete Geschosse, jedes von drei nach abwärts ver- 
jüngten Pilastern in Türfelder gegliedert, die je ein Hochbild in Intarsia: Hausarchitektur enthalten. Drei- 
teiliges Abschlußgebälk mit Intarsia: stilisierte Palmetten und Greife und kleine, zu dreien gekuppelte 

Voluten unter dem Kranzgesims. Um 1600 (Fig. 367) (Studierzimmer). Fig. 367. 

7. Zwei kleine, braune Holzschränke, einflügelig; die Tür mit zwei quadratischen Fenstern mit tran- 
sennenartigem durchbrochenen Muster vor vergoldetem Fond; das Muster besteht aus quadratischen 
Feldern mit diagonal gestellten Balustern, zwischen denen kleine gedrechselte Knäufe einspiingen. Aus 
dem Oratorium der Domkirche stammend; übere'nstimmend mit den Türen im Totenoratorium in der 
Residenz. Um 1660 (Vorzimmer). 



278 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



8. Großer Kasten aus braunem Holz mit verschiedenfarbiger figuraler und ornamentaler Intarsia und aus- 
geschnittenen gravierten SchlOsseiblechen mit Gesichtsmasken. Sockelgeschoß mit Schubladen, zweige- 
■ig. 368. schossiger Hauptteil mit Türflügeln, Abschlußgebälke (Fig. 368). 

Sockelgeschoß: Von zwei breiten und einem schmalen Postament, die alle drei kräftig vortreten, auf 
geradlaufender Basisplatte aufstehen und von profiliertem Gesimse umlaufen werden, in zwei Felder ge- 




Fig. 367 Holzkaston mit Intarsia (S. 277) 

gliedert. In diesen leistengerahmte Rechtecke mit Intarsia: Greifenköpfe in Blattwerk auslaufend. In den 
äußeren Postamenten ebensolche Rechtecke, die Intarsia stilisierte bunte Blumen darstellend. Im Mittel- 
postamcnt Rollwcrktafel in Intarsia. 

Hanptteil, Untergeschoß: Die Vertikalgliederung geschieht durch Halbsäulen über hohen von Deckplatten 
(die untere durchlaufend) eingefaßten Postamenten, und zwar stehen je zwei auf den seitlichen Sockel- 
postamcnttn und eine auf dem mittleren. Die äußeren Interkolumnien enthalten vertiefte schmale Felder 
(init Intarsia: Blumenvase) in profilierter Rahmung mit Keilstein, der als Konsole ein vorkragendes Ge- 
biilkstück tragt. Über diesem kleines vertieftes Breitfeld (mit Intarsia: Blumcnornament) von kleinen 
l •'ütanuiiten mit Rauten und frei herausgearbeitetem Rollwerk eingefaßt, das als Konsole untei dem 
rrennungsgebalk der Geschosse sitzt. In den zwei Tflrfeldern Intarsiahochbilder unter Rundbogen auf 



SIH'JliscIlCS Miisoiiiii CaroHiio-Aiit^iistciiiii 



279 



F'ilastcrn in F^ahiming; die Bilder stellen dar: Caritas — eine Krau, ein nacktes Kind im Ann, ein be- 
kleidetes neben sich, im HinterKninde scIiloliartJKes exotisches Gebäude — und eine Frau in Rüstung, eine 
Lanze in der Linken, einem am Boden liegenden Krieger einen Becher zum Trinken reichend. Die Rah- 




l'ig. >iÜS iiwcigescliossigcr Holzkasten mit reicher Intarsia (ü.^ii) 

niiing besteht aus seitlichen Säulen mit dreiteiligem Abschlußgebälk auf volutengefaUtem Aufsatz mit 
Flachgiebelbekröniing; die Säulen stehen auf einer Staffel mit seitlichen Volutenpostamenten; die Staffel 
wird von zwei Konsolen mit eingelegter Kannelierung getragen. 

Das Gesimse, das die Geschosse trennt, besteht aus einem Triglyphenfries mit alternierend ornamen- 
tierten Intarsia- (Schubladen-) Feldern, mit Eisenknöpfen an Rosetten; darüber profiliertes Gebälk, das 
ebenso wie der Triglyphenfries über den Säulen rechteckig vorspringt. 



280 Siadtisches Museum Carolino-Augusteum 

Haiiptteil, Obergeschoß: Im wesentlichen mit dem unteren übereinstimmend; die Säulen mit korinthisie- 
renden Kapitalen, die mittlere Ober geschwungenem Postament. In den Interkolumnien Rundbogennischen 
mit Intarsia unter Muschelabschluß; als Bekriinung Segmentbogengebälk, das von einem Volutenband 
geteilt wird. In den Türfeldern die Hochbilder unter Rustikabogen: Fides (Engel mit Kreuz, Räucher- 
schiffchen, Buch usw.) — Justitia (Frau mit Wage und Schwert). Die Rahmung: statt der Säulen frei 
herausgearbeitete Steilvoluten über zweigeschossiger Staffel, die unten aufgelegte Flachschnitzerei zwischen 
Postamenten mit Rauten, oben seitliche Konsolen mit eingelegter Kannelierung enthalten. Abschluß- 
gebälk mit Zahnschnitt und Keilstein, darüber zurücktretende Rollwerkbekrönung. 

Das Abschlußgebälk ist dreiteilig, der Mittelstreifen von Rollwerkfeldern über den unteren Säulen ge- 
gliedert; darauf verschieden ornamentierte Volutenbänder, die das mit Zahnschnitt und Eierstab ver- 
zierte, vorkragende Kranzgesims umklammern. Im Mittelstreifen des Gebälkes bunte Intarsia mit Jagd- 
darstellungen (Hirsch beziehungsweise Eber). 

Die Tiefenseiten des Kastens machen durch die umlaufenden Gesimse die Geschoßgliederung mit und 
enthalten einfach gerahmte Felder. Der Kasten stammt aus dem St. Peterschen Stiftsgebäude in Maria 
Piain. Um 1600 (üelehrtenstuhe). 

9. Großer Schrank aus lichtbraunem Holz mit aufgelegten Scheiben und Spiralornamenten in gerahmten 
Feldern. Sockel mit vier Schubladen. Der Unterteil von dem ähnlich gestalteten Oberteil durch ein drei- 
teiliges Gebälk mit vier Doppel- und zwei einfachen Schubladen in der Attika geschieden; der Oberteil 
durch vorkragendes dreiteiliges Gebälk abgeschlossen. Der Unterteil wird durch fünf Halbsäulen mit 
Perlstäben im unteren Drittel der Kannelierung gegliedert; die beiden äußeren, ein schmales Feld ein- 
schließenden Halbsäulen werden durch ein gemeinsames Postament gekuppelt. In den breiteren inneren 
Feldern rahmende, nach unten sich verjüngende Pilaster mit Flechtband um ein rundbogig abgeschlossenes 
Feld mit Spiralornament; dreiteiliger Gebälkabschluß mit Kartuscheaufsatz zwischen kleinen Obelisken. 
In den äußeren Feldern rechteckige, oben verbreiterte Nischen mit Obelisken. Der Oberteil wird von 
Säulen mit Perlschnüren und Schuppen in der Kannelierung gegliedert. Die Nischen in den äußeren 
Feldern sind rund, mit Obelisken und Muschelanschluß, darüber Säulenkuppelung wie beim Unterteil und 
in zylindrischer Vertiefung Konvexspiegel; die Pilaster der Rahmung in den inneren Feldern sind 
geschuppt; der Abschluß variiert. 

Der Kasten stammt aus dem St. Peterschen Stiftsgebäude in Maria Piain. Anfang des XVII. Jhs. 
(Ren.-Halle). 

10. Kasten aus braunem Holz mit aufgelegten geschnitzten, knorpeligen Ornamenten, Maskerons und 
geripptem Rahmenwerk. Der große Schrank besteht aus einem Sockel mit vier Schubladen, einem Unter- 
satz, das durch einen Zwischenteil in Form eines dreiteiligen Gebälkes mit sechs Schubladen in der 
Attika von dem vollständig übereinstimmenden Oberteil geschieden ist, das oben wieder ein dem unteren 
ähnlich gestaltetes Gebälk abschließt. Jeder der beiden Hauptteile steht auf einem profilierten Gesims 
auf, das den fünf Halbsäulen rechteckig voispringt; diese gliedern die Wand in zwei breite mittlere und 
zwei schmale seitliche Felder. Erstere enthalten je ein von kleinen Halbsäulchen gefaßtes, von drei- 
teiligem Gebälk mit einem von Maskerons gesprengten Volutengiebel abgeschlossenes Feld mit aufge- 
legtem Ornament unter Rundbogen auf Pilastern. Die seitlichen Felder enthalten rechteckige Nischen 
mit Muschelabschluß, darin Obelisk mit geschuppten Seiten über profiliertem Postament. Als Bekrönung 
gleichfalls Maskeron. Mitte des XVll. Jhs. Aus dem St. Peterschen Stiftsgebäude in Maria Piain (Ren.-Halle). 

11. Schrank aus dunkelbraunem Holz mit aufgelegten Flachschnittornamenten in den von Rippenleisten- 
rahmen eingefaßten Feldern und Gliederungen. Über einfachem Postament ein durch drei Sockel in zwei 
Hälften gegliedertes Untergeschoß mit 2x4 Schubladen. Das Hauptgeschoß ist durch abwärts verjüngte 
Pilaster auf hohen Postamenten in zwei Hälften mit Doppelflügel geteilt. Attika mit vier Schubladen, in 
der Mitte geschnitztes Wappen der Stadt Salzburg. Ausladendes mit Perlstab besetztes Abschlußgesims. 
Die Füllfelder der Türen enthalten Doppeladler. Über den Türen die Legende: Anno 1658 Jahr. Aus dem 
Salzburger Rathaus stammend (Küche). Aus den Stadtkammeramtsrechnungen nicht belegbar. 

12. Kasten aus dunkelbraunem Holz mit hellem, aufgelegten Flachschnitt. Über Schubladenuntersatz der 
zweitürige Kasten, der von drei nach unten verjüngten Pilastern mit Perlschnur und Schuppenornament 
gegliedert wird; in jeder Tür zwei Felder übereinander mit Doppeladlerornament als Füllung. Gebälk mit 
Perlenstaben und Jahreszahl 1657; Aufsatz modern (Zunftstube). 

13. Kasten aus schwarzem Holz, sehr groß, aus einem Schubladensockel, einem zweitürigen Hauptteil und 
einem Schubladenaufsatz bestehend; mit aufgelegten Schnitzereien: Spiralornamente in Blattenden aus- 
l.iiifLiul. Tressenwerk, beginnendes Knorpelwerk in Rahmung. aus gerippten Leisten. Der Hauptteil wird 
vmi drei ci>lrchten Säulen über hohen Postamenten mit ornamentierten Vorderseiten in zwei Felder ge- 
«liedcrt. in jedem em von gedrehten Säulchen über Volutensockeln mit Blattwerk gerahmtes, vorge- 
nauüitcs. riiiulboi,Mg geschlossenes Feld in Rahmung aus Leisten mit angesetzten Ornamenten; über den 
ijiua.kapil.ilLii dreiteiliges Gebälk, dessen oberster Teil durchläuft und zwei volutenförmig eingerollte 
uicoeisciienkcl trügt, zwischen denen über Postament eine Muschel sitzt. Unter diesem Hochfeld ein 



Stadtisches Museum Carolinu-Auguittcum 281 

scliiklniaßig gebaudites brcitovaics Feld in Lcistcnrahmuni; mit Omamcntfüllung. Stark vurstchcnde Tür- 
angeln, knopfartige Türzielier und mit stilisierten Blattranken gravierte Schlüsselblcche. Drittes Viertel 
des XVII. Jlis. (Prunkzimnier). 

14. Kasten, blau und rosa bemalt, vergoldet und polychromiert; vierseitig mit abgeschrägten vorderen 
Kanten mit Untersatz, dreiteiligem AbscIiluL^gebälk und durchbrochener geschnitzter Bekrönung. Im Unter- 
satz Schubladen mit kichtstilisierter Blumeimialerei in geschnitzem Plechtbandrahmen mit Rosetten; 
in den Türfeldern ebenso gerahmte Hochbildclun, Halbfiguren der vier grofien Kirchenvater. Die Tür- 
leiste als bemalte Schablone gestaltet: Über ornamentaler Konsole Pfeiler mit davor stehender Figur der 
iil. Jungfrau mit der Lilie, über ihr der Pfeiler durch ein als weibliche Büste mit Helm gebildetes Kapital 
abgeschlossen. Ebenso gebildete Schablonen an den abgeschrägten Kanten mit Figuren ZAeier Heiliger, 
wahrscheinlich Joachim und Anna. An der rückwärtigen Kante seitlich angesetztes durchbrochenes Ornament. 
Im Breitteil des -AbsdiluBgebälkes zwei Kartuscheschildchen mit Inschrift: Johannes Scherndaner, 1813. Alte 
Beschläge, das Schlüsselblech mit Füllhörnern und Urne (mit Bett Nr. 3 zusanimcngehörig). 

15. Zu 14 gehörig : Kommode, blau gestrichen, mit gemaltem Feld an der oberen Platte und je zwei 
ebensolchen Feldern in geschnitzter F^erlstabrahnumg an den beiden Schubladen, Landschaften in Rot, 
an den Tiefseiten zwei weitere in Braun. Anfang des XIX. Jhs. (Zimmer XXIX). 

16. Truhe aus braunem Holz mit geschnitzten Feldern und Intarsiastreifen, braun auf Schwarz, verschie- 
dene Flechtbandornamente darstellend. Die Truhe steht auf einem Sockel mit rechteckigen FüUen mit 
eingeblendetem Maßwerk und Fischblasenranke. Die Vorderseite der Truhe enthält vier von Intarsia- 
streifen gerahmte quadratische Felder mit eingeblendetem Maßwerk; die beiden äußeren enthalten drei 
Kreise mit verschiedener Füllung, darüber ein Spitzbogen-, darunter ein Rundbogenfries; in den beiden 
inneren Feldern die gleiche Schnitzerei: großer Kreis mit Blattwerk in den Zwickeln, im Kreis ein Ornament 
in der Art einer heraldischen Lilie mit Rosetten als Füllung. Die übrigen Seiten der Truhe sind glatt. 
Die einfachen schmiedeeisernen Träger an gravierten Rosetten, das Schlüsselblech in Gestalt einer Schlange. 
Um I5()ü. Südtirolisch (got. Halle). 

17. Truhe, kleiner als die vorige, doch im wesentlichen und stilistisch mit ihr übereinstimmend. Der 
Sockel mit breitem geschnitzten Streifen: Ranke mit drei vollen und einem halben Kreis, darin ver- 
schiedenes Maßwerk; Rosetten als Füllung. Die Vorderseite der Truhe enthält nur zwei quadratische 
Felder mit heraldischen Lilien wie die oben beschriebenen. Die Schmalseiten ;ind auch geschnitzt; der 
Sockel setzt das Ornament der Vorderseite fort; das rechteckige Truhenfeld enthält einen größeren Kreis 
in der Mitte und vier kleinere in den Ecken, mit verschiedenem Maßwerk; als Füllung des Rechteckes 
dienen über und unter dem großen Kreis Spitzbogen-, zwischen den kleinen Kreisen Rundbogenfriese. 
Einfache Träger, das Schlüsselblech als Strick, der in eine Art Palmette endet, gestaltet (Fig. 369; got. Fig. 369. 
Halle). Tirolisch, um 1500. 

18. Große Truhe aus braunem Holz mit schmalen Intarsiastreifen: Flechtbänder, hell auf dunklem 
Grund, mit geschnittenen und gravierten Ornamenten. Sockel mit rechteckigen Füßen mit gravierter 
Blattranke. An der Vorderseite drei quadratische Felder mit gravierter großer Blüte in den äußeren und 
Granatäpfeln im mittleren Feld. Um 1500 (got. Halle). 

19. Große Truhe aus Eisen mit Eisenbändern mit Knöpfen und anderen spiralförmigen Ornamenten be- 
schlagen. Den Deckel iniien nimmt das Schloß ein, das von einer durchbrochenen und gravierten Eisen- 
platte — Blattornamente in Fratzen auslaufend — verdeckt wird. Aus dem Salzburger Leihhause stam- 
mend. Ende des XVI. Jhs. (Familienhalle). 

20. Truhe aus braunem Holz mit Intarsia: stilisiertes Blatt- und Spiralornament mit gotischen Anklängen 
in mehreren Schattierungen; graviertes Schlüsselblech mit Gesichtsmasken und Sirenen. Die Vorderwand 
von vier Streifen in drei Felder mit Intarsia unter f^undbogen über Pilastern gegliedert. Die obere 
Platte gleichfalls mit Intarsia. Die Tiefseiten mit rechteckigen Intarsiafeldern in Leistenrahnumg. Ende 
des XVI. Jhs. (Studierzinnner). 

21. Sehr große Truhe aus rotbraunem Holz mit aufgelegtem Kerbschnitt und Intarsia in mehreren 
Schattierungen. Die Rückwand unbearbeitet (Ahnensaal). 

22. Truhe, die Schmalseiten glatt, mit einfachen schmiedeeisernen Trägem, vom vorkragenden Abschluö- 
gesims und den zwei den niederen Sockel einfassenden Gesimsen umlaufen. Die Vorderwand mit ein- 
facher Intarsia durch drei nach abwärts verjüngte Pilaster mit Intarsiaspirolornament in zwei (Tür-) 
Felder gegliedert, die ein seichtvertieftes Rechteck in Leistenrahmung enthalten. Darin im unteren 
schmalen Streifen Flachschnitzerei — Spiralormanent — , oben Hochbild, Hausarchitektur (in beiden Tür- 
feldern die gleiche). Anfang des XVII. Jhs. (Ahnensaal). 

23. Truhe (jetzt durch einen modernen Aufsatz zu einer Speiskredenz umgestaltet) aus dunklem Holz mit 
Intarsia in mehreren Schattierungen. Die Vorderwand wird von (umlaufenden) profilierten Simsen ein- 
gefaßt, von zwei äußeren nach abwärts verjüngten Pilastern und zwei inneren frei herausgearbeiteten 

XVI 36 



282 



Stadtisches Museum Carolino-Augusteum 



Volutenbändern Ober Postamenten in drei Felder gegliedert. Das mittlere enthält über vortretender, von 
Linien eingefaßter Staffel ein Intarsialiochbild — Christus aus dem Sarkophag auferstehend, im Hinter- 
grund Hauser — unter Rundbogen mit Keilstein auf Pilastern init perspektivischen geöffneten Türen in 
Intarsia. In den seitlicheren schmäleren Feldern Spiraiornament (Intarsia) in rechteckiger Rahmung mit 
Ohren über Staffel, nach oben GebälkabschluL') mit einem von Voluten eingefaßten, von Flachgiebel ab- 
geschlossenen Aufsatz (erneut). Anfang des XVII. Jiis. (Gelehrtenstube). 

24. Sehr große Truhe aus braunem Holz mit Einlegearbeit in drei Schattierungen. Die Truhe besteht aus 
einem Untersatz, der von dem Hauptteil durch ein an drei Seiten umlaufendes Gesims getrennt und an 
der Vorderwandlängsseite durch vier Postamente mit Maskerons in drei Feidtr (Schubladen) mit Intarsia 
(Spiralornament) gegliedert ist. Die Schmalseiten enthalten Felder in Leistenrahmung. Der Hauptteil 
wild an der Langseite von vier nacn abwärts verjüngten Pilastern mit stilisierter Blumenranke in In- 
tarsia gegliedert und von vorkragendem umlaufendem profiliertem Gesims mit Zahnschnitt abgeschlossen. 




Fig. 369 Truhe (S. 261) 

In den äußeren Feldern der Vorderwand seicht vertieftes Rechteck mit Zahnsclmittabschluß, darin abermal? 
vertieftes Intarsiafeld — Spiralornament — unter Rundbogen auf Pilastern mit eingelegter Kannelierung und 
Zwickelornament seitlich vom Bogen. Im Mittelfeld Intarsiaornament in Leistenrahmung mit Ohren und 
vorkragendem Abschluß auf dem zwischen Voluten ein frei gearbeitetes Cherubsköpfchen angebracht ist. 
(Die Rückwand glatt, unbearbeitet.) Einfache schmiedeeiserne Träger. Anfang des XVII. Jhs. (Ahnensaal). 

25. Zunftlade, Holz, braun, mit applizierten geschnitzten Maskeron? in gerippter Leistenrahmung. Breite 
Fortn, achteckig, mit Sockel und dreiteiligem Abschlußgebälk, die bei den mit Halbsäulchen besetzten 
Streifen an den Kanten vorspringen. An der Vorderseite statt des Maskerons geschnitzes, von Fratzen 
gerahmtes Rundfeld mit gekreuzten Werkzeugen (Zirkel, Kelle, Lineal usw.). Innen Geheimfächer und alte 
Bezeichnung als Tischlerzunftlade von 1682 (Zunftstube). 

26. Zunftlade auf schwarzem Holz mit gerippten Leisten und Volutenornamenten in Zinn eingelegt. Die 
Sei ti^ werden von Streifen gerahmt, in diesen vertiefte muschelgeschlossene Nischen mit gedrechselten Kegeln 
auf Bl.utvolutcnkonsolcn. Innen Fächer, am Deckel eingeschnittene Jahreszahl 16-13, renoviert 1855 und 
IH'JJ (Zunftstube). 

27. Zunftladc aus braunem Holz mit geschnitztem, aufgelegten Spiralornament an der Vorderseite 
/\\i>dun flankierenden geschuppten Streifen. Vor dem geschnitzten Feld mit Nägeln befestigtes rundes 
uiecliscUikj mit Resten von Malerei: Schild mit gekreuzten Glaserwerkzeugen, darüber hl. Lukas mit dem 
Milde der hl. Jungfrau mit dem Kinde. Mitte des XVII. Jhs. (Kunst- und Gewerbehalle). 



StSdtiscIie.s Museum Cirollno-Aii^uidfiiin 283 

28. Ziinffladc aus schwarzem Holz mit gerippten Leisten, die Seiten von je zwei gedrehten Sittilclicn 
fiankieit, zwischen denen in einer miischelgeschlossenen Nische ein gedrechseltei Beinkejjel steht. An der 
Vorder- und Rückseite Appiike: zwei vergoldete Löwen, ein leeres Kartuscheschild haltend. Innen am 
Deckel in Rippieistenrahmunjj von 40'5 : 25'6 fm Größe drei Miniaturen: Mittelfeld Madonna mit Heiligen. 
reclits Erzbisciiof Sigir.numd v. Voikersdorf, links Wappen des Stifters Nikodenuis Broiler, Zunftmeister der 
Kiirsclincriiiiuinp;. Wcitiilufij^e Widmungslegende mit Jahreszahl 1656 und der Abbildung des Innungssicgels 
(Kunst- und Gewerbeiiaiie). 

29. Truhe aus dunkelbraunem Holz mit einfacheren Trägern und Schlflsselblech; 6.3cm breit, 4\-5 cm tief, 
zirka 40 cm hoch. Auf runden l'üßen, über denen das profilierte untere Gesims im Rechteck vorladet. 
Die Seiten, von Ecksilulciieii mit Ovaiscliildclien in geschnitzter, knorpeliger F^ahmung, über hohen, 
glatten Trommeln, eingefaiU, enthalten je zwei beziehungsweise je ein vertieftes Feld in F^ahmung mit 
ausspringenden Ecken; in denen der Längsseiten aufgelegte Schnitzerei, knorpeliges Spiralornament. Vor- 
kragendes gekerbtes Abschlußgesinis; postamentartige Bekrönung. Mitte des XVII. Jhs. (Ahnensaal). 

30. Zunftlade der Kammacher; aus brainiem Holz mit furnierten Leisten und Spiralornamenten in 
Schnitzerei und Kerbschnitt. An der Vorderseite zwei applizierte geflügelte Löwen, der eine an einem 
Drehstock(?), der zweite einen geschnitzten Kamm haltend. Innen geschlossenes Fach; am Deckel innen 
Kartusche mit Seileremblemen, 12 Reliefbuclistaben und ebenfalls aufgelegter Jahreszahl 1699 (Zunftstube). 

31. Zunftlade aus braunem Holz mit schwarzen, profilierten Einfassungen und Rahmen, gedrechselten 
gelben Beinknöpfen und jederseits je zwei gekuppelten gedrehten Säulchen mit einem Beinkegel im 
Interkolumiiium. (Spätere Beschläge.) Innen am Deckel aufgeschraubte Zinnplatte, 3()-5 : 22*3 cm, mit acht- 
zeiligem Gedicht, Lob des Drechslerhandwerks. In der Mitte der geteilten Strophen Wappen (Greif von 
rechts) auf Wappenmantel. Über dem Wappen die Initialen ll.S.D., unter dem Wappen Jahreszahl 17.VJ. 
Auf der unteren Hälfte der Platte Kanone mit Überschrift: Coronari aut rumpi und Mörser mit Überschrift: 
Nee aspectus me terret. Vom Wappeimiantel führt ein Blitz in der Richtung des Mörsers. Mitte des XVII. Jhs. 
(Kunst- und Gewerbehalle). 

32. Mehrere weitere Zuiiftladen mit geringer Ornamentierung aus dem XVII. und XVIII. Jh. (Zunftstube). 

33. Zunftlade der Zimmerleute aus lichtem Holz mit Intarsia: lichte Spiralbänder in einem Kartuschefeld 
mit dunklem Fond. Am Deckel geschnitztes Schildchen mit Werkzeugen (Säge, Lot usw.) und Datum 1663 
(Zunftstube). 

34. Truhe aus dunklem Holz mit schmiedeeisernen, verzinnten Beschlägen, graviertem Blattornamcnt als 
Schlüssclblech und an den Trägern; 64 cm breit, 47 cm tief, zirka 47 cm hoch. Auf vier Füßen mit Voluten- 
ornament. Die Längsseiten mit unregelmäßigen, die Schmalseiten mit rechteckigen, von Leisten gerahmten, 
von Nischen mit Muschelabschluß und gedrechseltem Kegel in Relief flankierten Feldern. Über der vorkragen- 
den Abschlußplatte postamentcrtiger Aufsatz aus profilierten Deckplatten und Hohlkehle zwischen vier 
gedrechselten Knöpfen über kleinen Postamenten in den Ecken. Drittes Viertel des XVII. Jhs. (Ahnensaal). 

35. Zunftlade der Bäcker; Holz, schwarz, mit furnierten Leisten und vorgebauchten Kartuschefeldern an 
den Seiten; diese werden von kleinen F^feilern eingefaßt, die muschelgeschlossene Nischen mit Urnen über 
Blattvolutenkonsolen enthalten. Am Deckel Aufschrift in Metalleinlage: }(>S!> und Hans SchrancI: der Zeil 
Zechmaister, Hanns Eysl der Zeit Beysitzer. Innen um ein kreisförmiges Mittelbild mit Perlstabrahnumg vier 
zum Rechteck sich ergänzende, ebenfalls mit Perlstab gerahmte Zwickelbilder. Im Mittelbilde Maria Krönung, 
in den Zwickeln die vier Evangelisten, in Öl gemalt. Unten neben Kartusche mit Innungswappen die Jahres- 
zahl insu (Zunftstube). 

36. Zunftlade, Holz, braun, mit verschieden geformten Feldern mit Malerei an Vorder- und Rückseite und 
am Deckel in Leistenrahmung. An der Vorderseite die Hl. Rupert und Virgil, in ganzer Figur, stehend; 
an der Rückseite die Hl. Urban und Medardus; alle mit Namensaufschriften. Am Deckel zwei Burschen, mit 
Weingläsern in der Hand, zu Seiten eines großen Fasses stehend. Schließbleche fehlen. Ende des XVII. Jhs. 
(Kunst- und Gewerbeiiaiie). 

37. Zunftlade der Müllerzunft, braun, mit schwarzen, gerippten Leisten und grünen, gedrehten, mit gol- 
denen Ranken umwundenen Säulchcn. Die Seiten von jederseits zwei gekuppelten Säulchen flankiert; im 
Interkoiumiii'sm muschelgeschlossene Nische, darin über Blattvolutenpostament Urne. An der Vorderseite 
gerahmtes Feld mit Malerei: zwei seitliche Landschaftsbildchen in goldener Blattwerkrahmung und Wappen 
des Erzbischofs Johann Ernst Thun in der Mitte, das zwei Putten halten. An der Rückseite gerahmtes 
Feld mit zwei Landschaftsbildchen in Blattwerkrahmung, in der Mitte Rad, von zwei Greifen gehalten, darüber 
Rosenfeston. Auf dem Deckel eingelegtes Datum: I7()f}. Einfache, mit Ranken gravierte Beschläge und 
Schlüsselblech. Innen am Deckel in zierlicher oblonger Achteckrahmung Temperamalerei: Madonna mit 
Kind in einem Kranze von weißen und roten Rosen, unter dem Kinde Kartusche mit Müllerwappen. Um 
den Rosenkranz eigener, quadratischer, gemalter Zierrahmen. Seitlich Halle mit Landschaftsdurchblick, im 
Vordergrunde die Hl. Nikolaus und Helena, dahinter zwei Engel als Portiercnhälter. Unter dem Mittelbilde 
Jahreszahl: 1700. Auf eigens gerahmten gewölbten Eckzwickeln vier in Goldschrift aufgemalte Namen 

(Fig. 370; Zunftstube). Fig. 370. 

36« 



284 



Stadtisches Museum Carolino-Augustcum 



38. Truhe aus lichtbraunftn Holz, mit linearer Intarsia an den Seiten und eingelegten Werkzeugen 
(Zirkel, Lineal, Lot, Kelle usw.) am Deckel um die gravierte Jahreszahl: 1714 (Kunst- und Gewerbehalle). 

39. Zunftlade aus braunem Holz mit Intarsia, licht auf dunklem Fond, Bandornamente in Blattenden aus- 
laufend. Die Truhe ist an den Langsciten geschweift, an den Schmalseiten rund vorspringend, an den Kanten 
mit profilierten Bändern abgeschrägt. Der Deckel verjüngt sich mit Profilierungen und geschweiften Kehlen 
zu einem bekrönenden f^autenfeld. Schlüsselblech mit Band- und Blattornamenten graviert. Innen vom 
f^ande aus sperrbares Fach mit furniertem Deckel, darauf Brauerembleme mit Beischrift: 1734. Drei Schuh- 
laden mit Federsperrung. Gravierte und vergoldete Beschläge (Kunst- und Gewerbehalle). 

40. Zunftlade, Eisen, lichtgrau gestrichen, mit Bildchen in Kartuscheform; an der Vorderseite Maria- 
zeller Mutter Gottes zwischen den Halbfiguren der Hl. Petrus und Paulus und Jahreszahl: HW; an den 
Schmalseiten die Hl. Sebastian und Rochus. An der Rückseite Aufschrift: Mit allen Rechten übernommen 





Fig. 370 Zunttlade der Müller von 1706 (S. 283) 



die Baugenossenschaft der Stadt Salzburg 1885. Oben Tragring an ornamentiertem Beschlag mit gemalten 
Maureremblemen im Spiegel einer Kartusche. Der Spiegel deckt das Schlüsselloch. Innen siebcnriegeliges 
bchloU mit durchbrochener und gravierter Messingzierplatte (Zunftstube). 

41. Truhe aus braunem Holz mit schwarzen Eisenbändern mit gravierten Blattrosetten. Unter dem 
Seh üsselloch m Blattrahmung mit Krone vergoldetes Wappen des Erzbischofs Sigismund von Schratten- 
bach. Seitlich davon (in Eisen) die Jahreszahl 17.5f> (Kunst- und Gewerbehalle). 

42. Zunftladc aus braunem Holz, furniert und poliert, mit Intarsiaeinlagen in mehreren Schattierungen. 
Leicht vorgcbauchte Form mit Volutenbändern an den angeschrägten Kanten. Das Intarsiabild vorn zeigt 
ein leeres Zimmer, darin zwei Ofen und Aufschrift: 17 — FE — MT — IR — öS (in .Metalleinlage). 
An di-n Schmalseiten Blumeneinlagen. Gravierte Beschläge: Stilisiertes Blattwerk mit Blüten. Deckel mit 
scckilartigem Aufsatz. Dann mit Schieber verschlossenes Kästchen und in diesem die Sperrung der Lade. 
innen am Deckel kreuzförmige Zierbeschläge aus reich graviertem vergoldeten Messing, reich graviert und 
.crgui.iit. Lade der Bürstenbinder und Kammacher, 1758 (Kunst- und Gewerbehalle). 



4.^ /.iHiftKule ans braunem Holz mit geringer linearer Intarsia. Träger aus Messing 
mcnun an gedrehten Rosetten, ausgeschnittenes Schlüsselblech in Rocaillcformrahmung 



mit Rocailleorna- 
ung mit flamboyanten 



I 



S(itdUsclifs Musviim Carnlino-Angiistcum 



285 



Ornamenten und bekröncnclcni Lüwen, darin gekreuzte Werkzeuge (Zirkel, Kelle, Lineal u^w.) und Üaluin 
17()(). Zuiiftlade der Gürtler (Fi>,'. 371; Zunftstube). 

44. Kästchen aus braunem Holz, rechteckig, mit Schubdeckel. An den Längsseiten je zwei, an den 
Schmalseiten je ein geschnitztes quadratisches Feld; darin Kreis mit verschiedenem Maßwerk und Blatt- 
fiilking in den kleinen Eckzwickeln. Anfang des XVI. Jhs. (Zimmer XXVIIl). 

45. Eifenbeinkästchen. 17-1 cm breit, 97 c/?i tief, !2"7a/ihoch; Truhenform mit dachartigem, abgeflachtem 
Deckel auf vier Kugelfüßen mit Einfassung. Querbänder, Schloßbeschlag und Griff aus vergoldetem Kupfer 
mit gravierten Moresken. Im Deckel Lade. Zweite Hälfte des XVI. Jhs. (Prunkzimmer). 

46. Kästchen aus schwarzem Holz mit Wellstabcinfassungen; die Flügeltüren außen mit gedrehten 
Säulen besetzt, die Türfelder mit leicht vorgebauchten Rundbogenfeldcrn in Rahmung mit Ohren und 
gesprengtem Flachgiebel. An den Innenseiten der Türen auf vorgebauchtem Grund gemalter Blumen- 
strauß in Vase. Das Innere des Kästchens in acht Schubladen von verschiedener Grüße und Gestalt 
zerlegt, alle mit Wellstabrahmen und gemalten Darstellungen auf gebauchtem Grund. Das Mittelbild: 



Fig. 371. 




h'ig. 371 Scliliisselblcch von der Zunttlade der üürller 
von 1760 (S. 285) 

Stilleben, seitlich davon: je zwei Tierbilder; oben zwei, unten ein Landschaftsbild mit Staffage. Erste 
Hälfte des XVII. Jhs. (Schlafsaal). 

47. Kassette mit braunem Lederüberzug, mit Goldpressung und gravierten Metallbeschlägen. Innen drei 
ungleich hohe Laden, nach außen als Doppellade maskiert. In den von profiliertem Stab umrahmten 
Füllungen ziselierte und geätzte Stahlplatten mit Jagd- und Kriegsemblemen usw. Griffknöpfe aus 
graviertem Eisen, vergoldet. Die oberste Lade mit Unterabteilungen. Innen am Deckel in eingelegter Rahmung 
Stalilplatte mit gravierten und geätzten Arabesken. Anfang des XVlIl. Jhs. (Schlafsaal). 

48. Kleine Standuhr, Turmgehäuse mit reich verzierten Säulen an den Kanten und flachgetriebenem 
Rankenornament. Zwei Wappen, rückwärts ebenfalls Zifferblatt. Datiert: löGS (Zinuner XXVIIl). 

49. Standuhr aus Messing mit gravierten Ranken und Darstellung Christi als Salvator Mundi sowie 
Wappen des Medizindoktors Tobias Geiger und Datiun: 168S (Zimmer XXVIIl). 

50. Standuhr aus Holz, vergoldet, mit geschnitzer und teilweise rosa gemalter Rocaille am Sockel und 
Aufsatz. Getriebene Messingplatte mit ähnlichen Ornamenten um das Zifferblatt. Auf einer Wandkonsole, 
deren in Rocaille endender Ablauf mit einer tiefen Muschel mit darin sitzendem Putto besetzt ist. Um 
1760 (Rokokostübchen). 

51. Standuhr, brauner Holzsockel mit Goldbronzebeschlägen in Form von Blattranken, von einer Urne 
bekrönt; darauf gestützt eine ruhende Frau, auf der anderen Seite sitzt ein Putto mit einem Lekythos. 
Bezeichnet: Franz Vockcnberger in Wien. Um 1840 (Zimmer XXXIV). 

52. Ferner eine große Anzahl von hölzernen Standuhren mit Goldbronze und Alabaster aus dem XVIII. 
und der ersten Hälfte des XIX. Jhs. 



286 



städtisches Museum Carolino-Augusteum 



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Stüdtisclies Musrum Carntino-Augtistcuiii 



287 



53. Kollektion von TasclKiiiilircii des XVIII. uiul XIX. Jli?.; ilariiiitcr solche von Max Di.iucr in Straß* 
walchen; von Na^jnzaun in Hallein; von l-ranz Kulnig in Obenulorf a. S. ; von S. Weldon in London; von 
Michael Seiler in Schwanhausen; von de Roche in Geni've; von Jean Marchand in Paris; Christoph 
Scheiner in Aujjsburg (üeh<iuse mit Eniailmalerei. Brustbild einer Dame. Anfanj; des XVIII. Jlis); von 
Breguet in Paris; von Gottfried Totenborch (?) in München. Ferner von den Salzburger Uhrmachern: 
Ignaz Karrer, Michael Scliniid, Heinrich Rost, Josef Ni},'gl, Josef Anton Beringer, Matthias Pimpl. Johann 
Georji; Chiillisperger, Johann Einberger, Anton Henggi, Franz 

Jacob und Johann Christoph Nidermair (Zimmer XXVIII). 

54. Zwei Spiegel, rechteckig, mit Bordüre und Aufsatz mit 
volutenförmiger Einfassung und Abschluß). Bordüre mit geätzten 
Ornamenten, Band- und Volutenwerk mit Rosettengitterfüllung. 
Draperien, Maskerons und stilisierten Delphinen. Im Aufsatz in 
ornamentaler Rahmung: hl. Georg zu Pferd, den Drachen 
tötend. Venezianisch, Anfang des XVIII. Jhs. (Prunkzimmer). 

55. Spiegel, rechteckig, mit schmaler Bordüre mit betonten 
Ecken, Kartuscheaufsatz, in eine palmettenfttrmige BekrOnung 
auslaufend. In der Bordüre und im Aufsatz geätzte Ornamente, 
Band- und Volutenwerk mit Rosettengitterfüllung, in der 
Palmette ein Blumenkorb, im Aufsatzfeld in Ovalmedaillon 
ein Wappen. Zweites Viertel des XVIII. Jhs. (Schlafziuinur) 

56. Dazugehörig zwei Spiegelreflektoren (vor Kerzenhaltern), 
kartuscheförmig. in eine palmettenartige Bekrönung auslaufend; 
goiitztes Spiraloniament mit Blattenden, einzelne Blümchen 
und Blumenkorb. Zweites Viertel des XVIII. Jhs. (Prunkzimmer). 

57. Kleiner Spiegel und Lichtreflektoren, zwei mit ovalen 
Spiegeln, zwei mit hellblau und weil.^ gemalten Kartuschen, 
alle in asymmetrischer, geschnitzter, bunter und vergoldeter 
Rocaillerahnumg. Um 1770. (Rokokostübchen). 

58. Spiegel mit geschnitzter polychromierter Rahmung mit 
Blumensträußchen und Aufsatz: Maske, Musikinstrumente, Noten- 
lieft usw. Um 1775. Aus dem zirka 1775 umgestalteten Rat- 
haussaal stammend, 1847 vom Magistrat dem Museum übei lassen 
(Jahresbericht 1847). Laut Vermerk ein Pendant an Rothschild 
(Paris) verkauft (Rokokostübchen). 

59. Wäschetruhe aus dunkelgestrichenem Holz, mit polychro- 
mierten und vergoldeten Ornamenten: Rocaille und Blüten. 
Über vier geschweiften Füßen die von Säulchen mit gemalten 
Blumenkränzen eingefaßte Truhe mit Intarsiabildern in den 
Seiten und im Deckel: .Ansichten vom Mirabellschloß. Um 1785 
(Rokokcstübchen). 

60. Rahmen (jetzt eines Spiegels); zirka 38 x 50 cm ; aus braunem 
Holz mit geschnitzten Todesemblemen, in den Ecken Totenköpfe 
mit Inful, Tiara beziehungsweise weltlichen Kronen, an der 
Seite oben schlafender Tod mit der Sense; unten Putto, Seifen- 
blasen machend, daneben verlöschende Kerze, an den Längs- 
seiten rahmende Schlangen, Totenköpfe mit Würmern, Stunden- 
glas, gekreuzte Gebeine und Glocke. Um 1780 (Zinnner von 1606\ 

61. Spinettflügel aus braunem Holz mit schwarzen, applizierten Kerbschnittornamenten (Spiralen- und 
Bandwerk) und Bein- und Perlmuttereinlagen (Cherubsköpfchen, Fruchtbüschel, Medaillons mit gravierten 
Musikinstrumenten usw.). Der Saitenkasten offen, am Boden mit Streublumen bemalt, in der Mitte runde 
Vertiefung mit überaus feiner, reicher Maßwerkschnitzerei. Die Tasten mit Perlmutter über Holzleisten, 
die an der Stirnseite geschnitztes Maßwerk enthalten. Die Wangen der Klaviatur sind ausgeschnitten und 
mit Schnitzereien verkleidet: Halbfigur eines bärtigen Mannes beziehungsweise einer Frau mit Hehn, in 
Volutenwerk auslaufend, dessen oberer Ast geschuppt, dessen unterer mit Blattwerk besetzt ist. Das 
Spinett wurde 1703 durch eine Nichte des Erzbischofs Johann Ernst Grafen Thun in das Kloster Nonn- 
berg mitgebracht. Um 1700 (Speisehalle). 

62. Kleine Orgel. Der Kasten aus blaugrün gestrichenem Holz mit aufgelegtem gcschnitzem vergoldetem 
Ornament: Rankenwerk mit Blattenden, Kartuschen und vier braunen gerahmten Holzreliefs, zwei in dem 
Untersatz, zwei in den Türflügeln innen. Jedes sechseckig, 41 x 82 cm, mit eingezogenen Ecken. I. HI. 
Franzirskus wirft sich nackt in die dornige Rosenhecke, ein Dämon in Teufelsgestalt entflieht (Fig. 372). 



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Fig. 374 ChorbuclisUndLf (S. 288) 



288 Stadtisches Museum Carolino-Augusteum 

2. Derselbe Heilige liegt (sterbend) auf seinem Lager, während über ilim in einer Wolke ein großer 
lig. 373. Engel Geige spielt (Fig. 373). 3. Hl. Krieger (Florian) wird vergeblich aufgefordert, eine heidnische 
Kaiserstatut anzubeten. 4. Derselbe Heilige wird von einer Brücke ins Wasser hinabgestürzt, österreichisch, 
um 1725 (Musikhalle). 

63. Viola, Griffbrett und Saitenhalter aus Ebenholz mit Elfenbeineinlagen: Band- und Palmettenornament. 
Darinnen Signatur: Paulus Alletsee jecit Monachii 1731 (Rokokostübchen). 

64. Notenpult aus lichtbraunem Holz; die Stützen und Vcrbindungsleisten mit geschnitzter Rocaille auf 
gekörntem Grund; das Pult mit Intarsia in mehreren Schattierungen: Wappen des Erzbischofs Sigismund 
Schrattenbach in einem mit Bandornament gerahmten Feld mit füllender Rocaille (Rokokostübchen). 

65. Chorbuchständer aus braun gestrichenem Holz; dreiseitiges Postament mit Volutenfüßen, in den 
Schaft fortgesetzt, der über ausladender Platte das zweiseitige Notenpult trägt. Alle Teile reich mit Ro- 
caille geschnitzt und von Putten umspielt, die Leidenswerkzeuge in Händen halten. Weitere Werkzeuge 
der Passion sind in die Felder düs Schaftes geschnitzt. Der oberste Putto hält das Wappen des Erz- 

Flg. 374. bischofs Sigismund Grafen v. Schrattenbach. Um 1755. Das Notenpult um 1840 (Fig. 374). Der Ständer 
stamint aus dem Dome und kam aus dem Stifte St. Peter ins Museum (Musikhalle). 

66. Elf Schüsseln aus rötlichem Marmor (Durchmesser zirka 50 cm), glatt, mit Randeinfassung. Aus dem 
Stift St. Peter stammend, wo sie zur Zeit des Erzbischofs Wolf Dietrich am Gründonnerstag bei der Aus- 
speisung der sogenannten Apostel gedient haben sollen (Spcisehalle). 

67. Wandbrunnen aus- rotgeflecktem Marmor; halbrund vorspringende gekerbte Schale; die F^ückwand 
nischenförmig vertieft, mit Löwenmaske und einfassenden Halbsäulchen. Gebälkabschluß mit Inschrift: 
Moritz Ao 1658 Alüller und Halbkreisfeld als Aufsatz mit Palmette im Feld und Schildchcn mit einem 
Hauszeichen. Als Bekrönung über Blattkapitäl geflügelte weibliche Halbfigur (ergänzt). Der Brunnen 
stammt aus Hallein. Als Stütze dient (jetzt) ein rotmarmorner Löwe, der in den Vorderpranken das 
Salzburger Stadtwappen mit der Jahreszahl 15PS hält (Speisehalle). 

68. Wandbrunnen aus Untersberger Marmor, mit halbrunder Schale, Löwenmaske und halbrunder Lünette 
über dem Abschlußgebälk. In der Lünette Schild mit Hausmarke und Jahreszahl: 1031 (Küche). 

Textilien. X. Textilien. 

1. Gewirkter Wandteppich; zirka 550 cm lang und 210 cm hoch; Bordüre (19-5 cm breit): auf rotem Fond 
stilisierte Blattrankcn mit Blüten und Früchten, von Maskerons ausgehend, und zwei Putten auf stilisierten 
Delphinen, aufeinander zureitend und an einen Kranz greifend, in dreifacher Wiederholung an den Breit- 
seiten; Waffentableaus an den Schmalseiten. Der Teppich selbst enthält ein dichtes Streunuister von 
kleinen Blüten, darin drei Palmbäume, deren Stänune unter der Krone von einem Waffentableau: 
Schild, Köcher mit Pfeilen und Streitaxt, überschnitten werden, und zwei Tondi in Fruchtbüschelrahmung 
mit Ansicht von Salzburg, die zum großen Teil durch das Wappen des Erzbischofs Matthäus Lang ver- 
Tafel XX. deckt wird. Um 1525. Niederländisch, vielleicht spanisch, um 1525. (Raum XXVI; Taf. XX). 

2. Teppich; 260 x230cm; Bordüre: braunes Flechtmuster auf blauem Fond; Streifen: Flechtmuster in 
Weiß, Blau und Rot auf gelbem Fond. Das Feld rot mit vier Wappen des Erzbischofs Matthäus Lang 
in den Ecken und einem etwas größeren in der Mitte, in Weiß, Rot, Gelb und Schwarz, von einem 

Flg. 375. stilisierten Blattkranz gerahmt (Fig. 375; Renaissancchalle). Ein nahe verwandtes Stück befindet sich 
als niederländisch um 1510 — 1520 bezeichnet im Reichenberger Museum. Auch der etwas ältere Wirkteppich 
mit dem Wappen Philipp des Guten im Museum in Bern (Stammler, Der Paramentenschatz im Historischen 
Museum zu Bern, Bern, 1895, S. 79) zeigt eine deutliche Übereinstimmung. 

3. Applikationsteppich mit Bordüre aus Pflanzenranken und großem Wappen des Erzbischofs Wolf 
Dietrich im blauen Mittelfeld. Um 1590 (Wolf-Dietrich-Zimmer). 

4. Teppich, gestickt; Darstellung der in Loig bei Salzburg 18)5 aufgedeckten und nach Wien ins Hof- 
museum (?) übergeführten römischen Mosaikböden (Mythus des Theseus und der Ariadne); Randschrift: 
Celebris Juvaviae rudera acus laboiiosa imitata fuit (Chronogramm 1837). Von Domkapitular Dr. Ignaz 
Schumann v. Mansegg 1849 vermacht (Jahresbericht 1849) (Speisehalle). 

5. Kaselkreuz mit aufgelegter Reliefstickerei auf Goldstickerei; oben Mutter Gottes, stehend, mit dem 
Kinde unter baldachinartigem Ornament. Darunter Erzengel Michael mit der Wage, darunter hl. Chri- 
stoph; beide unter Baldachinen; bei letzterem Schildchen mit Stern. In dem Kreuzbalken zwei ado- 
rierende Gewandengel. Ende des XV. Jhs. Aus der Priesterhauskapelle zu St. Johann in Tirol stammend 
(Raum XXXIX). 

6. Kasel aus braunem Samt, mit aufgenähtem, gesticktem Kreuz mit Kruzifixus in der Mitte und an den 
Balkenenden den Hl. Andreas, Johannes d. T., Johannes Ev. und Ägydius (?). Unter dem Kruzifixus 

Fig. 376. datiert: 14S2 (Fig. 376; Zimmer XXXIX). 



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Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



289 



7. Kasel aus rotgrünem Samt; darauf in Silber und bunter Seide ein umstiliyicites Granatapfelmuster. 
Anfans; des XVII. Jhs. (Zimmer XXXIX). 

S. Kasein aus Leder, mit bunten stilisierten Pflanzenornamenten auf Silbergrund. XVII. Jh. 
9. Vier Kasein auf weißem Leinengrund; in bunter Seide aufgestickte Figuren und naturalistische 
Blumenranken. Auf der einen Krönung der hl. Jungfrau durch die heiligste Dreifaltigkeit, auf der zweiten 
vorn Christus zwischen Petrus und Paulus, hinten hl. Andreas, auf der dritten hl. |ungfrau mit dem 
Kinde im Strahlenkranz, auf der vierten nur große Blumen. XVII. |h. 




Fig. 375. Teppicli mit Wappen des Matii. Lang (S. -o->j 



10. Kasel, weißer Leinengrund mit schwarzgrauem, stark stilisiertem Ranken- und Blättermustcr. Erste 
Hälfte des XVllI. Jhs. 

r 11. Mittelstreifen einer Kasel, Goldbrokat mit großen Blinnen in bunter Seide durchwebt, seitlich Pflanzen- 
B ranken aus Gold und bunter Seide auf weißem Grund. Zweite Hälfte des XVIll. Jhs. 

r 12. Kasel, Spiegel aus gelbem Seidenbrokat, Seitenteile aus rotem Seidenbrokat mit kleinen Blumenbukttts. 
I Gezackte Metall- und Silberborten. Zweite Hälfte des XVIII. Jhs. 

f 13. Kasel, Seidenbrokat, roter Spiegel mit gestickten bunten Blumen, blaue Seitenstreifen mit bunten 
Streubhimen. Zweite Hälfte des XVIII. Jhs. 

14. Kasel mit kleinen streublumenartigen Ranken auf Silberbrokatgrund. Zweite Hälfte des XVIII. Jhs. 

Moderne Borten. 

15. Kasel. aus dunkelgrünem Seidenstoff; große Blumen in Gold und bunter Seide. Mitte des XVIII. Jhs. 
Spiegel, Goldbrokat, quergestreift, mit ganz kleinen BlOtchen. Anfang des XIX. Jhs. 

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290 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



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Stfldtiscilcs Museum Orolino-AugusUniin 



291 



If). Buclitasclic aus grüner Seide mit Knüpfen ans Guklborte, zwei an der Knekseitc nnd vier mit ^eiueii- 
troddeln an den Ecken. An der Vorderseite aufgenähte bunt- und jjoldjjestickte Darsteilunt,' (!9'5 y. 75 cm) 
des Kruzifixus zvvisciien Maria und joliannes auf rotem Plüschfond. Um 15(XJ (V'\^. Sil). Identisch mit 
der „Speisfiangtasche" aus dem Ffarrhof zu Mauterndorf, die der dortii^e Pfarrer KtiniL'silorfer dem 
Museum 1851 schenkte (Jahresbericht 1851) (Sakristei). 

17. Bursa aus rotem und gelbbraunem IMüsch mit eingepreLUem Ornament; von grüner und goldener 
Boite eingefaßt. Am überhangenden Deckel der Tasche vergoldetes, rundes Medaillon in gekordeltcr 
Fi'ssung; darin in durchbrodiener Arbeit f^elief: Christus als Schmerzensmann in Halbfigur zwischen 



Flg. 377 




Fig. 378 Bursa (S. 291) 



zwei knienden Gewandengeln. An der Einfassung zwei Häkchen und zwei feste Ösen, an welche vier 
Ketten befestigt werden küiuien, die von vier Appliken — Evangelistt'ii.symbolen — ausgehen, die an 
den oberen Ecken des Deckels und den unteren der Tasche selbst angenäht sind. Durch das Anhangen 
der Kettdien an die Hakciien des Mitteltondos wird die Tasche geschlossen. Um I5üü (Fig. 378; 
Sakristei). 

18. Bursa, halbrund, mit bunter Seiden- und reicher Goldstickerei auf Drapseidengrund. Das kleinfigurigc 
dichte Ornament von stilisierten Blumen von der Wende des XVI. zum XV!!. Jh. (Sakristei). 

19. Handschuhe des Erzbischofs Wolf Dietrich aus dem Grabe in der Gabrielskapelle (mit dem l'ektorale) 
entnommen. Gelbe Seide mit aufgenähten üoldschnüren in Spiralranken und Namenszug Christi usw. 
(Zimmer XXXVIII). 

20. Velum, weißer Seidenstoff, mit aufgenähten Silberstreifen und buntgestickten Blumen. Zweite Hälfte 
des XVlll. Jhs. (Zimmer XXXIX). 

LM. Velum aus blauer Seide mit gestickten Blümchen und eingewtbten treillageartigen Bogen in Gold. 
Zweite Hälfte des XVll!. Jhs. (Zimmer XXXIX). 

37» 



Flg. 378. 



292 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



Varia und 

Gesanit- 

cinriclituiigcn. 



Fig. 379. 



XI. Varia und Gesamteinrichtungen. 

1. Ein Teller; Durchmesser 28 cm; durch blaue Wellenlinien in ein Feld im Fond und vier Felder am 
Rande geteilt; in ersterem zwei Soldaten tafelnd, in letzterem zwei Musikanten, ein Hirsch und ein Hase. 

Nach Walchpr (in Kunst und Kunsthandwerk X 99) aus der Werkstatt 
des Hafners Thomas Obermiller stammend. Um 1680 (Zimmer XXXVI). 

2. Zwei Krüge (einer mit abgebrochenem Henkel), durch blaue Wellen- 
linien in Felder geteilt, die bei dem einen genrehafte Darstellungen, 
beim andern Hirsche und Hasen enthalten. Werkstatt des Thomas 
Obermiller. Ende des XVH. Jhs. (S. Nr. 1) (Zimmer XXXVI). 

3. Pitsche, rund, mit Zinnschraubenverschluß; zirka 21 cm hoch; durch 
eine Art Flechtband in did Felder geteilt, darin bunt gemalt: Kreuzi- 
gung Christi, heiligste Dreifaltigkeit, hl. Barbara (Zimmer XXXVI). 

4. Aufsatz; zirka 37 cm hoch; zwei Putten mit einem von Rocaille- 
fiißen getragenen Gefäß. Gmunden, um 1770 (Zimmer XXXVI). 

5. Vier Krüge mit Zinndeckeln, mit Darstellung der hl. Anna beziehungs- 
weise Genreszenen, zum Teil mit Beischriften. Gmunden, um 1800 
(Zimmer XXXVl). 

6. Siegburger Schnellen aus der zweiten Hälfte des XVI. jhs. 
a) 21 cm hoch; der Bauch in drei gleichreliefierte Längsstreifen unter- 
geteilt, diese enthalten unten ein Breitfeld mit einem von zwei 
Greifen gehaltenen (Phantasie-) Wappen mit Spiraiornament und drei 
Krcnen; oben in langgestrecktem Rhomboeder (mit Blattranken, zum 
Teil mit Drachenköpfen als Zwickelfüllung) Figur der Venus, die in der 
Linken den Pfeil hält und einem kleinen Amor zu schießen anbefiehlt. 
Gebauchter Zinndeckcl mit Marke (drei Kronen über HM); zwei Kugeln 
an verschränkten Stellen als Drücker. Signiert: L. \V. 
h) 24cm hoch; in drei Streifen geteilt, im linken: Ritter mit dem 
Falken auf der Hand und einem kleinen Windhund neben sich; im 
rechten: Dame mit Blume und Hündchen, beide von Blumen, Zweigen 
und Vögeln umgeben. Im Mittelstreifen: Ornamentierter Brunnen, die 
Brunnensäule einen Blumenkorb tragend; links kleiner Löwe, rechts 
Hirsch. Zinndeckel mit Marke (drei Kronen über K. B.). 
c) 33 cm hoch (Fig. 379); in drei gleichreliefieite Streifen geteilt. Diese 
enthalten oben ein sechsseitiges Feld mit Darstellung: Christus und die 
Samariterin am Brunnen und Aufschrift: Dat Fraigen an dm Puichl 
J. A. 4. — In der Mitte ein Vierpaßfeki mit Darstellung der hl. Helena 
mit Kreuz und Wappenschild (Doppeladler und drei Kronenl; oben 
Schriftband: S. Helena 1570; unten die Initialen: H.H. — Unten 
achteckiges Feld, darin: vor einer Tür, die im Balken die Aufschrift 
Johannis trägt, steht Christus (?) mit einem anbetenden Hirten und 
Schafen; durch die Tür sieiit man ein Fenster, aus dem ein bärtiger 
Mann mit spitzer Kopfbedeckung sieht. Links steht ein Mönch auf 
einer Leiter und zieht einen Vorhang herab; ein zweiter steht unten 
und steckt den Kopf durch einen Fenstervorhang (?) ins Hausinnere. 
Zwischen den drei Feldern Blattornamente mit bärtigen Halbfiguren 
und blasenden Putten als Zwickelfüllung (Speisehalle). 

7. Pitsche mit Zinnschraubenverschluß; zirka 38 cm hoch; dunkel- 
braun, mit sechs Rosetten am glatten oberen Abschluß. Der Bauch 

in sechs rechteckige Felder geteilt, die durch Blattwerk mit Maskerons voneinander geschieden sind 
und sechs Apostelfiguren enthalten. Nach oben und unten schließen sich an die Felder (sechs) Lappen 
in gekerbter Einfassung mit gerauhtem Grund. Der Griff des Schraubenverschlusses mit zwei 
volutenförmig eingerollten Blättern. Niederdeutsches Steinzeug aus dem Ende des XVI. Jhs. (Studier- 
zimmer). 

8. Krug, weiß-blau; zirka 32cm hoch; der Ablauf gekerbt; der Bauchstreifen von zwei Blattkränzen ein- 
gefaßt, in acht Felder gegliedert, die von geschuppten Pilastern und darüber von Cherubsköpfchen ge- 
schieden sind. In den Feldern Darstellungen (zumeist drei Figuren) von tafelnden Rittern und Damen, 
Badenden, eine Belagerung usw. Die obere Wölbung ornamental verziert (Felder mit gerauhtem Grund 
mit Rosetten alternierend). Am Hals drei Medaillons mit Maskerons und zwei Doppeladler. Deutsch, 
Ende des XVII. Jhs. (Studierzimmer). 




Fig. 379 Siegburger Schnelle (S. 292) 



Stildttschcs Museum Carolino-Augustvum 



293 



9. f^ayeiicepitschc. achtseitig, mit ZinnschraiibciiverscIiluL'.; zirk;i 25*5 rm liodi; mit stili.siiilui Blumen- 
rani<en in Filau, Grün und Gdh bemalt. Omuiiclcn (Zinnncr XXXVI). 

10. Pitsclic wie oben; 27 cm hoch; mit ähnlicher Bemalimj; (Zimmer XXXVI). 

11. Flache Majolikaschüssel; Dtirchnusser: 42 an: Josef erzJlhlt Jakob und den Brüdern seinen Traum 
von den Garben, die im Hintergrunde darf,'estellt sind. Auf der Rückseite alte Aufschrift: (kiiesis 
XXXIV. Oberitalienisch, XVI. Jh. (Ren.-Halle). 

12. GroLk-r Weinkrug; 51 cm hoch; grüner FuL', darüber blaue Bordüre mit reliefierten Löwenmasken und 
Rosetten; der Leib des Gefäßes durch Engelhermen in vier 
Rundbogenarkaden gegliedert, deren jede eine musizierende 






l-"ig. 3<S() GroUcr Wciiikrug 
(S. 293) 



h'ig. 381. Kar.iffi; mit Wappen des 
Erzblschofs Leopold hirmian (S.293) 



Frau in ganzer Figur, stehend, enthält; buntreliefiert auf braunem Grund. Die obere Bordüre mit 
Maskerons und Füllhörnern auf blauem Grimd. Der Gefäßhals mit Cherubsköpfchen und Rosetten. Zwei 
Steilhenkel mit Menschengestalten mit geflochtenen Fi^chschwänzen (Fig. 380). Salzhurgisch. Ende des Rb 380 
XVI. Jhs. Vgl. Walcher, Bunte Hafnerkeramik der Renaissance. Wien, 1906, S. 55, T. XVI (Zimmer XXXVI). 

13. Tonpitsche; blau glasiert; vierseitig mit rcliefiertem Schmuck von Kruzifixus, Monogramm Jesus. 
Maskerons, Cliernbsköpfchen und Rosetten. Zinnschraubenverschluß mit rundem Henkel. Zweite Hälfte 
des XVI. Jhs. (Zimmer XXXVI). 

14. Tintenfaß; achteckige, flacht Form mit Akanthusblättern. An den Kanten und in den vertieften 
Feldern Maria mit dem Kinde beziehingsweise Engel. Tinten- und StreusandgefaB sowie Federbehältcr in 
die obere Fläche eingelassen. Ton, bunt glasiert. XVI. Jh. (Zimmer XXXVI). 

15. Glasflakon, 19aH hoch, mit geschliffener Verzierung aus Riemenwerk und Volutenbändern. Draperien. Vasen. 

Blumen und Vögeln; an der Vorderseite Wappen des Erzbischofs Leopold Ant. Firmian (Fig. 381) XVIII. Jh. Fig 381. 

16. Modell des 1598 abgebrannten Salzburger Rupertimünsters; Holz, vergoldet, zirka 28 cm lang, zirka 
15 cm bis zum Dachfirst, zirka 27 cm bis zur höchsten Turmspitze. Kreuzförmiger Grundriß. Die Fassade von 



294 



Städtisclies Museum Carolino-Augusteum 




Fig. 382 Modell des alten Domes (S. 295) 




Fig. 383 Holzmodell des Schlosses Klcslieim (S. 295) 



städtisches Mtisctim Caralino-Augiisteurn 



295 



Fassadentürinen eingefaßt, Giebelfront mit großem Riindbogcnfenster Dber einem seichten Torvorbau mit 
i,'rol.'em Rundbogenportal zwischen schmalen Fenstern, darüber Rundfenster. Das eine niedrige Seitenschiff mit 
vier I^imdbogenfensterii leimt mit seinem F'iiltdach am höheren Seitenschiff mit drei rechteckigen Öffnungen 
iiiui dieses wieder mit Pultdach und vier Strebern an der Haiiptwand mit fünf Rundbogenfenstern. Ein Tor- 
vorbau vom Sockel mit umlaufender rustizierter Rundbogenoffnung und Walmdach geht durch beide Seiten- 
schiffe. Das Querschiff enthält an den südlichen Kanten Verstärkungen, im Süden zwei Rundbogenfenster 
seitlich vom Turm. Andere Seite nicht ausgeführt. 
Satteldach; über der Vierung achtseitiges Spitzdach 
mit vier Widerlagern am Fuße (oder sehr kurzer 
Vierungsturm mit achtseitigem Spitzdach). 
Chor etwas niedriger als das Langhaus, sehr kurz, mit 
zwei Ecktürmclicu bis zur Höhe des abgewalmten 
Chordachos; die Türmchen mit schmalen f^undbogeii- 
fenstern und vierseitigen Spitzdächern. Daran an- 
gesetzte niedrige Apsis rund (oder polygonal?), mit 
halbem Kegeldach. 

Die Türme alle dreigeschossig, die Fassadentürme von 
quadratischem Grundrisse mit einem Fenster im ersten 
und mit gekuppelten Fenstern in den oberen Ge- 
schossen; die Querschifftümie aus dem Achtecke 
konstruiert, mit Rundbogcnfenstern an den Haupt- 
seiten; achtseitiges Spitzdach. 
Die unbearbeitete eine Langseite, der leicht verzerrte 
perspektivische Grundriß deuten darauf hin, daß ur- 
sprünglich dieses Modell ein Heiliger (wahrscheinlich 
Virgil) in seiner linken Hand getragen hat. Gotische 
Arbeit (Fig.382; hist.-top. Halle). S. Kunsttop. IX, S. 1. 

17. Modell zu einer Kanzel (Meisterarbeit?). Holz, 
iiraun. mit vergoldeten Appliken. I^echteckige Grund- 
form. Über Konsole mit Cherubsköpfchen der von 
Volutenbändern mit fiamboyantem Ornament be- 
setzte Ablauf; die Brüstung mit geschwungenen, 
nach unten vorgebauchten Seiten mit Voluten- 
bändern an den abgeschrägten Kanten und appli- 
zierten Kartuschen an den Seiten; darin an der 
Breitseite ein nicht ausgefülltes erzbischöfliches 
Wappen. Die von Volutenbändern eingefaßte F^ück- 
wand sowie der geschwungene Schalldeckel gleichfalls 
mit applizierter Rocaiile. Mitte des XVIIl. Jhs. 
(Zunftstube). 

18. Holzmodell des Schlosses Kiesheim, mit Nach- 
bildung der inneren Raumverteilung, die durch Ab- 
nahme der Dächer sichtbar wird. Wohl nicht als 
Originalmodell des Baues, sondern als Nachbildung 
seiner ursprünglichen Form anzusehen (Fig. 383; 
hist.-t(.p. Halle). 

19. Türverkleidung aus Holz, grau marmoriert, versilbtrt, vergoldet und blau gestrichen. Über Posta- 
menten — rechteckig mit gerahmten Feldern an den drei Seiten mit Blattfflilung im vorderen, zwischen 
Abschlußplatten mit Blattfries und f^erlstab — stehen vor Pfeilern kannelierte Säuichen auf hohen 
Trommeln, die mit Riemenwerk übersponnen und mit zwei Köpfchen mit Palm et tc-n kröne bc.«ctzt sind; 
Blattkapitäl und dreiteiliges über den Kapitalen rechteckig vortretendes Gebälk mit Eicrstab. Perlstab 
und Blattfries. Im Mittelteil f^ollwerkkartusche mit Datum: J69!t. Als Bekrönung zurücktretende Staffel 
mit Rollwerkaufsatz mit Cherubsköpfchen im Feld. Das Portal stammt aus der Nonnberger Stiftskirche 
(Ahnensaal). 

20. Türverkleidung, Holz, schwarz und gold. Die Törrahmung mit Blattfries und f'erlstab; die flan- 
kierenden Säulen über hohen, mit Perlschnüren besetzten Trommeln auf den oben beschriebenen ähn- 
lichen Postamenten. Die kannelierte Säule setzt sich über dem Wulst als Kapital fort. Dreiteiliges Ge- 
bälk; im Mittelteil einfassende quadratische F^latten mit Rauten und Flechtband. Über den Einfassungen 
umklammern Konsolenbändtr das ausladende mit einer F'erlschnur besetzte Abschlußgebälk. Als Be- 
krönung Segmentgiebel, der von einem r^)stament gesprengt winl, auf dem ein zweites kleine^ Postament 




Fig. 3ö4 Zieriigiir \oi\ einer Türvcrklciduiig (S. 297) 



I ig. 382. 



296 



Städtisches Museum Caroliiio-Augusteum 



einen von Volutenbilndern gefaßten Obelisken trägt. Äiinliclie Obeliske über dem Oiebelschenkel. Anfang 
des XVii. Jhs. Das Portal stammt aus der Nonnberger Stiftskirciie (Aimensaal). 

21. Türrahmen, Holz, bunt bemalt, zum Teil vergoldet. Vor den seitlichen Einfassungen abwärts ver- 
jüngte Pilaster mit Perlenstabfassung und gemalten Cherubsküpfchen in einem vertieften Feld des Posta- 
mentes und des Kämpfergliedes. Seitlich angesetzes Volutenblattwerk. Dreiteiliges Abschlußgebälk mit 




1-ig. 385 Detail von der Decite des Wolf-Dictricli-Zimmer (S. 297) 



Perlsclmur, Perlstab und Blattfries. Dazu Giebel mit dem Wappen Wolf Dietrichs. Erste Hälfte des 
XVII. jhs. (Zimmer XL). 

22. Tür, gemalt, öl auf Holz; Rollwerkrahmung, reich mit Gold gehöht; Fruchtbüschel, oben Köpfchen, 
unten leeres Inschriftfeld. In der Rahniung: Vorhang, den oben zwei Putten und ein Gewandengel, alle 
mit bunten Flügeln, halten; unten sitzt ein Putto und hebt den Vorhang ein wenig, darunter Ausblick in 
Landschaft mit Wasser und Bauernhaus. Um 1630 (Familienhalle). 

23. Türrahmung aus Holz (kombiniert), der Fond lichtgrau marmoriert, die vertieften Felder blaugrau ge- 
strichen, die Leisten und Gliederungen vergoldet. Seitlich, auf übereinander gesetzten Postamenten mit 
vertieften, von gekerbten Leisten eingefaßten Feldern, die zum Teil stilisierte steile Blüten enthalten — 



Slildtischcf Museum Carolino-Augusteum 



297 




Fig. 386. Getäfeltes Zimmer von 1606 (S. 297) 



ursprünglich nicht dazugehörige — etwa 90 an hohe Figuren genisteter Krieger, der eine mit gezogenem 

Schwert (Fig. 384), der andere das Zepter in der Rechten. Hinter ihnen ist der Wandpfeiler nischenfömiig Flg. 384. 

vertieft und mit einer Musciiel abgeschlossen; darüber Cherubsköpfchen als Konsole des Abschlußgeb.llkes. 

Seitlich ist den Pfeilern ausgezacktes knorpeliges Volutenwerk angesetzt. Das AbschlutJgebälk ist dreiteilig, 

über den Cherubsköpfchen, rechteckig vorspringend, mit Ranken- und Blattfries und liegenden Konsolen 

und Rosetten unter der stark ausladenden Abschlußplattc. In dem Mittelteil wird das Gebalk durch die 

Lünette (über der Türöffnung) zerschnitten. Diese in grüner Blattrahmung mit stilisiertem Blattwerk 

im Feld um ein angesetztes, von einem Chcrubsköpfchen bekröntes KOenburgwappen. Mitte des XVII. Jhs. 

(Zimmer XXXIX). 

XXIV. Emigrationsstube. Holzgetäfelte Stube mit zwei Wandschränkchen und einfacher Holz- 
kassettendecke; zwei Türen mit seitlichen Pilastern, die einen Flachgiebel mit Monogramm im Giebelfeld und 
der Aufschrift: Georg Piclüer beziehungsweise Barbara Pichlerin im Gebälk stützen. XVII. Jh. (Fig. 350). 

XXV. Wolf-Dietrich-Zimmer. Moderne Wandverkleidung mit einer von zwei jonischen Sflulen 
auf hohen Postamenten flankierter Tür mit modernem Gebälk. 

Holzdecke, durch gebogene, seichtprofilierte Balken in ein System von verschieden geformten Feldern ge- 
teilt, deren Rand mit Eierstab besetzt ist. In den Feldern sind auf dunkleren Grund hellere Holz- 
schnitzereien appliziert, die groteskenartige Ranken mit eingefügten mythologischen und phantastischen 
Mensch- und Tiergestalten bilden. Mitte des XVI. Jhs. (Fig. 385). Plg- 385. 

XXVII. Getäfeltes Zimmer aus dem Jahre 1606. Rechteckiges Zimmer mit einem aussprin- 
genden Erker in einer Ecke. Holzvertäfelung mit drei eingelassenen Wandschränkchen und zwei von ver- 
schieden geformten Pilastern eingefaßten, reich eingelegten Türen und mit umlaufender Sitzbank ; Holz- 
balkendecke mit vertieften, verschieden geformten Feldern, die von profilierter Leiste eingefaßt sind; 
darunter zahnschnittbesetzte Karniese, die von Konsolen mit geschnitzten Engelsköpfchen überschnitten 
wird. Die ähnlich gestaltete Decke des Erkers, an deren Konsolen die Gestalten der Evangelisten ge- 
schnitzt sind, enthält ein kreisrundes Mittelfeld mit der Inschrift: Dringk und is, Got nit Xfrfiis. Die In- 
tarsia der Wandschrank- und Zimmertüren ist teils braun, teils bunt und zum Teil aus Architektur- 
oniament, zum Teil aus Pflanzenmotiven gebildet (Fig. 386). f*g- 386. 

Eingelassenes Zinnlavabo, kugelförmig, mit Drachenkopf als Pipe, in zinnverkleideter Rundbogennische. 
XVI 38 



298 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



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Stilillisclifs Museum Cirolino-Augiistcum 



299 



XII. Waffen. 

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1. (112U)') Moclcrne Kopie der im Nationalmusciim in München befindliclien, reich in Gold geätzten Pnink- 
riistung auf Mann und Roß des Salzburger Erzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau (1587 — I6I2). Das Original 
ist eine niail.'lndische Arbeit, um I60(). 

2. (372) Teile eines blanken, breit geriffelten Peldharnisches (Fig. 387). Geschlossener Helm, dessen Kinn- 

reff, Kragen und Nackenscluitz fehlen. 
Kugelbrust mit Schnurrändern, Baucti- 
reifen und geschobenen Beintaschen. 



Waffen. 

RttütnnKrn. 





l'ig. '^a)l. Uv:scliwai.:tc( ll.i[iii>cli, eiste lUlltc 
des XVII. Jlis. (S aiX)) 



Fig. 390 Modell einer deutschen TuniicrrUstung für Mann und KoO, 
deutsch, um 1550 (S. 30:)) 



Geschobenes Ober- und Untcrarmzeiig 
mit Ellenbogenkachcin. Diechlinge mit 
geschobenen Kniebuckeln. Das Unter- 
beinzeug fehlt. Der Rücken gciiörl zur llaruischbrust 10. Maximilianisch, erstes Viertel des XVI. Jhs. 

3. (370) Teile einer blanken Rüstung (Fig. 388). Brust mit scharfem Grat und leichtem Tapul, Bauchreifen 
und geschobenen Beintaschen. Unvollständiger Harnischkragen mit geschobenem Oberarmzeug. Das Untcr- 
armzeiig imd Unterbeinzeug fehlen. Der Rücken zeigt das Nürnberger Beschauzeichen. Alle Ränder sind 
geschniirlt, nur die letzten Folgen der Beintaschen sind gelappt und am Oberarmzeug sieht man die geschlitzte 
Tracht nachahmende Verzierungen. Nürnberger Arbeit, um 1550. 



Flg. 388. 



') Die in Klammer gesetzten Zahlen sind die Inventarnummern der Salzburgcr Sammlung. 



38' 



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städtisches Museum Carolino-Augusteum 



Fig. 389. 4. (262) Teile eines blanl<en Feldharnisches (Fig. 389) mit wulstigen, breit geschnürlten Rändern. Brustpanzer 
mit scharfem Grat und Tapul, vier Bauchreifen und geschobenen Beintaschen. Der Rücken mit geschobenem 
Schurze ist mit der Marke 1 und der Nürnberger Beschaumarke bezeichnet. Nürnberger Arbeit, um 1540. 

Fig. 390. 5. (335) Modell einer deutschen Turnierrüstung auf Mann und Roß (Fig. 390), mit polychromierten Puppen 
für Roß und Reiter. Vollständiger Harnisch mit Visierhelm, der im Kragen „umbgeht", geschlossenem Arm- 
und Beinzeug. Roßharnisch mit Roßstirne, geschlossenem geschobenen Kanz und weit ausladendem Fürbug 
und Oelieger. Alle Harnischteile sind blank und durch geätzte Bordüren mit deutschem Laubwerk verziert. 
Mit Stoff bezogener Rüstsattel, Turnierlanze und gleichfalls leicht geätzter ovaler Schild mit vergoldetem 
Hirschgeweih als Emblem. Deutsch, um 1550, 



J' 




i^ii. 



lig. 3'J2 Lcichlgcätztcr Brustpaiizer, 
deutscii, erste Hälfte des XVI. Jhs. (S. 300) 

Fig. 391. 6—9. (355, 356, 358, 377) Halbe, geschwärzte Harnische; (Fig. 391) (358) Geschlossener Helm mit leichtem Kamm 
und aufschlächtigem Visier mit Augenschirm und Sehspalten. Halsberge mit daranhängendem geschlossenen 
und geschobenen Armzeug mit großen Vorder- und Hinterflügen und Stulphandschuhen, deren Finger fehlen. 
Brust init scharfem Grat, Gansbauch und daranhängenden, weiten, plumpen Schößen. Alle Teile sind reich 
mit Nieten besetzt. Deutsch, erste Hälfte des XVll. Jhs. 

Fig. 392. 10. (281) Blanker Brustpanzer (Fig. 392) mit drei Bauchreifen und Schnurrändern. Die Tapulbrust zeigt 
am oberen Brustteil eine geätzte Bordüre mit einem Kriegerkopf in einem Medaillon, umgeben von reichem 
deutschen Laubwerk und auf der rechten Brustseite in verriebener Ätzung einen vor einem Kreuze knieenden 
betenden Ritter. Der dazu gehörige Rücken befindet sich bei der Rüstung 2. Deutsch, erste Hälfte des 
XVI. Jhs. 

11—17. (198, 247, 384, 385, 1395—1397) Blanke Brust- und Rückenpanzer, teilweise mit glatten, teilweise 
mit geschnürlten Rändern. (198, 384) mit einem gravierten Malteserkreuz auf der Brust. Zweite Hälfte des 
XVI. bis Anfang des XVll. Jhs. 

18-30. (212. 223, 273, 274. 283, 313, 349, 354, 361, 365, 367, 381, 835) Geschwärzte Brust- und Rücken- 
panzer. Erste Hälfte des XVll. Jhs. 

Ferner Fragmente von Panzerhemden (73 — 76, 1279) und verschiedene Rüstungsteile, wie einzelne Handschuhe, 
Armzeuge und Folgen. 



Städtisciu's Museum droltno-Augu.sIt-utn 



301 



Helme. 

1. (389) Blanke deutsche Schallern (Fig. 393) mit niederem Kamm, aufschlächtigcm Visier mit Schspalt 
und geschnürlten Rändern. Marke 2. Deutsch, um 1500. 

2. (261) Blanker, geschlossener Helm (Fig. 388) mit runder, leicht geriffelter Glocke. Anfang des 
XVI. Jhs. 

3 — 6. (221, 360, 369, 376) Blanke und ein geschwärzter (376), geschlossene Visierhelme mit kleinem Augen- 
schirm und Sehspaltcn. Ende des XVI. bis Anfang des XVII. Jhs. 



Hdmc. 
Fig. 393. 




Flg. 393 Deutsche SchaUerii, um löOÜ (S. 301) 

7—12. (211, 280, 344. 363, 366, 380) Blanke und geschwärzte, offene Sturmhauben mit Augenschinn, 
geschobenem Nackenschutz und durchlochten Wangenklappen. (211) mit einer undeutlichen Marke. Ende 
des XVI bis Anfang des XVII. Jhs. 

13—16. (197, 348, 357, 359) Blanke und geschwärzte Morions mit Schnurriindcm und Messingrosetten. Anfang 
des XVII. Jhs. 

17. (246) Blanke Schützenhaube. Deutsch, Ende des XVI. Jhs. 



Schilde. 

1. (460) Rundschild aus gebläutem Eisen; mit getriebenem Randwulst, zahlreichen Messingnieten und rundem 
Knopf als Nabel. Ende des XVI. Jhs. 

2—96. (926—1016, 1059—1060) Rundschilde') mit ornamentiertem Lederbezug (Fig. 394). Holzschilde, die 
an der Außenseite mit braunem, reich mit Arabesken gepreßten, teilweise vergoldeten, teilweise mit Lack- 
farben bemalten Leder bezogen und an der mit einem Armpolster und Schildfesseln versehenen Innenseite in 
Temperafarben rot marmoriert sind. Venezianisch, um 1550. 



i) In der Snizburger Zeugambts-Raittung vom Jahre 1664, S. 219, «erden ausgewiesen: „Vergäll und Gemille Schill . . 

398 (Stück) (Mus. Arch. 739). 



Schilde. 



Fig. 394. 



302 



städtisches Museum Carolino-Augusteum 




Fig. 394 Rundscliild mit gepreßtem Lederbezug, 
zweite Hälfte des XVi. Jhs. (S. 301) 



Pferde- 
rüstzeug. 

Fig. 395 <7. 
Fig. 3956. 



Pferderüstzeug. 

1. (374 und 375) Teile eines Pferderüstzeuges aus gesottenem und gepreßtem Leder mit Spuren von ver- 
goldeten Ornamenten, bestehend aus einer einen Drachenkopf darstellenden Roßstirne (Fig. 395 a) und einem 
einmal geschobenen Gelieger (Fig. 395 Ä). Deutsch, Erstes Viertel des XVI. Jhs.'). 



Sättel. Sättel. 

Fig. 396. '• (371) Deutscher Rüstsattel (Fig. 396) aus Holz mit Eisenbeschlag an Vorder- und Hintersteg und Original- 
beziig aus sämischem Leder. Deutsch, erste Hälfte des XVI. Jhs. 

Fig. 397. 2. (373) Deutscher Rüstsattel (Fig. 397); mit hohem und breitem Vorder- und Hintersteg, weiche mit 
geriffelten, am Rande weit geschnürlten Eisenplatten beschlagen sind. Der Vordersteg zeigt in Ätzmalerei 
am Mittelstücke Adam und Eva zu Seiten des Baumes der Erkenntnis und am Rande umlaufende Bordüren 
mit deutschem Laubwerk. Deutsch, Mitte des XVI. Jhs. 



•) Laut Salzburger Zeugambts-Raittung vom Jahre 1664, S. 254, heißt es unter: „Mererlay Ainschichtige Khriegs Instrumenta": 
„Der Rebellischen Patirn Roß Armatur". (Museumsarchiv 739); femers im Haupt Inventarium ttber Samentliche in der all- 
hiosigen Hauptfestung, Mönchs- und Kapuzinerberg dann der hochfiirstl. Residenz Stadt — usw. — einer hochlöblichen Landschaft 
zugehörigen Kriegsrüstungen und Fahrnüssen —usw.— vom Jahre 1776, S. 42: „Auf dem obern Boden". „Mathäus Stockt, 
der Anführer deren rebellischen Bauern auf einem mit einer natürlichen Berlin (?) Pferdt Haut aberzohenen Pferd siezend, 
ganz gehet mischet, außer denen Schünn-Beinen, wobey auch Satl, Stegreiffe, Pistoll, Puffer, hölzern Vcrgoldtes legalen Kreutz 
und nebenher die ganze Pferd Armatur von Leder'. (Mus. Arch. 396). Diese Lederarmatur dürfte mit der oben beschriebenen 
identisch sein. (Diese Notiz verdanke ich der Güte des Herrn Obersten d. R. Oskar Seefeldner in Salzburg.) 



stadtisches Museum drolino-Augusleuin 



303 




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304 Städtisches Museum Carolino-Augusteum 

3, 4. (751, 752) Ein Herren- und ein Damensattel mit grünem, mit weißen Bändern ornamental abgesteppten 
Tuch bezogen. XVII. Jh. 

5. (756) Bocksattel mit gestepptem roten Lederbezug und gravierten Beineinlagen. Orientalisch (persisch), 
um 1600. 

6. (754) Arabischer Bocksattel aus Holz mit ornamentalen Bein- und Perlmuttereinlagen, ornamental 
gepreßter Ledersatteldecke und vorn geschlossenen Holzsteigbügeln mit ornamentalem Eisenbeschlag. 
XVII. Jh. 

7. (755) Pritschensattel aus Holz geschnitzt. Sattelknopf ein Löwenkopf. Satteldecke mit geschnitzten Fransen 
und Rokokoornamenten. XVIll. Jh. 

In der Sammlung finden sich ferner eine größere Anzahl von Steigbügeln und Sporen vom XVI. — XIX. Jh. 

Blanke Blanke Waffen. 

Waffen. 

Reich ist die Sammlung an Blankwaffen, von welchen nachstehende besonders hervorzuheben waren: 

1. (1418) Schwert (Fundstück). Zweischneidige Klinge mit Hohlschiff und in Messing tauschierter Marke: 
Kreuz. Gerade Parierstange und achteckiger Knauf. Deutsch, XV. Jh. 

2. (1158) Schwert (Fundstück). Zweischneidige Klinge mit Hohlschiff und der tauschierten Marke 3. Ovaler, 
an den Rändern abgeschrägter Knauf und Reste der Griffhölzer. Die Parierstange fehlt. Deutsch, Anfang 
des XVI. Jhs. 

3. (292) Zweihänder, geflammt, mit großen Parierhacken, alter Belederung und roh geätztem Wappen des 
Fig. 398. Salzburger Erzbischofs Marcus Sitticus von Hohenembs (1612—1619), (Fig. 398). Deutsch, Anfang des 

XVII. Jhs. 

4. (440) Zv/eihänder, glatt, ohne Parierhacken und der in Messing tauschierten Inschrift: „Baltasar-Rapar- 
Melenior". Deutsch, XVI. Jh. 

5. (441) Zweihänder, glatt, mit großen Parierhacken, der Angelmarke 4 und Passauer Wolf. Das Griff- 
holz ist neu. Deutsch, Ende des XVI. Jhs. 

6. (836) Zweihänder, glatt, mit Parierhacken und Passauer Wolf. Deutsch, Ende des XVI. Jiis. 

7. (1156) Zweihänder, geflammt, mit Parierhacken und den Buchstaben „H. S." Deutsch, Ende des XVI. Jhs. 

8. (1171) Zweischneidiges Schwert mit Passauer Wolf. Passauer Arbeit, des XVL Jhs. 

9. (391) Schwert, zweischneidig; mit rundem verzierten Knauf, geschnürtem, mit Lcder bezogenen Griff- 
holze, gerader, an den Enden leicht nacli abwärts gebogener Parierstange und der Marke 5. Deutsch, erste 
Hälfte des XVI. Jhs. 

10. (1173) Landsknechtschwert („Katzbalger") mit leicht geätzter Klinge und der Datierung: „Anno 1527". 

11. (268) Landsknechtschwert, mit geschwungener Parierstange. Deutsch, zweite Hälfte des XVI. Jhs 

12. (278) Landsknechtschwert; mit geschwungener Parierstange und muschelförmigem Faustbügel. Die 
breite Klinge mit kurzem Hohlschliff ist leicht ornamental verziert. Deutsch, zweite Hälfte des XVI. Jhs. 

13. (1167) Landsknechtschwert; mit geschwungener Parierstange, Daumenring und der Angelmarke 6. Deutsch, 
Mitte des XVI. Jhs. 

14. (1177) Landsknechtschwert; mit geschwungener Parierstange und muschelförmigem Faustbügel. Die 
breite Klinge zeigt viermal die Marke 7 des Solingers Peter Buegel. Solingen, um 1610. 

15—20. (657, 660, 671, 698, 1164, 1183) Pallasche mit Spangenkorb; (657) mit den Marken 8 und 9 des 
Solinger Kiingenschmiedes Heinrich Coli (Koll); (660) mit den Marken 10 und 11 (wohl gleichfalls H. Koll); 
(671) und (698) mit der Marke 12 des Solingers Hannes Cleles; (1164) zeigt die nachgeahmte Toledaner Marke 
13; (1183) mit der Marke 14 des Johannes Wundes in Solingen. Deutsch, Ende des XVI. bis Anfang des 
XVII. Jhs. 

21. (1184) Reitschwert mit kurzer Klinge und Gravierungen: Türkenkopf, Zangenmarke des Johannes Wirs- 

berger in Solingen und die Inschrift: „PRO DEO ET PATRIA — PRO R . . . ET P . . TER". 

Solingen, erste Hälfte des XVII. Jhs. 

22, 23. (196, 210) Reitschwerter mit geschwungener Parierstange, Eselshuf und den Marken 15 und 16 auf 
den z. T. mit zahlreichen Zügen versehenen Klingen. Deutsch, um 1600. 

24 — 26. Drei Richtschwerter mit roh gravierten Klingen, welche auf das Amt des Scharfrichters und die 
Justifizierung bezügliche Sprüche und Darstellungen (Galgen, köpfender Scharfrichter), ferner Maria mit dem 
Kinde und einen Kruzifixus zeigen. Das eine Schwert ist datiert „1663". Deutsch, zweite Hälfte des 
XVll. Jhs. 



Städtisches Museum C;irülinoAiigii!.tiuiii 



305 



27—33. (222, 224. 248. 293. 298. 336, 1()64) DcRcn mit Spaiigcnkörbcii; (222) mit der Marke 17, tauschiertcm 
Passaiier Wolf und Resten einer geätzten Inschrift; (224) mit der Marke 18; (248) mit dem Passaucr Wolf: 
(293) mit der Inschrift: „ANNAAN-MARIA" und der eine Mailänder Marke nachahmenden Marke 19; (298) 
mit der Inschrift: „ME F£C/7 5r/iNrL£/?"(MiincheiierKlinj,'cnschmied); (336) mit der Inschrift: JOHANNE 

ME FEC ANNO DOMINI" und der undeutlichen Marke 20; (I(i64) mit der nachgeahmten Inschrift: 

„ANTONI PIC/NNr (Piccinino) und der Zangenmarke 21 der Solinger Wirsberg. Deutsch, Ende des 
XVi. und erste Hiilfte des XVII. Jhs. 

34. (234) Degen mit Spangenkorb; ovaler Knauf, geschwungene Parierstange, flacher Parierring. Eselshif 

und kleines durchlochtes Stichblatt. Die lange schmale 
Klinge zeigt die Inschrift: „ANTONl" und die .Marke 22. 
Italienisch, erste Hälfte des XVII. |hs. 





I-'ig. 398 Zweihändcr, Anlang des XVII. Jlis. 
(S. 304) 



llg. .);':* i'iUlliMiijjcM. ,-)i>iilit;in, Allljn); Ucs X\ II. JllS. 

(S. 30,5) 



35. (297) Degen mit Spangenkorb und der mailändisciien Klingenmarke 23. Italienisch (Mailand), Anfang 
des XVII. Jhs. 

36, 37. (237, 265) Korbschwerter mit Spangenkörben; (237) mit der Marke 24 des zirka 1615— 1625 in Toledo 
arbeitenden Klingenschmiedes Thomas von Ayala; (265) mit der Marke 25 des Espadero de Rey. Spanisch, 

erste Hälfte des XVII. Jhs. 

38. (259) Prunkdegen (Fig. 399) bei der Rüstung des Salzburger Erzbischnfs Wolf Dietrich von Raitcnau(I). 
Birnförmiger, acliteckigcr Knauf. Holzgriff mit Messingdrahtumwicklung. Der gebläute Spangenkorb mit fast 
geschlossenem Faustschutzbügel, Stichblättern und Eselshuf ist reich profiliert, mit Silber tauschiert und 
eingelegt. Die zweischneidige, im Durchschnitte rhombische Klinge zeigt beiderseitig die Inschrift: „ROTNES" 
und die Marke 26 des Solinger Klingenschmiedes Meves Berns. Solingen, Anfang des XVII. Jhs. 

39. (1063) Prunkdegen (Fig. 400). Länglicher Knauf und mit Draht bewickelter Holzgriff. Der Spangenkorb 
mit geschlossenem Faustschutzbügel und Esclshuf ist reich in ornamentalen und figuraien Motiven geschnitten 
und deutsche Arbeit, während die zweischneidige Klinge, die in dem leichten Hohlzug die Inschrift 
„SAHAGON" zeigt, spanisch ist. Um 1570. 

XVI 39 



Fig. 399. 



hig. 400. 



306 Städtisches Museum CarolinoAugusteum 

40. (1161) Rappier mit Spangenkorb und der Klingenmarke 27, XVII. Jii. 

41. (1188) Degen mit geschnittenem Eisengriff. Deutsch, erste Hälfte des XVII. Jhs. 

Weiter eine größere Anzahl von Galanterie- und Hofdegen des XVII. und XVIII. Jhs., von welchen nach- 
stehende iiervorzuheben wären: 

(231) mit einer Klinge des Toledaners „TOMAS AYALA", erste Hälfte des XVII. Jhs. 
(665) mit der Solinger Angelmarke 28. 

(1176) mit der Angelmarke 29; (1189) mit der Angelmarke 30 des Dresdener Klingenschmiedes Georg Zicgier; 
(1191) mit der Marke 31. 




Fig. 400 Prunkdegen, um 1570 (S. 305) 

Ferner einige Hofdegen mit blanken, facettierten Stahlgriffen und Stahlperlen (627, 1069, 1071, 1073, 1074, 
1080, 1082) und einige Galanteriedegen mit bemalten Porzcllangriffen (1070, 1072, 1075). XVIII. Jh. 

Auch einige Militärdegen des XVIII. und XIX. Jhs. sind vorhanden, von welchen nachstehende hervorzuheben sind : 

(187) Degen eines Salzburgcr Bürgeroffiziers {„Franz Dietrich Popp Lieutenant — Franz Anton Rauchenbiciücr 
Fähnrich'') mit Klingeninschriften, der Datierung 1743 und der Angelmarke 32. Salzburg, „1743". 

(557) mit der Angelmarke 33; (560) mit den Angelmarken 34 — 36; (561) mit der Angclmarke 37; (681) mit 
der Angelmarke 38 der österreichischen Waffenfabrik Pottenstein in Niederösterrcich; (1186) mit der 
Angelmarke 39. 



Säbel. Säbel. 



In der Sammlung befinden sich eine größere Anzahl von Säbeln vom XVIII. bis zum XIX. Jh., von welchen 
hervorzuheben wären: 

Säbel des XVII. Jhs. 

(1180) Säbel mit steirischer Sichelmarke 40. 

(1194) Pandurensäbel, graviert mit der Inschrift; „SOLU DO \ GLORIA \ ME FE\CIT PEB". (Peter Bügel?) 

Solingen, Anfang des XVII. Jhs. 



Städtisches Musviim Carollno-Aiigusteum 



307 



(1 197) Ungarischer Säbel mit der Inschrift: „BVEGEL PETHER" und der Marke 41 des Solinger Meves Berns. 

(220) Ungarischer Säbel mit der Klingeninschrift: „1639 \ A: : TO : : : : DlONl :::{■■ TO : : 10 : 
D : ONIN : 0". 

(647) Ungarischer Säbel mit der Marke 42. 

(1163, 1165, 1169, 1198) Ungarische Säbel mit Kettenbfigcl und den Marken 43—46. 

Säbel des XVIll. Jhs. 

(233) österreichischer Offizierspallasch mit feiiervergoldetem Bronzegefäß, bestehend aus einem Stichblatt 
mit Ornamenten und Trophäen imd einem Bügel, der den Körper eines Husaren bildet, dessen Kopf der Knauf. 
Die gerade, leicht geflammte Klinge zeigt in Ätzung auf der einen Seite den Kaiseradler mit der Inschrift: 
„VIVAT CAROLUS VI. ROM. KAYSER'\ auf der anderen Seite einen Reiter mit der Inschrift: „VIVAT 
PRINZ EUGENIUS'' und die Marke 47. 

(1157) österreichischer Kavalleriepallasch mit Marke 48. 

(311, 319) Salzburger Füseliersäbel mit den Solinger Angelniarken 49. 50, der Inschrift „Vivat Salzburg" und 
dem Salzburger Wappen auf beiden Seiten. Zweite Hälfte des XVIII. jhs. 

Ferner die ungarischen Säbel (5, 337, 341. 629. 773. 785, 1199) mit den Marken 51—56 und 61; die preußi- 
schen und bayrischen Säbel (637, 654, 656, 700) mit den Marken 57 — 60. 

Säbel des XIX. jhs. 

(558) Primaplanasäbel mit der Marke 62 der österreichischen Waffenfabrik Pottenstcin in Niederösterreich. 
(563. 565, 566, 567, 626, 653. 1947) mit den Angelmarken 63—69. 

Dolche: 

1. (165) Dolch mit geschwungener Parierstange, birnförmigem Knauf und mit Draht umwickeltem Griff. Die 
Klinge zeigt bis zur Spitze reichende durchbohrte Hohlzüge. Italienisch, zweite Häflte des XVI. Jhs. 

2. (167) Dolch mit dreikantiger Klinge, facettiert geschnittenem Stahlgriff und kurzer Parierstange. Schwarze 
Lederscheide mit ziselierten Eisenbeschlägen. Italienisch, Ende des XVI. bis Anfang des XVII. jhs. 

3. (166) Dolch mit gerader Parierstange, Danmenring und birnförmigem Knauf, die mit rosettenformigen 
Silbereinlagen verziert sind. Gerillter Holzgriff und mit durchlochten Hohlzügen versehene Klinge. Italienisch, 
Ende des XVI. bis Anfang des XVII. jhs. 

4. (1220) Stilett mit kanneliertem Knauf, mit Draht umwickeltem Griff und geschwungener Parierstange 
mit Daumenring. Die dreikantige Klinge trägt die Marke 70. Italienisch, Ende des XVI. jhs. 

5. (1221) Dolch mit dreikantiger Klinge. Der Griff mit gedrehtem Knauf und Parierstange mit gedrehten 
Endknöpfen ist aus einem Stück Eisen geschnitten. Ende des XVI. bis Anfang des XVII. jhs. 

und einige weitere Dolche des XVI. und XVll. Jiis. 

Hirschfänger und Waidpraxen des XVII. und insbesondere XVIII. jhs. finden sich in der Sammlung eine 
größere Anzahl, von welchen einige, die Marken tragen, angeführt werden. 

(288, 809) mit der Marke 71 der Solinger Klingenschmiede Peter und Andreas Munsten und der Marke 72. 
(675, 1109, 1214, 1215, 1216. 1411) mit den Marken 51. 68. 73. 74. 

(1206) mit der Marke 75 des Münchener Klingenschmiedes Wolfgang Ständler. 

(1207) mit der Marke 76 des )ohannes Wundes in Solingen; ferner tragen: (555, 645, 667, 676, 1205. 1208. 
1210—1213, 1225) die Marken 77—88. 

An nicht montierten Klingen sind hervorzuheben die beiden geätzten Säbelklingen: (192) mit der Reihcnloige 
der römischen Kaiser von Augustiis I. bis josef I. Anfang des XVII. jhs.; (193) mit einem Kalender von 
1573—1617. 



Dokhc 



Schlagwaffen. 

1. (58) Streitkolben mit sieben Blättern an einem kurzen Holzstiel. XV. jh. 

2. (59) Streitkolben mit sieben Blättern und einem mit geschnittenem Flechtwerk verzierten Eisenstiel. 

Deutsch, erste Hälfte des XVI. jhs. 

3. (60) Streitkolben, zwiebeiförmig mit vierzehn Schlagblättern und hohlem Eisenstiel. Ungarisch. XVI. Jh. 

4. (253) Streitaxt mit leicht verbeintem Holzstiel und der Marke 89. Datiert 1622. 

5. (390) Deutsche Fußstreitaxt mit großem, halbmondförmigem Beil, gekrümmtem Haken und der Marke 90. 
Deutsch, XVI. jh. 

39» 



SchUgwaIfcn. 



308 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



Stangen- 
waffcn. 



Stangenwaffen. 

Die Zahl der in der Sammlung bewaiirten Stangenwaffen ist eine sehr große, von welchen nur wenige heraus- 
gegriffen werden l<ünnen, während die restlichen, welche Marken tragen, nur zusammenfassend mit Hinweis 
auf die Markentafeln erwähnt werden. 

1. (872 — 898, 915) Landsknechtspieße von selten gutem Erhaltungszustand dieser nicht häufigen Stücke. 
Erste Hälfte des XVI. Jhs. 

2. (904, 913, 916—919, 921—925) Reißspieße mit kannelierten Schäften. Deutsch, um 1500. 

3. (1817) Fußknechtspieß, um 1500. 

4. (903) Turnierlanze. Deutsch, zweite Hälfte des XVI. jhs. 

5. (410, 424, 1150, 1151) Böhmische Ohrlöffel, von welchen (1150) und (1151) die Marken 91 und 92 zeigen. 
Anfang des XVI. Jhs. 

6. (1149) Saufeder mit Marke 93. XVI. Jh. 

7. (457) Saufeder mit Marke 94. Knebel fehlt. XVI. Jh. 

Ferner eine größere Anzahl von gemeinen Pikenierspießen des XVII. Jhs. 

Helmbarden sind in fast allen Formen vom Ende des XV. Jhs. bis ins XVII. Jii. zahlreich vertreten. Die 
Marken der bezeichneten Stücke sind in den Tafeln von Nummer 95 — 137 verzeichnet. 

Ferner sind zu erwähnen: 

(434) Roßschinder mit der Marke 138. Mitte des XVI. Jhs. 

(1136, 1143) Spetum, XVI. Jh. 

(410) Partisane mit schwerer Stoßklinge, abwärts gebogenen, gezahnten Ohren und der Marke 139. Ende 
des XVI. Jhs. 

(513) Partisane mit geätzten Ornamenten, Emblemen, Doppeladler, Kriegstrophäen, der Inschrift: „ÄDDER- 
D.-GLOIA" und unter dem Adler der Datierung „1646". 

(518) Sponton, beiderseitig mit Kriegstrophäen reich geätzt. Datiert „1621". 

(515) Sponton, reich geätzt, des „Slesvig Holsteenske Nat. Regiment(s)". XVIII. Jh. 

Drei (413, 511, 512) reich geätzte und vergoldete österreichische Spontons des XVIII. Jiis. 

Eine größere Anzahl von Bauernwaffen, wie Morgensterne, Kriegsdrischeln, Sturmgabeln, Spieße und Kriegs- 
sensen, von welchen (719) und (833) mit den Marken 140 und 141 bezeichnet sind. 



Prunkwaffen. Prunkwaffen der Trabanten der Salzburg er Erzbischöfe'). 

Taf. XXI, 1. 1. (392) Partisane (Taf. XXI, 1) mit breiter Stoßklinge und kräftigem Mittelgrat. Breites, halbmondförmiges, 
gezacktes Blatt. Reiche Hochätzung auf geschwärztem Grunde: auf beiden Seiten das Salzburger Landcs- 
wappen und das Wappen des Erzbischofs Johann Jakob von Khuen-Belasy unter einem Bischofshut mit 
flatternden Bändern, unigeben von deutschem Laubwerk, das sich bis in die Stoßklinge hinaufzieht. 
Datiert „lö62-'. 

Mg. 401. 2, 3. (1065, 1066) Helmbarden (Fig. 401) mit breiter Stoßklinge mit kräftigem Mittelgrat und reich 
gezacktem Beile. Beiderseits in Hochätzimg auf geschwärztem Grunde das Wappen des Erzbischofs Wolf 
Dietrich von Raitenau in reichen Bandkartuschen, in welchen zwei Satyrn hocken. Datiert „15S9". 

Fig. 402. 4. (393) Helmbarde (Fig. 402) mit breiter Stoßklinge und reich gezacktem Beil. Beiderseitig in Hochätzung 
auf geschwärztem Grunde das Wappen des Erzbischofs Marcus Sitticus von Hohenembs in reichem Bandel- 
werk, in dem zwei Satyrn hocken. Auf einer Seite in römischen und auf der anderen Seite in arabischen Zahlen 
datiert mit „1611". Auf der Feder unterhalb des Beiles findet sich die Marke 142 des Ätzmalers'). 

Fig. 403. 5. (394) Kouse (Fig. 403) mit reicher Hochätzung: Wappen des Erzbischofs Marcus Sitticus von Hohenembs 
in reichem deutschen Laubwerk. Datiert „1611". 

Taf. xxi,2. 6. (395) Partisane (Taf. XXI, 2) mit reicher Hochätzung: Wappen des Erzbischofs Paris Graf von Lodron 
in reichem Laubwerk, das bis ins erste Drittel der kräftigen Stoßklinge reicht. Datiert „1620". 



') S. Dr. Otmar Baron Potier: „Die Paradewaffen der erzbischöfiichen Trabanten am Hofe von Salzburg", Zeitschrift für 
liistorische Waffenkunde, Bd. III, S. 280 ff. 

') Ebenda S. 284: Dieses Wappen mit den drei Schildchen führte nach Dr. Petter auch eine Salzburger Familie, deren einer 
1429 Bürgermeister daselbst war, nämlich die Rubcin. Das R im W.ippchen spricht nun dafür, daß ein Angehöriger der Familie 
Rubeln zu Anfang des XVII. Jhs. (Waffenschmied oder) Atzmalcr in Salzburg war. 




« '-> 10 11 12 13 

TAFEL XXI PRUNKWAFFEN DER TRABANTEN DER SALZBURGER ERZBISCHÖFE (S. 308) 



Slldttsches Museum Carollno-Augutteum 



309 




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9 



310 städtisches Museum Carolino-Augusteum 

Taf. XXI,3, 4. 7, 8. (396, 397) Partisanen (Taf. XXI, 3, 4) mit reicher Hocliätzung: Wappen des Erzbischofs Guidobald 
Graf von Thiin in reichem deutschen Laubwerk, das bis ins erste Dritte! der kräftigen Stoßklinge reicht. 
(396) datiert „1654'\ 

Taf. XXI, 5. 9. (398) Partisane (Taf. XXI, 5) mit reicher Hochätzung: Wappen des Erzbischofs Leopold Anton Freiherrn 
von Firmian in reichem deutschen Laubwerk, das bis ins erste Drittel der Stoßklinge reicht. Datiert „1727". 

Taf. XXI, 7. 10. (520) Springstock (Taf. XXi, 7) mit dreikantiger Klinge, die auf der einen Seite einen gekrönten Doppel- 
adler, auf der anderen Seite Trophäen und auf der dritten Seite das Wappen des Erzbischofs Leopold Anton 
Freiherrn von Firmian in Ätzung zeigt. Erste Hälfte des XVIII. Jhs. 

Taf. XXI, 6. 11. (514) Sponton (Taf. XXI, 6), reich ziseliert: Wappen des Erzbischofs Andreas Jakob Graf von Dietrich- 
stcin auf der einen Seite, auf der anderen Seite Waffentrophäen auf goldpunktiertem Grunde. Auf der Seite 
mit dem Wappen sehen wir die Signatur „GIZL" eines Salzburger Büchsenmachers und Ziseleurs. 
Salzburg, erste Hälfte des XVIII. Jhs. 

Taf. XXI, 8, 9. 12. (399) Partisane (Taf. XXI, 8, 9) mit reicher Gravierung: Wappen des Landes Salzburg in reichem 
Bandwerk auf der einen Seite, auf der anderen Seite das Wappen des Erzbischofs Siegmund III. Graf von 
Schrattenbach, gleichfalls in Bandwerk und die Datierung „1753". 




Fig. 404 Steinbüchse, XV. Jh. (S. 311) 

Taf. XXI, 11. 13. — 16. (519, 521, 523, 524) Spontone (Taf. XXI, 11) mit reichem Eisenschnitt: Wappen des Erzbischofs 
Siegmund III. Graf von Schrattenbach in Rokokoornamenten auf der einen Seite, auf der anderen Seite das 
Salzburger Landeswappen gleichfalls in Ornamenten. Deutsch, Mitte des XVIII. Jhs. 

Taf. XXI, 10. 17. (1306) Sponton (Taf. XXI, 10), reich graviert: auf der einen Seite das Salzburger Landeswappen in 
Ornamenten, auf der anderen Seite Waffentrophäen mit dem Herzwappen des Erzbischofs Siegmund III. 
Graf von Schrattenbach und der Bezeichnung: „M. GIZL". Salzburg, zweite Hälfte des XVIII. jhs. 

Taf. XXI, 12, 18 — 19. (516, 517) Partisanen (Taf, XXI, 12, 13), in Eisen geschnitten: auf der einen Seite das Salzburger 
13. Landeswappen in Ornamenten, auf der anderen Seite das Wappen des Erzbischofs Hieronymus Graf von 

CoUoredo und das Porträt des Erzbischofs in einem Medaillon. Ende des XVIII. Jhs. 

Schußwaffen. Schußwaffen. 

1. (388) Armrust; Säule aus lichtem Holz, leicht mit dunklem Holz und Bein eingelegt, kräftiger Holzbogen 
mit umsponnener Tiersehne, beinerne Nuß, gerader Druckbügel und Fußring. Deutsch, um 1500. 

2. (435) Armrust; Säule aus lichtem Holz mit schwarzem Hörn, leicht eingelegt, sonst wie 1. Deutsch, 
um 1500. 

3. (553) Deutsche Armrustwinde. Ende des XVI. Jhs. 

4—5. (264, 279) Schnepper mit leicht verbeintcm, plumpen Kolben, Eisenbogen, Visicrgabel (279) und der 
Marke 143 auf beiden Stücken. Deutsch, XVII. Jh. 

6. (461) Schnepper, datiert „1776". 



Städtisches Museum Carolino-Aiij^iisteiim 



311 



Ferner noch einige Sclieihenarinrflste des XVill. und XIX. Jiis. 

7. (387) Pfcilkücher aus starkem, braunem Leder; das mit einem ncprcbuii Granatapfelmustcr, das Spuren 
einer \'ergoklimg zeigt, verziert ist. Orientalisch, zweite HJUfte des XV'I. Jhs. 

An den Pfeilern und dem Gewölbe der Waffenhalle sind eine große Anzahl von Armrustbolzen und Pfeilen 

befestigt. 



Feuerwaffen. 



Geschütze. 



1. (855) Steinbüchse (Fig. 404) aus Gußeisen mit zwei Verstürkungsreifen und leicht abgesetzter Kammer. 
Deutsch, XV. Jh. 

2 — 3. (856, 858) Steinbüchsen aus Gußeisen mit stark abgesetzter Kammer und langen Schwanzschrauben. 
Deutsch, Ende des XV. Jhs. 



OcKllMM. 

ng. 404. 




Flg. 405; •Bronzerohr von H. C Löffler, 1565 (S. 311) 




Fig. 406 Bronzerohr von H. C. Löfner, 1565 (S. 311) 



4. (871) Geschützrohr aus Schmiedeeisen, das vom Achteck gegen die Mitte in den Kreis übergeleitet wird. 
Die Schikizapfen fehlen. Marke 144 und eine zweite unleserliche. Deutsch, Ende des XV. bis Anfang 
des XVI. Jiis. 

5. (860) Hölzernes Geschützrohr mit fünf jetzt fehlenden Eisenringen, das der Tradition nach aus dem 1526 
unter Erzbischof Matthäus Lang ausgebrochenem Bauernkrieg stammt. (In der Zeugsambts-Raittung von 1664, 
S. 254, werden erwähnt: „2 hilzerne Sluckh mit Eisern Ringen") (Mus. Arch. 739). 

6.-7. (861, 862) Bronzerohre (Fig. 405, 406) in Lafetten aus dem Jahre 1804. Die beiden Rohre zeigen auf 
dem Teil zwischen dem Zündloch und dem ersten Ring die Wappen des Landes Salzburg und des Erzbischofs 
Johann Jakob von Khuen-Belasy mit Krummstäben und Bischofsmütze und darüber die Tafel mit der 
Inschrift: „10 A. lA. DEI. GRA. ARCHI. | EPS. SALZ. APOSE. LE. \ M. D. LX. UHI". Am vorderen Rohr- 
teil sieht man bei beiden die Signatur: „Hanns Crislof Loljler \ gas mich im lößö", des bekannten Tiroler ücschütz- 
gießers Karls V. und bei (861) eine Eule, bei (862) einen steigenden Löwen. Die verstärkte Rohrmündung 
zeigt Blattornamente. Die Henkel sind als Delphine gebildet. Zwei an den Geschützen angebrachte Messing- 
tafeln mit den in französischer und deutscher Sprache eingravierten Schenkungsurkunden besagen, daß die 
beiden Geschütze im Jahre 1801 von den Franzosen der Salzburger Bürgerartillerie als Eigentum übergeben 
wurden. Deutsch, „1565". 

8. (854) Falkonett mit Hinterladeeinrichtung (vertikaler Drehkeilverschluß) aus Schmiedeeisen; mit der 
Suhier Marke 145 und der Datierung „1601". Deutsch (Suhl), „1601". 



Fig. 405 
und 406. 



312 



Stadtisches Museum Carolino-Augustcum 



Fig. 407. 



9. (853) Falkonett ans Schmiedeeisen mit einem gravierten Faunskopf auf dem Schubdeckel des Zündloches, 
der Datierung „767/" und den Marken 146 des Suhler Laufschmiedes Valentin Klett, 147 und 148. Deutsch 
(Suhl), „1611". 

lü. (867) Modell eines Feldschlangenrohres aus Bronze (Fig. 407). Das ganze Rohr ist mit Grotesken- 
ornamenten bedeckt und zeigt in einem herzförmigen Schildchen ober dem Zündloch die Signatur „FR ANCO 
MAZZAROLl.\ .F." des um 1670 nachweisbaren venezianischen Geschützgießers. Venezianisch, um 1670. 




Fig. 407 Modell eines Feldschlangcnrohres aus Bronze von Fr. Mazzaroli, um 1670 (S.312) 

Ferner finden sicii in der SannnUmg zwei Geschützmodclle (863, 868) des XVII. Jhs. und einige des XIX. Jhs. 
Einige Geschützaufsätze des XVII. Jhs. (1662, 1663, 1664, 1659) und des XVIII. jhs. (1660, 1661, 1665), von 
welchen einige datiert und bezeichnet sind. Einige datierte Artilleriebestecke in taschen des XVII. Jhs. (703. 
709, 710) und des XVIII. Jhs. (702). Zwei Luntenspielk (704, 1414) des XVII. Jhs. Eine Rundbombe (859) 
des XVII. Jhs. Drei Handnuihlen aus Stein (757 — 759), von welchen eine (759) das Wappen des Erzbischofs 
Leonhard von Keutschach (1495 — 1519) zeigt. Ferner 128 Steinkugeln der verschiedensten Kaliber. 



Handfeuer- 
waffen. 
Fig. 408. 



Handfeuerwaffen. 

1. (857) Handsteinbüchse') (Fig. 408) aus Schmiedeeisen mit weitem Flug und stark abgesetzter Kammer; 
mit drei Eisenspangen in einen derben Holzklotz befestigt. Deutsch, erste Hälfte des XV. Jhs. 




Fig. 408 Handsteinbüchse, erste Hälfte des XV. Jhs. {S.312) 



2. — 5. (844 — 847) Hakenbüchsen mit Schmiederohren, angeschmiedetem Haken, gestauchtem Mündungsring 
und seitlicher offener Pfanne; in einem derben deutschen Kolben montiert. (845) mit einem Scharten visier. 
Deutsch, Ende des XV. Jhs. 
6. (848) Ganzer Haken mit Luntenschloß, Schartenvisier und spanischem Kolben. Datiert „lö62". Deutsch. 

7. — 8. (849, 850) Luntenschloßgewelire mit dem eingebrannten Wappen des Stiftes St. Peter in Salzburg 
auf den spanischen Kolben. Deutsch, Ende des XVI. bis Anfang des XVII. Jhs. 

9._10. (851, 852) Doppelhaken mit Luntenschloß und ganzer Schaffung: (851) mit der Marke 149 des um 
1586 in Suhl arbeitenden Laufschmiedes Valentin Kleti, den Suhler Beschauzeichen 150 und den Marken 
151—154; (852) mit den Marken 149—151, 155, 156. Deutsch (Suhl), Ende des XVL Jhs. 



•) s. SiXL P., k. u. k. Major: Entwicklung und Gebrauch der Handfeuerwaffen. Zeitschrift für historische Waffenkunde, Bd. I, 
S. 222, Fig. 13. 



Städtisches Museum Ciinlino-Aii^iistcuiii 



313 



R a d s c h I ß g e w e Ii r e. 

1. (1) RacIscIiloL^gewchr (i-it.'. 409): der kantijjc. mit durchbrochenen vergoldeten Ringen am Scliafte befestigte 
Lauf ist reich geatzt imd zeigt die liisciirift: .Valeanl qtii inter iws dissidium voltiiit,\ DU inimortales. Iwmini 
homo quid praestat! \ Ne Jupiter quidem orunibus placet 1-534". Reich geätztes und teilweise vergoldetes Ü(»ppel- 
radschioB mit durchbrochenen Raddeckehi. Auf dem grün gestrichenen, deutschen Kolben das gemalte Wappen 
des Erzbischofs Mattiiäus Lang von Salzburg. Deutsch, ..1534". 



lUlKllluft- 

KCWriKr. 




Fig. 409 Radschloßgewehr, deutsch, ,.1,534» (S. 313) 



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'I-i^ 110 RndschIo6l<arabiniT, deutsch (Suhl). Knde dt- X\ 1 "■- 



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2.— 14. (2, 4. 6, 7—10, 255, 256, 275, 276. 287. 1()67. 1068) Arkebusier-Radschloßkarabiner (Pig. 410) mit Mg. 4\0, 

freiliegendem Rad und dimklem, mit gravierter Verbeinung verzierten spanischen Schaft. (2) mit der Laiif- 

marke 157, imd der SciiloL'imarke 158; (4) mit der Laufmarke 157 und der Signatur „M. S." am Schlosse; 

(6) mit den Suliler Laufmarken 159; (7, 275, 276) mit der Laufmarke 157; (9) mit den Suhler Marken 160; 

(10) mit der Laüfmarke 161 und der Datierung „/ö.O.J"; (255) mit den Marken 160 und 162; (256. 287) mit 

den Marken 163; (UW) mit den Marken 157 imd 164; (1068) mit den Marken 157 und 165. Deutsch (Suhl). 

Ende des XVI. jhs. 

15.— 21. (204, 205, 229, 296, 306, 317, 345) Österreichische RadschloB-(F\-trinal-)Karahiner. Modell 1657; 
mit den Marken 166 — 173. österreichisch, zweite Hdlfte des XVII. Jhs. 

22. (239) RadschloBgewehr; der gezogene Lauf trägt die Inschrift „Hans Stifter /67.5" und dessen Marke 174. 

23. (329) RadschloBbüchse: der gezogene Lauf trügt die Bezeichnung: „K. Felseisen 1686"; das Schloß ist 

mit einer Jagdszene graviert und zeigt die Marke 175. 

24. (1234) RadschloL^büchse; mit graviertem Schloß und der Laufmarke 176. Deutsch, zweite Hälfte des 
XVII. Jhs. 

25. (243) Radschloßbikhse; der gezogene Lauf trägt die Bezeichnung: „Johann Deplann in Prag"; das 

schön gravierte Schloß (Fig. 411) stellt eine Hirschjagd dar; der leicht geschnitzte Kolben (Fig. 412) ist mit Pig. 41t 
Drahtornamenten eingelegt und zeigt auf der Wangenseitc ein vergoldetes, durchbrochenes Bronzeornament. und 412. 

Deutscli, erste Hälfte des XVIII. Jhs. 

26. (199) RadschloBbüchsc; der gezogene Lauf ist mit „Caspar Zelner in Salzburg" und dessen Marke 177 
bezeichnet; das mit ,,/. N." bezeichnete Schloß zeigt eine roh gravierte Landschaft und Ornamente. Salzburg, 

um 1700. 

XVI 40 



314 



Stiidtisclics Museum Carolino-Augnstuum 



27. (250) F?adsclilol.M)iiclise; der einfach geschnitzte Kolben ist mit ,.Josej Meissinger" ihkI lias reich gravierte 
ScIilolJblech mit „/. 6'." bezeichnet. Ende des XVII. bis Anfang des XVlil. jhs. 

28. (324) Radschioßbüchse; der gezogene Lauf ist mit „Valentin Winchler" und dessen Marke 178 bezeichnet; 
das Sciiioß zeigt eine gravierte jagdszene und Ornamente. Deutsch, erstes Drittel des XVIII. jhs. 




Fig. 411 Schloß des Gewehres Nr. 25 (S. 313) 




hig. 412 .Schaltung des Gewehres Nr. 25 (S. 313) 

29. (219) Radschloßbüchse; das mit einer Jagdszene und Ornamenten gravierte Schloß ist mit „S(ebastian) 
Scheideggcr in Salzburg" und der gezogene Lauf mit der Marke 179 dieses von 172e — 1773 in Salzburg 
nachweisbaren Meisters, bezeichnet Salzburg, Mitte des XVIII. Jhs. 

und einige weitere, nicht bezeichnete Radschloßgewehre. 



Steinschloß- 
gewehrt'. 



Steinschloßgewehre. 

1. (290). Steinschloßtrombon; Schloß, graviert mit Messingtaiischierung; der Kolben mit Bronzearmatur; 
der Lauf ist mit „Go. Batta Dalfino' bezeichnet. Italienisch, um 1700. 

2. (208) Jagdstutzen mit Steinschloß; leicht geschnitzte Schaffung mit Bronzearmatur; das mit Trophäen 
gravierte Schloß ist mit „Wentzlav a Ehrnbreitstein No. 127" bezeichnet. Deutsch, zweite Hälfte des XVlII. Jhs. 

3. — 4. (258, 266) Entenflinten mit Steinschlössern; die mit einer Jagdszene und Ornamenten geschnittenen 
Schlösser sind mit „Ignatz Nester" bezeichnet, während die glatten Läufe die Marke 180 dieses Meisters tragen. 



St-iiltiNi luv .\lnNciim ('"■■< ^ ■ ■•'. lim 31j 

Die Scliiiftc sind mit gravierten BronzcbesciiiJigen verziert, die am Kolbenscituh das Wappen der Iriilurrcri 
Firmian zeigen. Deutsch, zweite Hälfte des XVIIi. Jiis. 

3.-6. (649, 825) Doppelläufige Steinschloßflinten; die glatten Schloßblcche sind mit dem Namen des 
Büclisenmaciiers „Aiitnii Baiunann in Miiiuhen" bezeichnet. Die Schafte sind mit Bronzebcscliliigen verziert, 
die am Kolbensciiuli das Wappen der Grafen von F'reysing zeigen. Zweite Hälfte des XVIII. Jhs, 

7. — 8. (669, 695) SteinsdiloUflinten mit leicht geschnitztem Kolben und ziselierten Eisenbeschlagen; die reich 
tauscliiortcn DamastUiufe tragen die Marke 181; das leicht gravierte Schloß Ist mit „Gio. Batta. Capit" 
bezeichnet. Italienisch, zweite Hälfte des XVill. Jhs. 

9. (1613) Trombon mit in Messing tauschiertem Steinschloß; der ornamental gravierte und tauschierte Lauf 
ist mit „P. Moreia" bezeichnet. Italienisch, Anfang des XVIII. Jhs. 

10. (254) SteinsciiloLUrombon; das Schloß ist mit „Scala/int ii. Comp, a Turin" bczcidinct; der Lauf trägt die 
Signatur „Canon Tordii" und die Marke 182. Italienisch, Anfang des XIX. Jhs. 

11. (545) Stcinscliloßfiinte (§i§ana); der reich mit Silber tauschierte Lauf trägt die Marke 183; der Schaft 

ist mit Silberornamenten beschlagen. Balkan, XVIII. Jh. 

12. (1140) Steinschloßflinte; der gezogene Lauf ist mit „Joseph Khinn" und der Marke 184 bezeichnet; das mit 
einer Jagdszene gravierte Schloß zeigt die Signatur „Johann". XVIII. Jh. 

Ferner eine größere Anzahl von Militärsteinschloßgewehren des XVIII. und Anfang des XIX. Jhs. 
Im XIX. Jii. in Kapselsciiloßgewelire umgewandelte Rad- und Steinschloßgewehre: 

1. (1233) Radschloßbüchse mit graviertem l^erkussionsschloß; der Lauf zeigt dieMarke 185. Italienisch. XVIII. Jh. 

2. (1850) Kapselschloßgewehr; der in Silber tauschierte. glatte Lauf ist mit „Seb. Scheidögger in Salzburg', 
und dessen Marke 179 bezeichnet; das Schloß trägt die undeutliche Marke 186. Salzburg. Mitte des 
XVIII. Jhs. 

3. (1132) Kapselschloßgewehr; der Lauf ist mit „S. Scheidegger in Salzburg" und dessen Marke 179 bezeichnet. 
Salzburg, Mitte des XVill. Jhs. 

4. — 5. (277, 286) Entenflinten mit Kapselschlössciii; die in Gold tauscliiertcii und mit vergoldeten ornamental 
durchbrochenen Ringen am Schafte befestigten Läufe tragen die Marke 187 des von 1716—1759 in 
Salzburg nachweisbaren Fr. X. Zeliier; der leicht geschnitzte Nußholzkolben ist mit reichen, ornamentalen 
und figuralen Beschlägen aus vergoldeter Bronze verziert, unter welchen wir am Kolbenhalse das Doppel- 
wappen des Grafen Laktanz von Firmian und seiner Gemahlin Maria Maximiliana geb. Gräfin Lodron und am 
Kolbenscluih das in einer Kartusche eingravierte Porträt des Prinzen Eugen von Savojen (?) sehen. Das 
leicht gravierte Sclilo!<blech ist mit „Franz Xaver Zelner in Salzburg" bezeichnet. Salzburg, erste Hllftc 
des XVIII. Jhs. 

6. (1146) Entenflinte mit Kapselschloß; mit reich ziselierter Bronzearmatur; das Schloßblech ist ;nit „Franz 
Xaver Zelner in Salzburg" bezeichnet; der glatte Lauf trägt die Marke 187 dieses Meisters. Salzhurgisch. erste 
Hälfte des XVIII. Jhs. 

7. (312) Scheibenstutzen mit Kapselschloß; der gezogene Lauf ist mit „Hans Winkhler' und dessen Marke 178 
bezeichnet. Das mit „Andreas Zaruba in Sfl/z/jj/rg" bezeichnete Schloß ist mit einer Jagdszenc graviert. Salz- 
burg, zweite Hälfte des XVIII. Jhs. 

8. (604) Scheibciistutzen mit Kapselschloß; der gezogene Lauf ist mit „A. Zaruba in Salzburii". der \i>n 
1750—1787 nachweisbar ist und dessen Marke 188 bezeichnet. Zweite Hälfte des XVIII. Jhs. 

9. (446) Scheibenstutzen mit Kapselschloß; der gezogene Lauf ist mit „Andreas Auer in Salzburg", der von 
1763—1777 nachweisbar ist, bezeichnet (die Marke ist ausgefallen). Salzburg, zweite Hälfte des XVIII. Jhs. 

10. (232) Scheibengewehr mit Kapselschloß; der gezogene Lauf trägt die Marke 189 und die Bezeichnung 

„Franz Klettner". Ende des XVIII. Jhs. 

11. (419) Entenflinte mit Kapselschloß; der Lauf trägt die undeutliche Marke 190. XVIII. Jh. 

12. (801) Jagdflinte mit Kapselschloß; der Lauf zeigt die Marke 191 und das Schloß die Bezeichnimg 
„Pas. F.". XVIII. Jh. 

13. (1141) Kugelstutzen mit Kapselschloß und leicht geschnitztem Schaft mit .Messingbeschlag; der Laut ist 
mit „Ignati Mair" und einer unleserlichen Marke bezeichnet. Ende des XVIII. Jhs. 

14. (1837) Gewehr mit Kapselschloß; der glatte Lauf ist mit „Lorenz Falk in Schmidmühlen" und der Marke 

192 bezeichnet. .Anfang des XIX. Jhs. 

Auch einige Windbüchsen des XVIII. und XIX. Jhs. finden sich in der Sammlung, von welchen nachstehende 
bezeichnet sind: (328) von „Johann Senninger in Zell"; (605) von „Hans Winkler" mit dessen Lauf- 
niarke 178: (668) von „Jos. Dojag in Wien"; (672) von „Franz Heintz"; (691) von ,.Anlon Minsler in Fulnek". 

1-erner eine größere .Anzahl von Militärgewehren des XVIII. Jhs. und Jagd- und Scheibengevvehren des XIX. Jhs. 

40* 



316 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 



Pistolen. 
Radschloß- 
pistolen. 
I-ijr. 413 
lind 414. 



Pistolen. 
R a d s c Ii i ß p i s t I e n. 

1. (3) Kurzes Doppelfaustrohr (Puffer) (Fig. 413, 414); der obere der beiden übereinanderliegenden Läufe zeigt 
die Beschaumarke 194 von Schwäbisch-Gmünd; das Doppelradschio'', dessen vorderer Hahn ergänzt ist, trägt 
die Marke 193 mit dem Nürnberger Beschauzeichen; der Schaft und die Afterkugel sind mit gravierten 
(Hirsche) und gefärbten Beineinlagen verziert. Deutsch (Nürnberg), Ende des XVI. Jhs. 




Fig. 413 Schloßseite der Radschloßpistole 1. Nürnberg, Ende des XVI.fJhs. (S. 316) 




Fig. 414 Rückseite der Radschloßpistole 1. Nürnberg, Ende des XVI. Jhs. (S.316) 



Fig. 415. 



Stcinschloß- 
pistolcn 



2. (27) Miniatur-RadschiolJfaustroiir (Puffer) (Fig. 415) mit fein gravierter Afterkugel aus vergoldeter Bronze 
und gleichfalls leicht graviertem Schloß. Zweite Hälfte des XVI. Jhs. 

3.— 16. (203, 206, 227, 230, 242, 252, 260, 271, 291, 294, 295, 303, 304, 346) Österreichische Radschloß-(Petrinal-) 
Pistolen, Modell 1657; die Läufe und Schlösser tragen dieMarken 195 und 196. Deutsch (Suhl), Mittedes XVII. Jhs. 

SteinschloBpistoIen. 

J^^^ 1. (21) Pistole mit spanischem Schnappliahnschloß; der Lauf trägt 

^f^g t'ie Marke 197; das Schloß zeigt die Inschrift ,.Ansi Posch 1662". 

^ftitKOBtBk ^■~^- ^^*^' ^^^^ Steinschloßpistolen mit Repetiervorrichtung für 

^^^^^^^^Hj^SBS 20 Schüsse; die leicht gravierten Läufe sind mit dem Namen 

^^^^^HP^^ des Erfinders und Büchsenmachers ,,y. P. Cletlh in Salzburg" 

^^^^^^^^ und der Marke 198 bezeichnet. Salzburg, zweite Hälfte des 

^^^T 4. — 5. (14, 15) Steinschloßpistolen mit ziselierten Bronzebeschlägen; 

J0P die Läufe tragen die Marke 199; die Schlösser sind mit .,G. Af. 

Logia" bezeichnet, italienisch, Ende des XVlil. Jhs. 

Fig.4l5ModclUinerRadschloßpistole2 (S.316) 6.-7. (314, 316) Stcinscliloßpistolen; die Sclilösser sind mit „Cosmiii 

a Liege" bezeichnet. Ende des XVlil. Jhs. 

Ferner einige einfache Militär-Steinschloß-Pistolen des XVIII. und XIX. Jhs. 

S. (347) Pistole mit Kapselschloß; der Lauf trägt die Marke 200. XVIII. Jh. 
ui\d einige weitere Kapselschloßpistolen des XIX. Jhs. 

9. (11) Türkischer Pistolenlauf mit reicher Silbertauschierung und der Marke 201. XVIII. Jh. 



Stildtischi's Miisi-iim (^arolino-Augustviim 



:M7 



Radschlösser. 

In der Saniniliing befinden sich eine größere Anzahl von unmontierten, teilweise gravierten RadschlOssern 
lies XVII. und XVIII. Jhs., von welchen nachstehende hervorzuheben wären: 

(120) RadsdiloB mit gravierter Jagdszene und der Bezeichnung: „Fr. Zellner in SaUb.-. Salzburg. Lrste 
Hälfte des XVIII. jhs. 

(114) Radschloß mit geschnittenem Hahn; das Schloßblech zeigt eine mythologische Darstellung in einer 
Landschaft, die Signaturen „G. Achlin Pixenmacher, Eberschwan" und des Graveurs .,/. C. Stengflin) fc." 
(siehe Zeitsciirift für historische Waffeiikunde, Bd. III, S. 372). Ende des XVIII. Jhs. 

Weiter die bezeichneten, teils ornamental, teils figural (Jagdszenen) gravierten Radschösser: (83) mit 
.,ß. L:'; (91) mit .,/. P. K."; (95) mit „F. S. in Dingeijing"; (102) mit ../. 0. Fischer in Presburg;': 
(107) mit .Marke 202; (111) mit „Doppinj>er"; (117) mit „ß. Z."; (1241) mit ,.ß. K."; (1243) mit ,./. G. D. 
in Hai"; (1244) mit „/. K." bezeichnet. XVII. und XVIII. Jh. 

Pulverhörner, Radschloßschlüssel usw. 

1. (1261) Pulverhorn (Fig.416); aus geschnittenem Hirschhorn mit biblischen 
Darstellungen. Deutsch, XVI. Jii. 

2. (1260) Pulverhorn; aus Hirschhorn geschnitten: ein vor einem Zelte 
stehendes Liebespaar. Deutsch, zweite Hälfte des XVI. Jhs. 

3.— 20. (33—39, 41 — 46, 48—53) Gemeine Pulverhörner aus Bein mit rohen, 
teils figuralen, teils ornamentalen Gravierungen. Manche noch mit den 
Flaschenhangseln. Deutsch, Ende des XVI. Jhs. 

21. (67) Puiverflasche aus Holz, geschnitzt und bemalt; liegender, von 
einer Hundemeute angegriffener Löwe. Ende des XVI. Jhs. 

22. (62) Zündkrautfiasclie aus ziselierter, vergoldeter Bronze mit einer 
mythologischen Darstellung. Italienisch, Anfang des XVII. Jhs. 

23. (57) Patronenbüchse für fünf Patronen. Schwarz gebeiztes Holz mit 
gravierten Beineinlagen und lackierten Eisenbeschlägen. Anfang des 
XVII. Jhs. 

24. (213) Patronenbandeiier mit neun Holzhülsen und Kugelbeutel. XVII. Jh. 

und einige weitere Pulver- und Zündkrautflaschen des XVIII. und XIX. Jhs. 

Ferner etwa 30 Radschloßschlüssein des XVII. Jhs. mit und ohne Pulver- 
prober, von weichen besonders zwei hervorzuheben wären: 

(156) DoppelradschloBschlüsscl, in gebläutem Eisen reich figural und ornamental geschnitten. Ende des 
XVII. Jhs. 

(158) Doppelradschloßschlüssel; in Stahl reich ornamental geschnitten. Ende des XVII. Jhs. 

Weiter einige Pulvermaße, Kugcigießzangen und Pulverprober: (350) Stangenprobe mit eingraviertem Salz- 
burger Landeswappen, der Signatur „N. D." und der Datierung „1794". 



RiMlKhiOMcr 




liu. IKi l'uh.tliorn 1, XVI.Jh. fS ,1!7' 



Pulver hOraer, 
RadKhIoe- 

(ChlOSfCi MW. 

Flg. 416. 



Fahnen. Pahiwn. 

1. (1371) Landsknechtfahne (Fig. 417) mit kurzem, befranstem Schwegel; in das jicibscideiie Blaii >iiiü aii> FJg. 417. 
schwarzer Seide ein nach links steigender Löwe und acht wagrechte Flanunen eingesetzt. Unterhalb des Löwen 

ist klein das Wappen der Stadt Salzburg eingestickt. Das stark beschädigte Stück stammt wie auch die 
Reste einer ähnlichen Fahne (1372) aus Schloß Thurnberg. Deutsch. XVi. Jh. 

2. (1393) Reiterstandarte des Erzbischofs Paris Graf Lodron (1619—1653) von Salzburg; in das rote Seiden- 
blatt ist ein steigender, leicht grau schattierter Löwe aus weißer Seide eingesetzt. Erste Hälfte des XVII. jhs. 

3. (1379) Reiterstandarte (Fig. 418); in das weiße Seidenblatt sind das Salzburger Landeswappen, vereinigt Rk. 4ia. 
mit dem Wappen des Erzbischofs Max Gandolf Graf von Küenburg (1668 — lf)87) und zwei schwarze wagrechte 
Flammen eingenäht. Laut Landschaftsrechnungen des Regierungsarchives zu Salzburg wurde diese oder 

eine ähnliche Standarte 1669 angeschafft. 

4. (1389) Fahne des Erzbischofs Jakob Ernest Graf von Lieclitenstein (1745 — 1747). Weißes Seidenblatt 
mit dem eingesetzten Wappen des Erzbischofs und der Jahreszahl „1747". Die Fahnenspitze zeigt einen Hammer 

und Schlegel eingraviert. 



318 



Städtisches Museum Carolino-Augusteum 




hig. 417 Landsknechtfahne, XVI. Jh. (S.317j 




Fig. 41« Keiterstandarte des Erzbischofs Paris Graf Lodron (S. 317; 



städtisches Museum Carotlno-Augustcum 



IM 



5. (1388) Fahne mit dem in das weiße Seidenbiatt eingesetzten Wappen des Erzbiscliofs Andreas Jakob (jraf 
VOM Dictriclistoin (1747—1753) und zu beiden Seiten des Wappens die Buchstaben „/\ /" und „V P.". Mitte 
des XVlll. jhs. 

6. (1383) Reiterstandarte (Fig. 419); auf der einen Seite auf rotem Seidengrunde appliziert und gestickt 
das Allianzvvappen des Landes Salzburg und des Erzbischofs Sieginiind III. Graf von Schrattenbach mit dem 
Kardiiiaisiuit darüber. uin!,'cben von einer breiten applizierten Kaiulbordiire mit den Ziffern der Jahreszahl 
,J7J'i" in den vier Ecken; auf der anderen Seite Maria in der Mandorla auf weiUem Grunde und umgeben von 
einer F^andbordüre, in deren Ecken die vier Buchstaben „S.T.P.C." (sub liiiiin praesidiiim coiifa^ifl} stehen. 
Die vergoldete Messingspitzc zeigt in durchbrochener Arbeit das Monogranmi Christi. 



Pi|{. 41'». 




Flg. 419 Rcitcrslaiidarlc 6, von 1753 (S. 419) 



7. (1390) Standarte (iMg. 420, 421), reich in Gold gestickt und appliziert; auf der einen Seite in einer Kartusche 
das Wappen des Erzbischofs Hieronymus Graf Colloredo, umgeben von reichen, in Gold gestickten Rokoko- 
ornainenten, „Hieronymus" und der Jahreszahl „1772": auf der anderen Seite die Hl. Rupertus und Vigitius 
zu Seiten des Saltburgcr Stadtwappens, umgeben von in Gold gestickten reichen Rokokoornamenten. Die Spitze 
der Fahne fehlt. 

8. (1373) Kompagniefahne des österreichischen Infanterieregimentes Nr. 13. Schwarzer Doppeladler mit 
„C. VI" auf dem Bindeschildc. Das rote Grundblatt ist von einer Bordüre aus blau-gelb-schwarz-roten Flammen 
umgeben. Die gravierte blattförmige Messingspitze zeigt auf der einen Seite den auf Wolken sitzenden 
hl. Eustac'-ius mit der Umsclirift .,Sancliis Hiistacliiiim" ; auf der anderen Seite das Wappen des Regiments- 
inhabers Guido Graf Starhemberg mit der Jaiireszahl „ITIi" und der Unischrift: ..Erasnwss R. J. Comes a 
Staritemberg unius legionis pedestris Iribumis". 

9. (1374) Kompagniefahne des Infanteriereginientes Nr. 13; wie 8, doch mit einer Bordüre aus weili-rot- 
blau-sciiwarren Flammen. Die Spitze auf der einen Seite wie 8 zeigt ai'f der anderen Siite den hl. Acbatius 
mit der Umschrift „Sanctus Achalius". 

10. (1375) wie 9, nur daß die Fahnenspitze auf der einen Seite den hl. Dionysius mit der Umschrift: „Sancius 
Dionisius" zeigt. 



Hg. 4.1) 
uihI 4J1. 



320 



Städtisches Museum Carjlino-Augustcum 





Fig. 420 Standarte, von 1772 (S. 319) 



Fig. 421 Standarte, von 1772 (S. 319) 



11. (1376) wie 8, nur daß die Spitze auf der einen Seite das Starhembergwappen oiine Umschrift und auf 

der anderen Seite den hl. Martin mit der Inschrift „S. MARTIN" zeigt. 

Ferner einige Fahnen der Salzburger Bürger und Nationaigarden aus der ersten Hälfte des XIX. jhs.; eint 

türkische Fahne (1391) und ein RoBschweif (429), beide 1737 vom Infanterieregiment Nr. 43 (Graf PI az) bei 

BanjaUika erobert. Erste Hälfte des XVIIl. Jhs. 

Ferner Teile eines reich gestickten, türkischen Zeltes (1655); einige Trommeln des XVIli. Jhs.; (747) mit 

dem aufgemalten Wappen des Erzbischofs Jakob Ernest Graf Liechtenstein (1745-1747), (748) mit jenem 

des Erzbischofs Graf Colloredo (1772—1803); und einige Pfeifenköcher des XVIll. Jhs. 



Rüstung 



Schallern 




1 (262) 



2 (3öy) 



Hieb- und Sticliwaffen 




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28 

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TAFEL XXII WAFFENMARKBN 
(Die in Klnrnmcr gcsoUtcn Zaiilcn sind die Invcntarnuinnicrn der Salzbur(;cr Samniliiiig.) 



(117(1. 
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TAFEL XXIII WAFFENMARKEN (HIEB- UND STICHWAFFEN) 



55 

(773) 



56 

(785) 



57 

(637) 



58 

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(809) 
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73 



74 

1215 



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(1212) 



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(1213) 



S8 
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S9 
(253) 



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(390) 



TAFEL XXiV WAFFENMARKEN (HIEB- UND STICHWAFFEN) 



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104 

(452) 



105 
(453) 



106 
(463) 



107 
(465) 



108 
(466) 



109 
(469) 



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TAFEL XXV WAFFENMARKEN (STANGENWAFFEN) 



Staiigeiiwaffcn 




34 

0126) 




137 

(1874) 




138 
(434) 



139 
(410) 



140 

(719) 




141 

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142 
(393) 
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Schnepper 




Schußwaffen 
Geschütze 





145 

(854) 
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150 
(851) 
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Handfeiierwaffen 



151 

(851) 



152 

(851) 



153 

(851) 





158 

(2) 



i.y.» 

(6) 
.SVL* 



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TAFEL XXVI .WAFFENMARKEN 



160 

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,VK.--.SVL- 



161 

(10) 



169 

(205) 



170 
(229, 306) 



162 

(255) 



171 

(252) 
.SVL- 



181 

ri69, 69' 



163 
(256) 
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164 

(1067) 



165 

(1068) 

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166 
(204) 



172 
(252, 296, 
345) 
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173 

(296,317) 



174 
(239) 
-HS- 



175 

(329) 



176 

il234) 

-AI- 



182 

(254) 



183 
1545) 



167 
(205) 



177 
(199) 
.CZ- 



168 
(205) 



178 

(324, 605) 

.W- 



TAFEL XXVll WAFFENMARKEN (HANDFEUERWAFFEN) 



Handfeuerwaffen 



•A. 



186 
1850) 



187 
(277, 286) 



188 

(604) 
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189 

(232) 



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191 

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192 
(1837) 



193 

(3) 
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194 

(3) 



195 
(203, 294, 
295. 303) 

.P- 

196 

(206, 227) 

-SVL- 



197 
(21) 



198 

J 17. 270 



199 

(J4. 15) 



2ÜÜ 



201 

II 



202 

ylOT) 

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TAFEL XXVIli WAFIENMARKEN 



VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN 



TAFELN 



Tafel Seile Tafel 

I. Kreuzigung Christi, Sammlung Ainmiiller .... 2 XIII. 

II. Josef von Führich, Legende der hl. Oudula, Sanini- 

limg V. Angermayer (i XIV. 

III. Georg Stäber, Hl. Erntrud und hl. Amandus, Samm- 

lung V. Frey 12 XV. 

IV. Abraham van Beyercn, Stilleben, Sammlung 

V. Legay 54 XVI. 

V. Porzellangruppen. Oben Kaiserin Elisabeth zu 

Pferd, Meißen; unten Frühstückstisch, Franken- XVII. 

thal, Sammlung v. Legay 58 

VI. Kniende Stifterin, Glasmalerei, Sammlung Hofrat XVIII. 

V. Plason 00 XIX. 

VII. Kniender Stifter, GlasmakTci, ^.ll^lnlung Hofrat 

V. Plason ») XX. 

VIII. J. B. V. Lampi, Brustbild des Barons Johann 

Bapt. Puthon, Sammlung Exzellenz v. Puthon . 104 XXI. 

IX. Heinrich Füger, Brustbild des Barons Nikolaus 

Jacquin, Sammlung Hofrat Dr. Wodickh ... 112 XXII. 

X. Halleiner Altar von 1440, Museum Carolino-Augu- XXIII. 

steum 14(5 XXIV. 

XI. S. Primus und S. Hermes, Museum Carolino- XXV. 

Augustenm I4f) XXVI. 

XII. Anbetung der Könige vom „Meister der 

Virgo inter virgines", Museum Carollno-Augu- XXVII. 

steum 158 XXVIll. 



Seile 
Flügclbilder des Altars Tafel XII, Miiscuni 

Carolino-Augusteuni 198 

Joh. Bemh. Fischer v. Erlach, Architektur- 
zeichnung, Museum Carolino-Augusteuni . . 194 
Madonna mit dem Kinde. Ilolz.skiilntiir. .MuM-um 

Carolinu-Augusteum . 212 

Madonna mit dem Kinde. Holzskulptur. Museujn 

Carolino-Augusteuni 214 

Tragschrein aus der Bürgerspitalskirche. Museum 

Carolino-Augusteum 214 

Wurzel Jesse, Museum Carolino-Augusteum . . 220 
Verkündigung aus Irrsdorf. Museum Carolino- 
Augusteuni 226 

Gewirkter Wandteppich mit Wappen des Matth. 

Lang(Au«schnitt), Museum Cnrolino-Augitsteum 288 
Prunkwaffen der Trabanten der Salzburger En- 

bischofe . . '. 3aS 

Waffenmarken (Hieb- und Stichwaffen) 330 

Waffenmarken (Hieb- und Stichwaffen) .QO 

Waffenmarken (Hieb- und Stichwaffen) 320 

Waffenmarken (Stangenwaffen) 320 

Waffenmarki'ii (St.iiiiion-. SchiiK- M ■•>■•' '- 

Waffen) ;{20 

Waffenmarken (Handfeuerwaffen) .;jii 

Wnfffiiiii.irkiMi (ll.iiiilfriiirvv.iffiiü jji) 



ABBILDUNGEN IM TEXT 



MKur Seile 

1. Kinderbildnis von Achille Dcvöria, Sammlung Aigncr I 

2. Miniaturporträt des Fürsten Felix Schwarzenberg von 

Krichubcr, Sammlung Aigner 1 

3. Darstellung im Tempel, Sammlung Ainmüller .... -' 

4. Darstellung im Tempel, Sammlung Ainmüller ... 2 

5. Hl. Dorothea, Holzrelief, Sammlung Ainmüller ... 3 
1). Hl. Hieronymus, Holzrelief, Sammlung Ainmüller . . i 

7. Hl. Georg, Holzrelief, Sammhmg Ainmüller .... 4 

8. Bevveinung Christi, Holzrelief, Sammlung Ainmüller 4 

XVI 



Figur "=-"' 

9. Schrank aus Eichenholz, Sammlung Ainmüller 

10. Tanzendes Paar. Aquarell, Sammlung Frcih. v. Bccs 

11. Bacchantin. Rotel- iiiul Knhlo/i-ichimm;. S.inutiluna 

Frelh. v. Bee- 6 

12. Standuhr, Sammlung I'reih. v. Uees 7 

1.3. Kreuzigung aus der Richtunc de« M.icstro Pnnln, Besitz 

der Grafin Bloine . 8 

14. layencekrügc, Sammlung ür. LMiiek 9 

15. Miniaturporträt von F. Spitzer, Sammlung Dr. Duffck. 10 

(1 



322 



Verzeichnis der Abbildungen 



rigur Seile 

16. Bliitsciiüsscl, Sammlung Dr. Duffek 10 

17. Tonflasche von J. Moser, Sammlung Dr. Duffek . . 10 

18. Hafnerkrug, Sammlung Dr. Duffek 10 

19. Damenporträt, dem P. Lely zugeschrieben, Sammlung 

Baronin Erggelet 11 

20. Schacher von G. Stäber, Sammlung v. Frey 12 

21. Hl. Stephanus, Sammlung v. Frey 13 

22. Geburt Maria, Sammlung v. Frey 13 

23. Kreuzigung Christi, Sammlung v. Frey 14 

24. Mittelschrein und Predella eines Flttgelaltars, Samm- 

lung V. Frey 15 

25. Hl. Bischof, Holzrelicf, Sammlung v. Frey 16 

26. Hl. Katharina, Sammlung v. Frey 16 

27. Brustbilder der Hl. Petrus und Paulus, Sammlung 

V. Frey 17 

28. Madonna mit dem Kinde, Sammlung v. Frey .... 18 

29. Fragment eines Wandteppichs, Sammlung v. Frey . 19 

30. Brunnenskulptur bei Herrn F. W. Oielow 20 

31. Hl. Katharina, Sammlung Grein 20 

32. Miniaturporträt von Weichselbauin, Sammlung Grein 21 

33. Miniaturporträt von K. Herm, Sammlung Grein. . . 21 

34. Miniaturporträt von H. Ferstier, Sammlung Grein . . 21 

35. Miniaturporträt von H. Ferstier, Sammlung Grein . 21 

36. Buchsrelief, Hl. Hieronymus, Sammlung Grein ... 22 

37. Buchsrelief, Sammlung Grein 23 

38. Buchsrelief, Sammlung Grein 24 

39. Reliefporträt, Sammlung Grein 25 

40. Silberrelicf, Hl. Franz, Sammlung Grein 25 

41. Kaselkreuz, Sammlung Grein 26 

42. Geschnitzter Kasten, Sammlung Grein 27 

43. Kleiner Prunkschrank, Sammlung Grein 28 

44. Lehnstuhl, Sammlung Grein 29 

45. Spiegelrahmen, Sammlung Grein 30 

46. Raucherszene von D. Tcniers, Sammlung Freih. v. Haß- 

linger 32 

47. Dame am Spinett, Sammlung Freih. v. Haßlinger . 33 

48. Kopie von Waldnniller nach Ruysdael, Sammlung 

Freih. v. Haßlinger 34 

49. Hochzeitskasten von 1804, Sammlung Freih. v. Haß- 

linger 35 

50. Skizze Grans zum Deckenfresko im Kuppelsaal des 

Palais Schwarzenberg, Sammlung Dr. Heller ... 36 

51. Blumenstudien, Aquarell von K- Gcrstenbcrger, Samm- 

lung Dr. Heller 37 

52. Aquarellporträt von Henriette v. Brfivillier, Sammlung 

Baronin Henikstein 37 

53. Kind mit Schutzengel, Aquarell von P, Fendi, Samm- 

lung Baronin Henikstein 38 

54. Madonna mit dem Kinde und dem hl. Johannes, Samm- 

lung Baron Hiller-Schönaich 30 

55. NuBhäher von F. O. Waldmüller, Sammlung Baron 

Hiller-Schönaich 40 

56. Erdbeerstudien von F. G. Waldmltller, Sammlung 

Dr. Hinterstoißer 40 

57. Leonhardifigur, Sammlung Dr. Hinterstoißer ... 41 

58. Weihwasserbecken, Sammlung Holter 41 



Figur Seite 

59. Herrenporträt von F. X. Hornöck, Sammlung 

Hupfauf-Spängler 42 

60. Gesellschaftsszene von F. Francken d. J., Sammlung 

Hupfauf-Spängler 43 

61. Zeichnung von Joh. M. Schmidt, fol. 1, Sammlung 

Kerner 44 

62. Zeichnung von Joh. M. Schmidt, fol. 3, Sammlung 

Kerner 45 

63. Zeichnung von Joh. M. Schmidt, fol. 5, Sammlung 

Kerner 45 

64. Zeichnung von Joh. M. Schmidt, fol. 9, Sammlung 

Kerner 46 

65. Zeichnung von Joh. M. Schmidt, ful. 9, Sammlung 

Kerner 46 

66. Zeichnung von Joh. M. Schmidt, fol. 18, Sammlung 

Kerner 47 

67. Zeichnung nach Le Prince, Sammlung Kerner ... 47 

68. Landschaft mit Ernte von Jan Breughel, Sammlung 

Graf Leopold Kuenburg 49 

69. Bärenhatz von A. Enzinger, Sammlung Graf Leopold 

Kuenburg 50 

70. Porträt eines Grafen Kuenburg von dellaCroce, Samm- 

lung Graf Leopold Kuenburg 50 

71. Miniaturporträt von E. Peter, Sammlung Graf Leopold 
Kuenburg 50 

72. Altwiencr Porzellanvase, Sammlung Graf Leopold 

Kuenburg 51 

73. Hausaltärchen, kölnisch, Sammlung v. Legay .... 52 

74. Kreuzabnahme, westfälisch, Sammlung v. Legay . . 53 

75. Rückseite der Kreuzabnahme, Fig. 74, Sammlung 

v. Legay 54 

76. Hl. Barbara, Sammlung v. Legay 55 

77. Hl. Jungfrau mit dem Kinde, Sammlung v. Legay . 56 

78. Weibliches Brustbild, Sammlung v. Legay 57 

79. Amorett auf Hund von Jan. Zick, Sammlung v. l.egay 57 

80. Antike Szene (Belisar und Narses) von Jan. Zick, 

Sammlung v. Legay 58 

81. Stilleben von J. D. Bager Sammlung v. Legay . . 58 

82. Madonnenstatuette aus Elfenbein, Sammlung v. Legay 59 

83. Vermählung Mariens, Sammlung v. Legay .... 59 

84. Hl. Sebastian, Elfenbein, Sammlung v. Legay ... 60 

85. Gott-Vater in Engelsglorie, Sammlung v. Legay . . 61 

86. Rokokoszene, Meißner Porzellan, Sammlung v. Legay 61 

87. Schäfergruppe, Meißner Porzellan, Sammltmg v. Legay 62 

88. Genius mit Urne, Frankcnthaler Porzellan, Sammlung 

V. Legay 62 

89. Guckkasten, Frankenthaler Porzellan, Sammlung 

V. Legay 62 

90. „Das eiserne Zeitalter", Frankenthaler PoacUan, 

Sammlung v. Legay 63 

91. Frau mit Wickelkind, Höchster Porzellan, Sammlung 

V. Legay 63 

92. Husar, Meißner (?) Porzellan, Sammlung v. Legay. 63 

93. Silberkanne, Sammlung v. Legay 64 

94. Porträt des Erzbischofs Franz Anton Fürsten 

Harrach, Sammlung Dr. Martin CG 



Verzeichnis der Abbildungen 



323 



Figur Sfit» Figur 

95. Ski/./c zu t'iiRT AposteltrcniuiUB von H.iul Trogcr, 130. 

Saminlung Dr. Martin 07 

96. Reiiefporträt des Erzbischofs Andreas Jakob von 131. 

j. A. Pfaffinger, Sammlunß Dr. Martin 08 132. 

97. Brustbild eines Knaben, Sammlung Mayburger . . 09 133. 

98. Hausfrauenbesteck, Sammlung Cäcilie M 09 134. 

99. Madonnenbüd (Porträt) von J. N. della Croce, Samm- 

Iinig Orthofer 70 135. 

I()0. Brotverniehrung, Ausschnitt aus einer Skizze von 

M. Altomonte, Sammlung Orthofer 70 136. 

101. Josephine Beauharnais bei Frau Lenormant, Samm- 

Iimg Orthofer 71 

102. Adventniaria, Sammlung Orthofer 71 137. 

103. Hl. Anna selbdritt, Sammlung Orthofer 72 

104. Hl. Stephanus. Sammlung Orthofer 72 138. 

105. Madonna mit dem Kinde, Sammlung Orthofer. . . 73 

ino. Weihwasserbecken, Sammlung Ott 73 139. 

107. Portrat des Prinzen Eugen, Sanmilting Dr. Pilsack . 74 

108. Damenporträt von C. Leybold. Samnilung Dr. Pilsack 75 140. 

109. Kinderporträt von C. Leybold, Sammlung Dr. Pilsack 70 

IUI. Silberbcschlag eines Gebetbuches, Sammlung Hofrat 141. 

Pillwein 77 142. 

111. Glasmalerei (Salon, Nr. 20), Sammlung Hofrat 

v. Plason 77 143. 

112. Wappenscheibe (Speisezimmer, Nr. 28), Sammlung 144. 

Hofrat v. Plason 78 

113. Wappenscheibe (Speisezimmer, Nr. 24), Sammlung 145. 

Hofrat v. Plason 78 140. 

114. Deifter Vase und Flute, Sammlung Hof rat v. Plason 79 

115. Wappenscheibe im Damenzimmer, Sammlung Hofrat 147. 

v. Plason 8Ü 148. 

110. Jonas, Glasmalerei, Sammlung Hofrat v. Plason . 81 

117. König, Glasmalerei, Sammlung Hofrat v. Plason . . 81 149. 

118. Wappenscheibe mit Horatius Codes (Herrenzinuner, 150. 

Nr. 4) Sammlung Hofrat v. Plason 82 

119. Wappenscheibe mit Hochzeit von Kana (Vorzimmer, 151. 

I. Stock, Nr. 3), Sammlung Hofrat v. Plason ... 82 

120. Scheibe mit dem auferstandenen Christus, Sammlung 152. 

Hofrat v. Plason 83 

121. Wappeiischeibc Vorzimmer, I. Stock, Nr. 5), Samm- 153. 

lung Hofrat v. Plason 84 

122. Glasmalerei (Speisezimmer, Nr. I), Sammlung Hofrat 154. 

V. Plason 84 155. 

123. Schwarz- und Gelblothmalerei auf Glas, Sammlung 

Hofrat V. Plason 85 156. 

124. Glasmalerei, Johannes d. T. (Salon, Nr. 4), Samm- 

lung Hofrat V. Plason 86 157. 

125. Wappenscheibe (Salon, Nr. 8), Sanunlimt; Hofrat 158. 

V. Plason .87 

126. Wappenscheibc (Salon, Nr. 7), Sammlung Hufrat 159. 

V. Plason 88 

127. Wappenscheibe (Salon, Nr. 15), Sammlung Hofrat 160. 

V. Plason 88 

128. Herkules mit dem Löwen, Biskuitgriippe von Nidcr- 16L 

mayr, Sammlung Hofrat v. Plason 89 162. 

129. Deifter Fayenceleuchter, Sammlung Hofrat v. Plasun 89 



Ml* 

Standuhr aus Alabaster mit üoldbronzemonlicruni;, 

Sammlung Hofrat v. Plason 90 

Mittelstück, Fayence, Sammlung Hofrat v. Plason . 91 
Mittelstück, Fayence, Sammlung Hofrat v Plason . 91 
Abendmahl, Holzrelief, Sammlung Hofrat v. PUson 98 
Wappenscheibe (FeiertagstOckel, ebenerdig, Nr. 5), 

Sammlung Hofrat v. Plason 92 

Glasmalerei, St. Stephanus (Feiertagstöckel, eben- 
erdig, Nr. 6), Sammlung Hofrat v. PUnon . : . . 92 
GL-ismalerei, Moses vor dem Dornbusch (Felertag- 
stückcl, ebenerdig, Nr. 11). Sammlimg Hofrat 

V. Plason 93 

Glasmalerei, Anbetung des Kindes (Feiertagttdckel, 

ebenerdig, Nr. 13), Sammlung Hofrat v. Plason . 94 
Glasmalerei, Hl. Eligius(?), (FeiertagstOckel. I.Stock, 

Nr. 4), Sammlung Hofrat v. Plason 95 

Wappenscheibe mit Aposteltrennung, Sammlung 

Hofrat v. Plason 98 

Wappenscheibe mit Stur/ dp« P.uiIik S.immluM? 

Hofrat v. Plason . . 98 

Wappenscheibe von 1613, S.unniUiug liofrat v. Plasun 96 
Anbetung des Kindes, Relief in der Kapelle. Samm- 
lung Hofrat v. Plason .97 
Reliquienmonstranz, Samnilua^ Huf rat v. PUison. . 98 
Vortragskreuz, Vorderseite. Samnilunc Mufr.it 

v. Plason .99 

Vortragskreuz, Rückseite, Sammlung l lotrat v. Plason 100 
Detail von einer italienischen K.t=cI, Sammlimg 

Hof rat V. Plason . . 101 

Ecce Homo von L. Kupelwicser, ^;^n^llllIlK ur.ii r'iaz 102 
Damenporträt in der .Art des George Chinner>', 

Sammlung Freih. v. Pufhon 103 

Kreuzpartikcl, Sammlung Sperl 105 

Porträt des Herrn G. Tomasclli von C Rahl, Samm- 
lung Tomaselli 106 

Brustbild des Herrn G. Tomaselli von Barb. Krafft, 

Sammlung Tomaselli 106 

Porträt der Frau Franziska Weiser von Barbara 

Krafft, Sammlung Tomaselli 107 

Miniaturporträt von Wolfgang und Marianne Mozart, 

Sammlung Tomaselli 108 

PorzellanfigUrchen, Sammlung Baron Warsberg . . 108 
Wiener PorzellanfigUrchen, Sammlung Barun Wars- 
berg 109 

PorzellanfigUrchen. Kl"«*'"' W>ii"i..rf ^;ininihin^ 

Baron Warslwrg . . 109 

Tod eines Heiligen, Sanmiliui^ llofrat Dr. Wodickli 110 
Maria Magdalena, dem Füger /ui'i<;chrithon Samm- 
lung Hofrat Dr. Wodickh HO 
Porträt des Botanikers Nikolaus Jaciiuin, Aquarell 

von Lieder, Sammlung Hof rat Dr. Wodickh . . Hl 
Knabenporträt des Georg Schmer von Saar,* Samm- 
lung Hofrat Dr. Wodickh .111 
Pokal, Sammlung Zellcr . . .112 
Tongnippe, Sabcburger Stierwascher, Sammlung Hof- 

rJtin Eberle . . 113 

41* 



354 



Verzeiclinis der Abbildungen 



ritjur Seite FiRUr 

163. Porträt des Barons Alexander Neffzen, Sammlung 198. 

Baronin Stockart 114 IM. 

164. Darstellung der Todsünden aus der Handschrift V, 2fH). 

1 . H., 162 (Nr. 35) der Studienbibliothek . ... 117 201. 
Iü5. Mythologische Szene, Bleistiftzeichnung, Studien- 202. 

bibliothek 119 

166. Drapierte Figur, Stift- und Kreidezeichnung, Studien- 203. 

bibliothek 120 

167. S. Petrus und Paulus, Kohlcnzeichnuhg, Studien- 204. 

bibliothek 120 205. 

168. Bleistiftzeichnung, Studienbibliothek 121 

169. Hl. Florian, lavierte Federzeichnung, Studienbibliothek 122 206. 

170. Aktstudie, Kohlenzeichnung, Studienbibliothek. . . 122 207. 

171. Vorhalle des Pantheon, Federzeichnung, Studien- 

bibliothek 123 208. 

172. Deckenskizze, Tuschzeichnung, Studienbibliothek. . 123 209. 

173. Rahmenentwurf, Bleistiftzeichnung, Studienbiblio- 

thek 124 210. 

174. Tuschzeichnung (Vorzeichnung für ein Thesenblatt) 211. 

von ]. M. Rottmayr, Studienbibliothek 125 

175. Bleistiftporträt Leopold Mozarts von L. Firmian, 212. 

Mozartniuseum 120 213. 

176. Porträt der Frau Konstanze Mozart von Haniisen, 214. 

Mozartmuseum 127 

177. Porträt W. A. Mozarts von Lange, Mozartmuseum 128 215. 

178. Buchsrelief W. A. Mozarts von Leonhard Posch, 216. 

Mozartmuseum 129 217. 

179. Miniaturporträt von Henriette Sontag von Augustin, 218. 

Mozartmuseum 129 219. 

220. 
Alle folgenden im Museum Carolino-Augusteum. 22 1 

180. Porträt des Grafen Anton Montfort von F. Stampart 222. 

(Porträt Nr. 64) 135 223. 

181. Porträt des Goldschmiedes Anton Riedlechner ... 137 224. 
1*82. Porträt des Don Pedro Rodriguez Conte de Campo- 

mancs (?) von A. R. Mengs (Porträt Nr. 98) . . 13« 225. 

183. Herrenporträt von ]. B. Lampi (Porträt Nr. 106). . 140 226. 

184. Porträt des Malers Ferdinand Runk von J. Bergler 227. 

(Porträt Nn 137) 141 228. 

185. Porträt des Regierungsrates Franz Michael Vierthaler. 229. 

Art des Nesselthaler 144 230. 

186. Miniaturporträt der Frau Babette Storch von Klotz 145 231. 

187. Miniaturporträt der Frau Therese Hagenauer von 232. 

Barbara Krafft ^ ..... 146 233. 

188. Miniaturporträt der Marie Hagenauer von Spitzer . . 146 234. 

189. Hl. Martin, Flügel vom Halleiner Altar 147 

190. Verkündigung, Außenseite der Inncnflügel des 235. 

Halleiner Altars 148 

191. Kreuzigung Christi 149 236. 

102. Hl. Dionysius l.'jo 

193. Martyrium eines Heiligen 150 237. 

194. Christus und die Apostel, Predella des Flügelaltars 238. 

aus St. Georgen. 151 239. 

195. Flügelaltar aus St. Georgen 151 240. 

196. Hl. Bartholomäus und Andreas, Flügel eines Altars 1,52 

Uj7. Kombinierter Flügelaltar aus Vigaun 153 241. 



Seile 

Hl. Dionysius, Flügel von Fig. 197 154 

Hl. Sebastian, Flügel von Fig. 197 154 

Verkündigimg, Außenseiten des Altars von Fig. 197 19$ 

Krönung Maria, Mittelbild eines Altars aus Hofgastein 156 

Hl. Johannes d. T. und Petrus, Außenflügel von -;• 

Fig. 201 15T 

Der zwölfjährige Jesus im Tempel, vom Aspacher 

Altar 159 

Kindermord 160 

Hl. Hieronymus, dem Jan Sanders van Hemessen zu- 
geschrieben 161 

Kreuzigung Christi 162 

Skizze von Pietro da Cortona zu dem Deckengemälde 

im Palazzo Barberini in Rom 163 

Unbefleckte Empfängnis, von J. M. Rottmayr ... 164 
Christus als Zwölfjähriger im Tempel, von J. M. 

Rottmayr 165 

Himmelfahrt Maria, Skizze von Sebastiane Conca . 166 
Skizze von F. Solimena zu einem Deckengemälde in 

S. Domenico Maggiore in Neapel 166 

Aeneas in der Unterwelt (?), Skizze 167 

Daniel verteidigt Susanna, von Paul Troger .... 168 
Phantastisches Interieur einer Bibliothek von J. E. 

v. Keutschach 169 

Jagdstück von Anton Enzinger 170 

Kopie eines Deckengemäldes in der Art des Altomonte 171 

Ausgießung des hl. Geistes 172 

Phrixos und Helle von Jos. Bergler 172 

Blumenstück von Johann Wurzer 173 

Glasmalerei, Maria auf der Mondsichel 174 

Glasmalerei, Brustbild Kaiser Maximilians 175 

Glasmalerei, Hl. Matthäus 176 

Glasmalerei, Hl. Judas Thaddäus 176 

Glasmalerei, Jakob und Josef in Ägypten nach Jörg 

Breu d. Ä 177 

Glasmalerei, Schlachtenbitd nach Jörg Breu ... 178 

Glasmalerei, David und Urias nach Jörg Breu. . . 178 

Glasmalerei, Hl. Rupert 179 

Glasmalerei, Brustbild des Kardinals Matth. Lang . 180 

Wappenscheibe des Wolf Bauernfeind 180 

Titelminiatur des Bürgerspitalsurbarbuches von 1512 181 

Gouachebild in einem Bruderschaftsbuch 182 

Gouachebild aus einem Bruderschaftsbuch 182 

Einzelblatt aus einem Bruderschaftsbuch 183 

Tod der Virginia, gehöhte Sepiazeichnimg von 

Josef Bcrgler 185 

Christus am ölberg. Federzeichnung von J. O. Berg- 

müllcr 186 

Auforweckung des Lazarus, Tuschzeichnung, dem 

Hans Bocksberger zugeschrieben 186 

Monstranzenentwurf von Fr. Brandtner 187 

Rötel- und Federskizze von J. N. della Croce . . . 187 

Gartenentwurf für Kiesheim von Danreiter .... 188 
•Zeichnung Danreiters nach einem Brunnen von Tiibi 

in Versailles 189 

Oitterentwürfe von Danreiter 190 



Vcrzeiclinis der Abbildungen 



325 



I iuur 

242. AciiiaKlliiTte l'i'derzcichininR von Danreitcr . . . . 

243. Tiischzcichiuiiig von Danreitcr 

.'44. Tuschzcichniiiig, Hl. Sigismiind, von Danreitcr nach 

einem Stich von Ch. Lebriin 

245. Einporcneiitwiirf von Danreiter 

246. Zeichnung von Leopoldskron von Danreitcr .... 
247.'^ Hl. Hieronynms, Federzeichnung von J. B. Durach . 

248. Hagar und Ismaei, Sepiazeichnung von J. lindlinger 

249. Joh. Lact. v. Firmian, Brustbild eines Herrn. 

250. Hochaltarentwurf, lavierte Federzeichnung von Vital 

(janil 

251. Altarentwurf von Wolfgang Hagcnaucr 

252. Altarentwurf von Johann Högler 

25.3. Fassadenentwurf von Georg Laschenzky 

254. Skizze zu einem Altarbild van Christ. Lederwasch . 

255. Tuschzeicinumg von Joh. Löxhaler 

256. ölstudie von Hubert Maurer 

257. Büüende Magdalena, Tuschzeichnung von Joh. Bapt. 

Herg ■ 

258. Entwurf Pordenones zu seinem Altarbild in S. Gio- 

vanni Elemosinario in Venedig 

259. Allegorische Darstellung, Federzeichnung von J. M. 

Rottniayr 

26(). Sepiaskizze von J. M. Schmidt 

261. Opferung der Iphigenie, dem |. H. Schönfeld zi:- 

geschrieben 

262. Rotel- und Kreidestudie von Streicher 

263. Hl. Sebastian, Sepiazeichnung von Paul Troger . . 

264. Hl. Hicronymus, Sepiazeichnung, dem Paul Troger 

zugeschrieben ^ 

265. Christus, dem Volke gezeigt. Lavierte Zeichnung vim 

Weißkirchner 

266. Lavierte Sepiazeichnung von Zais 

267. Altarbildentwurf, lavierte Federzeichnung von Jos. 

Zanusi 

268. Fragment einer Tuschzeichnung von Jos. Zaiuisi 

269. ,, Meisterstück" von Gregor Götzingcr von I7(>) . . 

270. „Meisterstück" von Johann Högler von 1727 . . . 

271. Romanischer Kruzifixus 

272. Hl. Andreas. Holzskulpttir 

273. Hl. Barbara 

274. Enthauptung Johannes d. 1., Hul/rclief 

275. Apostelrelief 

276. Figur einer hl. Jungfrau 

277. Zunftkreuz von 1470 

278. Heimsuchung Maria 

270. Hl. Frau vom Bürgerspitalschrein 

280. Hl. f-rau vom Bürgerspitalschrein . . 

281. Hl. Johannes Evangelist 

282. Hl. Christoph 

283. Detail des hl. Christoph 

284. Altarschrein mit Figur des hl. Jakobus . . 

285. Hl. Stephanus im Gebet 

286. Hl. Dionysius, Appliquenfigur 

287. Johannes Ev. von einer Kreuzigum; 

288. Zunftkrenz 



Seile Mri« Seile 

191 289. Hl. Johanne« Ev.. RclicMigiir . 224 

191 2<X). Leuchtertragender Engel. ... 224 
2»\. Kombinierter FlUgetaltar 22S 

192 292. Kriinimg Maria von einem lliigLlaltar 226 

193 29^i Kreuzigung Christi aus der Halleiner Salinenk.ipelle 227 

193 294. Maria von einer Kreuzigung Christ 22H 

194 295. Hl. Katharina 228 

195 2*16. Heimsuchung, ans Irrsdorf . 22*.i 
l'Kj 297. Anbetung des Kindes, aus Irrsdorf . J. ' 

2<I8. Anbetung der Könige, aus Irrsdorf . i.{| 

197 299. Zunftkreuz 232 

197 300. Johannes Ev. von einer Kreuzigungsgruppc 232 

197 301. Johannes Ev.? r« 

l'->8 302. Zunftkreuz von 1623 . 2Xi 

199 303. Christus erscheint dem ungläubigen rhom;i 234 

199 3f)4. Hl. Georg 235 

200 305. Skizze zu einem hl. Rupert 2:a 
3(X). Herkules und Acheloos, wahrscheinlich Modell einer 

201 Gartenskulptur 296 

307. Trophäe mit Bildnis des Erzbischofs Sigismund von 

202 Schrattenbach 237 

308. Johannes Ev. von Franz X. Nissl 237 

203 3(H». Johannes d. T. von Franz X. Ni?- 237 

204 310. Krippenfigürchen 238 

311. Flucht nach Ägypten, Krippenfigürchen von I7'W . 238 

205 312. Dromedar mit Führer, aus einer Krippe . 239 

206 313. Aktaonsbrunnen aus Bronze -'■»'• 

207 314. Detail vom Aktitonsbruimeii. Fiu. 313 J41 
315. Mönchsfigur, ZinngiiB . 241 

208 316. Bleikruzifixiis 241 

317. Bronzerelief, tanzender Faun, von F. X. Matzenkopf 242 

Jit9 318. Büste von J. E. v. Koch-Stemfeld von Haas ... 243 

210 319. Tympanonrelief, Maria mit dem Kinde und adorieretH 

den Engeln 243 

211 320. Stehfigur einer jugendlichen Heiligen 244 

211 321. Stehfigur eines hl. Bischofs 244 

212 322. Fragmentiertes Kapital . . 245 

213 323. Hl. Lconhard, AlabasterfigUrchcn 245 

214 324. Hans Valkenauer, Kaiserstatuc vom >|Hiviir i>«:iiKiii.ii 246 

215 325. Hans Valkenauer, Kniserstatuc vom Speicrcr Denkmal 246 

215 326. Hans Valkenauer, Kaiserin vom Speiercr Denkmal 247 

216 327. Bekröniing vom Speierer Kaiserdcnkmal im Hof des 

216 Museums 248 

217 328. Marmorplatle mit Inschriftkartuschc und WapfKn 

217 Khiien-BeUisy 248 

218 32\). Statuette des hl. Virgil aius Kehlhcimerstcin . ... 249 

219 XiiX Relief aus Solenhofer Stein, Mahl im Hause des Simon 249 

219 MI. Hl. Sebastian vom ehemalige" I "i».rt..r \'i..n,.ii'>ii 

220 von Hans Kunrad Asper 250 

220 332. Skelett von einem (irahmal de> Seb.i>tian>fricdlu>ls. 

221 Von Hans Konrad A.sper 251 

J22 333. AlabasterbUste des Erzbischofs Hicronymus Colluredo 252 

2Xi 334. Don Juan d'Anstria, Tonrelief von Elia Castellu, aus 

223 dem Neugcbüude stammend 253 

223 335. Tonskizze zu einem hl. Philippus von Bernhard 

224 .Maiull .253 



326 



Verzeichnis der Abbildungen 



Figur Seite Figur 

336. Johann Hagenauer, Büste des Abtes Dominikiis 382. 

Hagenauer 254 383. 

337. Gipsmedaillon von Peter Pflauder 255 384. 

338. Wachsbüstchen eines aussätzigen iVlannes 256 385. 

339. Stehende Frau, Wachsfigur 257 386. 

340. Wachsbüstchen einer jungen Frau 257 387. 

341. Wachsbüste des Andrä Gottlieb Freih. v. Pranck. . 257 

342. Bauer, ein Vogelnest ausnehmend, Wachs .... 257 388. 

343. Krieger in römischer Tracht, Porzellan 258 389. 

344. Reliefporträt des Erzbischofs Sigismund, Porzellan . 258 

345. Porzellanbüstchen des Erzbischofs Sigismund . . . 259 390. 

346. Biskuitsockel 259 

347. Ofen von 1548 260 391. 

348. Detail von dem Ofen Fig. 347 261 392. 

349. Detail von dem Ofen Fig. 347 261 

350. Emigrationsstube mit dem Ofen 262 393. 

351. Rokokoofenplatte; Salzburger Hanswurst mit 394. 

Rüepel (?) 263 

352. Spätgotisches Reliquiar 265 395fl 

353. Silberkästchen von 1500 265 395ft 

354. Reliquiar von 1486 266 396. 

355. Rückseite des Reliquienbehälters vom Reliquiar 397. 

Fig. 354 266 398. 

356. Bussole von 1514 267 399. 

357. Rückseite der Bussole Fig. 356 267 400. 

358. Gravierung des Deckels eines Messingtintenzeuges . 269 401. 

359. Salzfaß 269 402. 

360. Bronzemörser von 1639 270 403. 

361. Deckelpokal 271 404. 

362. Standkreuz der Kleiderinachergenossenschaft . . .271 405. 

363. Ehrenschild des Grafen O'Donell 273 406. 

364. IMarter des hl. Maximus von Franz S. Kurz v. Golden- 407. 

stein 275 

365. Kirchenstuhl aus St. Leonhard 276 408. 

366. Cherubsköpfchen von der Wange einer Kirchenbank 276 409. 

367. Holzkasten mit Intarsia 278 410. 

368. Zweigeschossiger Holzkasten mit reicher Intarsia . 279 

369. Truhe 282 411. 

370. Zunftlade der Müller von 1706 284 412. 

371. Schlüsselblech von der Zunftlade der Gürtler von 1760 285 413. 

372. Orgcirelief mit dem hl. Franziskus 286 

373. Orgelrelief mit dem hl. Franz Seraphikus 286 414. 

374. Chorbuchständer 287 

375. Teppich mit Wappen des Matth. Lang 289 415. 

376. Kasel von 1482 290 416. 

377. Buchtasche 2<X) 417. 

378. Bursa 291 418. 

379. Siegburger Schnelle 292 419. 

380. Großer Weinkrug 293 420. 

381. Karaffe mit Wappen des Erzbischofs Laktanz Firmian 293 421. 



Seile 

Modell des alten Domes 294 

Holzmodell des Schlosses Kiesheim 294 

Zierfigur von einer Türverkleidung 2<»5 

Detail von der Decke des Wolf-Dietrich-Zimmers . 296 

Getäfeltes Zimmer von 1616 297 

Teile eines geriffelten Feldharnisches, deutsch, um 

1500 298 

Teile einer blanken Rüstung, Nürnberg, um 1550 . 298 
Teile eines blanken Feldharnisches, Nürnberg, 

um 1540 298 

Modell einer deutschen Turnierrüstung für Mann und 

Roß, deutsch, um 1550 299 

Geschwärzter Harnisch, erste Hälfte des XVH. Jhs. 299 
Leichtgeätzter Brustpanzer, deutsch, erste Hälfte des 

XVI. Jhs 300 

Deutsche Schallern, um 1500 301 

Rundschild mit gepreßtem Lederbezug, zweite Hälfte 

des XVI. Jhs 302 

, Roßstirne aus Leder, Mitte des XVI. Jhs 303 

. Pferderüstzeug aus Leder, Mitte des XVI. Jhs. . . 303 
Deutscher Rüstsattel, erste Hälfte des XVI. Jhs . . 303 

Deutscher Rüstsattel, Mitte des XVI. Jhs 303 

Zweihänder, Anfang des XVII. Jhs 305 

Prunkdegen, Solingen, Anfang des XVII. Jhs. . . . 305 

Prunkdegen, um 1570 30<) 

Helmbarde, 1589 309 

Helmbarde, 1611 309 

Kouse, 1611 309 

Steinbüchse, XV. Jh 310 

Bronzerohr von H. C. Löffler, 1565 311 

Bronzerohr von H. C. Löffler, 1565 311 

Modell eines Feldschlangenrohres aus Bronze von Fr. 

Mazzaroli, um 1670 312 

Handsteinbüchse, erste Hälfte des XV. Jhs. . . .312 

Radschloßgewehr, deutsch. „1534" 313 

Radschloßkarabiner, deutsch (Suhl), Ende des 

XVL Jhs 313 

Schloß des Gewehres Nr. 25 314 

Schaffung des Gewehres Nr. 25 314 

Schloßseite der Radschloßpistole I, Nürnberg, Ende 

des XVI. Jhs 316 

Rückseite der Radschloßpistole 1, Nürnberg, Ende 

des XVI. Jhs 316 

Modell einer Radschloßpistole 2 316 

Pulverhorn 1. XVL Jh 317 

Landsknechtfahne. XVI. Jh 318 

Reiterstandarte des Erzbischofs Paris Graf Lodron 318 

Reiterstandarte 6, von 1753 319 

Standarte, von 1772 320 

Standarte, von 1772 320 



NAMENSREGISTER 



Architekten, Baumeister, 
Ingenieure und Maurer 

Danreiter, Franz Anton 185 ff. 

Deufenpacher, Sebastian 249 

Keyertag, Max 195 

Fischer von Erlach, Bernhard 195 

Oczinger, Johann Gregor 212 

Orenier, Louis 196 

Hagenaiier, .[oh. B. 136, 198, 234, 253. 

Heffter, Anton 198 

Kcndler, Tobias 199 

Kollinger, Balthasar 212 

Laschenzky, Occ.g 143, 190, 211 

Fogensperger, Jakob 211 

Proinetihueber, Bart. 205 

Ragginger 1.36 

Reinitzhueber, Jakob 205, 21! 

Van der Null 274 

Bildhauer, Steinmetze 

Asper, Hans Konrad 250 

Beyer, W. 46 

Bindel 104 

Caesar, Josef 274 

Castello, Elia 252 

C. D. S. 24 

Colin, Alex. 240 

Donner O. R. 239 

Doppler 98, 143 

n. R. 103 

(iriipcllü 252 

üulielmo 253 

Haas 241 

Hagenaiier Wolfgang 39, 198, 234, 238 

253 
Heiß, Josef 212 
Högler Joh. 198, 211 
JH 25 
Kandier 65 



A. KÜNSTLERVERZEICHNIS 

Leinberger, Hans 228 

Linck, Konrad 59 f. 

Löffler 240 

Lomniinger, B. 258 

Lück, Joh. Franz 61 

Lück, Karl Gottlieb von 59 

Männdl, Bernhard 252 

Matzenkopf, F. X. 211, 241 

Melchior, J. P. 64 

Mödlhamer, Paul 234 

Nidermayr 87, 109 

Nissl, Franz X 238 f, 253, 255 

Pfäffinger, F. A. 236 

Pfaffinger, J. A. 67 

Pflauder, Peter 139, 255 

Posch, Leonhard 129 

Probst, Johann 239 

Pustelli, Franz Anton 64 

Rienienschneider, Tilman 126 

Schwäbl, Joh. 212 

Schwanthalcr, Ludwig 255 

StuMipfcgger, Joh. A 212 

Troger, Simon 230 

Tubi 187 

Valkenauer, Hans 245 

Wachstein, Emanuel Max R. von 252 

Walburger, Joh. 250 

Wic?inger, Wolfgang 245 

B ü c h s e n ni a c ii e r 

Achlin 0. 317 
Auer, Andreas 315 
Bauinann, Anton 315 

B. K. 317 
B. L. 317. 
B. Z. 317 

Capit, Gio. B. 315 
CIctth, J. P. 316 
Daffino. Gio. B. 314 
Deplann. Joh. 313 



Dojaz, Josef 315 

Doppinger 317 

Felseisen, K. 313 

Fischer, J. O. 317 

F. S. 317 

Heintz, Fr. 315 

l. O. D. 317 

L K. 317 

I. P. K. 317 

Kheini Josef 315 

Klettner. Fr. 315 

Klett, Valentin 312 

Liege, Cosmas 316 

Loffl, Hans Christian 311 

Mair, Ignaz 315 

Mazzaroli, Fr. 312 

Mcissingcr, Josef 314 

Meister, A. 315 

Moreta. P 315 

Nester, Ignaz 314 

Palk, Lor. 315 

Posel 316 

Scalafist 315 

Scheidcgger, Sebastian 314 f. 

Senninger 315 

Stifter, Hans 313 

Wenzel von Ehrenbrcitsteln 314 

Winchler. Val. 313 

Winkler, Hans 315 

Zaruba, A. 315 

Zelner, Casp. 313, 313, 317 



34 



26 



Goldschmiede 

AC, 

A ' 

A? 
ID 

AM 99 

Amcnde, Ferd. Slgm. 135 

Bantzcr. Christoph 270 

BIH 271 



328 



Namensregister 



Biller, Lorenz 25 

^^ in Dreipaß 56 

Dreyer, Salonion 65 
DS 19 
Engl, F. 272 
FK 34 

F. Y. 26 
O. A. 43 

Gebisch, Joh. Gottfried 271 
0. E. Oe. 65 

G. K. 76 
O. V. 70 
H. 69 

Harderer, David 250 

HI 25 

LB 25 

Mayer 136 

ML 76 

P. G. 65 

PS 112 

Reitsanier 9 

Riedlecliner Anton 136, 271 

Schott 65 

Schutzing, Peter 112 

S. D. 65 

Sigmund, Peter 112 

SR unter Krone 99 

S. T. 76 

ST 76 

VS 269 

W 76 

^pS25 

Maler 



Albani, Francesco 67 

Alt, Rudolf 37 

Altdorfer, A. 158 

Altonionte, Martin 70, 124, 168, 184 

Amcrling, F. v. 33, 114 

AR 104 

A. S. 44 

Augustin 129 

Auernhaniincr 184 

Azlaiter 142 

Bacchiacca, Richtung des 38 

Bager, Joh. Daniel 55 

Barharini, Fr. 22 

Rayr s. Perg 203 

Bcham, H. S. 91 

Beitlcr, J. G. 48 

Bergicr, Josef 140, 171, 184 

Bergmilller, J. B. 185 



Bertin 189 

Beruft, Michael v. 124 

Beyeren, Abraham van 55 

Bloemen van 55 

Bocksberger, Hans 119, 185 

Bolswert, Schelte 21 

Boucher 7, 47 

Brand Friedr. August 170 

Brandis, Gräfin Josefine geb. Trautt- 

mansdorff 102 f. 
Brandner, Fr. 185 
Braun, A. 136 
Breughel, Jan 48 
Br6vil!ier, Henriette van, geb. Baronin 

Henikstein 37 
Breu, Jörg 175 
Brouwer, A. 11 
Burgau 22 
Cambiaso, Luca 121 
Cantarini da Pesaro. Simone 67 
Caravaggio 70 
Carracci, A. 162 
Chinnery, George 103 
Cock, Mathis 102 
Conca, Seb. 165, 189 
Cortona, Pietro da 163 
Cranach, Lucas 55, 105, 160 
Croce della, J. N. r.l, 70, 127, 137, 130, 

185 
Croce, Clemens de la 172 
Daekelman 108 
Dallinger, Johann von 49 
Danhauser, Josef 36 
Deckelmann 146 
Decker 38 
Degle (?) 139 
Denner 44 
Deväria, Achille 1 
Dies, Alb. Christoph 194 
Dominichino 69 
Drechsler 35 

Dürer, Aibrecht 90. 158, 160 
Durach, Joh. 8. 168 f., 194 
Durand, G. 40 
Dyck van 1.39 
Ebner, F. A. 163, 194 
Edlinger, Joh. Georg 136 
Eggl, A. 141 
Einsle, Anton 47 f. 
Eiscnlohr, P. 39 
Eismann, J. A. 163, 194 
Ender, Johann 38 
Ender, Johann, Richtimg des 1 
Ender, Th. 35, 37, 112 
Endlinger, Joh. 194 
Engerth 129 
Enzingcr, A. 22, 49, 67, 166 f. 



Eybl, Joh. 12 

Faistenberger, Anton 164 

Faistenberger, Sim. Ben. 126 

Fendi, Peter 37 

Ferrari, Oaudenzio 114 

Ferstier, Heinrich 23 

Fest, VV. 24 

Firmian, Graf Laktanz 104, 128, 135 f. 

165, 195 
Fischbach, A. 173 
Fonteine, Christian 104 
Francia, Giac. 171 
Franck (d. J.), F. 41 
Frank, E. 172 f. 
Fraunlob, Josef 195 
Füger, Heinrich 103, 112 
Führich, Josef 7 
Fürstaller, Josef 196 
F. V. 139 

Gang. Eleon. 196, 204 
Galle, Corp, 25 
Gaml, Vital 196 
Gauermann, Fr. 32, 75 
Gerstenberger, Konstantin 35 
Gigante, Jacopo 37 
Götzl 114 
Goffredus 147 
Gran, Daniel 35 
Greifer, Michael 51, 137 
Grien, H. Baidung 2 
Grosser 145 
Qrossi, Nik. 189 
Gruber, A. L. 113 
Gruber, Franz 74 
Gysens, P. 55 
Habermann 37 

Hagenaiier, Rosa, geb. Barducci 136 
Halle. Sebastian 184 
Hannsen, Hans 128 f. 
Haubenstricker 44 
Hauser, F. 23, 142. 172 
Hebling, Thad. 128 
Helm, Jan de 31 
Heidecker 37 
Hcinzlniann, Anton 198 
Herm, K. 23 
Hirt M. C. 48 
Höfel Joh. 198 
Hoffmann 70 
Hornöck, Anton 126, 199 
Homöck, F. X. 41, 66, 141 f.. 170 f., 

199 
Hornöck, Josef 199 
Huber, Wolf 159 
Hueber 142 
Jaschke U)5 
Jaud 173 



Namensregister 



239 



jühn, Friedrich 136 

Juiivcnct 180 

Katzlcr, Vinz. 100 

Kaiiffmann, Angelica 50 

Kaiikol. L. F. 105 

Kcutscliach (Kaitshoch), J. E. lüö 

Kinilermann. Dominik 6 

Klotz, Prof. 145 

Knicschek 108 

Kohell, Wilh. von 37 

Krafft, Barbara £;cb. Steiner 16, 104, 

107 f., 130 f., 145, 172 
Kraus, W. 142 
Kriehuber 1 
Kiiscl 1Ü8 

Kulmbach, Hans von Ol 
Kupelwiescr L. 102 

Kurz von Goldenstein, Franz Ser. 274 
KVE. 44 
La Hire 08 
Laib, K. 148 
Lair, Jean L. C. 68 
Lampi, Joh. B. 11 f. 103, 113. 130 
Lange (Hofschauspielcr) 129 
Lasser, Franz Ser. 200 
Laudon, L. C. 23 
Lawrence, Art des 8 
Lebrun, Charles 180 
Lederwasch, Christoph 68, 200 
Leiy 11 
Le Prince 47 
Leveque 103 
Leybold C. 74 
Lieder, F. 112 
Linder, Franz 33 
Lionardo 108 
Liixthaller, J. B. 66, 200 
Loo van 7 

Lorenzoni, Peter Anton 67, 167 
Lungcnschniied, Otto T73 
Lys, Jan 70 
Lyser, .|. P. 129 
Mahlknecht, D. 105 
Makart, Johann 174, 200 
Marienlebens, Meister des 55 
Massys, Quinten 160 
Mattighofen (V) 145 
Mattseeroider 201 
Maulpcrtsch, A. 137. 165, 170 
Maurer, Hubert 136 f., 139, 171, 201 
Mayburger, Josef 201 
Mayer, Karl 274 
Mayr (c. 1842) 142 
Mayr von Wald, Josef 201 
Mengs, Raffael 47, 136 
Mentz, J. B. 70 
Meßkirch, Meister von 86 
XVI 



Michelangelo IIS 

MiSsel, Josef 202 

Morf 202 f. 

Müller 37 

Nasti, Vinc. 109 

Nesselthalcr, Andreas 139, 141. 145. 

172 
Nesselthaler, Karl 203 
Netscher 44 
Neve, Franz de 170 
Nickhl, Philipp Jakob 170 
Nissl, Franz S. 2.38 f.. 2.53 
Nortwijck 8 
O. 30 

Oberlechner, W. 126 
Oetinger, F. 39 
Ostheeren 142 
P. 139 

Pacher, M. 148, 224 
Paolo, Maestro 8 
Papagei, Meister mit dem 55 
Peristori, Joseph 35 
Perg (vielleicht Bayr?), Joh. B. 203 
Pcrlbcrg. O. 22 
Perretti, Jo. Fr. 163 
Perwanger, Peter Paul 60 
Perwein 204 
Peter, Eman. 51 
Petrus (Venetus) 147 
Pettcnkofen .38 
Petter. Franz X. 30 
Pezolt, Oeorg 163. 104, 204 
Pfennig 148 

Pordenone (Licinio Oiannantonio) 204 
Psenner 108 
R. 70 

Raffael 105 
Rahl, Carl 107 f. 
Ramelet 37 

Ranispcrger, Josef 170 
Ranftl 37 
Redl, Josef Xi 
Reiffenstuel, Anton von 205 
Reindl 125 

Rcmbrandt 33, 46, 48 
Reni, Guido 69 
Rensi, Andreas 104, 135, 164 
Richter, Adrian Ludwig 65 
Ridinger 22 
Ridler, L. 7, II 
Rigaud, Hyac. 135 
Roos, J. M. 21 
Rottmayr Joh. Michael 66, 126, 136. 

164, 206 
Rubens 21, 47. 1"2. 1«o 
Rungaldier 38 
Runk, Ferd. 139 



Ruysdael 33 

Saar 112 

Sacchi 121 

Sadeler 161, 208 

Sahmii.«, Kaspar 182 

Sanders van Hemessen, Jan 160 

Sandrart, Joachim 169 

Sattler, Hubert 69, 136, 140, 146, 

173 
Sattler, Joh. Mich. 67, 142. 173, 206 
Schaiek 8 

Schellhom, Paul 104 
Scheyrer 75 

Schiffmann, Jost 130. 206 
Schmidt. Johann Martin 44 ff.. 70. 170 f., 

206 
Schmuzer 207 
Schneeweis, Carl 207 
Schnorr von Carolsfeld, Julius 3, 142 
Schöler. F. 8 

Schimfeld Joh. Heinr. 163. 170. 207 
Schöpf, Josef 67 
Schongauer, M. 18, 159, 266 
Schramm, J. Mat. 47 
Schreitr, Ulrich 116 f. 
Schrotzberg 103 
Schuppen 74 

Schwarz, Christoph 161. 205. 207 
Schweikart, Karl 128 
Seisenegger, Jakob 131 f. 
Seretti 208 
Sheperd 37 

Sigmund <?), Georg Jos. 211 
Skribanek 35 
Sokolof, Peter 37 
Solimena, F. 16, 165 
Span F. X. 136 
Speth 23 

Spitzer, F. 9, 146 
Spranger, Barth. 208 
Sfäbcr. Georg 13 f. 
Stampart. Franr 13.'^ 
Steinhauser von Treub>'rg. ü.indolph 

Ernst (Vj. 102. 145 
SIeinrucker 36 
Stlef Josef 172 

Stief, Sebastian 67, 129, 159. 171 
Streicher. F. N. 139, 144, 208 
Struber, Josef 141 
Stubenrauch 112 
Suchy. Adalbert 35 
Teltscher, Joh. Eduard 48 
Teniers, David 32 
Thanncr, Franziska 208 
Tiepolo 112 
Tintorctto 208 
Toumier, J. J. 209 

42 



330 



Namensregister 



Troger, Paul 55, 66, 126, 105, 

200 
Veroncse Paolo 241 
Viiickboon, David 162 
„Virgo liitcr Virgines", Meister der 

158 
Wagner, Franz 209 
Wagner, Josef 209 
Wagner, Peter 138 
Waldmüller, F. G. 33, 38 f. 
Walld, Louis 209 
Watson, James 44 
Weenix, J. B. 74 
Weidner, Friedr. 140 
Weinmann 209 
Weis Jos. 210 
Weiß Ignaz 136 
Weißkirchner Wilh. 210 
Weixlbnum 23 
Werft, Adriaen van der 55 
Werkstätter, Benedikt 50 
Werner, C. 37 
Wilhelm Meister 54 
Winter J. 49 
Wolmuth J. 129 
Wurzer, Job. 142 145, 172, 210 
Wurzer, Josef 122 
Wyatt, Henry 33 
Zahradnicek 37 
Zais, Gius. 210 

Zanusi, Jac. 104, 164, 166, 168 
Zebhauser, Franz 142, 170, 210 f. 
Zebhauser, Georg 142, 171 f., 211 
Zeiller 105, 169 
Zeller, A. 51 



Zeller, F. 211 
Zick, Januarius 55 
Zirchner, Adam 169 
Zorn 108 

Uhrmacher 

Bcndele, Joh. 43 f. 

Baillon 65 

Beringer, Jos. Anton 287 

Bi'ck, Martin 75 

Breguet 287 

Chöllisperger, Georg 287 

bienier, Max 287 

Finberger, Johann 287 

Henggi Anton 287 

Karrer, Ignaz 287 

Kulnig, Franz 287 

L'Epenci 129 

L . . . nberger, Georg Chr. 109 

Marchand, Jean 287 

Nagnzaun 287 

Nidermair, Franz Jacob 287 

Nidermair, Joh. Christ. 287 

Niggl, Josef 287 

Pimpl. Matthias 287 

Riff, Franz Anton 7 

Roche, de 287 

Rost, Heinr. 287 

Schmid, Michael 287 

Schöner, Christoph 31, 287 

Seiler, Michael 287 

Totenborch, Gottfried 287 

Vockenberger, Franz 285 

Weldon, S. 287 

Zimnierle, Melchior 76 



Verschiedene 

Bouwens, Simon (Teppichwirker) 73 
L. D. (Töpfer) 260 
LS (Töpfer) 81 

Mann, Michael (Schlosser) 109 
Mildner (Glaser) 35 
Moser, Josef (Töpfer) 10 
Obermiller, Thomas (Hafner) 292 
Wessiken (Tischler) 43 

Waffenschmiede 

Antoni 305 

Ayala, Thomas von 109. 305 f. 

Bern, Meves 305 

Buegel, Peter 304. 306 f. 

Cleles, Hannes 304 

Coli, Heinrich 304 

Muncten, Andreas 307 

Muncten, Peter 307 

Stantler (Ständler), Wolfgang .m'S :^n7 

Steng(lin), J. C. 317 

Wirsberg 305 

Wund, Johann 304, 307 

Ziegler, Georg 306 

Zinngießer 

CZ über Torturm 28 
Greissing, Jos. Ant. 19 
Hcntz, Lor. 100 
HM (unter drei Kronen) 292 
KB (unter drei Kronen) 292 
Linckh, Anton 19 
Platzcr, Stephan 19 
Singer, Anton 19, 99 



B. ALLGEMEINES PERSONENVERZEICHNIS 



Aberle, Dr. 134 

Adam, Barbara 83 

Agiiardi, Dr. Anton 137 

Aichinger, Pfarrer 171 

Aichhamer, Sigm. Chr. 145 

Aigner, Sammliuig Dr. Gottfried 1 

Ainmüller, Sammlung Frau Marie 2 ff. 

Albert, König von Sachsen 109 

Albn, H. von 179 

Alletsec, Paul 288 

Alt (Wappen) 132 

Altmanshausen, Joseph von 179 

Andiano, H. L. von 86 

Angermayer, Sammlimg Ritter von 6 f. 

Anna, Königin, Gemahlin Ferdinand I. 

132 
Arco, Graf Jos. Franz von (Bischof) 135. 

184 



Asper, Sophia 250 f. 

A. Th. 237 

Auer, Anna, geb. Elixhauser 4! 
Auer, Johann 273 
Augustus, Kaiser 112 
Badendick, Christoph <U 
Battasgara, Glov. 118 
Bayrhammer, Mat. 142 f. 

B. E. 6 

Beauharnais, Josephine 71 

Beck, P. Dom. 258 

Bees, Sammlung Freiherr von 7 

Beir, Maria J. M. 25 

Bentivoglio, Kardinal 139 

Berchtold zu Sonnenburg, Antonia 143 

Berchtold zu Sonnenburg, Johann Bapt. 

138 
Berchtold zu Sonnenburg, Joscphinc 136 



Berchtold zu Sonnenburg, Karoline 143 
Berchtold zu Sonnenburg, Marie Marg., 

geb. Polis von Moulin 130 
Berggruen, Dr. Oskar 129 
Berger, Michael 27 
Bernhardt. Sammlung Otto 7 
B^Sin, Frau von 1 
Bircher, Christian 90 
Birckig, Friedr. von 135 
Blanckh, Anton 27 
Blomc, Sammlung Gräfin 7 f. 
Bluniauer, Herr 220 
Blumenegg, Clara Eva 179. 
Bluwcr Catharina 96 
Bock, Karl 142 
Bock Marie 142 

Bocdighcimb. Maria ii. .|->s. n. 135 
Bogcnspcrger 143 



NamciisrcgiMcr 



Hoinbcllcs, Gräfin Maria Theresia 103 

Braiulstiltter, Marie 142 

Brant, Herr 74 

Braut, geb. Pilsack 74 

Bredemer, üert 81 

Brenner, Graf F. X. 143 

Hrüller, Nil<o(Jennis 283 

ürngnioser, Mathis 273 

Buol, Gräfin, geb. Prinzessin Isenburg 8 

Huol, Grafen 8 

. . . bürg, Johannes Freiherr zu 86 

Bnxbom, Anna M. M. Urs. 113 

Calin von Marionbcrg, f'ranz 52 

Caniponianes (?), Don l\'ilro Rodr. 

Conte 136 
Carolina Augusta, Kaiserin 130, 252 
Chanduir, Baron 11 
Chaudoir, Baronin, geb. Erggeld 12 
Chiinany, Franz (Sanimlinig) 31 
Clemens August, Erzbischof von Trier 

65 
C. M. C. 268 
Cülestin O. S. B. 187 
Colloredo, Erzbischof Hieronynius von 

Salzburg 31, 6Ü, 137 ff., 143, 252, 

310, 31<lf. 
Czebrian, Gräfin, geb. Erggelet 12 
Cernin s. Tschernin 
Czernin, Gräfin Antonie, geb. Gräfin 

Kuenburg 48 
Danhauser, Franz 36 
Dann, Jos. Fr. Graf 140 
Daurer 172 
Desemsse, Eriche 80 
Deufenpachcr, Elisabeth, geb. Frei- 

hanier 249 
Diefsteter, Volrich 178 
Dietrichstein, Fürsten (Wappen) 29, 184 
Dietrichstein, Andreas Jakob Graf, 

Erzbischof von Salzburg 67, 189, 

310, 319 f. 
Dittcnhofer und Frau 142 
Doppler, Anton 143 
Duckher, Franz 133 
Duckher, Maria Cl., geb. Spindler 133 
Duffeck, Sannulung Dr. Otto 9 ff. 
Duyie, Franz 142, 258 
Eberle, Sammlung Hofrätin Berta 173 
Eble, Dr. Burkard 142 
i;gg, Rudolf 86 
Einsle, Beatrix 47 
Eiweck, Franz 143 
Elisabeth, Kaiserin von Rußland 58 
Eli.\hauser, Prälat Bernhard 144 
Elixhauscr, Johann 134 
Elixhauser, Joh. Anibros 139 
Elixhauscr, Rosina 134 



Elixhauscr und Frau 4 t 

Elschauer, Jon. 252 

Enk von der Burg (Familie) 146 

Enk, Familie von (Anna, A. Virgil, 

Josef, Leop., Maria Kl.) 142 
Enk, M. B. Erentr. von 143 
Enk, M. F. Ap. von 143 
Enk. Maria Ther. 143 
Enk, M. Th. Josepha 143 
Enk, Leopold von 213 
Enkh, Franz 136 
Enkh, Maria Eva 136 
Erggelet, Sammlung Baronin Marianne 

11 f. 
Ernst, Herzog von Bayern 132 
Erzbischöfe von Salzburg (Folge) 66 ff., 

143 
Etzesdorfer, Joh. 26 
Eugen, Prinz von Savoyen 74, 307 
Eysendyck, Georg 93 
EysI, Hans 283 
Faber, Fr. Jacobus 4 
Faber, Magdalene 88 
F.-illbacher, Franz 143 
Fallbacher, Ignaz 143 
Fendt, Ehrentraud, geb. Metzger 140 
Ferdinand I., König 131 
Ferdinand, Erzherzog (16. Jh.) 179, 240 
Ferdinand von Toskana. Kurfürst von 

Salzburg 66, 140 f. 
Ferrari, Gabriel de 105 
Fcyertag 142 
Figdor, Dr. A. 236 
Filz, P. Michael 163 
Firmian, Leopold von, Erzbischof von 

Salzbure 31, 135. 143. 183 f., 18«, 

247. 203. 310 
Firmian (Wappen) 315 
Fischer, Dr. 143 
Fixlmiller, Abt Alex. IIL 143 
Flöckner Joh. und Frau 139 
Fraisamb, Georg 162 
Franz 1., Kaiser 142. 241. 252 
Franz I. von Lothringen, Kaiser 136 
Franz Josef I.. Kaiser 10<) 
Freisauf f (Frey sauf f) (Wappen) 133 
Freisauf f, Josef Kaspar 143 
Freisauff, Maria Katharina 143 
Freising. Hans Christ, von 132 
Frey, Frau von. geb. Heffter 16 
Frey, Sammhmg Prof. Dr. von 12 ff. 
Freyberg, Karoline l'reiin von 132 
l-ndberg und Trauchburg, Franz K. I 

Graf von 136 
Fridericus (Dechant?) 18 
Friedrich von Bayern 179 
Fröschelmoscr, Familie 247 



Flieh», Freiherr von (Wappen) 65 

Fuch«. Matthias und Frau 1(17 (. 

Fugger. Eberh. Prof. 130 

Fürst, Elsbeth 87 

Fürstenberg, PhlL Kari \ -. 

Gallmeycr. Josetine 108 

Gambo, Maria 5 

Gambe, Wolf Hans 5 

Gansl. Gregor 141 

Gasparottl, Gertraud 146 

Gaupmann 35 

Geiger, Tobias 285 

Gcislniair, Joseph 272 

Gielow. Sammlung Architekt F. W . I'J f. 

Gepöck auf Sulzcmos, Maria A. Tb. 
Adelh. Freiin von 49 

Gianni 136 

Giger, Frau !70 

Grasmayer 166 

Grein, Sammlung Ernst 20 ff. 

Grics, Pater J. 167 

Grohmann, Staatsrat und trau o f. 

Gruber. Augustin, Frzhischof von Salz- 
burg 67 

Gstierner 105 

Guetrater, Caspar 131 

Guggenbichler. Pfarrer 159 

Gussette. Familie 146 

Gutrat. Catharina (Witwe Moni, Gattin 
Chr. Mayrs) 132 

Haas. Franziska 142 

Hafner, Siegmund 143 

Hafner von Imbachhausen, Siegmund 
139 

Hagenauer, Abt Dominikus 253 

Hagenauer, Familie 146 

Hagenauer, Kaufmann 128 

Hagenauer, Maria 146 

Hagenauer, Maria Ther., geb. Schuster 
129 

Haglauer, August 213 

Haibl. Sophie 128 

HakI, Joh. 94 

Harrach. Graf Ferd. Bonav. 135 

Harrach, Franz Anton Forst. Erz- 
bischof von Salzburg 66. 116. 146. 
184. 234. 252 

ll.ispinger, P. Joachin 142 

H.i--lMiger. Benedikt von 35 

Ha<»linger, Pauline von 3.( 

Hasslingcr. Stephan Andreis von 33 

Hasslinger, Samniluiig Felix Freiherr 
\.in .il tt. 

Hausen, Franz A. Joh. von, Propst 143 

Haynau 112 

Heffter Anna. geb. Stockhamer 252 v, 

Heffter, Ehepaar «43 \ 

42» ^ 



332 



Namensregister 



Heffter, Georg 251 
Hcffter, Jakob 252 
Hcilniayr, Annaliese 40 
Hell, Karoline, Freiin von 139 
Heller, Sammlinig Dr. Richard 35 ff. 
Hellmöck, Valentin 251 
Helmreich, Maria von 143 
Henikstein, Frau Adam von 37 
Henikstein, Sammlung Exzellenz Ba- 
ronin Pauline 37 
Herberstein, Friedrich Oraf 211 
Herding, Baronin, geb. Gräfin Saint 

Martin 8 
Herding, Baronin, nachmals Prinzessin 

Isenburg 8 
Herrmann, Jakob 143 
Herzog, Frau 46 
Herzog, Fr. 82 

Herzog, Maria Anna, geb. Schnider 82 
H. H. 292 
Hilebrandt 143 

Hilleprandt, Dr. Franz von 129 
Hiller-Schönaich, Sammlung Baron Carl 

38 
Hinterholzer 143 

Hinterstoißer, Sammlung Dr. Josef 38 f. 
Hirschauer, Propst Konrad 3 
Hochmüller, geb. Hoppe 143 
Hochmuth, Ant. 142 
Hodenhaat, Christoph 94 
Hoeite, Remigia van 79 
Hörl, Sebastian 272 
Hofer, Andreas 255 
Hofer, P. Joachim (Bruder d. Andreas) 68 
Hoffmann (Sammlung) 240 
Hofmann (Weihbischof) 269 
Hof statt er, Petrus 266 
Hohenegg von 68 
Hohenenibs, Graf Markus Sitticus von, 

Erzbischof von Salzburg 132, 247, 

304, 308 
Hohenheim (Wappen) 131 
Holter, Sammlung Franz 40 
Hospodsky, Georg 139 
H. S. 304 

Hudenbergk, Wilh. v. 94 
Hübner, Lorenz 140 
Hupfauf, Sammlung Frau 40 ff. 
Ilg, Albert 130 

Ilsing (ilsunng), Melchior 174, 178 
Imsland, Ign. Maria Freiherr von 139 
Innozenz X., Papst 76 
Isabella, Gemahlin Karls V. 131 
Jacquin, Isabella, nachmals Hofrätin 

von Schreiber 112 
Jacquin, Baron Nik. 112 
Jäger, Sanmilung Carl 32 f. 



Jäggl, Aderion 87 

Jenisch, Joachim 178 

Johann, Erzherzog 109 

Jo . . . Hans 87 

Johann Jodocus, Abt (Muri) 96 

Josef II., Kaiser 103, 137 

Kraftmair, Jacob 271 

Kantzow J. 255 

Karl V., Kaiser 131, 311 

Karl Theodor von Bayern 109 

Karl VI., Kaiser 307 

Karl, Erzherzog 104 

Karl, Prinz von Lothringen 74 

Kaserer (Familie) 134 

Kaserer, Peter 143 

Kasseroller, Sammlung 44 

Kegel, Georg 175 

Kembter, Hans 105 

Kerner, Sammlung Fräulein .Annaliese 
44 ff. 

Keutschach, Elis. 177 

Keutschach, Leonhsrd, Erzbischof von 
Salzburg 226, 245, 311 

Khuen-Belasi, Joh. Jak., Erzbischof 
von Salzburg 248, 308, 311 

Kindling, Küngolt 83 

Kirchmair, Hans 272 

Koblitz, Sammlung Oberst Johann Frei- 
herr von 47 f. 

Königsdorfer, Pfarrer 291 

Kistler, Anna Klara 143 

Kleimeyern, Fräulein von 140, 170 

Kleimeyr, Franz Thad. 130 

Knopp, Familie 143 

Koch-Sternfeld, J. E. Ritter von 241 

Königsegg, Joh. Nep. von 141 

Königsegp-Aulendorf, Graf Anton Eus. 
von 252 

Korner, Herme 80 

Krafft von Weitingen. Joh. 181 

Kreier, Elisabeth 82 

Krebe (Krephen), Clanes 80 

Krumpacher, Michael und Frau 143 

Kuenburg, Gräfin Antoinettc 51 

Kuenburg, Graf Christ. Siegm. 48 

Kuenburg, Graf Ernst 48 

Kuenburg, Graf Franz Ferdinand von 183 

Kuenburg, Graf Georg, Erzbischof von 
Salzburg 48, 211 

Kuenburg, Graf Joh. Josef (?) 135 

Kuenburg, Graf Joh. Siegm, 135, 183 

Kuenburg, Gräfin Josefa, geb. Gräfin 
Harrach 48 

Kuenburg, Oraf Karl 51 

Kuenburg, Graf Max Oandolph, Erz- 
bischof von Salzburg 48 f., 66, 134, 
143, 146, 182, 233 



Kuenburg, Graf Michael, Erzbischof von 
Salzburg 48, 211 

Kuenburg, Samnilimg Exzellenz Graf 
Gandolph 48 

Kuenburg, Sammlung Graf Leopold 48 

Kuenburg, Sammlung Gr;'f Leopold 
48 ff. 

Kuenburg, Gräfin VValburga 51 

Kurz Ritter von Thurn und Golden- 
stein, Josef 166 

Laiminger, Anna M. 143 

Laiminger, D. N. 143 

Lainer, Dr. Franz 143 

Lamberg, gräflich Nachlaß 10 

Lampe, Wilh. 96 

Landauer, Herr 108 

Lang, Erzbischof Matthäus 13, 131, 
175, 177 f., 247, 288, 313 

Lange, Aloisia, geb. Weber 129 

Laschenzky, Frau 143 

Ledebur, Wyllem 80 

Legay, Sammlung Frau von 52 ff. 

Leiler, Anton 108 

Lemin, Hans H. 83 

Lenormant, Frau 71 

Leopold 1., Kaiser 252 

Leopold, Erzherzog und seine Gemahlin 
Claudia 21 

Lergetporer (Bürgermeister von Salz- 
burg) 130 

Lerpergcr, Martin 21 

Letmar, Andre 30 

Lctmar, Anna 30 

Lieb, Elisabeth, geb. Castner 133 

Lieb, Sebalt 133 

Liechtenstein, Fürst Adam Andreas von 
und zu 252 

Liechtenstein, Jakob Ernst Oraf, Erz- 
bischof von Salzburg 31, 66, 143, 
236, 317 

Linder, Peter 93 

Lobkowitz, Karl Fürst 211 

Lodron, Paris, Erzbischof von Salz- 
burg 134, 247, 251, 308 

Ludwig Viktor, Erzherzog 109 

Lürzer von Zehcndthal, Thaddäus An- 
selm 138 

L W. 292 

M.. Sammlung Frau Cäcilic 69 f. 

Machtlinger, Frau 135 f. 

Maier, Christoph 143 

Maier, Maria 143 

Manderscheid, Gräfin 102 

Manlich, Hans 175 

Maria Luise, Kaiserin von Frankreich 141 

Maria Theresia, Kaiserin 7, 129, 136 

Mark, Sammlung Dr. Hans 65 



Namensregister 



333 



M.irtin, Samlnllm^ Dr. Franz 66 ff., 173 

Marschall, Freiherr von 55, 65 

Marschall, Gemahlin des Freih. von 55 

Matzenkopf, Familie 146 

Maiiberger, Joh. Ben. und Frau 13"J 

Maurer, des Hubert, Frau 137 

Ma.xiniilian I., Kaiser 174, 24.'i 

Maximilian 1., König von Bayern 141 

Mayburger, Sammlung Fraulein Zita 63 

Mayr, Sebastian 183 

Meichelbeck, Joh. Franz 183 

Messner, Kaspar 142 

Metzger, Domherr 143 

Metzger, Herr 104 

Meyer, Joh. Conr. 28 

Metzger, Joh. Peter, Frau 144 

Michael (155;») (V), lirzbischof von Salz- 
burg 247 

Mielichhofer 167 

Mittermayer, Sammlung 68 f. 

Müller, Bereut 94 

Molaus, Marquis de 104 

Montfort, Graf Anton 135. 183 

Moschitz von Saifnitz, Matthias 23 

Moser, Alex. 143 

Moser, Josef 143 

Moser, Klara 143 

Mozart, Anna Maria 127 

Mozart, Karl 128 

Mozart, Konstanze 128 f. 

Mozart, Leopold 127 ff., 136 

Mozart, Marianne 108 

Mozart (Reichsfreiin Berchthold von 
Sonnenburg), Marianne 108, 127 ff. 

Mozart, W. A. 108, 127 ff., 137 

Mozart, Wolfgang 108 

Mozart, Wolfgang Amadeus d. J. 128 f. 

Müllbauer, Herr 247 

Müller, Moritz 288 

Munck, Hans 93 

MZ 28 

N. D. 317 

Neffzen, Baron Alex. 114 

Ncffzen, Baronin Eleonore 114 

Neiiburger, Hans 95 

Neuching, Maria A. 133 

Neuhofer, Rosina, geb. Krugelhuber 108 

Neuhofer, Thomas 108 

Ncusch, Baschy 93 

Niggl, Familie 146 

Nissen, Nikolaus von 128 f. 

O'Donell, Graf 274 

Orthofer, Sammlung 70 ff. 

Ott, Sammlung Max 73 

Fächer, Sammlung Frau von 52 ff. 

Fachmann, Sammlung Ernst Ritter v. 73 

Paracelsus, des Theophrast 131, 134 



Pariser Abt Auguslin II. 143 

Pauernfeind (Wappen) 132 

Pauernfeind, Anton 143 

Pauernfeind, Christian 134, 143 

Paucrnfeindt, Wolf 179 

Paul II., Papst 90 

Paulini. Pin F 118 

Paumann, Elisabeth 132 

Paumann, Georg 132 

Paur, Lorenz 272 

Pausinger, Sammlung Franz von 73 

Peel, Sir Rober 33 

Pelham, Christoph von 80 

Penkher, Catharina '^52 

Perger, Hans 163 

Perger, Thomas «33 

Petter, Dr. Alex. 130 

Peustenger (?), Rupert 247 

Peysser 244 

Pfalz-Zwcibrücken, Herzog Christian 143 

Pfitzer, Josef 168 

Pitzer, Martin 155 

Pfizer, N. 161 

Pflanzeltcr 173 

Philipp der Oute 288 

Pichl, Anna Barbara von, geb. Lasser 

von Zollheim 138 
Pichl, Christoph Nep. Ferd. von 138 
Pichl, Maria Antonia von 138 f. 
Pichl, Siegmund Maria von 138 
Pichler, Barbara 287 
Pichler, Georg 297 
Pickhen, Maria H. 272 
Pillwein, Benedikt 142 
Pillwein, Sammlung Hofrat Eugen 76 
Pilsack, Sammlung Dr. Anton 74 f. 
Pius VI.. Papst 103, 143 
Plabon, Sammlung weiland des Herrn 

Hofrates Adolph Ritter von Plason 

de la Woestynie 77 ff. 
Plaz, Graf Hieronymus 102 
Plaz, Sammlung Graf Josef 102 f. 
Plumar, Peter 83 

Podstatzky, Graf Leopold Anton 66 
Poldt, Thom. 134 
Pollak, Dr. J. 168 
Popp, Franz Dietr. 135. 306 
Poschinger, Frau Anna 67 
Potocka. Gräfinnen 23 
Pranck, Andrä G. Freiherr von 25^'. 
Prausc, Josef 272 
Preysing, Graf von (Wappen) 315 
Preysing. Joh. Franz von 251 
Prex, Dr. Johann 138 
Prickncr, Joh. Georg 272 
Puechcnberger Georg 250 
Puthon, Baron Joh. Bapt. 103 



Puthon, Sammlung Exzellenz Viktor 

Freih. von I03 
Radler. Magdalena 143 
Raitenau, Wolf Dietrich, Erzbischof von 

Salzburg 38. 132. 248, 26H f., 276, 

288. 296. 299, 305. 3i»< 
Ratzky, Herr und Frau 74 
Rauchenbichler. Franz Anton 13ß. 306 
Rauchenbichler. Maria K. 143 
Rauchenbichler, Maria Jh., geb. Po- 

schingcr 143 
Regel. Jürg 178 

Rchle. Sammlung Fräulein Katharina 104 
Rehiing, Karl Heinrich 133 
Rehling, Joh. Franziska 133 
Rchlingen, Joh. Jos. Freiherr von 143 
Rehiing, Joh. Paris 133 
Rehling. Maria Lud. 133 
Rehling, Maria Magd. 134 
Rehling, Raimund Sitticus 133 
Rehling, Sarah Magd. 133 
Rehlingen (Wappen) 49, 132 f. 
F^chlingen, Maria Anna 50 
Reichhardt, Catharina 272 
Reithner, Mathis 273 
Rener, Anna 249 
Reuthcr. Agathe 88 
Resch, Matth. 143 
Riedl, Joh. 130 
Riedlechner, geb. Amcnde 136 
Rohr. Bernhard von 117 
Roll. Sammlung Landesgerichtsrat Karl 

104 
Rothbauer, Philipp 138 
Ruhinig. Familie (Wappen) 112 f. 
Rubinig, Siegmund 113 
Rufly. Jacob 83 
Ruprecht, Anton 143 
Ruprecht, Katharina, geb. Mayer 143 
Russegger 21 1 

Sachscn-Teschcn, Herzogin 103 
Saint Martin. Graf 8 
Sandhichler. Aloys 143 
Saullich. Angelo I2S 
Sayn-Wittgenstein (W.ippin) 35 
Schadeiner, Hans 276 
Schaffner, Theresia 143 
Schaitbergcr 262 
Schemtar. Anton 88 
Scherndaucr, Johann 277. 281 
Schianderer 143 
Schmaus, Anna 23 
Schmer. Georg 112 
Schmid, Thomas 96 
Schnider, Doniinicus 82 
Schnider, Anna Maria, geb. Homgg 82 
Schnueg, Franz 272 



334 



Namcnsregistcr 



Scliönborn, (jnif Fritdricli 135 

Schöiulorfer 248 

Schönthaler 142 

Schranck, Hans 283 

Schrattenbach, Erzbischof Sigisnuind 

von 3, 31, 66, 136, 143, 146, 183 f., 

189, 237, 258, 284, 288, 310, 319 
Schrattenbach, Graf Vhizenz, Bischof 

von Lavant 66 
Schrifer, Anna 94 
Schiichögger, Regine Sal. 143 
Schuchügger, Simon 135 
Schürer, Paul 46 
Schuh, Karl 274 

Schulz, Frau, geb. Rattenschlag 35 
Schumann von Mausegg, G. J. 143 
Schumann von Mausegg, Dr. Ignaz 288 
Schwabengruber, Joh. 251 
Schwarz und Steiner (Firma) 85 
Schwarz, Julius Freiherr von 170 
Srchwazburg, Graf Balthasar 00 
Schwarzenberg, Ernst Josef von 140 
Schwarzenberg, Fürst Felix 1 
Schwarzenberg, Fricdr. Fürst, Erzbischof 

von Salzburg 67, 146, 164 
Schwind, Ritter von 153 
Seiller, Max Freiherr von 134 
Sellner, P. 158 
Seninger 140 
S . . . enn, Fridlein 87 
Silberstein, Dr. Aug. 129 

Sin er 134 

Siscek 143 

Slania, Sanunlimg Wilhelm 104 

Slickhenpfeil, Urban 18 

Sontag, August 129 

Sontag, Henriette (Gräfin Rossi) 129 

Sorko, Anna M. Th. 143 

Spängier, Anna El., geb. Egger 143 

Spänglec, Anna Katharina 143 

Spängier, Franz Anton 40 

Spängier, Franz Joseph 41 

Spängier, Georg 40 

Spängier, Maria Theresia 40 f. 

Spängier, Sammlung Fräulein Rupcrta 

40 ff. 
Späth, Herr 138 
Späth, Bürgermeister 104 
Späth, Maria Susanne 104 
Spagl, Matthias 272 
Sperl, Eduard 143 

Sperl, Sammlinig Frau Margarete 104 
Spindelegger, Josef 141 
Splndelegger, Frau 142 
Spingrueber, Paul 252 
Spitzer, Thomas 128, 142 



Stainberger, Sebastian 25! 

Stanckc, Daniel 95 

Stapel, Heinrich 81 

Stegen, Claus 94 

Steiger 143 

Stempfhueper, Josef 273 

Stenhof, Herrn. 94 

Stockart, Sammlung Baronin Marie 114 

Stöckl, Matth. 136 

Storch, Dr. 143, 145 

Storch, Babette 145 

Strasser, Sammlung Phil. 105 

Strehle Joh. G. 141 

Strele, Sammlung Regicrungsrat Rieh. 

Ritter von 105 
Stuber, Vinzenz 83 
Stunitz, Melchior 174 
Süsz, V. M. 130 
S. W. (Wappen) 96 
Tacken, Andreas 81 
Taxis, Prinz Max 109 
TCA 27 

Teltscher, Marie von 47 f. 
Tewes 77, 80 
Thrauner, Georg 248 
Thill, Christoph 163 
Thill, Katharina, geb. Empacher 163 
Thun, Graf Guidobald, Erzbischof von 

Salzburg 310 
Thun, Graf Joh. Ernst, Erzbischof von 

Salzburg 143, 252, 283 
Thun, Graf Rudolf Joseph, Bischof von 

Sekkau 183 
Thun, Sammlung Graf Franz 105 
Thunzler, Maria E. 143 
Thurn-Valsasina, Georg Siegfr. Graf 183 
Thurn-Valsasina, Hahnibal Felix Graf 

183 
Tomaselli, Antonia 107 
Tomaselli, Katharina 108 
Tomaselli, Sammlung Frau Elise 107 f. 
Tomaselli, Giuseppe 107 f. 
Tomaselli, Ignaz 108 
TonCiC-Sorini, Frau von 77 
Triendl, Anton 143 
Triendl, Familie 263 
Triendl, Siegmund 139 
Trienth, Franz 172 
Tscherniu, Proto von 251 f. 
Ulrich, Dr. 139 
VIerthalcr, Franz M. 145 
Volkersdorf, Sigismund von, Erzbischof 

283 
Volrich, Hans 96 
Waginger, Sebastian 182 
Wagner, Tobias 143 



Waidingcr, Wilh. 272 

Wanger, Georg 271 

Warsberg, Friedrich Lothar Freiherr von 
109 

Warsberg, Sammlung Baron Alexander 
108 f. 

Wasa, Prinz 109 

Wech, Franz 24 

Weckherlin von Adlstätten, Jnh. Martin 
134 

Weinbrcner, Sebastian 271 

Weiser, Bartl. 212 

Weiser, Franziska, geb. Bamberger 107 f. 

Weiser (Kinder) 108 

Weiser, Martha, geb. Brentani 108 

Weissauer, Frau 143 

Wellenkampsche Sammlung 77 

Werlin, Nik. und Frau 82 

Westrum, Jost 79 

Westrum, Jost d. J. 81 

Westrum, Otto 79 

Westrum, Rudolf 93 

Weyer, Frau Antonie, geb. von Orocz 
35 

W. G. (Wappen) 96 

Widovitsch, Dr. 138 

Wicderwald, Dismas imd Frau 142, 173 

Wilt, Georg von 244 

Wimpffen, Freiherr Christian von 109 

Winipffen, Sannnlung Exzellenz Franz 
Freiherr von 109 ff. 

Windhag, Gräfin von 143 

Wincklcr, Maria 179 

Winkler. Pfarrer 142 

Wodickh, Sammlung Hofrat Dr. 112 

Wölfling, Josef 143 

Wolf stein, Prof. von 146 

Wolkcnstein, Friedrich Franz Graf zu 67 

Wolkenstein, Paris Dom. 183 

Wolkenstcin, Grafen (Wappen) 67 

Wolmuth, Josef 143 

Zäch, Barbara 181 

Zäch, Katharina 181 

Zäch, Wolfgang 181 

Zangler, Herr 244 

Zebhauser, Frau 142 

Zeidrich 140 

Zeil, Jacob Josef Graf 183 

Zeil, Graf Siegnumd Christoph, Fürst- 
bischof von Chiemsee 66, 143 

Zeller, Sammlung Frau Anna 112 f. 

Ziehrer, Madame 142 

Zierkr, Paul 28 

Zillner, Familie 146 

Zinnöggcr, Lcop. 142 

Zuber, Adam 87 



C^ zri 







BINDING SECT. OCT 111966 



N 

6801 
07 
Bd. 16 



1 



Österreichische Kunsttopogl 



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